BasisBibel NT+Ps (BB)
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Die Bergpredigt

51Als Jesus die Volksmenge sah,stieg er auf den Berg5,1 Berg: Im Matthäus-Evangelium begibt sich Jesus oft auf einen Berg, um zu lehren oder zu beten (vgl. z. B. Matthäus 14,23 oder Matthäus 15,29). Das erinnert an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote empfing (2. Mose/Exodus 19–20)..Er setzte5,1 setzen: Wie die Lehrer in den Synagogen setzt sich Jesus, um seine bedeutungsvolle Rede zu halten. sichund seine Jünger5,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen zu ihm.2Jesus begann zu redenund lehrte sie5,2 sie: Angeredet werden die Jünger und das Volk, vgl. Matthäus 7,28.:

Die Bergpredigt: Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)

Lukas 6,20-23
3»Glückselig sind die, die wissen,dass sie vor Gott arm5,3 vor Gott arm: Menschen, die alles von Gott erwarten. sind.Denn ihnen gehört das Himmelreich5,3 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«..4Glückselig sind die,die an der Not der Welt leiden.Denn sie werden getröstet werden.5Glückselig sind die,die von Herzen freundlich5,5 freundlich: Mehr als höfliche Freundlichkeit; jemand begegnet anderen wertschätzend, respektvoll, milde. sind.Denn sie werden die Erde als Erbe5,5 Erbe: Im Alten Testament hatte das jüdische Volk das Land der Bibel als Erbbesitz bekommen. erhalten.6Glückselig sind die,die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit5,6 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes..Denn sie werden satt werden.7Glückselig sind die,die barmherzig sind.Denn sie werden barmherzig behandelt werden.8Glückselig sind die,die ein reines Herz haben.Denn sie werden Gott sehen.9Glückselig sind die,die Frieden stiften.Denn sie werden Kinder Gottes heißen.10Glückselig sind die,die verfolgt werden,weil sie tun,was Gott will5,10 was Gott will: Wörtlich lautet der Vers: »Glückselig sind die, die Gerechtigkeit üben.« Vgl. die Erklärung zum Stichwort »Gerechtigkeit«..Denn ihnen gehört das Himmelreich5,10 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«..11Glückselig seid ihr,wenn sie euch beschimpfen,verfolgen und verleumden –weil ihr zu mir gehört.12Freut euch und jubelt!Denn euer Lohn im Himmel ist groß!Genauso wie euchhaben sie früher die Propheten5,12 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. verfolgt.«

Die Bergpredigt: Die Aufgabe der Jünger

Lukas 14,34-35; Lukas 11,33
13»Ihr seid das Salz5,13 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. der Erde:Wenn das Salz5,13 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. nicht mehr salzt,wie kann es wieder salzig werden?Es ist nutzlos!Es wird weggeworfenund von den Menschen zertreten.

14Ihr seid das Licht der Welt:Eine Stadt, die auf einem Berg liegt,kann nicht verborgen bleiben!15Es zündet ja auch niemand eine Öllampe5,15 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. anund stellt sie dann unter einen Tontopf.Im Gegenteil: Man stellt sie auf den Lampenständer,damit sie allen im Haus Licht gibt.16So soll euer Licht vor den Menschen leuchten.Sie sollen eure guten Taten sehenund euren Vater im Himmel preisen.«

Die Bergpredigt: Den Willen Gottes im Gesetz ganz ernst nehmen

Lukas 16,17
17»Denkt ja nicht,ich bin gekommen,um die geltenden Lebensregeln5,17 Lebensregeln: Wörtlich »das Gesetz oder die Propheten«; Sammelbegriff für alle alttestamentlichen Schriften, in denen Gott mitteilt, wie der Mensch leben soll. außer Kraft zu setzen.Ich bin nicht gekommen,um sie außer Kraft zu setzen,sondern sie zu erfüllen.18Amen5,18 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Solange Himmel5,18 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und Erde bestehen,wird im Gesetz5,18 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. kein einziger Buchstabe5,18 Buchstabe: Wörtlich »Iota«; ist der griechische Ausdruck für den kleinsten Buchstaben des hebräischen Alphabets (das Yod).und kein Satzzeichen5,18 Satzzeichen: Wörtlich »Strichlein«; gemeint ist ein Häkchen oder Zierstrich an einem hebräischen Buchstaben. gestrichen werden –das ganze Gesetz5,18 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. muss erfüllt werden.19Keines dieser Gesetze5,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. wird außer Kraft gesetzt –selbst wenn es das Unwichtigste ist.Wer das tutund es anderen Menschen so lehrt,der wird der Unwichtigste im Himmelreich5,19 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. sein.Wer sie aber befolgtund das anderen so lehrt,der wird der Wichtigste im Himmelreich5,19 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. sein.20Denn ich sage euch:Wenn ihr den Willen5,20 Willen: Wörtlich lautet der Vers: »Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht besser ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr niemals in das Reich der Himmel kommen.« Gottes nicht besser erfülltals die Schriftgelehrten5,20 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer5,20 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,werdet ihr niemals in das Himmelreich5,20 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. kommen.«

Die Bergpredigt: »Ich aber sage euch …«

5,21-48

Die Bergpredigt: Das Gebot, nicht zu morden

21»Ihr wisst,dass unseren Vorfahren gesagt worden5,21 gesagt worden: Diese Formulierung, die dem griechischen Text entspricht, macht deutlich: Gott war es, der hier gesprochen hat. ist5,21 ist: Das erste Zitat stammt aus den Zehn Geboten aus 2. Mose/Exodus 20,13. Der zweite Teil des Verses bezieht sich auf 3. Mose/Levitikus 24,17.:›Du sollst nicht morden!‹Und:›Wer einen Mord begeht,der gehört vor Gericht.‹22Ich sage euch aber:Schon wer auf seinen Bruder5,22 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. oder seine Schwester5,22 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. wütend ist,gehört vor Gericht.Wer zu seinem Bruder5,22 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. oder seiner Schwester5,22 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. Dummkopf5,22 Dummkopf: Wörtlich »Raka«, eine Beschimpfung, die relativ harmlos ist.‹ sagt,gehört vor den jüdischen Rat5,22 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. .Wer ›Idiot5,22 Idiot: Wörtlich »Moros«, eine Beschimpfung, die verletzend ist.‹ sagt,der gehört ins Feuer der Hölle5,22 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht..

23Stell dir vor:Du bringst deine Opfergabe5,23 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. zum Altar5,23 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. und dort fällt dir ein:›Mein Bruder5,23 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. , meine Schwester5,23 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. hat etwas gegen mich.‹24Dann lass deine Opfergabe5,24 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. vor dem Altar5,24 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. liegen.Geh zuerst hinund versöhne dich mit deinem Bruder5,24 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. oder deiner Schwester5,24 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. .Dann komm zurückund bring deine Opfergabe5,24 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. dar.

25Wenn du jemand etwas schuldest,einige dich rechtzeitig mit ihm –solange ihr auf dem Weg zum Gericht seid.Sonst bringt er dich vor den Richterund der übergibt dich dem Gerichtsdiener:Dann wirst du ins Gefängnis geworfen.26Amen5,26 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich dir:Du wirst dort nicht wieder herauskommen,bis du die letzte Kupfermünze5,26 Kupfermünze: Wörtlich »Quadrans«. Ein »Quadrans« besteht aus Kupfer und ist die kleinste Münze in der römischen Währung (siehe auch Erklärung zu Geld). zurückbezahlt hast.«

Die Bergpredigt: Das Gebot, die Ehe nicht zu brechen

Lukas 16,18
27»Ihr wisst,dass gesagt worden5,27 gesagt worden: Diese Formulierung, die dem griechischen Text entspricht, macht deutlich: Gott war es, der hier gesprochen hat. ist5,27 ist: Dieses Gebot stammt aus den Zehn Geboten aus 2. Mose/Exodus 20,14:›Du sollst nicht die Ehe brechen5,27 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!‹28Ich sage aber:Wer die Frau eines anderen begehrlich ansieht,hat mit ihr schon die Ehe gebrochen5,28 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.in seinem Herzen hat er es getan.29Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verleitet:Reiß es ausund wirf es weg!Es ist besser für dich,ein Körperteil zu verlieren,als ganz in die Hölle5,29 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. geworfen zu werden.30Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verleitet:Schlag sie abund wirf sie weg!Denn es ist besser für dich,ein Körperteil zu verlieren,als ganz in die Hölle5,30 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. zu kommen.

31Es ist5,31 ist: Jesus bezieht sich hier auf die Stelle aus 5. Mose/Deuteronomium 24,1. gesagt worden5,31 gesagt worden: Diese Formulierung, die dem griechischen Text entspricht, macht deutlich: Gott war es, der hier gesprochen hat.:›Wer sich von seiner Frau scheiden lassen will,muss ihr eine Scheidungsurkunde5,31 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. ausstellen.‹32Ich sage euch aber:Jeder, der sich von seiner Frau scheiden lässt,der macht sie zur Ehebrecherin5,32 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.es sei denn: Sie war vorher schon untreu.Und wer eine geschiedene Frau heiratet,der begeht Ehebruch5,32 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.

Die Bergpredigt: Das Gebot, keinen falschen Eid zu schwören

33»Ihr wisst auch,dass unseren Vorfahren gesagt worden5,33 gesagt worden: Diese Formulierung, die dem griechischen Text entspricht, macht deutlich: Gott war es, der hier gesprochen hat. ist5,33 ist: Hier werden viele Stellen sinngemäß zitiert: 3. Mose/Levitikus 19,12; 4. Mose/Numeri 30,3 und 5. Mose/Deuteronomium 23,22-24.:›Du sollst deinen Schwur nicht brechen!Sondern du sollst halten,was du dem Herrn geschworen hast!‹34Ich sage euch aber:Schwört überhaupt nicht!Schwört weder beim Himmel5,34 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.,denn er ist der Thron Gottes;35noch bei der Erde,denn sie ist sein Fußschemel5,35 Schemel: Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft.;auch nicht bei Jerusalem5,35 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,denn sie ist die Stadt des höchsten Königs5,35 König: Gemeint ist Gott bzw. der von ihm gesandte Retter (Messias).!36Du sollst auch nicht bei deinem Kopf schwören!Denn du kannst ja nicht einmalein einziges Haar weiß oder schwarz machen.37Sagt einfachJa, Ja5,37 Ja, Ja: Gemeint ist: Und dann bleibt es bei »Ja«.oder ›Nein, Nein5,37 Nein, Nein: Gemeint ist: Und dann bleibt es bei »Nein«.‹.Jedes weitere Wort kommt vom Bösen.«

Die Bergpredigt: Das Gebot, nur maßvoll zu vergelten

Lukas 6,29-30
38»Ihr wisst,dass gesagt worden5,38 gesagt worden: Diese Formulierung, die dem griechischen Text entspricht, macht deutlich: Gott war es, der hier gesprochen hat. ist:Auge um Auge5,38 Auge um Auge/Zahn um Zahn: Vergeltungsgrundsatz aus dem Alten Testament; wenn jemand einem anderen einen Schaden zufügt, dann soll ihm zur Strafe auch dieser Schaden zugefügt werden.und Zahn um Zahn5,38 Auge um Auge/Zahn um Zahn: Vergeltungsgrundsatz aus dem Alten Testament; wenn jemand einem anderen einen Schaden zufügt, dann soll ihm zur Strafe auch dieser Schaden zugefügt werden.!‹39Ich sage euch aber:Wehrt euch nicht gegen Menschen,die euch etwas Böses antun!Sondern:Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt,dann halte ihm auch deine andere Backe hin!40Und wenn dich jemand verklagen will,um deine Kleider als Pfand zu bekommen,dann gib ihm auch noch den Mantel5,40 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. dazu!41Und wenn dich jemand dazu zwingt5,41 zwingen: Wörtlich »… eine Meile mit ihm zu gehen«. Römische Soldaten konnten die jüdische Bevölkerung jederzeit dazu zwingen, ihnen den Weg zu zeigen oder etwas für sie zu tragen.,seine Sachen eine Meile5,41 Meile: Eine römische Meile betrug etwa 1,5 km. zu tragen,dann geh zwei Meilen5,41 Meile: Eine römische Meile betrug etwa 1,5 km. mit ihm!42Wenn dich jemand um etwas bittet,dann gib es ihm!Und wenn jemand etwas von dir leihen will,sag nicht ›Nein‹.«

Die Bergpredigt: Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

Lukas 6,27-35
43»Ihr wisst,dass gesagt worden5,43 gesagt worden: Diese Formulierung, die dem griechischen Text entspricht, macht deutlich: Gott war es, der hier gesprochen hat. ist5,43 ist: Das Gebot, seine Feinde zu lieben, findet sich im Alten Testament in 3. Mose/Levitikus 19,18; der zweite Teil des Verses ist wohl eine damals übliche Engführung, die Jesus aufgreift.:›Liebe deinen Nächstenund hasse deinen Feind!‹44Ich sage euch aber:Liebt eure Feinde!Betet für die,die euch verfolgen!45So werdet ihr zu Kindern eures Vaters im Himmel5,45 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.!Denn er lässt seine Sonne aufgehenüber bösen und über guten Menschen.Und er lässt es regnenauf gerechte und auf ungerechte Menschen.46Denn wenn ihr nur die liebt,die euch auch lieben:Welchen Lohn erwartet ihr da von Gott?Verhalten sich die Zolleinnehmer5,46 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. nicht genauso?47Und wenn ihr nur eure Geschwister5,47 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. grüßt:Was tut ihr da Besonderes?Verhalten sich die Heiden5,47 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. nicht genauso?48Seid vollkommen,wie euer Vater im Himmel5,48 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. vollkommen ist!«
6

Die Bergpredigt: Gelebter Glaube im Alltag

6,1-18

Die Bergpredigt: Leben, wie es Gott gefällt …

61»Hütet euch:Stellt nicht vor den Menschen zur Schau,was für ein frommes Leben6,1 frommes Leben: Hier: Das Bemühen, durch Taten Gott zu gefallen; z. B. durch Almosengeben, Fasten usw. ihr führt.Sonst habt ihr keinen Lohn mehr zu erwartenvon eurem Vater im Himmel6,1 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

Die Bergpredigt: … beim Spenden für Bedürftige

2»Wenn du also einem armen Menschen etwas gibst,häng es nicht an die große Glocke!So verhalten sich die Scheinheiligen in den Synagogen6,2 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. und auf den Straßen,damit die Leute sie bewundern.Amen6,2 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Sie haben damit ihren Lohn schon bekommen.3Wenn du einem armen Menschen etwas gibst,soll deine linke Hand nicht wissen,was deine rechte Hand tut.4So bleibt deine Gabe im Verborgenen.Aber dein Vater,der auch das Verborgene sieht,wird dich dafür belohnen.«

Die Bergpredigt: … beim Beten

Lukas 11,2-4; Markus 11,25-26
5»Wenn ihr betet6,5 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,macht es nicht wie die Scheinheiligen:Sie stellen sich zum Beten6,5 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. gernein den Synagogen6,5 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. und an den Straßenecken auf –damit die Leute sie sehen können.Amen6,5 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Sie haben damit ihren Lohn schon bekommen.6Wenn du betest6,6 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,geh in dein Zimmer6,6 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.und verriegel die Tür.Bete6,6 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. zu deinem Vater,der im Verborgenen ist.Und dein Vater,der auch das Verborgene sieht,wird dich dafür belohnen.

7Sprecht eure Gebete6,7 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. nicht gedankenlos vor euch hin –so machen es die Heiden6,7 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben.!Denn sie meinen,ihr Gebet6,7 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. wird erhört,weil sie viele Worte machen.8Macht es nicht so wie sie!Denn euer Vater weiß,was ihr braucht,noch bevor ihr ihn darum bittet.

9So sollt ihr beten6,9 Vaterunser/Unser Vater: Das Gebet, dass Jesus die Menschen gelehrt hat. :›Unser Vater im Himmel6,9 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.,dein Name soll geheiligt6,9 geheiligt: »Name« steht hier für »Gott« selbst; gemeint ist: »Gott, verändere die Welt so, dass sie dich ehrt.« werden.10Dein Reich soll kommen.Dein Wille soll geschehen.Wie er im Himmel6,10 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. geschieht,so soll er auch auf der Erde Wirklichkeit werden.11Gib uns das Brot6,11 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das wir für heute brauchen!12Und vergib uns unsere Schuld6,12 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.so wie wir denen vergeben haben,die uns gegenüber schuldig6,12 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. geworden sind.13Und stelle uns nicht auf die Probe,sondern rette uns vor dem Bösen.‹

14Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt,dann wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.15Wenn ihr den Menschen aber nicht vergebt,dann wird euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.«

Die Bergpredigt: … beim Fasten

16»Wenn ihr fastet6,16 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.,macht kein leidendes Gesicht wie die Scheinheiligen.Sie vernachlässigen ihr Aussehen,damit die Leute sehen,dass sie fasten6,16 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken..Amen6,16 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Sie haben damit ihren Lohn schon bekommen!17Wenn du fastest6,17 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.,salbe6,17 salben: Haare wurden damals mit Öl gepflegt. Gemeint ist, dass man sich um sein Äußeres bemühen soll. deinen Kopfund wasche dein Gesicht!18Tu das,damit niemand bemerkt,dass du fastest6,18 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.außer deinem Vater,der im Verborgenen ist.Und dein Vater,der auch das Verborgene sieht,wird dich dafür belohnen.«

Die Bergpredigt: Wo man Schätze sammeln soll

Lukas 12,33-34; Lukas 11,34-36
19»Häuft keine Schätze auf der Erde an –wo Motten und Würmer sie fressenund wo Diebe einbrechen und sie stehlen.20Sondern häuft euch Schätze im Himmel6,20 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. an –wo weder Motten noch Würmer sie fressenund wo keine Diebe einbrechen und sie stehlen.21Denn wo dein Schatz ist,da wird auch dein Herz sein.

22Aus dem Auge leuchtet das Innere des Menschen:Wenn dein Auge klar ist,ist dein ganzer Körper hell;23wenn dein Auge trübe ist,dann ist dein ganzer Körper voller Dunkelheit.Wenn nun das Licht in dir trübe ist,wie schrecklich ist dann die Dunkelheit.«

Die Bergpredigt: Kümmert euch um die Herrschaft Gottes!

Lukas 16,13; Lukas 12,22-31
24»Niemand kann gleichzeitig zwei Herren dienen!Entweder wird er den einen hassenund den anderen lieben.Oder er wird dem einen treu seinund den anderen verachten.Ihr könnt nicht gleichzeitig Gottund dem Geld dienen!25Darum sage ich euch:Macht euch keine Sorgenum euer Leben –was ihr essen oder trinken sollt.Oder um euren Körper –was ihr anziehen sollt.Ist das Leben nicht mehr als Essen und Trinken?Und ist der Körper nicht mehr als Kleidung?26Seht euch die Vögel an!Sie säen nicht,sie ernten nicht,sie sammeln keine Vorräte in Scheunen:Und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

27Wer von euch kann dadurch,dass er sich Sorgen macht,sein Leben nur um eine Stunde verlängern?28Und warum macht ihr euch Sorgen,was ihr anzieht?Seht euch die Wiesenblumen an:Sie wachsen,ohne zu arbeitenund ohne sich Kleider zu machen.29Ich sage euch:Nicht einmal Salomo6,29 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). in all seiner Herrlichkeit6,29 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.war so schön gekleidet wie eine von ihnen.30Gott macht die Wiesenblumen6,30 Wiesenblumen: In Vers 30 wörtlich »Wiesenkraut«. Dazu gehörten auch die Wiesenblumen. Das Kraut diente armen Leuten im Backofen als Brennmaterial. so schön.Und dabei gehen sie an einem Tag aufund werden am nächsten Tag im Backofen verbrannt.Darum wird er sich noch viel mehr um euch kümmern.Ihr habt zu wenig Vertrauen!

31Macht euch also keine Sorgen!Fragt euch nicht:Was sollen wir essen?Was sollen wir trinken?Was sollen wir anziehen?32Um all diese Dingedreht sich das Leben der Heiden6,32 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben..Euer himmlischer Vater weiß doch,dass ihr das alles braucht.33Strebt vor allem anderennach seinem Reichund nach seinem Willen –dann wird Gott euch auch das alles schenken.34Macht euch also keine Sorgen um den kommenden Tag –der wird schon für sich selber sorgen.Es reicht, dass jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten hat.«
7

Die Bergpredigt: Nicht verurteilen

Lukas 6,37-42
71»Ihr sollt andere nicht verurteilen,damit Gott euch nicht verurteilt.2Denn das Urteil,das ihr fällt,wird euch treffen.Und der Maßstab,den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.

3Du siehst den Splitter im Auge deines Gegenübers7,3 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. .Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?4Wie kannst du zu deinem Gegenüber7,4 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. sagen:›Komm her!Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹Sieh doch:In deinem Auge ist ein Balken!5Du Scheinheiliger!Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge!Dann hast du den Blick frei,um den Splitter aus dem Augedeines Gegenübers7,5 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. zu ziehen.«

Die Bergpredigt: Wertvolle Perlen

6»Gebt das,was heilig7,6 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. ist,nicht den Hunden7,6 Hunde: Wer streunende Hunde fütterte, musste damit rechnen, dass sie wiederkommen und vor Hunger über einen herfallen.!Werft eure Perlen nicht vor die Schweine7,6 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere.!Sonst zertreten sie die Perlenund reißen euch in Stücke!«

Die Bergpredigt: Voll Vertrauen zu Gott beten

Lukas 11,9-13
7»Bittetund es wird euch gegeben!Suchtund ihr werdet finden!Klopft anund es wird euch aufgemacht!8Denn wer bittet,der bekommt.Und wer sucht,der findet.Und wer anklopft,dem wird aufgemacht.9Wer von euchgibt seinem Kind einen Stein,wenn es um Brot bittet7,9 bittet: Wörtlich übersetzt heißt es in Matthäus 7,9: »Oder wo ist unter euch ein Mensch, der, wenn ihn sein Sohn um Brot bittet, ihm einen Stein gibt?«?10Oder eine Schlange,wenn es um einen Fisch bittet?11Ihr Menschen seid böse –trotzdem wisst ihr,was euren Kindern guttut,und gebt es ihnen.Wie viel mehr Guteswird dann euer Vater im Himmel denen geben,die ihn darum bitten?«

Die Bergpredigt: Eine einfache Grundregel

Lukas 6,31
12»Genau so,wie ihr behandelt werden wollt,behandelt auch die anderen!Denn so steht es im Gesetz7,12 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.und bei den Propheten7,12 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

Die Bergpredigt: Das weite und das enge Tor

Lukas 13,24
13»Geht durch den engen Eingang!Denn das Tor zum Verderben ist weitund der Weg dorthin ist breit –viele wählen diesen Weg.14Aber wie eng ist das Tor zum Lebenund wie schmal ist der Weg dorthin –nur wenige finden diesen Weg.«

Die Bergpredigt: Warnung vor falschen Propheten

Lukas 6,43-44
15»Nehmt euch in Acht vor den falschen Propheten7,15 falscher Prophet: Mensch, der vorgibt, im Auftrag Gottes zu reden, und so seine Mitmenschen zu falschem Tun verführt.!Sie kommen zu euchund verhalten sich wie Schafe.Aber im Innern sind sie Wölfe,die auf Raub aus sind.16An ihren Früchten könnt ihr sie erkennen:Oder erntet man Trauben von einem Dornbuschund Feigen7,16 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. von einer Distel7,16 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. ?17Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor.Aber ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte hervor.18Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringenund ein schlechter Baum keine guten Früchte.19Ein Baum, der keine guten Früchte bringt,wird umgehauenund ins Feuer geworfen.20Also gilt:An ihren Früchten werdet ihr die falschen Propheten erkennen.«

Die Bergpredigt: Fataler Irrtum

Lukas 6,46; Lukas 13,26-27
21»Nicht jeder,der zu mir sagt:Herr, Herr7,21 Herr, Herr: Respektvolle Anrede. Die Verdopplung soll ausdrücken, dass jemand mit Ernst und Hingabe Jesus als seinen Herrn bekennt.!‹,wird in das Himmelreich7,21 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. kommen –sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.22Am Tag des Gerichts7,22 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. werden viele zu mir sagen:›Herr, Herr!Haben wir nicht in deinem Namen als Propheten7,22 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. geredet?Und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen7,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ausgetrieben?Und haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder7,22 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. getan?‹23Dann werde ich ihnen ins Gesicht sagen:›Ich kenne euch überhaupt nicht!Geht mir aus den Augen!Ihr habt getan,was gegen Gottes Willen ist!‹«

Die Bergpredigt: Das Gleichnis vom Hausbau

Lukas 6,47-49
24»Wer diese meine Worte7,24 Worte: Gemeint sind die Worte aus der Bergpredigt insgesamt (Kapitel 5–7). hörtund sie befolgt,ist wie ein kluger Mann,als er sein Haus7,24 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. baute:Er errichtete es auf felsigem Boden.25Dann kam ein Wolkenbruch.Die Flüsse traten über die Ufer,die Stürme tobtenund rüttelten an dem Haus.Doch es stürzte nicht ein –denn es war auf Fels gebaut.26Wer diese meine Worte7,26 Worte: Gemeint sind die Worte aus der Bergpredigt insgesamt (Kapitel 5–7). hörtund sie nicht befolgt,ist wie ein dummer Mann,als er sein Haus7,26 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. baute:Er errichtete es auf sandigem Boden.27Dann kam ein Wolkenbruch.Die Flüsse traten über die Ufer,die Stürme tobtenund prallten gegen das Haus7,27 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..Da stürzte es ein –es fiel völlig in sich zusammen.«

Die Wirkung der Bergpredigt

28So beendete Jesus seine Verkündigung.Die Volksmenge war von seiner Lehre tief beeindruckt.29Denn an seiner Lehre erkannten sie,dass Gott ihm die Vollmacht dazu gegeben hatte –ganz anders als bei den Schriftgelehrten7,29 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..