BasisBibel NT+Ps (BB)
24

Jesus lehrt: Endzeit und Weltgericht

24,1–25,46

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Markus 13,1-2; Lukas 21,5-6
241Jesus verließ den Tempel24,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.und wollte weiterziehen.Da kamen seine Jünger24,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihm.Sie wollten ihm die prächtigen Bauwerke der Tempelanlage24,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. zeigen.2Doch Jesus sagte zu ihnen:»Ihr bewundert das alles?Amen24,2 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Wann kommt das Ende?

Markus 13,3-8; Lukas 21,7-11
3Dann ging Jesus auf den Ölberg24,3 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem.und setzte24,3 setzen: Wie die Lehrer in den Synagogen setzt sich Jesus, um seine bedeutungsvolle Rede zu halten. sich.Nur seine Jünger24,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren bei ihm.Sie traten zu ihm und fragten:»Sag uns, wann wird das sein?An welchen Zeichen24,3 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. erkennen wir,dass du wiederkommstund das Ende der Welt bevorsteht?«

4Jesus antwortete ihnen:»Passt auf,dass euch niemand in die Irre führt!5Denn viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten:›Ich bin der Christus24,5 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. !‹Damit werden sie viele Menschen in die Irre führen.

6Ihr werdet von Kriegenund Kriegsgerüchten hören.Passt auf,dass ihr nicht erschreckt!Denn das muss so geschehen.Aber das ist noch nicht das Ende24,6 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit..7Denn ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.An vielen Orten wird es Hungersnöteund Erdbeben geben.8Doch das alles ist erst der Anfang der Geburtswehen24,8 Geburtswehen: Damals verbreitetes Bild für eine Schreckenszeit, die dem Kommen des von Gott gesandten Retters vorausgeht.

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Standhalten in Verfolgung

Markus 13,9-13; Lukas 21,12-19
9»Dann wird man euch in große Not bringenund sogar töten.Alle Völker werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.10Dann werden sich viele vom Glauben24,10 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. abbringen lassen.Sie werden einander verratenund einander hassen.11Viele falsche Propheten24,11 falscher Prophet: Mensch, der vorgibt, im Auftrag Gottes zu reden, und so seine Mitmenschen zu falschem Tun verführt. werden auftretenund viele in die Irre führen.12Weil der Ungehorsam gegen Gottes Gesetz immer größer wird,wird bei vielen die Liebe erkalten.

13Aber wer bis zum Ende24,13 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit. standhält,wird gerettet werden.14Die Gute Nachricht24,14 Gute Nachricht: Alles, was Matthäus von Jesus erzählt: von seinem Leben, seinem Tod und seiner Auferstehung, ist die Gute Nachricht. vom Himmelreich24,14 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.wird in der ganzen Welt verkündet werden.Alle Völker werden davon hören,und erst dann wird das Ende24,14 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit. kommen.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Markus 13,14-23; Lukas 21,20-24; Lukas 17,23-24.37
15»Ihr werdet sehen,dass das ›Scheusal der Entweihung24,15 Scheusal der Entweihung: Götzenbild, das den Tempel entweiht. Steht hier zugleich für den Antichrist, der vor dem Ende der Welt gegen Christus kämpft (vgl. Daniel 9,27 und Daniel 12,11).‹ im Heiligtum steht.So hat es Gott durch den Propheten24,15 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Daniel angekündigt24,15 angekündigt: Vergleiche aus dem Alten Testament Daniel 9,27 und Daniel 12,11..Wer das liest,soll überlegen,was es bedeutet!16Wenn das geschieht,dann sollen die Einwohner von Judäa24,16 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. in die Berge fliehen.17Wer gerade auf dem Dach ist,soll nicht erst hinuntersteigen,um noch etwas aus seinem Haus zu holen.18Und wer gerade auf dem Feld ist,soll nicht zurücklaufen24,18 zurücklaufen: Gemeint ist die Stelle, an der er mit seiner Arbeit begonnen und dazu den Mantel abgelegt hat.,um noch seinen Mantel24,18 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. zu holen.19Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!

20Betet24,20 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. darum,dass es nicht Winter oder Sabbat24,20 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ist,wenn ihr fliehen müsst!21Die Not wird schrecklich sein,so groß wie nie zuvor –vom Anfang der Welt an bis heuteund auch bis zu dieser Zeit nicht.22Wenn Gott diese schreckliche Zeit nicht verkürzen würde,könnte kein Mensch gerettet werden.Aber er wird diese Zeit verkürzen –denen zuliebe, die er erwählt hat.

23Und wenn dann jemand zu euch sagt:›Seht her, hier ist der Christus24,23 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. !‹,oder: ›Dort ist er!‹,dann glaubt es nicht!24Denn mancher falsche Christus24,24 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. und mancher falsche Prophet24,24 falscher Prophet: Mensch, der vorgibt, im Auftrag Gottes zu reden, und so seine Mitmenschen zu falschem Tun verführt. wird auftreten.Sie werden große Zeichen und Wunder24,24 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. tun.So wollen sie möglichst auch die Menschen in die Irre führen,die von Gott erwählt sind.25Seht doch:Ich habe euch alles vorhergesagt!

26Wenn jemand zu euch sagt:›Seht doch: Er ist in der Wüste24,26 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. !‹,dann geht nicht hinaus!Wenn jemand sagt:›Seht doch: Er ist hier im Haus24,26 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. versteckt!‹,dann glaubt ihm nicht!27Denn wenn der Menschensohn24,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wiederkommt,wird es sein wie bei einem Blitz:Unübersehbar leuchtet er aufvom Osten bis zum Westen.28Genauso sind von Weitem die Geier zu sehen,die über dem Aas kreisen.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Der Menschensohn kommt

Markus 13,24-27; Lukas 21,25-28
29»Sofort nach dieser schrecklichen Zeit,wird sich die Sonne verdunkelnund der Mond wird nicht mehr scheinen.Die Sterne werden vom Himmel24,29 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. fallenund die Ordnung des Himmels24,29 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.wird erschüttert werden24,29 werden: In Jesaja 13 wird beschrieben, wie Gott in einem großen Gerichtstag die Völker zur Verantwortung für ihr Handeln ziehen wird. Der große Gerichtstag kommt unausweichlich und wird von kosmischen Ereignissen begleitet (Jesaja 13,10). Ähnliches kündigt auch der Prophet Joel für die Feinde des Volkes Israel an (vgl. Joel 4,14-15)..

30Dann wird der Menschensohn24,30 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. für alle sichtbar am Himmel24,30 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erscheinen.Das ist das Zeichen,dass das Ende da ist.Dann werden alle Völker der Welt jammern und klagen.Alle werden es sehen:Der Menschensohn24,30 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt auf den Wolken des Himmels24,30 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.mit Macht und Herrlichkeit24,30 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..31Dann ertönt gewaltiger Posaunenschall.Er wird seine Engel24,31 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. ausschicken,um die Menschen zusammenzubringen,die von Gott erwählt sind.Aus allen vier Himmelsrichtungen kommen sie herbei,vom einen Ende des Himmels24,31 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. bis zum anderen.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Das Gleichnis vom Feigenbaum

Markus 13,28-32; Lukas 21,29-33
32»Nehmt den Feigenbaum24,32 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. als Gleichnis24,32 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.,an dem ihr etwas lernt.Wenn seine Zweige frisch austreibenund Blätter bekommen,dann wisst ihr:Der Sommer ist bald da.33So ist es auch mit euch:Wenn ihr das alles seht,dann wisst ihr:Das Ende24,33 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit. ist nahe.Der Menschensohn24,33 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. steht vor der Tür.34Amen24,34 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor das alles geschieht.35Himmel24,35 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und Erde werden vergehen,aber meine Worte vergehen nicht.36An welchem Tag und zu welcher Stunde das sein wird,weiß niemand,auch nicht die Engel24,36 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. im Himmel24,36 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.,nicht einmal der Sohn24,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,sondern ganz allein der Vater.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Bleibt wachsam!

Lukas 17,26-35; Lukas 12,39-40
37»Wenn der Menschensohn24,37 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wiederkommt,wird es sein wie zur Zeit Noahs24,37 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet..38Vor der großen Flutaßen und tranken die Menschen,sie heirateten oder verheirateten ihre Kinder.So lebten sie bis zu dem Tag,als Noah24,38 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet. in die Arche24,38 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden. stieg.39Sie ahnten nichts,bis die große Flut kamund sie alle wegriss.Genau so wird es sein,wenn der Menschensohn24,39 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wiederkommt.

40Dann werden zwei Männer zusammen auf dem Feld arbeiten –den einen wird der Menschensohn24,40 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. zu sich holenund den anderen zurücklassen.41Zwei Frauen werden zusammen Korn mahlen24,41 Kornmahlen, Handmühle: Im Land der Bibel mahlten die Frauen das Korn, indem sie es zwischen zwei Steinen zerrieben.die eine wird er zu sich holenund die andere zurücklassen.42Bleibt also wachsam!Denn ihr wisst nicht,an welchem Tag euer Herr wiederkommt.

43Macht euch bewusst:Wenn der Hausherr wüsste,wann der Dieb in der Nacht kommt,würde er wach bleiben.Er würde es nicht zulassen,dass in sein Haus24,43 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. eingebrochen wird.

44Darum sollt auch ihr jederzeit bereit sein.Denn der Menschensohn24,44 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt zu einer Stunde,in der ihr es nicht erwartet.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Der zuverlässige Diener

Lukas 12,42-46
45»Wer von euch ist der zuverlässige und kluge Diener?Ihm hat sein Herr den Auftrag gegeben,die übrigen Diener zu beaufsichtigenund sie zur rechten Zeitmit Essen zu versorgen.46Glückselig ist er,wenn der Herr bei seiner Rückkehr sieht,dass er seinen Auftrag gewissenhaft erfüllt.47Amen24,47 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Der Herr wird ihm die Verantwortung für seinen ganzen Besitz übertragen!

48Wenn er aber ein schlechter Diener ist,sagt er sich:›Mein Herr wird lange weg sein.‹49Er fängt an,die anderen Diener zu schlagen.Und mit Säufern wird er zum Essen und Trinken beisammen sein.50Dann kommt sein Herr –an einem Tag,an dem der Diener es nicht erwartet,und zu einer Stunde,in der er nicht damit rechnet.51Der Herr wird ihn in Stücke hauenund ihn dorthin bringen lassen,wo die Scheinheiligen bestraft werden.Dort wird es Heulen und Zähneklappern geben!«
25

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Das Gleichnis von den Brautjungfern

251»Wenn das Himmelreich25,1 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. kommt,wird es zehn Brautjungfern25,1 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. gleichen:Sie nahmen ihre Fackeln25,1 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte.und gingen hinaus zum Haus der Braut.Sie wollten den Bräutigam empfangen.2Fünf von ihnen waren dumm,die anderen fünf waren klug.3Die dummen Brautjungfern25,3 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. nahmen zwarihre Fackeln25,3 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte. mit,aber kein Öl.4Die klugen Brautjungfern25,4 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. dagegen nahmen zusammen mit ihren Fackeln25,4 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte.auch Krüge25,4 Krüge: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. mit Öl mit.

5Doch der Bräutigam verspätete sich.Die Brautjungfern25,5 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. wurden müdeund schliefen ein.6Mitten in der Nacht weckte sie der Ruf:›Seht doch! Der Bräutigam kommt!Geht hinaus,um ihn zu begrüßen!‹7Da standen alle Brautjungfern25,7 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. aufund machten ihre Fackeln25,7 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte. bereit.8Die dummen Brautjungfern25,8 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. sagten zu den klugen:›Gebt uns von eurem Öl,sonst gehen unsere Fackeln25,8 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte. sofort wieder aus!‹9Aber die klugen Brautjungfern25,9 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. antworteten:›Das geht nicht.Das Öl reicht nicht für uns und euch!Geht doch zu den Händlernund kauft euch selbst welches.‹

10Die dummen Brautjungfern25,10 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. gingen los,um Öl zu kaufen.Inzwischen traf der Bräutigam ein.Die klugen Brautjungfern25,10 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. ,die vorgesorgt hatten,gingen mit ihm zum Haus25,10 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,wo die Hochzeit gefeiert wurde.Hinter ihnen wurde die Tür geschlossen.

11Später kamen die anderen Brautjungfern25,11 Brautjungfer: Unverheiratete Freundin der Braut, die die Braut zur Hochzeit begleitete und den Bräutigam begrüßte. nach.Sie riefen:›Herr, Herr, mach uns auf!‹12Aber der Bräutigam antwortete:Amen25,12 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ich kenne euch nicht.‹

13Bleibt also wach!Denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde,in der der Menschensohn25,13 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wiederkommt.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

Lukas 19,12-27
14»Es ist wie bei einem Mann,der verreisen wollte.Vorher rief er seine Diener25,14 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer. zusammenund vertraute ihnen sein Vermögen an.15Dem einen gab er fünf Talente25,15 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber.,einem anderen zwei Talente25,15 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber.und dem dritten ein Talent25,15 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber.jedem nach seinen Fähigkeiten.Dann reiste der Mann ab.

16Der Diener25,16 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer., der fünf Talente25,16 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. bekommen hatte,fing sofort an, mit dem Geld25,16 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. zu wirtschaften.Dabei gewann er noch einmal fünf Talente25,16 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. dazu.17Genauso machte es der mit den zwei Talenten25,17 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber..Er gewann noch einmal zwei Talente25,17 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. dazu.18Aber der Diener25,18 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer.,der das eine Talent25,18 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. bekommen hatte,ging hin und grub ein Loch in die Erde.Dort versteckte er das Geld25,18 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. seines Herrn.

19Nach langer Zeit kam der Herr der drei Diener25,19 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer. zurückund wollte mit ihnen abrechnen.20Zuerst kam der Diener,der fünf Talente25,20 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. bekommen hatte.Er brachte die zusätzlichen fünf Talente25,20 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. mitund sagte:›Herr, fünf Talente25,20 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. hast du mir gegeben.Sieh doch, ich habe noch einmal fünf dazugewonnen.‹21Sein Herr sagte zu ihm:›Gut gemacht!Du bist ein tüchtiger und treuer Diener25,21 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer..Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen.Darum werde ich dir viel anvertrauen.Komm herein25,21 Komm herein: Anspielung auf das Eintreten in das Himmelreich.!Du sollst beim Freudenfest deines Herrn dabei sein!‹22Dann kam der Diener25,22 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer.,der zwei Talente25,22 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. bekommen hatte.Er sagte:›Herr, zwei Talente25,22 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. hast du mir gegeben.Sieh doch, ich habe noch einmal zwei dazugewonnen.‹23Da sagte sein Herr zu ihm:›Gut gemacht!Du bist ein tüchtiger und treuer Diener25,23 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer..Du hast dich bei dem Wenigen als zuverlässig erwiesen.Darum werde ich dir viel anvertrauen.Komm herein25,23 Komm herein: Anspielung auf das Eintreten in das Himmelreich.!Du sollst beim Freudenfest deines Herrn dabei sein.‹24Zum Schluss kam auch der Diener25,24 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer.,der ein Talent25,24 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. bekommen hatte.Er sagte:›Herr, ich wusste,dass du ein harter Mann bist.Du erntest,wo du nicht gesät hast,und du sammelst ein,wo du nichts ausgeteilt hast.25Deshalb hatte ich Angst.Ich ging mit dem Geld25,25 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. wegund versteckte dein Talent25,25 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. in der Erde.Sieh doch, hier hast du dein Geld25,25 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. zurück!‹26Sein Herr antwortete ihm:›Du bist ein schlechter und fauler Diener25,26 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer.!Du wusstest,dass ich ernte,wo ich nicht gesät habe,und einsammle,wo ich nichts ausgeteilt habe!27Dann hättest du mein Geld25,27 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. zur Bank bringen sollen.So hätte ich es bei meiner Rückkehr wenigstens mit Zinsen zurückbekommen.28Nehmt ihm das Talent25,28 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. wegund gebt es dem,der die zehn Talente25,28 Talent: Gewichtseinheit, entspricht etwa 36 kg. Große Geldmengen wurden ebenfalls in Talent gemessen. 1 Talent entsprach etwa 36 kg Silber. hat!29Denn wer etwas hat,dem wird noch viel mehr gegeben –er wird mehr als genug bekommen.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen,was er hat.30Werft diesen nichtsnützigen Diener25,30 Diener: Wörtlich »Sklave«. Es war üblich, dass tüchtige Sklaven mit (geringen) Geldbeträgen ihres Herrn Geschäfte machten. Der Gewinn gehörte selbstverständlich dem Sklavenbesitzer. hinausin die Finsternis draußen.Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern!‹«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Wonach der Menschensohn die Menschen beurteilt

31»Der Menschensohn25,31 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird wiederkommenin seiner Herrlichkeit25,31 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.mit allen Engeln25,31 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes..Dann wird er sich auf seinen Herrscherthron setzen.32Alle Völker werden vor dem Menschensohn versammelt.Und er wird sie in zwei Gruppen aufteilen –wie ein Hirte die jungen Ziegenböcke von der Herde25,32 Herde: Kleinvieh wie Schafe und Ziegen. trennt.33Die Herde25,33 Herde: Kleinvieh wie Schafe und Ziegen. wird er rechts von ihm aufstellenund die jungen Ziegenböcke links.34Dann wird der König zu denen rechts von ihm sagen:›Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet!Nehmt das Reich in Besitz,das Gott seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt hat.35Denn ich war hungrig,und ihr habt mir zu essen gegeben.Ich war durstig,und ihr habt mir zu trinken gegeben.Ich war ein Fremder,und ihr habt mich als Gast aufgenommen.36Ich war nackt,und ihr habt mir Kleider gegeben.Ich war krank,und ihr habt euch um mich gekümmert.Ich war im Gefängnis,und ihr habt mich besucht.‹

37Dann werden die Menschen fragen,die nach Gottes Willen gelebt haben25,37 die nach Gottes Willen gelebt haben: Wörtlich »Dann werden die Gerechten …«:›Herr, wann haben wir dich hungrig gesehenund haben dir zu essen gegeben?Oder durstigund haben dir zu trinken gegeben?38Wann warst du ein Fremderund wir haben dich als Gast aufgenommen?Wann warst du nacktund wir haben dir Kleider gegeben?39Wann warst du krank oder im Gefängnisund wir haben dich besucht?‹40Und der König wird ihnen antworten:›Amen, das sage ich euch:Was ihr für einen meiner Brüder25,40 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. oder eine meiner Schwestern25,40 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. getan habt –und wenn sie noch so unbedeutend sind –,das habt ihr für mich getan.‹

41Dann wird er zu denen links von ihm sagen:›Geht weg von mir!Gott hat euch verflucht!Ihr gehört in das ewige Feuer,das für den Teufel25,41 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.und seine Engel25,41 Engel: Auch der Teufel hat seine Boten und Diener. vorbereitet ist.42Denn ich war hungrig,und ihr habt mir nichts zu essen gegeben.Ich war durstig,und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben.43Ich war ein Fremder,und ihr habt mich nicht als Gast aufgenommen.Ich war nackt,und ihr habt mir keine Kleider gegeben.Ich war krank und im Gefängnis,und ihr habt euch nicht um mich gekümmert.‹44Dann werden auch sie antworten:›Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen?Oder als Fremder oder nackt oder krank oder im Gefängnis?Wann haben wir nicht für dich gesorgt?‹45Da wird er ihnen antworten:Amen25,45 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Was ihr für andere nicht getan habt –und wenn sie noch so unbedeutend waren –,das habt ihr auch für mich nicht getan!‹46Auf diese Menschen wartet die ewige Strafe.Aber die Menschen,die nach Gottes Willen gelebt haben25,46 die nach Gottes Willen gelebt haben: Wörtlich »Aber die Gerechten…«,empfangen das ewige Leben25,46 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.
26

Leiden, Tod und Begräbnis von Jesus

26,1–27,66

Pläne gegen Jesus

Markus 14,1-2; Lukas 22,1-2; Johannes 11,45-53
261Damit hatte Jesus die letzte seiner Reden beendet.Später sagte er zu seinen Jüngern26,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :2»Ihr wisst, dass in zwei Tagen das Passafest26,2 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. beginnt.Dann wird der Menschensohn26,2 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. ausgeliefert werdenund gekreuzigt26,2 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. werden.«

3Da kamen die führenden Priester26,3 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Ältesten26,3 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkesim Palast des Obersten26,3 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Priesters26,3 Oberster Priester: Der Oberste Priester zu dieser Zeit hieß Kajaphas. zusammen.Sein Name war Kajaphas.4Gemeinsam fassten sie den Beschluss,Jesus heimlich zu verhaftenund dann umzubringen.5Aber sie sagten sich:»Auf gar keinen Fall während des Festes26,5 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.,damit es keine Unruhe im Volk gibt.«

Jesus wird gesalbt

Markus 14,3-9; Johannes 12,1-8
6Jesus war in Betanien26,6 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. .Er war zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen26,6 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. .7Da kam eine Frau zu Jesus.Sie hatte ein Fläschchen26,7 Fläschchen: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. mit teuerstem Salböl26,7 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. bei sich.Als Jesus am Tisch lag26,7 am Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. und aß,träufelte sie ihm das Salböl26,7 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. auf den Kopf.8Als die Jünger26,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. das sahen,ärgerten sie sich.Sie sagten:»Wozu diese Verschwendung?9Man hätte es teuer verkaufenund das Geld den Armen geben können.«

10Jesus bemerkte dasund sagte zu ihnen:»Warum macht ihr der Frau das Leben schwer?Sie hat etwas Gutes für mich getan.11Es wird immer Arme bei euch geben.Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch.12Sie hat mich im Voraus für mein Begräbnis gesalbt26,12 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen.,als sie dieses Öl über meinen Körper gegossen hat.13Amen26,13 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Überall in der Welt,wo die Gute Nachricht26,13 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. von mir weitergesagt wird,wird auch erzählt werden,was sie getan hat.So wird man sich immer an sie erinnern.«

Judas wird zum Verräter

Markus 14,10-11; Lukas 22,3-6
14Danach ging einer der Zwölf26,14 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren.es war Judas Iskariot –zu den führenden Priestern26,14 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte..15Er fragte:»Was gebt ihr mir dafür,dass ich euch Jesus in die Hände liefere?«Sie zahlten ihm dreißig Silberstücke26,15 Silbermünze, Silberstück: Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters..16Von da an suchte Judas nach einer günstigen Gelegenheit,um ihnen Jesus in die Hände zu liefern.

Vorbereitungen zum Passamahl

Markus 14,12-16; Lukas 22,7-13
17Es war der erste Tag vom Fest der Ungesäuerten Brote26,17 Fest der Ungesäuerten Brote: Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen..Da kamen die Jünger26,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu Jesus und fragten:»Wo sollen wir das Passamahl26,17 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. für dich vorbereiten?«18Jesus antwortete:»Geht in die Stadt zu dem und dem Mann –richtet ihm aus:›Der Lehrer26,18 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. lässt dir sagen:Die Zeit, die Gott für mich bestimmt hat, ist da.Ich will bei dir das Passamahl26,18 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. feiernzusammen mit meinen Jüngern26,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .‹«19Die Jünger26,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. machten alles so,wie Jesus ihnen aufgetragen hatte.Und sie bereiteten das Passamahl26,19 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. vor.

Jesus feiert mit seinen zwölf Jüngern das Passamahl

Markus 14,17-26; Lukas 22,14-23
20Als es Abend geworden war,ließ sich Jesus mit den zwölf26,20 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren. Jüngern26,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zum Essen nieder.21Während sie aßen,sagte er zu ihnen:»Amen26,21 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Einer von euch wird mich verraten.«22Die Jünger26,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren tief betroffen.Jeder einzelne von ihnen fragte Jesus:»Doch nicht etwa ich, Herr?«23Jesus antwortete:»Der sein Brot26,23 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel mit mir in die Schale26,23 Schale: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. taucht26,23 taucht: Wörtlich lautet der Vers 23: Jesus antwortete: »Der seine Hand mit mir in die Schale taucht, der wird mich verraten.« Noch heute ist es bei traditionellen Gastmahlen üblich, dass alle am Mahl Teilnehmenden aus einer Schüssel essen.,der wird mich verraten.24Der Menschensohn26,24 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. muss sterben.So ist es in den Heiligen Schriften26,24 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. angekündigt.Wie schrecklich für den Menschen,der den Menschensohn26,24 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. verrät.Er wäre besser nie geboren worden!«25Da sagte Judas,der ihn verraten wollte,zu Jesus:»Doch nicht etwa ich, Rabbi26,25 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer.Jesus antwortete:»Du sagst es!«

26Beim Essen nahm Jesus ein Brot26,26 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel .Er lobte Gottund dankte ihm dafür.Dann brach er das Brot26,26 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel in Stückeund gab es seinen Jüngern26,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Er sagte:»Nehmt und esst!Das ist mein Leib.«

27Dann nahm er den Becher26,27 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. .Er sprach das Dankgebet26,27 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. und gab ihn seinen Jüngern26,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Er sagte:»Trinkt alle daraus!28Das ist mein Blut26,28 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. .Es steht für den Bund26,28 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den Gott mit den Menschen schließt.Mein Blut26,28 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. wird für die vielen vergossen werdenzur Vergebung ihrer Schuld26,28 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..29Das sage ich euch:Ich werde von jetzt ab keinen Wein26,29 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. mehr trinken.Erst an dem Tag werde ich mit euch neu davon trinken,wenn mein Vater sein Reich26,29 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. vollendet hat.«

30Jesus und seine Jünger sangen die Dankpsalmen26,30 Dankpsalmen: Nach dem Passamahl werden die Psalmen 114–118 gesungen..Dann gingen sie hinaus zum Ölberg26,30 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..

Jesus sagt das Versagen von Petrus voraus

Markus 14,27-31
31Da sagte Jesus zu seinen Jüngern26,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Ihr werdet euch alle von mir abwenden –noch in dieser Nacht.Denn so steht26,31 steht: Jesus bezieht an dieser Stelle eine Aussage des Propheten Sacharja (vgl. Sacharja 13,7) auf sich und das Verhalten seiner Jünger während seiner Verhaftung und Hinrichtung, die nun unmittelbar bevorsteht. es in den Heiligen Schriften26,31 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:›Ich werde den Hirten26,31 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. tötenund die Schafe seiner Herde werden auseinanderlaufen.‹32Aber nach meiner Auferstehung26,32 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. vom Todwerde ich euch nach Galiläa26,32 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. vorausgehen.«33Aber Petrus26,33 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. widersprach ihm:»Auch wenn sie sich alle von dir abwenden –ich werde es ganz bestimmt nicht tun!«34Jesus antwortete ihm: