BasisBibel (BB)
22

Das Gleichnis vom Hochzeitsfest

Lukas 14,16-24
221Dann erzählte Jesus22,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ihnen22,1 ihnen: Matthäus 21,23 nennt die führenden Priester und Pharisäer als Gesprächspartner von Jesus. weitere Gleichnisse22,1 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr ….2»Das Himmelreich22,2 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … gleicht einem König,der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete.3Er schickte seine Diener los.Sie sollten die Gäste holen,die zur Hochzeit eingeladen waren.Aber sie wollten nicht kommen.4Da schickte er noch einmal andere Diener los.Sie sollten den Eingeladenen sagen:›Seht doch: Ich habe mein Festessen vorbereitet.Meine Ochsen und Mastkälber sind geschlachtet.Alles ist bereit.Kommt doch zum Hochzeitsfest!‹5Aber die Eingeladenen kümmerten sich nicht darum,sondern gingen ihrer Arbeit nach:der eine auf seinem Acker,der andere in seinem Laden.6Manche packten die Diener sogar,misshandelten und töteten sie.7Da wurde der König zornig.Er schickte seine Soldaten.Die Mörder ließ er umbringenund ihre Stadt niederbrennen.

8Dann befahl er seinen Dienern:›Das Hochzeitsfest ist zwar vorbereitet,aber die Eingeladenen waren es nicht wert,daran teilzunehmen.9Geht hinaus bis ans Ende der Stadt!Ladet alle Menschen zum Hochzeitsfest ein,die euch begegnen!‹10Die Diener gingen hinaus auf die Straßenund brachten alle mit,die sie dort fanden –böse wie gute Menschen.So füllte sich der Hochzeitssaal mit Gästen.

11Der König kam in den Festsaal,um sich die Gäste anzusehen.Da sah er einen Mann,der nicht für eine Hochzeit gekleidet22,11 gekleidet: Die Kleidung des Gasts ist hier Bild für sein öffentliches Auftreten im Allgemeinen. Sowenig er sich für eine Hochzeit angemessen anzieht, sowenig tut er in seinem Leben das Richtige. war.12Der König sagte zu ihm:›Freund, wie bist du hier hereingekommen?Du bist ja gar nicht für eine Hochzeit angezogen!‹Der Mann konnte aber keine Antwort geben.13Da befahl der König seinen Dienern:›Fesselt ihn an Händen und Füßenund werft ihn hinaus in die Finsternis!Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.‹14Denn viele sind zwar berufen,aber nur wenige erwählt.«

Steuern für den Kaiser?

Markus 12,13-17; Lukas 20,20-26
15Daraufhin kamen die Pharisäer22,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … zusammen.Sie überlegten, wie sie Jesus22,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … durch eine Fragein Bedrängnis bringen konnten.16Sie schickten ihre Jünger22,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zu Jesus,zusammen mit einigen Anhängern des Herodes22,16 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). Mehr ….Die sagten zu ihm: »Lehrer22,16 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Dir geht es nur um die Wahrheit.Du lehrst uns aufrichtig,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.Dabei fragst du nach keinem anderen,denn du siehst nicht die Person an.17Sag uns bitte, was du für richtig hältst:Ist es erlaubt,dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?«18Jesus durchschaute ihre Absicht und sagte:»Warum wollt ihr mich auf die Probe stellen,ihr Scheinheiligen?19Zeigt mir eine Münze22,19 Münzen: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Mehr …,mit der ihr die Steuern bezahlt!«Sie gaben ihm eine Silbermünze22,19 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen..20Jesus fragte sie: »Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«21Sie antworteten: »Der Kaiser.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«22Als sie das hörten,waren sie sehr erstaunt.Sie ließen Jesus in Ruhe und gingen weg.

Werden die Toten auferstehen?

Markus 12,18-27; Lukas 20,27-40
23Am selben Tag kamen Sadduzäer22,23 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. Mehr … zu Jesus22,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….Die Sadduzäer behaupten,dass es keine Auferstehung22,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr … der Toten gibt.Sie fragten Jesus:24»Lehrer22,24 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat gesagt22,24 Mose hat gesagt: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6.:›Wenn ein Mann kinderlos stirbt,soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹25Nun gab es bei uns sieben Brüder.Der erste heiratete und starb kinderlos.Deshalb heiratete sein Bruder die Witwe22,25 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr ….26Ihm erging es genauso,auch dem dritten bis hin zum siebten.27Als Letzte von allen starb die Frau.28Wie wird es nun bei der Auferstehung der Toten sein?Mit wem von den siebenwird die Frau dann verheiratet sein?Alle haben sie ja zur Frau gehabt.«

29Jesus22,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … antwortete: »Ihr irrt euch!Denn ihr kennt weder die Heilige Schrift22,29 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. Mehr …noch wisst ihr, wie groß Gottes Macht ist.30Wenn die Menschen von den Toten auferstehen,werden sie weder heiraten noch geheiratet werden.Vielmehr werden sie leben wie die Engel22,30 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … im Himmel.31Was aber die Auferstehung22,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr … der Toten angeht –wisst ihr nicht, dass Gott euch gesagt hat22,31 Gott hat euch gesagt: Mit diesen Worten stellt sich Gott dem Mose in 2. Mose/Exodus 3,1-12 vor und beruft ihn dazu, das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten zu führen.:32›Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs22,32 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck..‹Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.«33Die Volksmenge hatte Jesus zugehört.Sie war von seiner Lehre tief beeindruckt.

Was ist das wichtigste Gebot?

Markus 12,28-31; Lukas 10,25-28
34Die Pharisäer22,34 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … hörten davon,wie Jesus22,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … die Sadduzäer22,34 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. Mehr … zum Schweigen gebracht hatte.Deshalb kamen sie bei Jesus zusammen.35Einer von ihnen, ein Schriftgelehrter22,35 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …,wollte Jesus auf die Probe stellen und fragte:36»Lehrer22,36 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., welches Gebot im Gesetz22,36 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … ist das größte?«37Jesus antwortete22,37 Jesus antwortete: Zitat aus 5. Mose/Deuteronomium 6,5.:»›Du sollst den Herrn22,37 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr …, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen,mit deiner ganzen Seele22,37 deiner ganzen Seele: Der Mensch soll sich mit seiner ganzen Lebenskraft für Gott einsetzen.und mit deinem ganzen Denken.‹38Dies ist das größte und wichtigste Gebot.39Aber das folgende Gebot22,39 das folgende Gebot: Zitat aus 3. Mose/Levitikus 19,18. ist genauso wichtig:›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹40Diese beiden Gebote fassen alles zusammen,was das Gesetz und die Propheten22,40 Gesetz und Propheten: Im Neuen Testament eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.von den Menschen fordern.«

Davids Sohn oder Davids Herr?

Markus 12,35-37; Lukas 20,41-44
41Als die Pharisäer22,41 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … bei Jesus22,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zusammengekommen waren,42stellte er ihnen eine Frage:»Was denkt ihr über den Christus22,42 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr …?Wessen Sohn ist er?«Sie antworteten: »Der Sohn Davids22,42 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.43Jesus fragte weiter:»Wie kann David ihn dann ›Herr‹ nennen?Er wurde doch vom Heiligen Geist22,43 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … geleitet,als er sagte22,43 er sagte: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert.:44›Gott, der Herr22,44 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr …, sagte zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite22,44 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel22,44 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹45David selbst nennt den Christus also ›Herr‹22,45 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«46Keiner konnte Jesus darauf eine Antwort geben.Von dem Tag an wagte es niemand mehr,Jesus eine Frage zu stellen.
23

Jesus spricht über die Pharisäer und Schriftgelehrten

Matthäus 23,1-39

Die Pharisäer und Schriftgelehrten tun nicht, was sie lehren

Markus 12,38-39; Lukas 20,45-46
231Dann wandte sich Jesus23,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … an die Volksmengeund seine Jünger23,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … 2und sagte:»Die Schriftgelehrten23,2 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer23,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …sitzen auf dem Lehrstuhl von Mose23,2 Lehrstuhl von Mose: In manchen Synagogen gab es Stühle, auf denen Schriftgelehrte Platz nahmen, um die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose, auszulegen..3Alles, was sie euch sagen, sollt ihr tun und befolgen.Aber verhaltet euch nicht so, wie sie sich verhalten!Denn sie halten sich selbst nicht an das,was sie lehren:4Sie binden schwere Lasten zusammen,die kaum zu tragen sind.Die legen sie den Menschen auf die Schulter.Aber sie selbst wollen keinen Finger krumm machen,um sie zu tragen.5Alles, was sie tun, machen sie,damit sie von den Leuten gesehen werden.Sie tragen besonders breite Gebetsriemen23,5 Gebetsriemen: Lederriemen mit Kapseln, in denen sich Pergamentzettel mit Texten aus dem Alten Testament befinden.und besonders lange Quasten23,5 Quaste: An den Ecken des Gebetsmantels sind Quasten angebracht, die an die Gebote Gottes erinnern sollen; vgl. 4. Mose/Numeri 15,37-41..6Bei den Festessen und in den Synagogen23,6 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr …ist es ihnen wichtig,die Ehrenplätze zu bekommen.7Auf den Marktplätzen wollen sie gegrüßt werden.Die Menschen sollen sie ›Rabbi‹23,7 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer. Mehr … nennen.

8Aber ihr sollt euch nicht ›Rabbi‹23,8 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer. Mehr … nennen lassen.Denn nur einer ist euer Lehrer23,8 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.,aber untereinander seid ihr alle Brüder und Schwestern23,8 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. Mehr ….9Ihr sollt auch keinen von euchhier auf der Erde ›Vater‹ nennen.Denn nur einer ist euer Vater: der Vater im Himmel23,9 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..10Ihr sollt euch auch nicht ›Lehrmeister‹ nennen lassen,denn nur einer ist euer Lehrmeister: Christus23,10 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr ….11Wer unter euch am größten ist, soll euer Diener sein.12Wer sich selbst groß macht,wird von Gott niedrig und klein gemacht werden.Und wer sich selbst niedrig und klein macht,wird von Gott groß gemacht werden.«

Wehe den Scheinheiligen!

Lukas 11,40-48
13»Wehe euch, ihr Schriftgelehrten23,13 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer23,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …!Ihr Scheinheiligen!Denn ihr versperrt den Menschen den Weg zum Himmelreich23,13 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr ….Ihr selbst geht nicht hineinund ihr hindert alle daran, die hineingehen wollen.14[...]23,14 [...]: Einige spätere Handschriften ergänzen: »Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Ihr bringt die Häuser der Witwen in euren Besitz und sprecht nur zum Schein lange Gebete. Dafür werdet ihr sehr hart bestraft werden.« Dieser Text findet sich ähnlich in Markus 12,40 und Lukas 20,47.

15Wehe euch, ihr Schriftgelehrten23,15 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer23,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …!Ihr Scheinheiligen!Denn ihr reist über Land und Meer,um einen einzigen Anhänger zu gewinnen.Doch wenn er es geworden ist,dann habt ihr ihn auf den Weg in die Hölle23,15 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. Mehr … geschickt:Er wird doppelt so schlimm wie ihr.

16Wehe euch!Ihr wollt andere führen und seid selbst blind.Ihr sagt: ›Wer beim Tempel23,16 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … schwört,muss seinen Schwur nicht halten.Aber wer beim Gold des Tempels schwört,muss seinen Schwur halten.‹17Ihr seid dumm und blind!Was ist denn wichtiger?Das Gold oder der Tempel,der das Gold doch erst heilig23,17 heilig: Menschen oder Dinge, die zu Gott gehören und mit ihm in Verbindung stehen. Mehr … macht?18Außerdem sagt ihr: ›Wer beim Altar23,18 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … schwört,muss seinen Schwur nicht halten.Aber wer beim Opfer23,18 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … auf dem Altar schwört,muss seinen Schwur halten.‹19Ihr seid blind!Was ist denn wichtiger? Das Opfer oder der Altar,der das Opfer doch erst heilig macht?20Also gilt: Wer beim Altar schwört,der schwört damit auch bei allem,was auf dem Altar liegt.21Und wer beim Tempel schwört,der schwört damit auch bei Gott, der im Tempel wohnt.22Und wer beim Himmel schwört,der schwört damit auch beim Thron Gottes –und bei Gott selbst, der auf dem Thron sitzt.

23Wehe euch, ihr Schriftgelehrten23,23 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer23,23 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …!Ihr Scheinheiligen!Denn ihr gebt Gott sogar den zehnten Teil23,23 zehnter Teil: Abgabe vom jährlichen Ernteertrag an das Heiligtum. Sie gehört Gott. Mehr …von Gewürzen wie Minze, Dill und Kümmel.Gleichzeitig beachtet ihr nicht,was im Gesetz23,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr … viel wichtiger ist:Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Glaube.Das solltet ihr aber tun, ohne das andere zu lassen.24Ihr wollt andere führen und seid selbst blind.Eine kleine Mücke23,24 Mücke, Kamel: Mücke und Kamel gehören zu den unreinen Tieren, die den religiösen Speisevorschriften zufolge nicht gegessen werden dürfen; vgl. 5. Mose/Deuteronomium 14,3-21. fischt ihr aus dem Becher,aber Kamele23,24 Kamele: Mücke und Kamel gehören zu den unreinen Tieren, die den religiösen Speisevorschriften zufolge nicht gegessen werden dürfen; vgl. 5. Mose/Deuteronomium 14,3-21. trinkt ihr mit.

25Wehe euch, ihr Schriftgelehrten23,25 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer23,25 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …!Ihr Scheinheiligen!Becher und Schüsseln haltet ihr von außen sauber.Aber innen sind sie voller Gier und Selbstsucht.26Du blinder Pharisäer!Reinige zuerst das Innere des Bechers,dann wird er auch außen sauber sein!

27Wehe euch, ihr Schriftgelehrten23,27 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer23,27 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …!Ihr Scheinheiligen!Denn ihr seid wie Gräber, die frisch gekalkt23,27 kalken: Der weiße Kalk ließ die Gräber von außen schön aussehen. sind:Von außen sehen sie gepflegt aus,aber innen sind sie voll von toten Knochen und Unreinem23,27 Unreines: Kontakt mit Toten macht unrein, weil man dadurch zu nah an die Grenze des Todes kommt..28So seid auch ihr:Von außen seht ihr aus wie Gerechte23,28 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt..Aber innen seid ihr voller Heucheleiund missachtet das Gesetz23,28 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr ….

29Wehe euch, ihr Schriftgelehrten23,29 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer23,29 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …!Ihr Scheinheiligen!Denn ihr errichtet Grabmäler für die Propheten23,29 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …und schmückt die Grabkammern23,29 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. Mehr … der Gerechten23,29 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt..30Ihr behauptet:›Hätten wir zu der Zeit unserer Vorfahren gelebt,hätten wir anders gehandelt.Wir hätten uns nicht wie sieam Tod der Propheten schuldig gemacht.‹31Damit gebt ihr selbst zu:Ihr seid die Nachkommen der Prophetenmörder.32Macht nur so weiter wie eure Vorfahren!33Ihr Schlangen mit eurem Gift!Wie wollt ihr der Höllenstrafe entkommen?«

Die Strafe wird kommen

Lukas 11,49-51
34»Seht euch vor:Ich schicke euch Propheten23,34 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …,weise Männer und wahre Schriftgelehrte23,34 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr ….Einige von ihnen werdet ihr tötenund kreuzigen23,34 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. Mehr … lassen.Andere werdet ihr in euren Synagogen23,34 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … auspeitschenund sie von Stadt zu Stadt verfolgen.35Deshalb werdet ihr zur Rechenschaft gezogen:für das Blut all der Gerechten23,35 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.,das auf der Erde vergossen wurde –angefangen bei Abel23,35 Abel: Sohn von Adam und Eva, der von seinem Bruder Kain erschlagen wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 4,1-16., der gerecht vor Gott lebte,bis zu Secharja23,35 Secharja: 2. Chronik 24,20-22 erzählt von einem Secharja, der umgebracht wurde, weil er im Auftrag Gottes den König und das Volk kritisierte., dem Sohn von Berechja.Ihn habt ihr im Hof des Tempels23,35 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …zwischen Tempel und Altar23,35 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … ermordet.36Amen23,36 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Die Strafe für das alles wird eure Generation treffen!«

Jesus klagt über Jerusalem

Lukas 13,34-35
37»Jerusalem23,37 Jerusalem: Das religiöse und kulturelle Zentrum des Landes steht hier stellvertretend für die religiösen Führer und Leitungsgremien., Jerusalem!Du tötest die Propheten23,37 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …und steinigst23,37 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr … die Boten, die Gott zu dir sendet!Wie oft wollte ich deine Kinder23,37 Kinder: Meint die angesprochenen Bewohner Jerusalems, die stellvertretend für das Volk Israel stehen. um mich versammeln –wie eine Henne ihre Kükenunter ihren Flügeln beschützt.Aber ihr habt nicht gewollt.38Seht euch vor:Euer Tempel23,38 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … wird von Gott verlassenund verwüstet daliegen.39Das sage ich euch:Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen,bis ihr einst ausruft23,39 bis ihr ausruft: Zitat aus Psalm 118,26.:›Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn23,39 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … kommt!‹«
24

Jesus spricht über die Endzeit und das Weltgericht

Matthäus 24,1–25,46

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Markus 13,1-2; Lukas 21,5-6
241Jesus24,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … verließ den Tempel24,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … und wollte weiterziehen.Da kamen seine Jünger24,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zu ihm.Sie wollten ihm die Tempelanlage zeigenmit ihren prächtigen Bauwerken.2Doch Jesus sagte zu ihnen:»Ihr bewundert das alles?Amen24,2 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Wann kommt das Ende?

Markus 13,3-8; Lukas 21,7-11
3Dann ging Jesus24,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … auf den Ölberg24,3 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. Mehr … und setzte sich.Nur seine Jünger24,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … waren bei ihm.Sie traten zu ihm und fragten:»Sag uns, wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass du wiederkommstund das Ende der Welt24,3 Ende der Welt: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. bevorsteht?«4Jesus antwortete:»Passt auf, dass euch niemand in die Irre führt!5Denn viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten: ›Ich bin der Christus24,5 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr …!‹Damit werden sie viele Menschen in die Irre führen.6Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören.Passt auf, dass ihr nicht erschreckt!Denn das muss so geschehen.Aber das ist noch nicht das Ende.7Denn ein Volk wird gegen das andere kämpfen,und ein Reich das andere angreifen.An vielen Orten wird es Hungersnöte und Erdbeben geben.8Doch das alles ist erst der Anfang der Geburtswehen24,8 Geburtswehen: Das Bild einer Frau in den Wehen dient dazu, Angst und Not zu beschreiben. Die Tage, bevor Jesus Christus wiederkommt, stellte man sich als eine Zeit von Angst und Schrecken vor. Mit dem Gericht Gottes über die Welt bricht dann endgültig das Reich Gottes an.

Standhalten in Verfolgung

Markus 13,9-13; Lukas 21,12-19
9»Dann wird man euch in große Not bringenund sogar töten.Alle Völker werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.10Dann werden sich viele vom Glauben24,10 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … abbringen lassen.Sie werden sich gegenseitig verratenund einander hassen.11Viele falsche Propheten24,11 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. Mehr … werden auftretenund viele von euch in die Irre führen.12Weil der Ungehorsam gegen Gottes Gesetz24,12 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr …immer größer wird,wird die Liebe bei vielen Menschen erkalten.13Aber wer bis zum Ende24,13 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. standhält,wird gerettet werden.14Die Gute Nachricht24,14 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … vom Himmelreich24,14 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …wird in der ganzen Welt verkündet werden.Alle Völker werden davon hören,und erst dann wird das Ende kommen.«

Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Markus 13,14-23; Lukas 17,21-24; 17,37; 21,20-24
15»Ihr werdet sehen,dass das ›Götzenbild der Verwüstung‹24,15 Götzenbild der Verwüstung: Standbild einer fremden Gottheit, das den Tempel entweiht. Daniel 9,27 und Daniel 12,11 kündigen es für die Zeit vor dem Gericht Gottes an. im Heiligtum24,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … steht.So hat es Gott durch den Propheten Daniel angekündigt24,15 durch den Propheten Daniel angekündigt: Daniel 9,27 und Daniel 12,11 erzählen von einem Götzenbild, das im Tempel aufgestellt wird, bevor Gottes Gericht über die Welt beginnt..Wer das liest, soll überlegen, was es bedeutet!16Wenn das geschieht,dann sollen die Einwohner von Judäa24,16 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.in die Berge fliehen.17Wer gerade auf dem Dach24,17 Dach: Dächer waren flach und wurden als eine Art Terrasse genutzt. ist,soll nicht erst hinuntersteigen,um noch etwas aus seinem Haus zu holen.18Und wer gerade auf dem Feld ist,soll nicht zurücklaufen,um noch seinen Mantel zu holen.19Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!20Betet24,20 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr …, dass es nicht Winter oder Sabbat24,20 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … ist,wenn ihr fliehen müsst!21Die Not wird schrecklich sein.Noch nie hat es eine so große Not gegeben –vom Anfang der Welt an bis heute.Und es wird sie auch künftig nicht geben.22Wenn Gott diese schreckliche Zeitnicht verkürzen würde,könnte kein Mensch gerettet werden.Aber er wird diese Zeit verkürzen –denen zuliebe, die er erwählt hat.

23Wenn dann jemand zu euch sagt:›Seht her, hier ist der Christus24,23 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr …!‹,oder: ›Dort ist er!‹, dann glaubt es nicht!24Denn mancher falsche Christusund mancher falsche Prophet24,24 falscher Prophet: Gibt vor, im Auftrag Gottes zu reden, und verführt seine Mitmenschen so zu falschem Tun. Mehr … wird auftreten.Sie werden große Zeichen und Wunder24,24 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … tun.So wollen sie möglichst auch die Menschenin die Irre führen, die von Gott erwählt sind.25Seht euch vor: Ich habe es euch vorhergesagt!26Wenn jemand zu euch sagt:›Seht doch: Er ist in der Wüste!‹,dann geht nicht hinaus!Wenn jemand sagt:›Seht doch: Er ist hier im Haus versteckt!‹,dann glaubt ihm nicht!27Denn wenn der Menschensohn24,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wiederkommt,wird es sein wie bei einem Blitz:Unübersehbar leuchtet er auf, vom Osten bis zum Westen.28Er ist so unübersehbar wie die Geier24,28 Geier: Großer Greifvogel, der Aas frisst und deshalb in der Bibel zu den unreinen Tieren zählt. Typisch ist sein meist kahler Kopf und Hals.,die über dem Aas kreisen.«

Der Menschensohn kommt

Markus 13,24-27; Lukas 21,25-28
29*24,29 Vers 29-30: Die Verse 29-30 nehmen Worte aus Jesaja 13,10 und Daniel 7,13 auf. Dort wird mit diesen Bildern der Tag des Gerichts beschrieben, an dem Gott gegen seine Feinde vorgeht. »Sofort nach dieser schrecklichen Zeitwird die Sonne sich verfinsternund der Mond nicht mehr scheinen.Die Sterne werden vom Himmel fallenund die Mächte des Himmels erschüttert werden.30Dann wird der Menschensohn24,30 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …für alle sichtbar am Himmel erscheinen.Das ist das Zeichen, dass das Ende da ist.Dann werden alle Völker der Welt jammern und klagen.Alle werden es sehen:Der Menschensohn kommt auf den Wolken des Himmelsmit großer Macht und Herrlichkeit24,30 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr ….31Zum Klang der Trompeten wird er seine Engel ausschicken.Die bringen alle zusammen, die Gott erwählt hat.Wie die vier Winde kommen sieaus allen Himmelsrichtungen,vom einen Ende des Himmels bis zum anderen.«

Das Gleichnis vom Feigenbaum

Markus 13,28-32; Lukas 21,29-33
32»Nehmt den Feigenbaum24,32 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. als Gleichnis24,32 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …,an dem ihr etwas lernt.Wenn seine Zweige frisch austreibenund Blätter bekommen, dann wisst ihr:Der Sommer ist bald da.33So ist es auch mit euch:Wenn ihr das alles seht, dann wisst ihr:Das Ende24,33 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. ist nahe.Der Menschensohn24,33 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … steht vor der Tür.34Amen24,34 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.35Himmel und Erde werden vergehen,aber meine Worte vergehen nicht.36An welchem Tag und zu welcher Stunde das sein wird,weiß niemand – auch nicht die Engel im Himmel,nicht einmal der Sohn24,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr …, sondern ganz allein der Vater.«

Bleibt wachsam!

Lukas 12,39-40; 17,26-35
37»Wenn der Menschensohn24,37 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wiederkommt,wird es sein wie zur Zeit Noahs24,37 Noah: Wurde von Gott vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet, vgl. 1. Mose/Genesis 6,5–9,29. Mehr ….38Vor der Sintflut aßen und tranken die Menschen,sie heirateten und verheirateten ihre Kinder.So lebten sie bis zu dem Tag,als Noah in die Arche24,38 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden; vgl. 1. Mose/Genesis 6,9–9,17. Mehr … stieg.39Sie ahnten nichts,bis die Sintflut kam und sie alle wegriss.Genauso wird es sein,wenn der Menschensohn wiederkommt.40Dann werden zwei Männerzusammen auf dem Feld arbeiten.Den einen wird der Menschensohn zu sich holenund den anderen zurücklassen.41Zwei Frauen werden mit der Mühle Korn mahlen.Die eine wird er zu sich holenund die andere zurücklassen.42Bleibt also wachsam!Denn ihr wisst nicht,an welchem Tag24,42 Tag des Herrn: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. euer Herr wiederkommt.43Macht euch bewusst:Wenn der Hausherr wüsste,wann der Dieb in der Nacht kommt,würde er wach bleiben.Er würde es nicht zulassen,dass in sein Haus eingebrochen wird.44Darum sollt auch ihr jederzeit bereit sein.Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,in der ihr ihn nicht erwartet.«

Der zuverlässige Diener

Lukas 12,42-46
45»Wer ist denn der treue und kluge Diener24,45 kluger Diener: Bild für einen Menschen, der sich in der Zeit, bevor Christus wiederkommt, für andere einsetzt und so dem Reich Gottes dient.?Ihm hat sein Herr den Auftrag gegeben,die übrigen Diener zu beaufsichtigen.Außerdem soll er sie zur rechten Zeitmit Essen versorgen.46Glückselig ist er,wenn der Herr bei seiner Rückkehr sieht,dass er seinen Auftrag gewissenhaft erfüllt.47Amen24,47 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Der Herr wird ihm die Verantwortungfür seinen ganzen Besitz übertragen!

48Wenn er aber ein schlechter Diener24,48 schlechter Diener: Bild für einen Menschen, der sich in der Zeit, bevor Christus wiederkommt, nicht um andere kümmert und so nicht dem Reich Gottes dient. ist, sagt er sich:›Mein Herr wird lange weg sein.‹49Er fängt an, die anderen Diener zu schlagen,und er isst und trinkt mit Säufern.50Dann kommt sein Herr zurück.Er kommt an einem Tag,an dem der Diener es nicht erwartet –und zu einer Stunde, in der er nicht damit rechnet.51Der Herr wird ihn in Stücke hauenund dorthin bringen lassen,wo die Scheinheiligen bestraft werden.Dort wird es Heulen und Zähneklappern geben!«