BasisBibel NT+Ps (BB)
20

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

201Jesus fuhr fort20,1 fuhr fort: Jesus erklärt, was er mit dem Satz in Matthäus 19,30 gemeint hat. Dazu benutzt er ein Gleichnis.:»Das Himmelreich20,1 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem Grundbesitzer:Er zog früh am Morgen los,um Arbeiter für seinen Weinberg20,1 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. einzustellen.2Er einigte sich mit den Arbeiternauf einen Lohn von einem Silberstück für den Tag.Dann schickte er sie in seinen Weinberg20,2 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. .

3Um die dritte Stunde20,3 dritte Stunde: 9:00 Uhr. ging er wieder los.Da sah er noch andere Männer,die ohne Arbeit warenund auf dem Marktplatz herumstanden.4Er sagte zu ihnen:›Ihr könnt auch in meinen Weinberg20,4 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. gehen.Ich werde euch angemessen dafür bezahlen.‹5Die Männer gingen hin.

Später, um die sechste Stunde20,5 sechste Stunde: 12:00 Uhr.,und dann nochmal um die neunte Stunde20,5 neunte Stunde: 15:00 Uhr.machte der Mann noch einmal das Gleiche.

6Als er um die elfte Stunde20,6 elfte Stunde: 17.00 Uhr. noch einmal losging,traf er wieder einige Männer,die dort herumstanden.Er fragte sie:›Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?‹7Sie antworteten ihm:›Weil uns niemand eingestellt hat!‹Da sagte er zu ihnen:›Ihr könnt auch in meinen Weinberg20,7 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. gehen!‹

8Am Abend sagte der Besitzer20,8 Eigentümer: Wörtlich »Herr«. Diese Bezeichnung ist doppeldeutig zu verstehen und spielt darauf an, dass mit dem Besitzer des Weinbergs Gott gemeint ist. des Weinbergs20,8 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. zu seinem Verwalter:›Ruf die Arbeiter zusammenund zahl ihnen den Lohn aus!Fang bei den Letzten anund hör bei den Ersten auf.‹9Also kamen zuerst die Arbeiter,die um die elfte Stunde20,9 elfte Stunde: 17.00 Uhr. angefangen hatten.Sie erhielten ein Silberstück.10Zuletzt kamen die an die Reihe,die als Erste angefangen hatten.Sie dachten:›Bestimmt werden wir mehr bekommen!‹Doch auch sie erhielten jeder ein Silberstück.11Als sie ihren Lohn bekommen hatten,schimpften sie über den Grundbesitzer.12Sie sagten:›Die da, die als Letzte gekommen sind,haben nur eine Stunde gearbeitet.Aber du hast sie genauso behandelt wie uns.Dabei haben wir den ganzen Tagin der Hitze geschuftet!‹13Da sagte der Grundbesitzer zu einem von ihnen:›Guter Mann, ich tue dir kein Unrecht.Hast du dich nicht mit mir auf ein Silberstück als Lohn geeinigt?14Nimm also das,was dir zusteht,und geh!Ich will dem Letzten hiergenauso viel geben wie dir.15Kann ich mit dem, was mir gehört,etwa nicht das machen, was ich will?Oder bist du neidisch,weil ich so großzügig bin?‹16So werden die Letzten die Erstenund die Ersten die Letzten sein.«

Zum Dienen berufen

20,17-34

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Markus 10,32-34; Lukas 18,31-34
17Danach zog Jesus hinauf nach Jerusalem20,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Unterwegs nahm er die Zwölf20,17 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren. beiseiteund sagte zu ihnen:18»Seht doch:Wir ziehen jetzt hinauf nach Jerusalem20,18 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Dort wird der Menschensohn20,18 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. den führenden Priestern20,18 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten20,18 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. ausgeliefert.Sie werden ihn zum Tod verurteilen19und ihn an die Heiden20,19 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. ausliefern,die unser Land besetzt haben.Die werden ihn verspotten,auspeitschen und kreuzigen20,19 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..Aber am dritten Tagwird er vom Tod auferweckt.«

Nicht herrschen, sondern dienen

Markus 10,35-45; Lukas 22,24-27
20Da kam die Mutter der beiden Söhne von Zebedäuszusammen mit ihren Söhnen zu Jesus.Sie warf sich vor ihm niederund wollte ihn um etwas bitten.21Jesus fragte sie:»Was willst du?«Sie sagte zu ihm:»Lass doch meine beiden Söhnerechts und links20,21 rechts und links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. neben dir sitzen,wenn du regieren wirst in deinem Reich.«22Jesus antwortete:»Ihr wisst nicht,um was ihr da bittet!Könnt ihr den Becher20,22 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht (vgl. Markus 10,38 und Markus 14,36). austrinken,den ich austrinken werde?«Sie erwiderten:»Das können wir!«23Da sagte Jesus zu ihnen:»Ihr werdet tatsächlich meinen Becher20,23 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht (vgl. Markus 10,38 und Markus 14,36). austrinken.Aber ich habe nicht zu entscheiden,wer rechts und links20,23 rechts und links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. von mir sitzt.Dort werden die sitzen,die mein Vater dafür bestimmt hat.«

24Die anderen zehn hörten das Gespräch mit anund ärgerten sich über die beiden Brüder.

25Da rief Jesus auch sie näher herbeiund sagte zu ihnen:»Ihr wisst:Die Herrscher der Völker unterdrücken die Menschen,über die sie herrschen.Und die Machthaber missbrauchen ihre Macht.26Aber bei euch darf das nicht so sein:Sondern wer von euch groß sein will,soll den anderen dienen.27Und wer von euch der Erste sein will,soll euer Sklave sein.28Genauso ist auch der Menschensohn20,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.nicht gekommen,um sich dienen zu lassen.Im Gegenteil:Er ist gekommen,um anderen zu dienenund sein Leben hinzugeben20,28 hingeben: Das Wort vom Hingeben des Lebens erinnert an Jesaja 53,10-12. Dort ist die Rede von einem schuldlosen Menschen, der sein Leben hingibt, um die Schuld aller Menschen zu tragen.als Lösegeld für die vielen Menschen.«

Jesus heilt zwei Blinde

Markus 10,46-52; Lukas 18,35-43
29Jesus verließ Jericho20,29 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. zusammen mit seinen Jüngern20,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Eine große Volksmenge folgte ihm.30Und sieh doch:Da saßen zwei Blinde am Straßenrand.Als sie hörten,dass Jesus vorbeiging,riefen sie:»Hab Erbarmen mit uns!Herr, du Sohn Davids20,30 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. 31Die Volksmenge fuhr die Blinden an:»Seid still!«Aber die Blinden schrien noch viel lauter:»Herr, du Sohn Davids20,31 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ,hab Erbarmen mit uns!«32Da blieb Jesus stehen.Er rief sie zu sichund fragte sie:»Was wollt ihr?Was soll ich für euch tun?«33Die Blinden sagten zu ihm:»Herr, dass wir sehen können!«34Jesus hatte Mitleid mit ihnen.Er berührte ihre Augen.Sofort konnten sie sehenund folgten20,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Jesus.
21

Die Passionsgeschichte

21,1–27,66

Vorgeschichte

21,1–23,39

Jesus zieht in Jerusalem ein

Markus 11,1-11; Lukas 19,28-40; Johannes 12,12-19
211Kurz vor Jerusalem21,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. kamen Jesus und seine Jünger21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nach Betfage21,1 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs vor der Stadtmauer von Jerusalem, Nachbarort von Betanien. Der hebräische Name der Ortschaft bedeutet »Haus der unreifen/grünen Feigen«. am Ölberg21,1 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Da schickte Jesus zwei seiner Jünger21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. voraus2und sagte zu ihnen:»Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Dort findet ihr gleich eine Eselin21,2 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. angebundenzusammen mit ihrem Jungen.Bindet sie losund bringt sie mir.3Und wenn euch jemand fragt:›Was soll das?‹,dann sagt:›Der Herr braucht sie.‹Und er wird sie euch sofort geben.«

4So ging in Erfüllung,was Gott durch den Propheten21,4 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gesagt21,4 gesagt: Zitiert werden an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 62,11 und Sacharja 9,9. hat:5»Sagt zu der Tochter Zion21,5 Tochter Zion: Ein dichterisches Bild für die Stadt Jerusalem, das im Alten Testament die liebevolle Beziehung Gottes zu Jerusalem zum Ausdruck bringt (Jesaja 12,6).:›Sieh doch:Dein König kommt zu dir!Von Herzen freundlich ist er.Er reitet auf einem Esel21,5 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist.,einem jungen Esel21,5 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist.dem Sohn eines Lasttiers.‹«

6Die Jünger21,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gingen losund machten alles genau so,wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte.7Sie brachten die Eselin21,7 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. und ihr Junges herbeiund legten ihre Mäntel21,7 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Und Jesus setzte sich darauf.8Und die große Volksmenge breitete ihre Mäntel21,8 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.als Teppich auf der Straße aus.Andere brachen Zweige von den Bäumen21,8 Palme, Dattelpalme: Wenn in der Bibel von Palmen die Rede ist, sind meist Dattelpalmen gemeint. abund legten sie ebenfalls auf die Straße.

9Die Volksmenge, die vor Jesus herging und die nach ihm kam,rief immer wieder:»Hosanna21,9 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«. dem Sohn Davids21,9 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Stimmt ein in unser Loblied auf den,der im Namen des Herrn kommt!Hosanna21,9 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«. in himmlischer Höhe!«10So zog Jesus in Jerusalem21,10 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ein.Die ganze Stadt geriet in Aufregung.Die Leute fragten sich:»Wer ist er nur?«11Die Volksmenge sagte:»Das ist Jesus, der Prophet21,11 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. aus Nazaret21,11 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. in Galiläa21,11 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.

Der Konflikt mit den jüdischen Autoritäten spitzt sich zu

21,12–22,14

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Markus 11,15-19; Lukas 19,45-48; Johannes 2,13-17
12In Jerusalem21,12 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ging Jesus in den Tempel21,12 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er jagte alle Leute hinaus,die im Tempel etwas verkauften oder kauften21,12 Tempelverkauf: In einem bestimmten Tempelbereich gab es Stände von Geldwechslern und Händlern, die Opfertiere zum Verkauf anboten..Die Tische der Geldwechsler21,12 Geldwechsler: Bei ihnen konnten die Pilger Geld in die Tempelwährung (Schekel) umtauschen – nur in dieser Währung durfte die Tempelsteuer bezahlt werden.und die Stände der Taubenverkäufer stieß er um.13Er sagte zu ihnen:»In den Heiligen Schriften21,13 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht:Mein Haus21,13 Haus Gottes: Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem. soll ein Ort des Gebets sein.‹Ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.«

14Da kamen im Tempel21,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. blinde und gelähmte Menschen zu Jesus.Und er heilte sie.15Die führenden Priester21,15 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten21,15 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. sahen die Wunder21,15 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,die Jesus tat.Sie hörten auch,wie die Kinder im Tempel21,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. laut riefen:»Hosanna21,15 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«. dem Sohn Davids21,15 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. Darüber ärgerten sie sich sehr.16Sie sagten zu Jesus:»Hörst du, was sie rufen?«Jesus antwortete ihnen:»Ja! Kennt ihr die Stelle in den Heiligen Schriften21,16 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. etwa nicht?Dort heißt21,16 heißt: Vergleiche das Zitat aus dem Alten Testament Psalm 8,3. es:›Aus dem Mund von kleinen Kindern und Säuglingenlässt du dein Lob erklingen.‹«17Damit ließ Jesus sie stehenund verließ die Stadt21,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Er ging nach Betanien21,17 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. und übernachtete dort.

Der Feigenbaum

Markus 11,12-14
18Als Jesus früh am nächsten Morgen nach Jerusalem21,18 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. zurückkehrte,bekam er Hunger.19Da sah er einen einzelnen Feigenbaum21,19 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln.,der am Weg stand.Jesus ging zu ihm hin,fand aber nur Blätter daran.Deshalb sagte er zu dem Baum:»Nie mehr sollen an dir Früchte wachsen!«Und sofort ging der Feigenbaum21,19 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. ein.

Ermutigung zum Vertrauen

Markus 11,20-25
20Als die Jünger21,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. das sahen,fragten sie erstaunt:»Wie konnte der Feigenbaum21,20 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. so schnell eingehen?«21Jesus antwortete ihnen:»Amen21,21 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wenn ihr glaubtund nicht zweifelt,werdet ihr nicht nur vollbringen,was mit dem Feigenbaum21,21 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. geschehen ist.Ihr könnt dann sogar zu diesem Berg sagen:›Auf, stürze dich ins Meer!‹,und es wird so geschehen.22Für alles, worum ihr im Gebet21,22 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. bittet, gilt:Wenn ihr glaubt21,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,werdet ihr es bekommen.«

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Markus 11,27-33; Lukas 20,1-8
23Jesus ging wieder in den Tempel21,23 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Während er dort lehrte,kamen die führenden Priester21,23 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und Ältesten21,23 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes zu ihm.Sie fragten:»Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«24Jesus antwortete ihnen:»Ich will euch auch eine Frage stellen.Wenn ihr sie beantwortet,dann werde ich euch sagen,mit welchem Recht ich so auftrete:25Von wem hatte Johannes21,25 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen?Von Gott oder von Menschen?«Da überlegten sieund sagten zueinander:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹,dann wird er uns fragen:›Warum habt ihr ihm nicht geglaubt?‹26Wenn wir sagen:›Von Menschen‹,müssen wir uns vor der Volksmenge fürchten.Denn alle halten Johannes21,26 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. für einen Propheten21,26 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.27Deshalb antworteten sie Jesus:»Wir wissen es nicht.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den beiden Söhnen

28Dann sagte Jesus:»Was meint ihr zu folgender Geschichte:Ein Mann hatte zwei Söhne.Er ging zum ersten und sagte:›Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg21,28 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. !‹29Aber der antwortete:›Ich will nicht!‹Später tat es ihm leidund er ging doch.30Genauso bat der Vater seinen zweiten Sohn.Der antwortete ihm:›Ja, Herr!‹Aber er ging nicht hin.31Wer von den beiden Söhnen hat getan,was der Vater wollte?«Die führenden Priester21,31 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Ältesten21,31 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes antworteten:»Der erste.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Amen21,31 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Die Zolleinnehmer21,31 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und die Hurenkommen eher in das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. als ihr.32Denn Johannes21,32 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. kam zu euch –und lehrte euch den Weg,der vor Gott richtig ist21,32 ist: Wörtlich lautet der Versteil: »Denn Johannes kam zu euch auf dem Weg der Gerechtigkeit.«.Aber ihr habt ihm nicht geglaubt.Die Zolleinnehmer21,32 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und Huren dagegen haben ihm geglaubt.Und nicht einmal,als ihr das gesehen habt,habt ihr euer Leben geändertund Johannes21,32 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Glauben geschenkt.«

Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

Markus 12,1-12; Lukas 20,9-19
33»Ich erzähle euch noch ein Gleichnis21,33 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:Ein Grundbesitzer legte einen Weinberg21,33 Kelter, Weingrube: Eine Weingrube (Kelter) ist eine Anlage zum Auspressen von reifen Trauben. an.Er baute eine Mauer darum,hob darin eine Grube21,33 Kelter, Weingrube: Eine Weingrube (Kelter) ist eine Anlage zum Auspressen von reifen Trauben. zum Auspressen der Trauben ausund errichtete einen Wachturm21,33 Wachturm: Um Weinberge zu schützen, errichtete man im Weinberg einen Turm, von dem aus man das ganze Gelände überblicken konnte. .Dann verpachtete er ihnund ging auf Reisen.

34Als die Zeit der Weinlese21,34 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. kam,schickte der Besitzer seine Knechte zu den Pächtern.Sie sollten seinen Anteil an der Ernte abholen.35Aber die Pächter packten die Knechte:den einen verprügelten sie,den anderen töteten sieund den dritten steinigten21,35 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe. sie.36Daraufhin schickte der Besitzer noch einmal Knechte –mehr als beim ersten Mal.Aber die Pächter machten mit ihnen genau das Gleiche.

37Schließlich schickte er seinen Sohn zu ihnen,denn er sagte sich:›Vor meinem Sohn werden sie Respekt haben.‹38Doch als die Pächter den Sohn kommen sahen,sagten sie zueinander:›Er ist der Erbe.Kommt, wir töten ihn,dann gehört sein Erbe uns.‹39Sie packten ihn,warfen ihn hinaus vor den Weinberg21,39 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. und töteten ihn.40Wenn nun der Weinbergbesitzer kommt,was wird er mit diesen Pächtern machen?«41Sie antworteten Jesus:»Er wird diesen Verbrechern ein schreckliches Ende bereiten.Den Weinberg21,41 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. wird er anderen Pächtern geben.Die werden ihm zur Zeit der Weinlese21,41 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. seinen Anteil an der Ernte abliefern.«

42Weiter sagte Jesus zu ihnen:»Ihr kennt doch die Stelle in den Heiligen Schriften21,42 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben21,42 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein21,42 Grundstein, Eckstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.Der Herr hat ihn dazu gemacht.Ein Wunder ist geschehen vor unseren Augen.‹43Deshalb sage ich euch:Gott wird euch das Reich Gottes21,43 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. wegnehmen.Er wird es einem Volk geben,das Früchte21,43 Früchte: In Liebe zu Gott und den Menschen leben und Gottes Willen erfüllen. hervorbringt,die dem Reich Gottes21,43 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. entsprechen.44Wer auf diesen Stein fällt,wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt,wird zerdrückt.«

45Die führenden Priester21,45 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Pharisäer21,45 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hörten sich die beiden Gleichnisse21,45 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. an.Sie verstanden,dass Jesus von ihnen sprach.46Deshalb hätten sie ihn am liebsten verhaften lassen,aber sie fürchteten sich vor der Volksmenge.Denn die Menschen hielten Jesus für einen Propheten21,46 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..
22

Das Gleichnis vom Hochzeitsfest

Lukas 14,16-24
221Dann erzählte Jesus ihnen22,1 ihnen: Die führenden Priester und Pharisäer, vermutlich waren noch weitere Menschen dabei (vgl. Matthäus 21,23). weitere Gleichnisse22,1 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..2»Das Himmelreich22,2 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem König,der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete.3Er schickte seine Diener los.Sie sollten die Gäste holen,die zur Hochzeit eingeladen waren.Aber sie wollten nicht kommen.4Da schickte er noch einmal andere Knechte los.Sie sollten den Eingeladenen sagen:›Seht doch:Ich habe mein Festessen vorbereitet.Meine Ochsen und Mastkälber sind geschlachtet.Alles ist bereit.Kommt doch zum Hochzeitsfest!‹5Aber die Eingeladenen kümmerten sich nicht darum,sondern gingen ihrer Arbeit nach:der eine auf seinem Acker,der andere in seinem Laden.6Manche packten sogar die Knechte,misshandelten und töteten sie.

7Da wurde der König zornig.Er schickte seine Soldaten.Die Mörder ließ er umbringenund ihre Stadt niederbrennen.8Dann befahl er seinen Knechten:›Das Hochzeitsfest ist zwar vorbereitet,aber die Eingeladenen waren es nicht wert,daran teilzunehmen.9Geht hinaus bis ans Ende der Stadt.Ladet alle Menschen zum Hochzeitsfest ein,die euch begegnen.‹10Und die Knechte gingen hinaus auf die Straßenund brachten alle mit,die sie dort fanden:Böse wie Gute.Und der Hochzeitssaal wurde voll mit Gästen.

11Der König kam in den Festsaal,um sich die Gäste anzusehen.Da sah er einen Mann,der nicht für eine Hochzeit gekleidet war.12Der König sagte zu ihm:›Freund, wie bist du hier hereingekommen?Du bist ja gar nicht für eine Hochzeit angezogen!‹Der aber schwieg.13Da befahl der König den Dienern:›Fesselt ihn an Händen und Füßenund werft ihn hinaus in die Finsternis!Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.‹

14Denn es gilt:Viele sind berufen,aber nur wenige sind ausgewählt.«

Weitere Streitgespräche

22,15-46

Steuern für den Kaiser?

Markus 12,13-17; Lukas 20,20-26
15Daraufhin kamen die Pharisäer22,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zusammen.Sie beschlossen,Jesus mit einer Fangfrage in die Falle zu locken.

16Sie schickten ihre Jünger22,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zusammen mit einigen Anhängern des Herodes22,16 Herodes – Anhänger des Herodes: Innerhalb der Juden gab es eine kleine Gruppe, die die Herrschaft des Königs Herodes Antipas unterstützte. zu Jesus.Die sagten zu ihm:»Lehrer22,16 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Dir geht es nur um die Wahrheit.Du sagst uns die Wahrheit,wenn du lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.Du fragst dabei nach keinem anderen.Denn du siehst nicht die Person an.17Sag uns bitte,was du für richtig hältst:Ist es erlaubt,dem Kaiser Steuern zu zahlen, oder nicht?«18Jesus durchschaute ihr böses Spielund sagte:»Wollt ihr mir eine Falle stellen, ihr Scheinheiligen?19Zeigt mir eine Münze22,19 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.,mit der ihr die Steuern bezahlt!«Sie gaben ihm eine Silbermünze22,19 Silbermünze, Silberstück: Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters..20Jesus fragte sie:»Wer ist auf dem Bild zu sehenund wer wird in der Inschrift genannt?«21Sie antworteten ihm:»Der Kaiser.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«22Als sie das hörten,waren sie sehr erstaunt.Dann ließen sie Jesus einfach stehenund gingen weg.

Werden die Toten auferstehen?

Markus 12,18-27; Lukas 20,27-40
23An demselben Tag kamen Sadduzäer22,23 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. zu Jesus.Diese Leute behaupten,dass es keine Auferstehung22,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten gibt.Sie fragten Jesus:24»Lehrer22,24 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose22,24 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat gesagt22,24 gesagt: In dieser Textstelle wird beschrieben, was vom Gesetz her passieren soll, wenn Verwandte heiraten (5. Mose/Deuteronomium 25,5-6).:›Wenn ein Mann stirbt,der keine Kinder hat,dann soll sein Bruder die Frau heiratenund so dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹

25Nun gab es bei uns sieben Brüder.Der erste heirateteund starb kinderlos.Deshalb heiratete sein Bruder die Witwe.26Ihm erging es genauso.Auch dem drittenbis hin zum siebten.27Als Letzte von allen starb auch die Frau.28Bei der Auferstehung22,28 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten nun:Mit wem von den sieben wird die Frau dann verheiratet sein?Alle haben sie ja zur Frau gehabt.«

29Jesus antwortete ihnen:»Ihr irrt euch!Ihr kennt weder die Heiligen Schriften22,29 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.noch wisst ihr,wie groß Gottes Macht ist.30Wenn die Menschen vom Tod auferstehen,werden sie nicht mehr heiratenund nicht mehr geheiratet werden,sondern sie werden leben wie die Engel22,30 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. im Himmel22,30 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..31Was aber die Auferstehung22,31 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten angeht –wisst ihr nicht,was Gott euch gesagt22,31 gesagt: In 2. Mose/Exodus 3,6.15 wird berichtet, wie Mose Gott begegnet und von ihm dazu berufen wird, das Volk Israel aus der Gefangenschaft in Ägypten zu führen. hat:32›Ich bin der Gott Abrahams22,32 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ,der Gott Isaaks22,32 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und der Gott Jakobs22,32 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. .‹Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.«

33Die Volksmenge hatte Jesus zugehört.Sie war von seiner Lehre tief beeindruckt.

Was ist das wichtigste Gebot?

Markus 12,28-31; Lukas 10,25-28
34Die Pharisäer22,34 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hörten davon,wie Jesus die Sadduzäer22,34 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. zum Schweigen gebracht hatte.Deshalb kamen sie bei Jesus zusammen.35Einer von ihnen, ein Schriftgelehrter22,35 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.,wollte Jesus auf die Probe stellenund fragte:36»Lehrer22,36 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., welches Gebot im Gesetz22,36 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. ist das größte?«37Jesus antwortete22,37 antwortete: In 5. Mose/Deuteronomium 6,1-9 wird das Volk Israel dazu aufgefordert, Gott über alles zu lieben. ihm:»›Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen,mit deiner ganzen Seeleund mit deinem ganzen Willen.‹38Dies ist das größteund wichtigste Gebot.39Aber das zweite22,39 zweite: In 3. Mose/Levitikus 19 finden sich viele Lebensordnungen, die das Volk Israel einhalten soll. Gebot22,39 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. ist genauso wichtig:›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹40Diese beiden Gebote fassen alles zusammen,was das Gesetz22,40 Gesetz und Propheten: Zur Zeit von Jesus eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.und die Propheten22,40 Gesetz und Propheten: Zur Zeit von Jesus eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.von den Menschen fordern.«

Davids Sohn oder Davids Herr?

Markus 12,35-37; Lukas 20,41-44
41Als die Pharisäer22,41 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. bei Jesus zusammengekommen waren,42stellte er ihnen die Frage:»Was denkt ihr über den Christus22,42 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ?Wessen Sohn22,42 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. ist er?«Sie antworteten ihm:»Er ist Davids22,42 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. Sohn22,42 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht.43Jesus fragte weiter:»Wie kann David ihn dann ›Herr‹ nennen?Er wurde doch vom Heiligen Geist22,43 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. geleitet,als er sagte:44›Gott, der Herr, sagte zu meinem Herrn:Setze dich an meine rechte Seite.Ich will dir alle deine Feinde unterwerfen.Sie sollen wie ein Schemel22,44 Schemel: Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft. für deine Füße sein.‹45David22,45 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. nennt den Christus22,45 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. also ›Herr‹.Wie kann dieser dann sein Sohn22,45 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. sein?«46Keiner konnte Jesus darauf eine Antwort geben.Und von dem Tag an traute sich niemand mehr,Jesus eine Frage zu stellen.
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