BasisBibel (BB)
19

Gespräche unterwegs nach Jerusalem

Matthäus 19,1–20,34

Über Ehescheidung und Ehelosigkeit

Markus 10,1-12
191Jesus19,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … beendete seine Rede.Dann verließ er Galiläa19,1 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr …und ging in das Gebiet von Judäa19,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.auf der anderen Jordanseite19,1 auf der anderen Jordanseite: Jesus geht nicht auf direktem Weg nach Jerusalem. Er reist durch das Gebiet östlich des Jordan und vermeidet so den Kontakt mit den Samaritern, einer jüdischen Glaubensgruppe, die den Tempel in Jerusalem nicht anerkannte..2Eine große Volksmenge folgte ihm,und er heilte dort die Kranken.

3Da kamen Pharisäer19,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … zu Jesus19,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …,um ihn auf die Probe zu stellen. Sie fragten:»Darf sich ein Mann aus jedem beliebigen Grundvon seiner Frau scheiden lassen?«4Jesus antwortete19,4 Jesus antwortete: Jesus nimmt hier Worte aus den Schöpfungsberichten 1. Mose/Genesis 1,27 und 1. Mose/Genesis 2,24 auf.:»Wisst ihr nicht, dass der Schöpfer von Anfang andie Menschen als Mann und Frau geschaffen hat?«5Weiter sagte er19,5 weiter sagte er: In Vers 5 wird aus 1. Mose/Genesis 2,24 zitiert.:»Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutterund verbindet sich mit seiner Frau.Die zwei sind dann eins mit Leib und Seele.6Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ganz eins.Was Gott so verbunden hat,das soll der Mensch nicht trennen!«7Darauf sagten die Pharisäer zu Jesus:»Warum hat Mose dann erlaubt19,7 Mose hat erlaubt: Die Regelungen zur Scheidung finden sich in 5. Mose/Deuteronomium 24,1-4.,dass ein Mann seiner Fraueine Scheidungsurkunde19,7 Scheidungsurkunde: Dokument, das ein Mann seiner Frau geben musste, wenn er die Ehe auflösen wollte. Mehr … ausstellt und sie wegschickt?«8Jesus antwortete:»Weil ihr euer Herz gegen Gott verschlossen habt!Nur deshalb hat euch Mose erlaubt,eure Frauen wegzuschicken.Doch ursprünglich war das nicht so.9Ich aber sage euch:Wer sich von seiner Frau scheiden lässtund eine andere heiratet, der begeht Ehebruch19,9 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. Mehr …außer sie hat zuerst die Ehe gebrochen.«

10Da sagten die Jünger19,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zu Jesus19,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Wenn das die Rechtslage des Mannesgegenüber der Frau ist,sollte man besser gar nicht heiraten.«11Jesus antwortete:»Nicht alle werden verstehen, was ich jetzt sage –nur die, denen Gott das Verstehen schenkt:12Es gibt Männer, die sind von Geburt an zur Ehe unfähig19,12 zur Ehe unfähig: Meint zeugungsunfähige Männer..Andere werden durch den Eingriff von Menschendazu unfähig gemacht.Wieder andere verzichten auf die Ehe,weil sie ganz für das Himmelreich19,12 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … da sein wollen.Wer das verstehen kann, soll es verstehen!«

Jesus und die Kinder

Markus 10,13-16; Lukas 18,15-17
13Einige Leute brachten Kinder zu Jesus19,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….Sie wollten,dass er ihnen die Hände auflegt19,13 die Hände auflegen: Durch das Auflegen der Hände schenkt Jesus den Kindern den Segen Gottes. und für sie betet.Aber die Jünger19,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … wiesen sie schroff zurück.14Aber Jesus sagte: »Lasst doch die Kinder!Hindert sie nicht daran, zu mir zu kommen.Denn für Menschen wie sie ist das Himmelreich19,14 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … da.«15Und Jesus legte den Kindern die Hände auf.Dann zog er von dort weiter.

Die Gefahr des Reichtums

Markus 10,17-25; Lukas 18,18-26
16Da kam ein Mann auf Jesus19,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu und fragte ihn:»Lehrer19,16 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was muss ich Gutes tun,damit ich das ewige Leben19,16 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr … bekomme?«17Jesus antwortete: »Warum fragst du mich, was gut ist?Gut ist nur einer: Gott!Wenn du den Weg gehen willst, der zum Leben führt,dann halte die Gebote19,17 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr …18Der junge Mann fragte: »Welche?«Da antwortete Jesus19,18 antwortete Jesus: Jesus zitiert aus den Zehn Geboten, vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-17, und aus 3. Mose/Levitikus 19,18.:»Du sollst nicht töten!Du sollst nicht ehebrechen19,18 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. Mehr …!Du sollst nicht stehlen!Du sollst keine falschen Aussagen machen!19Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren19,19 ehren: Die Eltern mit Respekt und Würde behandeln und auch bei Krankheit oder im Alter für sie sorgen.und für sie sorgen!Und19,19 und: Die folgenden Worte sind ein Zitat aus 3. Mose/Levitikus 19,18.: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«20Der Mann sagte zu Jesus:»Das alles habe ich befolgt.Was muss ich noch tun?«21Jesus antwortete:»Wenn du vollkommen sein willst, geh los,verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen.So wirst du einen Schatz im Himmel19,21 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … haben.Dann komm und folge19,21 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … mir!«22Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg.Denn er hatte ein großes Vermögen.

23Da sagte Jesus19,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu seinen Jüngern19,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Amen19,23 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Ein reicher Mensch hat es schwer,in das Himmelreich19,23 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … zu kommen.24Auch sage ich euch:Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,als dass ein Reicher in das Reich Gottes19,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … hineinkommt.«25Als die Jünger das hörten,waren sie völlig bestürzt und fragten:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«26Jesus sah sie an und sagte zu ihnen:»Für Menschen ist es unmöglich.Aber für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Markus 10,26-31; Lukas 18,27-30
27Darauf sagte Petrus19,27 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … zu Jesus19,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …: »Du weißt:Wir haben alles zurückgelassen und sind dir gefolgt19,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr ….Was werden wir dafür bekommen?«28Jesus antwortete: »Amen19,28 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:In der kommenden Welt Gottes wird der Menschensohn19,28 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …in seiner Herrlichkeit19,28 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … auf dem Thron sitzen.Dann werdet auch ihr, die ihr mir gefolgt19,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … seid,auf zwölf Thronen sitzen.Ihr werdet Gericht19,28 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … haltenüber die zwölf Stämme Israels19,28 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr ….29Jeder, der etwas zurückgelassen hat– Haus, Brüder, Schwestern,Vater, Mutter, Kinder oder Felder –,um zu mir zu gehören, wird es hundertfach neu bekommen.Und dazu bekommt er nochdas ewige Leben19,29 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr … als Erbe19,29 Erbe: Ursprünglich der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Im Neuen Testament bedeutet es ein Leben im Reich Gottes, in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. geschenkt.30Viele, die jetzt zu den Ersten gehören,werden dann die Letzten sein.Und viele, die jetzt zu den Letzten gehören,werden dann die Ersten sein.«
20

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

201Jesus20,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … fuhr fort:»Das Himmelreich20,1 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … gleicht einem Grundbesitzer.Der zog früh am Morgen20,1 früh am Morgen: Während der Erntezeiten war es üblich, direkt nach Tagesanbruch zusätzliche Arbeiter für den Tag anzustellen. Die sogenannten Tagelöhner versammelten sich dazu an einem zentralen Ort. los,um Arbeiter für seinen Weinberg20,1 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr … einzustellen.2Er einigte sich mit den Arbeiternauf einen Lohn von einem Silberstück20,2 ein Silberstück: Wörtlich »200 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber. für den Tag.Dann schickte er sie in seinen Weinberg.

3Um die dritte Stunde20,3 dritte Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die dritte Stunde ist vormittags, etwa um 9.00 Uhr. ging er wieder los.Da sah er noch andere Männer, die ohne Arbeit warenund auf dem Marktplatz herumstanden.4Er sagte zu ihnen:›Auch ihr könnt in meinen Weinberg20,4 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr … gehen.Ich werde euch angemessen dafür bezahlen.‹5Die Männer gingen hin.Ebenso machte der Mann es um die sechste Stunde20,5 sechste Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die sechste Stunde ist mittags, etwa um 12.00 Uhr.und dann wieder um die neunte Stunde20,5 neunte Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die neunte Stunde ist nachmittags, etwa um 15.00 Uhr..6Um die elfte Stunde20,6 elfte Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die elfte Stunde ist nachmittags, etwa um 17.00 Uhr. ging er noch einmal los.Wieder traf er einige Männer, die dort herumstanden.Er fragte sie:›Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?‹7Sie antworteten: ›Weil uns niemand eingestellt hat!‹Da sagte er zu ihnen:›Auch ihr könnt in meinen Weinberg gehen!‹

8Am Abend sagte der Besitzer20,8 Besitzer: Wörtlich »Herr«. Diese Bezeichnung kann sowohl einen Menschen als auch Gott meinen. des Weinbergs20,8 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr …zu seinem Verwalter:›Ruf die Arbeiter zusammen und zahl ihnen den Lohn aus!Fang bei den letzten an und hör bei den ersten auf.‹9Also kamen zuerst die Arbeiter,die um die elfte Stunde20,9 elfte Stunde: Die Zeit zwischen Sonnenaufgang und -untergang wurde in zwölf Stunden eingeteilt, die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Die elfte Stunde ist nachmittags, etwa um 17.00 Uhr. angefangen hatten.Sie erhielten ein Silberstück20,9 ein Silberstück: Wörtlich »200 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber..10Zuletzt kamen die an die Reihe,die als Erste angefangen hatten.Sie dachten: ›Bestimmt werden wir mehr bekommen!‹Doch auch sie erhielten jeder ein Silberstück.11Als sie ihren Lohn bekommen hatten,schimpften sie über den Grundbesitzer.12Sie beschwerten sich: ›Die als Letzte gekommen sind,haben nur eine Stunde gearbeitet.Aber du hast sie genauso behandelt wie uns.Dabei haben wir den ganzen Tagin der Hitze geschuftet!‹13Da sagte der Grundbesitzer zu einem von ihnen:›Guter Mann, ich tue dir kein Unrecht.Hast du dich nicht mit mirauf ein Silberstück geeinigt?14Nimm also das, was dir zusteht, und geh!Ich will dem Letzten hier genauso viel geben wie dir.15Kann ich mit meinem Besitz nicht machen, was ich will?Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin?‹16So werden die Letzten die Ersten seinund die Ersten die Letzten.«

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Markus 10,32-34; Lukas 18,31-34
17Danach zog Jesus20,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nach Jerusalem20,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr ….Unterwegs nahm er die Zwölf20,17 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. beiseiteund sagte zu ihnen:18»Wir ziehen jetzt nach Jerusalem.Dort wird der Menschensohn20,18 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … den führenden Priestern20,18 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …und Schriftgelehrten20,18 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … ausgeliefert.Sie werden ihn zum Tod verurteilen19und an die Heiden20,19 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. Hier sind die Römer gemeint, die das Land seit 63 v. Chr. beherrschten. ausliefern, die unser Land besetzen.Die werden ihn verspotten, auspeitschen und kreuzigen20,19 Kreuzigung: Verurteilte Sklaven, Räuber und Aufrührer wurden von den Römern am Kreuz hingerichtet. Mehr ….Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferweckt20,19 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.

Nicht herrschen, sondern dienen

Markus 10,35-45; Lukas 22,24-27
20Da kam die Mutter der beiden Söhne von Zebedäuszusammen mit ihren Söhnen zu Jesus20,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….Sie warf sich vor ihm niederund wollte ihn um etwas bitten.21Jesus fragte sie: »Was willst du?«Sie sagte zu ihm:»Lass doch meine beiden Söhne neben dir sitzen,wenn du in deinem Reich regierst –einen rechts20,21 rechts, links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. von dir, den anderen links20,21 links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze.22Jesus antwortete: »Ihr wisst nicht, um was ihr da bittet!Könnt ihr den Becher20,22 Becher: Bei den Propheten des Alten Testaments Bild für das Gericht Gottes, das Menschen wie Betrunkene wanken lässt; vgl. Jeremia 25,15-29. Mit diesem Bild verweist Jesus auf seinen gewaltsamen Tod am Kreuz. austrinken,den ich austrinken werde?«Sie erwiderten: »Das können wir!«23Da sagte Jesus zu ihnen:»Ihr werdet tatsächlich meinen Becher austrinken.Aber ich habe nicht zu entscheiden,wer rechts und links20,23 rechts, links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. von mir sitzt.Dort werden die sitzen,die mein Vater20,23 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … dafür bestimmt hat.«

24Die anderen zehn hörten das Gespräch mit anund ärgerten sich über die beiden Brüder.25Da rief Jesus20,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … auch sie herbei und sagte zu ihnen:»Ihr wisst:Die Herrscher der Völker unterdrücken die Menschen,über die sie herrschen.Und die Machthaber missbrauchen ihre Macht.26Aber bei euch darf das nicht so sein:Sondern wer von euch groß sein will,soll den anderen dienen.27Und wer von euch der Erste sein will,soll euer Diener sein.28Genauso ist auch der Menschensohn20,28 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … nicht gekommen,um sich dienen zu lassen.Im Gegenteil:Er ist gekommen, um anderen zu dienenund sein Leben hinzugebenals Lösegeld für viele Menschen.«

Jesus heilt zwei Blinde

Markus 10,46-52; Lukas 18,35-43
29Jesus20,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … verließ Jericho20,29 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. Mehr … zusammen mit seinen Jüngern20,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr ….Eine große Volksmenge folgte ihm.30Da saßen zwei Blinde am Weg.Sie hörten, dass Jesus vorbeiging, und riefen:»Hab Erbarmen mit uns, Herr, du Sohn Davids20,30 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.31Die Leute aus der Volksmenge fuhren die Blinden an:»Seid still!«Aber die Blinden schrien noch viel lauter:»Herr, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit uns!«32Da blieb Jesus stehen.Er rief sie zu sich und fragte sie:»Was wollt ihr? Was soll ich für euch tun?«33Die Blinden sagten zu ihm:»Herr, dass wir sehen können!«34Jesus hatte Mitleid mit ihnen und berührte ihre Augen.Sofort konnten sie sehen und folgten20,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … Jesus.
21

Die letzten Tage von Jesus in Jerusalem

Matthäus 21,1–25,46

Der Konflikt zwischen Jesus und seinen Gegnern spitzt sich zu

Matthäus 21,1–22,46

Jesus zieht in Jerusalem ein

Markus 11,1-11; Lukas 19,29-40; Johannes 12,12-19
211Kurz vor Jerusalem21,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … kamen Jesus21,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und seine Jünger21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …nach Betfage21,1 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs, in der Nähe von Jerusalem. am Ölberg21,1 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. Mehr ….Da schickte Jesus zwei seiner Jünger voraus2und sagte zu ihnen:»Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Dort findet ihr gleich eine Eselin angebunden,zusammen mit ihrem Jungen.Bindet sie los und bringt sie mir.3Und wenn euch jemand fragt: ›Was soll das?‹,dann sagt: ›Der Herr braucht sie.‹Dann wird er sie euch sofort geben.«

4So ging in Erfüllung,was Gott durch den Propheten gesagt21,4 durch den Propheten gesagt: Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 62,11 und Sacharja 9,9. hat:5»Sagt zu der Tochter Zion21,5 Tochter Zion: Poetische Bezeichnung für die Stadt Jerusalem.:›Sieh doch: Dein König kommt zu dir!Er ist freundlich und reitet auf einem Esel,einem jungen Esel – geboren von einer Eselin.‹«

6Die Jünger21,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … gingen los und machten alles genau so,wie Jesus21,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … es ihnen aufgetragen hatte.7Sie brachten die Eselin und ihr Junges herbeiund legten ihre Mäntel21,7 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Mehr … über sie.Jesus setzte sich darauf.8Die große Volksmenge breitete ihre Mäntelauf der Straße aus.Andere schnitten Palmzweige21,8 Palmzweige: Könige und Feldherren wurden beim Einzug in eine Stadt mit Palmzweigen und Jubel begrüßt. von den Bäumen abund legten sie ebenfalls auf die Straße.

9Die Volksmenge, die vor Jesus21,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … herging und ihm folgte,rief unablässig21,9 rief unablässig: Der Ruf, mit dem die Volksmenge Jesus begrüßt, nimmt Worte aus Psalm 118,25-26 auf.: »Hosianna21,9 Hosianna: Gebetsruf, wörtlich »Hilf doch!« oder »Rette doch!«. Mehr … dem Sohn Davids21,9 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.!Gesegnet sei, wer im Namen des Herrn21,9 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … kommt!Hosianna in himmlischer Höhe!«10So zog Jesus in Jerusalem21,10 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … ein.Die ganze Stadt geriet in Aufregung.Die Leute fragten sich: »Wer ist er nur?«11Die Volksmenge sagte:»Das ist Jesus, der Prophet21,11 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … aus Nazaret21,11 Nazaret: Dorf 140 km nördlich von Jerusalem. Hier wuchs Jesus auf. Mehr … in Galiläa21,11 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr …

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Markus 11,15-17; Lukas 19,45-48; Johannes 2,13-17
12In Jerusalem21,12 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … ging Jesus21,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … in den Tempel21,12 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….Er jagte alle Leute hinaus,die im Tempel etwas verkauften oder kauften.Die Tische der Geldwechsler21,12 Geldwechsler: Bei ihnen konnten ausländische Währungen in den tyrischen Halb-Schekel gewechselt werden, mit dem die Tempelsteuer bezahlt wurde.und die Stände der Taubenverkäufer21,12 Taubenverkäufer: Tauben waren die üblichen Opfertiere der armen Leute. stieß er um.13Er sagte zu ihnen: »In der Heiligen Schrift steht21,13 in der Heiligen Schrift steht: Das Zitat setzt sich zusammen aus Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11.:Mein Haus21,13 Haus Gottes: Bezeichnet den Tempel in Jerusalem. soll als Gebetshaus bekannt sein.Ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.«

14Da kamen im Tempel21,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr …blinde und gelähmte Menschen zu Jesus21,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …,und er heilte sie.15Die führenden Priester21,15 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr … und Schriftgelehrten21,15 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …sahen die Wunder21,15 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr …, die Jesus tat.Sie hörten auch, wie die Kinder im Tempel laut riefen:»Hosianna21,15 Hosianna: Gebetsruf, wörtlich »Hilf doch!« oder »Rette doch!«. Mehr … dem Sohn Davids21,15 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.Darüber ärgerten sie sich sehr.16Sie sagten zu Jesus: »Hörst du, was sie rufen?«Jesus antwortete: »Ja! Wisst ihr denn nicht,was in der Heiligen Schrift steht21,16 in der Heiligen Schrift steht: Zitat aus der griechischen Übersetzung von Psalm 8,3.:›Aus dem Mund von kleinen Kindern und Säuglingenlässt du dein Lob erklingen.‹«17Damit ließ Jesus sie stehen und verließ die Stadt21,17 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr ….Er ging nach Betanien21,17 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. und übernachtete dort.

Der Feigenbaum ohne Früchte

Markus 11,12-14; 11,20-25
18Als Jesus21,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … früh am nächsten Morgennach Jerusalem21,18 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … zurückkehrte, bekam er Hunger.19Da sah er einen einzelnen Feigenbaum21,19 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln.,der am Weg stand.Jesus ging hin, fand aber nichts als Blätter daran.Deshalb sagte er zu dem Baum:»Nie mehr sollen an dir Früchte wachsen!«Und sofort ging der Feigenbaum ein.20Als die Jünger21,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … das sahen, fragten sie erstaunt:»Wie konnte der Feigenbaum so schnell eingehen21,20 so schnell eingehen: Das plötzliche Vertrocknen des Feigenbaums steht für die Macht Gottes, unerwartet in den Lauf der Dinge einzugreifen.21Jesus antwortete: »Amen21,21 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Wenn ihr glaubt21,21 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … und nicht zweifelt,werdet ihr nicht nur vollbringen,was mit dem Feigenbaum geschehen ist.Ihr könnt dann sogar zu diesem Berg sagen:›Auf, stürze dich ins Meer!‹, und es wird geschehen.22Für alles, worum ihr im Gebet21,22 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr … bittet, gilt:Wenn ihr glaubt, werdet ihr es bekommen.«

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Markus 11,27-33; Lukas 20,1-8
23Jesus21,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ging wieder in den Tempel21,23 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….Während er dort lehrte, kamen die führenden Priester21,23 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …und Ratsältesten21,23 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. des Volkes zu ihm.Sie fragten: »Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«24Jesus antwortete:»Ich will euch auch eine Frage stellen.Wenn ihr sie beantwortet,werde ich euch sagen,mit welchem Recht ich so auftrete:25Von wem hatte Johannes21,25 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … den Auftrag zu taufen21,25 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten.?Von Gott oder von Menschen?«Da überlegten sie und sagten zueinander:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹, wird er uns fragen:›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹26Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹,müssen wir uns vor der Volksmenge fürchten.Denn alle halten Johannes für einen Propheten21,26 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …27Deshalb antworteten sie Jesus: »Wir wissen es nicht.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den beiden Söhnen

28»Was meint ihr zu folgender Geschichte:Ein Mann hatte zwei Söhne.Er ging zum ersten und sagte:›Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg21,28 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr …!‹29Aber der antwortete: ›Ich will nicht!‹Später tat es ihm leid, und er ging doch.30Genauso bat der Vater seinen zweiten Sohn.Der antwortete: ›Ja, Herr!‹Aber er ging nicht hin.31Wer von den beiden Söhnen hat getan,was der Vater wollte?«Die führenden Priester21,31 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …und Ältesten21,31 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes antworteten:»Der erste.«Da sagte Jesus21,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu ihnen: »Amen21,31 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Die Zolleinnehmer21,31 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. Mehr … und die Hurenkommen eher in das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … als ihr.32Denn Johannes21,32 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … kam zu euchund zeigte euch den Weg,den Gottes Gerechtigkeit21,32 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … fordert.Aber ihr habt ihm nicht geglaubt.Doch die Zolleinnehmer und Huren haben ihm geglaubt.Nicht einmal, als ihr das gesehen habt,habt ihr euer Leben geändert.Selbst dann habt ihr Johannes nicht geglaubt.«

Das Gleichnis von den Pächtern des Weinbergs

Markus 12,1-12; Lukas 20,9-19
33»Ich erzähle euch noch ein Gleichnis21,33 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …:Ein Grundbesitzer legte einen Weinberg21,33 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er auch als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7. an.Er baute eine Mauer darum,hob eine Grube als Kelter21,33 Kelter: Eine aus dem Fels gehauene Grube, die zum Auspressen von reifen Trauben diente. Die Trauben wurden dazu mit den bloßen Füßen zertreten. Mehr … ausund errichtete einen Wachturm.Dann verpachtete er ihn und ging auf Reisen.34Als die Zeit der Weinlese21,34 Weinlese: Ernte der reifen Weintrauben. kam,schickte der Besitzer seine Knechte zu den Pächtern.Sie sollten seinen Anteil an der Ernte abholen.35Aber die Pächter packten die Knechte:Den einen verprügelten sie,den anderen töteten sieund den dritten steinigten21,35 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr … sie.36Daraufhin schickte der Besitzer noch einmal Knechte –mehr als beim ersten Mal.Aber die Pächter machten mit ihnen genau das Gleiche.37Schließlich schickte er seinen Sohn zu ihnen,denn er sagte sich:›Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.‹38Doch als die Pächter den Sohn kommen sahen,sagten sie zueinander: ›Er ist der Erbe.Kommt, wir töten ihn, dann gehört sein Erbe uns.‹39Sie packten ihn, warfen ihn hinaus vor den Weinbergund töteten ihn.40Wenn nun der Weinbergbesitzer kommt,was wird er mit diesen Pächtern machen?«41Sie antworteten Jesus: »Er wird diese Verbrecher tötenund den Weinberg anderen Pächtern geben.Die werden ihm zur Zeit der Weinleseseinen Anteil an der Ernte abliefern.«

42Weiter sagte Jesus21,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu ihnen:»Ihr kennt doch die Stelle in der Heiligen Schrift21,42 die Stelle in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 118,22-23.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen21,42 verworfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus. haben,ist zum Grundstein21,42 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.Der Herr hat ihn dazu gemacht.Es ist ein Wunder in unseren Augen.‹43Deshalb sage ich euch:Gott wird euch das Reich Gottes21,43 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … wegnehmen.Er wird es einem Volk geben, das Früchte21,43 Früchte: Ein Baum, der keine Früchte trägt, ist ein Bild für Menschen, die keine guten Taten hervorbringen. hervorbringt,die dem Reich Gottes entsprechen.44Wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt, wird zerdrückt.«

45Die führenden Priester21,45 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr … und die Pharisäer21,45 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …hörten sich die beiden Gleichnisse21,45 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr … an.Sie verstanden, dass Jesus21,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … von ihnen sprach.46Deshalb hätten sie ihn am liebsten verhaften lassen,aber sie fürchteten sich vor der Volksmenge.Denn die Menschen hielten Jesus für einen Propheten21,46 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr ….