BasisBibel NT+Ps (BB)
19

Unterwegs nach Jerusalem

19,1–20,34

Jesus bricht auf nach Judäa

Markus 10,1
191Jesus beendete seine Rede.Dann verließ er Galiläa19,1 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.und ging in das Gebiet von Judäa19,1 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. auf der anderen Jordanseite19,1 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. .2Eine große Volksmenge folgte ihmund er heilte dort die Kranken.

Über Ehescheidung und Ehelosigkeit

Markus 10,2-12
3Da kamen Pharisäer19,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu Jesus.Sie wollten ihm eine Falle stellen,deshalb fragten sie ihn:»Darf sich ein Mann aus jedem beliebigen Grundvon seiner Frau scheiden lassen?«4Jesus antwortete:»Wisst ihr etwa nicht,dass Gott vom Anfang der Welt andie Menschen als Mann und Frau geschaffen hat?«5Weiter sagte er:»Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutterund lebt zusammen mit seiner Frau.Die zwei sind dann eins,mit Leib und Seele.6Sie sind also nicht mehr zwei,sondern ganz eins.Was Gott so verbunden hat,das soll der Mensch nicht trennen!«7Darauf sagten die Pharisäer19,7 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu Jesus:»Warum hat Mose19,7 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. dann erlaubt,dass ein Mann seiner Fraueine Scheidungsurkunde19,7 Scheidungsurkunde: Nach jüdischem Recht musste ein Mann seiner Frau eine sog. Scheidungsurkunde ausstellen, wenn er sich von ihr trennen wollte. ausstelltund sie wegschickt?«

8Jesus antwortete ihnen:»Weil ihr euer Herz gegen Gott verschlossen habt!Nur deshalb hat euch Mose19,8 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. erlaubt,eure Frauen wegzuschicken.Aber ursprünglich war das nicht so.9Ich aber sage euch:Wer sich von seiner Frau scheiden lässtund eine andere heiratet,der begeht Ehebruch19,9 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.außer, sie hat zuerst die Ehe gebrochen19,9 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.

10Da sagten die Jünger19,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu Jesus:»Wenn das die Rechtslage des Mannes gegenüber der Frau ist,dann ist es besser,gar nicht zu heiraten.«11Jesus antwortete ihnen:»Nicht alle werden verstehen,was ich jetzt sage –nur die, denen Gott das Verstehen schenkt:12Es gibt Männer,die sind von Geburt an eheunfähig19,12 unfähig: Vom Griechischen her ist hier auch an solche Menschen zu denken, die keine Kinder bekommen können..Und es gibt Männer,die werden von Menschen eheunfähig19,12 unfähig: Vom Griechischen her ist hier auch an solche Menschen zu denken, die keine Kinder bekommen können. gemacht.Wieder andere haben sich selbst eheunfähig19,12 unfähig: Vom Griechischen her ist hier auch an solche Menschen zu denken, die keine Kinder bekommen können. gemacht,weil sie ganz für das Himmelreich da sein wollen.Wer das verstehen kann,soll es verstehen!«

Sich-Beschenken-Lassen

19,13-30

Jesus und die Kinder

Markus 10,13-16; Lukas 18,15-17
13Einige Leute brachten Kinder zu Jesus.Er sollte ihnen die Hände auflegenund für sie beten.Die Jünger19,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. wiesen sie schroff zurück.14Aber Jesus sagte:»Lasst doch die Kinder!Hindert sie nicht daran,zu mir zu kommen.Denn für Menschen wie sieist das Himmelreich19,14 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. da.«15Und Jesus legte den Kindern die Hände auf.Dann zog er von dort weiter.

Die Gefahr des Reichtums

Markus 10,17-27; Lukas 18,18-27
16Und sieh doch:Da kam ein Mann auf Jesus zuund fragte ihn:»Lehrer19,16 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was muss ich Gutes tun,damit ich das ewige Leben19,16 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. bekomme?«17Jesus antwortete ihm:»Warum fragst du mich,was gut ist?Gut ist nur einer19,17 einer: Gemeint ist Gott.!Wenn du das Leben bekommen willst,dann halte die Gebote19,17 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.18Der junge Mann fragte:»Welche?«Da antwortete19,18 antwortete: Diese Gebote stammen aus den sog. Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-12). Sie regeln das Zusammenleben zwischen den Menschen und beschreiben zugleich, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott bestimmt sein soll. Jesus:»Du sollst nicht töten!Du sollst die Ehe nicht brechen19,18 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.!Du sollst nicht stehlen!Du sollst keine falschen Aussagen machen!19Ehre19,19 Eltern ehren: Gemeint ist auch das Sorgen für die Eltern, wenn sie alt geworden sind. Vater und Mutter!Und: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«20Der Mann sagte zu Jesus:»Das alles habe ich befolgt.Was muss ich noch tun?«

21Jesus antwortete ihm:»Wenn du vollkommen sein willst,geh los,verkaufe deinen Besitzund gib das Geld den Armen.So wirst du unverlierbaren Reichtum im Himmel19,21 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. haben.Dann komm und folge mir!«22Als der junge Mann das hörte,ging er traurig weg.Denn er hatte großen Grundbesitz.

23Da sagte Jesus zu seinen Jüngern19,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Amen19,23 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ein reicher Mensch hat es schwer,in das Himmelreich19,23 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. zu kommen.24Auch sage ich euch:Es ist leichter,dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht,als dass ein Reicher in das Reich Gottes19,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinkommt.«25Als die Jünger das hörten,waren sie völlig bestürztund fragten:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«26Jesus sah sie anund sagte zu ihnen:»Für Menschen ist es unmöglich.Aber für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Markus 10,28-31; Lukas 18,28-30
27Darauf sagte Petrus19,27 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. zu Jesus:»Sieh doch:Wir haben alles zurückgelassenund sind dir gefolgt19,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..Was werden wir dafür bekommen?«28Jesus antwortete seinen Jüngern:»Amen19,28 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ihr seid mir gefolgt19,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..In der kommenden Welt Gottes –wenn der Menschensohn19,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. in seiner Herrlichkeit19,28 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.auf dem Thron sitzen wird –werdet auch ihr auf zwölf Thronen sitzen.Ihr werdet Gericht haltenüber die zwölf Stämme Israels19,28 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .29Jeder, der etwas zurückgelassen hat –Haus, Brüder, Schwestern,Vater, Mutter, Kinder oder Felder –,um zu mir zu gehören,wird es hundertfach neu bekommen.Und dazu bekommt er nochdas ewige Leben als Erbe geschenkt.30Viele, die jetzt bei den Ersten sind,werden dann die Letzten sein.Und viele, die jetzt bei den Letzten sind,werden dann die Ersten sein.«
20

Das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

201Jesus fuhr fort20,1 fuhr fort: Jesus erklärt, was er mit dem Satz in Matthäus 19,30 gemeint hat. Dazu benutzt er ein Gleichnis.:»Das Himmelreich20,1 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem Grundbesitzer:Er zog früh am Morgen los,um Arbeiter für seinen Weinberg20,1 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. einzustellen.2Er einigte sich mit den Arbeiternauf einen Lohn von einem Silberstück für den Tag.Dann schickte er sie in seinen Weinberg20,2 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. .

3Um die dritte Stunde20,3 dritte Stunde: 9:00 Uhr. ging er wieder los.Da sah er noch andere Männer,die ohne Arbeit warenund auf dem Marktplatz herumstanden.4Er sagte zu ihnen:›Ihr könnt auch in meinen Weinberg20,4 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. gehen.Ich werde euch angemessen dafür bezahlen.‹5Die Männer gingen hin.

Später, um die sechste Stunde20,5 sechste Stunde: 12:00 Uhr.,und dann nochmal um die neunte Stunde20,5 neunte Stunde: 15:00 Uhr.machte der Mann noch einmal das Gleiche.

6Als er um die elfte Stunde20,6 elfte Stunde: 17.00 Uhr. noch einmal losging,traf er wieder einige Männer,die dort herumstanden.Er fragte sie:›Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?‹7Sie antworteten ihm:›Weil uns niemand eingestellt hat!‹Da sagte er zu ihnen:›Ihr könnt auch in meinen Weinberg20,7 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. gehen!‹

8Am Abend sagte der Besitzer20,8 Eigentümer: Wörtlich »Herr«. Diese Bezeichnung ist doppeldeutig zu verstehen und spielt darauf an, dass mit dem Besitzer des Weinbergs Gott gemeint ist. des Weinbergs20,8 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. zu seinem Verwalter:›Ruf die Arbeiter zusammenund zahl ihnen den Lohn aus!Fang bei den Letzten anund hör bei den Ersten auf.‹9Also kamen zuerst die Arbeiter,die um die elfte Stunde20,9 elfte Stunde: 17.00 Uhr. angefangen hatten.Sie erhielten ein Silberstück.10Zuletzt kamen die an die Reihe,die als Erste angefangen hatten.Sie dachten:›Bestimmt werden wir mehr bekommen!‹Doch auch sie erhielten jeder ein Silberstück.11Als sie ihren Lohn bekommen hatten,schimpften sie über den Grundbesitzer.12Sie sagten:›Die da, die als Letzte gekommen sind,haben nur eine Stunde gearbeitet.Aber du hast sie genauso behandelt wie uns.Dabei haben wir den ganzen Tagin der Hitze geschuftet!‹13Da sagte der Grundbesitzer zu einem von ihnen:›Guter Mann, ich tue dir kein Unrecht.Hast du dich nicht mit mir auf ein Silberstück als Lohn geeinigt?14Nimm also das,was dir zusteht,und geh!Ich will dem Letzten hiergenauso viel geben wie dir.15Kann ich mit dem, was mir gehört,etwa nicht das machen, was ich will?Oder bist du neidisch,weil ich so großzügig bin?‹16So werden die Letzten die Erstenund die Ersten die Letzten sein.«

Zum Dienen berufen

20,17-34

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Markus 10,32-34; Lukas 18,31-34
17Danach zog Jesus hinauf nach Jerusalem20,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Unterwegs nahm er die Zwölf20,17 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren. beiseiteund sagte zu ihnen:18»Seht doch:Wir ziehen jetzt hinauf nach Jerusalem20,18 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Dort wird der Menschensohn20,18 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. den führenden Priestern20,18 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten20,18 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. ausgeliefert.Sie werden ihn zum Tod verurteilen19und ihn an die Heiden20,19 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. ausliefern,die unser Land besetzt haben.Die werden ihn verspotten,auspeitschen und kreuzigen20,19 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..Aber am dritten Tagwird er vom Tod auferweckt.«

Nicht herrschen, sondern dienen

Markus 10,35-45; Lukas 22,24-27
20Da kam die Mutter der beiden Söhne von Zebedäuszusammen mit ihren Söhnen zu Jesus.Sie warf sich vor ihm niederund wollte ihn um etwas bitten.21Jesus fragte sie:»Was willst du?«Sie sagte zu ihm:»Lass doch meine beiden Söhnerechts und links20,21 rechts und links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. neben dir sitzen,wenn du regieren wirst in deinem Reich.«22Jesus antwortete:»Ihr wisst nicht,um was ihr da bittet!Könnt ihr den Becher20,22 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht (vgl. Markus 10,38 und Markus 14,36). austrinken,den ich austrinken werde?«Sie erwiderten:»Das können wir!«23Da sagte Jesus zu ihnen:»Ihr werdet tatsächlich meinen Becher20,23 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht (vgl. Markus 10,38 und Markus 14,36). austrinken.Aber ich habe nicht zu entscheiden,wer rechts und links20,23 rechts und links: Die Plätze rechts und links neben dem Gastgeber galten als Ehrenplätze. von mir sitzt.Dort werden die sitzen,die mein Vater dafür bestimmt hat.«

24Die anderen zehn hörten das Gespräch mit anund ärgerten sich über die beiden Brüder.

25Da rief Jesus auch sie näher herbeiund sagte zu ihnen:»Ihr wisst:Die Herrscher der Völker unterdrücken die Menschen,über die sie herrschen.Und die Machthaber missbrauchen ihre Macht.26Aber bei euch darf das nicht so sein:Sondern wer von euch groß sein will,soll den anderen dienen.27Und wer von euch der Erste sein will,soll euer Sklave sein.28Genauso ist auch der Menschensohn20,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.nicht gekommen,um sich dienen zu lassen.Im Gegenteil:Er ist gekommen,um anderen zu dienenund sein Leben hinzugeben20,28 hingeben: Das Wort vom Hingeben des Lebens erinnert an Jesaja 53,10-12. Dort ist die Rede von einem schuldlosen Menschen, der sein Leben hingibt, um die Schuld aller Menschen zu tragen.als Lösegeld für die vielen Menschen.«

Jesus heilt zwei Blinde

Markus 10,46-52; Lukas 18,35-43
29Jesus verließ Jericho20,29 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. zusammen mit seinen Jüngern20,29 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Eine große Volksmenge folgte ihm.30Und sieh doch:Da saßen zwei Blinde am Straßenrand.Als sie hörten,dass Jesus vorbeiging,riefen sie:»Hab Erbarmen mit uns!Herr, du Sohn Davids20,30 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. 31Die Volksmenge fuhr die Blinden an:»Seid still!«Aber die Blinden schrien noch viel lauter:»Herr, du Sohn Davids20,31 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ,hab Erbarmen mit uns!«32Da blieb Jesus stehen.Er rief sie zu sichund fragte sie:»Was wollt ihr?Was soll ich für euch tun?«33Die Blinden sagten zu ihm:»Herr, dass wir sehen können!«34Jesus hatte Mitleid mit ihnen.Er berührte ihre Augen.Sofort konnten sie sehenund folgten20,34 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Jesus.
21

Die Passionsgeschichte

21,1–27,66

Vorgeschichte

21,1–23,39

Jesus zieht in Jerusalem ein

Markus 11,1-11; Lukas 19,28-40; Johannes 12,12-19
211Kurz vor Jerusalem21,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. kamen Jesus und seine Jünger21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nach Betfage21,1 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs vor der Stadtmauer von Jerusalem, Nachbarort von Betanien. Der hebräische Name der Ortschaft bedeutet »Haus der unreifen/grünen Feigen«. am Ölberg21,1 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Da schickte Jesus zwei seiner Jünger21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. voraus2und sagte zu ihnen:»Geht in das Dorf, das vor euch liegt.Dort findet ihr gleich eine Eselin21,2 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. angebundenzusammen mit ihrem Jungen.Bindet sie losund bringt sie mir.3Und wenn euch jemand fragt:›Was soll das?‹,dann sagt:›Der Herr braucht sie.‹Und er wird sie euch sofort geben.«

4So ging in Erfüllung,was Gott durch den Propheten21,4 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gesagt21,4 gesagt: Zitiert werden an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 62,11 und Sacharja 9,9. hat:5»Sagt zu der Tochter Zion21,5 Tochter Zion: Ein dichterisches Bild für die Stadt Jerusalem, das im Alten Testament die liebevolle Beziehung Gottes zu Jerusalem zum Ausdruck bringt (Jesaja 12,6).:›Sieh doch:Dein König kommt zu dir!Von Herzen freundlich ist er.Er reitet auf einem Esel21,5 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist.,einem jungen Esel21,5 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist.dem Sohn eines Lasttiers.‹«

6Die Jünger21,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gingen losund machten alles genau so,wie Jesus es ihnen aufgetragen hatte.7Sie brachten die Eselin21,7 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. und ihr Junges herbeiund legten ihre Mäntel21,7 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Und Jesus setzte sich darauf.8Und die große Volksmenge breitete ihre Mäntel21,8 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.als Teppich auf der Straße aus.Andere brachen Zweige von den Bäumen21,8 Palme, Dattelpalme: Wenn in der Bibel von Palmen die Rede ist, sind meist Dattelpalmen gemeint. abund legten sie ebenfalls auf die Straße.

9Die Volksmenge, die vor Jesus herging und die nach ihm kam,rief immer wieder:»Hosanna21,9 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«. dem Sohn Davids21,9 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Stimmt ein in unser Loblied auf den,der im Namen des Herrn kommt!Hosanna21,9 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«. in himmlischer Höhe!«10So zog Jesus in Jerusalem21,10 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ein.Die ganze Stadt geriet in Aufregung.Die Leute fragten sich:»Wer ist er nur?«11Die Volksmenge sagte:»Das ist Jesus, der Prophet21,11 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. aus Nazaret21,11 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. in Galiläa21,11 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.

Der Konflikt mit den jüdischen Autoritäten spitzt sich zu

21,12–22,14

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Markus 11,15-19; Lukas 19,45-48; Johannes 2,13-17
12In Jerusalem21,12 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ging Jesus in den Tempel21,12 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er jagte alle Leute hinaus,die im Tempel etwas verkauften oder kauften21,12 Tempelverkauf: In einem bestimmten Tempelbereich gab es Stände von Geldwechslern und Händlern, die Opfertiere zum Verkauf anboten..Die Tische der Geldwechsler21,12 Geldwechsler: Bei ihnen konnten die Pilger Geld in die Tempelwährung (Schekel) umtauschen – nur in dieser Währung durfte die Tempelsteuer bezahlt werden.und die Stände der Taubenverkäufer stieß er um.13Er sagte zu ihnen:»In den Heiligen Schriften21,13 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht:Mein Haus21,13 Haus Gottes: Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem. soll ein Ort des Gebets sein.‹Ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.«

14Da kamen im Tempel21,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. blinde und gelähmte Menschen zu Jesus.Und er heilte sie.15Die führenden Priester21,15 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten21,15 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. sahen die Wunder21,15 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,die Jesus tat.Sie hörten auch,wie die Kinder im Tempel21,15 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. laut riefen:»Hosanna21,15 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«. dem Sohn Davids21,15 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. Darüber ärgerten sie sich sehr.16Sie sagten zu Jesus:»Hörst du, was sie rufen?«Jesus antwortete ihnen:»Ja! Kennt ihr die Stelle in den Heiligen Schriften21,16 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. etwa nicht?Dort heißt21,16 heißt: Vergleiche das Zitat aus dem Alten Testament Psalm 8,3. es:›Aus dem Mund von kleinen Kindern und Säuglingenlässt du dein Lob erklingen.‹«17Damit ließ Jesus sie stehenund verließ die Stadt21,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Er ging nach Betanien21,17 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. und übernachtete dort.

Der Feigenbaum

Markus 11,12-14
18Als Jesus früh am nächsten Morgen nach Jerusalem21,18 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. zurückkehrte,bekam er Hunger.19Da sah er einen einzelnen Feigenbaum21,19 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln.,der am Weg stand.Jesus ging zu ihm hin,fand aber nur Blätter daran.Deshalb sagte er zu dem Baum:»Nie mehr sollen an dir Früchte wachsen!«Und sofort ging der Feigenbaum21,19 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. ein.

Ermutigung zum Vertrauen

Markus 11,20-25
20Als die Jünger21,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. das sahen,fragten sie erstaunt:»Wie konnte der Feigenbaum21,20 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. so schnell eingehen?«21Jesus antwortete ihnen:»Amen21,21 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wenn ihr glaubtund nicht zweifelt,werdet ihr nicht nur vollbringen,was mit dem Feigenbaum21,21 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. geschehen ist.Ihr könnt dann sogar zu diesem Berg sagen:›Auf, stürze dich ins Meer!‹,und es wird so geschehen.22Für alles, worum ihr im Gebet21,22 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. bittet, gilt:Wenn ihr glaubt21,22 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,werdet ihr es bekommen.«

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Markus 11,27-33; Lukas 20,1-8
23Jesus ging wieder in den Tempel21,23 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Während er dort lehrte,kamen die führenden Priester21,23 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und Ältesten21,23 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes zu ihm.Sie fragten:»Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«24Jesus antwortete ihnen:»Ich will euch auch eine Frage stellen.Wenn ihr sie beantwortet,dann werde ich euch sagen,mit welchem Recht ich so auftrete:25Von wem hatte Johannes21,25 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen?Von Gott oder von Menschen?«Da überlegten sieund sagten zueinander:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹,dann wird er uns fragen:›Warum habt ihr ihm nicht geglaubt?‹26Wenn wir sagen:›Von Menschen‹,müssen wir uns vor der Volksmenge fürchten.Denn alle halten Johannes21,26 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. für einen Propheten21,26 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.27Deshalb antworteten sie Jesus:»Wir wissen es nicht.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den beiden Söhnen

28Dann sagte Jesus:»Was meint ihr zu folgender Geschichte:Ein Mann hatte zwei Söhne.Er ging zum ersten und sagte:›Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg21,28 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. !‹29Aber der antwortete:›Ich will nicht!‹Später tat es ihm leidund er ging doch.30Genauso bat der Vater seinen zweiten Sohn.Der antwortete ihm:›Ja, Herr!‹Aber er ging nicht hin.31Wer von den beiden Söhnen hat getan,was der Vater wollte?«Die führenden Priester21,31 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Ältesten21,31 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes antworteten:»Der erste.«Da sagte Jesus zu ihnen:»Amen21,31 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Die Zolleinnehmer21,31 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und die Hurenkommen eher in das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. als ihr.32Denn Johannes21,32 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. kam zu euch –und lehrte euch den Weg,der vor Gott richtig ist21,32 ist: Wörtlich lautet der Versteil: »Denn Johannes kam zu euch auf dem Weg der Gerechtigkeit.«.Aber ihr habt ihm nicht geglaubt.Die Zolleinnehmer21,32 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und Huren dagegen haben ihm geglaubt.Und nicht einmal,als ihr das gesehen habt,habt ihr euer Leben geändertund Johannes21,32 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Glauben geschenkt.«

Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

Markus 12,1-12; Lukas 20,9-19
33»Ich erzähle euch noch ein Gleichnis21,33 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:Ein Grundbesitzer legte einen Weinberg21,33 Kelter, Weingrube: Eine Weingrube (Kelter) ist eine Anlage zum Auspressen von reifen Trauben. an.Er baute eine Mauer darum,hob darin eine Grube21,33 Kelter, Weingrube: Eine Weingrube (Kelter) ist eine Anlage zum Auspressen von reifen Trauben. zum Auspressen der Trauben ausund errichtete einen Wachturm21,33 Wachturm: Um Weinberge zu schützen, errichtete man im Weinberg einen Turm, von dem aus man das ganze Gelände überblicken konnte. .Dann verpachtete er ihnund ging auf Reisen.

34Als die Zeit der Weinlese21,34 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. kam,schickte der Besitzer seine Knechte zu den Pächtern.Sie sollten seinen Anteil an der Ernte abholen.35Aber die Pächter packten die Knechte:den einen verprügelten sie,den anderen töteten sieund den dritten steinigten21,35 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe. sie.36Daraufhin schickte der Besitzer noch einmal Knechte –mehr als beim ersten Mal.Aber die Pächter machten mit ihnen genau das Gleiche.

37Schließlich schickte er seinen Sohn zu ihnen,denn er sagte sich:›Vor meinem Sohn werden sie Respekt haben.‹38Doch als die Pächter den Sohn kommen sahen,sagten sie zueinander:›Er ist der Erbe.Kommt, wir töten ihn,dann gehört sein Erbe uns.‹39Sie packten ihn,warfen ihn hinaus vor den Weinberg21,39 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. und töteten ihn.40Wenn nun der Weinbergbesitzer kommt,was wird er mit diesen Pächtern machen?«41Sie antworteten Jesus:»Er wird diesen Verbrechern ein schreckliches Ende bereiten.Den Weinberg21,41 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. wird er anderen Pächtern geben.Die werden ihm zur Zeit der Weinlese21,41 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. seinen Anteil an der Ernte abliefern.«

42Weiter sagte Jesus zu ihnen:»Ihr kennt doch die Stelle in den Heiligen Schriften21,42 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben21,42 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein21,42 Grundstein, Eckstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.Der Herr hat ihn dazu gemacht.Ein Wunder ist geschehen vor unseren Augen.‹43Deshalb sage ich euch:Gott wird euch das Reich Gottes21,43 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. wegnehmen.Er wird es einem Volk geben,das Früchte21,43 Früchte: In Liebe zu Gott und den Menschen leben und Gottes Willen erfüllen. hervorbringt,die dem Reich Gottes21,43 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. entsprechen.44Wer auf diesen Stein fällt,wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt,wird zerdrückt.«

45Die führenden Priester21,45 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Pharisäer21,45 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hörten sich die beiden Gleichnisse21,45 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. an.Sie verstanden,dass Jesus von ihnen sprach.46Deshalb hätten sie ihn am liebsten verhaften lassen,aber sie fürchteten sich vor der Volksmenge.Denn die Menschen hielten Jesus für einen Propheten21,46 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..