BasisBibel NT+Ps (BB)
14

Was Herodes über Jesus denkt

Markus 6,14-16; Lukas 9,7-9
141Zu dieser Zeit hörte Herodes14,1 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr., der Landesfürst14,1 Landesfürst/Vierfürst: Einer von vier Herrschern, die sich die Regierung eines Landes teilen.,was die Menschen über Jesus erzählten.2Herodes14,2 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. sagte zu seinen Leuten:»Das ist Johannes der Täufer14,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Er ist von den Toten auferstanden.Deshalb hat er solche Wunderkräfte14,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.

Der Tod von Johannes dem Täufer

Markus 6,17-29
3Herodes14,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Johannes14,3 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. festnehmen,in Fesseln legenund ins Gefängnis werfen lassen.Der Grund war:Herodes14,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Herodias14,3 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. geheiratet,die Frau seines Bruders Philippus.4Daraufhin hatte Johannes14,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu Herodes14,4 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. gesagt:»Du hast sie geheiratet.Das ist verboten!«5Herodes14,5 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. wollte ihn töten lassen.Aber er fürchtete die Volksmenge,denn die Leute hielten Johannes14,5 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. für einen Propheten14,5 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..

6Der Geburtstag von Herodes14,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. wurde gefeiert.Da tanzte die Tochter von Herodias14,6 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. vor den Gästen.Herodes14,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. war überwältigt.7Deshalb versprach er ihr feierlich:»Ich gebe dir,was immer du willst!«8Von ihrer Mutter angestiftet, sagte sie:»Gib mir den Kopf von Johannes dem Täufer14,8 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. hier auf einer Schale!«9Der König war bestürzt.Aber weil er es vor seinen Gästen feierlich versprochen hatte,erteilte er den Befehl:»Gebt ihn ihr!«10Dann gab er Befehl,Johannes14,10 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. im Gefängnis den Kopf abzuschlagen.11Und sein Kopf wurde auf einer Schale herbeigebrachtund dem Mädchen überreicht.Und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.

12Die Jünger von Johannes14,12 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. holten die Leicheund begruben sie.Dann gingen sie zu Jesusund berichteten ihm,was geschehen war.

Jesus macht mehr als fünftausend Menschen satt

Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17; Johannes 6,1-13
13Als Jesus das hörte,verließ er den Ort.Er fuhr mit dem Boot zu einer abgelegenen Stelle,um allein zu sein.Die Volksmenge hörte davon.Die Menschen kamen auf dem Landweg aus den umliegenden Städten herbei.14Als Jesus ausstieg,sah er die große Volksmengeund bekam Mitleid mit den Menschen.Und er heilte die Kranken unter ihnen.

15Als es dunkel wurde,kamen seine Jünger14,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihm und sagten:»Es ist eine einsame Gegend hierund es ist schon sehr spät.Lass doch die Volksmenge gehen.Dann können die Leute in die Dörfer ziehenund sich etwas zu essen kaufen.«16Aber Jesus sagte zu ihnen:»Sie brauchen nicht wegzugehen.Gebt ihr ihnen etwas zu essen!«17Da antworteten sie ihm:»Wir haben hier nur fünf Brote14,17 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und zwei Fische14,17 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.18Aber Jesus sagte:»Bringt sie mir her!«19Dann ordnete er an:»Die Volksmenge soll sich zum Essen im Gras niederlassen!«Und Jesus nahm die fünf Brote14,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und die zwei Fische14,19 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er blickte zum Himmel14,19 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufund sprach das Dankgebet14,19 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. .Dann brach er die Brote14,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel in Stückeund gab sie den Jüngern14,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Die Jünger14,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. verteilten sie an die Volksmenge.

20Alle aßen und wurden satt.Dann sammelten sie die Reste ein –es waren zwölf Körbe voll.21Es waren fünftausend Männer,die gegessen hatten –dazu kamen noch die Frauen und Kinder.

Jesus geht über das Wasser

Markus 6,45-52; Johannes 6,15-21
22Sofort danach drängte Jesus die Jünger14,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,in das Boot zu steigen.Sie sollten an die andere Seite des Sees14,22 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. vorausfahren.Er selbst wollte inzwischen die Volksmenge verabschieden.

23Nachdem er die Volksmenge verabschiedet hatte,stieg er auf einen Berg14,23 Berg: Im Matthäus-Evangelium begibt sich Jesus oft auf einen Berg, um zu lehren oder zu beten (vgl. z. B. Matthäus 14,23 oder Matthäus 15,29). Das erinnert an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote empfing (2. Mose/Exodus 19–20).,um in der Einsamkeit zu beten.Als es dunkel wurde,war er immer noch alleine dort.

24Das Boot war schon weit14,24 weit: Wörtlich »viele Stadien«; ein Stadion sind etwa 190m. vom Land entfernt.Die Wellen machten ihm schwer zu schaffen,denn der Wind blies direkt von vorn.25Um die vierte Nachtwache14,25 vierte Nachtwache: Nach römischem Brauch war die Nacht in vier »Nachtwachen« aufgeteilt. Die vierte ging von 3 bis 6 Uhr morgens. kam Jesus zu den Jüngern.Er lief über den See14,25 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..26Als die Jünger14,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ihn über den See14,26 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. laufen sahen,wurden sie von Furcht gepackt.Sie riefen:»Das ist ein Gespenst!«Vor Angst schrien sie laut auf.27Aber sofort sagte Jesus zu ihnen:»Erschreckt nicht!Ich bin es.Ihr braucht keine Angst zu haben.«

Petrus findet Halt bei Jesus

28Petrus14,28 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete Jesus:»Herr, wenn du es bist,befiehl mir,über das Wasser zu dir zu kommen.«29Jesus sagte:»Komm!«Da stieg Petrus aus dem Boot,ging über das Wasserund kam zu Jesus.30Aber auf einmal merkte er,wie stark der Wind warund bekam Angst.Er begann zu sinkenund schrie:»Herr, rette mich!«31Sofort streckte Jesus ihm die Hand entgegenund hielt ihn fest.Er sagte zu Petrus:»Du hast zu wenig Vertrauen.Warum hast du gezweifelt?«

32Dann stiegen sie ins Boot –und der Wind legte sich.33Und die Jünger14,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. im Boot warfen sich vor Jesus nieder.Sie sagten:»Du bist wirklich der Sohn Gottes14,33 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

Jesus heilt Kranke in Gennesaret

Markus 6,53-56
34Jesus und die Jünger14,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. setzten die Überfahrt fortund legten in Gennesaret14,34 Gennesaret, Ort: Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum. an.35Und die Leute aus dem Ort erkannten Jesus.Sie schickten Boten in die ganze Gegend.Und die Leute brachten alle Kranken zu ihm.36Sie flehten ihn an:»Lass uns nur die Quasten14,36 Quasten: Fäden aus Wolle, die durch ein Loch im Gewand gezogen und dann verknotet wurden, sodass die Fäden sichtbar herunterhingen. deines Mantels14,36 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. berühren!«Und wer immer sie berührte,wurde gesund.
15

Die Auseinandersetzung von Jesus mit den jüdischen Autoritäten und seine Zuwendung zu den Heiden

15,1–16,20

Gottes Gebote und menschliche Vorschriften

Markus 7,1-13
151Damals15,1 damals: Als Jesus in Gennesaret war und dort viele Menschen heilte, vgl. Matthäus 14,34-36. kamen aus Jerusalem15,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. Pharisäer15,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Schriftgelehrte15,1 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. zu Jesus.Sie fragten:2»Warum halten deine Jünger15,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. die Vorschriften15,2 Vorschriften: Gemeint sind die entsprechenden Vorschriften zur Reinheit im Mose-Gesetz. der Vorfahren nicht ein?Denn sie waschen sich nicht ihre Hände,bevor sie Brot15,2 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel essen!«3Aber Jesus antwortete ihnen:»Und warum haltet ihr Gottes Gebote15,3 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht ein,sondern folgt euren eigenen Vorschriften?4Denn Gott hat gesagt15,4 gesagt: Jesus zitiert an dieser Stelle ein Gebot aus den Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,12).:›Ehre deinen Vater und deine Mutter!‹Weiter heißt15,4 heißt: In Kapitel 20 des Buchs 3. Mose/Levitikus werden Vergehen aufgelistet, die als besonders schrecklich eingestuft werden. Zu diesen Vergehen gehört das Verfluchen der eigenen Eltern (vgl. 3. Mose/Levitikus 20,9). es:›Wer Vater oder Mutter verflucht,soll mit dem Tod bestraft werden.‹5Ihr dagegen behauptet:›Wenn jemand zu Vater oder Mutter sagt:Die Unterstützung,die ich euch schulde,soll dem Tempelschatz zugutekommen,6dann braucht er damit seine Eltern nicht mehr zu ehren15,6 ehren: Wörtlich »… dann braucht er seinen Vater nicht mehr ehren.« Damit ist auch die Versorgung der alt gewordenen Eltern gemeint..‹So setzt ihr das Wort Gottes außer Kraft,um euren eigenen Vorschriften zu folgen.

7Ihr Heuchler!Was der Prophet15,7 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja15,7 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. über euch gesagt hat,das stimmt genau15,7 genau: Jesus zitiert an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 29,13.:8›Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen,aber im Herzen ist es weit weg von mir.9Ihre ganze Verehrung ist sinnlos.Denn die Lehren, die sie verbreiten,sind Gebote von Menschen.‹«

Was unrein macht

Markus 7,14-23
10Dann rief Jesus die Volksmenge zu sich.Er sagte zu ihnen:»Hört zuund versteht mich richtig!11Nicht das,was ein Mensch durch den Mund in sich aufnimmt,macht ihn unrein15,11 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..Sondern das,was aus dem Mund herauskommt,macht ihn unrein15,11 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.

12Da kamen seine Jünger15,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihmund sagten:»Hast du bemerkt,wie empört die Pharisäer15,12 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. waren,als sie das gehört haben?«13Jesus antwortete ihnen:»Jede Pflanze,die mein himmlischer15,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Vater nicht gepflanzt hat,wird ausgerissen.14Lasst sie reden!Sie wollen Blinde führenund sind selber blind.Wenn ein Blinder einen Blinden führt,fallen sie zusammen in die Grube.«

15Da sagte Petrus zu Jesus:»Erkläre uns doch dieses Gleichnis15,15 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.16Jesus antwortete:»Habt auch ihr noch nichts begriffen?17Versteht ihr denn nicht:Alles, was in den Mund hineinkommt,kommt in den Magenund wird vom Körper wieder ausgeschieden.18Aber das, was aus dem Mund herauskommt,das kommt aus dem Herzen.Das macht den Menschen unrein15,18 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..19Denn aus dem Herzen der Menschen kommen:böse Gedanken, Mord, Ehebruch, sexuelles Fehlverhalten, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Lästerungen.20Das ist es,was den Menschen unrein15,20 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. macht.Aber mit ungewaschenen Händen zu essen,macht den Menschen nicht unrein15,20 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.

Eine nichtjüdische Frau vertraut auf Jesus

Markus 7,24-30
21Jesus verließ Gennesaret15,21 Gennesaret, Ort: Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum.und zog sich in das Gebiet von Tyrus15,21 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon15,21 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. zurück.22Und sieh doch:Eine kanaanitische15,22 Kanaaniter: Bewohner vom Land der Bibel, bevor es vom Volk Israel in Besitz genommen wurde. Frau aus dieser Gegend kam zu ihm.Sie schrie:»Hab Erbarmen mit mir,Herr, du Sohn15,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids15,22 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Meine Tochter wird von einem bösen Dämon15,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht!«23Aber Jesus gab ihr keine Antwort.Da kamen seine Jünger15,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihmund baten ihn:»Schick sie weg!Denn sie schreit hinter uns her!«24Aber Jesus antwortete ihnen:»Ich bin nur zu Israel15,24 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. gesandt,dieser Herde von verlorenen Schafen.«25Aber die Frau warf sich vor ihm niederund sagte:»Herr, hilf mir doch!«26Aber Jesus antwortete:»Es ist nicht richtig,den Kindern15,26 Kinder: Gemeint ist das Volk Israel. Jesus muss zuerst zu dem Volk Israel gehen, um es zur Umkehr zu Gott aufzurufen. das Brot wegzunehmenund es den Hunden vorzuwerfen.«27Die Frau entgegnete:»Ja, Herr!Aber die Hunde fressen doch von den Krümeln,die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.«28Darauf antwortete ihr Jesus:»Frau, dein Glaube15,28 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ist groß!Was du willst,soll geschehen!«In demselben Augenblick wurde ihre Tochter gesund.

Jesus heilt viele Menschen

Markus 7,31-37
29Danach verließ Jesus das Gebiet von Tyrus15,29 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon15,29 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..Er kam wieder an den See15,29 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. von Galiläa15,29 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Dort stieg er auf einen Berg15,29 Berg: Im Matthäus-Evangelium begibt sich Jesus oft auf einen Berg, um zu lehren oder zu beten (vgl. z. B. Matthäus 14,23 oder Matthäus 15,29). Das erinnert an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote empfing (2. Mose/Exodus 19–20).und ließ sich nieder,um zu lehren.30Eine große Volksmenge kam zu ihm.Und die Leute brachten ihre Kranken mitund legten sie zu seinen Füßen nieder:Gelähmte, Blinde, Verkrüppelte, Stummeund Menschen mit anderen Krankheiten.Und er heilte sie.31Die Volksmenge staunte.Denn die Menschen sahen:die Stummen redeten,die Verkrüppelten wurden gesund,die Gelähmten konnten gehenund die Blinden sehen.Deshalb lobten sie den Gott Israels15,31 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .

Jesus macht mehr als viertausend Menschen satt

Markus 8,1-10
32Jesus rief seine Jünger15,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu sich.Er sagte zu ihnen:»Die Volksmenge tut mir leid.Sie sind nun schon drei Tage bei mirund haben nichts zu essen.Ich will sie nicht hungrig wegschicken,sonst brechen sie unterwegs zusammen.«33Seine Jünger15,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. fragten ihn:»Woher sollen wir in dieser einsamen Gegend genug Brot15,33 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel bekommen,um diese Volksmenge satt zu machen?«34Jesus fragte sie:»Wie viele Brote15,34 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel habt ihr?«Sie antworteten:»Sieben und einige kleine Fische15,34 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.

35Jesus forderte die Volksmenge auf,sich auf dem Boden niederzulassen.36Dann nahm er die sieben Brote15,36 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und die Fische15,36 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er sprach das Segensgebet15,36 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. über sie,brach sie in Stückeund gab sie seinen Jüngern15,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Und die Jünger15,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. verteilten sie an die Volksmenge.37Alle Menschen aßen und wurden satt.Danach sammelten sie die Reste von den Stückenund füllten damit sieben Körbe.38Es waren etwa viertausend Männer,die gegessen hatten –dazu kamen noch die Frauen und Kinder.

39Dann verabschiedete Jesus die Volksmenge.Er selbst stieg in ein Bootund fuhr ins Gebiet von Magadan15,39 Magadan: Ein sonst unbekannter Ort am See Gennesaret, vielleicht ist Magdala gemeint..
16

Noch einmal: Die Gegner fordern von Jesus einen Beweis

Markus 8,11-13; Lukas 12,54-56
161Die Pharisäer16,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Sadduzäer16,1 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. kamen zu Jesus.Sie wollten ihn auf die Probe stellen.Deshalb forderten sie ihn auf:»Beweise uns durch ein Zeichen16,1 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. deine göttliche Vollmacht!«2Aber Jesus antwortete ihnen:3»Abends sagt ihr:›Es gibt gutes Wetter,denn der Himmel16,3 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist rot.‹Und morgens sagt ihr:›Heute regnet es,denn der Himmel16,3 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist rot und trübe.‹Das Aussehen des Himmels16,3 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. könnt ihr beurteilen.Wieso könnt ihr die Zeichen der Zeit nicht beurteilen?4Die Menschen dieser Generation sind böse und treulos16,4 treulos: Wörtlich lautet der Vers 4: »Die Menschen dieser Generation sind böse – wie eine Ehebrecherin.« Schon im Alten Testament ist Ehebruch ein Bild für Untreue gegenüber Gott (z. B. Hosea 2,4-7)..Und doch verlangen sie ein Zeichen16,4 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. !Ich werde ihnen ganz bestimmt kein Zeichen16,4 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. gebenals das Zeichen16,4 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,das der Prophet16,4 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jona16,4 Jona: So wie Jona drei Tage im Bauch eines Fisches verbringen musste, wird Jesus drei Tage Reich des Todes sein (vgl. Matthäus 12,39). erlebt hat.«Damit ließ er sie stehenund ging weg.

Die Jünger verstehen Jesus nicht

Markus 8,14-21
5Die Jünger16,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. fuhren im Boot ans andere Ufer.Sie hatten vergessen,Brote16,5 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel zu besorgen.6Jesus sagte zu ihnen:»Nehmt euch in Achtund hütet euch vor dem Sauerteig16,6 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«. der Pharisäer16,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Sadduzäer16,6 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten.7Sie aber machten sich nur Gedanken darüberund sagten zueinander:»Wir haben keine Brote16,7 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel besorgt.«8Jesus merkte dasund sagte:»Ihr habt zu wenig Vertrauen!Warum macht ihr euch darüber Gedanken,dass ihr kein Brot16,8 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel habt?9Versteht ihr immer noch nicht?Erinnert ihr euch nicht daran,wie fünf Brote16,9 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel für fünftausend Menschen ausreichten?Wie viele Körbe mit Resten habt ihr eingesammelt?10Oder wie sieben Brote16,10 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel für viertausend Menschen ausreichten?Wie viele Körbe habt ihr da eingesammelt?11Warum begreift ihr nicht,dass ich mit euch nicht über Brote16,11 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel spreche?Nehmt euch in Achtvor dem Sauerteig16,11 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«. der Pharisäer16,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Sadduzäer16,11 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten.12Da begriffen die Jünger,dass Jesus nicht gemeint hatte:›Hütet euch vor dem Sauerteig16,12 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«.,der zum Brotbacken16,12 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel benötigt wird‹,sondern:›Hütet euch vor der Lehre der Pharisäer16,12 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Sadduzäer16,12 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten..‹

Du bist Christus! – Du bist Petrus!

Markus 8,27-30; Lukas 9,18-21
13Jesus kam in die Gegend von Cäsarea Philippi16,13 Cäsarea Philippi: Stadt am südlichen Abhang des Hermongebirges, im Norden vom Land der Bibel. .Er fragte seine Jünger:»Für wen halten die Leute eigentlich den Menschensohn16,13 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.14Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer16,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,andere für Elija16,14 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.,und wieder andere für Jeremia16,14 Jeremia: Er wirkte um 600 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. oder einen der Propheten16,14 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.15Da sagte Jesus zu ihnen:»Und für wen haltet ihr mich?«16Simon Petrus16,16 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete ihm:»Du bist der Christus16,16 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,der Sohn des lebendigen Gottes!«17Jesus sagte zu ihm:»Glückselig bist du, Simon, Sohn des Johannes16,17 Johannes: Wörtlich »Jona«; meint nicht ist den alttestamentlichen Propheten, sondern ist wohl nur eine Abkürzung für »Johannes« (vgl. Johannes 1,42).!Diese Erkenntnis hast du nicht aus dir selbst16,17 selbst: Wörtlich lautet der Vers 17: »Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona! Denn Fleisch und Blut haben dir das nicht geoffenbart – sondern mein Vater im Himmel.«sondern von meinem Vater im Himmel16,17 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..18Und ich sage dir:Du bist Petrus16,18 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..Und auf diesen Fels werde ich meine Gemeinde bauen.Noch nicht einmal die Macht des Todeswird ihr etwas anhaben können.19Ich werde dir die Schlüssel zum Himmelreich16,19 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. geben:Was du auf der Erde für gültig erklärst,wird auch im Himmel16,19 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. gelten.Was du nicht für gültig erklärst,wird auch im Himmel16,19 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. nicht gelten16,19 gelten: Wörtlich übersetzt lautet der Vers 19: »Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben. Was immer du auf der Erde binden wirst, wird im Himmel gebunden sein. Und was immer du auf der Erde lösen wirst, wird im Himmel gelöst sein.«20Dann schärfte Jesus den Jüngern16,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ein:»Sagt niemandem,dass ich der Christus16,20 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bin!«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

16,21–20,34

Nachfolge auf dem Weg des Leidens

16,21–17,27

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Markus 8,31-33; Lukas 9,22
21Von da an begann Jesus seinen Jüngern16,21 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu erklären,was Gott mit ihm vorhatte:»Ich muss nach Jerusalem16,21 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gehen.Dort muss ich viel erleidenvon den Ratsältesten16,21 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren., den führenden Priestern16,21 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und den Schriftgelehrten16,21 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..Sie werden mich hinrichten lassen.Aber am dritten Tag werde ich vom Tod auferweckt16,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 22Da nahm Petrus16,22 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. ihn zur Seiteund fing an,ihm das auszureden:»Gott bewahre dich davor, Herr!Das darf dir nicht zustoßen!«23Aber Jesus wandte sich von ihm abund sagte zu Petrus16,23 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Geh weg von mir, Satan16,23 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.!Du willst mich von meinem Weg abbringen!Dir geht es nicht um das,was Gott will,sondern um das,was Menschen wollen.«

Jesus folgen heißt: das Kreuz auf sich nehmen

Markus 8,34–9,1; Lukas 9,23-27
24Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern16,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Wer mit mir kommen will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss sein Kreuz16,24 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. auf sich nehmenund mir auf meinem Weg folgen16,24 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..25Wer sein Leben retten will,wird es verlieren.Aber wer sein Leben verliert,weil er an mich glaubt16,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird es erhalten.

26Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber sein Leben dabei verliert?Was kann ein Mensch einsetzen,um sein Leben dafür einzutauschen?

27Denn der Menschensohn16,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird wiederkommenin der Herrlichkeit seines Vatersmit seinen Engeln16,27 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes..Dann wird er allen geben,was sie verdienen.28Amen16,28 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Hier stehen einige,die werden nicht sterben,sondern erleben,wie der Menschensohn16,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. seine Herrschaft in dieser Welt antritt.«