BasisBibel NT+Ps (BB)
13

Jesus in Galiläa

13,1–16,20

Jesus lehrt: Die Gleichnisse

13,1-53

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Markus 4,1-2; Lukas 8,4
131Am gleichen Tag verließ Jesus das Haus13,1 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33).und ging zum See13,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Dort ließ er sich nieder,um zu lehren.2Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.Die Volksmenge blieb am Ufer13,2 Ufer: Auf dem See hatte Jesus den Wind im Rücken, der seine Worte ans Ufer trug. So konnten die Leute ihn besser verstehen. stehen.3aJesus erklärte den Menschen vieles in Form von Gleichnissen13,3a Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Markus 4,2-9; Lukas 8,5-8
3bJesus sagte:»Seht doch:Ein Bauer ging aufs Feld,um zu säen.4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögelund pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Und sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein anderer Teil fiel zwischen die Disteln13,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. .Die Disteln13,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. schossen hochund erstickten die junge Saat.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner brachten gute Frucht13,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..Manche Pflanzen brachten hundert,andere sechzig,andere dreißig Körner Frucht13,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..9Wer Ohren hat,soll gut zuhören!«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Markus 4,10-12.25; Lukas 8,9-10.18; Lukas 10,23-24
10Die Jünger13,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen zu Jesusund fragten ihn:»Warum erzählst du den Menschen Gleichnisse13,10 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.11Er antwortete ihnen:»Euch ist es geschenkt,das Geheimnis vom Himmelreich13,11 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. zu verstehen.Aber den anderen Menschen wird es nicht geschenkt.12Denn wer etwas hat,dem wird noch mehr gegeben –er wird mehr als genug bekommen.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen,was er hat.13Deswegen rede ich zu ihnen in Gleichnissen13,13 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..Denn sie sehen,aber erkennen nichts.Sie hören,aber verstehen nichts.Sie begreifen es nicht.14So geht an ihnen in Erfüllung,was der Prophet13,14 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja gesagt13,14 gesagt: Jesus bezieht sich an dieser Stelle auf eine Aussage aus dem Buch des Propheten Jesaja (vgl. Jesaja 6,10). hat:›Ihr sollt mit offenen Ohren hören,aber nichts verstehen.Ihr sollt mit offenen Augen sehen,aber nichts erkennen.15Das Herz dieses Volkes ist verschlossen.Sie halten sich die Ohren zuund schließen ihre Augen.Denn ihre Augen sollen nichts sehenund ihre Ohren sollen nichts hörenund ihr Herz soll nichts verstehen –damit sie nicht zu Gott umkehrenund ich, ihr Gott, sie heile.‹

16Aber ihr seid glückselig:Denn eure Augen sehenund eure Ohren hören.17Amen13,17 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Viele Propheten13,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Gerechte13,17 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält.wollten sehen,was ihr seht –aber sie sahen es nicht.Und sie wollten hören,was ihr hört –aber sie hörten es nicht.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Markus 4,13-20; Lukas 8,11-15
18»Ihr sollt deshalb hören,was das Gleichnis13,18 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. vom Bauer bedeutet:19Es gibt Menschen,die hören das Wort13,19 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. vom Reich13,19 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.,aber verstehen es nicht.Denn der Böse13,19 Böse: Gemeint ist der Teufel, der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. kommtund nimmt weg,was in ihre Herzen gesät wurde.Für sie steht das,was beim Säen auf den Weg fällt.20Was auf felsigen Boden fällt,steht für Menschen,die das Wort13,20 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund es sofort mit Freude annehmen.21Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort13,21 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. Schwierigkeiten oder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.22Für wieder andere steht,was zwischen die Disteln13,22 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. fällt:Sie hören das Wort,aber dann kommen die Alltagssorgenund der Reiz des Geldes.Sie ersticken das Wort13,22 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt.und es bringt keine Frucht.23Aber was auf guten Boden gesät ist,das steht für Menschen,die das Wort13,23 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund verstehen.Bei ihnen bringt es reiche Frucht:Manche Pflanzen bringen hundert,andere sechzig,andere dreißig Körner Frucht.«

Das Gleichnis vom Unkraut im Weizen

24Jesus erzählte der Volksmenge noch ein weiteres Gleichnis13,24 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Mit dem Himmelreich13,24 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. ist es wie bei einem Bauern,der auf seinen Acker guten Samen aussäte.25Als alle schliefen,kam sein Feind.Er säte Unkraut13,25 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. zwischen den Weizenund verschwand wieder.26Der Weizen wuchs hochund setzte Ähren13,26 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. an.Da war auch das Unkraut13,26 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. zwischen dem Weizen zu erkennen.

27Die Feldarbeiter gingen zum Bauern13,27 Bauer: Wörtlich »Hausherr«. Der Bauer war Herr über Haus und Hof und hatte mehrere Leute, die für ihn auf dem Feld arbeiteten.und fragten ihn:›Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?Woher kommt dann das Unkraut13,27 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auf dem Feld?‹28Er antwortete ihnen:›Das hat mein Feind getan.‹Die Arbeiter sagten zu ihm:›Willst du, dass wir auf das Feld gehenund das Unkraut13,28 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. ausreißen?‹29Aber er antwortete:›Tut das nicht,sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut13,29 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auch den Weizen aus!30Lasst beides bis zur Ernte13,30 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. wachsen.Dann werde ich den Erntearbeitern sagen:Sammelt zuerst das Unkraut13,30 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. ein!Bindet es zu Bündeln zusammen,damit es verbrannt werden kann.Aber den Weizen bringt in meine Scheune.‹«

Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig

Lukas 13,18-21; Markus 4,30-32
31Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis13,31 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Das Himmelreich13,31 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem Senfkorn13,31 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet.:Ein Mann nahm esund pflanzte es auf seinem Acker ein.32Das Senfkorn13,32 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet. ist das kleinste von allen Samenkörnern.Aber wenn eine Pflanze daraus gewachsen ist,ist sie größer als die anderen Sträucher.Sie wird ein richtiger Baum.Die Vögel kommenund bauen ihr Nest in seinen Zweigen.«

33Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis13,33 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Das Himmelreich13,33 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht dem Sauerteig13,33 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«.:Eine Frau nahm den Sauerteig13,33 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«.und verarbeitete ihn mit einer großen Menge13,33 Säckchen: Wörtlich »Sata« – Kornmaß, entspricht etwa 13 Liter; drei Säckchen Mehl entsprechen etwa 25 Kilo; das daraus gebackene Brot würde für mehr als 100 Personen reichen. Mehl.Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.«

Noch einmal: Warum Jesus in Gleichnissen redet

Markus 4,33-34
34Das alles erzählte Jesus der Volksmenge in Gleichnissen13,34 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..Ohne Gleichnisse13,34 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. redete er nicht zu ihnen.35So ging in Erfüllung,was durch den Propheten13,35 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gesagt worden ist:»Ich werde meinen Mund öffnen,um in Gleichnissen13,35 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. zu sprechen.Ich will verkünden,was seit der Erschaffung der Welt verborgen ist.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Unkraut

36Jesus schickte die Volksmenge wegund ging in sein Haus13,36 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33)..Da kamen seine Jünger13,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihmund baten ihn:»Erkläre uns das Gleichnis13,36 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. vom Unkraut13,36 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auf dem Acker!«37Jesus antwortete:»Der Bauer, der den guten Samen sät,steht für den Menschensohn13,37 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck..38Der Acker ist die Welt.Der gute Samen steht für die Menschen,die zum Reich Gottes13,38 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. gehören.Das Unkraut13,38 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. steht für die Menschen,die dem Bösen folgen.39Der Feind,der das Unkraut13,39 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. sät,steht für den Teufel13,39 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen..Die Ernte13,39 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. steht für das Ende der Welt.Die Erntearbeiter stehen für die Engel13,39 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes..

40So wie das Unkraut13,40 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. eingesammeltund im Feuer verbrannt wird,so wird es auch am Ende der Welt zugehen:41Der Menschensohn13,41 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird seine Engel13,41 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. aussenden.Sie werden aus seinem Reich alle einsammeln,die andere davon abbringenund Gottes Gesetz13,41 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht halten.42Und die Engel13,42 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. werden sie in den brennenden Ofen werfen.Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.

43Aber die nach Gottes Willen leben –sie werden wie die Sonne strahlenim Reich ihres Vaters.Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören!«

Die Gleichnisse vom versteckten Schatz und der Perle

44»Das Himmelreich13,44 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem Schatz,der im Acker vergraben ist:Ein Mann entdeckte ihnund vergrub ihn wieder.Voller Freude ging er losund verkaufte alles,was er hatte.Dann kaufte er diesen Acker.

45Ebenso gleicht das Himmelreich13,45 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. einem Kaufmann:Der war auf der Suche nach schönen Perlen.46Er entdeckte eine besonders wertvolle Perle.Da ging er losund verkaufte alles,was er hatte.Dann kaufte er diese Perle.«

Das Gleichnis vom Schleppnetz

47»Ebenso gleicht das Himmelreich13,47 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. einem Schleppnetz:Es wurde zum Fischen13,47 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. in den See ausgeworfenund fing alle Arten von Fischen13,47 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..48Als es voll war,zogen es die Fischer13,48 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. an Land.Sie hockten sich auf den Boden.Dann legten sie die guten Fische13,48 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. in einen Korb,aber die unbrauchbaren Fische13,48 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. warfen sie weg.

49So wird es auch am Ende der Welt sein:Die Engel13,49 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. werden kommen.Sie werden die bösen Menschen von denen trennen,die nach Gottes Willen13,49 Gottes Willen: Wörtlich »Gerechte«. leben.50Und die Engel13,50 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. werden die bösen Menschenin den brennenden Ofen werfen.Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.«

Neue Schriftgelehrte

51Jesus fragte seine Jünger13,51 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Habt ihr das alles verstanden?«Sie antworteten:»Ja!«52Darauf sagte Jesus zu ihnen:»Es gibt jetzt neue Schriftgelehrte13,52 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..Sie gehören zu meinen Jüngern13,52 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,die über das Himmelreich13,52 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. unterrichtet wurden.Jeder von ihnen ist wie ein Hausherr:Aus seiner Vorratskammer holt er Neues13,52 Neues: Gemeint ist die neue Botschaft vom Himmelreich, die Jesus bringt. und Altes13,52 Altes: Gemeint ist die Botschaft Gottes, die in der Heiligen Schrift aufgeschrieben ist. hervor.«

53Als Jesus diese Gleichnisreden13,53 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. beendet hatte,verließ er die Gegend am See13,53 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..

Noch einmal: Wer ist Jesus für die Menschen?

13,54–16,20

Jesus in Nazaret

Markus 6,1-6; Lukas 4,16-30
54Jesus ging in seine Heimatstadt Nazaret13,54 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.und lehrte die Menschen in ihrer Synagoge13,54 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Erstaunt fragten sie:»Woher hat er diese Weisheit?Und woher hat er die Kraft,Wunder13,54 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. zu tun?55Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns?Heißt seine Mutter nicht Maria?Und sind seine Brüder nichtJakobus, Josef, Simon und Judas?56Leben nicht auch alle seine Schwestern hier bei uns?Woher also hat er das alles?«57Deshalb lehnten sie Jesus ab.Aber er sagte zu ihnen:»Nirgendwo gilt ein Prophet13,57 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. so wenigwie in seiner Heimatstadtund bei seiner Familie.«

58Jesus tat dort nicht viele Wunder13,58 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. .Denn die Menschen glaubten nicht an ihn.
14

Was Herodes über Jesus denkt

Markus 6,14-16; Lukas 9,7-9
141Zu dieser Zeit hörte Herodes14,1 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr., der Landesfürst14,1 Landesfürst/Vierfürst: Einer von vier Herrschern, die sich die Regierung eines Landes teilen.,was die Menschen über Jesus erzählten.2Herodes14,2 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. sagte zu seinen Leuten:»Das ist Johannes der Täufer14,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Er ist von den Toten auferstanden.Deshalb hat er solche Wunderkräfte14,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.

Der Tod von Johannes dem Täufer

Markus 6,17-29
3Herodes14,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Johannes14,3 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. festnehmen,in Fesseln legenund ins Gefängnis werfen lassen.Der Grund war:Herodes14,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Herodias14,3 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. geheiratet,die Frau seines Bruders Philippus.4Daraufhin hatte Johannes14,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu Herodes14,4 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. gesagt:»Du hast sie geheiratet.Das ist verboten!«5Herodes14,5 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. wollte ihn töten lassen.Aber er fürchtete die Volksmenge,denn die Leute hielten Johannes14,5 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. für einen Propheten14,5 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..

6Der Geburtstag von Herodes14,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. wurde gefeiert.Da tanzte die Tochter von Herodias14,6 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. vor den Gästen.Herodes14,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. war überwältigt.7Deshalb versprach er ihr feierlich:»Ich gebe dir,was immer du willst!«8Von ihrer Mutter angestiftet, sagte sie:»Gib mir den Kopf von Johannes dem Täufer14,8 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. hier auf einer Schale!«9Der König war bestürzt.Aber weil er es vor seinen Gästen feierlich versprochen hatte,erteilte er den Befehl:»Gebt ihn ihr!«10Dann gab er Befehl,Johannes14,10 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. im Gefängnis den Kopf abzuschlagen.11Und sein Kopf wurde auf einer Schale herbeigebrachtund dem Mädchen überreicht.Und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.

12Die Jünger von Johannes14,12 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. holten die Leicheund begruben sie.Dann gingen sie zu Jesusund berichteten ihm,was geschehen war.

Jesus macht mehr als fünftausend Menschen satt

Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17; Johannes 6,1-13
13Als Jesus das hörte,verließ er den Ort.Er fuhr mit dem Boot zu einer abgelegenen Stelle,um allein zu sein.Die Volksmenge hörte davon.Die Menschen kamen auf dem Landweg aus den umliegenden Städten herbei.14Als Jesus ausstieg,sah er die große Volksmengeund bekam Mitleid mit den Menschen.Und er heilte die Kranken unter ihnen.

15Als es dunkel wurde,kamen seine Jünger14,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihm und sagten:»Es ist eine einsame Gegend hierund es ist schon sehr spät.Lass doch die Volksmenge gehen.Dann können die Leute in die Dörfer ziehenund sich etwas zu essen kaufen.«16Aber Jesus sagte zu ihnen:»Sie brauchen nicht wegzugehen.Gebt ihr ihnen etwas zu essen!«17Da antworteten sie ihm:»Wir haben hier nur fünf Brote14,17 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und zwei Fische14,17 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.18Aber Jesus sagte:»Bringt sie mir her!«19Dann ordnete er an:»Die Volksmenge soll sich zum Essen im Gras niederlassen!«Und Jesus nahm die fünf Brote14,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und die zwei Fische14,19 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er blickte zum Himmel14,19 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufund sprach das Dankgebet14,19 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. .Dann brach er die Brote14,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel in Stückeund gab sie den Jüngern14,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Die Jünger14,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. verteilten sie an die Volksmenge.

20Alle aßen und wurden satt.Dann sammelten sie die Reste ein –es waren zwölf Körbe voll.21Es waren fünftausend Männer,die gegessen hatten –dazu kamen noch die Frauen und Kinder.

Jesus geht über das Wasser

Markus 6,45-52; Johannes 6,15-21
22Sofort danach drängte Jesus die Jünger14,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,in das Boot zu steigen.Sie sollten an die andere Seite des Sees14,22 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. vorausfahren.Er selbst wollte inzwischen die Volksmenge verabschieden.

23Nachdem er die Volksmenge verabschiedet hatte,stieg er auf einen Berg14,23 Berg: Im Matthäus-Evangelium begibt sich Jesus oft auf einen Berg, um zu lehren oder zu beten (vgl. z. B. Matthäus 14,23 oder Matthäus 15,29). Das erinnert an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote empfing (2. Mose/Exodus 19–20).,um in der Einsamkeit zu beten.Als es dunkel wurde,war er immer noch alleine dort.

24Das Boot war schon weit14,24 weit: Wörtlich »viele Stadien«; ein Stadion sind etwa 190m. vom Land entfernt.Die Wellen machten ihm schwer zu schaffen,denn der Wind blies direkt von vorn.25Um die vierte Nachtwache14,25 vierte Nachtwache: Nach römischem Brauch war die Nacht in vier »Nachtwachen« aufgeteilt. Die vierte ging von 3 bis 6 Uhr morgens. kam Jesus zu den Jüngern.Er lief über den See14,25 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..26Als die Jünger14,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ihn über den See14,26 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. laufen sahen,wurden sie von Furcht gepackt.Sie riefen:»Das ist ein Gespenst!«Vor Angst schrien sie laut auf.27Aber sofort sagte Jesus zu ihnen:»Erschreckt nicht!Ich bin es.Ihr braucht keine Angst zu haben.«

Petrus findet Halt bei Jesus

28Petrus14,28 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete Jesus:»Herr, wenn du es bist,befiehl mir,über das Wasser zu dir zu kommen.«29Jesus sagte:»Komm!«Da stieg Petrus aus dem Boot,ging über das Wasserund kam zu Jesus.30Aber auf einmal merkte er,wie stark der Wind warund bekam Angst.Er begann zu sinkenund schrie:»Herr, rette mich!«31Sofort streckte Jesus ihm die Hand entgegenund hielt ihn fest.Er sagte zu Petrus:»Du hast zu wenig Vertrauen.Warum hast du gezweifelt?«

32Dann stiegen sie ins Boot –und der Wind legte sich.33Und die Jünger14,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. im Boot warfen sich vor Jesus nieder.Sie sagten:»Du bist wirklich der Sohn Gottes14,33 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

Jesus heilt Kranke in Gennesaret

Markus 6,53-56
34Jesus und die Jünger14,34 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. setzten die Überfahrt fortund legten in Gennesaret14,34 Gennesaret, Ort: Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum. an.35Und die Leute aus dem Ort erkannten Jesus.Sie schickten Boten in die ganze Gegend.Und die Leute brachten alle Kranken zu ihm.36Sie flehten ihn an:»Lass uns nur die Quasten14,36 Quasten: Fäden aus Wolle, die durch ein Loch im Gewand gezogen und dann verknotet wurden, sodass die Fäden sichtbar herunterhingen. deines Mantels14,36 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. berühren!«Und wer immer sie berührte,wurde gesund.
15

Die Auseinandersetzung von Jesus mit den jüdischen Autoritäten und seine Zuwendung zu den Heiden

15,1–16,20

Gottes Gebote und menschliche Vorschriften

Markus 7,1-13
151Damals15,1 damals: Als Jesus in Gennesaret war und dort viele Menschen heilte, vgl. Matthäus 14,34-36. kamen aus Jerusalem15,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. Pharisäer15,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Schriftgelehrte15,1 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. zu Jesus.Sie fragten:2»Warum halten deine Jünger15,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. die Vorschriften15,2 Vorschriften: Gemeint sind die entsprechenden Vorschriften zur Reinheit im Mose-Gesetz. der Vorfahren nicht ein?Denn sie waschen sich nicht ihre Hände,bevor sie Brot15,2 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel essen!«3Aber Jesus antwortete ihnen:»Und warum haltet ihr Gottes Gebote15,3 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht ein,sondern folgt euren eigenen Vorschriften?4Denn Gott hat gesagt15,4 gesagt: Jesus zitiert an dieser Stelle ein Gebot aus den Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,12).:›Ehre deinen Vater und deine Mutter!‹Weiter heißt15,4 heißt: In Kapitel 20 des Buchs 3. Mose/Levitikus werden Vergehen aufgelistet, die als besonders schrecklich eingestuft werden. Zu diesen Vergehen gehört das Verfluchen der eigenen Eltern (vgl. 3. Mose/Levitikus 20,9). es:›Wer Vater oder Mutter verflucht,soll mit dem Tod bestraft werden.‹5Ihr dagegen behauptet:›Wenn jemand zu Vater oder Mutter sagt:Die Unterstützung,die ich euch schulde,soll dem Tempelschatz zugutekommen,6dann braucht er damit seine Eltern nicht mehr zu ehren15,6 ehren: Wörtlich »… dann braucht er seinen Vater nicht mehr ehren.« Damit ist auch die Versorgung der alt gewordenen Eltern gemeint..‹So setzt ihr das Wort Gottes außer Kraft,um euren eigenen Vorschriften zu folgen.

7Ihr Heuchler!Was der Prophet15,7 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja15,7 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. über euch gesagt hat,das stimmt genau15,7 genau: Jesus zitiert an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 29,13.:8›Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen,aber im Herzen ist es weit weg von mir.9Ihre ganze Verehrung ist sinnlos.Denn die Lehren, die sie verbreiten,sind Gebote von Menschen.‹«

Was unrein macht

Markus 7,14-23
10Dann rief Jesus die Volksmenge zu sich.Er sagte zu ihnen:»Hört zuund versteht mich richtig!11Nicht das,was ein Mensch durch den Mund in sich aufnimmt,macht ihn unrein15,11 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..Sondern das,was aus dem Mund herauskommt,macht ihn unrein15,11 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.

12Da kamen seine Jünger15,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihmund sagten:»Hast du bemerkt,wie empört die Pharisäer15,12 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. waren,als sie das gehört haben?«13Jesus antwortete ihnen:»Jede Pflanze,die mein himmlischer15,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Vater nicht gepflanzt hat,wird ausgerissen.14Lasst sie reden!Sie wollen Blinde führenund sind selber blind.Wenn ein Blinder einen Blinden führt,fallen sie zusammen in die Grube.«

15Da sagte Petrus zu Jesus:»Erkläre uns doch dieses Gleichnis15,15 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.16Jesus antwortete:»Habt auch ihr noch nichts begriffen?17Versteht ihr denn nicht:Alles, was in den Mund hineinkommt,kommt in den Magenund wird vom Körper wieder ausgeschieden.18Aber das, was aus dem Mund herauskommt,das kommt aus dem Herzen.Das macht den Menschen unrein15,18 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..19Denn aus dem Herzen der Menschen kommen:böse Gedanken, Mord, Ehebruch, sexuelles Fehlverhalten, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und Lästerungen.20Das ist es,was den Menschen unrein15,20 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. macht.Aber mit ungewaschenen Händen zu essen,macht den Menschen nicht unrein15,20 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.

Eine nichtjüdische Frau vertraut auf Jesus

Markus 7,24-30
21Jesus verließ Gennesaret15,21 Gennesaret, Ort: Der Ort liegt am Westufer des gleichnamigen Sees Gennesaret südwestlich von Kafarnaum.und zog sich in das Gebiet von Tyrus15,21 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon15,21 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. zurück.22Und sieh doch:Eine kanaanitische15,22 Kanaaniter: Bewohner vom Land der Bibel, bevor es vom Volk Israel in Besitz genommen wurde. Frau aus dieser Gegend kam zu ihm.Sie schrie:»Hab Erbarmen mit mir,Herr, du Sohn15,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids15,22 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Meine Tochter wird von einem bösen Dämon15,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. beherrscht!«23Aber Jesus gab ihr keine Antwort.Da kamen seine Jünger15,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihmund baten ihn:»Schick sie weg!Denn sie schreit hinter uns her!«24Aber Jesus antwortete ihnen:»Ich bin nur zu Israel15,24 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. gesandt,dieser Herde von verlorenen Schafen.«25Aber die Frau warf sich vor ihm niederund sagte:»Herr, hilf mir doch!«26Aber Jesus antwortete:»Es ist nicht richtig,den Kindern15,26 Kinder: Gemeint ist das Volk Israel. Jesus muss zuerst zu dem Volk Israel gehen, um es zur Umkehr zu Gott aufzurufen. das Brot wegzunehmenund es den Hunden vorzuwerfen.«27Die Frau entgegnete:»Ja, Herr!Aber die Hunde fressen doch von den Krümeln,die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.«28Darauf antwortete ihr Jesus:»Frau, dein Glaube15,28 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ist groß!Was du willst,soll geschehen!«In demselben Augenblick wurde ihre Tochter gesund.

Jesus heilt viele Menschen

Markus 7,31-37
29Danach verließ Jesus das Gebiet von Tyrus15,29 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon15,29 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..Er kam wieder an den See15,29 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. von Galiläa15,29 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Dort stieg er auf einen Berg15,29 Berg: Im Matthäus-Evangelium begibt sich Jesus oft auf einen Berg, um zu lehren oder zu beten (vgl. z. B. Matthäus 14,23 oder Matthäus 15,29). Das erinnert an Mose, der auf dem Berg Sinai von Gott die Zehn Gebote empfing (2. Mose/Exodus 19–20).und ließ sich nieder,um zu lehren.30Eine große Volksmenge kam zu ihm.Und die Leute brachten ihre Kranken mitund legten sie zu seinen Füßen nieder:Gelähmte, Blinde, Verkrüppelte, Stummeund Menschen mit anderen Krankheiten.Und er heilte sie.31Die Volksmenge staunte.Denn die Menschen sahen:die Stummen redeten,die Verkrüppelten wurden gesund,die Gelähmten konnten gehenund die Blinden sehen.Deshalb lobten sie den Gott Israels15,31 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .

Jesus macht mehr als viertausend Menschen satt

Markus 8,1-10
32Jesus rief seine Jünger15,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu sich.Er sagte zu ihnen:»Die Volksmenge tut mir leid.Sie sind nun schon drei Tage bei mirund haben nichts zu essen.Ich will sie nicht hungrig wegschicken,sonst brechen sie unterwegs zusammen.«33Seine Jünger15,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. fragten ihn:»Woher sollen wir in dieser einsamen Gegend genug Brot15,33 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel bekommen,um diese Volksmenge satt zu machen?«34Jesus fragte sie:»Wie viele Brote15,34 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel habt ihr?«Sie antworteten:»Sieben und einige kleine Fische15,34 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.

35Jesus forderte die Volksmenge auf,sich auf dem Boden niederzulassen.36Dann nahm er die sieben Brote15,36 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und die Fische15,36 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er sprach das Segensgebet15,36 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. über sie,brach sie in Stückeund gab sie seinen Jüngern15,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Und die Jünger15,36 Jünger: