BasisBibel NT+Ps (BB)
12

Der Konflikt mit den Pharisäern

12,1-50

Hunger stillen – auch am Sabbat

Markus 2,23-28; Lukas 6,1-5
121Zu dieser Zeit ging Jesusan einem Sabbat12,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. durch die Felder.Seine Jünger12,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hatten Hunger.Deshalb rissen12,1 Ähren abreißen: Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten. sie Ähren12,1 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. von den Halmenund aßen die Getreidekörner.2Als die Pharisäer12,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. das sahen,sagten sie zu Jesus:»Siehe doch, was deine Jünger12,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. tun.Das ist am Sabbat12,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. verboten!«

3Jesus antwortete ihnen:»Habt ihr denn nicht gelesen,was David12,3 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. getan hat,als er und seine Männer Hunger hatten?4Wie er in das Haus Gottes12,4 Haus Gottes: Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem. gingund sie dann von den Broten12,4 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel auf dem Altar12,4 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. aßen?Weder ihm noch seinen Begleitern war das erlaubt.Nur die Priester12,4 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. durften davon essen.5Oder habt ihr nicht im Gesetz12,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gelesen12,5 gelesen: Vergleiche im Alten Testament 4. Mose/Numeri 28,9-10.,dass die Priester12,5 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. auch am Sabbat12,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. im Tempel12,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. arbeiten?Dadurch entweihen sie den Sabbat12,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..Und doch machen sie sich nicht schuldig12,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..6Ich sage euch:Hier ist einer, der mehr ist als der Tempel12,6 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.!7Ihr habt nicht verstanden,was mit dem Wort gemeint12,7 gemeint: Jesus zitiert an dieser Stelle Hosea 6,6. Dort prangert der Prophet an, dass Gott sich die Liebe seines Volkes wünscht und nicht das Darbringen von Opfern. ist:›Ich will, dass ihr barmherzig seid,und nicht, dass ihr mir irgendwelche Opfer12,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. bringt!‹Sonst würdet ihr diese Männer nicht verurteilen,die keine Schuld12,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladen haben.8Also kann der Menschensohn12,8 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. auch bestimmen,was am Sabbat12,8 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt ist.«

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

Markus 3,1-6; Lukas 6,6-11
9Jesus zog weiterund ging in die Synagoge12,9 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..10Und sieh doch:Da war ein Mann mit einer gelähmten Hand.Die Pharisäer12,10 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. wollten Jesus anklagen.Deshalb fragten sie ihn:»Ist es erlaubt,am Sabbat12,10 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. zu heilen?«11Aber Jesus antwortete ihnen:»Stellt euch vor:Einer von euch hat nur ein einziges Schaf.Und am Sabbat12,11 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. fällt es in eine Grube.Wer von euch wird da nicht zufassenund es herausziehen?12Ist ein Mensch nicht viel mehr wert als ein Schaf?Deshalb darf man einem Menschen am Sabbat12,12 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. Gutes tun!«

13Dann sagte Jesus zu dem Mann:»Strecke deine Hand aus!«Der Mann streckte seine Hand ausund sie wurde so gesund wie die andere.

14Da gingen die Pharisäer12,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hinausund fassten den Beschluss:»Jesus muss sterben!«

In Jesus erfüllt sich Gottes Zusage

Markus 3,7-12; Lukas 6,17-19
15Jesus wusste,was die Pharisäer12,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. vorhatten12,15 vorhatten: Die Pharisäer haben den Beschluss gefasst, Jesus zu töten (vergleiche Matthäus 12,14)..Deshalb zog er von dort weiter.Eine große Volksmenge folgte ihm.Und er heilte alle Kranken.16Und Jesus schärfte ihnen ein,niemandem zu erzählen,wer er war.

17So ging in Erfüllung,was durch den Propheten12,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja12,17 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. gesagt12,17 gesagt: Zitiert wird an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 42,1-4. ist:18»Sieh doch:Hier ist mein Sohn.Ihn habe ich erwählt.Ihn habe ich lieb.An ihm habe ich Freude.Meinen Geist12,18 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. werde ich ihm geben,und er wird den Heiden12,18 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. meine Rechtsordnung verkünden.19Er streitet nichtund schreit nicht herum.Er hält keine lauten Reden auf den Straßen.20Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechenund den glimmenden Docht nicht auslöschen.So handelt er,bis er meiner Rechtsordnung zum Sieg verholfen hat.21Die Heiden12,21 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. werden ihre Hoffnungauf ihn setzen.«

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Markus 3,22-30; Lukas 11,14-23; Lukas 12,10
22Damals brachten sie einen Mann zu Jesus,der von einem Dämon12,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen war.Er war blind und stumm.Jesus heilte ihn,sodass er sprechen und sehen konnte.23Die ganze Volksmenge war außer sichund fragte:»Ist Jesus etwa der Sohn12,23 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids12,23 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. 24Als die Pharisäer12,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. das hörten,sagten sie:»Der höchste der Dämonen12,24 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. , Beelzebul12,24 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. , hilft ihm,andere Dämonen12,24 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«25Jesus wusste,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Jeder Staat geht unter,wenn die Machthaber miteinander im Streit liegen.Und keine Stadt und keine Familie kann bestehen,wenn die Menschen miteinander im Streit liegen.26Und wenn der Satan12,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. den Satan12,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. austreibtund mit sich im Streit liegt:Wie soll dann sein Reich bestehen?27Und wenn Beelzebul12,27 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. mir hilft,die Dämonen12,27 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Wer hilft dann eigentlich euren Anhängern,sie auszutreiben?Deshalb werden eure eigenen Leuteeure Richter sein.28Wenn mir aber Gottes Geist12,28 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. hilft,die Dämonen12,28 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Dann ist das Reich Gottes12,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. doch schon zu euch gekommen!29Oder wie kann ein Einbrechereinem kräftigen Mann seinen Besitz rauben,wenn er ihn nicht vorher fesselt?Dann kann er ihm das ganze Haus12,29 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. ausrauben.

30Wer nicht für mich ist,der ist gegen mich.Und wer nicht mit mir sammelt,der treibt auseinander!

31Darum sage ich euch:Alles kann einem Menschen vergeben werden –jede Schuld12,31 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. und jede Gotteslästerung12,31 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens..Wenn aber jemand den Geist Gottes12,31 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. lästert,dem wird nicht vergeben werden.32Wenn jemand etwas gegen den Menschensohn12,32 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. sagt,kann ihm vergeben werden.Wenn aber jemand etwas gegen den Heiligen Geist12,32 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. sagt,dem kann nicht vergeben werden –weder in dieser Welt noch in der kommenden.«

Die eigenen Worte zeigen, wer man ist

Lukas 6,43-45
33»Entweder der Baum ist gutund dann sind auch seine Früchte gut.Oder der Baum ist schlechtund dann sind auch seine Früchte schlecht.Denn an seinen Früchten könnt ihr den Baum erkennen.34Ihr Schlangen12,34 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind.!Wie könnt ihr Gutes reden,wenn ihr böse seid?Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch der Mund.35Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammer in seinem Innernnur Gutes hervor.Ein schlechter Mensch holt aus seiner schlechten Schatzkammernur Schlechtes hervor.

36Aber ich sage euch:Am Tag des Gerichts12,36 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. werden die MenschenRechenschaft ablegen müssenfür jedes sinnlos dahergesagte Wort!37Denn aufgrund deiner eigenen Worte wirst du freigesprochen.Und aufgrund deiner eigenen Worte wirst du schuldig12,37 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. gesprochen.«

Die Gegner fordern von Jesus einen Beweis

Lukas 11,16; Lukas 11,29-32
38Darauf antworteten einige der Schriftgelehrten12,38 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer12,38 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Lehrer12,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wollen von dir ein Zeichen sehen!«39Aber Jesus antwortete ihnen:»Die Menschen dieser Generation sind böse –wie Ehebrecher12,39 Ehebrecherin: Gemeint ist: Sie sind Gott untreu geworden..Sie verlangen ein Zeichen.Sie werden kein Zeichen bekommenaußer dem Zeichen, des Propheten12,39 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jona.40Jona war drei Tage und drei Nächte langim Bauch des Fischs.Genauso wird der Menschensohn12,40 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.drei Tage und drei Nächte langim Innern der Erde sein.41Am Tag des Gerichts12,41 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.werden die Menschen von Ninive auferstehen12,41 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. zusammen mit dieser Generation.Sie werden diese Generation verurteilen –denn sie änderten ihr Leben,als sie die Botschaft von Jona hörten.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Jona!42Am Tag des Gerichts12,42 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.wird die Königin von Saba12,42 Königin von Saba: Von ihr wird im Alten Testament berichtet, vgl. 1. Könige 10,1-13. auferstehen12,42 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. zusammen mit dieser Generation.Sie wird diese Generation verurteilen –denn sie kam vom äußersten Ende der Welt herbei,um die weisen Lehren Salomos12,42 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). zu hören.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Salomo12,42 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.).

Ausgetriebene Geister können zurückkehren

Lukas 11,24-26
43»Wenn ein böser Geist12,43 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. einen Menschen verlässt,irrt er in trockenen Steppen umher.Er sucht nach Ruhe –aber er findet sie nicht.44Dann sagt er sich:›Ich will in mein altes Haus zurückkehren,aus dem ich ausgezogen bin.‹Er geht zurückund findet es leer vor:Alles ist geputzt und aufgeräumt.45Da macht er sich aufund bringt noch sieben weitere Geister12,45 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. mit,die schlimmer sind als er.Sie ziehen einund wohnen dort.Am Ende steht es schlimmer um diesen Menschenals am Anfang.Genauso wird es den Menschen aus dieser bösen Generation ergehen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Markus 3,31-35; Lukas 8,19-21
46Jesus redete weiter zu der Volksmenge.Sieh doch:Da standen seine Mutter und seine Brüder draußenund wollten mit ihm sprechen.47Einer der Leute sagte zu ihm:»Sieh doch:Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen.Sie wollen mit dir sprechen.«48Aber Jesus antwortete ihm:»Wer ist meine Mutter?Und wer sind meine Brüder?«49Er zeigte mit seiner Hand auf seine Jünger12,49 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. und sagte:»Sieh doch:Das sind meine Mutter und meine Brüder!50Wer tut,was mein Vater im Himmel12,50 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«
13

Jesus in Galiläa

13,1–16,20

Jesus lehrt: Die Gleichnisse

13,1-53

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Markus 4,1-2; Lukas 8,4
131Am gleichen Tag verließ Jesus das Haus13,1 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33).und ging zum See13,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Dort ließ er sich nieder,um zu lehren.2Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.Die Volksmenge blieb am Ufer13,2 Ufer: Auf dem See hatte Jesus den Wind im Rücken, der seine Worte ans Ufer trug. So konnten die Leute ihn besser verstehen. stehen.3aJesus erklärte den Menschen vieles in Form von Gleichnissen13,3a Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Markus 4,2-9; Lukas 8,5-8
3bJesus sagte:»Seht doch:Ein Bauer ging aufs Feld,um zu säen.4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögelund pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Und sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein anderer Teil fiel zwischen die Disteln13,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. .Die Disteln13,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. schossen hochund erstickten die junge Saat.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner brachten gute Frucht13,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..Manche Pflanzen brachten hundert,andere sechzig,andere dreißig Körner Frucht13,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..9Wer Ohren hat,soll gut zuhören!«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Markus 4,10-12.25; Lukas 8,9-10.18; Lukas 10,23-24
10Die Jünger13,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen zu Jesusund fragten ihn:»Warum erzählst du den Menschen Gleichnisse13,10 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.11Er antwortete ihnen:»Euch ist es geschenkt,das Geheimnis vom Himmelreich13,11 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. zu verstehen.Aber den anderen Menschen wird es nicht geschenkt.12Denn wer etwas hat,dem wird noch mehr gegeben –er wird mehr als genug bekommen.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen,was er hat.13Deswegen rede ich zu ihnen in Gleichnissen13,13 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..Denn sie sehen,aber erkennen nichts.Sie hören,aber verstehen nichts.Sie begreifen es nicht.14So geht an ihnen in Erfüllung,was der Prophet13,14 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja gesagt13,14 gesagt: Jesus bezieht sich an dieser Stelle auf eine Aussage aus dem Buch des Propheten Jesaja (vgl. Jesaja 6,10). hat:›Ihr sollt mit offenen Ohren hören,aber nichts verstehen.Ihr sollt mit offenen Augen sehen,aber nichts erkennen.15Das Herz dieses Volkes ist verschlossen.Sie halten sich die Ohren zuund schließen ihre Augen.Denn ihre Augen sollen nichts sehenund ihre Ohren sollen nichts hörenund ihr Herz soll nichts verstehen –damit sie nicht zu Gott umkehrenund ich, ihr Gott, sie heile.‹

16Aber ihr seid glückselig:Denn eure Augen sehenund eure Ohren hören.17Amen13,17 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Viele Propheten13,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Gerechte13,17 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält.wollten sehen,was ihr seht –aber sie sahen es nicht.Und sie wollten hören,was ihr hört –aber sie hörten es nicht.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Markus 4,13-20; Lukas 8,11-15
18»Ihr sollt deshalb hören,was das Gleichnis13,18 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. vom Bauer bedeutet:19Es gibt Menschen,die hören das Wort13,19 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. vom Reich13,19 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.,aber verstehen es nicht.Denn der Böse13,19 Böse: Gemeint ist der Teufel, der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. kommtund nimmt weg,was in ihre Herzen gesät wurde.Für sie steht das,was beim Säen auf den Weg fällt.20Was auf felsigen Boden fällt,steht für Menschen,die das Wort13,20 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund es sofort mit Freude annehmen.21Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort13,21 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. Schwierigkeiten oder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.22Für wieder andere steht,was zwischen die Disteln13,22 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. fällt:Sie hören das Wort,aber dann kommen die Alltagssorgenund der Reiz des Geldes.Sie ersticken das Wort13,22 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt.und es bringt keine Frucht.23Aber was auf guten Boden gesät ist,das steht für Menschen,die das Wort13,23 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund verstehen.Bei ihnen bringt es reiche Frucht:Manche Pflanzen bringen hundert,andere sechzig,andere dreißig Körner Frucht.«

Das Gleichnis vom Unkraut im Weizen

24Jesus erzählte der Volksmenge noch ein weiteres Gleichnis13,24 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Mit dem Himmelreich13,24 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. ist es wie bei einem Bauern,der auf seinen Acker guten Samen aussäte.25Als alle schliefen,kam sein Feind.Er säte Unkraut13,25 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. zwischen den Weizenund verschwand wieder.26Der Weizen wuchs hochund setzte Ähren13,26 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. an.Da war auch das Unkraut13,26 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. zwischen dem Weizen zu erkennen.

27Die Feldarbeiter gingen zum Bauern13,27 Bauer: Wörtlich »Hausherr«. Der Bauer war Herr über Haus und Hof und hatte mehrere Leute, die für ihn auf dem Feld arbeiteten.und fragten ihn:›Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?Woher kommt dann das Unkraut13,27 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auf dem Feld?‹28Er antwortete ihnen:›Das hat mein Feind getan.‹Die Arbeiter sagten zu ihm:›Willst du, dass wir auf das Feld gehenund das Unkraut13,28 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. ausreißen?‹29Aber er antwortete:›Tut das nicht,sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut13,29 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auch den Weizen aus!30Lasst beides bis zur Ernte13,30 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. wachsen.Dann werde ich den Erntearbeitern sagen:Sammelt zuerst das Unkraut13,30 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. ein!Bindet es zu Bündeln zusammen,damit es verbrannt werden kann.Aber den Weizen bringt in meine Scheune.‹«

Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig

Lukas 13,18-21; Markus 4,30-32
31Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis13,31 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Das Himmelreich13,31 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem Senfkorn13,31 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet.:Ein Mann nahm esund pflanzte es auf seinem Acker ein.32Das Senfkorn13,32 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet. ist das kleinste von allen Samenkörnern.Aber wenn eine Pflanze daraus gewachsen ist,ist sie größer als die anderen Sträucher.Sie wird ein richtiger Baum.Die Vögel kommenund bauen ihr Nest in seinen Zweigen.«

33Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis13,33 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Das Himmelreich13,33 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht dem Sauerteig13,33 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«.:Eine Frau nahm den Sauerteig13,33 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«.und verarbeitete ihn mit einer großen Menge13,33 Säckchen: Wörtlich »Sata« – Kornmaß, entspricht etwa 13 Liter; drei Säckchen Mehl entsprechen etwa 25 Kilo; das daraus gebackene Brot würde für mehr als 100 Personen reichen. Mehl.Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.«

Noch einmal: Warum Jesus in Gleichnissen redet

Markus 4,33-34
34Das alles erzählte Jesus der Volksmenge in Gleichnissen13,34 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..Ohne Gleichnisse13,34 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. redete er nicht zu ihnen.35So ging in Erfüllung,was durch den Propheten13,35 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gesagt worden ist:»Ich werde meinen Mund öffnen,um in Gleichnissen13,35 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. zu sprechen.Ich will verkünden,was seit der Erschaffung der Welt verborgen ist.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Unkraut

36Jesus schickte die Volksmenge wegund ging in sein Haus13,36 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33)..Da kamen seine Jünger13,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihmund baten ihn:»Erkläre uns das Gleichnis13,36 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. vom Unkraut13,36 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auf dem Acker!«37Jesus antwortete:»Der Bauer, der den guten Samen sät,steht für den Menschensohn13,37 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck..38Der Acker ist die Welt.Der gute Samen steht für die Menschen,die zum Reich Gottes13,38 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. gehören.Das Unkraut13,38 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. steht für die Menschen,die dem Bösen folgen.39Der Feind,der das Unkraut13,39 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. sät,steht für den Teufel13,39 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen..Die Ernte13,39 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. steht für das Ende der Welt.Die Erntearbeiter stehen für die Engel13,39 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes..

40So wie das Unkraut13,40 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. eingesammeltund im Feuer verbrannt wird,so wird es auch am Ende der Welt zugehen:41Der Menschensohn13,41 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird seine Engel13,41 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. aussenden.Sie werden aus seinem Reich alle einsammeln,die andere davon abbringenund Gottes Gesetz13,41 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nicht halten.42Und die Engel13,42 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. werden sie in den brennenden Ofen werfen.Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.

43Aber die nach Gottes Willen leben –sie werden wie die Sonne strahlenim Reich ihres Vaters.Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören!«

Die Gleichnisse vom versteckten Schatz und der Perle

44»Das Himmelreich13,44 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem Schatz,der im Acker vergraben ist:Ein Mann entdeckte ihnund vergrub ihn wieder.Voller Freude ging er losund verkaufte alles,was er hatte.Dann kaufte er diesen Acker.

45Ebenso gleicht das Himmelreich13,45 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. einem Kaufmann:Der war auf der Suche nach schönen Perlen.46Er entdeckte eine besonders wertvolle Perle.Da ging er losund verkaufte alles,was er hatte.Dann kaufte er diese Perle.«

Das Gleichnis vom Schleppnetz

47»Ebenso gleicht das Himmelreich13,47 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. einem Schleppnetz:Es wurde zum Fischen13,47 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. in den See ausgeworfenund fing alle Arten von Fischen13,47 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..48Als es voll war,zogen es die Fischer13,48 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. an Land.Sie hockten sich auf den Boden.Dann legten sie die guten Fische13,48 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. in einen Korb,aber die unbrauchbaren Fische13,48 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. warfen sie weg.

49So wird es auch am Ende der Welt sein:Die Engel13,49 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. werden kommen.Sie werden die bösen Menschen von denen trennen,die nach Gottes Willen13,49 Gottes Willen: Wörtlich »Gerechte«. leben.50Und die Engel13,50 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. werden die bösen Menschenin den brennenden Ofen werfen.Dort gibt es nur Heulen und Zähneklappern.«

Neue Schriftgelehrte

51Jesus fragte seine Jünger13,51 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Habt ihr das alles verstanden?«Sie antworteten:»Ja!«52Darauf sagte Jesus zu ihnen:»Es gibt jetzt neue Schriftgelehrte13,52 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..Sie gehören zu meinen Jüngern13,52 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,die über das Himmelreich13,52 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. unterrichtet wurden.Jeder von ihnen ist wie ein Hausherr:Aus seiner Vorratskammer holt er Neues13,52 Neues: Gemeint ist die neue Botschaft vom Himmelreich, die Jesus bringt. und Altes13,52 Altes: Gemeint ist die Botschaft Gottes, die in der Heiligen Schrift aufgeschrieben ist. hervor.«

53Als Jesus diese Gleichnisreden13,53 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. beendet hatte,verließ er die Gegend am See13,53 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..

Noch einmal: Wer ist Jesus für die Menschen?

13,54–16,20

Jesus in Nazaret

Markus 6,1-6; Lukas 4,16-30
54Jesus ging in seine Heimatstadt Nazaret13,54 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.und lehrte die Menschen in ihrer Synagoge13,54 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Erstaunt fragten sie:»Woher hat er diese Weisheit?Und woher hat er die Kraft,Wunder13,54 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. zu tun?55Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns?Heißt seine Mutter nicht Maria?Und sind seine Brüder nichtJakobus, Josef, Simon und Judas?56Leben nicht auch alle seine Schwestern hier bei uns?Woher also hat er das alles?«57Deshalb lehnten sie Jesus ab.Aber er sagte zu ihnen:»Nirgendwo gilt ein Prophet13,57 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. so wenigwie in seiner Heimatstadtund bei seiner Familie.«

58Jesus tat dort nicht viele Wunder13,58 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. .Denn die Menschen glaubten nicht an ihn.
14

Was Herodes über Jesus denkt

Markus 6,14-16; Lukas 9,7-9
141Zu dieser Zeit hörte Herodes14,1 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr., der Landesfürst14,1 Landesfürst/Vierfürst: Einer von vier Herrschern, die sich die Regierung eines Landes teilen.,was die Menschen über Jesus erzählten.2Herodes14,2 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. sagte zu seinen Leuten:»Das ist Johannes der Täufer14,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Er ist von den Toten auferstanden.Deshalb hat er solche Wunderkräfte14,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen.

Der Tod von Johannes dem Täufer

Markus 6,17-29
3Herodes14,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Johannes14,3 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. festnehmen,in Fesseln legenund ins Gefängnis werfen lassen.Der Grund war:Herodes14,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Herodias14,3 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. geheiratet,die Frau seines Bruders Philippus.4Daraufhin hatte Johannes14,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu Herodes14,4 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. gesagt:»Du hast sie geheiratet.Das ist verboten!«5Herodes14,5 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. wollte ihn töten lassen.Aber er fürchtete die Volksmenge,denn die Leute hielten Johannes14,5 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. für einen Propheten14,5 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..

6Der Geburtstag von Herodes14,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. wurde gefeiert.Da tanzte die Tochter von Herodias14,6 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. vor den Gästen.Herodes14,6 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. war überwältigt.7Deshalb versprach er ihr feierlich:»Ich gebe dir,was immer du willst!«8Von ihrer Mutter angestiftet, sagte sie:»Gib mir den Kopf von Johannes dem Täufer14,8 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. hier auf einer Schale!«9Der König war bestürzt.Aber weil er es vor seinen Gästen feierlich versprochen hatte,erteilte er den Befehl:»Gebt ihn ihr!«10Dann gab er Befehl,Johannes14,10 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. im Gefängnis den Kopf abzuschlagen.11Und sein Kopf wurde auf einer Schale herbeigebrachtund dem Mädchen überreicht.Und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.

12Die Jünger von Johannes14,12 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. holten die Leicheund begruben sie.Dann gingen sie zu Jesusund berichteten ihm,was geschehen war.

Jesus macht mehr als fünftausend Menschen satt

Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17; Johannes 6,1-13
13Als Jesus das hörte,verließ er den Ort.Er fuhr mit dem Boot zu einer abgelegenen Stelle,um allein zu sein.Die Volksmenge hörte davon.Die Menschen kamen auf dem Landweg aus den umliegenden Städten herbei.14