BasisBibel NT+Ps (BB)
11111Jesus beendete seine Anweisungen an die zwölf Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Dann ging er von dort11,1 dort: Es wird nicht deutlich, wo sich Jesus genau befindet. In Matthäus 9,1 wurde beschrieben, wie Jesus in Kafarnaum eintraf. Die folgenden Begebenheiten ereigneten sich vermutlich in der näheren Umgebung bzw. in den umliegenden Städten von Kafarnaum. weiter,um in den umliegenden Städten zu lehrenund die Gute Nachricht11,1 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. zu verkünden.

Wer ist Jesus für die Menschen?

11,2-30

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Lukas 7,18-23
2Johannes11,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. saß im Gefängnis.Dort hörte er von den Taten des Christus11,2 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Deshalb schickte er seine Jünger11,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu Jesus3und ließ ihn fragen:»Bist du der11,3 der: Gemeint ist der von Gott versprochene Retter (Messias).,der kommen soll,oder sollen wir auf einen anderen warten?«4Jesus antwortete ihnen:»Geht und berichtet Johannes11,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,was ihr hört und seht11,4 seht: Vergleiche aus dem Alten Testament Jesaja 35,5-6.:5Blinde sehenund Lahme gehen.Menschen mit Aussatz11,5 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. werden rein11,5 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.,Taube hören,Tote werden zum Leben erwecktund Armen wird die Gute Nachricht11,5 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkündet.6Glückselig ist,wer sich nicht von mir abbringen lässt.«

Jesus spricht über Johannes

Lukas 7,24-35; Lukas 16,16
7Die Jünger11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes11,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gingen wieder zurück.Und Jesus begann,zu der Volksmenge über Johannes11,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu sprechen:»Als ihr zu Johannes11,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. in die Wüste gegangen seid:Was habt ihr erwartet zu sehen?Etwa ein Schilfrohr,das sich im Wind bewegt?8Oder was sonst habt ihr erwartet zu sehen,als ihr zu ihm hinausgezogen seid?Einen Menschen in vornehmer Kleidung?Seht doch:Leute in vornehmer Kleidung wohnen in Palästen!9Oder was sonst habt ihr erwartet zu sehen?Einen Propheten11,9 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.?Ja, ich sage euch:Ihr habt mehr gesehen als einen Propheten11,9 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!10Johannes ist es,von dem es in der Heiligen Schrift11,10 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. heißt11,10 heißt: Vergleiche aus dem Alten Testament Maleachi 3,1 bzw. 2. Mose/Exodus 23,20.:›Siehe:Ich sende meinen Boten vor dir her.Er wird dir deinen Weg bereiten.‹11Amen11,11 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Unter allen Menschen,die je von einer Frau geboren wurden,gibt es keinen Größeren als Johannes den Täufer11,11 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Aber selbst der Unbedeutendste im Himmelreich11,11 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.ist größer als er.

12Seit der Zeit von Johannes dem Täufer11,12 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. bis heutewird dem Himmelreich11,12 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. mit Gewalt Widerstand geleistet.Und die Gewalttätigen wollen es an sich reißen.13Alle Propheten11,13 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat., das Gesetz11,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.und auch Johannes11,13 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. haben es im Auftrag Gottes gesagt:14Ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht:Johannes11,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ist tatsächlich der Prophet11,14 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Elija11,14 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.,dessen Kommen angekündigt11,14 angekündigt: Vergleiche im Alten Testament Maleachi 3,23 und die folgenden Verse. ist.15Wer Ohren hat,soll gut zuhören!

16Womit soll ich diese Generation vergleichen?Sie sind wie Kinder,die auf den Marktplätzen sitzenund sich beschweren:›Ihr seid Spielverderber!17Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt!Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht geweint!‹18Johannes11,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. kam:Er aß und trank nicht –deshalb sagen die Leute über ihn:›Er ist von einem Dämon11,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.‹19Der Menschensohn11,19 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kam:Er aß und trank –deshalb sagen sie über ihn:›Seht doch:Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit den Zolleinnehmern11,19 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und mit Menschen,die voller Schuld11,19 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.‹

Doch die Weisheit Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich an dem,was sie bewirkt.«

Vom kommenden Gericht

Lukas 10,13-15
20Dann machte Jesus den Städten Vorwürfe,in denen er die meisten Wunder11,20 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. getan hatte.Er hielt ihren Bewohnern vor,dass sie sich nicht ändern wollten:21»Wie schrecklich für dich, Chorazin!Wie schrecklich für dich, Betsaida11,21 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. !Wären in Tyrus11,21 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon11,21 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. die Wunder11,21 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. passiert,die ich bei euch vollbracht habe:Die Menschen hätten schon längst den Sack11,21 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. angelegtund sich Asche11,21 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. auf den Kopf gestreutund ihr Leben geändert.22Aber ich sage euch:Der Tag des Gerichts11,22 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. wird für Tyrus11,22 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon11,22 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. erträglicher seinals für euch.23Und du, Kafarnaum11,23 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte., meinst du,du wirst in den Himmel11,23 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erhoben werden?In das Totenreich11,23 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. wirst du hinabgestoßen!Wären in Sodom11,23 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. die Wunder11,23 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. passiert,die ich in dir vollbracht habe,würde Sodom11,23 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. heute noch stehen.

24Aber ich sage euch:Der Tag des Gerichts11,24 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. wird für Sodom11,24 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. erträglicher seinals für dich.«

Jesus und der Vater

Lukas 10,21-22
25Danach rief Jesus aus:»Ich preise dich, Vater,du Herr über den Himmel11,25 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und die Erde!Denn du hast das alles11,25 das alles: Die Bedeutung der Wunder von Jesus, der Inhalt seiner Botschaft.vor den Weisen und Klugen verborgen.Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart.26Ja, Vater, so hast du es gewollt!

27Alles hat mir mein Vater übergeben.Niemand kennt den Sohn, nur der Vater.Und niemand kennt den Vater, nur der Sohn –und die Menschen,denen der Sohn den Vater zeigen will.«

Von Jesus lernen

28»Kommt zu mir,ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid!Bei mir werdet ihr Ruhe finden.29Nehmt das Joch11,29 Joch: Ein Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. auf euch,das ich euch gebe.Lernt von mir:Ich meine es gut mit euchund sehe auf niemanden herab.Dann wird eure Seele Ruhe finden11,29 finden: Vergleiche aus dem Alten Testament Jesaja 28,12 und Jeremia 6,16..30Denn mein Joch11,30 Joch: Ein Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. ist leicht.Und was ich euch zu tragen gebe,ist keine Last.«
12

Der Konflikt mit den Pharisäern

12,1-50

Hunger stillen – auch am Sabbat

Markus 2,23-28; Lukas 6,1-5
121Zu dieser Zeit ging Jesusan einem Sabbat12,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. durch die Felder.Seine Jünger12,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hatten Hunger.Deshalb rissen12,1 Ähren abreißen: Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten. sie Ähren12,1 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. von den Halmenund aßen die Getreidekörner.2Als die Pharisäer12,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. das sahen,sagten sie zu Jesus:»Siehe doch, was deine Jünger12,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. tun.Das ist am Sabbat12,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. verboten!«

3Jesus antwortete ihnen:»Habt ihr denn nicht gelesen,was David12,3 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. getan hat,als er und seine Männer Hunger hatten?4Wie er in das Haus Gottes12,4 Haus Gottes: Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem. gingund sie dann von den Broten12,4 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel auf dem Altar12,4 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. aßen?Weder ihm noch seinen Begleitern war das erlaubt.Nur die Priester12,4 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. durften davon essen.5Oder habt ihr nicht im Gesetz12,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gelesen12,5 gelesen: Vergleiche im Alten Testament 4. Mose/Numeri 28,9-10.,dass die Priester12,5 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. auch am Sabbat12,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. im Tempel12,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. arbeiten?Dadurch entweihen sie den Sabbat12,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..Und doch machen sie sich nicht schuldig12,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..6Ich sage euch:Hier ist einer, der mehr ist als der Tempel12,6 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.!7Ihr habt nicht verstanden,was mit dem Wort gemeint12,7 gemeint: Jesus zitiert an dieser Stelle Hosea 6,6. Dort prangert der Prophet an, dass Gott sich die Liebe seines Volkes wünscht und nicht das Darbringen von Opfern. ist:›Ich will, dass ihr barmherzig seid,und nicht, dass ihr mir irgendwelche Opfer12,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. bringt!‹Sonst würdet ihr diese Männer nicht verurteilen,die keine Schuld12,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladen haben.8Also kann der Menschensohn12,8 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. auch bestimmen,was am Sabbat12,8 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt ist.«

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

Markus 3,1-6; Lukas 6,6-11
9Jesus zog weiterund ging in die Synagoge12,9 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..10Und sieh doch:Da war ein Mann mit einer gelähmten Hand.Die Pharisäer12,10 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. wollten Jesus anklagen.Deshalb fragten sie ihn:»Ist es erlaubt,am Sabbat12,10 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. zu heilen?«11Aber Jesus antwortete ihnen:»Stellt euch vor:Einer von euch hat nur ein einziges Schaf.Und am Sabbat12,11 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. fällt es in eine Grube.Wer von euch wird da nicht zufassenund es herausziehen?12Ist ein Mensch nicht viel mehr wert als ein Schaf?Deshalb darf man einem Menschen am Sabbat12,12 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. Gutes tun!«

13Dann sagte Jesus zu dem Mann:»Strecke deine Hand aus!«Der Mann streckte seine Hand ausund sie wurde so gesund wie die andere.

14Da gingen die Pharisäer12,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hinausund fassten den Beschluss:»Jesus muss sterben!«

In Jesus erfüllt sich Gottes Zusage

Markus 3,7-12; Lukas 6,17-19
15Jesus wusste,was die Pharisäer12,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. vorhatten12,15 vorhatten: Die Pharisäer haben den Beschluss gefasst, Jesus zu töten (vergleiche Matthäus 12,14)..Deshalb zog er von dort weiter.Eine große Volksmenge folgte ihm.Und er heilte alle Kranken.16Und Jesus schärfte ihnen ein,niemandem zu erzählen,wer er war.

17So ging in Erfüllung,was durch den Propheten12,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja12,17 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. gesagt12,17 gesagt: Zitiert wird an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 42,1-4. ist:18»Sieh doch:Hier ist mein Sohn.Ihn habe ich erwählt.Ihn habe ich lieb.An ihm habe ich Freude.Meinen Geist12,18 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. werde ich ihm geben,und er wird den Heiden12,18 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. meine Rechtsordnung verkünden.19Er streitet nichtund schreit nicht herum.Er hält keine lauten Reden auf den Straßen.20Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechenund den glimmenden Docht nicht auslöschen.So handelt er,bis er meiner Rechtsordnung zum Sieg verholfen hat.21Die Heiden12,21 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. werden ihre Hoffnungauf ihn setzen.«

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Markus 3,22-30; Lukas 11,14-23; Lukas 12,10
22Damals brachten sie einen Mann zu Jesus,der von einem Dämon12,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen war.Er war blind und stumm.Jesus heilte ihn,sodass er sprechen und sehen konnte.23Die ganze Volksmenge war außer sichund fragte:»Ist Jesus etwa der Sohn12,23 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids12,23 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. 24Als die Pharisäer12,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. das hörten,sagten sie:»Der höchste der Dämonen12,24 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. , Beelzebul12,24 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. , hilft ihm,andere Dämonen12,24 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«25Jesus wusste,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Jeder Staat geht unter,wenn die Machthaber miteinander im Streit liegen.Und keine Stadt und keine Familie kann bestehen,wenn die Menschen miteinander im Streit liegen.26Und wenn der Satan12,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. den Satan12,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. austreibtund mit sich im Streit liegt:Wie soll dann sein Reich bestehen?27Und wenn Beelzebul12,27 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. mir hilft,die Dämonen12,27 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Wer hilft dann eigentlich euren Anhängern,sie auszutreiben?Deshalb werden eure eigenen Leuteeure Richter sein.28Wenn mir aber Gottes Geist12,28 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. hilft,die Dämonen12,28 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Dann ist das Reich Gottes12,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. doch schon zu euch gekommen!29Oder wie kann ein Einbrechereinem kräftigen Mann seinen Besitz rauben,wenn er ihn nicht vorher fesselt?Dann kann er ihm das ganze Haus12,29 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. ausrauben.

30Wer nicht für mich ist,der ist gegen mich.Und wer nicht mit mir sammelt,der treibt auseinander!

31Darum sage ich euch:Alles kann einem Menschen vergeben werden –jede Schuld12,31 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. und jede Gotteslästerung12,31 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens..Wenn aber jemand den Geist Gottes12,31 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. lästert,dem wird nicht vergeben werden.32Wenn jemand etwas gegen den Menschensohn12,32 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. sagt,kann ihm vergeben werden.Wenn aber jemand etwas gegen den Heiligen Geist12,32 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. sagt,dem kann nicht vergeben werden –weder in dieser Welt noch in der kommenden.«

Die eigenen Worte zeigen, wer man ist

Lukas 6,43-45
33»Entweder der Baum ist gutund dann sind auch seine Früchte gut.Oder der Baum ist schlechtund dann sind auch seine Früchte schlecht.Denn an seinen Früchten könnt ihr den Baum erkennen.34Ihr Schlangen12,34 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind.!Wie könnt ihr Gutes reden,wenn ihr böse seid?Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch der Mund.35Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammer in seinem Innernnur Gutes hervor.Ein schlechter Mensch holt aus seiner schlechten Schatzkammernur Schlechtes hervor.

36Aber ich sage euch:Am Tag des Gerichts12,36 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. werden die MenschenRechenschaft ablegen müssenfür jedes sinnlos dahergesagte Wort!37Denn aufgrund deiner eigenen Worte wirst du freigesprochen.Und aufgrund deiner eigenen Worte wirst du schuldig12,37 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. gesprochen.«

Die Gegner fordern von Jesus einen Beweis

Lukas 11,16; Lukas 11,29-32
38Darauf antworteten einige der Schriftgelehrten12,38 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer12,38 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Lehrer12,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wollen von dir ein Zeichen sehen!«39Aber Jesus antwortete ihnen:»Die Menschen dieser Generation sind böse –wie Ehebrecher12,39 Ehebrecherin: Gemeint ist: Sie sind Gott untreu geworden..Sie verlangen ein Zeichen.Sie werden kein Zeichen bekommenaußer dem Zeichen, des Propheten12,39 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jona.40Jona war drei Tage und drei Nächte langim Bauch des Fischs.Genauso wird der Menschensohn12,40 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.drei Tage und drei Nächte langim Innern der Erde sein.41Am Tag des Gerichts12,41 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.werden die Menschen von Ninive auferstehen12,41 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. zusammen mit dieser Generation.Sie werden diese Generation verurteilen –denn sie änderten ihr Leben,als sie die Botschaft von Jona hörten.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Jona!42Am Tag des Gerichts12,42 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.wird die Königin von Saba12,42 Königin von Saba: Von ihr wird im Alten Testament berichtet, vgl. 1. Könige 10,1-13. auferstehen12,42 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. zusammen mit dieser Generation.Sie wird diese Generation verurteilen –denn sie kam vom äußersten Ende der Welt herbei,um die weisen Lehren Salomos12,42 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). zu hören.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Salomo12,42 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.).

Ausgetriebene Geister können zurückkehren

Lukas 11,24-26
43»Wenn ein böser Geist12,43 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. einen Menschen verlässt,irrt er in trockenen Steppen umher.Er sucht nach Ruhe –aber er findet sie nicht.44Dann sagt er sich:›Ich will in mein altes Haus zurückkehren,aus dem ich ausgezogen bin.‹Er geht zurückund findet es leer vor:Alles ist geputzt und aufgeräumt.45Da macht er sich aufund bringt noch sieben weitere Geister12,45 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. mit,die schlimmer sind als er.Sie ziehen einund wohnen dort.Am Ende steht es schlimmer um diesen Menschenals am Anfang.Genauso wird es den Menschen aus dieser bösen Generation ergehen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Markus 3,31-35; Lukas 8,19-21
46Jesus redete weiter zu der Volksmenge.Sieh doch:Da standen seine Mutter und seine Brüder draußenund wollten mit ihm sprechen.47Einer der Leute sagte zu ihm:»Sieh doch:Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen.Sie wollen mit dir sprechen.«48Aber Jesus antwortete ihm:»Wer ist meine Mutter?Und wer sind meine Brüder?«49Er zeigte mit seiner Hand auf seine Jünger12,49 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. und sagte:»Sieh doch:Das sind meine Mutter und meine Brüder!50Wer tut,was mein Vater im Himmel12,50 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«
13

Jesus in Galiläa

13,1–16,20

Jesus lehrt: Die Gleichnisse

13,1-53

Jesus spricht zu dem Volk in Gleichnissen

Markus 4,1-2; Lukas 8,4
131Am gleichen Tag verließ Jesus das Haus13,1 Haus von Jesus: Es handelt sich vermutlich um das Haus von Simon und Andreas (vgl. Markus 1,29). Es befand sich in der Stadt Kafarnaum und diente Jesus und seinen Jüngern immer wieder als Ausgangspunkt (vgl. Markus 9,33).und ging zum See13,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Dort ließ er sich nieder,um zu lehren.2Es versammelte sich eine so große Volksmenge um ihn,dass er in ein Boot stieg.Dort setzte er sich hin.Die Volksmenge blieb am Ufer13,2 Ufer: Auf dem See hatte Jesus den Wind im Rücken, der seine Worte ans Ufer trug. So konnten die Leute ihn besser verstehen. stehen.3aJesus erklärte den Menschen vieles in Form von Gleichnissen13,3a Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Markus 4,2-9; Lukas 8,5-8
3bJesus sagte:»Seht doch:Ein Bauer ging aufs Feld,um zu säen.4Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Da kamen die Vögelund pickten sie auf.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden,wo es nicht viel Erde gab.Die Körner gingen schnell auf,weil sie nicht tief im Boden lagen.6Aber als die Sonne hoch stand,wurden die Pflanzen verbrannt.Und sie vertrockneten,weil sie keine tiefen Wurzeln hatten.7Ein anderer Teil fiel zwischen die Disteln13,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. .Die Disteln13,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. schossen hochund erstickten die junge Saat.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner brachten gute Frucht13,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..Manche Pflanzen brachten hundert,andere sechzig,andere dreißig Körner Frucht13,8 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..9Wer Ohren hat,soll gut zuhören!«

Warum Jesus in Gleichnissen redet

Markus 4,10-12.25; Lukas 8,9-10.18; Lukas 10,23-24
10Die Jünger13,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen zu Jesusund fragten ihn:»Warum erzählst du den Menschen Gleichnisse13,10 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.11Er antwortete ihnen:»Euch ist es geschenkt,das Geheimnis vom Himmelreich13,11 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. zu verstehen.Aber den anderen Menschen wird es nicht geschenkt.12Denn wer etwas hat,dem wird noch mehr gegeben –er wird mehr als genug bekommen.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen,was er hat.13Deswegen rede ich zu ihnen in Gleichnissen13,13 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..Denn sie sehen,aber erkennen nichts.Sie hören,aber verstehen nichts.Sie begreifen es nicht.14So geht an ihnen in Erfüllung,was der Prophet13,14 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja gesagt13,14 gesagt: Jesus bezieht sich an dieser Stelle auf eine Aussage aus dem Buch des Propheten Jesaja (vgl. Jesaja 6,10). hat:›Ihr sollt mit offenen Ohren hören,aber nichts verstehen.Ihr sollt mit offenen Augen sehen,aber nichts erkennen.15Das Herz dieses Volkes ist verschlossen.Sie halten sich die Ohren zuund schließen ihre Augen.Denn ihre Augen sollen nichts sehenund ihre Ohren sollen nichts hörenund ihr Herz soll nichts verstehen –damit sie nicht zu Gott umkehrenund ich, ihr Gott, sie heile.‹

16Aber ihr seid glückselig:Denn eure Augen sehenund eure Ohren hören.17Amen13,17 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Viele Propheten13,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Gerechte13,17 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält.wollten sehen,was ihr seht –aber sie sahen es nicht.Und sie wollten hören,was ihr hört –aber sie hörten es nicht.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Markus 4,13-20; Lukas 8,11-15
18»Ihr sollt deshalb hören,was das Gleichnis13,18 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. vom Bauer bedeutet:19Es gibt Menschen,die hören das Wort13,19 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. vom Reich13,19 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.,aber verstehen es nicht.Denn der Böse13,19 Böse: Gemeint ist der Teufel, der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. kommtund nimmt weg,was in ihre Herzen gesät wurde.Für sie steht das,was beim Säen auf den Weg fällt.20Was auf felsigen Boden fällt,steht für Menschen,die das Wort13,20 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund es sofort mit Freude annehmen.21Aber es schlägt keine Wurzeln in ihnen,weil sie ihre Meinung schnell wieder ändern.Wenn ihnen das Wort13,21 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. Schwierigkeiten oder Verfolgung bringt,lassen sie sich sofort davon abbringen.22Für wieder andere steht,was zwischen die Disteln13,22 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. fällt:Sie hören das Wort,aber dann kommen die Alltagssorgenund der Reiz des Geldes.Sie ersticken das Wort13,22 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt.und es bringt keine Frucht.23Aber was auf guten Boden gesät ist,das steht für Menschen,die das Wort13,23 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund verstehen.Bei ihnen bringt es reiche Frucht:Manche Pflanzen bringen hundert,andere sechzig,andere dreißig Körner Frucht.«

Das Gleichnis vom Unkraut im Weizen

24Jesus erzählte der Volksmenge noch ein weiteres Gleichnis13,24 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Mit dem Himmelreich13,24 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. ist es wie bei einem Bauern,der auf seinen Acker guten Samen aussäte.25Als alle schliefen,kam sein Feind.Er säte Unkraut13,25 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. zwischen den Weizenund verschwand wieder.26Der Weizen wuchs hochund setzte Ähren13,26 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. an.Da war auch das Unkraut13,26 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. zwischen dem Weizen zu erkennen.

27Die Feldarbeiter gingen zum Bauern13,27 Bauer: Wörtlich »Hausherr«. Der Bauer war Herr über Haus und Hof und hatte mehrere Leute, die für ihn auf dem Feld arbeiteten.und fragten ihn:›Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät?Woher kommt dann das Unkraut13,27 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auf dem Feld?‹28Er antwortete ihnen:›Das hat mein Feind getan.‹Die Arbeiter sagten zu ihm:›Willst du, dass wir auf das Feld gehenund das Unkraut13,28 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. ausreißen?‹29Aber er antwortete:›Tut das nicht,sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut13,29 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. auch den Weizen aus!30Lasst beides bis zur Ernte13,30 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. wachsen.Dann werde ich den Erntearbeitern sagen:Sammelt zuerst das Unkraut13,30 Unkraut: Wörtlich »Lolch«. Unkraut, dessen Keimlinge aussehen wie Weizenkeimlinge. ein!Bindet es zu Bündeln zusammen,damit es verbrannt werden kann.Aber den Weizen bringt in meine Scheune.‹«

Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig

Lukas 13,18-21; Markus 4,30-32
31Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis13,31 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Das Himmelreich13,31 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht einem Senfkorn13,31 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet.:Ein Mann nahm esund pflanzte es auf seinem Acker ein.32Das Senfkorn13,32 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet. ist das kleinste von allen Samenkörnern.Aber wenn eine Pflanze daraus gewachsen ist,ist sie größer als die anderen Sträucher.Sie wird ein richtiger Baum.Die Vögel kommenund bauen ihr Nest in seinen Zweigen.«

33Jesus erzählte der Volksmenge ein weiteres Gleichnis13,33 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Das Himmelreich13,33 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. gleicht dem Sauerteig