BasisBibel (BB)
10101Jesus10,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … rief seine zwölf Jünger10,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sich.Er gab ihnen die Vollmacht, böse Geister10,1 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr … auszutreibenund jede Krankheit und jedes Leiden zu heilen.2Das sind die Namen der zwölf Apostel10,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. Mehr …:zuerst Simon, der Petrus10,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … genannt wird,und sein Bruder Andreas,dann Jakobus, der Sohn von Zebedäus,und sein Bruder Johannes,3Philippus und Bartholomäus,Thomas und Matthäus, der Zolleinnehmer10,3 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. Mehr …,Jakobus, der Sohn von Alphäus,und Thaddäus,4Simon, der Kananäer10,4 Kananäer: Aramäischer Name für die Gruppe der Zeloten. Die Angehörigen dieser jüdischen Glaubensgruppe, legten die biblischen Vorschriften sehr streng aus. Für ihre Durchsetzung setzten sie auch Gewalt ein.,und Judas Iskariot, der Jesus später10,4 später: Matthäus 26,14-16 erzählt, wie Judas Jesus seinen Gegner ausliefert. verriet.

Jesus sendet seine Jünger zu den Menschen aus dem Volk Israel

Markus 6,7-13; Lukas 9,2-6; 10,4-12
5Diese zwölf Jünger10,5 zwölf Jünger: Frauen und Männer, die Jesus folgten und von ihm lernten. Ihre Anzahl entspricht der Anzahl der zwölf Stämme Israels. sandte Jesus10,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … aus.Er forderte sie auf:»Nehmt keinen Weg, der zu den Heiden10,5 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. Mehr … führt!Und geht in keine Stadt, die den Samaritern10,5 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. Mehr … gehört!6Geht stattdessen zu den verlorenen Schafen:den Menschen, die zum Volk Israel10,6 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … gehören!7Geht zu ihnen und verkündet ihnen:›Das Himmelreich10,7 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … kommt jetzt den Menschen nahe!‹8Macht Kranke gesund, weckt Tote auf,befreit Menschen vom Aussatz10,8 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Mehr …, treibt Dämonen10,8 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … aus!Als Geschenk habt ihr alles bekommen –als Geschenk sollt ihr es weitergeben!

9Steckt auch kein Geld in eure Gürtel10,9 Gürtel: Aufbewahrungsort für Wertsachen, wenn man auf Reisen war.weder Gold noch Silber noch Kupfermünzen!10Nehmt keine Vorratstasche für unterwegs mit,kein zusätzliches Hemd10,10 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. Mehr …, keine Sandalen10,10 Sandalen: Wurden in der Antike auf Reisen oder bei der Feldarbeit getragen. Im Alltag ging man oft barfuß.und keinen Wanderstock!Denn wer arbeitet, hat ein Anrecht darauf,versorgt zu werden.11Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf kommt,sucht jemanden, der es wert ist,euch aufzunehmen.Bei dem bleibt, bis ihr weiterzieht.12Wenn ihr sein Haus betretet,wünscht seinen Bewohnern Frieden10,12 Frieden: Begrüßung, mit der man sich in im umfassenden Sinn Frieden, Glück und Wohlergehen wünscht, die ein Geschenk Gottes sind..13Wenn sie es wert sind,wird dieser Frieden in dem Haus einkehren.Wenn sie es aber nicht wert sind,wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben.14Wenn jemand euch nicht aufnehmenund eure Botschaft nicht anhören will:Verlasst das Haus oder die Stadtund schüttelt den Staub10,14 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. Mehr … von euren Füßen.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Für die Leute von Sodom und Gomorra10,15 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. Mehr …wird das Gericht10,15 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … Gottes erträglicher seinals für diese Stadt.«

Die schwere Aufgabe der Jünger

Markus 13,9-13; Lukas 21,12-19
16»Ihr sollt wissen:Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.Seid klug wie die Schlangen,aber zugleich aufrichtig wie die Tauben!17Nehmt euch in Acht vor den Menschen!Denn man wird euch an die Gerichte10,17 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefern,die in den Synagogen10,17 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … tagen.Dort werden sie euch auspeitschen.18Ihr werdet auchvor hohen Regierungsbeamten und Königen stehen müssen,weil ihr euch zu mir bekennt.Und ihr sollt als Zeugen für mich eintretenvor ihnen und den Menschen aus den Völkern.19Wenn man euch den Gerichten ausliefert,macht euch vorher keine Sorgen darüber,was ihr sagen sollt.Sagt einfach das, was euch in dem Augenblick einfällt.20Denn nicht ihr selbst werdet dann reden.Vielmehr ist es der Geist10,20 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … eures Vaters,der durch euch redet.

21Geschwister werden sich gegenseitigdem Henker ausliefern,und sogar ein Vater seine Kinder.Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellenund sie in den Tod schicken.22Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt!Wer aber bis zum Ende standhält, wird gerettet werden.

23Wenn sie euch in der einen Stadt verfolgen,flieht in eine andere.Amen10,23 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch: Ihr werdet mit eurem Auftragin den Städten Israels10,23 Städte Israels: Städte überall in der damals bekannten Welt, in denen Juden wohnen. nicht fertig werden,bis der Menschensohn10,23 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … kommt.

24Kein Jünger10,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … steht über seinem Lehrerund kein Diener über seinem Herrn.25Für den Jünger genügt es,wenn es ihm ergeht wie seinem Lehrer.Und für den Diener genügt es,wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn.Wenn sie schon den Hausherrn ›Beelzebul‹10,25 Beelzebul: Bezeichnung für den Anführer der Dämonen und bösen Geister. nennen,wie werden sie dann erst seine Leute beschimpfen!«

Keine Angst vor Menschen haben

Lukas 12,2-9
26»Habt keine Angst vor Menschen!Es gibt nichts Verborgenes, das nicht sichtbar wird,und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird.27Was ich euch im Dunkeln anvertraue,das sagt am hellen Tag weiter!Und was ich euch ins Ohr flüstere,das verkündet von den Dächern!28Habt keine Angst vor denen,die nur den Körper töten können, aber nicht die Seele.Habt aber umso mehr Angst vor dem,der Seele und Körper in der Hölle10,28 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. Mehr … vernichten kann.29Kann man nicht zwei Spatzenfür eine Kupfermünze10,29 Kupfermünze: Wörtlich »Assarion«. Der Assarion ist eine kleine römische Kupfermünze von geringem Wert. kaufen?Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde,ohne dass euer Vater10,29 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … es zulässt.30Aber bei euch ist sogarjedes Haar auf dem Kopf gezählt!31Habt also keine Angst!Ihr seid mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen.

32Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt,zu dem werde auch ich mich bekennenvor meinem Vater im Himmel10,32 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..33Wer mich aber nicht kennen will vor den Menschen,den will auch ich nicht kennenvor meinem Vater im Himmel.«

Nachfolge im Leiden

Markus 8,34-35; Lukas 12,51-53; 14,26-27; 17,33; Johannes 12,25
34»Denkt ja nicht, dass ich gekommen bin,um Frieden auf die Erde zu bringen!Ich bin nicht gekommen,um Frieden zu bringen, sondern das Schwert10,34 Schwert: Bild für Kampf und Streit. Die Zeit, bevor das Himmelreich anbricht, erwartete man als Schreckenszeit..35*10,35 Vers 35-36: Die Verse 35-36 nehmen Gedanken aus Micha 7,6 auf. Ich bringe Streit zwischeneinem Sohn und seinem Vater,einer Tochter und ihrer Mutter,einer Schwiegertochter und ihrer Schwiegermutter.36Die engsten Verwandten eines Menschenwerden dann zu seinen Feinden.37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.38Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt10,38 Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens. und mir folgt10,38 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr …,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.39Wer sein Leben erhalten will, wird es verlieren.Aber wer sein Leben verliert,weil er es für mich einsetzt, wird es erhalten.«

Wer die Jünger aufnimmt, nimmt Jesus auf

Markus 9,41; Lukas 10,16
40»Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf, der mich gesandt hat.41Wer einen Propheten10,41 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … aufnimmt,weil er ein Prophet ist,wird auch wie ein Prophet belohnt werden.Und wer einen Gerechten10,41 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. aufnimmt,weil er ein Gerechter ist,wird auch wie ein Gerechter belohnt werden.42Und wer einem unbedeutenden Menschennur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt,weil er mein Jünger10,42 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … istamen10,42 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch –ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«
11111Jesus11,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … beendete seine Anweisungen an die zwölf Jünger11,1 zwölf Jünger: Frauen und Männer, die Jesus folgten und von ihm lernten. Ihre Anzahl entspricht der Anzahl der zwölf Stämme Israels..Dann ging er von dort weiter.Er wollte auch in den umliegenden Städten lehrenund die Gute Nachricht11,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … verkünden.

Wer ist Jesus für die Menschen?

Matthäus 11,2-30

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Lukas 7,18-23
2Johannes11,2 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … saß im Gefängnis.Dort hörte er von den Taten des Christus11,2 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr ….Deshalb schickte er seine Jünger11,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zu Jesus11,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …3und ließ ihn fragen:»Bist du der, der kommen soll11,3 der, der kommen soll: Der von Gott als Retter der Welt angekündigte Christus.,oder müssen wir auf einen anderen warten?«4Jesus antwortete ihnen:»Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht11,4 was ihr hört und seht: In den Versen 5-6 werden Bilder aufgenommen, die sich an einigen Stellen im Buch des Propheten Jesaja finden, so in Jesaja 35,5-6 und Jesaja 61,1. Mit diesen Worten wird hier das Leben beschrieben, das die Menschen in Not erwartet, wenn die von Gott versprochene Zeit des Heils anbricht.:5›Blinde sehen und Lahme gehen.Menschen mit Aussatz11,5 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. werden rein11,5 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr ….Taube hören, Tote werden zum Leben erweckt,und Armen wird die Gute Nachricht11,5 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … verkündet.‹6Glückselig ist, wer mich nicht ablehnt.«

Was Jesus über Johannes sagt

Lukas 7,24-35
7Die Jünger11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … von Johannes11,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … gingen wieder zurück.Jesus11,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … begann,zu der Volksmenge über Johannes zu sprechen:»Was habt ihr erwartet zu sehen,als ihr zu Johannes in die Wüste gegangen seid?Etwa ein Schilfrohr11,7 Schilf: Pflanze mit dünnem Stängel, die mehrere Meter hoch werden kann. Daher gerät sie leicht ins Schwanken oder knickt um., das sich im Wind bewegt?8Oder was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Menschen in vornehmer Kleidung?Ihr wisst doch:Leute in vornehmer Kleidung wohnen in Palästen!9Oder was sonst habt ihr erwartet zu sehen?Einen Propheten11,9 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …? Ja, ich sage euch:Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten!10Johannes ist derjenige,von dem es in der Heiligen Schrift heißt11,10 es heißt in der Heiligen Schrift: Das Zitat setzt sich zusammen aus 2. Mose/Exodus 23,20 und Maleachi 3,1.:›Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her.Der wird dir den Weg bereiten.‹11Amen11,11 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Kein Mensch, der je von einer Frau geboren wurde,war bedeutender als Johannes der Täufer.Aber selbst der Unbedeutendste im Himmelreich11,11 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …ist bedeutender als er.

12Seit der Zeit von Johannes dem Täufer11,12 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … bis heutewird dem Himmelreich11,12 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … mit Gewalt Widerstand geleistet.Gewalttätige Menschen wollen es an sich reißen.13Alle Propheten11,13 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …, das Gesetz11,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr …und auch Johannes haben es im Auftrag Gottes gesagt:14Ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht –Johannes ist tatsächlich der Prophet Elija11,14 Elija: Prophet, der unter Einsatz seines Lebens für Gott stritt und am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde; vgl. 2. Könige 2,1-14.,dessen Kommen angekündigt ist11,14 angekündigt ist: Maleachi 3,23 kündigt das Wiederkommen Elijas als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes an..15Wer Ohren hat, soll gut zuhören!

16Womit soll ich diese Generation vergleichen?Sie sind wie Kinder, die auf den Marktplätzen sitzenund sich beschweren: ›Ihr seid Spielverderber!17Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt.Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr wart nicht traurig.‹18Als Johannes11,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … kam, aß und trank er nicht.Deshalb sagen die Leute über ihn:›Er ist von einem Dämon11,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … besessen.‹19Als aber der Menschensohn11,19 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … kam,aß und trank er.Deshalb sagen sie über ihn:›Seht nur: Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit Zolleinnehmern11,19 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. Mehr …und Sündern11,19 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten..‹Doch die Weisheit Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich durch das, was sie bewirkt.«

Das Urteil über die Städte in Galiläa

Lukas 10,13-15
20Dann machte Jesus11,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … den Städten Vorwürfe,in denen er die meisten Wunder11,20 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … getan hatte.Er hielt ihren Bewohnern vor,dass sie ihr Leben nicht ändern wollten:21»Wehe dir, Chorazin11,21 Chorazin: Ortschaft in Galiläa, nördlich des See Gennesaret gelegen.! Wehe dir, Betsaida11,21 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus.!Wären in Tyros und Sidon11,21 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil. die Wunder passiert,die ich bei euch vollbracht habe:Die Menschen hätten schon längst den Sack11,21 Sack: Kleidungsstück aus rauem Leinen, das zum Zeichen von Trauer oder Buße auf der nackten Haut getragen wurde. angelegt.Sie hätten sich Asche auf den Kopf gestreut11,21 sich Asche auf den Kopf streuen: Das Bedecken von Kopf und Körper mit Asche gehört zu den Trauerbräuchen.und ihr Leben geändert.22Aber ich sage euch: Der Tag des Gerichts11,22 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.wird für Tyros und Sidonerträglicher sein als für euch.23Und du, Kapernaum11,23 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., meinst du,du wirst in den Himmel11,23 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … erhoben?In die Hölle11,23 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. Mehr … wirst du hinabgestoßen!Wären in Sodom11,23 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. Mehr … die Wunder passiert,die ich in dir vollbracht habe,würde Sodom heute noch stehen.24Aber ich sage euch: Der Tag des Gerichtswird für Sodom erträglicher sein als für dich.«

Jesus und der Vater

Lukas 10,21-22
25Danach rief Jesus11,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … aus: »Ich preise dich, Vater11,25 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …,du Herr über den Himmel und die Erde!Denn du hast das alles11,25 das alles: Meint die Bedeutung von Jesus als von Gott gesandter Retter der Welt. Sie kommt in den Wundern zum Ausdruck.vor den Weisen und Klugen verborgen.Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart.26Ja, Vater, so hast du es gewollt!27Alles hat mir mein Vater übergeben.Niemand kennt den Sohn11,27 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr …, nur der Vater.Und niemand kennt den Vater, nur der Sohn –und die Menschen,denen der Sohn den Vater zeigen will.«

Bei Jesus Ruhe finden

28»Kommt zu mir, ihr alle,die ihr euch abmüht und belastet seid!Ich will euch Ruhe schenken.29Nehmt das Joch11,29 Joch: Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. Hier Bild für ein Leben im Dienst von Jesus. auf euch, das ich euch gebe.Lernt von mir: Ich meine es gut mit euchund sehe auf niemanden herab.Dann werden eure Seelen Ruhe finden.11,29 Dann werden eure Seelen Ruhe finden.: Zitat aus Jeremia 6,16.30Denn mein Joch ist leicht.Und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last.«
12

Der Streit zwischen Jesus und den Pharisäern

Matthäus 12,1-50

Hunger stillen auch am Sabbat

Markus 2,23-28; Lukas 6,1-5
121Zu dieser Zeit ging Jesus12,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …an einem Sabbat12,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … durch die Felder.Seine Jünger12,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … hatten Hunger.Deshalb rissen sie Ähren12,1 Ähre: Oberer Teil des Getreidehalms, an dem die Körner sitzen. von den Halmenund aßen die Getreidekörner.2Als die Pharisäer12,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … das sahen, sagten sie zu Jesus:»Sieh doch, was deine Jünger tun!Das ist am Sabbat verboten12,2 am Sabbat verboten: Die Pharisäer werten das Abreißen der Ähren als Arbeit, die am Sabbat verboten ist; vgl. 2. Mose/Exodus 20,8-11.3Jesus antwortete:»Habt ihr denn nicht gelesen, was David12,3 David: 1. Samuel 21,2-7 erzählt, dass König David auf der Flucht in einem Tempel Brot isst, das für die Priester bestimmt war. getan hat?Er und seine Männer hatten Hunger.4Da gingen sie in das Haus Gottes12,4 Haus Gottes: Tempel in der Ortschaft Nob, nordöstlich von Jerusalem.und aßen die Schaubrote12,4 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt., obwohl es ihnen verboten war.Nur die Priester12,4 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … durften davon essen.5Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen12,5 im Gesetz gelesen: »Gesetz« bezeichnet hier die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Die Anweisungen für Opfergaben am Sabbat finden sich in 4. Mose/Numeri 28,9-10.,dass die Priester auch am Sabbat im Tempel12,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … arbeiten?Dadurch entweihen sie den Sabbat.Und doch machen sie sich nicht schuldig.6Ich sage euch:Hier geht es um etwas, das wichtiger ist als der Tempel!7Ihr habt nicht verstanden,was mit dem Wort12,7 das Wort: Zitat aus Hosea 6,6. gemeint ist:›Barmherzigkeit will ich und keine Opfer12,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr …!‹Sonst würdet ihr diese Männer nicht verurteilen,die keine Schuld12,7 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … auf sich geladen haben.8Denn der Menschensohn12,8 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … kann bestimmen,was am Sabbat erlaubt ist.«

Jesus heilt einen Mann am Sabbat

Markus 3,1-6; Lukas 6,6-11
9Jesus12,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zog weiter und ging in die Synagoge12,9 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr ….10Dort war ein Mann mit einer gelähmten Hand.Die Pharisäer12,10 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … wollten Jesus anklagen.Deshalb fragten sie ihn:»Ist es erlaubt, am Sabbat12,10 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … zu heilen?«11Aber Jesus antwortete: »Stellt euch vor:Einer von euch hat nur ein einziges Schaf,und das fällt am Sabbat in eine Grube.Wer von euch wird da nicht zufassenund es herausziehen?12Ist ein Mensch nicht viel mehr wert als ein Schaf?Deshalb darf man einem Menschen am Sabbat Gutes tun!«13Dann sagte Jesus zu dem Mann:»Streck deine Hand aus!«Der Mann streckte seine Hand aus,und sie wurde so gesund wie die andere.14Da gingen die Pharisäer hinausund überlegten, wie sie Jesus loswerden konnten.

In Jesus erfüllt sich Gottes Zusage

15Jesus12,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … wusste, was die Pharisäer12,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … vorhatten.Deshalb zog er von dort weiter.Eine große Volksmenge folgte ihm,und er heilte alle Kranken.16Jesus schärfte ihnen ein,niemandem zu erzählen, wer er war.

17So ging in Erfüllung,was durch den Propheten Jesaja gesagt12,17 durch den Propheten Jesaja gesagt: Zitat aus Jesaja 42,1-4. ist:18»Sieh doch: Das ist mein Knecht, den ich erwählt habe.Ihn habe ich lieb. An ihm habe ich Freude.Meinen Geist12,18 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … werde ich ihm geben,und er wird den Völkern das Recht verkünden.19Er wird nicht streiten und nicht schreien.Seine Stimme wird man nicht auf den Straßen hören.20Das geknickte Schilfrohr12,20 Schilf: Pflanze mit dünnem Stängel, die mehrere Meter hoch werden kann. Daher gerät sie leicht ins Schwanken oder knickt um. wird er nicht zerbrechenund den glimmenden Docht nicht auslöschen.So wird er schließlich dem Recht zum Sieg verhelfen.21Die Völker werden ihre Hoffnung auf ihn setzen.«

Vorwürfe gegen Jesus

Markus 3,22-30; Lukas 11,14-23
22Damals brachten sie einen Mann zu Jesus12,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …,der von einem Dämon12,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … besessen war.Er war blind und stumm.Jesus heilte ihn, sodass er sprechen und sehen konnte.23Die ganze Volksmenge war außer sich und fragte:»Ist Jesus etwa der Sohn Davids12,23 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.24Als die Pharisäer12,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … das hörten, sagten sie:»Der Oberste der Dämonen, Beelzebul12,24 Beelzebul: Bezeichnung für den Anführer der Dämonen und bösen Geister., hilft ihm,andere Dämonen auszutreiben.«25Aber Jesus wusste, was sie dachten,und sagte zu ihnen: »Jeder Staat geht unter,wenn seine Machthaber miteinander im Streit liegen.Keine Stadt und keine Familie kann bestehen,wenn die Menschen miteinander im Streit liegen.26Und wenn der Satan12,26 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr … den Satan austreibtund mit sich selbst im Streit liegt:Wie soll dann sein Reich bestehen?27Wenn Beelzebul mir hilft,die Dämonen auszutreiben:Wer hilft dann eigentlich euren Anhängern,sie auszutreiben?Deshalb werden eure eigenen Leute eure Richter sein.28Wenn mir aber der Geist Gottes12,28 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … hilft,die Dämonen auszutreiben:Dann ist das Reich Gottes12,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … schon zu euch gekommen!29Oder wie kann ein Einbrechereinem starken Mann seinen Besitz rauben,ohne ihn vorher zu fesseln?Dann kann er ihm das ganze Haus ausrauben.

30Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich.Und wer nicht mit mir sammelt, der treibt auseinander!31Darum sage ich euch:Alles kann einem Menschen vergeben werden –jede Schuld12,31 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … und jede Gotteslästerung12,31 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott. Mehr ….Wenn aber jemand den Geist Gottes12,31 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … lästert,dem wird nicht vergeben werden.32Wenn jemand etwas gegen den Menschensohn12,32 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … sagt,kann ihm vergeben werden.Wenn aber jemand etwas gegen den Heiligen Geist12,32 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … sagt,dem kann nicht vergeben werden –weder in dieser Welt noch in der kommenden.«

Der Baum und die Früchte

Matthäus 7,16-20; Lukas 6,43-45
33»Entweder ein Baum ist gut,dann sind auch seine Früchte gut.Oder ein Baum ist schlecht,dann sind auch seine Früchte schlecht.Denn an seinen Früchten könnt ihr einen Baum erkennen.34Ihr Schlangen!Wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid?Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch der Mund.35Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammerin seinem Innern nur Gutes hervor.Ein schlechter Menschholt aus seiner schlechten Schatzkammernur Schlechtes hervor.

36Aber ich sage euch:Am Tag des Gerichts12,36 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. werden die MenschenRechenschaft ablegen müssenfür jedes sinnlos dahergesagte Wort!37Denn aufgrund deiner eigenen Wortewirst du freigesprochen.Und aufgrund deiner eigenen Wortewirst du schuldig gesprochen.«

Die Gegner fordern von Jesus einen Beweis

Lukas 11,29-32
38Einige Schriftgelehrte12,38 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und Pharisäer12,38 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … antworteten:»Lehrer12,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wollen von dir ein Zeichen12,38 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … sehen!«39Aber Jesus12,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … antwortete:»Die Menschen dieser Generation sind böse –wie Ehebrecher12,39 Ehebrecher: Das Verhältnis zwischen Gott und Israel wird in der Bibel oft als Ehe beschrieben, in der das Volk Gott untreu wird..Sie verlangen ein Zeichen.Aber sie werden keines bekommenaußer dem Zeichen des Propheten Jona12,39 Jona: Prophet, der die Bevölkerung der Stadt Ninive dazu aufrufen sollte, ihr Leben zu ändern, um Gottes Gericht zu entgehen. Bevor Jona seinen Auftrag erfüllte, musste er drei Tage im Bauch eines Fisches verbringen; vgl. Jona 2..40Jona war drei Tage und drei Nächte langim Bauch des Fisches.Genauso wird der Menschensohn12,40 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …drei Tage und drei Nächte12,40 drei Tage und drei Nächte: Davon, dass Jesus am dritten Tag von den Toten aufersteht, erzählt Matthäus 28. lang im Innern der Erde sein.41Am Tag des Gerichts12,41 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.werden die Menschen von Ninive12,41 Ninive: Hauptstadt des assyrischen Reiches. Die Stadt lag am Tigris auf dem Gebiet des heutigen Mossul im Irak. auferstehen12,41 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr …zusammen mit dieser Generation.Sie werden diese Generation verurteilen.Denn sie änderten ihr Leben, als Jona sie warnte.Seht doch: Hier steht ein Größerer als Jona!42Am Tag des Gerichtswird die Königin von Saba12,42 Königin von Saba: Mächtige Herrscherin, von deren Besuch bei König Salomo in 1. Könige 10,1-13 erzählt wird. auftreten,zusammen mit dieser Generation.Sie wird diese Generation verurteilen.Denn sie kam vom äußersten Ende der Welt herbei,um die weisen Lehren Salomos12,42 Salomo: Einer der berühmtesten Könige von Israel, der etwa 970–930 v. Chr. regierte. Mehr … zu hören.Seht doch: Hier steht ein Größerer als Salomo!«

Ausgetriebene Geister können zurückkehren

Lukas 11,24-26
43»Wenn ein böser Geist12,43 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr … einen Menschen verlässt,irrt er in trockenen Steppen umher.Er sucht nach Ruhe, aber er findet sie nicht.44Dann sagt er sich:›Ich will in mein altes Haus zurückkehren,aus dem ich ausgezogen bin.‹Er geht zurück und findet es leer vor:Alles ist sauber und aufgeräumt.45Da macht er sich aufund bringt noch sieben weitere böse Geister mit.Die sind sogar schlimmer als er.Sie ziehen ein und wohnen dort.Am Ende geht es dem Menschennoch schlechter als am Anfang.Genauso wird es dieser bösen Generation ergehen.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Markus 3,31-35; Lukas 8,19-21
46Jesus12,46 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … redete weiter zu der Volksmenge.Da standen seine Mutter und seine Brüder draußenund wollten mit ihm sprechen.47Einer der Leute sagte zu ihm: »Sieh doch:Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen.Sie wollen mit dir sprechen.«48Aber Jesus antwortete:»Wer ist meine Mutter? Und wer sind meine Brüder?«49Er zeigte mit seiner Hand auf seine Jünger12,49 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … und sagte:»Das sind meine Mutter und meine Brüder!50Wer tut, was mein Vater im Himmel12,50 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt. will,der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«