BasisBibel NT+Ps (BB)
10101Jesus rief seine zwölf Jünger10,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu sich.Er gab ihnen die Vollmacht,unreine10,1 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. Geister10,1 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreibenund jede Krankheit und jedes Leiden zu heilen.

2Das sind die Namen der zwölf Apostel10,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. :Zuerst Simon, der Petrus10,2 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. genannt wird,und Andreas, sein Bruder,dann Jakobus, der Sohn von Zebedäus,und Johannes, sein Bruder,3Philippusund Bartholomäus,Thomasund Matthäus, der Zolleinnehmer10,3 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. ,Jakobus, der Sohn von Alphäus,und Thaddäus,4Simon, der Kananäer10,4 Kananäer: Kommt von aramäisch »kananja« = Eiferer/Zelot.,und Judas Iskariot –er war es,der Jesus später verriet.

Jesus sendet seine Jünger aus

Markus 6,7-13; Lukas 9,2-6; Lukas 10,4-12
5Diese zwölf Jünger10,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sandte Jesus aus.Er forderte sie auf:»Nehmt keinen Weg,der zu den Heiden10,5 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. führt!Und geht in keine Stadt,die den Samaritern10,5 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. gehört!6Sondern geht zu den verlorenen Schafen10,6 verlorene Schafe: Gemeint sind die Menschen, die zum Volk Gottes gehören und nun nicht mehr nach ihm fragen.:den Menschen, die zum Volk Israel10,6 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. gehören!7Geht zu ihnen und verkündet ihnen:›Das Himmelreich10,7 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. wird sichtbar in der Welt!‹8Macht Kranke gesund,weckt Tote auf,befreit Menschen vom Aussatz10,8 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. ,treibt Dämonen10,8 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. aus!Als Geschenk habt ihr alles bekommen –als Geschenk sollt ihr es weitergeben!

9Steckt auch kein Geld in eure Gürtel10,9 Geld im Gürtel: In neutestamentlicher Zeit wurden im Gürtel kleinere Wertsachen oder auch Geld versteckt, wenn man auf Reisen ging.weder Gold noch Silber noch Kupfermünzen!10Nehmt keine Tragetasche mit,kein Untergewand10,10 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand.,keine Sandalen10,10 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen.und keinen Wanderstock!Denn wer arbeitet,hat ein Anrecht darauf,versorgt zu werden.11Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf kommt,macht euch auf die Suche:Wer es wert ist,euch aufzunehmen,bei dem bleibt,bis ihr weiterzieht.12Wenn ihr sein Haus betretet,grüßt seine Bewohner mit dem Friedensgruß.13Wenn sie es wert sind,wird der Friede,den ihr gewünscht habt,in dem Haus10,13 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. einkehren.Wenn sie es aber nicht wert sind,wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben.14Wenn jemand euch nicht aufnehmenund eure Botschaft nicht anhören will:Verlasst das Haus oder die Stadtund schüttelt den Staub10,14 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt. von euren Füßen.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Für die Leute von Sodom und Gomorra10,15 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. wird das Gericht Gottes erträglicher seinals für diese Stadt.«

Vom Leidensweg der Jünger

Markus 13,9-13; Lukas 12,11-12; Lukas 21,12-19
16»Seht doch:Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.Seid klug wie die Schlangenaber zugleich aufrichtig wie die Tauben!

17Nehmt euch in Acht vor den Menschen!Denn sie werden euch an die Gerichte10,17 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefern,die in den Synagogen10,17 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. tagen,und euch dort auspeitschen.18Ihr werdet auch vor Regierungsbeamten und Königen stehen müssen,weil ihr euch zu mir bekennt.Und ihr sollt als Zeugen für mich eintretenvor ihnen und den Heiden10,18 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben..19Wenn man euch den Gerichten ausliefert,macht euch vorher keine Sorgen darüber,was ihr sagen sollt.Sondern sagt,was euch in dem Augenblick einfällt.20Denn nicht ihr werdet dann reden,sondern es ist der Geist10,20 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. eures Vaters,der durch euch redet.

21Geschwister werden einander dem Henker ausliefern –sogar ein Vater seine Kinder.Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellenund sie in den Tod schicken.22Alle werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt10,22 bekennt: Wörtlich lautet der Vers 22: »Und alle werden euch hassen um meines Namens willen. Wer aber bis ans Ende standhaft bleibt, wird selig werden.«!Wer aber bis zum Ende standhält,wird gerettet werden.

23Wenn sie euch in der einen Stadt verfolgen,flieht in eine andere.Amen10,23 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ihr werdet mit eurem Auftragin den Städten Israels10,23 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. nicht fertig werden,bis der Menschensohn10,23 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt.

24Kein Jünger10,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. steht über seinem Lehrer10,24 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.und kein Diener über seinem Herrn.25Es ist ausreichend für den Jünger10,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,wenn es ihm ergeht wie seinem Lehrer10,25 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..Und es ist ausreichend für den Diener,wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn.Wenn sie schon den Hausherrn ›Beelzebul10,25 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. ‹ nennen,wie werden sie dann erst seine Leute beschimpfen!«

Wen man fürchten muss

Lukas 12,2-9
26»Habt keine Angst vor Menschen!Es gibt nichts Verborgenes,das nicht sichtbar wird,Und es gibt nichts Geheimes,das nicht bekannt wird.27Was ich euch im Dunkeln anvertraue,das sagt am hellen Tag weiter!Und was ich euch ins Ohr flüstere,das ruft von den Dächern!28Habt keine Angst vor denen,die nur den Körper töten können,aber nicht die Seele.Habt aber umso mehr Angst vor dem,der sowohl die Seele als auch den Körperin der Hölle10,28 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. vernichten kann.29Kann man nicht zwei Spatzen für eine Kupfermünze10,29 Assarion: Der Assarion ist eine kleine römische Kupfermünze von geringem Wert. kaufen?Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde,ohne dass euer Vater es weiß.30Aber bei euch ist sogar jedes Haar auf dem Kopf gezählt!31Habt also keine Angst!Ihr seid mehr wertals ein ganzer Schwarm Spatzen.

32Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt,zu dem werde auch ich mich bekennenvor meinem Vater im Himmel10,32 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..33Wer mich aber nicht kennen will vor den Menschen,den will auch ich nicht kennen vor meinem Vater im Himmel10,33 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

Kein fauler Frieden

Markus 8,34-35; Lukas 12,51-53; Lukas 14,26-27; Lukas 17,33
34»Denkt ja nicht,ich bin gekommen,Frieden auf die Erde zu bringen!Ich bin nicht gekommen,Frieden zu bringen,sondern das Schwert10,34 Schwert: Steht als Bild für Streit..35Ich bringe Streit zwischeneinem Sohn und seinem Vater,einer Tochter und ihrer Mutter,einer Schwiegertochter und ihrer Schwiegermutter.36Die engsten Verwandten eines Menschenwerden dann zu seinen Feinden.

37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,ist es nicht wert,zu mir zu gehören.Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,ist es nicht wert,zu mir zu gehören.38Und wer nicht sein Kreuz10,38 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. auf sich nimmtund mir auf meinem Weg folgt10,38 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,ist es nicht wert,zu mir zu gehören.39Wer sein Leben erhalten will,wird es verlieren.Aber wer sein Leben verliert,weil er es für mich einsetzt,wird es erhalten.«

Wer die Jünger aufnimmt, nimmt Jesus auf

Markus 9,41; Lukas 10,16
40»Wer euch aufnimmt,nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf,der mich gesandt hat.41Wer einen Propheten10,41 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. aufnimmt –weil er ein Prophet10,41 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ist –,wird auch wie ein Prophet10,41 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. belohnt werden.Und wer einen Gerechten10,41 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen. aufnimmt –weil er ein Gerechter10,41 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen. ist –,wird auch wie ein Gerechter10,41 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen. belohnt werden.42Und wer einem unbedeutenden Menschennur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt –weil er mein Jünger10,42 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ist –,Amen10,42 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«
11111Jesus beendete seine Anweisungen an die zwölf Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Dann ging er von dort11,1 dort: Es wird nicht deutlich, wo sich Jesus genau befindet. In Matthäus 9,1 wurde beschrieben, wie Jesus in Kafarnaum eintraf. Die folgenden Begebenheiten ereigneten sich vermutlich in der näheren Umgebung bzw. in den umliegenden Städten von Kafarnaum. weiter,um in den umliegenden Städten zu lehrenund die Gute Nachricht11,1 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. zu verkünden.

Wer ist Jesus für die Menschen?

11,2-30

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Lukas 7,18-23
2Johannes11,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. saß im Gefängnis.Dort hörte er von den Taten des Christus11,2 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Deshalb schickte er seine Jünger11,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu Jesus3und ließ ihn fragen:»Bist du der11,3 der: Gemeint ist der von Gott versprochene Retter (Messias).,der kommen soll,oder sollen wir auf einen anderen warten?«4Jesus antwortete ihnen:»Geht und berichtet Johannes11,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,was ihr hört und seht11,4 seht: Vergleiche aus dem Alten Testament Jesaja 35,5-6.:5Blinde sehenund Lahme gehen.Menschen mit Aussatz11,5 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. werden rein11,5 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.,Taube hören,Tote werden zum Leben erwecktund Armen wird die Gute Nachricht11,5 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkündet.6Glückselig ist,wer sich nicht von mir abbringen lässt.«

Jesus spricht über Johannes

Lukas 7,24-35; Lukas 16,16
7Die Jünger11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes11,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gingen wieder zurück.Und Jesus begann,zu der Volksmenge über Johannes11,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu sprechen:»Als ihr zu Johannes11,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. in die Wüste gegangen seid:Was habt ihr erwartet zu sehen?Etwa ein Schilfrohr,das sich im Wind bewegt?8Oder was sonst habt ihr erwartet zu sehen,als ihr zu ihm hinausgezogen seid?Einen Menschen in vornehmer Kleidung?Seht doch:Leute in vornehmer Kleidung wohnen in Palästen!9Oder was sonst habt ihr erwartet zu sehen?Einen Propheten11,9 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.?Ja, ich sage euch:Ihr habt mehr gesehen als einen Propheten11,9 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!10Johannes ist es,von dem es in der Heiligen Schrift11,10 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. heißt11,10 heißt: Vergleiche aus dem Alten Testament Maleachi 3,1 bzw. 2. Mose/Exodus 23,20.:›Siehe:Ich sende meinen Boten vor dir her.Er wird dir deinen Weg bereiten.‹11Amen11,11 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Unter allen Menschen,die je von einer Frau geboren wurden,gibt es keinen Größeren als Johannes den Täufer11,11 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Aber selbst der Unbedeutendste im Himmelreich11,11 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«.ist größer als er.

12Seit der Zeit von Johannes dem Täufer11,12 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. bis heutewird dem Himmelreich11,12 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«. mit Gewalt Widerstand geleistet.Und die Gewalttätigen wollen es an sich reißen.13Alle Propheten11,13 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat., das Gesetz11,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.und auch Johannes11,13 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. haben es im Auftrag Gottes gesagt:14Ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht:Johannes11,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ist tatsächlich der Prophet11,14 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Elija11,14 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.,dessen Kommen angekündigt11,14 angekündigt: Vergleiche im Alten Testament Maleachi 3,23 und die folgenden Verse. ist.15Wer Ohren hat,soll gut zuhören!

16Womit soll ich diese Generation vergleichen?Sie sind wie Kinder,die auf den Marktplätzen sitzenund sich beschweren:›Ihr seid Spielverderber!17Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt!Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht geweint!‹18Johannes11,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. kam:Er aß und trank nicht –deshalb sagen die Leute über ihn:›Er ist von einem Dämon11,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.‹19Der Menschensohn11,19 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kam:Er aß und trank –deshalb sagen sie über ihn:›Seht doch:Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit den Zolleinnehmern11,19 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und mit Menschen,die voller Schuld11,19 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.‹

Doch die Weisheit Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich an dem,was sie bewirkt.«

Vom kommenden Gericht

Lukas 10,13-15
20Dann machte Jesus den Städten Vorwürfe,in denen er die meisten Wunder11,20 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. getan hatte.Er hielt ihren Bewohnern vor,dass sie sich nicht ändern wollten:21»Wie schrecklich für dich, Chorazin!Wie schrecklich für dich, Betsaida11,21 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. !Wären in Tyrus11,21 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon11,21 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. die Wunder11,21 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. passiert,die ich bei euch vollbracht habe:Die Menschen hätten schon längst den Sack11,21 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. angelegtund sich Asche11,21 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. auf den Kopf gestreutund ihr Leben geändert.22Aber ich sage euch:Der Tag des Gerichts11,22 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. wird für Tyrus11,22 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon11,22 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. erträglicher seinals für euch.23Und du, Kafarnaum11,23 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte., meinst du,du wirst in den Himmel11,23 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erhoben werden?In das Totenreich11,23 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. wirst du hinabgestoßen!Wären in Sodom11,23 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. die Wunder11,23 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. passiert,die ich in dir vollbracht habe,würde Sodom11,23 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. heute noch stehen.

24Aber ich sage euch:Der Tag des Gerichts11,24 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. wird für Sodom11,24 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. erträglicher seinals für dich.«

Jesus und der Vater

Lukas 10,21-22
25Danach rief Jesus aus:»Ich preise dich, Vater,du Herr über den Himmel11,25 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und die Erde!Denn du hast das alles11,25 das alles: Die Bedeutung der Wunder von Jesus, der Inhalt seiner Botschaft.vor den Weisen und Klugen verborgen.Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart.26Ja, Vater, so hast du es gewollt!

27Alles hat mir mein Vater übergeben.Niemand kennt den Sohn, nur der Vater.Und niemand kennt den Vater, nur der Sohn –und die Menschen,denen der Sohn den Vater zeigen will.«

Von Jesus lernen

28»Kommt zu mir,ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid!Bei mir werdet ihr Ruhe finden.29Nehmt das Joch11,29 Joch: Ein Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. auf euch,das ich euch gebe.Lernt von mir:Ich meine es gut mit euchund sehe auf niemanden herab.Dann wird eure Seele Ruhe finden11,29 finden: Vergleiche aus dem Alten Testament Jesaja 28,12 und Jeremia 6,16..30Denn mein Joch11,30 Joch: Ein Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. ist leicht.Und was ich euch zu tragen gebe,ist keine Last.«
12

Der Konflikt mit den Pharisäern

12,1-50

Hunger stillen – auch am Sabbat

Markus 2,23-28; Lukas 6,1-5
121Zu dieser Zeit ging Jesusan einem Sabbat12,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. durch die Felder.Seine Jünger12,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hatten Hunger.Deshalb rissen12,1 Ähren abreißen: Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten. sie Ähren12,1 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. von den Halmenund aßen die Getreidekörner.2Als die Pharisäer12,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. das sahen,sagten sie zu Jesus:»Siehe doch, was deine Jünger12,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. tun.Das ist am Sabbat12,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. verboten!«

3Jesus antwortete ihnen:»Habt ihr denn nicht gelesen,was David12,3 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. getan hat,als er und seine Männer Hunger hatten?4Wie er in das Haus Gottes12,4 Haus Gottes: Hier ist nicht der Tempel in Jerusalem gemeint, sondern ein anderes Heiligtum in einer kleinen Ortschaft mit Namen Nob südlich von Jerusalem. gingund sie dann von den Broten12,4 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel auf dem Altar12,4 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. aßen?Weder ihm noch seinen Begleitern war das erlaubt.Nur die Priester12,4 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. durften davon essen.5Oder habt ihr nicht im Gesetz12,5 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gelesen12,5 gelesen: Vergleiche im Alten Testament 4. Mose/Numeri 28,9-10.,dass die Priester12,5 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. auch am Sabbat12,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. im Tempel12,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. arbeiten?Dadurch entweihen sie den Sabbat12,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..Und doch machen sie sich nicht schuldig12,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..6Ich sage euch:Hier ist einer, der mehr ist als der Tempel12,6 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.!7Ihr habt nicht verstanden,was mit dem Wort gemeint12,7 gemeint: Jesus zitiert an dieser Stelle Hosea 6,6. Dort prangert der Prophet an, dass Gott sich die Liebe seines Volkes wünscht und nicht das Darbringen von Opfern. ist:›Ich will, dass ihr barmherzig seid,und nicht, dass ihr mir irgendwelche Opfer12,7 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt. bringt!‹Sonst würdet ihr diese Männer nicht verurteilen,die keine Schuld12,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladen haben.8Also kann der Menschensohn12,8 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. auch bestimmen,was am Sabbat12,8 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt ist.«

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

Markus 3,1-6; Lukas 6,6-11
9Jesus zog weiterund ging in die Synagoge12,9 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..10Und sieh doch:Da war ein Mann mit einer gelähmten Hand.Die Pharisäer12,10 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. wollten Jesus anklagen.Deshalb fragten sie ihn:»Ist es erlaubt,am Sabbat12,10 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. zu heilen?«11Aber Jesus antwortete ihnen:»Stellt euch vor:Einer von euch hat nur ein einziges Schaf.Und am Sabbat12,11 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. fällt es in eine Grube.Wer von euch wird da nicht zufassenund es herausziehen?12Ist ein Mensch nicht viel mehr wert als ein Schaf?Deshalb darf man einem Menschen am Sabbat12,12 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. Gutes tun!«

13Dann sagte Jesus zu dem Mann:»Strecke deine Hand aus!«Der Mann streckte seine Hand ausund sie wurde so gesund wie die andere.

14Da gingen die Pharisäer12,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hinausund fassten den Beschluss:»Jesus muss sterben!«

In Jesus erfüllt sich Gottes Zusage

Markus 3,7-12; Lukas 6,17-19
15Jesus wusste,was die Pharisäer12,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. vorhatten12,15 vorhatten: Die Pharisäer haben den Beschluss gefasst, Jesus zu töten (vergleiche Matthäus 12,14)..Deshalb zog er von dort weiter.Eine große Volksmenge folgte ihm.Und er heilte alle Kranken.16Und Jesus schärfte ihnen ein,niemandem zu erzählen,wer er war.

17So ging in Erfüllung,was durch den Propheten12,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja12,17 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. gesagt12,17 gesagt: Zitiert wird an dieser Stelle aus dem Alten Testament Jesaja 42,1-4. ist:18»Sieh doch:Hier ist mein Sohn.Ihn habe ich erwählt.Ihn habe ich lieb.An ihm habe ich Freude.Meinen Geist12,18 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. werde ich ihm geben,und er wird den Heiden12,18 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. meine Rechtsordnung verkünden.19Er streitet nichtund schreit nicht herum.Er hält keine lauten Reden auf den Straßen.20Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechenund den glimmenden Docht nicht auslöschen.So handelt er,bis er meiner Rechtsordnung zum Sieg verholfen hat.21Die Heiden12,21 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. werden ihre Hoffnungauf ihn setzen.«

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Markus 3,22-30; Lukas 11,14-23; Lukas 12,10
22Damals brachten sie einen Mann zu Jesus,der von einem Dämon12,22 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen war.Er war blind und stumm.Jesus heilte ihn,sodass er sprechen und sehen konnte.23Die ganze Volksmenge war außer sichund fragte:»Ist Jesus etwa der Sohn12,23 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids12,23 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. 24Als die Pharisäer12,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. das hörten,sagten sie:»Der höchste der Dämonen12,24 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. , Beelzebul12,24 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. , hilft ihm,andere Dämonen12,24 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«25Jesus wusste,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Jeder Staat geht unter,wenn die Machthaber miteinander im Streit liegen.Und keine Stadt und keine Familie kann bestehen,wenn die Menschen miteinander im Streit liegen.26Und wenn der Satan12,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. den Satan12,26 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. austreibtund mit sich im Streit liegt:Wie soll dann sein Reich bestehen?27Und wenn Beelzebul12,27 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. mir hilft,die Dämonen12,27 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Wer hilft dann eigentlich euren Anhängern,sie auszutreiben?Deshalb werden eure eigenen Leuteeure Richter sein.28Wenn mir aber Gottes Geist12,28 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. hilft,die Dämonen12,28 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Dann ist das Reich Gottes12,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. doch schon zu euch gekommen!29Oder wie kann ein Einbrechereinem kräftigen Mann seinen Besitz rauben,wenn er ihn nicht vorher fesselt?Dann kann er ihm das ganze Haus12,29 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. ausrauben.

30Wer nicht für mich ist,der ist gegen mich.Und wer nicht mit mir sammelt,der treibt auseinander!

31Darum sage ich euch:Alles kann einem Menschen vergeben werden –jede Schuld12,31 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. und jede Gotteslästerung12,31 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens..Wenn aber jemand den Geist Gottes12,31 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. lästert,dem wird nicht vergeben werden.32Wenn jemand etwas gegen den Menschensohn12,32 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. sagt,kann ihm vergeben werden.Wenn aber jemand etwas gegen den Heiligen Geist12,32 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. sagt,dem kann nicht vergeben werden –weder in dieser Welt noch in der kommenden.«

Die eigenen Worte zeigen, wer man ist

Lukas 6,43-45
33»Entweder der Baum ist gutund dann sind auch seine Früchte gut.Oder der Baum ist schlechtund dann sind auch seine Früchte schlecht.Denn an seinen Früchten könnt ihr den Baum erkennen.34Ihr Schlangen12,34 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind.!Wie könnt ihr Gutes reden,wenn ihr böse seid?Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch der Mund.35Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammer in seinem Innernnur Gutes hervor.Ein schlechter Mensch holt aus seiner schlechten Schatzkammernur Schlechtes hervor.

36Aber ich sage euch:Am Tag des Gerichts12,36 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. werden die MenschenRechenschaft ablegen müssenfür jedes sinnlos dahergesagte Wort!37Denn aufgrund deiner eigenen Worte wirst du freigesprochen.Und aufgrund deiner eigenen Worte wirst du schuldig12,37 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. gesprochen.«

Die Gegner fordern von Jesus einen Beweis

Lukas 11,16; Lukas 11,29-32
38Darauf antworteten einige der Schriftgelehrten12,38 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer12,38 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Lehrer12,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wollen von dir ein Zeichen sehen!«39Aber Jesus antwortete ihnen:»Die Menschen dieser Generation sind böse –wie Ehebrecher12,39 Ehebrecherin: Gemeint ist: Sie sind Gott untreu geworden..Sie verlangen ein Zeichen.Sie werden kein Zeichen bekommenaußer dem Zeichen, des Propheten12,39 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jona.40Jona war drei Tage und drei Nächte langim Bauch des Fischs.Genauso wird der Menschensohn12,40 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.drei Tage und drei Nächte langim Innern der Erde sein.41Am Tag des Gerichts12,41 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.werden die Menschen von Ninive auferstehen12,41 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. zusammen mit dieser Generation.Sie werden diese Generation verurteilen –denn sie änderten ihr Leben,als sie die Botschaft von Jona hörten.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Jona!42Am Tag des Gerichts12,42 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.wird die Königin von Saba12,42 Königin von Saba: Von ihr wird im Alten Testament berichtet, vgl. 1. Könige 10,1-13. auferstehen12,42 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. zusammen mit dieser Generation.Sie wird diese Generation verurteilen –denn sie kam vom äußersten Ende der Welt herbei,um die weisen Lehren Salomos12,42 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). zu hören.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Salomo12,42 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.).

Ausgetriebene Geister können zurückkehren

Lukas 11,24-26
43»Wenn ein böser Geist12,43