BasisBibel NT+Ps (BB)
9

Jesus vergibt Schuld und heilt

Markus 2,1-12; Lukas 5,17-26
91Jesus stieg ins Bootund fuhr auf die andere Seite des Sees9,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. hinüber.Und er ging in die Stadt9,1 Stadt: Gemeint ist Kafarnaum.,in der er wohnte.

2Sieh doch:Da brachten Leute einen Gelähmten zu ihm.Er lag auf einer Trage.Jesus sah, wie groß ihr Glaube9,2 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. war,und sagte zu dem Gelähmten:»Nur Mut, mein Kind!Deine Schuld9,2 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben!«3Und sieh doch:Einige der Schriftgelehrten9,3 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. dachten:»Das ist Gotteslästerung9,3 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.4Jesus durchschaute ihre Gedanken.Er sagte zu ihnen:»Warum habt ihr so böse Gedanken?5Was ist denn einfacher?Zu sagen:›Deine Schuld9,5 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben!‹,oder zu sagen:›Steh auf und geh umher!‹?6Aber ihr sollt sehen,dass der Menschensohn9,6 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. von Gott die Vollmacht hat,hier auf der Erdeden Menschen ihre Schuld9,6 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. zu vergeben.«Deshalb sagte Jesus zu dem Gelähmten:»Steh auf,nimm deine Trageund geh nach Hause!«7Da stand der Mann aufund ging nach Hause.8Die Volksmenge sah esund erschrak.Alle lobten Gott,dass er den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

Zwei Streitgespräche

9,9-17

Jesus beruft Matthäus und isst mit den Zolleinnehmern

Markus 2,13-17; Lukas 5,27-32
9Jesus ging von dort9,9 dort: Jesus befindet sich in Kafarnaum (vgl. Matthäus 9,1). weiter.Da sah er einen Mann an seiner Zollstation9,9 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. sitzen,der hieß Matthäus.Jesus sagte zu ihm:»Komm, folge9,9 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«Da stand er aufund folgte ihm.

10Später war Jesus im Haus9,10 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. zum Essen.Und sieh doch:Viele Zolleinnehmer9,10 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und andere mit Schuld9,10 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladene Menschen kamen dazu.Sie aßen mit Jesus und seinen Jüngern9,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .

11Als die Pharisäer9,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. das sahen,sagten sie zu seinen Jüngern9,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Warum isst euer Lehrer9,11 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. mit Zolleinnehmern9,11 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und solchen schuldbeladenen9,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Menschen?«12Jesus hörte dasund gab ihnen zur Antwort:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.13Überlegt doch einmal,was es bedeutet,wenn Gott sagt9,13 sagt: Jesus zitiert an dieser Stelle aus dem Alten Testament Hosea 6,6.:›Ich will, dass ihr barmherzig seid,und nicht, dass ihr mir irgendwelche Opfer9,13 Opfer: Jesus zitiert an dieser Stelle Hosea 6,6. Dort prangert der Prophet an, dass Gott sich die Liebe seines Volkes wünscht und nicht das Darbringen von Opfern. bringt!‹Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten9,13 der Gerechte: Der Gerechte ist ein Mensch, der die Gebote Gottes befolgt und sich sozial verhält. zur Umkehr zu rufen,sondern die Menschen,die voller Schuld9,13 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.«

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Markus 2,18-22; Lukas 5,33-39
14Danach kamen die Jünger9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes9,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu Jesus.Sie fragten:»Warum fasten wir und die Pharisäer9,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. so oft,aber deine Jünger9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. nicht?«15Jesus antwortete ihnen:»Sollen die Hochzeitsgäste etwa trauern,solange der Bräutigam9,15 Bräutigam: Der Bräutigam ist hier ein Bild für Jesus. Schon jetzt blickt Jesus auf seine Leidenszeit voraus. bei ihnen ist?Aber es wird eine Zeit kommen,da wird der Bräutigam aus ihrer Mitte gerissen.Dann werden sie fasten9,15 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken..

16Niemand näht ein neues Stück Stoff auf einen alten Mantel9,16 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Denn der neue Stoff wird vom Mantel9,16 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. abreißenund der Riss wird größer als vorher.17Niemand füllt neuen Wein9,17 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche9,17 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. .Sonst platzen die Schläuche9,17 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. .Der Wein9,17 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. läuft ausund die Schläuche9,17 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. werden unbrauchbar.Nein: Neuer Wein9,17 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. gehört in neue Schläuche9,17 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. ,so bleiben beide erhalten.«

Drei Heilungen

9,18-34

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Markus 5,21-43; Lukas 8,40-56
18Während Jesus mit den Jüngern9,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes9,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. sprach,sieh doch:Da kam einer der Synagogenleiter9,18 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig. dazu.Er warf sich vor ihm nieder und sagte:»Meine kleine Tochter ist gerade gestorben.Bitte komm mitund lege ihr deine Hand auf –dann wird sie wieder lebendig.«19Jesus stand aufund folgte ihm.Auch seine Jünger9,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. kamen mit.

20Und sieh doch:Da kam eine Frau von hinten an Jesus heran,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.Sie berührte eine Quaste9,20 Quasten: Fäden aus Wolle, die durch ein Loch im Gewand gezogen und dann verknotet wurden, sodass die Fäden sichtbar herunterhingen. seines Mantels9,20 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..21Denn sie sagte sich:»Wenn ich nur seinen Mantel9,21 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. berühre,werde ich gesund.«22Jesus drehte sich um.Als er sie sah,sagte er:»Fasse Mut, meine Tochter!Dein Glaube hat dich gerettet!«Von diesem Augenblick an war die Frau gesund.

23Dann kam Jesus in das Haus9,23 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. des Synagogenleiters9,23 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig..Er sah die Flötenspieler9,23 Flötenspieler: Trauer wurde zu dieser Zeit u. a. durch Musik ausgedrückt. Deshalb kamen Flötenspieler, um besondere Trauerlieder zu spielen.und die aufgeregten Menschen.24Er sagte:»Geht hinaus!Das Mädchen ist nicht tot,sondern es schläft nur.«Da lachten die Leute ihn aus.25Er aber warf die Volksmenge hinaus.Dann ging er hinein zu dem Mädchenund ergriff seine Hand –da stand es auf.26Die Nachricht darüberbreitete sich in der ganzen Gegend aus.

Jesus heilt zwei Blinde

27Von dort9,27 dort: Das Haus des Ortsvorstehers von Kafarnaum; vgl. Matthäus 9,18-26. ging Jesus weiter.Zwei Blinde folgten ihm.Sie riefen:»Hab Erbarmen mit uns,du Sohn9,27 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids9,27 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. 28Jesus ging ins Haus9,28 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..Doch auch dorthin folgten sie ihm.Da sagte Jesus zu den Blinden:»Glaubt9,28 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr,dass ich euch helfen kann?«Sie antworteten ihm:»Ja, Herr!«29Und er berührte ihre Augenund sagte:»Wie ihr geglaubt9,29 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. habt,soll euch geschehen.«30Da wurden ihnen die Augen geöffnet.Jesus befahl ihnen streng:»Seht zu, dass niemand etwas davon erfährt!«31Aber sie gingen hinausund erzählten von Jesusin der ganzen Gegend.

Jesus heilt einen Stummen

32Die geheilten Männer waren gegangen.Sieh doch:Da brachten Leute einen stummen Mann zu Jesus –der war von einem Dämon9,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.33Jesus vertrieb den Dämon9,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. und der Mann begann zu sprechen.Die Volksmenge wunderte sichund sagte:»So etwas hat man in Israel9,33 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. noch nicht gesehen.«34Aber die Pharisäer9,34 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sagten:»Der höchste der Dämonen9,34 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. hilft ihm,andere Dämonen9,34 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«

Der Auftrag der Apostel

9,35–11,1

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Markus 6,34; Markus 6,7; Markus 3,13-19; Lukas 10,2; Lukas 9,1; Lukas 6,12-16
35Jesus zog durch alle Städte und Dörfer des Landes.Er lehrte in ihren Synagogen9,35 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und verkündete die Gute Nachricht9,35 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. vom Himmelreich9,35 Himmelreich: Wörtliche Übersetzung »Königsherrschaft der Himmel«..Und er heilte jede Krankheit und jedes Leiden.

36Jesus sah die große Volksmengeund bekam Mitleid mit den Menschen.Denn sie waren erschöpft und hilflos –wie Schafe,die keinen Hirten9,36 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. haben.37Deshalb sagte er zu seinen Jüngern9,37 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Hier ist eine große Ernte9,37 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,aber es gibt nur wenige Erntearbeiter9,37 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..38Bittet also den Herrn dieser Ernte9,38 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,dass er Arbeiter auf sein Erntefeld9,38 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. schickt!«
10101Jesus10,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … rief seine zwölf Jünger10,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu sich.Er gab ihnen die Vollmacht, böse Geister10,1 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr … auszutreibenund jede Krankheit und jedes Leiden zu heilen.2Das sind die Namen der zwölf Apostel10,2 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. Mehr …:zuerst Simon, der Petrus10,2 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … genannt wird,und sein Bruder Andreas,dann Jakobus, der Sohn von Zebedäus,und sein Bruder Johannes,3Philippus und Bartholomäus,Thomas und Matthäus, der Zolleinnehmer10,3 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. Mehr …,Jakobus, der Sohn von Alphäus,und Thaddäus,4Simon, der Kananäer10,4 Kananäer: Aramäischer Name für die Gruppe der Zeloten. Die Angehörigen dieser jüdischen Glaubensgruppe, legten die biblischen Vorschriften sehr streng aus. Für ihre Durchsetzung setzten sie auch Gewalt ein.,und Judas Iskariot, der Jesus später10,4 später: Matthäus 26,14-16 erzählt, wie Judas Jesus seinen Gegner ausliefert. verriet.

Jesus sendet seine Jünger zu den Menschen aus dem Volk Israel

Markus 6,7-13; Lukas 9,2-6; 10,4-12
5Diese zwölf Jünger10,5 zwölf Jünger: Frauen und Männer, die Jesus folgten und von ihm lernten. Ihre Anzahl entspricht der Anzahl der zwölf Stämme Israels. sandte Jesus10,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … aus.Er forderte sie auf:»Nehmt keinen Weg, der zu den Heiden10,5 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. Mehr … führt!Und geht in keine Stadt, die den Samaritern10,5 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. Mehr … gehört!6Geht stattdessen zu den verlorenen Schafen:den Menschen, die zum Volk Israel10,6 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … gehören!7Geht zu ihnen und verkündet ihnen:›Das Himmelreich10,7 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … kommt jetzt den Menschen nahe!‹8Macht Kranke gesund, weckt Tote auf,befreit Menschen vom Aussatz10,8 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Mehr …, treibt Dämonen10,8 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … aus!Als Geschenk habt ihr alles bekommen –als Geschenk sollt ihr es weitergeben!

9Steckt auch kein Geld in eure Gürtel10,9 Gürtel: Aufbewahrungsort für Wertsachen, wenn man auf Reisen war.weder Gold noch Silber noch Kupfermünzen!10Nehmt keine Vorratstasche für unterwegs mit,kein zusätzliches Hemd10,10 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. Mehr …, keine Sandalen10,10 Sandalen: Wurden in der Antike auf Reisen oder bei der Feldarbeit getragen. Im Alltag ging man oft barfuß.und keinen Wanderstock!Denn wer arbeitet, hat ein Anrecht darauf,versorgt zu werden.11Wenn ihr in eine Stadt oder ein Dorf kommt,sucht jemanden, der es wert ist,euch aufzunehmen.Bei dem bleibt, bis ihr weiterzieht.12Wenn ihr sein Haus betretet,wünscht seinen Bewohnern Frieden10,12 Frieden: Begrüßung, mit der man sich in im umfassenden Sinn Frieden, Glück und Wohlergehen wünscht, die ein Geschenk Gottes sind..13Wenn sie es wert sind,wird dieser Frieden in dem Haus einkehren.Wenn sie es aber nicht wert sind,wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben.14Wenn jemand euch nicht aufnehmenund eure Botschaft nicht anhören will:Verlasst das Haus oder die Stadtund schüttelt den Staub10,14 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. Mehr … von euren Füßen.15Amen10,15 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Für die Leute von Sodom und Gomorra10,15 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. Mehr …wird das Gericht10,15 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … Gottes erträglicher seinals für diese Stadt.«

Die schwere Aufgabe der Jünger

Markus 13,9-13; Lukas 21,12-19
16»Ihr sollt wissen:Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.Seid klug wie die Schlangen,aber zugleich aufrichtig wie die Tauben!17Nehmt euch in Acht vor den Menschen!Denn man wird euch an die Gerichte10,17 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefern,die in den Synagogen10,17 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … tagen.Dort werden sie euch auspeitschen.18Ihr werdet auchvor hohen Regierungsbeamten und Königen stehen müssen,weil ihr euch zu mir bekennt.Und ihr sollt als Zeugen für mich eintretenvor ihnen und den Menschen aus den Völkern.19Wenn man euch den Gerichten ausliefert,macht euch vorher keine Sorgen darüber,was ihr sagen sollt.Sagt einfach das, was euch in dem Augenblick einfällt.20Denn nicht ihr selbst werdet dann reden.Vielmehr ist es der Geist10,20 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … eures Vaters,der durch euch redet.

21Geschwister werden sich gegenseitigdem Henker ausliefern,und sogar ein Vater seine Kinder.Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellenund sie in den Tod schicken.22Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt!Wer aber bis zum Ende standhält, wird gerettet werden.

23Wenn sie euch in der einen Stadt verfolgen,flieht in eine andere.Amen10,23 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch: Ihr werdet mit eurem Auftragin den Städten Israels10,23 Städte Israels: Städte überall in der damals bekannten Welt, in denen Juden wohnen. nicht fertig werden,bis der Menschensohn10,23 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … kommt.

24Kein Jünger10,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … steht über seinem Lehrerund kein Diener über seinem Herrn.25Für den Jünger genügt es,wenn es ihm ergeht wie seinem Lehrer.Und für den Diener genügt es,wenn es ihm ergeht wie seinem Herrn.Wenn sie schon den Hausherrn ›Beelzebul‹10,25 Beelzebul: Bezeichnung für den Anführer der Dämonen und bösen Geister. nennen,wie werden sie dann erst seine Leute beschimpfen!«

Keine Angst vor Menschen haben

Lukas 12,2-9
26»Habt keine Angst vor Menschen!Es gibt nichts Verborgenes, das nicht sichtbar wird,und nichts Geheimes, das nicht bekannt wird.27Was ich euch im Dunkeln anvertraue,das sagt am hellen Tag weiter!Und was ich euch ins Ohr flüstere,das verkündet von den Dächern!28Habt keine Angst vor denen,die nur den Körper töten können, aber nicht die Seele.Habt aber umso mehr Angst vor dem,der Seele und Körper in der Hölle10,28 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. Mehr … vernichten kann.29Kann man nicht zwei Spatzenfür eine Kupfermünze10,29 Kupfermünze: Wörtlich »Assarion«. Der Assarion ist eine kleine römische Kupfermünze von geringem Wert. kaufen?Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde,ohne dass euer Vater10,29 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … es zulässt.30Aber bei euch ist sogarjedes Haar auf dem Kopf gezählt!31Habt also keine Angst!Ihr seid mehr wert als ein ganzer Schwarm Spatzen.

32Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt,zu dem werde auch ich mich bekennenvor meinem Vater im Himmel10,32 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott, die vor allem im Matthäusevangelium vorkommt..33Wer mich aber nicht kennen will vor den Menschen,den will auch ich nicht kennenvor meinem Vater im Himmel.«

Nachfolge im Leiden

Markus 8,34-35; Lukas 12,51-53; 14,26-27; 17,33; Johannes 12,25
34»Denkt ja nicht, dass ich gekommen bin,um Frieden auf die Erde zu bringen!Ich bin nicht gekommen,um Frieden zu bringen, sondern das Schwert10,34 Schwert: Bild für Kampf und Streit. Die Zeit, bevor das Himmelreich anbricht, erwartete man als Schreckenszeit..35*10,35 Vers 35-36: Die Verse 35-36 nehmen Gedanken aus Micha 7,6 auf. Ich bringe Streit zwischeneinem Sohn und seinem Vater,einer Tochter und ihrer Mutter,einer Schwiegertochter und ihrer Schwiegermutter.36Die engsten Verwandten eines Menschenwerden dann zu seinen Feinden.37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.38Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt10,38 Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens. und mir folgt10,38 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr …,ist es nicht wert, zu mir zu gehören.39Wer sein Leben erhalten will, wird es verlieren.Aber wer sein Leben verliert,weil er es für mich einsetzt, wird es erhalten.«

Wer die Jünger aufnimmt, nimmt Jesus auf

Markus 9,41; Lukas 10,16
40»Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf, der mich gesandt hat.41Wer einen Propheten10,41 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … aufnimmt,weil er ein Prophet ist,wird auch wie ein Prophet belohnt werden.Und wer einen Gerechten10,41 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. aufnimmt,weil er ein Gerechter ist,wird auch wie ein Gerechter belohnt werden.42Und wer einem unbedeutenden Menschennur einen Becher mit kaltem Wasser zu trinken gibt,weil er mein Jünger10,42 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … istamen10,42 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch –ein solcher Mensch wird ganz bestimmtseine Belohnung dafür erhalten.«
11111Jesus11,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … beendete seine Anweisungen an die zwölf Jünger11,1 zwölf Jünger: Frauen und Männer, die Jesus folgten und von ihm lernten. Ihre Anzahl entspricht der Anzahl der zwölf Stämme Israels..Dann ging er von dort weiter.Er wollte auch in den umliegenden Städten lehrenund die Gute Nachricht11,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … verkünden.

Wer ist Jesus für die Menschen?

Matthäus 11,2-30

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Lukas 7,18-23
2Johannes11,2 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … saß im Gefängnis.Dort hörte er von den Taten des Christus11,2 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr ….Deshalb schickte er seine Jünger11,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zu Jesus11,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …3und ließ ihn fragen:»Bist du der, der kommen soll11,3 der, der kommen soll: Der von Gott als Retter der Welt angekündigte Christus.,oder müssen wir auf einen anderen warten?«4Jesus antwortete ihnen:»Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht11,4 was ihr hört und seht: In den Versen 5-6 werden Bilder aufgenommen, die sich an einigen Stellen im Buch des Propheten Jesaja finden, so in Jesaja 35,5-6 und Jesaja 61,1. Mit diesen Worten wird hier das Leben beschrieben, das die Menschen in Not erwartet, wenn die von Gott versprochene Zeit des Heils anbricht.:5›Blinde sehen und Lahme gehen.Menschen mit Aussatz11,5 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Als Ursache galten nicht nur medizinische Gründe, sondern auch eine gestörte Beziehung zu Gott. werden rein11,5 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr ….Taube hören, Tote werden zum Leben erweckt,und Armen wird die Gute Nachricht11,5 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr … verkündet.‹6Glückselig ist, wer mich nicht ablehnt.«

Was Jesus über Johannes sagt

Lukas 7,24-35
7Die Jünger11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … von Johannes11,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … gingen wieder zurück.Jesus11,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … begann,zu der Volksmenge über Johannes zu sprechen:»Was habt ihr erwartet zu sehen,als ihr zu Johannes in die Wüste gegangen seid?Etwa ein Schilfrohr11,7 Schilf: Pflanze mit dünnem Stängel, die mehrere Meter hoch werden kann. Daher gerät sie leicht ins Schwanken oder knickt um., das sich im Wind bewegt?8Oder was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Menschen in vornehmer Kleidung?Ihr wisst doch:Leute in vornehmer Kleidung wohnen in Palästen!9Oder was sonst habt ihr erwartet zu sehen?Einen Propheten11,9 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …? Ja, ich sage euch:Ihr habt sogar mehr gesehen als einen Propheten!10Johannes ist derjenige,von dem es in der Heiligen Schrift heißt11,10 es heißt in der Heiligen Schrift: Das Zitat setzt sich zusammen aus 2. Mose/Exodus 23,20 und Maleachi 3,1.:›Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her.Der wird dir den Weg bereiten.‹11Amen11,11 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Kein Mensch, der je von einer Frau geboren wurde,war bedeutender als Johannes der Täufer.Aber selbst der Unbedeutendste im Himmelreich11,11 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …ist bedeutender als er.

12Seit der Zeit von Johannes dem Täufer11,12 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … bis heutewird dem Himmelreich11,12 Himmelreich: Wörtlich »Königsherrschaft der Himmel«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … mit Gewalt Widerstand geleistet.Gewalttätige Menschen wollen es an sich reißen.13Alle Propheten11,13 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …, das Gesetz11,13 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr …und auch Johannes haben es im Auftrag Gottes gesagt:14Ob ihr es wahrhaben wollt oder nicht –Johannes ist tatsächlich der Prophet Elija11,14 Elija: Prophet, der unter Einsatz seines Lebens für Gott stritt und am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde; vgl. 2. Könige 2,1-14.,dessen Kommen angekündigt ist11,14 angekündigt ist: Maleachi 3,23 kündigt das Wiederkommen Elijas als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes an..15Wer Ohren hat, soll gut zuhören!

16Womit soll ich diese Generation vergleichen?Sie sind wie Kinder, die auf den Marktplätzen sitzenund sich beschweren: ›Ihr seid Spielverderber!17Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt.Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr wart nicht traurig.‹18Als Johannes11,18 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … kam, aß und trank er nicht.Deshalb sagen die Leute über ihn:›Er ist von einem Dämon11,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … besessen.‹19Als aber der Menschensohn11,19 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … kam,aß und trank er.Deshalb sagen sie über ihn:›Seht nur: Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit Zolleinnehmern11,19 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. Mehr …und Sündern11,19 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten..‹Doch die Weisheit Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich durch das, was sie bewirkt.«

Das Urteil über die Städte in Galiläa

Lukas 10,13-15
20Dann machte Jesus11,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … den Städten Vorwürfe,in denen er die meisten Wunder11,20 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … getan hatte.Er hielt ihren Bewohnern vor,dass sie ihr Leben nicht ändern wollten:21»Wehe dir, Chorazin11,21 Chorazin: Ortschaft in Galiläa, nördlich des See Gennesaret gelegen.! Wehe dir, Betsaida11,21 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus.!Wären in Tyros und Sidon11,21 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil. die Wunder passiert,die ich bei euch vollbracht habe:Die Menschen hätten schon längst den Sack11,21 Sack: Kleidungsstück aus rauem Leinen, das zum Zeichen von Trauer oder Buße auf der nackten Haut getragen wurde. angelegt.Sie hätten sich Asche auf den Kopf gestreut11,21 sich Asche auf den Kopf streuen: Das Bedecken von Kopf und Körper mit Asche gehört zu den Trauerbräuchen.und ihr Leben geändert.22Aber ich sage euch: Der Tag des Gerichts11,22 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.wird für Tyros und Sidonerträglicher sein als für euch.23Und du, Kapernaum11,23 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., meinst du,du wirst in den Himmel11,23 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … erhoben?In die Hölle11,23 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. Mehr … wirst du hinabgestoßen!Wären in Sodom11,23 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. Mehr … die Wunder passiert,die ich in dir vollbracht habe,würde Sodom heute noch stehen.24Aber ich sage euch: Der Tag des Gerichtswird für Sodom erträglicher sein als für dich.«

Jesus und der Vater

Lukas 10,21-22
25Danach rief Jesus11,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … aus: »Ich preise dich, Vater11,25 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …,du Herr über den Himmel und die Erde!Denn du hast das alles11,25 das alles: Meint die Bedeutung von Jesus als von Gott gesandter Retter der Welt. Sie kommt in den Wundern zum Ausdruck.vor den Weisen und Klugen verborgen.Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart.26Ja, Vater, so hast du es gewollt!27Alles hat mir mein Vater übergeben.Niemand kennt den Sohn11,27 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr …, nur der Vater.Und niemand kennt den Vater, nur der Sohn –und die Menschen,denen der Sohn den Vater zeigen will.«

Bei Jesus Ruhe finden

28»Kommt zu mir, ihr alle,die ihr euch abmüht und belastet seid!Ich will euch Ruhe schenken.29Nehmt das Joch11,29 Joch: Holzbalken, der Tieren über den Nacken gelegt wird, um einen Wagen oder Pflug zu ziehen. Hier Bild für ein Leben im Dienst von Jesus. auf euch, das ich euch gebe.Lernt von mir: Ich meine es gut mit euchund sehe auf niemanden herab.Dann werden eure Seelen Ruhe finden.11,29 Dann werden eure Seelen Ruhe finden.: Zitat aus Jeremia 6,16.30Denn mein Joch ist leicht.Und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last.«