BasisBibel (BB)
1

Gott diskutiert mit seinem Volk

Maleachi 1,1–3,24

Über Jakob und Esau

11Eine prophetische Botschaft:Das Wort des Herrn kam1,1 das Wort des Herrn kam: Typische Redewendung in prophetischen Büchern. Sie verdeutlicht, dass die Propheten in ihren Worten Gottes Willen weitergeben. zu Israeldurch den Propheten1,1 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Maleachi.2Der Herr1,2 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. sagt: »Ich liebe euch.«Ihr aber fragt:»Wodurch zeigt sich, dass du uns liebst?«So lautet der Ausspruch des Herrn1,2 Ausspruch des Herrn: Formelhafter Ausdruck, der vor allem in den Prophetenbüchern ein Gotteswort kennzeichnet.:Ist Esau1,2 Esau: Zwillingsbruder von Jakob und Stammvater der Edomiter, vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–36,43. nicht der Bruder von Jakob1,2 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14.?Jakob liebe ich,3Esau aber hasse ich.Ich habe sein Gebirge zu einer Wüste gemacht.Seinen Erbbesitz1,3 Erbbesitz: Land, das ursprünglich von Gott kommt. Die Nachkommen Esaus dürfen es für ihren Lebensunterhalt nutzen und von Generation zu Generation weitergeben. Der Eigentümer bleibt aber Gott. überließ ich den Schakalen.4Ja, die Edomiter1,4 Edomiter: Nachbarvolk Israels im Süden, dessen Stammvater Esau ist. sagen: »Wir sind geschlagen.Doch wir bauen die Trümmer wieder auf.«So spricht der Herr1,4 so spricht der Herr: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern. Zebaot1,4 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck.: »Sollen sie nur bauen –ich werde es wieder niederreißen.«Man wird es »Gebiet der Verfehlung« nennenund »Volk, auf das der Herr für immer zornig ist«.5Ihr werdet es mit eigenen Augen sehen und sagen:Groß ist der Herr, weit über Israels Grenzen hinaus!

Über die Priester und ihre wertlosen Opfer

6Der Herr1,6 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. Zebaot1,6 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck. sagt zu euch, den Priestern1,6 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes.:Ein Kind ehrt seinen Vater,und ein Sklave1,6 Sklaven: Sie gehörten zum Eigentum anderer Menschen, bekamen keinen Lohn für ihre Arbeit und konnten nicht frei über ihr Leben entscheiden. ehrt seinen Herrn.Wenn ich der Vater bin,wo ist die Ehre, die mir zusteht?Wenn ich der Herr bin,wo ist die Ehrfurcht1,6 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt. vor mir?Ihr verachtet meinen Namen1,6 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum..Ihr fragt: »Wodurch zeigt sich,dass wir deinen Namen verachten?«7Indem ihr auf meinem Altar unreine1,7 unrein: Tiere, Pflanzen und Lebensmittel, die den religiösen Vorschriften des Alten Testaments zufolge nicht gegessen werden dürfen. Speisen darbringt.Ihr fragt: »Wodurch zeigt sich,dass wir den Altar1,7 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. unrein machen?«Es zeigt sich dadurch, dass ihr glaubt,ihr könntet den Tisch des Herrn1,7 Tisch des Herrn: Meint den Altar, eine Art Tisch oder Podest, auf dem Gott Opfergaben dargebracht wurden. vernachlässigen.8Wenn ihr ein blindes Tier1,8 blindes Tier: In 3. Mose/Levitikus 22,21-22 ist festgelegt, dass nur makellose Tiere Gott als Opfer dargebracht werden dürfen. als Schlachtopfer darbringt,sagt ihr, das sei nicht weiter schlimm.Wenn ihr ein lahmes oder krankes Tier darbringt,sagt ihr, auch das sei nicht weiter schlimm.Bietet so etwas doch mal einem wichtigen Mann an!Wird er dann wohl Gefallen an euch habenoder euch freundlich ansehen?Das sagt der Herr Zebaot.9Versucht jetzt, Gott wieder zu beruhigen.Dann kann er uns seine Gnade1,9 Gnade: Liebevolle Zuwendung Gottes, die er den Menschen ohne Vorbedingung schenkt. erweisen.Doch wenn ihr ihm so etwas anbietet,wie kann er euch dann freundlich ansehen?Das sagt der Herr Zebaot.10Wenn es unter euch doch nur einen gäbe,der die Türen zuschließen1,10 Türen zuschließen: Meint das Verriegeln der Eingangstüren des Tempels, sodass er nicht mehr betreten werden kann. würde!Dann würdet ihr die Opfergaben1,10 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott.nicht mehr umsonst auf meinem Altar verbrennen.Ich habe genug von euchund nehme von euch auch keine Opfergaben mehr an.Das sagt der Herr Zebaot.

11Ja, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergangwird mein Name bei den Völkern verehrt.Überall werden meinem Namen Räucheropfer1,11 Räucheropfer: Verbrennen von Weihrauch oder anderen Duftharzen auf einem Räucheraltar. dargebrachtund reine Opfergaben1,11 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt..Ja, bei den Völkern wird mein Name verehrt,sagt der Herr Zebaot1,11 Zebaot: Der Beiname bedeutet übersetzt »(Gott) der himmlischen Heere« und bringt die Fülle von Gottes Macht zum Ausdruck..12Ihr aber entehrt ihn, indem ihr sagt:»Man darf den Tisch des Herrn1,12 Tisch des Herrn: Meint den Altar, eine Art Tisch oder Podest, auf dem Gott Opfergaben dargebracht wurden. unrein1,12 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. machen,und das Speiseopfer1,12 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. für ihn darf man vernachlässigen.«13Ihr beschwert euch über eure Arbeitund missachtet den Altar1,13 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden.!Das sagt der Herr Zebaot.Ihr holt gestohlene, lahme und kranke Tiereund bringt sie als Opfergabe dar.Soll ich die etwa gerne von euch annehmen?Das sagt der Herr.14Verflucht1,14 Fluch: Ein Unheil bringendes Wort, durch das die Lebenskraft oder das Wohlergehen des Verfluchten gemindert werden soll. sei derjenige, der betrügt:Es gibt in seiner Herde ein makelloses männliches Tier1,14 makelloses männliches Tier: 3. Mose/Levitikus 22,19 zufolge muss ein Tier, das Gott geopfert werden darf, ein makelloses männliches Tier sein.,das er dem Herrn versprochen hat.Doch dann schlachtet er ein fehlerhaftes Tier1,14 fehlerhafte Tiere: Das Opfern fehlerhafter Tiere wird in 3. Mose/Levitikus 22,17-25 ausdrücklich verboten.!Ja, ich bin ein großer König,und die Völker fürchten sich vor meinem Namen.Das sagt der Herr Zebaot.