BasisBibel (BB)
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Gottes Wort hören und tun

Lukas 8,1-21

Die Zwölf und viele Frauen begleiten Jesus

81In der folgenden Zeit zog Jesus8,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf.Überall verkündete er die Gute Nachricht8,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr …vom Reich Gottes8,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr ….Die Zwölf8,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. begleiteten ihn.2Es waren auch einige Frauen dabei,die Jesus von bösen Geistern8,2 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr …und Krankheiten geheilt hatte:Maria aus Magdala8,2 Magdala: Ortschaft am Westufer des See Gennesaret.,die er von sieben Dämonen8,2 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … befreit hatte;3Johanna, die Frau von Chuza,einem Verwalter im Dienst des Herodes8,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). Mehr …;Susanna und viele andere.Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger8,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …mit dem, was sie besaßen.

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,1-9; Markus 4,1-9
4Eine große Volksmenge versammelte sich um Jesus8,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …,und aus allen Orten strömten die Leute zu ihm.Da erzählte er ihnen ein Gleichnis8,4 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …:5»Ein Bauer ging aufs Feld,um seine Saat auszusäen.Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Die Körner wurden zertreten,und die Vögel pickten sie auf.6Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden.Die Körner gingen auf und vertrockneten schnell wieder,weil sie keine Feuchtigkeit hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln8,7 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Die Disteln gingen mit aufund erstickten die junge Saat.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner gingen aufund brachten hundertfachen Ertrag.«Dann rief Jesus noch:»Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,10-23; Markus 4,10-20
9Da fragten ihn seine Jünger8,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Was bedeutet dieses Gleichnis8,9 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …10Er antwortete8,10 er antwortete: Am Ende der Antwort werden Worte aus Jesaja 6,9 aufgenommen.: »Euch ist es geschenkt,das Geheimnis vom Reich Gottes8,10 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … zu verstehen.Aber die anderen Menschen erfahren davonnur in Gleichnissen.Denn sie sollen sehen, ohne etwas zu erkennen,und hören, ohne etwas zu verstehen.

11Dies ist die Bedeutung des Gleichnisses8,11 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …:Die Saat ist das Wort Gottes8,11 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind..12Was auf den Weg fällt,steht für die Menschen, die das Wort hören.Aber dann kommt der Teufel8,12 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr ….Er nimmt es wieder weg aus ihren Herzen,damit sie nicht glauben und gerettet werden.13Ein anderer Teil fällt auf felsigen Boden.Er steht für die Menschen, die das Wort hörenund gleich mit Freude in sich aufnehmen.Aber es schlägt keine Wurzeln.Eine Zeit lang glauben sie.Doch sobald sie auf die Probe gestellt werden,wenden sie sich wieder ab.14Noch ein anderer Teil fällt zwischen die Disteln8,14 Distel: Meist stachelige Pflanze, die zum Unkraut gezählt wird..Er steht für die Menschen, die das Wort zunächst hören.Doch dann gehen sie fort.Sie ersticken in Sorgen, in Reichtum und den Freuden,die das Leben bietet.Daher bringen sie keinen Ertrag.15Aber ein Teil fällt auch auf guten Boden.Er steht für die Menschen, die das Wortmit offenem und bereitwilligem Herzen hören.Sie bewahren es und halten durch –und so bringen sie viel Ertrag.«

Das Gleichnis von der Lampe

Matthäus 13,12; Markus 4,21-25
16Weiter sagte Jesus8,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Niemand zündet eine Öllampe8,16 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. Mehr … anund deckt sie mit einem Gefäß zuoder stellt sie unter ein Bett.Vielmehr stellt man sie auf einen Ständer.So können alle, die hereinkommen, das Licht sehen.17Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen wird.Und es gibt nichts Geheimes,das nicht bekannt wird und ans Licht kommt.18Achtet darauf, dass ihr gut zuhört.Denn wer etwas hat, dem wird noch mehr gegeben.Wer nichts hat, dem wird auch das noch weggenommen,was er meint zu haben.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Markus 3,31-35
19Da kamen die Mutter und die Brüder von Jesus8,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu ihm.Doch wegen der Volksmengekonnten sie nicht zu ihm durchkommen.20Jesus wurde mitgeteilt:»Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen.Sie wollen dich sehen.«21Aber Jesus antwortete:»Meine Mutter und meine Brüder sind alle,die das Wort Gottes8,21 Wort Gottes: Gottes Versprechen, dass die Menschen durch Tod und Auferstehung von Christus mit Gott versöhnt sind. hören und danach handeln.«

Jesus tut Wunder

Lukas 8,22-56

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,23-27; Markus 4,35-41
22Eines Tages stieg Jesus8,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … mit seinen Jüngern8,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … in ein Boot.Er sagte zu ihnen:»Wir wollen ans andere Ufer des Sees8,22 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. fahren.«So legten sie vom Land ab.23Unterwegs schlief Jesus ein.Plötzlich wühlte ein Sturm den See auf,ein Fallwind8,23 Fallwind: Trockener Wind, der mit großer Geschwindigkeit vom Gebirge hinabfegt. von den Bergen.Wasser schlug in das Boot,und sie waren in großer Gefahr.24Die Jünger gingen zu Jesus und weckten ihn.Sie riefen: »Meister8,24 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., Meister! Wir gehen unter!«Jesus stand auf und bedrohte den Wind und die Wellen.Da hörten sie auf zu toben, und es wurde ganz still.25Jesus fragte die Jünger:»Wo ist euer Glaube8,25 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … geblieben?«Da fürchteten sie sich und staunten zugleich.Sie fragten sich: »Wer ist er eigentlich?Er befiehlt dem Wind und den Wellen,und sie gehorchen ihm.«

Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird

Matthäus 8,28-34; Markus 5,1-20
26Jesus8,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und seine Jünger8,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … fuhren mit dem Bootin das Gebiet der Stadt Gerasa8,26 Gerasa: Blühende Stadt etwa 60 km südöstlich des See Gennesaret auf nicht-jüdischem Gebiet..Das liegt gegenüber von Galiläa8,26 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr ….27Als Jesus an Land ging,kam ihm aus der Stadt ein Mann entgegen.Er war von Dämonen8,27 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … besessen.Schon lange trug er keine Kleider mehr.Er lebte auch nicht in einem Haus,sondern in den Grabkammern8,27 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. Mehr ….28Als er Jesus sah, schrie er aufund warf sich vor ihm nieder.Mit lauter Stimme rief er: »Was willst du von mir,Jesus, Sohn des Höchsten Gottes8,28 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr …?Ich flehe dich an: Quäl mich nicht!«29Denn Jesus hatte dem bösen Geist8,29 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr … befohlen:»Gib diesen Menschen frei!«Der Geist hatte den Mannschon lange in seiner Gewalt.Schon oft hatte man dem MannKetten und Fußfesseln angelegt.So hatte man versucht,ihn in sicherem Gewahrsam zu halten.Doch er hatte die Fesseln immer wieder zerrissen.Der Dämon hatte ihn dann immer wiederin einsame Gegenden getrieben.

30Jesus8,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … fragte ihn: »Wie heißt du?«Er antwortete: »Legion8,30 Legion: Ausdruck für eine sehr hohe Zahl. Eine Legion ist die größte Abteilung des römischen Heeres mit etwa 4000–6000 Mann.Denn viele Dämonen8,30 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … waren in den Mann gefahren.31Die Dämonen baten Jesus:»Verbanne uns nicht in die Unterwelt8,31 Unterwelt: Nach der damaligen Vorstellung ein Strafort, an dem die Gegner Gottes gefangen gehalten werden.32Auf dem Berg in der Näheweidete eine große Schweineherde.Die Dämonen baten Jesus:»Erlaube uns, in die Schweine8,32 Schwein: Gilt in der Bibel als unreines Tier. Es darf nicht gegessen werden oder in den Bereich Gottes kommen. Mehr … hineinzufahren.«Und er erlaubte es ihnen.33Da verließen die Dämonen8,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … den Mannund fuhren in die Schweine.Die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den Seeund ertrank.

34Als die Schweinehirten das sahen,ergriffen sie die Flucht.Sie erzählten davon in der Stadt und in den Dörfern.35Die Leute kamen herbei,um selbst zu sehen, was geschehen war.Sie kamen zu Jesus8,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und fanden den Mann,aus dem die Dämonen ausgefahren waren.Er saß Jesus zu Füßen,war angezogen und ganz vernünftig.Da fürchteten sich die Leute.36Einige hatten aber gesehen, wie der Mannvon den Dämonen geheilt worden war.Diese berichteten den anderen davon.37Die ganze Bevölkerung von Gerasa8,37 Gerasa: Blühende Stadt rund 60 km südöstlich vom See Gennesaret in nicht-jüdischem Gebiet. und aus der Umgebungforderte Jesus daraufhin auf, von ihnen wegzugehen.Denn große Furcht hatte sie erfasst.

Da stieg Jesus8,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ins Boot, um zurückzufahren.38Aber der Mann, aus dem die Dämonen8,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … ausgefahren waren,bat Jesus: »Ich möchte bei dir bleiben.«Doch Jesus schickte ihn fort und sagte:39»Geh zurück nach Hause und erzähle,was Gott für dich getan hat.«Da kehrte der Mann zurück.Er verkündete in der ganzen Stadt,was Jesus für ihn getan hatte.

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Matthäus 9,18-26; Markus 5,21-43
40Jesus8,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … kehrte auf die andere Seite des Sees8,40 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. zurück.Dort empfing ihn die Volksmenge.Alle hatten auf ihn gewartet.41Da kam ein Mann namens Jairus zu ihm.Er war der Leiter der Synagoge8,41 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. Mehr ….Der warf sich vor Jesus nieder und flehte ihn an:»Komm in mein Haus!42Meine Tochter liegt im Sterben!Sie ist mein einziges Kindund gerade einmal zwölf Jahre alt.«

Unterwegs wurde Jesus8,42 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … von der Volksmenge fast erdrückt.43Unter den Leuten war auch eine Frau,die seit zwölf Jahren an Blutungen litt.Sie hatte ihr ganzes Vermögen für Ärzte ausgegeben,aber keiner hatte sie heilen können.44Sie drängte sich von hinten an Jesus heranund berührte einen Zipfel seines Mantels8,44 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Mehr ….Im selben Augenblick hörte ihre Blutung auf.45Jesus fragte: »Wer hat mich berührt?«Keiner wollte es gewesen sein.Petrus8,45 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … sagte: »Meister8,45 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«.,all die Leute umringen und bedrängen dich.«46Aber Jesus erwiderte: »Jemand hat mich berührt.Ich habe doch gemerkt,dass Kraft von mir ausgegangen ist.«47Da wusste die Frau,dass sie es nicht verheimlichen konnte.Zitternd trat sie vorund warf sich vor Jesus nieder.Vor dem ganzen Volk erklärte sie,warum sie ihn berührt hatte.Und sie erzählte,wie sie im selben Augenblick geheilt worden war.48Jesus aber sagte zu ihr:»Tochter, dein Glaube8,48 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … hat dich gerettet.Geh in Frieden.«

49Während er noch redete,kam jemand aus dem Haus des Synagogenleiters8,49 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. Mehr ….Er sagte: »Deine Tochter ist gestorben.Bemühe den Lehrer8,49 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. nicht mehr.«50Als Jesus8,50 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … das hörte, sagte er zu Jairus:»Hab keine Angst!Glaube8,50 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … nur, dann wird sie gerettet.«51Als Jesus zum Haus von Jairus kam,ließ er niemanden mit hineingehen –nur Petrus8,51 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr …, Johannes und Jakobussowie den Vater und die Mutter des Kindes.52Alle weinten und trauerten um das Mädchen.Aber Jesus sagte: »Hört auf zu weinen!Denn das Mädchen ist nicht tot, sie schläft nur.«53Da lachten sie ihn aus.Sie wussten ja, dass sie gestorben war.54Aber Jesus nahm ihre Hand und rief laut:»Mädchen, steh auf!«55Da kehrte das Leben in das Mädchen zurück,und sie stand sofort auf.Jesus ordnete an: »Gebt ihr etwas zu essen!«56Ihre Eltern gerieten außer sich.Jesus aber befahl ihnen:»Erzählt niemandem, was geschehen ist.«
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Nachfolge auf dem Weg des Leidens

Lukas 9,1-50

Jesus sendet seine Jünger aus

Matthäus 10,9-15; Markus 6,7-13
91Jesus9,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … rief die Zwölf9,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zusammen.Er gab ihnen Kraft und Vollmacht,alle Dämonen9,1 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … auszutreiben und Krankheiten zu heilen.2Er sandte sie aus,um das Reich Gottes9,2 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … zu verkündenund die Kranken gesund zu machen.3Er sagte zu ihnen:»Nehmt nichts mit auf den Weg:keinen Wanderstock, keine Vorratstasche,kein Brot, kein Geld und kein zusätzliches Hemd9,3 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. Mehr ….4Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet,bleibt dort und zieht von dort aus weiter.5Wenn euch die Leute nicht aufnehmen: Verlasst die Stadtund schüttelt den Staub9,5 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. Mehr … von euren Füßen.Dadurch sollen die Leute erkennen,dass ihr Verhalten Folgen haben wird.«6Die Jünger9,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zogen los und wanderten von Dorf zu Dorf.Überall verkündeten sie die Gute Nachricht9,6 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr …und heilten die Kranken.

Was Herodes über Jesus denkt

Matthäus 14,1-2; Markus 6,14-16
7Der Landesfürst Herodes9,7 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). Mehr … hörte von all diesen Vorgängen.Er war beunruhigt, denn einige sagten über Jesus9,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Er ist Johannes9,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr …, der von den Toten auferstanden ist.«8Andere sagten: »Elija9,8 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. ist aus dem Himmel zurückgekommen.«Wieder andere behaupteten:»Einer der alten Propheten9,8 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … ist auferstanden.«9Aber Herodes sagte:»Ich selber habe Johannes den Kopf abschlagen lassen.Wer ist dann der, über den ich solche Dinge höre?«Deshalb wollte er Jesus kennenlernen.

Jesus macht 5000 Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Johannes 6,1-13
10Die Apostel9,10 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. Mehr … kehrten zu Jesus9,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zurück.Sie berichteten ihm, was sie alles getan hatten.Dann nahm er sie mit sich.Er brachte sie in die Gegend bei der Stadt Betsaida9,10 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus.,um mit ihnen allein zu sein.11Als die Leute davon erfuhren, folgten9,11 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … sie ihm.Jesus ließ sie zu sich.Er erzählte ihnen vom Reich Gottes9,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …und machte alle gesund, die Heilung brauchten.12Als es Abend wurde, kamen die Zwölf9,12 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu Jesus und sagten:»Schick doch die Leute weg. Dann können siezu den umliegenden Dörfern und Höfen ziehen.Dort finden sie eine Unterkunft und etwas zu essen,denn wir sind hier in einer einsamen Gegend.«13Jesus antwortete:»Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen!«Da sagten sie:»Wir haben nicht mehr als fünf Brote9,13 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. Mehr … und zwei Fische9,13 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln. Mehr ….Oder sollen wir etwa losgehenund für das ganze Volk etwas zu essen kaufen?«14Es waren nämlich ungefähr 5000 Männer9,14 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren..Da sagte Jesus zu seinen Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …: »Sorgt dafür,dass sich die Leute zum Essen niederlassen –in Gruppen zu etwa fünfzig.«15So machten es die Jünger, und alle ließen sich nieder.

16Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische.Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür.Dann brach er sie in Stücke und gab sie den Jüngern.Die sollten sie an die Volksmenge austeilen.17Die Leute aßen, und alle wurden satt.Dann wurden die Reste eingesammelt,die sie übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll.

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-20; Markus 8,27-30; Johannes 6,67-69
18Einmal hatte Jesus9,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sich zurückgezogen,um allein zu beten9,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr ….Nur die Jünger9,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … waren bei ihm.Da fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«19Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer9,19 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr …,andere für Elija9,19 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23..Wieder andere meinen,dass einer der anderen Propheten9,19 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … von früherauferstanden ist.«20Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«Petrus9,20 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … antwortete:»Für den Christus9,20 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr …, den Gott gesandt hat.«21Aber Jesus schärfte ihnen mit aller Strenge ein:»Sagt das niemandem weiter!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,21-23; Markus 8,31-33
22Dann sagte Jesus9,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Der Menschensohn9,22 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten9,22 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten., die führenden Priester9,22 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …und die Schriftgelehrten9,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …werden ihn als Verbrecher behandeln.Sie werden ihn hinrichten lassen.Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferweckt9,22 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. werden.«

Das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 16,24-28; Markus 8,34–9,1
23Dann sagte Jesus9,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu allen Jüngern9,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Wer zu mir gehören will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss jeden Tag sein Kreuz auf sich nehmen9,23 Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens.und mir auf meinem Weg folgen9,23 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr ….24Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer sich aber zu mir bekennt9,24 zu mir bekennt: Jemand spricht öffentlich aus, dass er an Jesus Christus glaubt. So wissen alle, dass diese Person ihr Leben in den Dienst von Christus stellt.und deshalb sein Leben verliert9,24 sein Leben verlieren: Wortspiel mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes »Leben«. Dem biologischen Leben, das man im Ernstfall aufs Spiel setzt, wenn man sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, wird das neue, von Gott geschenkte Leben gegenübergestellt. Es bedeutet, dass man durch den Glauben an Gott bereits in dieser Welt in Gemeinschaft mit ihm lebt., der wird es retten.25Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt –sich aber selbst verliertoder schweren Schaden nimmt?26Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekennt,muss wissen:Der Menschensohn9,26 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wird sich auch nicht zu ihm bekennen,wenn er wiederkommt –in seiner Herrlichkeitund in der Herrlichkeit des Vatersund der heiligen Engel9,26 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr ….27Das sage ich euch, und es ist wahr:Hier stehen einige, die werden nicht sterben,sondern das Reich Gottes9,27 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … erleben.«

Drei Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-9; Markus 9,2-10
28Etwa acht Tage nachdem Jesus9,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … das gesagt hatte,nahm er Petrus9,28 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr …, Johannes und Jakobus mit sich.Er stieg auf einen Berg, um zu beten9,28 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr ….29Während er betete,sah sein Gesicht auf einmal ganz verändert aus,und seine Kleidung glänzte strahlend weiß.30Da redeten zwei Männer mit ihm.Es waren Mose9,30 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und Elija9,30 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.,31die in Herrlichkeit erschienen.Sie sprachen mit Jesus über den Tod,der ihm nach Gottes Plan in Jerusalem9,31 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … bevorstand.32Aber Petrus und die anderen waren fast eingeschlafen.Trotzdem hielten sie sich wach.So sahen sie Jesus in seiner Herrlichkeitund die zwei Männer, die bei ihm standen.33Als die beiden sich von Jesus trennen wollten,sagte Petrus zu ihm:»Meister9,33 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., es ist gut, dass wir hier sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.«Aber er wusste nicht, was er da sagte.

34Während Petrus9,34 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … noch redete, zog eine Wolke auf,und ihr Schatten legte sich über sie.Die Wolke hüllte sie ganz ein, und sie fürchteten sich.35Eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein Sohn9,35 mein Sohn: Mit diesen Worten wird Jesus bei seiner Taufe von einer Stimme aus dem Himmel angeredet, vgl. Lukas 3,22., ihn habe ich erwählt.Hört auf ihn!«36Während die Stimme noch erklang,war Jesus9,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … plötzlich wieder allein.Die Jünger9,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … behielten das alles für sich.Sie erzählten damals niemandem, was sie gesehen hatten.

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-18; Markus 9,14-27
37Am folgenden Tagstiegen Jesus9,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und die drei Jünger9,37 drei Jünger: Lukas 9,28 erzählt, dass Jesus die Jünger Petrus, Johannes und Jakobus mit auf den Berg nimmt. vom Berg herab.Eine große Volksmenge kam Jesus entgegen.38Da schrie ein Mann aus der Volksmenge:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich bitte dich: Schau nach meinem Sohn!Er ist mein einziges Kind.39Immer wieder packt ihn ein böser Geist9,39 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr …,sodass er plötzlich aufschreit.Der Geist zerrt ihn hin und her,bis er Schaum vor dem Mund hat.Er lässt ihn kaum wieder losund richtet ihn noch zugrunde.40Ich habe deine Jünger gebeten,den Geist auszutreiben, aber sie konnten es nicht.«41Da antwortete Jesus:»Was seid ihr nur für eine ungläubigeund verkehrte Generation!Wie lange soll ich noch bei euch bleibenund euch ertragen?Bring deinen Sohn her!«42Als der Junge sich Jesus näherte,riss der Dämon9,42 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … ihn zu Bodenund zerrte ihn hin und her.Aber Jesus bedrohte den bösen Geist.Er machte den Jungen gesundund gab ihn seinem Vater zurück.43Da gerieten alle außer sich,so sehr staunten sie über die Macht und Größe Gottes.

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Markus 9,30-32
Alle waren tief beeindruckt von dem, was Jesus9,43 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … tat.Da sagte er zu seinen Jüngern9,43 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:44»Merkt euch gut, was ich jetzt sage:Der Menschensohn9,44 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wird ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.«45Aber die Jünger verstanden nicht,was Jesus sagen wollte.Die Bedeutung war ihnen verhüllt,sodass sie es nicht begreifen konnten.Und sie scheuten sich, ihn danach zu fragen.

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Markus 9,33-37
46Die Jünger9,46 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … stritten darüber,wer von ihnen der Wichtigste war.47Jesus9,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … wusste, was in ihnen vorging.Er nahm ein Kind, stellte es neben sich48und sagte zu ihnen: »Wer dieses Kind aufnimmtund sich dabei auf mich beruft, der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf, der mich gesandt hat.Denn wer unter euch allen der Geringste ist,der ist in Wirklichkeit groß.«

Wer nicht gegen euch ist, ist für euch

Markus 9,38-40
49Johannes sagte zu Jesus9,49 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Meister9,49 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,49 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«50Aber Jesus antwortete: »Hindert ihn nicht daran!Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

Lukas 9,51–19,27

Was es bedeutet, Jesus nachzufolgen

Lukas 9,51–10,24

Jesus wird in einem Dorf in Samarien abgewiesen

51Dann war es so weit: Die Tage kamen näher,an denen Jesus9,51 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … die Welt verlassenund in den Himmel aufgenommen9,51 in den Himmel aufgenommen: Von der Himmelfahrt erzählen Lukas 24,50-53 und Apostelgeschichte 1,4-11. werden sollte.Jesus machte sich fest entschlossenauf den Weg nach Jerusalem9,51 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr ….52Er schickte Boten voraus.Die kamen in ein Dorf der Samariter9,52 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. Mehr …und wollten dort für ihn eine Unterkunft suchen.53Doch die Dorfbewohner nahmen Jesus9,53 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nicht auf,weil Jerusalem9,53 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … sein Ziel war.54Als die Jünger9,54 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … Jakobus und Johannes das erfuhren,sagten sie:»Herr9,54 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr …, wenn du willst, befehlen wir9,54 befehlen wir: Im Folgenden werden Worte aus 2. Könige 1,10 aufgenommen.:›Feuer soll vom Himmel fallen und sie vernichten!‹«55Da drehte er sich zu ihnen umund wies sie streng zurecht.[...]9,55 [...]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Er sagte: ›Ihr wisst nicht, was für ein Geist da aus euch spricht. Der Menschensohn ist nicht gekommen, um Menschenleben zu vernichten, sondern um sie zu retten.‹«56Dann zogen sie weiter in ein anderes Dorf.

Sich ganz auf Jesus einlassen

Matthäus 8,19-22
57Unterwegs sagte jemand zu Jesus9,57 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Ich will dir folgen9,57 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr …, wohin du auch gehst!«58Jesus antwortete:»Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihr Nest.Aber der Menschensohn9,58 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … hat keinen Ort,an dem er sich ausruhen kann.«

59Einen anderen forderte Jesus9,59 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … auf: »Folge9,59 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … mir!«Aber der sagte: »Herr, erlaube mir,zuerst noch einmal nach Hause zu gehenund meinen Vater zu begraben.«60Aber Jesus antwortete:»Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben.Du aber geh los und verkünde das Reich Gottes9,60 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …

61Wieder ein anderer sagte zu Jesus9,61 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Ich will dir folgen9,61 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr …, Herr!Doch erlaube mir,zuerst von meiner Familie Abschied zu nehmen.«62Aber Jesus antwortete:»Wer die Hand an den Pflug9,62 Pflug: Landwirtschaftliches Gerät zum Lockern des Ackerbodens. legt und zurückschaut,der eignet sich nicht für das Reich Gottes9,62 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …
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Jesus sendet 72 Jünger aus

Matthäus 10,7-16
101Danach bestimmte der Herr10,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr …weitere 7210,1 72: In einigen alten Handschriften findet sich die Zahl 70. von seinen Jüngern10,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr ….Er sandte sie jeweils zu zweit vor sich her.Sie sollten in alle Städte und Orte vorausgehen,in die er selbst gehen w