BasisBibel NT+Ps (BB)
7

Jesus wirkt in Vollmacht

7,1-50

Der Hauptmann von Kafarnaum

Matthäus 8,5-13; Johannes 4,46-53
71Nachdem Jesus7,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. seine Rede vor dem Volk beendet hatte,ging er nach Kafarnaum7,1 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..

2Ein römischer Hauptmann7,2 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. hatte einen Diener7,2 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,den er sehr schätzte.Der war schwer krankund lag im Sterben.3Der Hauptmann hörte von Jesus7,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und schickte einige jüdische7,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Älteste7,3 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. zu ihm.Sie sollten ihn bitten, zu kommenund seinen Diener7,3 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu retten.4So gingen die Ältesten7,4 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. zu Jesus7,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und baten ihn nachdrücklich:»Der Hauptmann7,4 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. ist es wert,dass du ihm hilfst.5Denn er liebt7,5 liebt: Der Hauptmann war zwar kein Jude, aber er stand dem jüdischen Glauben nahe: Er besuchte die Gottesdienste, kannte das Gesetz und befolgte die wichtigsten Gebote. unser Volk.Er hat uns sogar die Synagoge7,5 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. gebaut.«6Da ging Jesus7,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mit ihnen.

Aber als er nicht mehr weit von dem Haus7,6 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. entfernt war,schickte der Hauptmann7,6 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. Freunde zu ihm.Er ließ ihm ausrichten:»Herr7,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., bemühe dich nicht.Denn ich bin es nicht wert7,6 wert: Fromme Juden vermieden jeden Kontakt mit Nichtjuden. Deshalb wollte der Hauptmann es Jesus nicht zumuten, zu ihm nach Hause zu kommen.,dass du mein Haus7,6 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. betrittst7,6 betrittst: Wörtlich heißt es in Lukas 7,6: »Herr, bemühe dich nicht. Denn ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach kommst.«.7Deshalb hielt ich mich auch nicht für würdig,selbst zu dir zu kommen.Aber sprich ein Wortund mein Diener7,7 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. wird gesund.8Denn auch bei mir ist es so,dass ich höheren Befehlen gehorchen muss.Und ich selbst habe Soldaten,die mir unterstehen.Wenn ich zu einem sage:›Geh!‹,dann geht er.Und wenn ich zu einem anderen sage:›Komm!‹,dann kommt er.Und wenn ich zu meinem Diener7,8 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. sage:›Tu das!‹,dann tut er es.«

9Als Jesus7,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das hörte,staunte er über ihn.Er drehte sich umund sagte zu der Volksmenge,die ihm folgte:»Das sage ich euch:Nicht einmal in Israel7,9 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. habe ich so einen Glauben7,9 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gefunden.«10Die Boten des Hauptmanns7,10 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. kehrten in das Haus7,10 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. zurück.Da sahen sie, dass der Diener7,10 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. gesund war.

Jesus macht einen Toten lebendig

11Dann, bald darauf, zog Jesus7,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. weiter zu der Stadt Naïn.Seine Jünger7,11 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. und eine große Volksmenge zogen mit ihm.12Als Jesus7,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich dem Stadttor näherte,sieh doch:Da wurde ein Toter7,12 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten. herausgetragen.Er war der einzige Sohn seiner Mutterund sie war eine Witwe7,12 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. .Viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.

13Als der Herr7,13 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. die Witwe7,13 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. sah,bekam er Mitleid mit ihrund sagte:»Weine nicht!«14Dann trat er näher heranund berührte die Bahre.Die Träger blieben stehen.Jesus sagte:»Junger Mann, ich befehle dir:Steh auf!«15Da richtete der Tote sich aufund fing an zu reden.Und Jesus7,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihn seiner Mutter zurück.

16Alle wurden von Furcht7,16 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. gepackt.Sie lobten Gott und riefen:»Ein großer Prophet7,16 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. tritt unter uns auf.Gott ist seinem Volk zu Hilfe gekommen7,16 zu Hilfe gekommen: Die Leute bestätigen an dieser Stelle das Wort des Zacharias in Lukas 1,78. In Lukas 19,44 wird Jesus darüber weinen, dass sie nicht erkannt haben, wie Gott ihnen zu Hilfe kommt.17Die Nachricht darüber,was Jesus7,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. getan hatte,verbreitete sich überall in Judäa7,17 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und in der ganzen Umgebung.

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Matthäus 11,2-6
18Auch Johannes7,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. erfuhr durch seine Jünger7,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von all diesen Ereignissen.Da rief er zwei von ihnen zu sich19und schickte sie zum Herrn7,19 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..Sie sollten ihn fragen:»Bist du der7,19 der: Gemeint ist der von Gott versprochene Retter (Messias).,der kommen soll,oder sollen wir auf einen anderen warten?«

20Als die Männer zu Jesus7,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kamen,sagten sie:»Johannes der Täufer7,20 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. schickt uns zu dirund lässt dich fragen:›Bist du der7,20 der: Gemeint ist der von Gott versprochene Retter (Messias).,der kommen soll,oder sollen wir auf einen anderen warten?‹«21Jesus7,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. heilte gerade viele Menschenvon Krankheiten, schlimmen Leiden und bösen Geistern7,21 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ,und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht.22Er antwortete den Männern:»Geht und berichtet Johannes7,22 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,was ihr gesehen und gehört habt:Blinde sehen,Lahme gehen,Menschen mit Aussatz7,22 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. werden rein7,22 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.,Taube hören,Tote werden zum Leben erweckt,Armen wird die Gute Nachricht7,22 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkündet.23Glückselig ist,wer sich nicht von mir abbringen lässt.«

Jesus spricht über Johannes

Matthäus 11,7-19
24Die Boten von Johannes7,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gingen wieder weg.Und Jesus7,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann,zu der Volksmenge über Johannes7,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu sprechen:»Als ihr zu Johannes7,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. in die Wüste7,24 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. gegangen seid:Was habt ihr erwartet zu sehen?Etwa ein Schilfrohr,das sich im Wind bewegt?25Was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Menschen in vornehmer Kleidung7,25 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen.?Seht doch:Leute, die prächtige Kleider7,25 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen. tragenund im Luxus leben,wohnen in Palästen!26Was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Propheten7,26 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.?

Ja, ich sage euch:Ihr habt mehr gesehen als einen Propheten7,26 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!27Johannes7,27 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ist es,von dem es in der Heiligen Schrift7,27 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. heißt7,27 heißt: Vergleiche aus dem Alten Testament Maleachi 3,1 bzw. 2. Mose/Exodus 23,20.:›Siehe:Ich sende meinen Boten vor dir her.Er wird dir deinen Weg bereiten.‹28Das sage ich euch:Unter allen Menschen,die je von einer Frau geboren wurden,gibt es keinen Größeren als Johannes7,28 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Aber selbst der Unbedeutendste im Reich Gottes7,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.ist größer als er.

29Alle aus dem Volkund sogar die Zolleinnehmer7,29 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. haben Johannes7,29 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zugehört.Sie haben geglaubt7,29 geglaubt: Wörtlich heißt es in Vers 29: »Sie haben Gott Recht gegeben und sich von Johannes taufen lassen.«,dass seine Botschaft von Gott kommt.Und sie haben sich von Johannes7,29 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufen7,29 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. lassen.30Aber die Pharisäer7,30 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Gesetzeslehrer7,30 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. haben die Rettung abgelehnt,die Gott für sie vorgesehen hatte.Und sie haben sich nicht von Johannes7,30 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufen7,30 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. lassen.

31Womit soll ich die Menschen dieser Generation vergleichen?Welches Bild passt auf sie?32Sie sind wie Kinder,die auf dem Marktplatz sitzenund sich beschweren:›Ihr seid Spielverderber!Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt!Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht geweint!‹33Johannes der Täufer7,33 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ist gekommen:Er aß kein Brot7,33 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und trank keinen Wein7,33 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. deshalb sagt ihr über ihn:›Er ist von einem Dämon7,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.‹34Der Menschensohn7,34 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. ist gekommen:Er aß und trank –deshalb sagt ihr über ihn:›Seht doch:Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit den Zolleinnehmern7,34 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und mit Menschen,die voller Schuld7,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.‹35Doch die Weisheit7,35 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich durch alle ihre Kinder7,35 Kinder: Gemeint sind die Christen, die die Botschaft von Johannes und Jesus annehmen.

Vergebung und Liebe

36Einer der Pharisäer7,36 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. lud Jesus zum Essen ein.Jesus ging in das Haus des Pharisäers7,36 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und legte7,36 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. sich zu Tisch7,36 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. .

37Und sieh doch:In der Stadt lebte eine Frau7,37 Frau: Vermutlich arbeitete die Frau als Prostituierte..Sie war bekannt dafür,dass sie ein Leben voller Schuld7,37 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. führte.Sie hörte,dass Jesus im Haus des Pharisäers7,37 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu Gast war.Mit einem Fläschchen7,37 Fläschchen: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. voll kostbarem Salböl7,37 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. ging sie dorthin.38Die Frau trat von hintenan das Fußende7,38 Fußende: Wörtlich heißt es in Vers 38: »Die Frau trat von hinten an seine Füße heran.« des Polsters heran,auf dem Jesus7,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. lag.Sie weinte so sehr,dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden.Mit ihren Haaren trocknete sie die Tränen ab.Dann küsste sie seine Füßeund salbte7,38 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. sie mit dem Öl7,38 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst..

39Der Pharisäer7,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm., der Jesus7,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. eingeladen hatte,beobachtete das allesund sagte sich:»Wenn Jesus7,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ein Prophet7,39 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ist,muss er doch wissen,was für eine Frau ihn da berührt –dass sie ein Leben voller Schuld7,39 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. führt.«40Da wandte sich Jesus7,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an ihnund sagte:»Simon7,40 Simon: Gemeint ist hier nicht Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte., ich habe dir etwas zu sagen.«Er antwortete:»Lehrer7,40 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sprich!«41Jesus7,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher:Der eine schuldete ihm fünfhundert Silberstücke,der andere fünfzig.42Da sie es nicht zurückzahlen konnten,schenkte er beiden das Geld7,42 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert..Welcher von ihnenwird dem Geldverleiher wohl dankbarer sein?«43Simon7,43 Simon: Gemeint ist hier nicht Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte. antwortete:»Ich nehme an der,dem der Geldverleiher mehr geschenkt hat.«Da sagte Jesus7,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Du hast recht.«

44Dann drehte er sich zu der Frau umund sagte zu Simon:»Siehst du diese Frau?Ich kam in dein Haus,und du hast mir kein Wasser für die Füße gebracht.Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen nass gemachtund mit ihren Haaren getrocknet.45Du hast mir keinen Kuss7,45 Kuss: Auch zur Zeit von Jesus war es unter Männern üblich, sich durch einen »Begrüßungskuss« oder auch »Bruderkuss« auf die Wange willkommen zu heißen. zur Begrüßung gegeben.Aber sie hat nicht aufgehört,mir die Füße zu küssen,seit ich hier bin.46Du hast meinen Kopf nicht mit Öl7,46 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. gesalbt7,46 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..Aber sie hat meine Füße mit kostbarem Öl7,46 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. gesalbt7,46 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..47Deshalb sage ich dir:Ihre große Schuld7,47 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist ihr vergeben.Deshalb hat sie so viel Liebe7,47 Liebe: Die Liebe ist Ausdruck der Dankbarkeit, nicht Ursache der Vergebung. gezeigt.Wem aber wenig vergeben wird,der zeigt auch nur wenig Liebe.«

48Und Jesus7,48 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu der Frau:»Deine Schuld7,48 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben.«49Die anderen Gäste stellten sich die Frage:»Wer ist das eigentlich?Er vergibt sogar Menschen ihre Schuld7,49 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.50Aber Jesus7,50 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu der Frau:»Dein Glaube7,50 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat dich gerettet.Geh in Frieden7,50 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft.
8

Jesus verkündet die Botschaft im ganzen Land

8,1–9,50

Die Gute Nachricht annehmen

8,1-56

Die Zwölf und viele Frauen begleiten Jesus

81Einmal, in der folgenden Zeit,zog Jesus8,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. von Stadt zu Stadtund von Dorf zu Dorf.Überall verkündete er die Gute Nachricht8,1 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. vom Reich Gottes8,1 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«..Die Zwölf8,1 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. begleiteten ihn.2Es waren auch einige Frauen dabei,die Jesus8,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. von bösen Geistern8,2 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. und Krankheiten geheilt hatte:Maria aus Magdala,die er von sieben Dämonen8,2 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. befreit hatte;3Johanna,die Frau von Chuzas,einem Verwalter im Dienst des Herodes8,3 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.;Susannaund viele andere.Sie alle unterstützten Jesus8,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und die Jünger8,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. mit dem, was sie besaßen.

Das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,1-9; Markus 4,1-9
4Eine große Volksmenge versammelte sich um Jesus8,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und aus allen Orten strömten die Leute zu ihm.Da erzählte er ihnen ein Gleichnis8,4 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:5»Ein Bauer ging aufs Feld,um seine Saat auszusäen8,5 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen..Während er die Körner auswarf,fiel ein Teil davon auf den Weg.Die Körner wurden zertretenund die Vögel pickten sie auf.6Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden.Die Körner gingen aufund vertrockneten sofort wieder,weil sie keine Feuchtigkeit hatten.7Ein weiterer Teil fiel zwischen die Disteln8,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. .Die Disteln8,7 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. gingen mit aufund erstickten die junge Saat.8Aber ein anderer Teil fiel auf guten Boden.Die Körner gingen aufund brachten sofort hundertfache Frucht.«

Dann rief Jesus8,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. noch:»Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören.«

Jesus erklärt das Gleichnis vom Säen auf verschiedenen Böden

Matthäus 13,10-23; Markus 4,10-20
9Da fragten ihn seine Jünger8,9 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Was bedeutet dieses Gleichnis8,9 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.10Er antwortete:»Euch ist es geschenkt,das Geheimnis vom Reich Gottes8,10 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. zu verstehen.Aber die anderen Menschen erfahren davon nur in Gleichnissen8,10 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..Denn sie sollensehen, ohne etwas zu erkennen,und hören, ohne etwas zu verstehen8,10 verstehen: Vergleiche aus dem Alten Testament Jesaja 6,9-10..

11Dies ist die Bedeutung des Gleichnisses8,11 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:Die Saat ist das Wort Gottes.12Was auf den Weg fällt,steht für die Menschen,die das Wort8,12 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hören.Aber dann kommt der Teufel8,12 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen..Er nimmt es wieder weg aus ihrem Herzen,damit sie nicht glaubenund gerettet werden.13Was auf felsigen Boden fällt,steht für die Menschen,die das Wort8,13 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hörenund gleich mit Freude in sich aufnehmen.Aber es schlägt keine Wurzeln.Sie glauben eine Zeit lang.Doch sobald sie auf die Probe gestellt werden,wenden sie sich davon ab.14Was zwischen die Disteln8,14 Distel: Disteln sind im Land der Bibel sehr häufig. Sie wachsen in dichten Streifen auf kultivierten oder brachliegenden Böden. fällt,steht für die Menschen,die das Wort8,14 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. hören.Doch dann gehen sie fortund ersticken in Sorgen, Reichtum und den Freuden,die das Leben bietet.Sie bringen keine Frucht.15Aber was auf guten Boden fällt,steht für die Menschen,die das Wort mit offenem und bereitwilligem Herzen hören.Sie bewahren es und halten durch –und so bringen sie reiche Frucht.«

Ein weiteres Gleichnis: Von der Lampe

Markus 4,21-25
16Weiter sagte Jesus8,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Niemand zündet eine Öllampe8,16 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. anund deckt sie mit einem Gefäß zuoder stellt sie unter ein Bett.Sondern man stellt sie auf einen Ständer,damit alle, die hereinkommen,das Licht sehen.17Es gibt nichts Verborgenes,das nicht zutage kommen wird.Und es gibt nichts Geheimes,das nicht bekannt wirdund ans Licht kommt.

18Achtet darauf,dass ihr gut zuhört.Denn wer viel hat,dem wird noch mehr gegeben.Wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen,was er meint zu haben.«

Wer zur Familie von Jesus gehört

Matthäus 12,46-50; Markus 3,31-35
19Da kamen die Mutter und die Brüder von Jesus8,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm.Doch wegen der Volksmengekonnten sie nicht zu ihm durchkommen.20Jesus8,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wurde mitgeteilt:»Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen.Sie wollen dich sehen.«21Aber Jesus8,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Meine Mutter und meine Brüder sind alle,die das Wort8,21 Wort: Gemeint ist das Wort Gottes, d. h. die Botschaft, die Gott den Menschen gibt. Gottes hören und danach handeln.«

Im Sturm auf die Probe gestellt

Matthäus 8,18.23-27; Markus 4,35-41
22Einmal, in diesen Tagen,stieg Jesus8,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mit seinen Jüngern8,22 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. in ein Boot8,22 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. .Er sagte zu ihnen:»Wir wollen ans andere Ufer des Sees8,22 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. fahren.«So legten sie vom Land ab.23Unterwegs schlief Jesus8,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ein.

Plötzlich wühlte ein Sturm den See8,23 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. auf,ein Fallwind8,23 Fallwind: Trockener Wind, der mit großer Geschwindigkeit vom Gebirge hinabfegt. Fallwinde kommen aufgrund der geografischen und meteorologischen Bedingungen am See Gennesaret häufig vor. von den Bergen.Wasser schlug in das Boot8,23 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. und sie waren in großer Gefahr.24Die Jünger8,24 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. gingen zu Jesus8,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und weckten ihn.Sie riefen:»Meister8,24 Meister: Bei Lukas sprechen die Jünger Jesus als »Meister« an., Meister8,24 Meister: Bei Lukas sprechen die Jünger Jesus als »Meister« an.!Wir gehen unter!«Jesus8,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stand aufund bedrohte den Wind und die Wellen.Da hörten sie auf zu tobenund es wurde ganz still.

25Jesus8,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fragte die Jünger8,25 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Wo ist euer Glaube8,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. geblieben?«Da fürchteten8,25 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. sie sichund staunten zugleich.Sie fragten sich:»Wer ist er eigentlich?Er befiehlt dem Wind und den Wellenund sie gehorchen ihm.«

Jesus befreit einen Mann, der von Dämonen beherrscht wird

Matthäus 8,28-34; Markus 5,1-20
26Jesus8,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und seine Jünger8,26 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. fuhren mit dem Boot8,26 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. in das Gebiet der Gerasener8,26 Gerasa: Zur Zeit des Neuen Testaments blühende Stadt rund 60 km südöstlich vom See Gennesaret in nichtjüdischem Gebiet.das liegt gegenüber von Galiläa8,26 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..27Als Jesus8,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an Land ging,kam ihm aus der Stadt ein Mann entgegen.Er war von Dämonen8,27 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.Schon lange trug er keine Kleider8,27 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. mehr.Er lebte auch nicht in einem Haus8,27 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,sondern in den Grabkammern8,27 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..

28Als er Jesus8,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah,schrie er aufund warf sich vor ihm nieder.Mit lauter Stimme rief er:»Was willst du von mir,Jesus, du Sohn des höchsten Gottes8,28 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.?Ich bitte dich:Quäl mich nicht!«29Denn Jesus8,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hatte dem bösen Geist8,29 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. befohlen:»Gib diesen Menschen frei!«Denn der Geist8,29 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. hatte den Mannschon lange in seiner Gewalt.Schon oft hatte man dem MannKetten und Fußfesseln angelegt,um ihn in sicherem Gewahrsam halten zu können.Doch er hatte die Fesseln immer wieder zerrissenund war von dem Dämon8,29 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. in einsame Gegenden getrieben worden.

30Jesus8,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fragte ihn:»Wie heißt du?«Er antwortete:»Legion8,30 Legion: Größte Abteilung des römischen Heeres, 4000–6000 Mann. Ausdruck für eine sehr hohe Zahl.Denn viele Dämonen8,30 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. waren in den Mann gefahren.31Und die Dämonen8,31 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. baten Jesus8,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Verbanne uns nicht in die Unterwelt8,31 Unterwelt: Nach der damaligen Vorstellung ein Strafort, wo die Gegner Gottes gefangen gehalten werden.32In der Nähe weidete eine große Schweineherde8,32 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere. auf dem Berg.Die Dämonen8,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. baten Jesus8,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Erlaube uns,in die Schweine8,32 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere. hineinzufahren.«Und er erlaubte es ihnen.33Da verließen die Dämonen8,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. den Mannund fuhren in die Schweine8,33 Schwein: Schweine galten in der Bibel als unreine Tiere..Und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den Seeund ertrank.

34Als die Schweinehirten das sahen,ergriffen sie die Flucht.Sie erzählten davon in der Stadtund in den Dörfern.35Und die Leute kamen herbei,um selbst zu sehen,was geschehen war.Sie kamen zu Jesus8,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und fanden den Mann,aus dem die Dämonen8,35 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ausgefahren waren.Er saß Jesus8,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu Füßen,war angezogenund ganz vernünftig.Da fürchteten8,35 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. sich die Leute.36Aber die es mit angesehen hatten,berichteten ihnen,wie der Mann von den Dämonen8,36 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. geheilt worden war.37Die ganze Bevölkerung von Gerasa8,37 Gerasa: Zur Zeit des Neuen Testaments blühende Stadt rund 60 km südöstlich vom See Gennesaret in nichtjüdischem Gebiet. und aus der Umgebungforderte Jesus8,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. daraufhin auf,von ihnen wegzugehen.Denn große Furcht8,37 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. hatte sie gepackt.

Da stieg Jesus8,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ins Boot8,37 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. ,um zurückzufahren.

38Aber der Mann, aus dem die Dämonen8,38 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ausgefahren waren,bat Jesus8,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Ich möchte bei dir bleiben.«Doch Jesus8,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. schickte ihn fortund sagte:39»Geh zurück nach Hauseund erzähle,was Gott für dich getan hat.«Da zog der Mann los.Er verkündete in der ganzen Stadt,was Jesus8,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. für ihn getan hatte.

Jesus heilt eine Frau und weckt ein Mädchen vom Tod auf

Matthäus 9,18-26; Markus 5,21-43
40Jesus8,40 Jesus: