BasisBibel NT+Ps (BB)
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Hunger stillen – auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Markus 2,23-28
61Einmal ging Jesus am Sabbat6,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. durch die Felder.Seine Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. rissen Ähren6,1 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. von den Halmen,rieben mit den Händen die Hülsen abund aßen die Körner.2Da sagten einige der Pharisäer6,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Was tut ihr da?Das ist am Sabbat6,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. verboten6,2 verboten: Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten.3Jesus antwortete ihnen:»Habt ihr denn nicht gelesen,was David6,3 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. getan hat,als er und seine Männer Hunger hatten?4David6,4 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ging in das Haus Gottes,nahm die Brote, die Gott geweiht waren6,4 Brote, die Gott geweiht waren: Nach einer Vorschrift in 2. Mose/Exodus 25,30 mussten im Tempel ständig zwölf Laib Brot auf einem besonderen Tisch bereit gehalten werden. Die Brote waren Gott geweiht und durften nur von den Priestern gegessen werden.,und aß sie.Er gab auch seinen Männern von den Broten6,4 Broten: Nach einer Vorschrift in 2. Mose/Exodus 25,30 mussten im Tempel ständig zwölf Laib Brot auf einem besonderen Tisch bereit gehalten werden. Die Brote waren Gott geweiht und durften nur von den Priestern gegessen werden..Dabei durften eigentlich nurdie Priester6,4 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. davon essen6,4 essen: In 1. Samuel 21,1-7 wird berichtet, wie der alttestamentliche König David in einer Notsituation von einem Priester Brot gereicht bekam, das Gott geweiht war. Eigentlich war es nur den Priestern vorbehalten, von diesem Brot zu essen. Trotzdem nahm David es an und teilte es sogar unter seinen Soldaten auf.

5Und Jesus sagte zu den Pharisäern6,5 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Der Menschensohn6,5 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kann bestimmen6,5 bestimmen: Wörtlich heißt es in Lukas 6,5: »Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.«,was am Sabbat6,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt ist.«

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

Matthäus 12,9-14; Markus 3,1-6
6Einmal, an einem anderen Sabbat6,6 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.,ging Jesus6,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in die Synagoge6,6 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und lehrte.Dort war ein Mann,dessen rechte Hand gelähmt war.7Die Schriftgelehrten6,7 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer6,7 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. lauerten darauf,dass Jesus6,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. am Sabbat6,7 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. heilte.Sie suchten einen Grund,damit sie ihn anklagen konnten.

8Doch Jesus6,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste,was sie dachten.Er sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und stell dich in die Mitte!«Da stand er auf und stellte sich hin.9Jesus6,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu den Schriftgelehrten6,9 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäern6,9 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Ich frage euch:Was ist am Sabbat6,9 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt?Gutes tun oder Böses?Leben retten oder Leben umkommen lassen?«10Jesus6,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte sie alle an.Dann sagte er zu dem Mann:»Strecke deine Hand aus!«Er tat esund seine Hand wurde geheilt.

11Aber die Schriftgelehrten6,11 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer6,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. packte die Wut.Sie berieten miteinander,was sie gegen Jesus6,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. unternehmen konnten.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Markus 3,13-19
12Einmal, in diesen Tagen, stieg Jesus6,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf einen Berg6,12 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. ,um zu beten6,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Die ganze Nacht betete6,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. er zu Gott.13Als es Tag wurde,rief er seine Jünger6,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu sich.Er wählte zwölf von ihnen aus,die er auch Apostel6,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. nannte.14Es waren:Simon, den er auch Petrus6,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. nannte,und sein Bruder Andreas,dazu Jakobus,Johannes,Philippus,Bartholomäus,15Matthäus,Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus,Simon, der »Zelot6,15 Zeloten: Politisch aktive Gruppe im Judentum zur Zeit von Jesus. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet Eiferer. « genannt wurde,16Judas, der Sohn von Jakobus,und Judas Iskariot, der zum Verräter6,16 Verräter: In Lukas 22,3-6 wird berichtet, wie Judas Iskariot zu den führenden Priestern und den Hauptleuten der Tempelwache geht und mit ihnen bespricht, wie er ihnen Jesus in die Hände spielen kann. wurde.

Die Predigt am Fuß des Berges

6,17-49

Viele Menschen kommen zu Jesus

Matthäus 4,23-25; Matthäus 12,15-16; Markus 3,7-12
17Jesus stieg mit den Aposteln6,17 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. vom Berg6,17 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. hinabbis zu einem ebenen Platz6,17 ebener Platz: Die genaue Lage dieser Ebene ist nicht bekannt. Der Abschnitt Lukas 6,20-49 wird auch als »Feldrede« bezeichnet, im Unterschied zur »Bergpredigt« in Matthäus 5-7. Inhaltlich gibt es zwischen beiden Reden viele Gemeinsamkeiten..Dort hatten sich viele Menschen versammelt:eine große Schar seiner Jünger6,17 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. ,Leute aus ganz Judäa6,17 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. ,aus Jerusalem6,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. und aus dem Küstengebiet von Tyrus6,17 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon6,17 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..18Sie kamen,um Jesus6,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu hörenund von ihren Krankheiten geheilt zu werden.Menschen, die unter bösen Geistern6,18 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. litten,wurden von ihnen befreit.19Die ganze Volksmenge wollte Jesus6,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. berühren.Denn heilende Kraft ging von ihm ausund machte alle gesund.

Die Predigt am Fuß des Berges: Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)

Matthäus 5,1-12
20Jesus6,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf seine Jünger6,20 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. und sagte:»Glückselig seid ihr,die ihr arm seid.Denn euch gehört das Reich Gottes6,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«..21Glückselig seid ihr,die ihr jetzt hungert.Denn ihr werdet satt werden.Glückselig seid ihr,die ihr jetzt weint.Denn ihr werdet lachen.22Glückselig seid ihr,wenn die Menschen euch hassen,aus ihrer Gemeinschaft ausschließen6,22 aus ihrer Gemeinschaft ausschließen: Die im Griechischen verwendeten Ausdrücke lassen an den Ausschluss aus der Synagogengemeinschaft denken.,beschimpfenoder euren Namen in den Schmutz ziehen –weil ihr zum Menschensohn6,22 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. gehört.23Ja, freut euch,wenn das geschieht!Springt vor Freude!Seht doch:Euer Lohn im Himmel6,23 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist groß.Denn genauso haben es die Vorfahren dieser Leutemit den Propheten6,23 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gemacht.«

Die Predigt am Fuß des Berges: »Wie schrecklich …« (Die Weherufe)

24»Doch wie schrecklich wird es für euch Reiche sein!Denn ihr habt euren Trost6,24 Trost: Vgl. die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus in Lukas 16,19-31. damit schon erhalten.25Wie schrecklich wird es für euch sein,die ihr jetzt satt seid!Denn ihr werdet hungern.Wie schrecklich wird es für euch sein,die ihr jetzt lacht.Denn ihr werdet weinen und klagen.26Wie schrecklich wird es für euch sein,wenn euch jetzt alle Menschen loben.Denn genauso haben es die Vorfahren dieser Leutemit den falschen Propheten6,26 falscher Prophet: Mensch, der vorgibt, im Auftrag Gottes zu reden, und so seine Mitmenschen zu falschem Tun verführt. gemacht.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

Matthäus 5,38-47; Matthäus 7,12
27»Aber euch,die ihr mir zuhört,sage ich:Liebt eure Feinde.Tut denen Gutes,die euch hassen.28Segnet6,28 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. die,die euch verfluchen.Betet6,28 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. für die,die euch beschimpfen.29Schlägt dich einer auf die Backe,halte ihm auch die andere Backe hin.Und nimmt dir einer den Mantel6,29 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. weg,überlasse ihm auch das Hemd6,29 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand..30Gib jedem das,worum er dich bittet.Und wenn dir jemand etwas wegnimmt,das dir gehört,dann fordere es nicht zurück.

31Genau so,wie ihr behandelt werden wollt,behandelt auch die anderen.

32Wenn ihr nur die liebt,die euch auch lieben:Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?Sogar die Menschen,die voller Schuld6,32 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind,lieben ja die,von denen sie geliebt werden.

33Wenn ihr nur denen Gutes tut,die euch Gutes tun:Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?Sogar die Menschen,die voller Schuld6,33 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind,handeln so.

34Wenn ihr nur denen etwas leiht,von denen ihr es wieder zurückerwarten könnt:Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?Sogar die Menschen,die voller Schuld6,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind,leihen sich gegenseitig Dinge,die sie später zurückbekommen.35Nein! Liebt eure Feinde.Tut Gutes und verleiht,ohne etwas dafür zu erhoffen.Dann werdet ihr großen Lohn erhaltenund Kinder des Höchsten sein.Denn Gott selbst ist gutzu den undankbaren und schlechten Menschen.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Nicht verurteilen

Matthäus 5,48; Matthäus 7,1-2; Markus 4,24
36»Seid barmherzig,so wie euer Vater barmherzig ist.37Ihr sollt andere nicht verurteilen,dann wird auch Gott euch nicht verurteilen.Sitzt über niemand zu Gericht,dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen.Vergebt anderen,dann wird Gott auch euch vergeben.38Schenkt,dann wird Gott auch euch beschenken:Ein reichliches Maß6,38 Maß: Diese Bild kommt aus der damaligen Handelspraxis: Ein großzügiger Händler füllt das Korn in den Messbecher. Dann drückt er es fest, rüttelt den Becher, damit es weiter zusammenrutscht, und füllt schließlich nach, bis das Korn über den Rand läuft. wird euch in den Schoß geschüttet –festgedrückt, geschüttelt und voll bis an den Rand.Denn derselbe Maßstab,den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Nicht überheblich sein

Matthäus 7,3-5; Matthäus 15,14; Matthäus 10,24-25
39Dazu erzählte ihnen Jesus6,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auch ein Gleichnis6,39 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?Werden sie nicht beide in die Grube fallen?40Und kein Jünger6,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. steht über dem Lehrer6,40 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..Auch wenn er fertig ausgebildet ist,ist er nur wie sein Lehrer6,40 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..

41Du siehst den Splitter im Auge deines Gegenübers6,41 Gegenübers: Wörtlich heißt es in Vers 41: »Du siehst den Splitter im Auge deines Bruders.« Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde..Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?42Wie kannst du zu deinem Gegenüber6,42 Gegenüber: Wörtlich heißt es in Vers 42: »Bruder«. Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. sagen:Du6,42 Du: Wörtlich heißt es in Vers 42: »Bruder«. Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde., komm her!Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹Siehst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?Du Scheinheiliger!Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge!Dann hast du den Blick frei,um den Splitter aus dem Augedeines Gegenübers6,42 Gegenübers: Wörtlich heißt es in Vers 42: »Dann hast du den Blick frei, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.« Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. zu ziehen.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Der Baum und die Früchte

Matthäus 7,16-20; Matthäus 12,33-35
43»Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte.Und genauso trägt ein schlechter Baum keine guten Früchte.44Jeden Baum kann man an seinen Früchten erkennen:Denn von Dornenzweigen6,44 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. kann man keine Feigen6,44 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. pflückenund von Gestrüpp keine Trauben6,44 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. ernten.

45Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammer in seinem Herzennur Gutes hervor.Ein schlechter Mensch holt aus seiner schlechten Schatzkammernur Schlechtes hervor.Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch sein Mund.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Das Gleichnis vom Hausbau

Matthäus 7,21.24-27
46»Warum nennt ihr michHerr6,46 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., Herr6,46 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.und tut doch nicht,was ich sage?47Wer zu mir kommtund meine Worte hörtund sie befolgt –ich will euch zeigen,wem er gleicht:48Er ist wie ein Mensch,der ein Haus6,48 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. baute.Er hob eine tiefe Grube ausund legte das Fundament auf felsigem Boden.Als es nun Hochwasser gab,prallten die Wassermassen gegen das Haus6,48 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..Und sie konnten es nicht erschüttern –so gut war es gebaut.

49Aber wer meine Worte hörtund sie nicht befolgt:Der ist wie ein Mensch,der sein Haus6,49 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. ohne Fundamentdirekt auf die Erde baute.Als die Wassermassen dagegenprallten,stürzte es sofort ein –es wurde völlig zerstört.«
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Jesus wirkt in Vollmacht

7,1-50

Der Hauptmann von Kafarnaum

Matthäus 8,5-13; Johannes 4,46-53
71Nachdem Jesus7,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. seine Rede vor dem Volk beendet hatte,ging er nach Kafarnaum7,1 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..

2Ein römischer Hauptmann7,2 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. hatte einen Diener7,2 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,den er sehr schätzte.Der war schwer krankund lag im Sterben.3Der Hauptmann hörte von Jesus7,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und schickte einige jüdische7,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Älteste7,3 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. zu ihm.Sie sollten ihn bitten, zu kommenund seinen Diener7,3 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu retten.4So gingen die Ältesten7,4 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. zu Jesus7,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und baten ihn nachdrücklich:»Der Hauptmann7,4 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. ist es wert,dass du ihm hilfst.5Denn er liebt7,5 liebt: Der Hauptmann war zwar kein Jude, aber er stand dem jüdischen Glauben nahe: Er besuchte die Gottesdienste, kannte das Gesetz und befolgte die wichtigsten Gebote. unser Volk.Er hat uns sogar die Synagoge7,5 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. gebaut.«6Da ging Jesus7,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mit ihnen.

Aber als er nicht mehr weit von dem Haus7,6 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. entfernt war,schickte der Hauptmann7,6 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. Freunde zu ihm.Er ließ ihm ausrichten:»Herr7,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., bemühe dich nicht.Denn ich bin es nicht wert7,6 wert: Fromme Juden vermieden jeden Kontakt mit Nichtjuden. Deshalb wollte der Hauptmann es Jesus nicht zumuten, zu ihm nach Hause zu kommen.,dass du mein Haus7,6 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. betrittst7,6 betrittst: Wörtlich heißt es in Lukas 7,6: »Herr, bemühe dich nicht. Denn ich bin es nicht wert, dass du unter mein Dach kommst.«.7Deshalb hielt ich mich auch nicht für würdig,selbst zu dir zu kommen.Aber sprich ein Wortund mein Diener7,7 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. wird gesund.8Denn auch bei mir ist es so,dass ich höheren Befehlen gehorchen muss.Und ich selbst habe Soldaten,die mir unterstehen.Wenn ich zu einem sage:›Geh!‹,dann geht er.Und wenn ich zu einem anderen sage:›Komm!‹,dann kommt er.Und wenn ich zu meinem Diener7,8 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. sage:›Tu das!‹,dann tut er es.«

9Als Jesus7,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das hörte,staunte er über ihn.Er drehte sich umund sagte zu der Volksmenge,die ihm folgte:»Das sage ich euch:Nicht einmal in Israel7,9 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. habe ich so einen Glauben7,9 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gefunden.«10Die Boten des Hauptmanns7,10 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. kehrten in das Haus7,10 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. zurück.Da sahen sie, dass der Diener7,10 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. gesund war.

Jesus macht einen Toten lebendig

11Dann, bald darauf, zog Jesus7,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. weiter zu der Stadt Naïn.Seine Jünger7,11 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. und eine große Volksmenge zogen mit ihm.12Als Jesus7,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich dem Stadttor näherte,sieh doch:Da wurde ein Toter7,12 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten. herausgetragen.Er war der einzige Sohn seiner Mutterund sie war eine Witwe7,12 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. .Viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.

13Als der Herr7,13 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. die Witwe7,13 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. sah,bekam er Mitleid mit ihrund sagte:»Weine nicht!«14Dann trat er näher heranund berührte die Bahre.Die Träger blieben stehen.Jesus sagte:»Junger Mann, ich befehle dir:Steh auf!«15Da richtete der Tote sich aufund fing an zu reden.Und Jesus7,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihn seiner Mutter zurück.

16Alle wurden von Furcht7,16 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. gepackt.Sie lobten Gott und riefen:»Ein großer Prophet7,16 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. tritt unter uns auf.Gott ist seinem Volk zu Hilfe gekommen7,16 zu Hilfe gekommen: Die Leute bestätigen an dieser Stelle das Wort des Zacharias in Lukas 1,78. In Lukas 19,44 wird Jesus darüber weinen, dass sie nicht erkannt haben, wie Gott ihnen zu Hilfe kommt.17Die Nachricht darüber,was Jesus7,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. getan hatte,verbreitete sich überall in Judäa7,17 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und in der ganzen Umgebung.

Johannes fragt – Jesus gibt Antwort

Matthäus 11,2-6
18Auch Johannes7,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. erfuhr durch seine Jünger7,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von all diesen Ereignissen.Da rief er zwei von ihnen zu sich19und schickte sie zum Herrn7,19 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..Sie sollten ihn fragen:»Bist du der7,19 der: Gemeint ist der von Gott versprochene Retter (Messias).,der kommen soll,oder sollen wir auf einen anderen warten?«

20Als die Männer zu Jesus7,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kamen,sagten sie:»Johannes der Täufer7,20 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. schickt uns zu dirund lässt dich fragen:›Bist du der7,20 der: Gemeint ist der von Gott versprochene Retter (Messias).,der kommen soll,oder sollen wir auf einen anderen warten?‹«21Jesus7,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. heilte gerade viele Menschenvon Krankheiten, schlimmen Leiden und bösen Geistern7,21 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ,und vielen Blinden schenkte er das Augenlicht.22Er antwortete den Männern:»Geht und berichtet Johannes7,22 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,was ihr gesehen und gehört habt:Blinde sehen,Lahme gehen,Menschen mit Aussatz7,22 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. werden rein7,22 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.,Taube hören,Tote werden zum Leben erweckt,Armen wird die Gute Nachricht7,22 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. verkündet.23Glückselig ist,wer sich nicht von mir abbringen lässt.«

Jesus spricht über Johannes

Matthäus 11,7-19
24Die Boten von Johannes7,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. gingen wieder weg.Und Jesus7,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann,zu der Volksmenge über Johannes7,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zu sprechen:»Als ihr zu Johannes7,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. in die Wüste7,24 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. gegangen seid:Was habt ihr erwartet zu sehen?Etwa ein Schilfrohr,das sich im Wind bewegt?25Was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Menschen in vornehmer Kleidung7,25 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen.?Seht doch:Leute, die prächtige Kleider7,25 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen. tragenund im Luxus leben,wohnen in Palästen!26Was sonst habt ihr erwartet,dort draußen zu sehen?Einen Propheten7,26 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.?

Ja, ich sage euch:Ihr habt mehr gesehen als einen Propheten7,26 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!27Johannes7,27 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ist es,von dem es in der Heiligen Schrift7,27 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. heißt7,27 heißt: Vergleiche aus dem Alten Testament Maleachi 3,1 bzw. 2. Mose/Exodus 23,20.:›Siehe:Ich sende meinen Boten vor dir her.Er wird dir deinen Weg bereiten.‹28Das sage ich euch:Unter allen Menschen,die je von einer Frau geboren wurden,gibt es keinen Größeren als Johannes7,28 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Aber selbst der Unbedeutendste im Reich Gottes7,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.ist größer als er.

29Alle aus dem Volkund sogar die Zolleinnehmer7,29 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. haben Johannes7,29 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. zugehört.Sie haben geglaubt7,29 geglaubt: Wörtlich heißt es in Vers 29: »Sie haben Gott Recht gegeben und sich von Johannes taufen lassen.«,dass seine Botschaft von Gott kommt.Und sie haben sich von Johannes7,29 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufen7,29 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. lassen.30Aber die Pharisäer7,30 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Gesetzeslehrer7,30 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. haben die Rettung abgelehnt,die Gott für sie vorgesehen hatte.Und sie haben sich nicht von Johannes7,30 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufen7,30 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. lassen.

31Womit soll ich die Menschen dieser Generation vergleichen?Welches Bild passt auf sie?32Sie sind wie Kinder,die auf dem Marktplatz sitzenund sich beschweren:›Ihr seid Spielverderber!Wir haben Tanzmusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht getanzt!Wir haben Trauermusik für euch gespielt,aber ihr habt nicht geweint!‹33Johannes der Täufer7,33 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ist gekommen:Er aß kein Brot7,33 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und trank keinen Wein7,33 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. deshalb sagt ihr über ihn:›Er ist von einem Dämon7,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.‹34Der Menschensohn7,34 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. ist gekommen:Er aß und trank –deshalb sagt ihr über ihn:›Seht doch:Dieser Mensch ist ein Vielfraß und Säufer.Er ist befreundet mit den Zolleinnehmern7,34 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und mit Menschen,die voller Schuld7,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.‹35Doch die Weisheit7,35 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. Gottes ist immer im Recht –das zeigt sich durch alle ihre Kinder7,35 Kinder: Gemeint sind die Christen, die die Botschaft von Johannes und Jesus annehmen.

Vergebung und Liebe

36Einer der Pharisäer7,36 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. lud Jesus zum Essen ein.Jesus ging in das Haus des Pharisäers7,36 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und legte7,36 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. sich zu Tisch7,36 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. .

37Und sieh doch:In der Stadt lebte eine Frau7,37 Frau: Vermutlich arbeitete die Frau als Prostituierte..Sie war bekannt dafür,dass sie ein Leben voller Schuld7,37 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. führte.Sie hörte,dass Jesus im Haus des Pharisäers7,37 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu Gast war.Mit einem Fläschchen7,37 Fläschchen: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. voll kostbarem Salböl7,37 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. ging sie dorthin.38Die Frau trat von hintenan das Fußende7,38 Fußende: Wörtlich heißt es in Vers 38: »Die Frau trat von hinten an seine Füße heran.« des Polsters heran,auf dem Jesus7,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. lag.Sie weinte so sehr,dass seine Füße von ihren Tränen nass wurden.Mit ihren Haaren trocknete sie die Tränen ab.Dann küsste sie seine Füßeund salbte7,38 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. sie mit dem Öl7,38 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst..

39Der Pharisäer7,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm., der Jesus7,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. eingeladen hatte,beobachtete das allesund sagte sich:»Wenn Jesus7,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ein Prophet7,39 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ist,muss er doch wissen,was für eine Frau ihn da berührt –dass sie ein Leben voller Schuld7,39 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. führt.«40Da wandte sich Jesus7,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an ihnund sagte:»Simon7,40 Simon: Gemeint ist hier nicht Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte., ich habe dir etwas zu sagen.«Er antwortete:»Lehrer7,40 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sprich!«41Jesus7,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Zwei Männer hatten Schulden bei einem Geldverleiher:Der eine schuldete ihm fünfhundert Silberstücke,der andere fünfzig.42Da sie es nicht zurückzahlen konnten,schenkte er beiden das Geld7,42 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert..Welcher von ihnenwird dem Geldverleiher wohl dankbarer sein?«43Simon7,43 Simon: Gemeint ist hier nicht Petrus, sondern der Pharisäer, der Jesus eingeladen hatte. antwortete:»Ich nehme an der,dem der Geldverleiher mehr geschenkt hat.«Da sagte Jesus7,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Du hast recht.«

44Dann drehte er sich zu der Frau umund sagte zu Simon:»Siehst du diese Frau?Ich kam in dein Haus,und du hast mir kein Wasser für die Füße gebracht.Aber sie hat meine Füße mit ihren Tränen nass gemachtund mit ihren Haaren getrocknet.45Du hast mir keinen Kuss7,45 Kuss: Auch zur Zeit von Jesus war es unter Männern üblich, sich durch einen »Begrüßungskuss« oder auch »Bruderkuss« auf die Wange willkommen zu heißen. zur Begrüßung gegeben.Aber sie hat nicht aufgehört,mir die Füße zu küssen,seit ich hier bin.46Du hast meinen Kopf nicht mit Öl7,46 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. gesalbt7,46 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..Aber sie hat meine Füße mit kostbarem Öl7,46 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. gesalbt7,46 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..47Deshalb sage ich dir:Ihre große Schuld7,47 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist ihr vergeben.Deshalb hat sie so viel Liebe7,47 Liebe: Die Liebe ist Ausdruck der Dankbarkeit, nicht Ursache der Vergebung. gezeigt.Wem aber wenig vergeben wird,der zeigt auch nur wenig Liebe.«

48Und Jesus7,48 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu der Frau:»Deine Schuld7,48 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben.«49Die anderen Gäste stellten sich die Frage:»Wer ist das eigentlich?Er vergibt sogar Menschen ihre Schuld7,49