BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus und seine Jünger I: Grundlagen für das Leben als Jünger

5,1–6,16

Die ersten Jünger

Matthäus 4,18-22; Markus 1,16-20
51Einmal drängte sich die Volksmenge um Jesus5,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und wollte hören,wie er Gottes Wort verkündete.Jesus5,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stand am See Gennesaret5,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..2Da sah er zwei Boote am Ufer liegen.Die Fischer5,2 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. waren ausgestiegenund reinigten die Netze5,2 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen..

3Jesus5,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stieg in eines der Boote,das Simon5,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. gehörte.Er bat Simon5,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.,ein Stück vom Ufer wegzufahren.Dann setzte er sichund sprach vom Boot aus5,3 vom Boot aus: Auf dem See hatte Jesus den Wind im Rücken, der seine Worte ans Ufer trug. So konnten die Leute ihn besser verstehen. zu den Leuten.

4Als Jesus5,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. seine Rede beendet hatte,sagte er zu Simon5,4 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Fahre hinaus in tieferes Wasser!Dort sollt ihr eure Netze5,4 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. zum Fang auswerfen!«5Simon5,5 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete:»Meister5,5 Meister: Bei Lukas sprechen die Jünger Jesus als »Meister« an., wir haben die ganze Nacht hart gearbeitetund nichts gefangen.Aber weil du es sagst,will ich die Netze5,5 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. auswerfen.«6Simon5,6 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und seine Leute warfen die Netze5,6 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. aus.Sie fingen so viele Fische5,6 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.,dass ihre Netze5,6 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. zu reißen drohten.7Sie winkten die Fischer5,7 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. im anderen Boot5,7 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. herbei.Sie sollten kommen und ihnen helfen.Zusammen beluden sie beide Boote5,7 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. ,bis sie fast untergingen.

8Als Simon Petrus5,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. das sah,fiel er vor Jesus5,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf die Knieund sagte:»Herr5,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., geh fort von mir!Ich bin ein Mensch,der voller Schuld5,8 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist!«9Denn Schrecken5,9 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. ergriff ihnund die anderen, die dabei waren,weil sie einen so gewaltigen Fang gemacht hatten.10So ging es auch Jakobus und Johannes,den Söhnen von Zebedäus.Sie arbeiteten eng5,10 arbeiteten eng zusammen: Zum Fischen benötigte man zwei Boote. Besaß eine Familie nur ein Boot, so konnte sie sich mit einer anderen Familie zusammentun, um gemeinsam auf Fischfang zu fahren. mit Simon5,10 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. zusammen5,10 arbeiteten eng zusammen: Zum Fischen benötigte man zwei Boote. Besaß eine Familie nur ein Boot, so konnte sie sich mit einer anderen Familie zusammentun, um gemeinsam auf Fischfang zu fahren..Da sagte Jesus zu Simon5,10 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Hab keine Angst!Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer5,10 Menschenfischer: Gemeint ist: »Früher habt ihr Fische gefangen. Ab heute sollt ihr euch dafür einsetzen, dass Menschen zu Gott finden.« Die Angesprochenen ziehen die Menschen auch nicht wie Fische aus ihrem Lebensraum, sondern fangen sie lebendig und schenken ihnen das Leben. sein!«

11Da zogen sie die Boote5,11 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. an Land,ließen alles zurückund folgten5,11 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Jesus5,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Matthäus 8,1-4; Markus 1,40-45
12Einmal war Jesus5,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in einer der Städte.Sieh doch:Dort traf er einen Mann,der am ganzen Körper Aussatz5,12 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. hatte.Als der Jesus5,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah,warf er sich vor ihm niederund bat ihn:»Herr5,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du willst,kannst du mich rein5,12 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. machen5,12 rein machen: Die Bitte des Mannes umfasst zweierlei: körperlich gesund und wieder in die (gottesdienstliche) Gemeinschaft aufgenommen zu werden.13Da streckte Jesus5,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Hand aus,berührte ihn und sagte:»Ich will!Sei rein5,13 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.Im selben Augenblick verschwand der Aussatz5,13 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. bei dem Mann.14Jesus5,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. befahl ihm:»Erzähle niemandem davon.Geh, zeige dich dem Priester5,14 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.und bring die Opfer5,14 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.,um deine Reinheit5,14 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. wiederherzustellen –wie Mose5,14 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. es vorgeschrieben hat.So sollen alle erfahren,dass du geheilt worden bist.«

15Darauf verbreitete sich die Nachricht von Jesus5,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. noch weiter.Die Leute strömten in Scharen herbei,um ihn zu hörenund von ihren Krankheiten geheilt zu werden.16Aber Jesus5,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zog sich immer wieder in einsame Gegenden zurückund betete5,16 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. dort.

Jesus vergibt Schuld und heilt

Matthäus 9,1-8; Markus 2,1-12
17Einmal in diesen Tagen,als Jesus5,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. lehrte,saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer5,17 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Schriftgelehrte5,17 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..Aus allen Dörfern in Galiläa5,17 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. und Judäa5,17 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und auch aus Jerusalem5,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. waren sie gekommen.Und die Kraft des Herrn war mit Jesus5,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,sodass er Kranke heilte.

18Und sieh doch:Da brachten Männer einen Gelähmten auf einer Trage herbei.Sie wollten ihn in das Haus bringenund vor Jesus5,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. niederlegen.19Aber wegen der Volksmenge fanden sie keine Möglichkeit,ihn hineinzutragen.Deshalb stiegen sie auf das Dach5,19 Dach: Dächer bestanden zur Zeit des Neuen Testaments aus mehreren Lagen Reisig und Putz. .Sie deckten einige Ziegel abund ließen den Gelähmten auf der Trage hinunter –mitten in den Raum,genau vor Jesus5,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .20Jesus5,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah, wie groß ihr Glaube5,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. war,und sagte:»Du Mensch, deine Schuld5,20 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben.«

21Da überlegten die Schriftgelehrten5,21 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer5,21 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Wer ist das eigentlich?Was er da sagt,ist Gotteslästerung5,21 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.!Nur Gott allein kann Schuld5,21 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben.«22Doch Jesus5,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Warum habt ihr solche Gedanken?23Was ist einfacher?Zu sagen:›Deine Schuld5,23 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist dir vergeben‹,oder zu sagen:›Steh auf und geh umher‹?24Aber ihr sollt sehen,dass der Menschensohn5,24 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. von Gott die Vollmacht hat,hier auf der Erde den Menschen ihre Schuld5,24 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. zu vergeben.«Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:»Ich sage dir:Steh auf,nimm deine Trageund geh nach Hause.«

25Sofort stand er auf.Alle sahen es.Er nahm seine Trageund ging nach Hause.Dabei lobte er Gott.26Alle Anwesenden gerieten außer sich.Auch sie lobten Gott.Furcht5,26 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. erfüllte sieund sie sagten:»Was für unglaubliche Dinge haben wir heute gesehen!«

Jesus beruft Levi und isst mit den Zolleinnehmern

Matthäus 9,9-13; Markus 2,13-17
27Danach verließ Jesus5,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das Haus.Da sah er einen Zolleinnehmer5,27 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. mit Namen Levi.Der saß an seiner Zollstation5,27 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. .Jesus5,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Komm, folge5,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«28Da ließ Levi alles zurück,stand aufund folgte5,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. ihm.29Später gab Levi in seinem Haus5,29 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.ein großes Festessen für Jesus5,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Viele Zolleinnehmer5,29 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und andere Gäste aßen mit ihnen.30Da beschwerten sich die Pharisäer5,30 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und die Schriftgelehrten5,30 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. unter ihnenbei den Jüngern5,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Jesus5,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Warum esst und trinkt ihr mit Zolleinnehmern5,30 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und schuldbeladenen5,30 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Menschen?«31Jesus5,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihnen zur Antwort:»Nicht die Gesunden brauchen einen Arzt,sondern die Kranken.32Ich bin nicht gekommen,um die Gerechten5,32 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen. zur Umkehr zu rufen,sondern die Menschen,die voller Schuld5,32 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind.Sie sollen zu Gott umkehren.«

Es ist nicht die Zeit zu fasten

Matthäus 9,14-17; Markus 2,18-22
33Darauf sagten die Pharisäer5,33 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Schriftgelehrten5,33 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. zu Jesus:»Die Jünger5,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Johannes5,33 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. fasten5,33 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. regelmäßigund sprechen ihre Gebete5,33 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Genauso machen es unsere Jünger5,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Aber deine Jünger5,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. essen und trinken.«34Jesus antwortete ihnen:»Ihr könnt nicht verlangen,dass die Hochzeitsgäste fasten5,34 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.,solange der Bräutigam bei ihnen ist.35Aber es wird eine Zeit kommen,da wird der Bräutigam aus ihrer Mitte gerissen.In dieser Zeit werden sie fasten5,35 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken.

36Jesus5,36 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erzählte ihnen noch ein Gleichnis5,36 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Niemand schneidet ein Stück Stoff von einem neuen Mantel5,36 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. abund näht es auf einen alten Mantel5,36 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Denn so zerschneidet er den neuenund der Flicken von dem neuenwird zu dem alten nicht passen.37Und niemand füllt neuen Wein5,37 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. in alte Weinschläuche5,37 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. .Sonst bringt der neue Wein5,37 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. die alten Schläuche5,37 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. zum Platzen;der Wein läuft ausund die Schläuche5,37 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. werden unbrauchbar.38Nein: Neuer Wein5,38 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. muss in neue Schläuche5,38 Weinschlauch: In aus Tierhäuten zusammengenähten Schläuchen transportierte man im Altertum Flüssigkeiten wie Wasser und Wein. gefüllt werden.

39Es will auch niemand,der alten Wein5,39 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. getrunken hat,neuen Wein5,39 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. haben.Denn er sagt:›Der alte ist besser.‹«
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Hunger stillen – auch am Sabbat

Matthäus 12,1-8; Markus 2,23-28
61Einmal ging Jesus am Sabbat6,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. durch die Felder.Seine Jünger6,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. rissen Ähren6,1 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. von den Halmen,rieben mit den Händen die Hülsen abund aßen die Körner.2Da sagten einige der Pharisäer6,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Was tut ihr da?Das ist am Sabbat6,2 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. verboten6,2 verboten: Das Abreißen der Ähren gilt als Erntearbeit. Diese ist an einem Sabbat nach dem jüdischen Gesetz verboten.3Jesus antwortete ihnen:»Habt ihr denn nicht gelesen,was David6,3 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. getan hat,als er und seine Männer Hunger hatten?4David6,4 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ging in das Haus Gottes,nahm die Brote, die Gott geweiht waren6,4 Brote, die Gott geweiht waren: Nach einer Vorschrift in 2. Mose/Exodus 25,30 mussten im Tempel ständig zwölf Laib Brot auf einem besonderen Tisch bereit gehalten werden. Die Brote waren Gott geweiht und durften nur von den Priestern gegessen werden.,und aß sie.Er gab auch seinen Männern von den Broten6,4 Broten: Nach einer Vorschrift in 2. Mose/Exodus 25,30 mussten im Tempel ständig zwölf Laib Brot auf einem besonderen Tisch bereit gehalten werden. Die Brote waren Gott geweiht und durften nur von den Priestern gegessen werden..Dabei durften eigentlich nurdie Priester6,4 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. davon essen6,4 essen: In 1. Samuel 21,1-7 wird berichtet, wie der alttestamentliche König David in einer Notsituation von einem Priester Brot gereicht bekam, das Gott geweiht war. Eigentlich war es nur den Priestern vorbehalten, von diesem Brot zu essen. Trotzdem nahm David es an und teilte es sogar unter seinen Soldaten auf.

5Und Jesus sagte zu den Pharisäern6,5 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Der Menschensohn6,5 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kann bestimmen6,5 bestimmen: Wörtlich heißt es in Lukas 6,5: »Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.«,was am Sabbat6,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt ist.«

Jesus heilt am Sabbat einen Mann mit einer gelähmten Hand

Matthäus 12,9-14; Markus 3,1-6
6Einmal, an einem anderen Sabbat6,6 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.,ging Jesus6,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in die Synagoge6,6 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und lehrte.Dort war ein Mann,dessen rechte Hand gelähmt war.7Die Schriftgelehrten6,7 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer6,7 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. lauerten darauf,dass Jesus6,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. am Sabbat6,7 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. heilte.Sie suchten einen Grund,damit sie ihn anklagen konnten.

8Doch Jesus6,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste,was sie dachten.Er sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand:»Steh auf und stell dich in die Mitte!«Da stand er auf und stellte sich hin.9Jesus6,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu den Schriftgelehrten6,9 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäern6,9 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:»Ich frage euch:Was ist am Sabbat6,9 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. erlaubt?Gutes tun oder Böses?Leben retten oder Leben umkommen lassen?«10Jesus6,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte sie alle an.Dann sagte er zu dem Mann:»Strecke deine Hand aus!«Er tat esund seine Hand wurde geheilt.

11Aber die Schriftgelehrten6,11 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer6,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. packte die Wut.Sie berieten miteinander,was sie gegen Jesus6,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. unternehmen konnten.

Jesus beruft zwölf Jünger zu Aposteln

Matthäus 10,1-4; Markus 3,13-19
12Einmal, in diesen Tagen, stieg Jesus6,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf einen Berg6,12 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. ,um zu beten6,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Die ganze Nacht betete6,12 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. er zu Gott.13Als es Tag wurde,rief er seine Jünger6,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu sich.Er wählte zwölf von ihnen aus,die er auch Apostel6,13 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. nannte.14Es waren:Simon, den er auch Petrus6,14 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. nannte,und sein Bruder Andreas,dazu Jakobus,Johannes,Philippus,Bartholomäus,15Matthäus,Thomas,Jakobus, der Sohn von Alphäus,Simon, der »Zelot6,15 Zeloten: Politisch aktive Gruppe im Judentum zur Zeit von Jesus. Der Name kommt aus dem Griechischen und bedeutet Eiferer. « genannt wurde,16Judas, der Sohn von Jakobus,und Judas Iskariot, der zum Verräter6,16 Verräter: In Lukas 22,3-6 wird berichtet, wie Judas Iskariot zu den führenden Priestern und den Hauptleuten der Tempelwache geht und mit ihnen bespricht, wie er ihnen Jesus in die Hände spielen kann. wurde.

Die Predigt am Fuß des Berges

6,17-49

Viele Menschen kommen zu Jesus

Matthäus 4,23-25; Matthäus 12,15-16; Markus 3,7-12
17Jesus stieg mit den Aposteln6,17 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. vom Berg6,17 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. hinabbis zu einem ebenen Platz6,17 ebener Platz: Die genaue Lage dieser Ebene ist nicht bekannt. Der Abschnitt Lukas 6,20-49 wird auch als »Feldrede« bezeichnet, im Unterschied zur »Bergpredigt« in Matthäus 5-7. Inhaltlich gibt es zwischen beiden Reden viele Gemeinsamkeiten..Dort hatten sich viele Menschen versammelt:eine große Schar seiner Jünger6,17 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. ,Leute aus ganz Judäa6,17 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. ,aus Jerusalem6,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. und aus dem Küstengebiet von Tyrus6,17 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon6,17 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..18Sie kamen,um Jesus6,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu hörenund von ihren Krankheiten geheilt zu werden.Menschen, die unter bösen Geistern6,18 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. litten,wurden von ihnen befreit.19Die ganze Volksmenge wollte Jesus6,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. berühren.Denn heilende Kraft ging von ihm ausund machte alle gesund.

Die Predigt am Fuß des Berges: Wer glückselig ist (Die Seligpreisungen)

Matthäus 5,1-12
20Jesus6,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf seine Jünger6,20 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. und sagte:»Glückselig seid ihr,die ihr arm seid.Denn euch gehört das Reich Gottes6,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«..21Glückselig seid ihr,die ihr jetzt hungert.Denn ihr werdet satt werden.Glückselig seid ihr,die ihr jetzt weint.Denn ihr werdet lachen.22Glückselig seid ihr,wenn die Menschen euch hassen,aus ihrer Gemeinschaft ausschließen6,22 aus ihrer Gemeinschaft ausschließen: Die im Griechischen verwendeten Ausdrücke lassen an den Ausschluss aus der Synagogengemeinschaft denken.,beschimpfenoder euren Namen in den Schmutz ziehen –weil ihr zum Menschensohn6,22 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. gehört.23Ja, freut euch,wenn das geschieht!Springt vor Freude!Seht doch:Euer Lohn im Himmel6,23 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. ist groß.Denn genauso haben es die Vorfahren dieser Leutemit den Propheten6,23 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gemacht.«

Die Predigt am Fuß des Berges: »Wie schrecklich …« (Die Weherufe)

24»Doch wie schrecklich wird es für euch Reiche sein!Denn ihr habt euren Trost6,24 Trost: Vgl. die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus in Lukas 16,19-31. damit schon erhalten.25Wie schrecklich wird es für euch sein,die ihr jetzt satt seid!Denn ihr werdet hungern.Wie schrecklich wird es für euch sein,die ihr jetzt lacht.Denn ihr werdet weinen und klagen.26Wie schrecklich wird es für euch sein,wenn euch jetzt alle Menschen loben.Denn genauso haben es die Vorfahren dieser Leutemit den falschen Propheten6,26 falscher Prophet: Mensch, der vorgibt, im Auftrag Gottes zu reden, und so seine Mitmenschen zu falschem Tun verführt. gemacht.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Das Gebot, den Mitmenschen zu lieben

Matthäus 5,38-47; Matthäus 7,12
27»Aber euch,die ihr mir zuhört,sage ich:Liebt eure Feinde.Tut denen Gutes,die euch hassen.28Segnet6,28 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. die,die euch verfluchen.Betet6,28 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. für die,die euch beschimpfen.29Schlägt dich einer auf die Backe,halte ihm auch die andere Backe hin.Und nimmt dir einer den Mantel6,29 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. weg,überlasse ihm auch das Hemd6,29 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand..30Gib jedem das,worum er dich bittet.Und wenn dir jemand etwas wegnimmt,das dir gehört,dann fordere es nicht zurück.

31Genau so,wie ihr behandelt werden wollt,behandelt auch die anderen.

32Wenn ihr nur die liebt,die euch auch lieben:Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?Sogar die Menschen,die voller Schuld6,32 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind,lieben ja die,von denen sie geliebt werden.

33Wenn ihr nur denen Gutes tut,die euch Gutes tun:Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?Sogar die Menschen,die voller Schuld6,33 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind,handeln so.

34Wenn ihr nur denen etwas leiht,von denen ihr es wieder zurückerwarten könnt:Welchen besonderen Dank erwartet ihr da von Gott?Sogar die Menschen,die voller Schuld6,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. sind,leihen sich gegenseitig Dinge,die sie später zurückbekommen.35Nein! Liebt eure Feinde.Tut Gutes und verleiht,ohne etwas dafür zu erhoffen.Dann werdet ihr großen Lohn erhaltenund Kinder des Höchsten sein.Denn Gott selbst ist gutzu den undankbaren und schlechten Menschen.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Nicht verurteilen

Matthäus 5,48; Matthäus 7,1-2; Markus 4,24
36»Seid barmherzig,so wie euer Vater barmherzig ist.37Ihr sollt andere nicht verurteilen,dann wird auch Gott euch nicht verurteilen.Sitzt über niemand zu Gericht,dann wird Gott auch über euch nicht zu Gericht sitzen.Vergebt anderen,dann wird Gott auch euch vergeben.38Schenkt,dann wird Gott auch euch beschenken:Ein reichliches Maß6,38 Maß: Diese Bild kommt aus der damaligen Handelspraxis: Ein großzügiger Händler füllt das Korn in den Messbecher. Dann drückt er es fest, rüttelt den Becher, damit es weiter zusammenrutscht, und füllt schließlich nach, bis das Korn über den Rand läuft. wird euch in den Schoß geschüttet –festgedrückt, geschüttelt und voll bis an den Rand.Denn derselbe Maßstab,den ihr an andere anlegt,wird auch für euch gelten.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Nicht überheblich sein

Matthäus 7,3-5; Matthäus 15,14; Matthäus 10,24-25
39Dazu erzählte ihnen Jesus6,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auch ein Gleichnis6,39 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?Werden sie nicht beide in die Grube fallen?40Und kein Jünger6,40 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. steht über dem Lehrer6,40 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..Auch wenn er fertig ausgebildet ist,ist er nur wie sein Lehrer6,40 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..

41Du siehst den Splitter im Auge deines Gegenübers6,41 Gegenübers: Wörtlich heißt es in Vers 41: »Du siehst den Splitter im Auge deines Bruders.« Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde..Bemerkst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?42Wie kannst du zu deinem Gegenüber6,42 Gegenüber: Wörtlich heißt es in Vers 42: »Bruder«. Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. sagen:Du6,42 Du: Wörtlich heißt es in Vers 42: »Bruder«. Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde., komm her!Ich zieh dir den Splitter aus deinem Auge.‹Siehst du nicht den Balken in deinem eigenen Auge?Du Scheinheiliger!Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge!Dann hast du den Blick frei,um den Splitter aus dem Augedeines Gegenübers6,42 Gegenübers: Wörtlich heißt es in Vers 42: »Dann hast du den Blick frei, um den Splitter aus dem Auge deines Bruders zu ziehen.« Das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. zu ziehen.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Der Baum und die Früchte

Matthäus 7,16-20; Matthäus 12,33-35
43»Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte.Und genauso trägt ein schlechter Baum keine guten Früchte.44Jeden Baum kann man an seinen Früchten erkennen:Denn von Dornenzweigen6,44 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. kann man keine Feigen6,44 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. pflückenund von Gestrüpp keine Trauben6,44 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. ernten.

45Ein guter Mensch holt aus der guten Schatzkammer in seinem Herzennur Gutes hervor.Ein schlechter Mensch holt aus seiner schlechten Schatzkammernur Schlechtes hervor.Denn wovon das Herz voll ist,davon redet auch sein Mund.«

Die Predigt am Fuß des Berges: Das Gleichnis vom Hausbau

Matthäus 7,21.24-27
46»Warum nennt ihr michHerr6,46 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., Herr6,46 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.und tut doch nicht,was ich sage?47Wer zu mir kommtund meine Worte hörtund sie befolgt –ich will euch zeigen,wem er gleicht:48Er ist wie ein Mensch,der ein Haus6,48 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. baute.Er hob eine tiefe Grube ausund legte das Fundament auf felsigem Boden.Als es nun Hochwasser gab,prallten die Wassermassen gegen das Haus6,48 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..Und sie konnten es nicht erschüttern –so gut war es gebaut.

49Aber wer meine Worte hörtund sie nicht befolgt:Der ist wie ein Mensch,der sein Haus6,49 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. ohne Fundamentdirekt auf die Erde baute.Als die Wassermassen dagegenprallten,stürzte es sofort ein –es wurde völlig zerstört.«
7

Jesus wirkt in Vollmacht

7,1-50

Der Hauptmann von Kafarnaum

Matthäus 8,5-13; Johannes 4,46-53
71Nachdem Jesus7,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. seine Rede vor dem Volk beendet hatte,ging er nach Kafarnaum7,1 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..

2Ein römischer Hauptmann7,2 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. hatte einen Diener7,2 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,den er sehr schätzte.Der war schwer krankund lag im Sterben.3Der Hauptmann hörte von Jesus7,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und schickte einige jüdische7,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Älteste7,3 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. zu ihm.Sie sollten ihn bitten, zu kommenund seinen Diener7,3 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu retten.4So gingen die Ältesten7,4 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. zu Jesus7,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und baten ihn nachdrücklich:»Der Hauptmann7,4 Hauptmann: Lateinisch: »Centurio«. Militärischer Rang im römischen Heer; der Führer einer Hundertschaft. ist es wert,dass du ihm hilfst.5Denn er liebt7,5 liebt: Der Hauptmann war zwar kein Jude, aber er stand dem jüdischen Glauben nahe: Er besuchte die Gottesdienste, kannte das Gesetz und befolgte die wichtigsten Gebote. unser Volk.Er hat uns sogar die Synagoge7,5 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. gebaut.«6Da ging Jesus7,6