BasisBibel NT+Ps (BB)
3

Die Anfänge der Verkündigung

3,1–9,50

Das Auftreten Jesu wird vorbereitet

3,1-38

Johannes der Täufer

3,1-20

Johannes der Täufer tritt auf

Matthäus 3,1-6; Markus 1,2-6; Johannes 1,19-23
31Es war im fünfzehnten Regierungsjahr3,1 Regierungsjahr: Lukas unterstreicht durch die genauen Angaben, wie sich die politischen Verhältnisse seit der Zeit der Geburt von Jesus verändert haben. Zugleich will er deutlich machen, welche Bedeutung das Auftreten von Jesus für den weiteren Verlauf der Weltgeschichte hat. des Kaisers Tiberius3,1 Tiberius: Tiberius regierte zur Zeit von Jesus als Kaiser über das Römische Reich (14 n.–37 n. Chr.)..Pontius Pilatus3,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. war römischer Bevollmächtigter von Judäa3,1 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. .Herodes3,1 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. regierte als Landesfürst in Galiläa3,1 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,sein Bruder Philippus3,1 Herodes Philippus: Ein Sohn von Herodes dem Großen, der von 4 v.–34 n. Chr. über Ituräa und Trachonitis herrschte. als Landesfürst in Ituräa3,1 Ituräa: Gebiet östlich vom Oberlauf des Jordans bis über den Hermon hinaus. Gemeint ist hier der südliche Teil, den Herodes Philippus beherrschte. und Trachonitis3,1 Trachonitis: Gebiet südlich von Damaskus, Teil des Herrschaftsgebiets von Herodes dem Großen und von Herodes Philippus..Und Lysanias3,1 Lysanias: Einer der vier Fürsten, die sich die Herrschaft über Abilene teilten. Über ihn ist sonst nichts bekannt. regierte als Landesfürst in Abilene3,1 Abilene: Gebiet um die Stadt Abila im Antilibanon-Gebirge, nördlich von Damaskus. .2Die Obersten Priester3,2 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. waren Hannas und Kajaphas.

Da rief Gott Johannes3,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. in seinen Dienst.Johannes3,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. war der Sohn des Zachariasund lebte in der Wüste3,2 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. .3Nun zog er durch die ganze Gegend am Jordan3,3 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. und verkündete den Menschen:»Lasst euch taufen3,3 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.!Ändert euer Leben!Gott will euch eure Schuld3,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben!«

4Genau so steht3,4 steht: In Lukas 3,4-5 wird aus Jesaja 40,3-5 zitiert. es im Buch des Propheten3,4 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja3,4 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. :»Eine Stimme ertönt in der Wüste3,4 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. :›Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße.5Jede Schlucht soll aufgefüllt werdenund jeder Berg und jeder Hügel abgetragen.Was krumm ist, muss gerade werdenund die unebenen Wege eben.6Alle Welt soll sehen,dass Gott die Rettung bringt.‹«

Johannes fordert zur Umkehr auf

Matthäus 3,7-10
7Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes3,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. heraus,um sich von ihm taufen3,7 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. zu lassen.Er sagte zu ihnen:»Ihr Schlangen3,7 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind.!Wie kommt ihr darauf,dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes entgeht?8Zeigt durch euer Verhalten3,8 Verhalten: Wörtlich lautet es in dem Vers: »Bringt also Früchte hervor, die der Umkehr angemessen sind«.,dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt3,8 wollt: Wörtlich übersetzt heißt es in Lukas 3,8: »Bringt also Früchte hervor, die der Umkehr angemessen sind!«!Und redet euch ja nicht ein:Abraham3,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ist unser Vater!‹Denn ich sage euch:Gott kann diese Steine hierzu Kindern Abrahams3,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. machen.9Die Axt ist schon an die Baumwurzel gesetzt:Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt,wird umgehauenund ins Feuer geworfen.«

10Die Leute fragten Johannes3,10 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. :»Was sollen wir denn tun?«11Er antwortete ihnen:»Wer zwei Hemden3,11 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand. hat,soll dem eins geben,der keines hat.Wer etwas zu essen hat,soll entsprechend handeln.«

12Es kamen aber auch Zolleinnehmer3,12 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. ,um sich taufen3,12 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. zu lassen.Die fragten ihn:»Lehrer3,12 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was sollen wir tun?«13Er antwortete ihnen:»Verlangt nicht mehr,als in euren Vorschriften steht!«

14Es fragten ihn aber auch Soldaten:»Und wir, was sollen wir tun?«Johannes3,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. antwortete ihnen:»Misshandelt und erpresst niemandenund gebt euch mit eurem Sold zufrieden!«

Johannes weist auf Christus hin

Matthäus 3,11-12; Markus 1,7-8; Johannes 1,25-28
15Das Volk setzte große Erwartungen in Johannes3,15 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Alle fragten sich:»Ist er vielleicht der Christus3,15 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. 16Johannes3,16 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. erklärte ihnen:»Ich taufe3,16 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. euch mit Wasser.Aber es kommt einer,der ist mächtiger als ich.Ich bin nicht einmal wert,ihm die Riemen seiner Sandalen3,16 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. aufzuschnüren.Er wird euch mit Heiligem Geist3,16 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und mit Feuer taufen3,16 Feuer: Bild für eine umfassende Reinigung: Jesus wird die Menschen von Grund auf verändern..17Er hat die Worfschaufel3,17 worfeln, Worfschaufel: Mit einer Worfschaufel wurde bei Wind das gedroschene Getreide in die Luft geworfen, um es von Stroh und Spelzen zu trennen. in seiner Hand.Er wird sein Getreide3,17 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. gründlich reinigen.Den Weizen3,17 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. wird er in seine Scheune bringen.Aber das Stroh wird er in einem Feuer verbrennen,das nicht ausgeht.«

18Mit diesen und vielen anderen Wortenrüttelte Johannes3,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. das Volk auf –und verkündete so die Gute Nachricht3,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..

Die Zeit von Johannes geht zu Ende

Matthäus 14,3-4; Markus 6,17-18
19Johannes3,19 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. tadelte auch den Landesfürsten Herodes3,19 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr..Denn Herodes3,19 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Herodias3,19 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. geheiratet,die Frau seines Bruders,und darüber hinaus viel Unrecht getan.20Zusätzlich zu all dem Unrechtließ Herodes3,20 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. jetzt auch noch Johannes3,20 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ins Gefängnis werfen.

Jesus wird der Öffentlichkeit vorgestellt

3,21-38

Jesus wird getauft

Matthäus 3,13-17; Markus 1,9-11; Johannes 1,32-34
21Das ganze Volk ließ sich von Johannes3,21 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufen3,21 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben..Und auch Jesus3,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wurde von ihm getauft3,21 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld..Auf einmal, während Jesus3,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. noch betete3,21 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,öffnete sich der Himmel3,21 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..22Der Heilige Geist3,22 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. kam auf ihn herabund seine Gestalt glich einer Taube.Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel3,22 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.:»Du bist mein Sohn3,22 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,dich habe ich lieb,an dir habe ich Freude.«

Der Stammbaum von Jesus

Matthäus 1,1-17
23Jesus3,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war etwa dreißig Jahre alt,als er sein Werk begann.Er galt als der Sohn Josefs.Josef war der Sohn Elis.24Seine weiteren Vorfahren waren:Mattat, Levi, Melchi, Jannai, Josef,25Mattitja, Amos, Nahum, Hesli, Naggai,26Mahat, Mattitja, Schimi, Josech, Joda,27Johanan, Resa, Serubbabel, Schealtiel, Neri,28Melchi, Addi, Kosam, Elmadam, Er,29Joschua, Elieser, Jorim, Mattat, Levi,30Simeon, Juda, Josef, Jonam, Eljakim,31Melea, Menna, Mattata, Natan, David3,31 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ,32Isai, Obed, Boas, Salmon, Nachschon,33Amminadab, Admin, Arni, Hezron, Perez, Juda3,33 Juda: Einer der zwölf Söhne von Jakob, dem Stammvater des Volkes Israel. ,34Jakob3,34 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. , Isaak3,34 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. , Abraham3,34 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. , Terach, Nahor,35Serug, Regu, Peleg, Eber, Schelach,36Kenan, Arpachschad, Sem, Noah3,36 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet., Lamech,37Metuschelach, Henoch, Jered, Mahalalel, Kenan,38Enosch, Set, Adam –und Adam stammte von Gott.
4

Jesus in Galiläa

4,11–7,50

Der Übergang

4,1-13

Jesus wird auf die Probe gestellt

Matthäus 4,1-11; Markus 1,12-13
41Jesus4,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war jetzt4,1 jetzt: Seit der Taufe. vom Heiligen Geist4,1 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfüllt.So ging er vom Jordan4,1 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. wegund wurde vom Geist4,1 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. in der Wüste4,1 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. umhergeführt –2vierzig Tage4,2 vierzig Tage: Heilige Zahl, die ausdrückt, dass es sich um einen von Gott bestimmten Zeitraum handelt. lang.Dabei wurde er vom Teufel4,2 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. auf die Probe gestellt.Die ganze Zeit über aß er nichts.Am Ende war er sehr hungrig.

3Da sagte der Teufel4,3 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes4,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. bist,befiehl doch diesem Stein hier,dass er zu Brot4,3 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel wird.«4Jesus antwortete ihm:»In den Heiligen Schriften4,4 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht4,4 steht: Jesus zitiert an dieser Stelle aus dem Alten Testament 5. Mose/Deuteronomium 8,3.:›Der Mensch lebt nicht nur von Brot4,4 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel .‹«

5Da führte der Teufel4,5 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. Jesus an eine hochgelegene Stelle.Er zeigte ihm alle Königreiche der Weltin einem einzigen Augenblick.6Und der Teufel4,6 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. sagte zu Jesus4,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Ich werde dir die Macht geben über alle diese Reichein ihrer ganzen Herrlichkeit4,6 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..Denn Gott hat sie mir übertragenund ich gebe sie,wem ich will.7Wenn du mich nun anbetest4,7 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,wird alles dir gehören.«8Jesus antwortete ihm:»In den Heiligen Schriften4,8 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht4,8 steht: Jesus zitiert aus dem Alten Testament 5. Mose/Deuteronomium 6,13.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten4,8 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.und ihn allein verehren.‹«

9Da brachte der Teufel4,9 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. Jesus nach Jerusalem4,9 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Er stellte ihn auf den höchsten Punkt des Tempels4,9 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.und sagte zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes4,9 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. bist,spring von hier hinunter.10Denn in den Heiligen Schriften4,10 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht4,10 steht: Nun zitiert auch der Teufel aus dem Alten Testament Psalm 91,11-12.:›Er wird seinen Engeln4,10 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. befehlen, dich zu beschützen.‹11Und: ›Auf ihren Händen sollen sie dich tragen,damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.‹«12Jesus4,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Es heißt aber auch4,12 auch: Jesus verweist im Alten Testament auf 5. Mose/Deuteronomium 6,16.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott,nicht auf die Probe stellen.‹«

13Damit hatte der Teufel4,13 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. alles versucht,Jesus4,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf die Probe zu stellen.Er verließ ihn eine Zeit lang4,13 eine Zeit lang: Erst in Lukas 22,3 taucht der Satan wieder auf, als er vor dem Verrat in Judas fährt..

Das erste Auftreten von Jesus

4,14-41

Jesus beginnt zu wirken

Matthäus 4,12-17; Markus 1,14-15
14Jesus4,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war erfüllt von der Kraft des Geistes4,14 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..So kehrte er nach Galiläa4,14 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. zurück.Sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.15Er lehrte in den Synagogen4,15 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und wurde von allen verehrt.

Jesus in Nazaret

Matthäus 13,53-58; Markus 6,1-6
16Jesus4,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam auch nach Nazaret4,16 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.,wo er aufgewachsen war.

Am Sabbat4,16 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ging er wie gewohnt in die Synagoge4,16 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Er stand auf, um aus den Heiligen Schriften4,16 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. vorzulesen.17Man reichte ihm die Schriftrolle4,17 Schriftrolle: Zur Zeit der Bibel schrieb man Texte in Spalten auf lange Lederstreifen, die man zusammenrollen konnte. mit dem Propheten4,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja4,17 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. .Jesus4,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. rollte sie aufund fand die Stelle4,17 Stelle: Das Zitat ist zusammengesetzt aus Jesaja 61,1-2 und Jesaja 58,6.,wo geschrieben steht:18»Der Geist4,18 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. des Herrn ruht auf mir,denn der Herr hat mich gesalbt4,18 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..Das ist mein Auftrag:Den Armen soll ich die Gute Nachricht4,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. bringen.Den Gefangenen soll ich ankündigen,dass sie frei werden,und den Blinden,dass sie sehen werden.Den Unterdrückten soll ich die Freiheit bringen.19Ich soll verkünden4,19 verkünden: Wörtlich lautet der Vers 19: »Ich soll ein angenehmes Jahr des Herrn verkünden.«:Jetzt beginnt das Jahr4,19 Gnadenjahr, Erlassjahr: Nach 5 Mose/Deuteronomium 15,1-18 jedes siebte Jahr, in dem den Angehörigen des eigenen Volkes die Schulden erlassen und hebräische Sklaven freigegeben werden sollen.,in dem der Herr Gnade4,19 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. schenkt.«

20Jesus schloss die Schriftrolle4,20 Schriftrolle: Zur Zeit der Bibel schrieb man Texte in Spalten auf lange Lederstreifen, die man zusammenrollen konnte. wieder,gab sie dem Synagogendiener4,20 Synagogendiener: Er hat verschiedene Aufgaben in der Synagoge; unter anderem reicht er dem Synagogenleiter oder dem Prediger im Sabbatgottesdienst die Schriftrolle. zurückund setzte sich.Alle Augen in der Synagoge4,20 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.waren gespannt auf ihn gerichtet.21Da sagte er zu den Anwesenden:»Heute – in eurer Gegenwart –ist dieses Schriftwort in Erfüllung gegangen.«22Alle spendeten ihm Beifall.Sie staunten über die Botschaft von der Gnade4,22 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu.,die er verkündete.

Doch dann sagten sie:»Ist das nicht der Sohn Josefs?«23Jesus4,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Sicher werdet ihr mir jetzt das Sprichwort vorhalten:›Arzt, hilf dir selbst!Wir haben von den großen Taten gehört,die du in Kafarnaum4,23 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte. vollbracht hast.Vollbringe solche Wunder4,23 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. auch hier in deiner Heimatstadt!‹«

24Weiter sagte er:»Amen4,24 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Kein Prophet4,24 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. wird in seiner Heimatstadt anerkannt!25Ich sage euch, wie es ist:Zur Zeit4,25 Zur Zeit: Jesus bezieht sich hier auf die Geschichte von Elija in 1. Könige 17,1.8-16. Elijas4,25 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. gab es viele Witwen4,25 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. in Israel4,25 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. damals, als es drei Jahre und sechs Monate nicht regnete.Große Hungersnot herrschte im ganzen Land.26Trotzdem wurde Elija4,26 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. zu keiner von ihnen geschickt,sondern nur zu einer Witwe4,26 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. in Sareptaim Gebiet von Sidon4,26 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien..

27Und zur Zeit4,27 zur Zeit: Jesus bezieht sich hier auf die Geschichte von Elischa in 2. Könige 5,1-14. des Propheten4,27 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Elischa4,27 Elischa: Prophet in Israel in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts v. Chr.gab es viele Aussätzige4,27 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. in Israel4,27 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. .Aber Elischa4,27 Elischa: Prophet in Israel in der 2. Hälfte des 9. Jahrhunderts v. Chr. hat keinen von ihnen geheilt,sondern nur den Syrer4,27 Syrien: Ursprünglich eine geographische Bezeichnung für das Gebiet um Damaskus, zwischen dem Fluss Eufrat und der Nordgrenze Israels sowie zwischen dem Mittelmeer und der arabischer Wüste. Zur Zeit des Neuen Testaments schließt die römische Provinz Syrien auch Israel und Juda mit ein. Naaman.«

28Alle in der Synagoge4,28 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. gerieten in Wut,als sie das hörten.29Sie sprangen aufund trieben Jesus4,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aus Nazaret4,29 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. hinaus –bis an den Rand des Berges,auf dem ihre Stadt gebaut war.Dort wollten sie ihn hinunterstürzen.

30Aber Jesus4,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging mitten durch die Menge hindurchund zog weiter.

Ein Sabbat in Kafarnaum

Markus 1,21-28
31Jesus4,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zog hinunter nach Kafarnaum4,31 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte.,einer Stadt in Galiläa4,31 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Am Sabbat4,31 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. lehrte er immer in der Synagoge.32Die Zuhörer waren von seiner Lehre tief beeindruckt,denn in seinen Worten erkannten sie Gottes Macht.

33In der Synagoge4,33 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. war ein Mann,der von einem Geist beherrscht wurde –einem unreinen4,33 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. Dämon4,33 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. .Der schrie laut auf:34»He! Was willst du von uns, Jesus4,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aus Nazaret4,34 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.?Bist du gekommen,um uns4,34 uns: Das »uns« bezieht sich auf die Welt der bösen Geister. zu vernichten?Ich weiß, wer du bist:Du bist der Heilige4,34 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Gottes.«35Jesus4,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. befahl dem Dämon4,35 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. streng:»Sei still! Gib den Mann frei!«Da schleuderte der Dämon4,35 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. den Mannmitten in die Synagoge4,35 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Dann ließ er ihn frei,ohne ihm Schaden zuzufügen.

36Alle erschrakenund fragten sich gegenseitig:»Welche Vollmacht und Kraft hat sein Wort?Er gibt den bösen Geistern4,36 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. einen Befehlund sie fliehen!«37Die Berichte über Jesus4,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verbreiteten sich überall in der Gegend.

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus und viele andere Menschen

Matthäus 8,14-17; Markus 1,29-34
38Jesus4,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verließ die Synagoge4,38 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und ging in das Haus4,38 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. von Simon4,38 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon..Aber Simons4,38 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. Schwiegermutter hatte hohes Fieber.Sie baten Jesus4,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,ihr zu helfen.

39Jesus4,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. beugte sich über sieund bedrohte das Fieber.Da verließ es sie.Sofort stand sie aufund brachte ihnen etwas zu essen.

40Als die Sonne untergegangen4,40 Sonnenuntergang: Nach jüdischem Verständnis beginnt der neue Tag mit dem Sonnenuntergang. Erst als der Sabbat vorbei war, war es den Leuten erlaubt, ihre Kranken zu Jesus zu bringen, da der Transport von Kranken als Arbeit galt. war,brachten die Leute alle Kranken zu Jesus4,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Sie litten an den unterschiedlichsten Krankheiten.Aber Jesus4,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. legte jedem von ihnen die Hände aufund heilte sie.41Aus vielen Kranken fuhren Dämonen4,41 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. aus.Dabei schrien sie laut und riefen:»Du bist der Sohn Gottes4,41 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.Jesus4,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bedrohte sieund ließ sie nicht zu Wort kommen.Denn sie wussten,dass er der Christus4,41 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. war.

Jesus verkündet die Botschaft im ganzen Land

Markus 1,35-39
42Bei Tagesanbruch verließ Jesus4,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Kafarnaum4,42 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte.und ging an einen einsamen Ort.Die Leute suchten ihn,bis sie ihn fanden.Sie wollten ihn daran hindern,von ihnen wegzugehen.

43Da sagte Jesus4,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Ich muss auch den anderen Städtendie Gute Nachricht4,43 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. vom Reich Gottes4,43 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. verkünden.Denn dazu hat Gott mich gesandt.«44Und er verkündete die Gute Nachricht4,44 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.in den Synagogen4,44 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden. überall in Judäa4,44 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. .
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Jesus und seine Jünger I: Grundlagen für das Leben als Jünger

5,1–6,16

Die ersten Jünger

Matthäus 4,18-22; Markus 1,16-20
51Einmal drängte sich die Volksmenge um Jesus5,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und wollte hören,wie er Gottes Wort verkündete.Jesus5,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stand am See Gennesaret5,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..2Da sah er zwei Boote am Ufer liegen.Die Fischer5,2 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. waren ausgestiegenund reinigten die Netze5,2 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen..

3Jesus5,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stieg in eines der Boote,das Simon5,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. gehörte.Er bat Simon5,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.,ein Stück vom Ufer wegzufahren.Dann setzte er sichund sprach vom Boot aus5,3 vom Boot aus: Auf dem See hatte Jesus den Wind im Rücken, der seine Worte ans Ufer trug. So konnten die Leute ihn besser verstehen. zu den Leuten.

4Als Jesus5,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. seine Rede beendet hatte,sagte er zu Simon5,4 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Fahre hinaus in tieferes Wasser!Dort sollt ihr eure Netze5,4 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. zum Fang auswerfen!«5Simon5,5 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete:»Meister5,5 Meister: Bei Lukas sprechen die Jünger Jesus als »Meister« an., wir haben die ganze Nacht hart gearbeitetund nichts gefangen.Aber weil du es sagst,will ich die Netze5,5 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. auswerfen.«6Simon5,6 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und seine Leute warfen die Netze5,6 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. aus.Sie fingen so viele Fische5,6 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel.,dass ihre Netze5,6 Netz: Aus Seilen geknüpftes breites Schleppnetz mit Steingewichten an der unteren Längsseite und Korkschwimmern an der oberen Seite. Schleppnetze werden mit Booten ausgelegt und anschließend mit den Fischen an Land gezogen. zu reißen drohten.7Sie winkten die Fischer5,7 Fischer: Der Beruf des Fischers war im Land der Bibel wegen des Fischreichtums sowohl an der Mittelmeerküste als auch in den Süßwassergebieten sehr verbreitet. im anderen Boot5,7 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. herbei.Sie sollten kommen und ihnen helfen.Zusammen beluden sie beide Boote5,7 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. ,bis sie fast untergingen.

8Als Simon Petrus5,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. das sah,fiel er vor Jesus5,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf die Knieund sagte:»Herr5,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., geh fort von mir!Ich bin ein Mensch,der voller Schuld5,8 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist!«9Denn Schrecken5,9 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen. ergriff ihnund die anderen, die dabei waren,weil sie einen so gewaltigen Fang gemacht hatten.10So ging es auch Jakobus und Johannes,den Söhnen von Zebedäus.Sie arbeiteten eng5,10 arbeiteten eng zusammen: Zum Fischen benötigte man zwei Boote. Besaß eine Familie nur ein Boot, so konnte sie sich mit einer anderen Familie zusammentun, um gemeinsam auf Fischfang zu fahren. mit Simon5,10 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. zusammen5,10 arbeiteten eng zusammen: Zum Fischen benötigte man zwei Boote. Besaß eine Familie nur ein Boot, so konnte sie sich mit einer anderen Familie zusammentun, um gemeinsam auf Fischfang zu fahren..Da sagte Jesus zu Simon5,10 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Hab keine Angst!Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer5,10 Menschenfischer: Gemeint ist: »Früher habt ihr Fische gefangen. Ab heute sollt ihr euch dafür einsetzen, dass Menschen zu Gott finden.« Die Angesprochenen ziehen die Menschen auch nicht wie Fische aus ihrem Lebensraum, sondern fangen sie lebendig und schenken ihnen das Leben. sein!«

11Da zogen sie die Boote5,11 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. an Land,ließen alles zurückund folgten5,11 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Jesus5,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .

Jesus heilt einen Mann vom Aussatz

Matthäus 8,1-4; Markus 1,40-45
12Einmal war Jesus5,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in einer der Städte.Sieh doch:Dort traf er einen Mann,der am ganzen Körper Aussatz5,12 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. hatte.Als der Jesus5,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah,warf er sich vor ihm niederund bat ihn:»Herr5,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du willst,kannst du mich rein5,12 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. machen5,12 rein machen: Die Bitte des Mannes umfasst zweierlei: körperlich gesund und wieder in die (gottesdienstliche) Gemeinschaft aufgenommen zu werden.13Da streckte Jesus5,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.