BasisBibel NT+Ps (BB)
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Geburt und Kindheit von Jesus

2,1-41

Jesus wird geboren

21Damals, zu derselben Zeit2,1 zu derselben Zeit: Zu der Zeit, als Johannes der Täufer geboren wurde (Lukas 1,57)., befahl Kaiser2,1 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich. Augustus2,1 Augustus: Augustus regierte von 27 v. bis 14 n. Chr. als Kaiser über das Römische Reich. ,im ganzen römischen Reich2,1 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft.eine Volkszählung2,1 Volkszählung: Dabei ging es um die Eintragung aller Einwohner der römischen Provinzen in die amtlichen Steuerlisten. Das Ziel war die Registrierung für die Kopfsteuer und die Veranlagung für die Grundsteuern, die am Ort des Grundbesitzes erfolgte. durchzuführen.2Es war die erste Volkszählung2,2 Volkszählung: Dabei ging es um die Eintragung aller Einwohner der römischen Provinzen in die amtlichen Steuerlisten. Das Ziel war die Registrierung für die Kopfsteuer und die Veranlagung für die Grundsteuern, die am Ort des Grundbesitzes erfolgte..Sie fand statt,als Quirinius2,2 Quirinius: Er war Gouverneur der Provinz Syrien. in Syrien2,2 Syrien: Ursprünglich eine geographische Bezeichnung für das Gebiet um Damaskus, zwischen dem Fluss Eufrat und der Nordgrenze Israels sowie zwischen dem Mittelmeer und der arabischer Wüste. Zur Zeit des Neuen Testaments schließt die römische Provinz Syrien auch Israel und Juda mit ein. regierte.3Da machten sich alle auf,um sich in die Steuerlisten eintragen zu lassen –jeder in seine Heimatstadt.4Auch Josef ging von der Stadt Nazaret2,4 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. in Galiläa2,4 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.hinauf nach Judäa2,4 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. .Sein Ziel war die Stadt Davids2,4 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ,die Betlehem2,4 Betlehem: Kleine Ortschaft süd-westlich von Jerusalem. heißt.Denn er stammte aus dem Königshaus und der Familie Davids2,4 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. .5In Betlehem wollte er sich eintragen lassenzusammen mit Maria, seiner Verlobten2,5 Verlobung: Durch die Verlobung wurde in biblischer Zeit die Verbindung zwischen Mann und Frau rechtsgültig. .Maria war schwanger.6Während sie dort waren,kam die Zeit der Geburt.7Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt.Sie wickelte ihn in Windelnund legte ihn in eine Futterkrippe2,7 Futterkrippe: Den Geburtsort muss man sich wohl als Nebenraum vorstellen, der eigentlich als Stall für die Tiere diente..Denn sie hatten in der Herberge2,7 Herberge: Gemeint ist hier wahrscheinlich ein provisorischer Übernachtungsort in einem Privathaus, wo Reisende mit ihren Tieren übernachten konnten.keinen Platz gefunden.

Die Engel verkünden die Geburt von Jesus

8In der Gegend von Betlehem waren Hirten2,8 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. draußen auf den Feldern.Sie hielten in der Nacht Wache bei ihrer Herde.9Auf einmal trat der Engel2,9 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. des Herrn zu ihnen,und die Herrlichkeit2,9 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. des Herrn umstrahlte sie.Die Hirten2,9 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. erschraken und bekamen große Angst.

10Der Engel2,10 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. sagte zu ihnen:»Habt keine Angst!Seht doch:Ich bringe euch eine Freudenbotschaft.Im ganzen Volk wird große Freude herrschen.11Denn heute ist in der Stadt Davids2,11 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. für euch der Retter geboren worden:Er ist Christus2,11 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. , der Herr2,11 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet..12Und dies ist das Zeichen,an dem ihr das alles erkennt:Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden.Es ist in Windeln gewickeltund liegt in einer Futterkrippe2,12 Futterkrippe: Den Geburtsort muss man sich wohl als Nebenraum vorstellen, der eigentlich als Stall für die Tiere diente.

13Plötzlich war der Engel2,13 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. umgebenvom ganzen himmlischen Heer der Engel2,13 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes..Die lobten Gott und riefen:14»Gottes Herrlichkeit2,14 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfüllt die Himmelshöhe2,14 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.!Und sein Friede2,14 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. kommt auf die Erdezu den Menschen,denen er sich in Liebe zuwendet2,14 zuwendet: Wörtlich lautet der Vers 14: »Ehre Gott in der Höhe und auf der Erde Frieden den Menschen des Wohlgefallens.« Die Ausleger sind sich einig, dass hier das Wohlgefallen Gottes gemeint ist, d. h. seine erwählende Liebe. Luther übersetzte nach anderer griechischer Überlieferung »… (und) den Menschen ein Wohlgefallen«.

Die Hirten kommen zu Jesus

15Die Engel2,15 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. verließen die Hirtenund kehrten in den Himmel2,15 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. zurück.

Da sagten die Hirten2,15 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. zueinander:»Kommt, wir gehen nach Betlehem2,15 Betlehem: Kleine Ortschaft süd-westlich von Jerusalem. und sehen uns die Geschichte an,die uns der Herr2,15 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. gerade erklärt hat!«

16Die Hirten2,16 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. liefen hin,so schnell sie konnten.Sie fanden Maria und Josefund das neugeborene Kind,das in der Futterkrippe2,16 Futterkrippe: Den Geburtsort muss man sich wohl als Nebenraum vorstellen, der eigentlich als Stall für die Tiere diente. lag.17Als sie das sahen,erzählten sie,was ihnen der Engel2,17 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. über dieses Kind gesagt hatte.18Alle, die es hörten, staunten über das,was ihnen die Hirten2,18 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. berichteten.19Aber Maria prägte sich alle ihre Worte gut einund dachte viel darüber nach.

20Die Hirten2,20 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. kehrten wieder zurück.Sie priesen und lobten Gott für das,was sie gehört und gesehen hatten.Es war alles genau so,wie es ihnen der Engel2,20 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. gesagt hatte.

Jesus bekommt seinen Namen und wird in den Tempel gebracht

21Nach acht Tagen war es Zeit,das Kind zu beschneiden2,21 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. .Es bekam den Namen »Jesus2,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. «.So hatte es der Engel2,21 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. bestimmt,noch bevor Jesus2,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. im Mutterleib empfangen wurde.22Die Zeit der Reinigung2,22 Reinigung: Ende der Zeit nach der Geburt eines Kindes, in der eine jüdische Frau als unrein galt und daher nicht am religiösen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen durfte. von Mutter und Kind war vorbei,so wie sie im Gesetz2,22 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Mose2,22 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. festgelegt ist.Da gingen Maria und Josefmit Jesus2,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hinauf nach Jerusalem2,22 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,um das Kind zu dem Herrn zu bringen2,22 zu dem Herrn zu bringen: Jesus wird ähnlich wie das Kind Samuel in 1. Samuel 1,11 und 1. Samuel 1,21-28 von seinen Eltern in den Tempel gebracht..23So schreibt es das Gesetz2,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Herrn vor2,23 vor: Vergleiche im Alten Testament 2. Mose/Exodus 13,2-12.:›Jedes erstgeborene männliche Kind2,23 Erstgeburt: Der erste Sohn, den eine Frau zur Welt bringt, und ebenso jedes erste männliche Tier, das von einem Muttertier geboren wird. gehört dem Herrn.‹24Zugleich brachten sie das Reinigungsopfer2,24 Reinigung: Ende der Zeit nach der Geburt eines Kindes, in der eine jüdische Frau als unrein galt und daher nicht am religiösen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen durfte. dar,wie es im Gesetz2,24 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Herrn vorgeschrieben2,24 vorgeschrieben: Die Vorschriften, auf die Lukas sich hier bezieht, stehen im Alten Testament in 3. Mose/Levitikus 12,2-8. ist:ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.

Simeon und Hanna erkennen in Jesus den Retter

25Sieh doch:Damals lebte in Jerusalem2,25 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ein Mann, der Simeon hieß.Er hielt Gottes Geboteund vertraute ganz auf ihn.So wartete er auf den Retter,den Gott seinem Volk Israel2,25 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. schickt2,25 schickt: Wörtlich heißt es in Vers 25: »So wartete er auf die Zeit, wenn Gott das Volk Israel rettet.«.Der Heilige Geist2,25 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. leitete ihn.26Und durch den Heiligen Geist2,26 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. hatte Gott ihn wissen lassen:»Du wirst nicht sterben,bevor du den Christus2,26 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. des Herrn2,26 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist. gesehen hast.«27Jetzt drängte ihn der Heilige Geist2,27 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.,in den Tempel2,27 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. zu gehen.Gerade brachten auch die Elterndas Kind Jesus dorthin.Sie wollten die Vorschriften erfüllen,die im Gesetz2,27 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. für das Kind vorgesehen sind.

28Simeon nahm das Kind auf den Arm.Er lobte Gott und sagte:29»Herr, jetzt kann dein Diener in Frieden sterben,wie du es versprochen hast.30Denn mit eigenen Augen habe ich gesehen:Von dir kommt die Rettung.31Alle Völker sollen sie sehen –32ein Licht, das für die Heiden2,32 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. leuchtet,und deine Herrlichkeit2,32 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. aufscheinen lässtüber deinem Volk Israel2,32 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.

33Der Vater und die Mutter von Jesus2,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. staunten über das,was Simeon über das Kind sagte.34Simeon segnete2,34 Segen, segnen: Besondere Zuwendung Gottes zu seinen Geschöpfen, durch die er ihnen Kraft, Leben und Wohlergehen schenkt. sieund sagte zur Mutter Maria:»Sieh doch:Dieses Kind ist dazu bestimmt,in Israel2,34 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. viele zu Fall zu bringenund viele aufzurichten.Es wird ein Zeichen Gottes sein,dem viele sich widersetzen.35So soll ans Licht kommen,was viele im Innersten denken.Und für dich, Maria, wird es sein,als ob dir ein Schwert2,35 Schwert: Der Weg von Jesus wird ein Leidensweg sein – dies wird auch seiner Mutter Leid und Schmerz bereiten. durch die Seele fährt.«

36Es war auch eine Prophetin2,36 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. im Tempel.Sie hieß Hannaund war eine Tochter Penuels aus dem Stamm Ascher.Sie war schon sehr alt.Nach ihrer Hochzeit war sie sieben Jahre mit ihrem Mann verheiratet.37Seitdem war sie Witwe2,37 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. und nun vierundachtzig Jahre alt.Sie verließ den Tempel2,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. nicht mehrund diente Gott Tag und Nacht mit Fasten2,37 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. und Beten2,37 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..38Jetzt kam sie dazuund lobte Gott.Dann erzählte sie allen von dem Kind,die auf die Rettung Jerusalems2,38 Jerusalem: Jerusalem steht hier stellvertretend für das ganze Volk Israel. warteten.

Jesus und seine Eltern kehren nach Nazaret zurück

39Josef und Maria erfüllten im Tempel alle Vorschriften,die das Gesetz2,39 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Herrn vorsieht.Dann kehrten sie nach Galiläa2,39 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. zurückin ihre Heimatstadt Nazaret2,39 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf..

40Jesus2,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wuchs heranund wurde ein kräftiges Kind.Gott schenkte ihm Weisheit2,40 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. und seine Gnade2,40 Gnade: Gott wendet sich den Menschen liebevoll und ohne jede Vorbedingung zu. begleitete ihn.

Der zwölfjährige Jesus im Tempel

41Jedes Jahr zogen die Eltern von Jesus2,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zum Passafest2,41 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. nach Jerusalem2,41 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .

42Als Jesus2,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zwölf Jahre alt wurde,gingen sie mit ihm über die Feiertage2,42 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. dorthin –so wie es üblich war.43Als das Fest2,43 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. vorüber war,machten sie sich wieder auf den Heimweg.Ihr Sohn Jesus2,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blieb in Jerusalem2,43 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. zurück,aber die Eltern merkten es nicht.44Sie dachten:»Er ist bei den anderen Reisenden«,und zogen eine Tagesreise weit.Am Abend suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten.45Doch sie konnten ihn nicht finden.Da kehrten sie nach Jerusalem2,45 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. zurückund suchten ihn überall.

46Dann endlich, am dritten Tagentdeckten sie ihn im Tempel2,46 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er saß mitten unter den Lehrern2,46 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde..Er hörte ihnen zuund stellte ihnen Fragen.47Alle, die ihn hörten,staunten über seine klugen Antworten.

48Seine Eltern waren fassungslos,als sie ihn hier fanden.Seine Mutter fragte ihn:»Kind, warum hast du uns das angetan?Sieh doch:Dein Vater und ich haben dich verzweifelt gesucht!«49Er antwortete ihnen:»Wieso habt ihr mich gesucht?Habt ihr denn nicht gewusst,dass ich bei meinem Vater2,49 Vater: Jesus nennt Gott hier zum ersten Mal seinen Vater. Er sucht seine Nähe im Tempel und beschäftigt sich mit seinem Wort. sein muss?«50Aber sie begriffen nicht,was er da zu ihnen sagte.

51Dann kehrte Jesus2,51 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mit seinen Eltern nach Nazaret2,51 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. zurückund war ihnen gehorsam.Maria prägte sich diese Worte gut ein.

52Jesus2,52 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wuchs heran.Er wurde älter und immer klüger2,52 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. .Und Gott und die Menschen hatten ihre Freude an ihm.
3

Die Anfänge der Verkündigung

3,1–9,50

Das Auftreten Jesu wird vorbereitet

3,1-38

Johannes der Täufer

3,1-20

Johannes der Täufer tritt auf

Matthäus 3,1-6; Markus 1,2-6; Johannes 1,19-23
31Es war im fünfzehnten Regierungsjahr3,1 Regierungsjahr: Lukas unterstreicht durch die genauen Angaben, wie sich die politischen Verhältnisse seit der Zeit der Geburt von Jesus verändert haben. Zugleich will er deutlich machen, welche Bedeutung das Auftreten von Jesus für den weiteren Verlauf der Weltgeschichte hat. des Kaisers Tiberius3,1 Tiberius: Tiberius regierte zur Zeit von Jesus als Kaiser über das Römische Reich (14 n.–37 n. Chr.)..Pontius Pilatus3,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. war römischer Bevollmächtigter von Judäa3,1 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. .Herodes3,1 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. regierte als Landesfürst in Galiläa3,1 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,sein Bruder Philippus3,1 Herodes Philippus: Ein Sohn von Herodes dem Großen, der von 4 v.–34 n. Chr. über Ituräa und Trachonitis herrschte. als Landesfürst in Ituräa3,1 Ituräa: Gebiet östlich vom Oberlauf des Jordans bis über den Hermon hinaus. Gemeint ist hier der südliche Teil, den Herodes Philippus beherrschte. und Trachonitis3,1 Trachonitis: Gebiet südlich von Damaskus, Teil des Herrschaftsgebiets von Herodes dem Großen und von Herodes Philippus..Und Lysanias3,1 Lysanias: Einer der vier Fürsten, die sich die Herrschaft über Abilene teilten. Über ihn ist sonst nichts bekannt. regierte als Landesfürst in Abilene3,1 Abilene: Gebiet um die Stadt Abila im Antilibanon-Gebirge, nördlich von Damaskus. .2Die Obersten Priester3,2 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. waren Hannas und Kajaphas.

Da rief Gott Johannes3,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. in seinen Dienst.Johannes3,2 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. war der Sohn des Zachariasund lebte in der Wüste3,2 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. .3Nun zog er durch die ganze Gegend am Jordan3,3 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. und verkündete den Menschen:»Lasst euch taufen3,3 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld.!Ändert euer Leben!Gott will euch eure Schuld3,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben!«

4Genau so steht3,4 steht: In Lukas 3,4-5 wird aus Jesaja 40,3-5 zitiert. es im Buch des Propheten3,4 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja3,4 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. :»Eine Stimme ertönt in der Wüste3,4 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. :›Macht den Weg bereit für den Herrn,ebnet ihm die Straße.5Jede Schlucht soll aufgefüllt werdenund jeder Berg und jeder Hügel abgetragen.Was krumm ist, muss gerade werdenund die unebenen Wege eben.6Alle Welt soll sehen,dass Gott die Rettung bringt.‹«

Johannes fordert zur Umkehr auf

Matthäus 3,7-10
7Die Menschen kamen in Scharen zu Johannes3,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. heraus,um sich von ihm taufen3,7 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. zu lassen.Er sagte zu ihnen:»Ihr Schlangen3,7 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind.!Wie kommt ihr darauf,dass ihr dem bevorstehenden Gericht Gottes entgeht?8Zeigt durch euer Verhalten3,8 Verhalten: Wörtlich lautet es in dem Vers: »Bringt also Früchte hervor, die der Umkehr angemessen sind«.,dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt3,8 wollt: Wörtlich übersetzt heißt es in Lukas 3,8: »Bringt also Früchte hervor, die der Umkehr angemessen sind!«!Und redet euch ja nicht ein:Abraham3,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ist unser Vater!‹Denn ich sage euch:Gott kann diese Steine hierzu Kindern Abrahams3,8 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. machen.9Die Axt ist schon an die Baumwurzel gesetzt:Jeder Baum, der keine gute Frucht bringt,wird umgehauenund ins Feuer geworfen.«

10Die Leute fragten Johannes3,10 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. :»Was sollen wir denn tun?«11Er antwortete ihnen:»Wer zwei Hemden3,11 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand. hat,soll dem eins geben,der keines hat.Wer etwas zu essen hat,soll entsprechend handeln.«

12Es kamen aber auch Zolleinnehmer3,12 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. ,um sich taufen3,12 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld. zu lassen.Die fragten ihn:»Lehrer3,12 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was sollen wir tun?«13Er antwortete ihnen:»Verlangt nicht mehr,als in euren Vorschriften steht!«

14Es fragten ihn aber auch Soldaten:»Und wir, was sollen wir tun?«Johannes3,14 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. antwortete ihnen:»Misshandelt und erpresst niemandenund gebt euch mit eurem Sold zufrieden!«

Johannes weist auf Christus hin

Matthäus 3,11-12; Markus 1,7-8; Johannes 1,25-28
15Das Volk setzte große Erwartungen in Johannes3,15 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Alle fragten sich:»Ist er vielleicht der Christus3,15 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. 16Johannes3,16 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. erklärte ihnen:»Ich taufe3,16 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. euch mit Wasser.Aber es kommt einer,der ist mächtiger als ich.Ich bin nicht einmal wert,ihm die Riemen seiner Sandalen3,16 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. aufzuschnüren.Er wird euch mit Heiligem Geist3,16 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und mit Feuer taufen3,16 Feuer: Bild für eine umfassende Reinigung: Jesus wird die Menschen von Grund auf verändern..17Er hat die Worfschaufel3,17 worfeln, Worfschaufel: Mit einer Worfschaufel wurde bei Wind das gedroschene Getreide in die Luft geworfen, um es von Stroh und Spelzen zu trennen. in seiner Hand.Er wird sein Getreide3,17 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. gründlich reinigen.Den Weizen3,17 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. wird er in seine Scheune bringen.Aber das Stroh wird er in einem Feuer verbrennen,das nicht ausgeht.«

18Mit diesen und vielen anderen Wortenrüttelte Johannes3,18 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. das Volk auf –und verkündete so die Gute Nachricht3,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..

Die Zeit von Johannes geht zu Ende

Matthäus 14,3-4; Markus 6,17-18
19Johannes3,19 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. tadelte auch den Landesfürsten Herodes3,19 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr..Denn Herodes3,19 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hatte Herodias3,19 Herodias: Eine Nichte von Herodes dem Großen. Sie ließ Johannes den Täufer töten. geheiratet,die Frau seines Bruders,und darüber hinaus viel Unrecht getan.20Zusätzlich zu all dem Unrechtließ Herodes3,20 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. jetzt auch noch Johannes3,20 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ins Gefängnis werfen.

Jesus wird der Öffentlichkeit vorgestellt

3,21-38

Jesus wird getauft

Matthäus 3,13-17; Markus 1,9-11; Johannes 1,32-34
21Das ganze Volk ließ sich von Johannes3,21 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufen3,21 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben..Und auch Jesus3,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wurde von ihm getauft3,21 Taufe: Taufen bedeutet vom Wortsinn her »in Wasser eintauchen«. Die Handlung steht zeichenhaft für das Abwaschen von Schuld..Auf einmal, während Jesus3,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. noch betete3,21 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,öffnete sich der Himmel3,21 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt..22Der Heilige Geist3,22 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. kam auf ihn herabund seine Gestalt glich einer Taube.Dazu erklang eine Stimme aus dem Himmel3,22 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.:»Du bist mein Sohn3,22 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,dich habe ich lieb,an dir habe ich Freude.«

Der Stammbaum von Jesus

Matthäus 1,1-17
23Jesus3,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war etwa dreißig Jahre alt,als er sein Werk begann.Er galt als der Sohn Josefs.Josef war der Sohn Elis.24Seine weiteren Vorfahren waren:Mattat, Levi, Melchi, Jannai, Josef,25Mattitja, Amos, Nahum, Hesli, Naggai,26Mahat, Mattitja, Schimi, Josech, Joda,27Johanan, Resa, Serubbabel, Schealtiel, Neri,28Melchi, Addi, Kosam, Elmadam, Er,29Joschua, Elieser, Jorim, Mattat, Levi,30Simeon, Juda, Josef, Jonam, Eljakim,31Melea, Menna, Mattata, Natan, David3,31 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. ,32Isai, Obed, Boas, Salmon, Nachschon,33Amminadab, Admin, Arni, Hezron, Perez, Juda3,33 Juda: Einer der zwölf Söhne von Jakob, dem Stammvater des Volkes Israel. ,34Jakob3,34 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. , Isaak3,34 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. , Abraham3,34 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. , Terach, Nahor,35Serug, Regu, Peleg, Eber, Schelach,36Kenan, Arpachschad, Sem, Noah3,36 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet., Lamech,37Metuschelach, Henoch, Jered, Mahalalel, Kenan,38Enosch, Set, Adam –und Adam stammte von Gott.
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Jesus in Galiläa

4,11–7,50

Der Übergang

4,1-13

Jesus wird auf die Probe gestellt

Matthäus 4,1-11; Markus 1,12-13
41Jesus4,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war jetzt4,1 jetzt: Seit der Taufe. vom Heiligen Geist4,1 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfüllt.So ging er vom Jordan4,1 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. wegund wurde vom Geist4,1 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. in der Wüste4,1 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. umhergeführt –2vierzig Tage4,2 vierzig Tage: Heilige Zahl, die ausdrückt, dass es sich um einen von Gott bestimmten Zeitraum handelt. lang.Dabei wurde er vom Teufel4,2 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. auf die Probe gestellt.Die ganze Zeit über aß er nichts.Am Ende war er sehr hungrig.

3Da sagte der Teufel4,3 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes4,3 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. bist,befiehl doch diesem Stein hier,dass er zu Brot4,3 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel wird.«4Jesus antwortete ihm:»In den Heiligen Schriften4,4 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht4,4 steht: Jesus zitiert an dieser Stelle aus dem Alten Testament 5. Mose/Deuteronomium 8,3.:›Der Mensch lebt nicht nur von Brot4,4 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel .‹«

5Da führte der Teufel4,5 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. Jesus an eine hochgelegene Stelle.Er zeigte ihm alle Königreiche der Weltin einem einzigen Augenblick.6Und der Teufel4,6 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. sagte zu Jesus4,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Ich werde dir die Macht geben über alle diese Reichein ihrer ganzen Herrlichkeit4,6 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..Denn Gott hat sie mir übertragenund ich gebe sie,wem ich will.7Wenn du mich nun anbetest4,7 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,wird alles dir gehören.«8Jesus antwortete ihm:»In den Heiligen Schriften4,8 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht4,8 steht: Jesus zitiert aus dem Alten Testament 5. Mose/Deuteronomium 6,13.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten4,8 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.und ihn allein verehren.‹«

9Da brachte der Teufel4,9 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. Jesus nach Jerusalem4,9 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Er stellte ihn auf den höchsten Punkt des Tempels4,9 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.und sagte zu ihm:»Wenn du der Sohn Gottes4,9 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. bist,spring von hier hinunter.10Denn in den Heiligen Schriften4,10 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht4,10 steht: Nun zitiert auch der Teufel aus dem Alten Testament Psalm 91,11-12.:›Er wird seinen Engeln4,10 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. befehlen, dich zu beschützen.‹11Und: ›Auf ihren Händen sollen sie dich tragen,damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.‹«12Jesus4,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Es heißt aber auch4,12 auch: Jesus verweist im Alten Testament auf 5. Mose/Deuteronomium 6,16.:›Du sollst den Herrn, deinen Gott,nicht auf die Probe stellen.‹«

13Damit hatte der Teufel4,13 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. alles versucht,Jesus4,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf die Probe zu stellen.Er verließ ihn eine Zeit lang4,13 eine Zeit lang: Erst in Lukas 22,3 taucht der Satan wieder auf, als er vor dem Verrat in Judas fährt..

Das erste Auftreten von Jesus

4,14-41

Jesus beginnt zu wirken

Matthäus 4,12-17; Markus 1,14-15
14Jesus4,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war erfüllt von der Kraft des Geistes4,14 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..So kehrte er nach Galiläa4,14 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. zurück.Sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.15Er lehrte in den Synagogen4,15 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und wurde von allen verehrt.

Jesus in Nazaret

Matthäus 13,53-58; Markus 6,1-6
16Jesus4,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam auch nach Nazaret4,16 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf.,wo er aufgewachsen war.

Am Sabbat4,16 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ging er wie gewohnt in die Synagoge4,16 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Er stand auf, um aus den Heiligen Schriften4,16 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. vorzulesen.17Man reichte ihm die Schriftrolle4,17 Schriftrolle: Zur Zeit der Bibel schrieb man Texte in Spalten auf lange Lederstreifen, die man zusammenrollen konnte. mit dem Propheten4,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Jesaja4,17 Jesaja: Er wirkte um 700 v. Chr. als Prophet und verkündete den Menschen den Willen Gottes. .Jesus4,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. rollte sie aufund fand die Stelle4,17 Stelle: Das Zitat ist zusammengesetzt aus Jesaja 61,1-2 und Jesaja 58,6.,wo geschrieben steht:18»Der Geist4,18 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. des Herrn ruht auf mir,denn der Herr hat mich gesalbt4,18 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..Das ist mein Auftrag:Den Armen soll ich die Gute Nachricht4,18 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. bringen.Den Gefangenen soll ich ankündigen,dass sie frei werden,und den Blinden,dass sie sehen werden.