BasisBibel NT+Ps (BB)
21

Die Opfergabe der Witwe

Markus 12,41-44
211Jesus21,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf und sah,wie reiche Leute ihre Opfergabein den Opferkasten21,1 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden. warfen.2Er sah auch eine arme Witwe.Sie warf zwei kleine Kupfermünzen21,2 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. hinein.3Und Jesus21,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Wirklich, das sage ich euch:Diese arme Witwe21,3 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. hat mehr gegebenals alle anderen.4Denn alle anderen haben nur etwas von ihrem Überflussals Opfergabe eingeworfen.Aber diese Witwe21,4 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. ,die doch selbst arm ist,hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hatte.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit

21,5-38

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Markus 13,1-2
5Einige Leute dort im Tempel21,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. schwärmten:»Aus herrlichen Steinen ist das alles gebautund mit Weihegeschenken prächtig ausgestattet!«Aber Jesus21,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:6»Es kommt die Zeit,da wird von allem, was ihr hier seht,kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Markus 13,3-8
7Die Leute fragten Jesus21,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Lehrer21,7 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass es so weit ist?«8Jesus21,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Passt aufund lasst euch nicht in die Irre führen.Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten:›Ich bin es!‹Und:›Die von Gott bestimmte Zeit ist da!‹Lauft ihnen nicht nach!

9Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Aufständen hört.Das alles muss zuerst geschehen.Aber dann kommt noch nicht sofort das Ende21,9 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit.10Jesus21,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fuhr fort:»Ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.11Es wird schwere Erdbeben geben.Und an vielen Orten werden Hungersnöteund Seuchen ausbrechen.Schreckliche Dinge werden geschehenund am Himmel21,11 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. werden gewaltige Zeichen erscheinen.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Standhalten in Verfolgung

Matthäus 24,9-14; Markus 13,9-13
12»Bevor das alles eintrifft,wird man euch Gewalt antunund euch verfolgen.Man wird euch an die Synagogengerichte21,12 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefernund ins Gefängnis werfen.Vor Könige und hohe Regierungsbeamtewird man euch stellen,weil ihr euch zu mir bekennt.13So werdet ihr als Zeugen für mich auftreten.14Dabei sollt ihr beherzigen:Legt euch erst gar keine Verteidigungsrede zurecht!15Denn ich selbstwerde euch Worte in den Mund legen,die kein Gegner widerlegen kann.Und ich werde euch Weisheit21,15 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. schenken,der niemand widerstehen kann.

16Ihr werdet verraten werden:von euren Eltern und Geschwistern,von euren Verwandten und Freunden.Einige von euch wird man sogar töten.17Alle werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.18Aber keinem von euchwird auch nur ein Haar gekrümmt werden.19Haltet also durchund gewinnt so das Leben!«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-22; Markus 13,14-20
20»Das sollt ihr wissen:Wenn ihr seht,dass Jerusalem21,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. von feindlichen Heeren umzingelt ist,steht seine Zerstörung unmittelbar bevor.

21Dann sollen die Bewohner von Judäa21,21 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. in die Berge fliehen.Wer in der Stadt21,21 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. ist,soll sie schnell verlassen.Und wer auf dem Land ist,soll nicht in der Stadt21,21 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. Zuflucht suchen.22Denn das ist die Zeit der Bestrafung.Jetzt geht alles in Erfüllung,was in den Heiligen Schriften21,22 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht.

23Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!Große Not wird im Land herrschenund Gottes Zorn wird über dieses Volk kommen.24Viele werden durch das Schwert21,24 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. umkommen.Andere werden als Gefangenein die ganze Welt verschleppt.Jerusalem21,24 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. wird von Heiden21,24 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. verwüstet werden –bis deren Zeit abgelaufen ist.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Der Menschensohn kommt

Matthäus 24,29-31; Markus 13,24-27
25»Zeichen werden zu sehen seinan der Sonne, dem Mond und den Sternen.Auf der Erde werden die Heiden21,25 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. zitternund nicht mehr aus noch ein wissenvor dem tosenden Meer und seinen Wellen.26Die Menschen vergehen vor Angst,während sie auf das warten,was über die ganze Welt hereinbrechen wird.Denn sogar die Ordnung des Himmels21,26 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.wird erschüttert werden.27Dann werden alle es sehen:Der Menschensohn21,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt auf den Wolkenmit großer Macht und Herrlichkeit21,27 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..

28Aber ihr sollt euch aufrichtenund euren Kopf heben,wenn das alles beginnt.Denn eure Rettung kommt bald!«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Das Gleichnis vom Feigenbaum

Matthäus 24,33-35; Markus 13,28-31
29Dann erzählte Jesus21,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Leuten21,29 Leuten: In Lukas 21,5 wendet sich Jesus an eine Gruppe von Leuten im Tempel. ein Gleichnis21,29 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Schaut euch doch den Feigenbaum21,29 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. anoder alle die anderen Bäume.30Wenn ihr seht,dass sie Blätter bekommen,dann wisst ihr:Der Sommer ist bald da.31So ist es auch mit euch:Wenn ihr seht,dass das alles geschieht,dann wisst ihr:Das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. ist nahe.

32Amen21,32 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.33Himmel21,33 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und Erde werden vergehen,aber meine Worte vergehen nicht.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Bleibt wachsam!

34»Nehmt euch in Acht!Maßlosigkeit, Trunksucht und Alltagssorgensollen euch nicht gefangen nehmen.Sonst kommt dieser Tag für euch so überraschend35wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt.Denn er kommt auf jeden Fall unerwartetüber alle, die auf der Erde leben.36Seid wachsam!Betet21,36 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. die ganze Zeit!Dann seid ihr in der Lage,allem zu entgehen,was da kommt.Dann seid ihr auch in der Lage,vor den Menschensohn21,36 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. zu treten.«

Jesus lehrt im Tempel

37Jeden Tag war Jesus21,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. im Tempel21,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.und lehrte.Am Abend aber verließ er die Stadtund übernachtete auf dem Berg,der Ölberg21,37 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. genannt wird.38Jeden Morgen in aller Frühekam das ganze Volk zu ihm in den Tempel21,38 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.,um ihn zu hören.
22

Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus

22,1–24,53

Die Passionsgeschichte: Leiden und Tod von Jesus

22,1–23,54

Jesus soll aus dem Weg geräumt werden

22,1-6

Pläne gegen Jesus

Matthäus 26,1-5; Markus 14,1-2; Johannes 11,45-53
221Es war kurz vor dem Fest der Ungesäuerten Brote22,1 Fest der Ungesäuerten Brote: Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen.,das Passafest22,1 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. genannt wird.2Die führenden Priester22,2 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Schriftgelehrten22,2 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.suchten nach einer Möglichkeit,Jesus22,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. heimlich umzubringen.Denn sie hatten Angst vor dem Volk.

Judas wird zum Verräter

Matthäus 26,14-16; Markus 14,10-11
3Da ergriff der Satan22,3 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. Besitz von Judas,der auch Iskariot genannt wurde.Er war einer aus dem Kreis der Zwölf22,3 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren..4Judas ging zu den führenden Priestern22,4 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und den Hauptleuten der Tempelwache22,4 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er besprach mit ihnen,wie er ihnen Jesus in die Hände liefern konnte.5Sie waren hoch erfreutund vereinbarten,ihm Geld22,5 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. dafür zu geben.6Judas war einverstanden.Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit,ihnen Jesus22,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in die Hände zu liefern.Das Volk sollte nichts davon bemerken.

Das Passamahl

22,7-38

Vorbereitungen zum Passamahl

Matthäus 26,17-19; Markus 14,12-16
7Es kam das Fest der Ungesäuerten Brote22,7 Fest der Ungesäuerten Brote: Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen..Am ersten Tag musste das Passalamm geschlachtet werden.8Jesus22,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. schickte Petrus22,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes los.Er sagte:»Geht und bereitet das Passamahl22,8 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. für uns vor,damit wir es essen können.«9Sie antworteten ihm:»Wo sollen wir es vorbereiten?«10Da sagte er zu ihnen:»Seht doch:Wenn ihr in die Stadt kommt,werdet ihr einem Menschen begegnen,der einen Wasserkrug22,10 Krüge: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. trägt.Folgt ihm bis zu dem Haus22,10 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,in das er hineingeht.

11Sagt zu dem Eigentümer des Hauses22,11 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.:›Der Lehrer22,11 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. lässt fragen:Wo ist der Raum,in dem ich mit meinen Jüngern22,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. das Passamahl22,11 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. feiern kann?‹12Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen.Der ist mit Polstern ausgestattet.Dort bereitet alles vor.«13Sie gingen losund fanden alles genau so,wie Jesus22,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. es ihnen gesagt hatte.Und sie bereiteten das Passamahl22,13 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. vor.

Jesus feiert mit den Aposteln das Passamahl

Matthäus 26,20-29; Markus 14,17-25; 1. Korinther 11,23-25
14Als die Stunde für das Passamahl22,14 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. gekommen war,legte22,14 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. sich Jesus mit den Aposteln22,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. zu Tisch22,14 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. .15Und Jesus22,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Ich habe mich sehr danach gesehnt,dieses Passamahl22,15 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. mit euch zu essen,bevor mein Leiden beginnt.16Das sage ich euch:Ich werde das Passamahl22,16 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. so lange nicht mehr essen,bis es in Vollendung gefeiert wirdim Reich Gottes22,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.

17Dann nahm Jesus22,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Becher22,17 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. ,sprach das Dankgebet22,17 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. und sagte:»Nehmt diesen Becher22,17 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. und teilt den Wein22,17 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. unter euch!18Das sage ich euch:Ich werde von nun an keinen Wein22,18 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. mehr trinken –so lange, bis das Reich Gottes22,18 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. kommt.«

19Anschließend nahm er das Brot22,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und sprach das Dankgebet22,19 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. .Er brach das Brot22,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel in Stücke,gab es ihnenund sagte:»Das ist mein Leib.Er wird für euch gegeben22,19 gegeben: Jesus weist hier auf seinen bevorstehenden Tod am Kreuz hin (vgl. Lukas 23,26-56)..Tut das22,19 das: Gemeint ist: Wein und Brot miteinander teilen. immer wiederzur Erinnerung an mich.«

20Genauso nahm Jesus22,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach dem Essen den Becher22,20 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. und sagte:»Dieser Becher22,20 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. steht für den neuen Bund22,20 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den Gott mit den Menschen schließt.Er kommt zustande durch mein Blut22,20 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ,das für euch vergossen wird.«

Jesus sagt: Einer von euch wird mich verraten!

Matthäus 26,21-25; Markus 14,18-21; Johannes 13,18-30
21»Aber seht doch:Einer wird mich verraten.Er sitzt22,21 sitzt: Wörtlich lautet der Vers 21: »Aber seht doch: Die Hand dessen, der mich verraten wird, ist bei mir hier auf dem Tisch.« hier mit mir am Tisch.22Der Menschensohn22,22 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. muss den Weg gehen,den Gott für ihn bestimmt hat.Aber wie schrecklich wird es für den Menschen,der ihn verrät!«23Da fingen die Jünger22,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. an,sich gegenseitig zu fragen:»Wer von uns würde so etwas tun?«

Wer ist der Wichtigere?

Matthäus 20,25-28; Matthäus 19,28; Markus 10,42-45
24Die Jünger22,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. begannen darüber zu streiten,wer von ihnen der Wichtigere war.25Aber Jesus22,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Die Könige herrschen über ihre Völker.Und die Machthaber lassen sich Wohltäter nennen.26Aber ihr sollt nicht so sein:Sondern wer unter euch wichtig ist,soll sein wie einer,der unbedeutend ist.Und wer führen will,wie einer, der dient.27Wer ist denn der Wichtigere?Der zu Tisch liegt22,27 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. und isstoder der ihn bedient?Natürlich der zu Tisch liegt22,27 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. !Doch ich bin unter euch wie einer,der dient.28Ihr habt mit mir durchgehalten,wann immer ich auf die Probe gestellt wurde.29So gebe ich euch Anteil an der Herrschaft,die mein Vater mir übertragen hat:30In meinem Reich sollt ihr an meinem Tisch22,30 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen.essen und trinken.Ihr sollt auf Thronen sitzenund über die zwölf Stämme Israels22,30 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. Gericht halten und herrschen.«

Jesus und Simon Petrus

Johannes 13,36-38
31»Simon22,31 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon., Simon22,31 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.!Sieh doch:Der Satan22,31 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. hat sich von Gott erbeten,euch durchzusieben22,31 durchsieben: Der Weizen wurde durch ein Sieb geschüttelt, um das gute Getreide vom Stroh und von der Spreu zu trennen. wie den Weizen22,31 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.!32Aber ich habe für dich gebetet22,32 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,damit dein Glaube22,32 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nicht aufhört.Und wenn du dann wieder zu mir zurückgekehrt bist,stärke deine Brüder22,32 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. und Schwestern22,32 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. 33Petrus22,33 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. entgegnete Jesus22,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Herr! Ich bin bereit,mit dir ins Gefängnis zu gehen,ja, mit dir zu sterben!«34Aber Jesus22,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Das sage ich dir, Petrus22,34 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:Noch bevor heute der Hahn kräht,wirst du dreimal abstreiten,dass du mich kennst.«

Von jetzt an wird für die Jünger alles anders

35Jesus22,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fragte die Jünger22,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Ich habe euch ohne Geldbeutel22,35 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.,ohne Vorratstasche und ohne Sandalen22,35 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen.ausgesandt22,35 ausgesandt: In Lukas 10,1-12 wird beschrieben, wie Jesus seine Jünger aussandte. Dabei trägt er ihnen auf, alles zurückzulassen, was sie zum Leben brauchen (10,4)..Hat euch da irgendetwas gefehlt?«Sie antworteten:»Nein, nichts!«

36Und Jesus22,36 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Von jetzt an gilt:Wer einen Geldbeutel22,36 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. hat,soll ihn mitnehmen –ebenso die Vorratstasche.Wer aber nichts anderes hat,soll seinen Mantel22,36 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. verkaufenund sich dafür ein Schwert22,36 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. besorgen.

37Das sage ich euch:Es muss an mir in Erfüllung gehen,was in den Heiligen Schriften22,37 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht:›Er wurde zu den Verbrechern gezählt.‹Denn was über mich vorausgesagt ist,trifft jetzt ein.«38Die Jünger22,38 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sagten:»Herr22,38 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., sieh doch:Hier haben wir zwei Schwerter22,38 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen.Aber er antwortete ihnen:»Das reicht jetzt!«

Im Garten Getsemani

22,39-53

Jesus betet im Garten Getsemani

Matthäus 26,36-46; Markus 14,32-42
39Jesus22,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verließ die Stadtund ging wie gewohnt zum Ölberg22,39 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..Die Jünger22,39 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. folgten ihm.40Als er dort ankam,sagte er zu ihnen:»Betet22,40 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,damit ihr die kommende Prüfung besteht.«41Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter –etwa einen Steinwurf weit.Dann kniete er nieder und betete22,41 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..42Er sagte:»Vater, wenn du willst,nimm diesen Becher22,42 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht. fort,damit ich ihn nicht trinken muss!Aber nicht, was ich will,soll geschehen,sondern was du willst!«43Da erschien ihm ein Engel22,43 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. vom Himmel22,43 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.und stärkte ihn.44Todesangst kam in ihm aufund er betete noch angespannter.Dabei tropfte sein Schweiß wie Blut22,44 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. auf den Boden.45Dann stand er vom Gebet22,45 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. aufund ging zurück zu den Jüngern22,45 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Er sah,dass sie vor lauter Trauerin Schlaf gefallen waren.46Er fragte sie:»Wie könnt ihr nur schlafen?Steht auf und betet22,46 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,damit ihr die kommende Prüfung besteht!«

Jesus wird verhaftet

Matthäus 26,47-56; Markus 14,43-50; Johannes 18,3-11
47Während Jesus22,47 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte –sieh doch:Da näherte sich eine Truppe.Judas, einer der Zwölf22,47 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren.,ging an der Spitze.Er kam auf Jesus22,47 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zuund wollte ihm einen Kuss22,47 Kuss: Auch zur Zeit von Jesus war es unter Männern üblich, sich durch einen »Begrüßungskuss« oder auch »Bruderkuss« auf die Wange willkommen zu heißen. geben.48Aber Jesus22,48 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:Judas,willst du den Menschensohn22,48 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.wirklich mit einem Kuss22,48 Kuss: Auch zur Zeit von Jesus war es unter Männern üblich, sich durch einen »Begrüßungskuss« oder auch »Bruderkuss« auf die Wange willkommen zu heißen. verraten?

49Da merkten seine Begleiter,was geschehen sollte.Sie fragten:»Herr22,49 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., sollen wir mit dem Schwert22,49 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. zuschlagen?«50Und einer von ihnen schlug nach dem Anführerder Truppe des Obersten Priesters22,50 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und hieb ihm das rechte Ohr ab.51Aber Jesus22,51 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Hört auf damit!«Und er berührte das Ohrund heilte den Mann.52Dann wandte er sich an die Leute,die ihn festnehmen wollten:die führenden Priester22,52 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.,die Hauptleute der Tempelwache22,52 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.und die Ratsältesten22,52 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren..Er sagte:»Mit Schwertern22,52 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. und Knüppeln seid ihr hier angerückt!Bin ich denn ein Verbrecher?53Täglich war ich bei euch im Tempel22,53 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.,dort habt ihr keine Hand gegen mich gerührt.Aber jetzt ist eure Stunde gekommen,und die Finsternis tritt ihre Herrschaft an.«

Jesus vor dem jüdischen Rat

22,54-71

Petrus bestreitet, dass er Jesus kennt

Matthäus 26,57-58.69-75; Markus 14,53-54.66-72; Johannes 18,12-18.25-27
54Die Männer nahmen Jesus22,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fest,führten ihn abund brachten ihn in das Haus des Obersten Priesters22,54 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf..Petrus22,54 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. folgte ihnen in einiger Entfernung.55Sie hatten mitten im Hof ein Feuer angezündetund sich darumgesetzt.Petrus22,55 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. setzte sich zu ihnen.56Ein Dienstmädchen sah Petrus22,56 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. dortim Schein des Feuers sitzen.Sie musterte ihn aufmerksamund sagte:»Der da war auch mit ihm zusammen!«57Petrus22,57 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. stritt das abund sagte:»Ich kenne ihn gar nicht, Frau!«

58Kurz darauf sah ihn jemand anderesund sagte:»Du gehörst auch zu denen!«Aber Petrus22,58 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. erwiderte:»Mensch, ich doch nicht!«59Etwa eine Stunde späterbehauptete ein anderer:»Ganz bestimmt gehört er zu denen!Er kommt doch auch aus Galiläa22,59 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.60Aber Petrus22,60 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. stritt es wieder ab:»Mensch, ich weiß überhaupt nicht,wovon du sprichst.«

In demselben Moment –während er noch redete –krähte der Hahn.61Der Herr22,61 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. drehte sich umund blickte Petrus22,61 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. an.Da erinnerte sich Petrus22,61 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. an das,was der Herr22,61 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. zu ihm gesagt22,61 gesagt: Schon bei der gemeinsamen Feier des Passamahls in Lukas 22,14-38 hatte Jesus Petrus angekündigt, dass Petrus ihn verraten wird (Lukas 22,34). hatte:»Noch bevor heute der Hahn kräht,wirst du dreimal abstreiten,dass du mich kennst.«62Und Petrus22,62 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. lief hinausund weinte heftig.

Jesus wird verspottet und geschlagen

Matthäus 26,67-68; Markus 14,65
63Die Männer, die Jesus22,63 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bewachten,verspotteten ihnund verprügelten ihn dabei.64Sie warfen ihm ein Tuch überund forderten ihn auf:»Du bist doch ein Prophet22,64 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!Sag uns:Wer hat dich geschlagen?«65Und noch viele andere Beschimpfungenmusste er über sich ergehen lassen.

Jesus vor dem jüdischen Rat

Matthäus 27,1; Matthäus 26,57.63-65; Markus 15,1; Markus 14,53.61-64; Johannes 18,19-24
66Als es Tag wurde,versammelten sich die Ältesten22,66 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkes,dazu die führenden Priester22,66 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und die Schriftgelehrten22,66 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst..Dann ließen sie Jesus22,66 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in ihr Gerichtsgebäude bringen.67Sie forderten ihn auf:»Sag uns,wenn du der Christus22,67 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bist!«Jesus22,67 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn ich es euch sage,werdet ihr nicht glauben!68Und wenn ich euch etwas frage,werdet ihr nicht antworten.69Aber von jetzt an wird der Menschensohn22,69 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.an der rechten Seite22,69 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt. Gottes sitzen,der Macht über alles hat.«70Da riefen alle:»Also bist du der Sohn Gottes22,70 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.Und Jesus22,70 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Ihr sagt es:Ich bin’s!«71Da sagten sie:»Wozu brauchen wir noch Zeugen?Wir haben es aus seinem eigenen Mund gehört!«
23

Jesus vor Pilatus

23,1-25

Jesus wird von Pilatus verhört

Matthäus 27,2.11-14; Markus 15,1-5; Johannes 18,28-38
231Die ganze Versammlung23,1 Versammlung: Nach Lukas 22,66 hatten sich die Ältesten des Volkes, die führenden Priester und die Schriftgelehrten zum Gericht versammelt. erhob sichund sie brachten Jesus23,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu Pilatus23,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr..2Dort brachten sieihre Anklagepunkte gegen ihn vor:»Wir haben festgestellt,dass dieser Mann unser Volk aufhetzt.Er sagt:›Gebt dem Kaiser23,2 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich. keine Steuern!‹Und:›Ich bin Christus23,2 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. , der König!‹«3Pilatus23,3 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. fragte ihn:»Bist du der König der Juden23,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Jesus23,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Du sagst es.«4Pilatus23,4 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu den führenden Priestern23,4 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und der Volksmenge:»Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.«5Aber sie bestanden darauf:»Mit seiner Lehre hetzt er in ganz Judäa23,5 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. das Volk auf –angefangen von Galiläa23,5 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. bis hierher!«

Jesus wird Herodes Antipas übergeben

6Als Pilatus23,6 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. das hörte,fragte er:»Kommt dieser Mann aus Galiläa23,6 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.7Die Leute antworteten:»Ja, er kommt aus dem Herrschaftsgebiet von Herodes23,7 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr.Da ließ Pilatus23,7 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. Jesus zu Herodes23,7 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. bringen.Herodes23,7 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. hielt sich zu dieser Zeit gerade in Jerusalem