BasisBibel NT+Ps (BB)
20

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Markus 11,27-33
201Dann, eines Tages,war Jesus20,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder einmal im Tempel20,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er lehrte das Volkund verkündete die Gute Nachricht20,1 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..Da traten ihm die führenden Priester20,1 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.,die Schriftgelehrten20,1 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und die Ratsältesten20,1 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren. entgegen.2Sie fragten ihn:»Sag uns:Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«3Jesus20,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Ich will euch auch eine Frage stellen.Antwortet mir!4Von wem hatte Johannes20,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen?Von Gott oder von Menschen?«

5Da überlegten sie sich:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹,dann wird er fragen:›Warum habt ihr ihm nicht geglaubt?‹6Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹,dann wird das Volk uns steinigen20,6 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..Denn alle sind überzeugt,dass Johannes20,6 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ein Prophet20,6 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. war.«7Deshalb antworteten sie Jesus20,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Wir wissen nicht von wem.«8Da sagte Jesus20,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

Matthäus 21,33-46; Markus 12,1-12
9Und Jesus20,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann,dem Volk dieses Gleichnis20,9 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. zu erzählen:»Ein Mann legte einen Weinberg20,9 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. an.Dann verpachtete er ihnund ging länger auf Reisen.10Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht20,10 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu den Pächtern.Der sollte seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs20,10 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. abholen.Aber die Pächter verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.11Noch einmal schickte der Besitzer einen Knecht20,11 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. .Aber auch den verprügelten sieund beschimpften ihn.Dann jagten sie ihn ebenfallsmit leeren Händen davon.12Der Besitzer schickte einen dritten.Den schlugen sie blutigund warfen ihn hinaus.

13Da sagte der Weinbergbesitzer20,13 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. :›Was soll ich jetzt tun?Ich werde meinen Sohn20,13 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. schicken,den ich lieb habe.Vor ihm werden sie wohl Respekt haben!‹14Als die Pächter den Sohn20,14 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. kommen sahen,sagten sie zueinander:›Das ist der Erbe.Wir bringen ihn um!Dann gehört sein Erbe uns.‹15Und sie warfen ihn hinausvor den Weinberg20,15 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. und töteten ihn.

Was wird der Weinbergbesitzer20,15 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. jetztmit ihnen machen?16Er wird selbst kommen,diese Pächter tötenund den Weinberg20,16 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. anderen anvertrauen.«

Als die Leute das hörten,sagten sie:»Das darf nicht passieren!«17Aber Jesus20,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. schaute sie anund sagte:»Was bedeutet denn die Stelle in den Heiligen Schriften20,17 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben20,17 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein20,17 Grundstein, Eckstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.‹18Wer auf diesen Stein fällt,wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt,wird zerdrückt.«

19Die Schriftgelehrten20,19 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und die führenden Priester20,19 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.wollten ihn am liebsten sofort festnehmen.Aber sie fürchteten sich vor dem Volk.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis20,19 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.von ihnen gesprochen hatte.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Markus 12,13-17
20Die führenden Priester20,20 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten20,20 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.ließen Jesus20,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht mehr aus den Augen.Sie schickten Spitzel zu ihm.Die sollten so tun,als wollten sie nach Gottes Willen leben.Mit einer Fangfrage sollten sie Jesus20,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. eine Falle stellenund ihn dann den Gerichtenund der Macht des römischen20,20 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Bevollmächtigten ausliefern.21Die Spitzel fragten Jesus20,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Lehrer20,21 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Du sagst das Richtige.Du lehrst und siehst dabei nicht die Person an.Sondern du sagst die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.22Ist es uns erlaubt,dem Kaiser20,22 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich. Steuern zu zahlen oder nicht?«23Jesus20,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. durchschaute ihr falsches Spielund sagte:24»Zeigt mir eine Silbermünze20,24 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert..Wer ist auf dem Bild zu sehenund wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten ihm:»Der Kaiser20,24 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich.25Da sagte Jesus20,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Dann gebt dem Kaiser20,25 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich., was dem Kaiser20,25 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich. gehört,und Gott, was Gott gehört!«26Und sie konnten Jesus20,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht dazu bringen,vor dem Volk etwas zu sagen,was ihn in ihre Falle tappen ließ.Sie waren sehr erstaunt über seine Antwortund konnten nichts mehr darauf erwidern.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Markus 12,18-27
27Dann kamen einige Sadduzäer20,27 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. zu Jesus20,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Diese Leute behaupten,dass es keine Auferstehung20,27 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten gibt.Sie fragten Jesus20,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :28»Lehrer20,28 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose20,28 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat uns vorgeschrieben:›Wenn ein Mann stirbtund eine Frau hinterlässt,aber kein Kind hat,dann soll sein Bruder die Frau heiratenund so dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹

29Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heirateteund starb kinderlos.30So erging es auch dem zweiten.31Ebenso dem dritten,bis hin zum siebten –alle starben kinderlos.32Zuletzt starb auch die Frau.33Bei der Auferstehung20,33 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten nun:Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

34Da sagte Jesus20,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»In dieser Welt heiraten die Menschenund werden geheiratet.35Wer aber in Gottes neuer Welt leben darfund von den Toten aufersteht20,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ,wird nicht mehr heiratenund geheiratet werden.36Diese Menschen können dann auch nicht mehr sterben:Sie sind wie Engel20,36 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.und Kinder Gottes –denn sie sind Kinder der Auferstehung20,36 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .37Dass Gott die Toten auferwecken20,37 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. wird,hat Mose20,37 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. schonbei der Begegnung am Dornbusch20,37 Dornbusch: Vergleiche aus dem Alten Testament 2. Mose/Exodus 3,2-6. Hier wird geschildert, wie Gott in besonderer Weise aus einem brennenden Dornbusch zu Mose spricht. deutlich gemacht:Er nennt den Herrn20,37 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.›den Gott Abrahams20,37 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ,den Gott Isaaks20,37 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und den Gott Jakobs20,37 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. ‹.38Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Für ihn sind alle lebendig!«

39Da sagten einige der Schriftgelehrten20,39 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.:»Lehrer20,39 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., das war eine gute Antwort!«40Von da an wagte es niemand mehr,Jesus20,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Markus 12,35-37
41Da fragte Jesus20,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Sadduzäer20,41 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. und Schriftgelehrten20,41 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.:»Wie kann man behaupten:›Der Christus20,41 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist ein Sohn20,41 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids20,41 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !‹?42David20,42 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. selbst sagt20,42 sagt: Das Zitat stammt aus Psalm 110,1. doch im Buch der Psalmen20,42 Psalmen: Lieder oder Gebete von Menschen, die sich mit ihrer Klage und ihrem Lob an Gott wenden.:›Gott, der Herr, sprach zu meinem Herrn:Setze dich an meine rechte Seite20,42 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt.,43während ich deine Feinde zu Boden werfe.Ich mache sie zum Schemel20,43 Schemel: Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft. für deine Füße.‹44David selbst nennt den Christus20,44 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. also ›Herr20,44 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.‹.Wie kann dieser dann sein Sohn20,44 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. sein?«

Jesus warnt vor den Gesetzeslehrern

Markus 12,37-40; Matthäus 23,1.6-7.14
45Das ganze Volk hörte zu,als Jesus20,45 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern20,45 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. sagte:46»Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten20,46 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund lieben es,wenn sie auf dem Marktplatzrespektvoll gegrüßt werden.In der Synagoge20,46 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und bei den Festessenmöchten sie die Ehrenplätze.47Sie bringen die Häuser20,47 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. der Witwe20,47 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. n in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete20,47 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«
21

Die Opfergabe der Witwe

Markus 12,41-44
211Jesus21,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf und sah,wie reiche Leute ihre Opfergabein den Opferkasten21,1 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden. warfen.2Er sah auch eine arme Witwe.Sie warf zwei kleine Kupfermünzen21,2 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. hinein.3Und Jesus21,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Wirklich, das sage ich euch:Diese arme Witwe21,3 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. hat mehr gegebenals alle anderen.4Denn alle anderen haben nur etwas von ihrem Überflussals Opfergabe eingeworfen.Aber diese Witwe21,4 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. ,die doch selbst arm ist,hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hatte.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit

21,5-38

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Markus 13,1-2
5Einige Leute dort im Tempel21,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. schwärmten:»Aus herrlichen Steinen ist das alles gebautund mit Weihegeschenken prächtig ausgestattet!«Aber Jesus21,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:6»Es kommt die Zeit,da wird von allem, was ihr hier seht,kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Markus 13,3-8
7Die Leute fragten Jesus21,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Lehrer21,7 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass es so weit ist?«8Jesus21,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Passt aufund lasst euch nicht in die Irre führen.Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten:›Ich bin es!‹Und:›Die von Gott bestimmte Zeit ist da!‹Lauft ihnen nicht nach!

9Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Aufständen hört.Das alles muss zuerst geschehen.Aber dann kommt noch nicht sofort das Ende21,9 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit.10Jesus21,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fuhr fort:»Ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.11Es wird schwere Erdbeben geben.Und an vielen Orten werden Hungersnöteund Seuchen ausbrechen.Schreckliche Dinge werden geschehenund am Himmel21,11 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. werden gewaltige Zeichen erscheinen.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Standhalten in Verfolgung

Matthäus 24,9-14; Markus 13,9-13
12»Bevor das alles eintrifft,wird man euch Gewalt antunund euch verfolgen.Man wird euch an die Synagogengerichte21,12 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefernund ins Gefängnis werfen.Vor Könige und hohe Regierungsbeamtewird man euch stellen,weil ihr euch zu mir bekennt.13So werdet ihr als Zeugen für mich auftreten.14Dabei sollt ihr beherzigen:Legt euch erst gar keine Verteidigungsrede zurecht!15Denn ich selbstwerde euch Worte in den Mund legen,die kein Gegner widerlegen kann.Und ich werde euch Weisheit21,15 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. schenken,der niemand widerstehen kann.

16Ihr werdet verraten werden:von euren Eltern und Geschwistern,von euren Verwandten und Freunden.Einige von euch wird man sogar töten.17Alle werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.18Aber keinem von euchwird auch nur ein Haar gekrümmt werden.19Haltet also durchund gewinnt so das Leben!«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-22; Markus 13,14-20
20»Das sollt ihr wissen:Wenn ihr seht,dass Jerusalem21,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. von feindlichen Heeren umzingelt ist,steht seine Zerstörung unmittelbar bevor.

21Dann sollen die Bewohner von Judäa21,21 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. in die Berge fliehen.Wer in der Stadt21,21 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. ist,soll sie schnell verlassen.Und wer auf dem Land ist,soll nicht in der Stadt21,21 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. Zuflucht suchen.22Denn das ist die Zeit der Bestrafung.Jetzt geht alles in Erfüllung,was in den Heiligen Schriften21,22 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht.

23Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!Große Not wird im Land herrschenund Gottes Zorn wird über dieses Volk kommen.24Viele werden durch das Schwert21,24 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. umkommen.Andere werden als Gefangenein die ganze Welt verschleppt.Jerusalem21,24 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. wird von Heiden21,24 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. verwüstet werden –bis deren Zeit abgelaufen ist.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Der Menschensohn kommt

Matthäus 24,29-31; Markus 13,24-27
25»Zeichen werden zu sehen seinan der Sonne, dem Mond und den Sternen.Auf der Erde werden die Heiden21,25 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. zitternund nicht mehr aus noch ein wissenvor dem tosenden Meer und seinen Wellen.26Die Menschen vergehen vor Angst,während sie auf das warten,was über die ganze Welt hereinbrechen wird.Denn sogar die Ordnung des Himmels21,26 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.wird erschüttert werden.27Dann werden alle es sehen:Der Menschensohn21,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt auf den Wolkenmit großer Macht und Herrlichkeit21,27 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor..

28Aber ihr sollt euch aufrichtenund euren Kopf heben,wenn das alles beginnt.Denn eure Rettung kommt bald!«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Das Gleichnis vom Feigenbaum

Matthäus 24,33-35; Markus 13,28-31
29Dann erzählte Jesus21,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Leuten21,29 Leuten: In Lukas 21,5 wendet sich Jesus an eine Gruppe von Leuten im Tempel. ein Gleichnis21,29 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Schaut euch doch den Feigenbaum21,29 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. anoder alle die anderen Bäume.30Wenn ihr seht,dass sie Blätter bekommen,dann wisst ihr:Der Sommer ist bald da.31So ist es auch mit euch:Wenn ihr seht,dass das alles geschieht,dann wisst ihr:Das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. ist nahe.

32Amen21,32 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.33Himmel21,33 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und Erde werden vergehen,aber meine Worte vergehen nicht.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Bleibt wachsam!

34»Nehmt euch in Acht!Maßlosigkeit, Trunksucht und Alltagssorgensollen euch nicht gefangen nehmen.Sonst kommt dieser Tag für euch so überraschend35wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt.Denn er kommt auf jeden Fall unerwartetüber alle, die auf der Erde leben.36Seid wachsam!Betet21,36 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. die ganze Zeit!Dann seid ihr in der Lage,allem zu entgehen,was da kommt.Dann seid ihr auch in der Lage,vor den Menschensohn21,36 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. zu treten.«

Jesus lehrt im Tempel

37Jeden Tag war Jesus21,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. im Tempel21,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.und lehrte.Am Abend aber verließ er die Stadtund übernachtete auf dem Berg,der Ölberg21,37 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. genannt wird.38Jeden Morgen in aller Frühekam das ganze Volk zu ihm in den Tempel21,38 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.,um ihn zu hören.
22

Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus

22,1–24,53

Die Passionsgeschichte: Leiden und Tod von Jesus

22,1–23,54

Jesus soll aus dem Weg geräumt werden

22,1-6

Pläne gegen Jesus

Matthäus 26,1-5; Markus 14,1-2; Johannes 11,45-53
221Es war kurz vor dem Fest der Ungesäuerten Brote22,1 Fest der Ungesäuerten Brote: Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen.,das Passafest22,1 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. genannt wird.2Die führenden Priester22,2 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Schriftgelehrten22,2 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.suchten nach einer Möglichkeit,Jesus22,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. heimlich umzubringen.Denn sie hatten Angst vor dem Volk.

Judas wird zum Verräter

Matthäus 26,14-16; Markus 14,10-11
3Da ergriff der Satan22,3 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. Besitz von Judas,der auch Iskariot genannt wurde.Er war einer aus dem Kreis der Zwölf22,3 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während seiner Wirkungszeit immer bei Jesus waren..4Judas ging zu den führenden Priestern22,4 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und den Hauptleuten der Tempelwache22,4 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er besprach mit ihnen,wie er ihnen Jesus in die Hände liefern konnte.5Sie waren hoch erfreutund vereinbarten,ihm Geld22,5 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. dafür zu geben.6Judas war einverstanden.Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit,ihnen Jesus22,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in die Hände zu liefern.Das Volk sollte nichts davon bemerken.

Das Passamahl

22,7-38

Vorbereitungen zum Passamahl

Matthäus 26,17-19; Markus 14,12-16
7Es kam das Fest der Ungesäuerten Brote22,7 Fest der Ungesäuerten Brote: Erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Damals blieb keine Zeit, Sauerteigbrot zu backen, deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen..Am ersten Tag musste das Passalamm geschlachtet werden.8Jesus22,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. schickte Petrus22,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und Johannes los.Er sagte:»Geht und bereitet das Passamahl22,8 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. für uns vor,damit wir es essen können.«9Sie antworteten ihm:»Wo sollen wir es vorbereiten?«10Da sagte er zu ihnen:»Seht doch:Wenn ihr in die Stadt kommt,werdet ihr einem Menschen begegnen,der einen Wasserkrug22,10 Krüge: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. trägt.Folgt ihm bis zu dem Haus22,10 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,in das er hineingeht.

11Sagt zu dem Eigentümer des Hauses22,11 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.:›Der Lehrer22,11 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. lässt fragen:Wo ist der Raum,in dem ich mit meinen Jüngern22,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. das Passamahl22,11 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. feiern kann?‹12Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen.Der ist mit Polstern ausgestattet.Dort bereitet alles vor.«13Sie gingen losund fanden alles genau so,wie Jesus22,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. es ihnen gesagt hatte.Und sie bereiteten das Passamahl22,13 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. vor.

Jesus feiert mit den Aposteln das Passamahl

Matthäus 26,20-29; Markus 14,17-25; 1. Korinther 11,23-25
14Als die Stunde für das Passamahl22,14 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. gekommen war,legte22,14 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. sich Jesus mit den Aposteln22,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. zu Tisch22,14 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. .15Und Jesus22,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Ich habe mich sehr danach gesehnt,dieses Passamahl22,15 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. mit euch zu essen,bevor mein Leiden beginnt.16Das sage ich euch:Ich werde das Passamahl22,16 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. so lange nicht mehr essen,bis es in Vollendung gefeiert wirdim Reich Gottes22,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.

17Dann nahm Jesus22,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Becher22,17 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. ,sprach das Dankgebet22,17 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. und sagte:»Nehmt diesen Becher22,17 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. und teilt den Wein22,17 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. unter euch!18Das sage ich euch:Ich werde von nun an keinen Wein22,18 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. mehr trinken –so lange, bis das Reich Gottes22,18 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. kommt.«

19Anschließend nahm er das Brot22,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und sprach das Dankgebet22,19 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. .Er brach das Brot22,19 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel in Stücke,gab es ihnenund sagte:»Das ist mein Leib.Er wird für euch gegeben22,19 gegeben: Jesus weist hier auf seinen bevorstehenden Tod am Kreuz hin (vgl. Lukas 23,26-56)..Tut das22,19 das: Gemeint ist: Wein und Brot miteinander teilen. immer wiederzur Erinnerung an mich.«

20Genauso nahm Jesus22,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach dem Essen den Becher22,20 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. und sagte:»Dieser Becher22,20 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. steht für den neuen Bund22,20 Bund: Eine gegenseitige Verpflichtung zwischen zwei Partnern, die durch einen förmlichen Vertrag geregelt sein kann. ,den Gott mit den Menschen schließt.Er kommt zustande durch mein Blut22,20 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ,das für euch vergossen wird.«

Jesus sagt: Einer von euch wird mich verraten!

Matthäus 26,21-25; Markus 14,18-21; Johannes 13,18-30
21»Aber seht doch:Einer wird mich verraten.Er sitzt22,21 sitzt: Wörtlich lautet der Vers 21: »Aber seht doch: Die Hand dessen, der mich verraten wird, ist bei mir hier auf dem Tisch.« hier mit mir am Tisch.22Der Menschensohn22,22 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. muss den Weg gehen,den Gott für ihn bestimmt hat.Aber wie schrecklich wird es für den Menschen,der ihn verrät!«23Da fingen die Jünger22,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. an,sich gegenseitig zu fragen:»Wer von uns würde so etwas tun?«

Wer ist der Wichtigere?

Matthäus 20,25-28; Matthäus 19,28; Markus 10,42-45
24Die Jünger22,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. begannen darüber zu streiten,wer von ihnen der Wichtigere war.25Aber Jesus22,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Die Könige herrschen über ihre Völker.Und die Machthaber lassen sich Wohltäter nennen.26Aber ihr sollt nicht so sein:Sondern wer unter euch wichtig ist,soll sein wie einer,der unbedeutend ist.Und wer führen will,wie einer, der dient.27Wer ist denn der Wichtigere?Der zu Tisch liegt22,27 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. und isstoder der ihn bedient?Natürlich der zu Tisch liegt22,27 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. !Doch ich bin unter euch wie einer,der dient.28Ihr habt mit mir durchgehalten,wann immer ich auf die Probe gestellt wurde.29So gebe ich euch Anteil an der Herrschaft,die mein Vater mir übertragen hat:30In meinem Reich sollt ihr an meinem Tisch22,30 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen.essen und trinken.Ihr sollt auf Thronen sitzenund über die zwölf Stämme Israels22,30 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. Gericht halten und herrschen.«

Jesus und Simon Petrus

Johannes 13,36-38
31»Simon22,31 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon., Simon22,31 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.!Sieh doch:Der Satan22,31 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. hat sich von Gott erbeten,euch durchzusieben22,31 durchsieben: Der Weizen wurde durch ein Sieb geschüttelt, um das gute Getreide vom Stroh und von der Spreu zu trennen. wie den Weizen22,31 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.!32Aber ich habe für dich gebetet22,32 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,damit dein Glaube22,32 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nicht aufhört.Und wenn du dann wieder zu mir zurückgekehrt bist,stärke deine Brüder22,32 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. und Schwestern22,32 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. 33Petrus22,33 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. entgegnete Jesus22,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Herr! Ich bin bereit,mit dir ins Gefängnis zu gehen,ja, mit dir zu sterben!«34Aber Jesus22,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Das sage ich dir, Petrus22,34 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:Noch bevor heute der Hahn kräht,wirst du dreimal abstreiten,dass du mich kennst.«

Von jetzt an wird für die Jünger alles anders

35Jesus22,35