BasisBibel (BB)
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Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Markus 11,27-33
201Eines Tages war Jesus20,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … wieder einmal im Tempel20,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….Er lehrte das Volkund verkündete die Gute Nachricht20,1 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr ….Da traten ihm die führenden Priester20,1 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …,die Schriftgelehrten20,1 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und die Ratsältesten20,1 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. entgegen.2Sie fragten ihn: »Sag uns:Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«3Jesus antwortete:»Ich will euch auch eine Frage stellen. Sagt mir:4Von wem hatte Johannes20,4 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … den Auftrag zu taufen20,4 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten.?Von Gott oder von Menschen?«5Da überlegten sie und sagten zueinander:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹, wird er fragen:›Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?‹6Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹,wird das Volk uns steinigen20,6 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr ….Denn alle sind überzeugt,dass Johannes ein Prophet20,6 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … war.«7Deshalb antworteten sie Jesus:»Wir wissen nicht von wem.«8Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den Pächtern des Weinbergs

Matthäus 21,33-46; Markus 12,1-12
9Nun erzählte Jesus20,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … dem Volk dieses Gleichnis20,9 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …:»Ein Mann legte einen Weinberg20,9 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In der Bibel wird er auch als Bild für das Volk Israel verwendet, vgl. Jesaja 5,1-7. an.Dann verpachtete er ihn und ging länger auf Reisen.10Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht zu den Pächtern.Der sollte seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs abholen.Aber die Pächter verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.11Noch einmal schickte der Besitzer einen Knecht.Aber auch den verprügelten und beschimpften sie.Dann jagten sie ihn ebenfalls mit leeren Händen davon.12Der Besitzer schickte einen dritten.Den schlugen sie blutig und warfen ihn hinaus.13Da sagte der Weinbergbesitzer:›Was soll ich jetzt tun?Ich werde meinen geliebten Sohn schicken.Vor ihm werden sie wohl Achtung haben!‹14Als die Pächter den Sohn kommen sahen,sagten sie zueinander: ›Das ist der Erbe.Wir bringen ihn um, und dann gehört sein Erbe uns.‹15Sie warfen ihn hinaus vor den Weinbergund töteten ihn.Was wird der Weinbergbesitzer jetzt mit ihnen machen?16Er wird selbst kommen, diese Pächter tötenund den Weinberg anderen anvertrauen.«

Als die Leute das hörten, sagten sie:»Das darf nicht passieren!«17Aber Jesus20,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … schaute sie an und sagte:»Was bedeutet denn die Stelle in der Heiligen Schrift20,17 die Stelle in der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 118,22.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben20,17 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein20,17 Grundstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.‹18Wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt, wird zerdrückt.«19Die Schriftgelehrten20,19 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … und die führenden Priester20,19 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …wollten ihn am liebsten sofort festnehmen.Aber sie fürchteten sich vor dem Volk.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis20,19 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr … von ihnen gesprochen hatte.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Markus 12,13-17
20Die führenden Priester20,20 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr … und Schriftgelehrten20,20 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …ließen Jesus20,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nicht mehr aus den Augen.Sie schickten Leute zu ihm, die ihn beobachten sollten.Die sollten vorgeben, gerecht20,20 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach dem Willen Gottes. Mehr … vor Gott zu leben,und Jesus mit einer Frage in Bedrängnis bringen.Es ging ihnen darum, ihn an die Gerichteund in die Gewalt des römischen Statthalters20,20 römischer Statthalter: Verwalter einer Region oder Provinz im Auftrag des römischen Senats oder des Kaisers. Mehr … auszuliefern.21Diese Leute fragten Jesus:»Lehrer20,21 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Du redest und lehrst aufrichtigund siehst dabei nicht die Person an.Vielmehr sagst du die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.22Ist es uns erlaubt,dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht?«

23Jesus durchschaute ihre Absicht und sagte:24»Zeigt mir eine Silbermünze20,24 Silbermünze: Die römischen Kaiser ließen Münzen mit einem Bild ihres Kopfes und einer entsprechenden Inschrift prägen..Wer ist auf dem Bild zu sehen,und wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten: »Der Kaiser.«25Da sagte Jesus zu ihnen:»Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,und Gott, was Gott gehört!«26So konnten sie nichts von dem,was er vor dem Volk sagte, gegen ihn verwenden.Sie waren sehr erstaunt über seine Antwortund konnten nichts mehr darauf erwidern.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Markus 12,18-27
27Dann kamen einige Sadduzäer20,27 Sadduzäer: Angehörige einer jüdischen Glaubensgruppe, in der Priester eine bedeutende Rolle spielten. Neben den vornehmen Priesterfamilien gehörten ihr auch andere Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht an. Mehr … zu Jesus20,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….Die Sadduzäer behaupten,dass es keine Auferstehung20,27 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr … der Toten gibt.Sie fragten Jesus:28»Lehrer20,28 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose hat uns vorgeschrieben20,28 Mose hat vorgeschrieben: Die folgenden Worte beziehen sich auf 5. Mose/Deuteronomium 25,5-6.:›Wenn ein Mann stirbt und eine Frau hinterlässt,aber kinderlos ist,dann soll sein Bruder die Frau heiraten.So kann er dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹29Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heiratete eine Frau und starb kinderlos.30So erging es auch dem zweiten.31Auch der dritte heiratete sie,ebenso die nächsten, bis hin zum siebten –alle starben kinderlos.32Zuletzt starb auch die Frau.33Wie wird es nun bei der Auferstehung der Toten sein?Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

34Da sagte Jesus20,34 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu ihnen:»In dieser Welt heiraten die Menschenund werden geheiratet.35Anders ist es für alle,die in Gottes neuer Welt leben dürfenund von den Toten auferstehen20,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr ….Weder heiraten sie noch werden sie geheiratet.36Diese Menschen können dann auch nicht mehr sterben:Sie sind wie Engel20,36 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … und Kinder Gottes –denn sie sind Kinder der Auferstehung.37Dass Gott die Toten auferwecken20,37 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. wird, hat Mose20,37 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … schonbei der Begegnung am Dornbusch deutlich gemacht20,37 am Dornbusch deutlich gemacht: 2. Mose/Exodus 3,1-12 erzählt, wie Gott Mose in einem brennenden Dornbusch erscheint, ihm seinen Namen offenbart und seinem Volk die Befreiung aus der Sklaverei verspricht.:Er nennt den Herrn20,37 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … ›den Gott Abrahams20,37 Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs: Bezeichnung für den Gott Israels. Sie bringt das persönliche Treueverhältnis zwischen Gott und den Stammvätern seines Volkes zum Ausdruck.‹.38Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Für ihn sind alle lebendig!«39Da sagten einige der Schriftgelehrten20,39 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …:»Lehrer20,39 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., das war eine gute Antwort!«40Von da an wagte es niemand mehr,Jesus etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Markus 12,35-37
41Da stellte Jesus20,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … den Schriftgelehrten20,41 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … eine Frage:»Wie kann man behaupten:›Der Christus20,41 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr … ist ein Sohn Davids20,41 Sohn Davids: David ist ein bedeutender König von Israel. Nachdem das Königreich untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels; vgl. 2. Samuel 7,12-16.!‹?42David selbst sagt20,42 David sagt: David gilt als Dichter zahlreicher Lieder und Gebete. Im Folgenden wird aus Psalm 110,1 zitiert. doch im Buch der Psalmen:›Gott, der Herr20,42 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr …, sprach zu meinem Herrn:Setz dich an meine rechte Seite20,42 rechte Seite: Die rechte Seite ist ein Ehrenplatz.,43bis ich deine Feinde unterwerfe!Ich mache sie zum Schemel20,43 Schemel: Eine Art Fußbank, die vor dem Thron eines Herrschers steht. für deine Füße.‹44David selbst nennt den Christus also ›Herr‹20,44 Herr: Der Herr einer Person kann eigentlich nicht auch ihr Sohn sein. Nur auf Jesus Christus trifft beides zu. Er ist sowohl Davids Nachkomme als auch sein Herr..Wie kann dieser dann sein Sohn sein?«

Jesus warnt vor den Gesetzeslehrern

Matthäus 23,1; 23,6-7; 23,14; Markus 12,38-40
45Das ganze Volk hörte zu,als Jesus20,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu seinen Jüngern20,45 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … sagte:46»Nehmt euch vor den Schriftgelehrten20,46 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … in Acht:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund wollen auf den Marktplätzen gegrüßt werden.In den Synagogen20,46 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … und bei den Festessenist es ihnen wichtig,die Ehrenplätze zu bekommen.47Sie bringen die Häuser der Witwen20,47 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr … in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete.Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«
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Die Opfergabe der Witwe

Markus 12,41-44
211Jesus21,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … blickte auf und sah,wie reiche Leute ihre Opfergabenin den Opferkasten21,1 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden. warfen.2Er sah auch eine arme Witwe21,2 Witwe: Frau, deren Mann verstorben ist und die dadurch rechtlich, sozial und wirtschaftlich in eine schwierige Lage geriet. Von der Gemeinschaft wird gefordert, dass sie Witwen versorgt und niemand ihre schwache Stellung ausnutzt. Mehr ….Sie warf zwei kleine Kupfermünzen21,2 Kupfermünzen: Wörtlich »zwei Lepta«. Ein Leptos ist der kleinste Münzwert, der zur Zeit von Jesus in Judäa im Umlauf war. hinein.3Da sagte Jesus:»Wirklich, das sage ich euch:Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen.4Denn alle anderenhaben nur etwas von ihrem Überflussals Opfergabe eingeworfen.Aber diese Witwe hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hat –obwohl sie doch arm ist.«

Jesus spricht über die Endzeit

Lukas 21,5-38

Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Markus 13,1-2
5Einige Leute dort im Tempel21,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … schwärmten:»Aus herrlichen Steinen ist das alles gebautund mit Weihegaben prächtig ausgestattet!«Aber Jesus21,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sagte:6»Es kommt die Zeit,da wird kein Stein auf dem anderen bleiben.Alles, was ihr hier seht, wird zerstört werden.«

Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Markus 13,3-8
7Die Leute fragten Jesus21,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …: »Lehrer21,7 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass es so weit ist?«8Jesus antwortete:»Passt auf und lasst euch nicht in die Irre führen.Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten: ›Ich bin es!‹Und: ›Die von Gott bestimmte Zeit ist da!‹Lauft ihnen nicht nach!9Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Aufständen hört.Das alles muss zuerst geschehen.Aber dann kommt noch nicht sofort das Ende21,9 Ende: Meint den Tag des Herrn, an dem Jesus Christus nach Tod und Auferstehung wiederkommt. An diesem Tag hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.10Jesus fuhr fort:»Ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.11Es wird schwere Erdbeben geben.An vielen Orten werden Hungersnöteund Seuchen ausbrechen.Schreckliche Dinge werden geschehen,und am Himmel werden gewaltige Zeichen erscheinen.«

Standhalten in Verfolgung

Matthäus 10,16-25; 24,9-14; Markus 13,9-13
12»Bevor das alles eintrifft,wird man euch Gewalt antun und euch verfolgen.Man wird euch an die Synagogengerichte21,12 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefernund ins Gefängnis werfen.Vor Könige und hohe Regierungsbeamtewird man euch stellen, weil ihr euch zu mir bekennt.13So werdet ihr als Zeugen für mich eintreten.14Dabei sollt ihr beherzigen:Bereitet keine Verteidigungsrede vor!15Denn ich selbst werde euch Worte in den Mund legen,die kein Gegner widerlegen kann.Und ich werde euch Weisheit schenken,der niemand widerstehen kann.

16Ihr werdet verraten werden:von euren Eltern und Geschwistern,von euren Verwandten und Freunden.Einige von euch wird man sogar töten.17Alle werden euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt.18Aber keinem von euchwird auch nur ein Haar gekrümmt werden.19Haltet also durch und gewinnt so das Leben!«

Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-22; Markus 13,14-20
20»Das sollt ihr wissen: Wenn ihr seht,dass Jerusalem21,20 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … von feindlichen Heeren umzingelt ist,steht seine Zerstörung unmittelbar bevor.21Dann sollen die Bewohner von Judäa21,21 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum.in die Berge fliehen.Wer in der Stadt ist,soll sie schnell verlassen.Und wer auf dem Land ist,soll nicht in der Stadt Zuflucht suchen.22Denn das ist die Zeit der Bestrafung.Jetzt geht alles in Erfüllung,was in der Heiligen Schrift steht21,22 in der Heiligen Schrift steht: Christen lesen bestimmte Texte aus dem Alten Testament als Ankündigung dafür, dass Gott seinen Sohn Jesus Christus in die Welt schickt. Ein zentraler Text ist beispielsweise Daniel 7,13-14, wo das Kommen des Menschensohns angekündigt wird..

23Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!Große Not wird im Land herrschenund Gottes Zorn wird über dieses Volk kommen.24Viele werden durch das Schwert umkommen.Andere werden als Gefangenein die ganze Welt verschleppt.Jerusalem21,24 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … wird von Heiden21,24 Heiden: Bezeichnung für Menschen, die nicht an den Gott Israels glauben. Mehr … verwüstet werden,bis deren Zeit abgelaufen ist.«

Der Menschensohn kommt

Matthäus 24,29-31; Markus 13,24-27
25*21,25 Vers 25-27: Die Verse 25-27 nehmen Bilder aus Jesaja 13,10 und Daniel 7,13-14 auf. Dort wird mit diesen Bildern der Tag des Gerichts beschrieben, an dem Gott gegen seine Feinde vorgeht. »Zeichen werden zu sehen seinan der Sonne, dem Mond und den Sternen.Auf der Erde werden die Völker zittern.Sie werden weder aus noch ein wissenvor dem tosenden Meer und seinen Wellen.26Die Menschen werden vor Angst vergehen.Sie warten auf die Ereignisse,die über die ganze Welt hereinbrechen werden.Denn sogar die Mächte des Himmels21,26 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr …werden erschüttert werden.27*21,27 Vers 27: Das Bild des Menschensohns stammt aus Daniel 7,13-14. Dann werden alle es sehen:Der Menschensohn21,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … kommt auf einer Wolkemit großer Macht und Herrlichkeit21,27 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr ….28Aber ihr sollt euch aufrichten und euren Kopf heben,wenn das alles beginnt:Eure Erlösung kommt bald!«

Das Gleichnis vom Feigenbaum

Matthäus 24,32-35; Markus 13,28-31
29Dann erzählte Jesus21,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … den Leuten ein Gleichnis21,29 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …:»Schaut euch doch den Feigenbaum21,29 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. anoder all die anderen Bäume.30Wenn ihr seht, dass sie Blätter bekommen,dann wisst ihr: Der Sommer ist bald da.31So ist es auch mit euch:Wenn ihr seht, dass das alles geschieht,dann wisst ihr: Das Reich Gottes21,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … ist nahe.32Amen21,32 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, das sage ich euch:Diese Generation wird nicht sterben,bevor dies alles geschieht.33Himmel und Erde werden vergehen,aber meine Worte werden nicht vergehen.«

Bleibt wachsam!

34»Nehmt euch in Acht!Maßlosigkeit, Trunksucht und Alltagssorgensollen euch nicht gefangen nehmen.Sonst kommt dieser Tag für euch so überraschend35wie eine Falle, die plötzlich zuschnappt.Denn er kommt unerwartet über alle,die auf der Erde leben.36Seid zu jeder Zeit wachsam und betet21,36 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr …!Dann seid ihr in der Lage,allem zu entgehen, was da kommt.So könnt ihr dann auch vor den Menschensohn21,36 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … treten.«

Jesus lehrt im Tempel

37Jeden Tag war Jesus21,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … im Tempel21,37 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … und lehrte.Am Abend aber verließ er die Stadtund übernachtete auf dem Ölberg21,37 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. Mehr ….38Jeden Morgen in aller Frühekam das ganze Volk zu ihm in den Tempel,um ihn zu hören.
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Leiden, Tod und Auferstehung von Jesus

Lukas 22,1–24,53

Die Passionsgeschichte: Jesus wird verurteilt, gekreuzigt und begraben

Lukas 22,1–23,56

Pläne gegen Jesus

Matthäus 26,1-5; Markus 14,1-2; Johannes 11,45-53
221Es war kurz vor dem Fest der ungesäuerten Brote22,1 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. Mehr …,das Passafest22,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … genannt wird.2Die führenden Priester22,2 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr … und die Schriftgelehrten22,2 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …suchten nach einer Möglichkeit, Jesus22,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … umzubringen.Denn sie hatten Angst vor dem Volk.

Judas wird zum Verräter

Matthäus 26,14-16; Markus 14,10-11
3Da ergriff der Satan22,3 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr … Besitz von Judas,der auch Iskariot genannt wurde.Er war einer aus dem Kreis der Zwölf22,3 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren..4Judas ging zu den führenden Priestern22,4 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …und den Hauptleuten der Tempelwache.Er besprach mit ihnen,wie er ihnen Jesus22,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ausliefern konnte.5Sie waren hocherfreutund vereinbarten, ihm Geld dafür zu geben.6Judas war einverstanden.Von da an suchte er nach einer günstigen Gelegenheit,ihnen Jesus auszuliefern.Das Volk sollte nichts davon bemerken.

Vorbereitungen zum Passamahl

Matthäus 26,17-19; Markus 14,12-16
7Es kam das Fest der ungesäuerten Brote22,7 Fest der ungesäuerten Brote: Im Neuen Testament ein anderer Name für das Passafest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert, vgl. 2. Mose/Exodus 12–13..Am ersten Tag musste das Passalamm22,7 Passalamm: Opfertier, das zum Passafest geschlachtet und dessen Fleisch beim Passamahl gegessen wird; vgl. 2. Mose/Exodus 12,3-20. geschlachtet werden.8Jesus22,8 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … schickte Petrus22,8 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … und Johannes los.Er sagte: »Geht vorausund bereitet das Passamahl22,8 Passamahl: Festliche Mahlzeit, die fester Bestandteil des Passafestes ist. Zur Mahlzeit gehören ungesäuerte Brote und das Passalamm. Mehr … für uns vor,damit wir es essen können.«9Sie antworteten: »Wo sollen wir es vorbereiten?«10Da sagte er zu ihnen: »Wenn ihr in die Stadt kommt,werdet ihr einem Menschen begegnen,der einen Wasserkrug trägt.Folgt ihm bis zu dem Haus, in das er hineingeht.11Sagt zu dem Eigentümer des Hauses:›Der Lehrer22,11 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. lässt fragen:Wo ist der Raum, in dem ich mit meinen Jüngern22,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …das Passamahl feiern kann?‹12Er wird euch einen großen Raum im ersten Stock zeigen,der mit Polstern ausgestattet ist.Dort bereitet alles vor.«13Sie gingen los und fanden alles genauso,wie Jesus es ihnen gesagt hatte.Und sie bereiteten das Passamahl vor.

Jesus feiert mit den Aposteln das Passamahl

Matthäus 26,20-29; Markus 14,17-25
14Als die Stunde für das Passamahl22,14 Passamahl: Festliche Mahlzeit, die fester Bestandteil des Passafestes ist. Zur Mahlzeit gehören ungesäuerte Brote und das Passalamm. Mehr … gekommen war,legte sich Jesus mit den Aposteln22,14 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. Mehr … zu Tisch22,14 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen. Mehr ….15Jesus22,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sagte zu ihnen:»Ich habe mich sehr danach gesehnt,dieses Passamahl mit euch zu essen,bevor mein Leiden beginnt.16Das sage ich euch:Ich werde das Passamahl so lange nicht mehr essen,bis es im Reich Gottes22,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … in Vollendung gefeiert wird.«

17Dann nahm Jesus22,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … den Becher, dankte Gott und sagte:»Nehmt diesen Becher und teilt den Wein22,17 Wein: Ein im Mittelmeerraum übliches Nahrungs- und Genussmittel. Wein ist zugleich Sinnbild für Lebensfreude und Wohlstand. Mehr … unter euch!18Das sage ich euch:Ich werde von nun an keinen Wein mehr trinken –so lange, bis das Reich Gottes22,18 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … kommt.«19*22,19 Vers 19-20: Die sogenannten Einsetzungsworte, die in jeder Feier des Abendmahls gesprochen werden, finden sich fast wörtlich auch in 1. Korinther 11,24-25. Mit anderem Wortlaut werden sie noch in Matthäus 26,26-28 und Markus 14,22-24 überliefert. Anschließend nahm er das Brot22,19 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. Mehr ….Er dankte Gott, brach das Brot in Stücke,gab es ihnen und sagte:»Das ist mein Leib, der für euch gegeben22,19 gegeben: Jesus weist hier auf seinen bevorstehenden Tod am Kreuz hin, vgl. Lukas 23,26-49. Der Tod von Jesus am Kreuz ist Sinnbild für Gottes Zuwendung zu den Menschen, für die Jesus sein Leben am Kreuz opferte. wird.Tut das22,19 das: Meint das Teilen von Brot und Wein beim gemeinsamen Mahl. zur Erinnerung an mich.«20Ebenso nahm Jesus nach dem Essen den Becherund sagte: »Dieser Becher steht für den neuen Bund22,20 neuer Bund: Durch Tod und Auferstehung von Jesus Christus wird der Bund, den Gott mit Israel am Berg Sinai geschlossen hat, erneuert und auf die ganze Welt übertragen. Gottes Zusage, sich um sein Volk zu kümmern, gilt damit für alle Menschen, die an ihn glauben.,den Gott mit den Menschen schließt –durch mein Blut, das für euch vergossen wird.«

Wer ist der Verräter?

Matthäus 26,21-25; Markus 14,18-21; Johannes 13,21-30
21»Aber seht euch vor: Einer wird mich verraten.Er sitzt hier mit mir am Tisch.22Der Menschensohn22,22 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … muss den Weg gehen,den Gott für ihn bestimmt hat.Aber wehe dem Menschen, der ihn verrät!«23Da fingen die Jünger22,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … an, sich gegenseitig zu fragen:»Wer von uns könnte es sein?«

Wer ist der Wichtigste?

Matthäus 19,28; 20,25-28; Markus 10,42-45
24Die Jünger22,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … begannen darüber zu streiten,wer von ihnen der Wichtigste war.25Aber Jesus22,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sagte zu ihnen:»Die Könige herrschen über ihre Völker,und die Machthaber lassen sich Wohltäter nennen.26Aber ihr sollt nicht so sein:Sondern wer unter euch der Wichtigste ist,soll sein wie der Geringste –,und wer führen will, wie einer, der dient.27Wer ist denn wichtiger?Der zu Tisch liegt22,27 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen. Mehr … und isst oder der ihn bedient?Natürlich der zu Tisch liegt!Doch ich bin unter euch wie einer, der dient.28Ihr habt mit mir durchgehalten,wann immer ich auf die Probe gestellt wurde.29So gebe ich euch Anteil an der Herrschaft22,29 Anteil an der Herrschaft: Das Reich Gottes wird hier im Bild eines Festmahls beschrieben, bei dem die zwölf Jünger von Jesus eine besondere Rolle haben.,die mein Vater mir übertragen hat:30In meinem Reich sollt ihr an meinem Tischessen und trinken.Ihr sollt auf Thronen sitzenund über die zwölf Stämme Israels22,30 Stämme Israels: Israel versteht sich als Verband von zwölf Stämmen, die auf die Nachkommen der Söhne Jakobs zurückgehen. Mehr … Gericht halten.«

Jesus sagt das Versagen von Petrus voraus

Matthäus 26,33-34; Markus 14,29-30; Johannes 13,36-38
31»Simon22,31 Simon: Anderer Name für Petrus, einen der Jünger von Jesus., Simon!Sieh doch: Der Satan22,31 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr … hat sich von Gott erbeten,euch durchzusieben22,31 durchsieben: Um Getreidekörner vor dem Mahlen von den letzten Verunreinigungen zu trennen, werden sie gesiebt. wie den Weizen!32Aber ich habe für dich gebetet,dass dein Glaube22,32 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … nicht aufhört.Wenn du dann wieder zu mir zurückgekehrt bist,sollst du deine Brüder und Schwestern22,32 Bruder, Schwester: Wörtlich »Bruder«. Das griechische Wort bezeichnet männliche und weibliche Mitglieder der Gemeinde. Mehr … stärken.«33Petrus22,33 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … entgegnete Jesus22,33 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Herr! Ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis zu gehen –ja, sogar mit dir zu sterben!«34Aber Jesus erwiderte: »Das sage ich dir, Petrus:Noch bevor heute der Hahn kräht,wirst du dreimal abstreiten, dass du mich kennst.«

Von jetzt an wird für die Jünger alles anders

35Jesus22,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … fragte die Jünger22,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Ich habe euch ohne Geldbeutel,ohne Vorratstasche und ohne Sandalen ausgesandt22,35 ohne Sandalen ausgesandt: Lukas 10,1-12 erzählt, wie Jesus seine Jünger aussendet und ihnen dabei aufträgt, alles zurückzulassen, was man üblicherweise mit auf Reisen nahm..Hat euch da irgendetwas gefehlt?«Sie antworteten: »Nein, nichts!«36Jesus sagte zu ihnen: »Von jetzt an gilt:Wer einen Geldbeutel hat, soll ihn mitnehmenund ebenso eine Vorratstasche.Wer aber nichts anderes hat,soll seinen Mantel22,36 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Mehr … zu Geld machenund sich dafür ein Schwert kaufen.37Das sage ich euch:An mir muss in Erfüllung gehen,was in der Heiligen Schrift steht22,37 in der Heiligen Schrift steht: Zitat aus Jesaja 53,12.:›Er wurde zu den Schuldigen gezählt.‹Denn was über mich vorausgesagt ist,trifft jetzt ein.«38Die Jünger sagten: »Herr, sieh doch:Hier haben wir zwei Schwerter.«Aber er antwortete: »Genug davon!«

Jesus betet im Garten Getsemani

Matthäus 26,36-46; Markus 14,32-42
39Jesus22,39 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … verließ die Stadtund ging wie gewohnt zum Ölberg22,39 Ölberg: Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. Mehr ….Die Jünger22,39 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … folgten ihm.40Als er dort ankam, sagte er zu ihnen:»Betet, damit ihr die kommende Prüfung besteht!«41Er selbst ging noch ein paar Schritte weiter –etwa einen Steinwurf weit.Dann kniete er nieder und betete22,41 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr ….42Er sagte: »Vater, wenn du willst,nimm diesen Becher22,42 Becher: Bei den Propheten des Alten Testaments Bild für das Gericht Gottes, das Menschen wie Betrunkene wanken lässt; vgl. Jeremia 25,15-29. Mit diesem Bild verweist Jesus auf seinen gewaltsamen Tod am Kreuz. weg,damit ich ihn nicht trinken muss!Aber nicht, was ich will, soll geschehen,sondern was du willst!«[22,42 [...]: Die Verse Lukas 22,43-44 fehlen in den wichtigsten Handschriften. 43Da erschien ihm ein Engel22,43 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … vom Himmel und stärkte ihn.44Todesangst überfiel ihn,und er betete noch angespannter.Dabei tropfte sein Schweiß wie Blut auf den Boden.]22,44 [...]: Die Verse Lukas 22,43-44 fehlen in den wichtigsten Handschriften.45Dann stand er vom Gebet aufund ging zurück zu den Jüngern.Er sah, dass sie vor lauter Trauer eingeschlafen waren.46Er fragte sie: »Wie könnt ihr nur schlafen?Steht auf und betet,damit ihr die kommende Prüfung besteht!«

Jesus wird verhaftet

Matthäus 26,47-56; Markus 14,43-50; Johannes 18,3-11; 18,20
47Noch während Jesus22,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … das sagte, näherte sich eine Truppe.Judas, einer der Zwölf22,47 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren., ging an der Spitze.Er kam auf Jesus zu,um ihn zu küssen22,47 küssen: Geste, die die gegenseitige Verbundenheit zum Ausdruck bringt. In der Antike war ein Kuss zur Begrüßung und zum Abschied üblich..48Aber Jesus sagte zu ihm:»Judas, willst du den Menschensohn22,48 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …wirklich mit einem Kuss verraten?«49Da verstanden seine Begleiter, was geschehen sollte.Sie fragten:»Herr, sollen wir mit dem Schwert zuschlagen?«50Und einer von ihnen schlug nach einem der Männer,die dem Hohepriester22,50 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Mehr … unterstanden.Er hieb ihm das rechte Ohr ab.51Aber Jesus sagte: »Hört auf damit!«Er berührte das Ohr und heilte den Mann.52Dann wandte er sich an die Leute,die ihn festnehmen wollten: die führenden Priester22,52 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …,die Hauptmänner der Tempelwache und die Ratsältesten22,52 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten..Er sagte:»Mit Schwertern22,52 Schwert: Angriffswaffe für den Nahkampf, die von Soldaten getragen wurde. und Knüppeln seid ihr hier angerückt!Bin ich denn ein Verbrecher?53Ich war täglich bei euch im Tempel22,53 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr ….Aber dort habt ihr keine Hand gegen mich erhoben.Doch jetzt ist eure Stunde gekommen,und die Finsternis tritt ihre Herrschaft an.«

Petrus verleugnet Jesus

Matthäus 26,57-58; 26,69-75; Markus 14,53-54; 14,66-72; Johannes 18,12-18; 18,25-27
54Die Männer nahmen Jesus22,54 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …