BasisBibel NT+Ps (BB)
19

Jesus und Zachäus

191Jesus19,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam nach Jericho19,1 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. und zog durch die Stadt.2Und sieh doch:Dort lebte ein Mann,der Zachäus hieß.Er war der oberste Zolleinnehmer19,2 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und sehr reich.3Er wollte unbedingt sehen,wer dieser Jesus19,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war.Aber er konnte es nicht,denn er war kleinund die Volksmenge versperrte ihm die Sicht.4Deshalb lief er vorausund kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum19,4 Maulbeerfeigenbaum: Ca. 10–15 m hoher Baum mit breiter Krone und dickem, knorrigem Stamm. Der Maulbeerfeigenbaum hat raue, herzförmige Blätter und feigenähnliche Früchte.,um Jesus19,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sehen zu können –denn dort musste er vorbeikommen.5Als Jesus19,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an die Stelle kam,blickte er hochund sagte zu ihm:»Zachäus, steig schnell herab.Ich muss heute in deinem Haus19,5 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. zu Gast sein.«6Der stieg sofort vom Baum herab.Voller Freude nahm er Jesus19,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bei sich auf.

7Als die Leute das sahen,ärgerten sie sichund sagten zueinander:»Er ist bei einem Mann eingekehrt,der voller Schuld19,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist!«8Aber Zachäus stand aufund sagte zum Herrn19,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.:»Herr19,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., sieh doch:Die Hälfte von meinem Besitzwerde ich den Armen geben.Und wem ich zu viel abgenommen habe,dem werde ich es vierfach zurückzahlen.«9Da sagte Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Heute ist dieses Haus gerettet worden,denn auch er ist ein Sohn19,9 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Abrahams19,9 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. !10Der Menschensohn19,10 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. ist gekommen,um die Verlorenen zu suchenund zu retten.«

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

Matthäus 25,14-30
11Die Leute hörten,was Jesus19,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu Zachäus sagte.Weil er außerdem schon nahe bei Jerusalem19,11 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. war,meinten sie,das Reich Gottes19,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. werde jetzt gleich anbrechen.Deshalb erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis19,11 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..12Er sagte:»Ein Mann von adliger Herkunftreiste in ein fernes Land.Er wollte sich dortals Herrscher über sein Land einsetzen lassen19,12 einsetzen lassen: Zur Zeit von Jesus konnte ein König nur dann die Herrschaft in seinem Land antreten, wenn er vom römischen Kaiser dazu ermächtigt wurde.und dann als König zurückkehren.13Vorher rief er zehn seiner Diener19,13 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. und gab jedem Geld19,13 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. im Wert einer Mine19,13 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber..Er sagte zu ihnen:›Macht mit dem Geld19,13 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Geschäfte,bis ich wiederkomme!‹

14Aber die Einwohner seines Landes hassten ihn.Deshalb schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm herund ließen erklären:›Wir wollen nicht,dass dieser Mann unser König wird!‹15Doch er übernahm die Herrschaft.Dann, als er zurückkehrte,ließ er die Diener19,15 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. rufen,denen er das Geld19,15 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. anvertraut hatte.Er wollte wissen,welchen Gewinn sie damit erzielt hatten.

16Der erste kamund berichtete:›Herr, deine Mine19,16 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. hat zehn weitere Minen19,16 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. eingebracht.‹17Der König sagte:›Gut gemacht!Du bist ein tüchtiger Diener.Du hast dich in einer so unbedeutenden Sacheals zuverlässig erwiesen.Darum übertrage ich dirdie Verantwortung für zehn Städte.‹18Der zweite kamund berichtete:›Herr, deine Mine19,18 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. hat fünf weitere eingebracht.‹19Der König sagte zu ihm:›Ich übertrage dir die Verantwortung für fünf Städte.‹

20Der nächste kam und berichtete:›Herr, sieh doch:Hier hast du deine Mine19,20 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber..Ich habe sie in ein Tuch gewickeltund sicher aufbewahrt.21Ich hatte Angst vor dir,weil du ein strenger Mann bist.Du hebst Geld19,21 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. ab,das du nicht eingezahlt hast.Und du erntest19,21 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,was du nicht gesät19,21 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. hast.‹22Der König sagte zu ihm:›Du hast dir selbst das Urteil gesprochen,du schlechter Diener19,22 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. :Du hast gewusst,dass ich ein strenger Mann bin –dass ich Geld19,22 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. abhebe,das ich nicht eingezahlt habe,und ernte19,22 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,was ich nicht gesät19,22 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. habe.23Warum hast du mein Geld19,23 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.nicht zur Bank gebracht?So hätte ich es bei meiner Rückkehrwenigstens mit Zinsen abheben können.‹

24Dann sagte der König zu denen,die dabeistanden:›Nehmt ihm die Mine19,24 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. wegund gebt sie dem,der die zehn Minen19,24 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. hat!‹25Sie sagten zu ihm:›Herr, er hat doch schon zehn!‹26Der König erwiderte:›Das sage ich euch:Wer etwas hat,dem wird noch viel mehr gegeben.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen,was er hat.

27Und nun zu meinen Feinden,die nicht wollten,dass ich ihr König werde:Holt sie herund bringt sie um –hier vor meinen Augen.‹«28Nachdem Jesus19,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das Gleichnis19,28 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. erzählt hatte,zog er weiter,bis nach Jerusalem19,28 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinauf.

Jesus in Jerusalem

19,29–21,38

Jesus kommt nach Jerusalem

19,29-44

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-11; Johannes 12,12-19
29Dann, in der Nähe von Betfage19,29 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs vor der Stadtmauer von Jerusalem, Nachbarort von Betanien. Der hebräische Name der Ortschaft bedeutet »Haus der unreifen/grünen Feigen«. und Betanien19,29 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. ,kam Jesus19,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu dem Berg, der »Ölberg19,29 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem.« heißt.Von dort schickte er zwei seiner Jünger19,29 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. voraus30und sagte:»Geht in das Dorf,das vor euch liegt.Wenn ihr hineinkommt,findet ihr einen jungen Esel19,30 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. angebunden.Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten.Bindet ihn losund bringt ihn her.31Und wenn euch jemand fragt:›Warum bindet ihr ihn los?‹,dann sagt:›Der Herr19,31 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. braucht ihn!‹«

32Die beiden Jünger19,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. , die Jesus19,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. geschickt hatte,gingen in das Dorfund fanden alles genau so,wie Jesus19,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. es ihnen gesagt hatte.33Als sie den Esel19,33 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. losmachten,fragten die Besitzer:»Warum bindet ihr den Esel19,33 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. los?«34Sie antworteten:»Der Herr19,34 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. braucht ihn!«

35Sie brachten den Esel19,35 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. zu Jesus19,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und legten ihre Mäntel19,35 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Dann ließen sie Jesus19,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aufsteigen.36Während er weiterzog,breiteten die Jünger19,36 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. ihre Mäntel19,36 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.als Teppich auf der Straße aus.37So kam Jesus19,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu der Stelle,wo der Weg vom Ölberg19,37 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. nach Jerusalem19,37 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinabführt.Da brach die ganze Schar der Jüngerinnen und Jünger19,37 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. in lauten Jubel aus.Sie lobten Gott für all die Wunder19,37 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,die sie miterlebt hatten.38Sie riefen:»Stimmt ein in unser Loblied auf den König,der im Namen des Herrn kommt.Friede19,38 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. herrscht im Himmel19,38 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.und Herrlichkeit19,38 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfüllt die Himmelshöhe19,38 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

39Es waren auch einige Pharisäer19,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. unter der Volksmenge.Die riefen ihm zu:»Bring doch deine Jünger19,39 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zur Vernunft!«40Jesus19,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Das sage ich euch:Wenn sie schweigen,dann werden die Steine schreien!«

Jesus weint über Jerusalem

41Als Jesus19,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich der Stadt19,41 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. näherteund sie vor sich liegen sah,weinte er über sie:42»Wenn doch auch du heute erkannt hättest,was dir Frieden19,42 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. bringt!Aber jetzt ist es vor deinen Augen verborgen.43Denn es wird eine Zeit über dich hereinbrechen,da werden deine Feindeeinen Wall aus spitzen Pfählen rings um dich errichten.Sie werden dich umzingelnund von allen Seiten einschließen.44Sie werden dich und deine Bewohner restlos vernichten.Keinen Stein werden sie auf dem anderen lassen –weil du den Tag nicht erkannt hast,an dem Gott dir zu Hilfe gekommen19,44 zu Hilfe gekommen: Mit diesem Wort wird auf Lukas 1,78 und Lukas 7,16 angespielt. ist.«

Jesus im Tempel

19,45–21,38

Auseinandersetzungen mit den Gegnern

19,45–21,4

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-17; Markus 11,15-19; Johannes 2,13-17
45In Jerusalem19,45 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ging Jesus19,45 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in den Tempel19,45 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er fing an,die Leute hinauszujagen,die im Tempel19,45 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. etwas verkauften.46Er sagte zu ihnen:»In den Heiligen Schriften19,46 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht19,46 steht: Das Schriftwort, das Jesus hier zitiert, ist aus Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11 zusammengesetzt.:›Mein Haus ist ein Ort des Gebets19,46 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.‹«

47Und Jesus19,47 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war jeden Tag im Tempel19,47 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. und lehrte.Aber die führenden Priester19,47 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte., die Schriftgelehrten19,47 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.und auch die Ältesten19,47 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkessuchten nach einer Möglichkeit,ihn umzubringen.48Doch sie wussten nicht,wie sie vorgehen sollten –denn das Volk war die ganze Zeit bei ihmund hörte ihm aufmerksam zu.
20

Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Markus 11,27-33
201Dann, eines Tages,war Jesus20,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder einmal im Tempel20,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er lehrte das Volkund verkündete die Gute Nachricht20,1 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..Da traten ihm die führenden Priester20,1 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.,die Schriftgelehrten20,1 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und die Ratsältesten20,1 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren. entgegen.2Sie fragten ihn:»Sag uns:Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«3Jesus20,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Ich will euch auch eine Frage stellen.Antwortet mir!4Von wem hatte Johannes20,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen?Von Gott oder von Menschen?«

5Da überlegten sie sich:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹,dann wird er fragen:›Warum habt ihr ihm nicht geglaubt?‹6Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹,dann wird das Volk uns steinigen20,6 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..Denn alle sind überzeugt,dass Johannes20,6 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ein Prophet20,6 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. war.«7Deshalb antworteten sie Jesus20,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Wir wissen nicht von wem.«8Da sagte Jesus20,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

Matthäus 21,33-46; Markus 12,1-12
9Und Jesus20,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann,dem Volk dieses Gleichnis20,9 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. zu erzählen:»Ein Mann legte einen Weinberg20,9 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. an.Dann verpachtete er ihnund ging länger auf Reisen.10Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht20,10 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu den Pächtern.Der sollte seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs20,10 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. abholen.Aber die Pächter verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.11Noch einmal schickte der Besitzer einen Knecht20,11 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. .Aber auch den verprügelten sieund beschimpften ihn.Dann jagten sie ihn ebenfallsmit leeren Händen davon.12Der Besitzer schickte einen dritten.Den schlugen sie blutigund warfen ihn hinaus.

13Da sagte der Weinbergbesitzer20,13 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. :›Was soll ich jetzt tun?Ich werde meinen Sohn20,13 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. schicken,den ich lieb habe.Vor ihm werden sie wohl Respekt haben!‹14Als die Pächter den Sohn20,14 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. kommen sahen,sagten sie zueinander:›Das ist der Erbe.Wir bringen ihn um!Dann gehört sein Erbe uns.‹15Und sie warfen ihn hinausvor den Weinberg20,15 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. und töteten ihn.

Was wird der Weinbergbesitzer20,15 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. jetztmit ihnen machen?16Er wird selbst kommen,diese Pächter tötenund den Weinberg20,16 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. anderen anvertrauen.«

Als die Leute das hörten,sagten sie:»Das darf nicht passieren!«17Aber Jesus20,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. schaute sie anund sagte:»Was bedeutet denn die Stelle in den Heiligen Schriften20,17 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:›Der Stein, den die Bauleute verworfen haben20,17 verwerfen: Für das Fundament lassen sich nur Steine von bester Qualität gebrauchen. Die Bauleute begutachten sie und sortieren sie aus.,ist zum Grundstein20,17 Grundstein, Eckstein: Fundamentstein, der für das Bauwerk unverzichtbar ist. geworden.‹18Wer auf diesen Stein fällt,wird zerschmettert.Und auf wen dieser Stein fällt,wird zerdrückt.«

19Die Schriftgelehrten20,19 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und die führenden Priester20,19 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.wollten ihn am liebsten sofort festnehmen.Aber sie fürchteten sich vor dem Volk.Sie hatten verstanden,dass er in dem Gleichnis20,19 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.von ihnen gesprochen hatte.

Steuern für den Kaiser?

Matthäus 22,15-22; Markus 12,13-17
20Die führenden Priester20,20 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten20,20 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.ließen Jesus20,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht mehr aus den Augen.Sie schickten Spitzel zu ihm.Die sollten so tun,als wollten sie nach Gottes Willen leben.Mit einer Fangfrage sollten sie Jesus20,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. eine Falle stellenund ihn dann den Gerichtenund der Macht des römischen20,20 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Bevollmächtigten ausliefern.21Die Spitzel fragten Jesus20,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Lehrer20,21 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wir wissen:Du sagst das Richtige.Du lehrst und siehst dabei nicht die Person an.Sondern du sagst die Wahrheit und lehrst,wie wir nach Gottes Willen leben sollen.22Ist es uns erlaubt,dem Kaiser20,22 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich. Steuern zu zahlen oder nicht?«23Jesus20,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. durchschaute ihr falsches Spielund sagte:24»Zeigt mir eine Silbermünze20,24 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert..Wer ist auf dem Bild zu sehenund wer wird in der Inschrift genannt?«Sie antworteten ihm:»Der Kaiser20,24 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich.25Da sagte Jesus20,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Dann gebt dem Kaiser20,25 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich., was dem Kaiser20,25 Kaiser: Gemeint ist der römische Kaiser. Das Land der Bibel gehörte zu dieser Zeit zum römischen Reich. gehört,und Gott, was Gott gehört!«26Und sie konnten Jesus20,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht dazu bringen,vor dem Volk etwas zu sagen,was ihn in ihre Falle tappen ließ.Sie waren sehr erstaunt über seine Antwortund konnten nichts mehr darauf erwidern.

Werden die Toten auferstehen?

Matthäus 22,23-33; Markus 12,18-27
27Dann kamen einige Sadduzäer20,27 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. zu Jesus20,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Diese Leute behaupten,dass es keine Auferstehung20,27 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten gibt.Sie fragten Jesus20,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :28»Lehrer20,28 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., Mose20,28 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat uns vorgeschrieben:›Wenn ein Mann stirbtund eine Frau hinterlässt,aber kein Kind hat,dann soll sein Bruder die Frau heiratenund so dem Verstorbenen Nachkommen verschaffen.‹

29Nun gab es einmal sieben Brüder.Der erste heirateteund starb kinderlos.30So erging es auch dem zweiten.31Ebenso dem dritten,bis hin zum siebten –alle starben kinderlos.32Zuletzt starb auch die Frau.33Bei der Auferstehung20,33 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten nun:Mit wem wird die Frau dann verheiratet sein?Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.«

34Da sagte Jesus20,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»In dieser Welt heiraten die Menschenund werden geheiratet.35Wer aber in Gottes neuer Welt leben darfund von den Toten aufersteht20,35 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ,wird nicht mehr heiratenund geheiratet werden.36Diese Menschen können dann auch nicht mehr sterben:Sie sind wie Engel20,36 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes.und Kinder Gottes –denn sie sind Kinder der Auferstehung20,36 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .37Dass Gott die Toten auferwecken20,37 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. wird,hat Mose20,37 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. schonbei der Begegnung am Dornbusch20,37 Dornbusch: Vergleiche aus dem Alten Testament 2. Mose/Exodus 3,2-6. Hier wird geschildert, wie Gott in besonderer Weise aus einem brennenden Dornbusch zu Mose spricht. deutlich gemacht:Er nennt den Herrn20,37 Herr (für Gott): Bezeichnung für Gott. Sie bringt zum Ausdruck, dass er allen menschlichen Herrschern und allen Göttern, die von anderen Völkern verehrt wurden, unendlich überlegen ist.›den Gott Abrahams20,37 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ,den Gott Isaaks20,37 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. und den Gott Jakobs20,37 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. ‹.38Gott ist doch nicht ein Gott der Toten,sondern der Lebenden.Für ihn sind alle lebendig!«

39Da sagten einige der Schriftgelehrten20,39 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.:»Lehrer20,39 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., das war eine gute Antwort!«40Von da an wagte es niemand mehr,Jesus20,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. etwas zu fragen.

Davids Sohn oder Davids Herr?

Matthäus 22,41-46; Markus 12,35-37
41Da fragte Jesus20,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Sadduzäer20,41 Sadduzäer: Eine jüdische Religionspartei, der die vornehmen Priesterfamilien und Vertreter der führenden Gesellschaftsschicht angehörten. und Schriftgelehrten20,41 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.:»Wie kann man behaupten:›Der Christus20,41 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist ein Sohn20,41 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids20,41 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !‹?42David20,42 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. selbst sagt20,42 sagt: Das Zitat stammt aus Psalm 110,1. doch im Buch der Psalmen20,42 Psalmen: Lieder oder Gebete von Menschen, die sich mit ihrer Klage und ihrem Lob an Gott wenden.:›Gott, der Herr, sprach zu meinem Herrn:Setze dich an meine rechte Seite20,42 rechte Seite: Der Platz rechts neben einem Herrscher ist für seinen Stellvertreter bestimmt.,43während ich deine Feinde zu Boden werfe.Ich mache sie zum Schemel20,43 Schemel: Fußbank, die zum Thron des Königs gehört. Sinnbild der königlichen Herrschaft. für deine Füße.‹44David selbst nennt den Christus20,44 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. also ›Herr20,44 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.‹.Wie kann dieser dann sein Sohn20,44 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. sein?«

Jesus warnt vor den Gesetzeslehrern

Markus 12,37-40; Matthäus 23,1.6-7.14
45Das ganze Volk hörte zu,als Jesus20,45 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern20,45 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. sagte:46»Nehmt euch in Acht vor den Schriftgelehrten20,46 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.:Sie zeigen sich gern in ihren langen Gewändernund lieben es,wenn sie auf dem Marktplatzrespektvoll gegrüßt werden.In der Synagoge20,46 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.und bei den Festessenmöchten sie die Ehrenplätze.47Sie bringen die Häuser20,47 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. der Witwe20,47 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. n in ihren Besitzund sprechen nur zum Schein lange Gebete20,47 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Dafür werden sie sehr hart bestraft werden.«
21

Die Opfergabe der Witwe

Markus 12,41-44
211Jesus21,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf und sah,wie reiche Leute ihre Opfergabein den Opferkasten21,1 Opferkasten: Geldbehälter für die Gaben, die von den Besuchern des Tempels in Jerusalem gespendet wurden. warfen.2Er sah auch eine arme Witwe.Sie warf zwei kleine Kupfermünzen21,2 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. hinein.3Und Jesus21,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Wirklich, das sage ich euch:Diese arme Witwe21,3 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. hat mehr gegebenals alle anderen.4Denn alle anderen haben nur etwas von ihrem Überflussals Opfergabe eingeworfen.Aber diese Witwe21,4 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. ,die doch selbst arm ist,hat alles hergegeben,was sie selbst zum Leben hatte.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit

21,5-38

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Jesus kündigt die Zerstörung des Tempels an

Matthäus 24,1-2; Markus 13,1-2
5Einige Leute dort im Tempel21,5 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. schwärmten:»Aus herrlichen Steinen ist das alles gebautund mit Weihegeschenken prächtig ausgestattet!«Aber Jesus21,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:6»Es kommt die Zeit,da wird von allem, was ihr hier seht,kein Stein auf dem anderen bleiben.Es wird alles zerstört werden.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Wann kommt das Ende?

Matthäus 24,3-8; Markus 13,3-8
7Die Leute fragten Jesus21,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Lehrer21,7 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., wann wird das sein?Und an welchen Zeichen erkennen wir,dass es so weit ist?«8Jesus21,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Passt aufund lasst euch nicht in die Irre führen.Viele werden unter meinem Namen auftretenund behaupten:›Ich bin es!‹Und:›Die von Gott bestimmte Zeit ist da!‹Lauft ihnen nicht nach!

9Erschreckt nicht,wenn ihr von Kriegen und Aufständen hört.Das alles muss zuerst geschehen.Aber dann kommt noch nicht sofort das Ende21,9 Ende: Bezeichnet zugleich das Ende des Lebens und das Ende der Zeit.10Jesus21,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fuhr fort:»Ein Volk wird gegen das andere kämpfenund ein Reich das andere angreifen.11Es wird schwere Erdbeben geben.Und an vielen Orten werden Hungersnöteund Seuchen ausbrechen.Schreckliche Dinge werden geschehenund am Himmel21,11 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. werden gewaltige Zeichen erscheinen.«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Standhalten in Verfolgung

Matthäus 24,9-14; Markus 13,9-13
12»Bevor das alles eintrifft,wird man euch Gewalt antunund euch verfolgen.Man wird euch an die Synagogengerichte21,12 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. ausliefernund ins Gefängnis werfen.Vor Könige und hohe Regierungsbeamtewird man euch stellen,weil ihr euch zu mir bekennt.13So werdet ihr als Zeugen für mich auftreten.14Dabei sollt ihr beherzigen:Legt euch erst gar keine Verteidigungsrede zurecht!15Denn ich selbstwerde euch Worte in den Mund legen,die kein Gegner widerlegen kann.Und ich werde euch Weisheit21,15 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. schenken,der niemand widerstehen kann.

16Ihr werdet verraten werden:von euren Eltern und Geschwistern,von euren Verwandten und Freunden.Einige von euch wird man sogar töten.17Alle werden euch hassen,weil ihr euch zu mir bekennt.18Aber keinem von euchwird auch nur ein Haar gekrümmt werden.19Haltet also durchund gewinnt so das Leben!«

Die Rede von Jesus über die Endzeit: Die Zeit der Not, bevor der Menschensohn kommt

Matthäus 24,15-22; Markus 13,14-20
20»Das sollt ihr wissen:Wenn ihr seht,dass Jerusalem21,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. von feindlichen Heeren umzingelt ist,steht seine Zerstörung unmittelbar bevor.

21Dann sollen die Bewohner von Judäa21,21 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. in die Berge fliehen.Wer in der Stadt21,21 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. ist,soll sie schnell verlassen.Und wer auf dem Land ist,soll nicht in der Stadt21,21 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. Zuflucht suchen.22Denn das ist die Zeit der Bestrafung.Jetzt geht alles in Erfüllung,was in den Heiligen Schriften21,22 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht.

23Wie schrecklich wird diese Zeit für die Frauen sein,die gerade ein Kind erwarten oder stillen!Große Not wird im Land herrschenund Gottes Zorn wird über dieses Volk kommen.24Viele werden durch das Schwert