BasisBibel NT+Ps (BB)
18

Wer in Gottes Welt gelangt

18,1–19,28

Das Gleichnis vom Richter und der Witwe

181Jesus18,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wollte den Jüngern18,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. deutlich machen,dass sie immer beten18,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.und darin nicht nachlassen sollen.Deshalb erzählte er ihnen ein Gleichnis18,1 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:2»In einer Stadt lebte ein Richter.Der hatte keine Achtung vor Gottund nahm auf keinen Menschen Rücksicht.3In der gleichen Stadt wohnte auch eine Witwe18,3 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. .Die kam immer wieder zu ihmund sagte:›Verhilf mir zu meinem Rechtgegenüber meinem Gegner.‹

4Lange Zeit wollte sich der Richter nicht darum kümmern.Doch dann sagte er sich:›Ich habe keine Achtung vor Gottund ich nehme auf keinen Menschen Rücksicht.5Aber diese Witwe18,5 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. ist mir lästig.Deshalb will ich ihrzu ihrem Recht verhelfen.Sonst verpasst sie mir am Ende nocheinen Schlag ins Gesicht.‹«

6Und der Herr18,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. fuhr fort:»Hört genau hin,was der ungerechte Richter hier sagt!7Wird Gott dann nicht umso mehrdenen zu ihrem Recht verhelfen,die er erwählt hat –und die Tag und Nacht zu ihm rufen?Wird er sie etwa lange warten lassen?8Das sage ich euch:Sehr schnell wird er ihnenzu ihrem Recht verhelfen!

Aber wenn der Menschensohn18,8 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt –wird er so einen Glauben18,8 so einen: Gemeint ist: so einen Glauben, wie er in Lukas 18,1 beschrieben wird. auf der Erde finden?«

Das Gleichnis vom Pharisäer und Zolleinnehmer

9Einige der Leute waren davon überzeugt,dass sie selbst nach Gottes Willen18,9 Willen: Wörtlich lautet der Vers 8: »Jesus sagte zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien und die anderen verachteten, dieses Gleichnis.« lebten.Für die anderen hatten sie nur Verachtung übrig.Ihnen erzählte Jesus18,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. dieses Gleichnis18,9 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:10»Zwei Männer gingen hinauf in den Tempel18,10 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.,um zu beten18,10 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Der eine war ein Pharisäer18,10 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und der andere ein Zolleinnehmer18,10 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. .11Der Pharisäer18,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. stellte sich hin18,11 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).und betete18,11 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. leise für sich:›Gott, ich danke dir,dass ich nicht so binwie die anderen Menschen –kein Räuber, Betrüger, Ehebrecher18,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.oder Zolleinnehmer18,11 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. wie dieser hier.12Ich faste18,12 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. an zwei Tagen in der Woche18,12 Fastenzeiten: Ursprünglich war das Fasten nicht auf bestimmte Tage festgelegt, sondern ergab sich aus den entsprechenden Anlässe im Leben des Einzelnen oder des Volkes.und gebe sogar den zehnten Teil18,12 zehnter Teil: Der zehnte Teil vom jährlichen Ernteertrag (Korn, Wein, Öl) gehörte Gott und musste an den Tempel abgegeben werden. von allem, was ich kaufe18,12 von allem, was ich kaufe: Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass der Verkäufer es unterlässt, den vorgesehenen zehnten Teil an den Tempel abzugeben..‹

13Der Zolleinnehmer18,13 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. aber stand weit abseits.Er traute sich nicht einmal,zum Himmel18,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufzublicken18,13 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..Er schlug sich auf die Brust18,13 sich auf die Brust schlagen: Ausdruck von Trauer und Schmerz, aber auch von Schuldbewusstsein und Reue.und sprach:›Gott, vergib mir!Ich bin ein Mensch,der voller Schuld18,13 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist.‹14Das sage ich euch:Der Zolleinnehmer18,14 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. ging nach Hauseund Gott hatte ihm seine Schuld18,14 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben –im Unterschied zu dem Pharisäer18,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Denn wer sich selbst groß macht,wird von Gott unbedeutend gemacht.Aber wer sich selbst unbedeutend macht,wird von Gott groß gemacht werden.«

Jesus und die Kinder

Matthäus 19,13-15; Markus 10,13-16
15Einige Leute brachten kleine Kinder zu Jesus18,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Er sollte sie segnen.Als die Jünger18,15 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. das sahen,wiesen sie die Leute schroff zurück.16Doch Jesus18,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. rief die Kinder zu sichund sagte:»Lasst doch die Kinder zu mir kommen,hindert sie nicht daran.Denn für Menschen wie sieist das Reich Gottes18,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. da.17Amen18,17 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer sich das Reich Gottes18,17 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. nichtwie ein Kind schenken lässt,wird nie hineinkommen.«

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-22; Markus 10,17-22
18Einer der führenden Männer des jüdischen Rats18,18 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. fragte Jesus18,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Guter Lehrer18,18 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.,was soll ich tun,damit ich das ewige Leben18,18 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. bekomme?«19Jesus18,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Warum nennst du mich gut?Niemand ist gut außer einem: Gott.20Du kennst18,20 kennst: Diese Gebote stammen aus den sog. Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-12). Sie regeln das Zusammenleben zwischen den Menschen und beschreiben zugleich, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott bestimmt sein soll. doch die Gebote:›Du sollst die Ehe nicht brechen18,20 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten..Du sollst nicht töten.Du sollst nicht stehlen.Du sollst keine falschen Aussagen machen.Ehre18,20 Eltern ehren: Gemeint ist auch das Sorgen für die Eltern, wenn sie alt geworden sind. deinen Vater und deine Mutter.‹«21Aber der Mann sagte:»Das alles habe ichseit meiner Jugend befolgt.«

22Als Jesus18,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das hörte,sagte er zu ihm:»Eins fehlt dir noch:Verkaufe alles,was du hast,und verteile das Geld an die Armen.So wirst du unverlierbaren Reichtum im Himmel18,22 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. haben.Dann komm und folge18,22 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«23Der Mann wurde sehr traurig,als er das hörte.Denn er war sehr reich.

24Als Jesus18,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Mann so traurig sah,sagte er:»Wie schwer ist es doch für die Menschen,die viel besitzen,in das Reich Gottes18,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinzukommen.25Denn es ist leichter,dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht,als dass ein Reicher in das Reich Gottes18,25 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinkommt.«26Da fragten die Leute, die das hörten:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«27Jesus18,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Was für Menschen unmöglich ist,das ist möglich für Gott.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,23-30; Markus 10,23-31
28Da sagte Petrus18,28 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. zu Jesus18,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Sieh doch:Wir haben unseren Besitz zurückgelassenund sind dir gefolgt18,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.29Jesus18,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete seinen Jüngern18,29 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Amen18,29 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Jeder, der für das Reich Gottes18,29 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.etwas zurückgelassen hat –Haus, Ehefrau, Geschwister, Eltern oder Kinder –,30wird dafür ein Vielfaches neu bekommen –schon jetzt in dieser Zeit –und das ewige Leben18,30 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. dann18,30 dann: Wörtlich heißt es in Vers 30: »und das ewige Leben in der kommenden Zeit«.,wenn Gottes Reich18,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. kommt.«

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Matthäus 20,17-19; Markus 10,32-34
31Jesus18,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nahm die Zwölf18,31 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. beiseiteund sagte zu ihnen:»Seht doch,wir ziehen jetzt hinauf nach Jerusalem18,31 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Dort wird alles in Erfüllung gehen,was die Propheten18,31 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. über den Menschensohn18,31 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. geschrieben18,31 geschrieben: Jesus bezieht sich an dieser Stelle nicht auf einen konkreten Vers aus den Schriften des Alten Testaments. Seine Worte erinnern jedoch an Jesaja 52,13–53,12 oder auch an Daniel 7,13-14. haben:32Er wird den Heiden18,32 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. ausgeliefert,die unser Land besetzt haben.Er wird verspottet,misshandeltund angespuckt werden.33Sie werden ihn auspeitschen und töten.Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferstehen18,33 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

34Die Zwölf18,34 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. verstanden kein Wort.Der Sinn dieser Worteblieb ihnen verborgen.Sie begriffen nicht,wovon er sprach.

Jesus heilt einen Blinden

Matthäus 20,29-34; Markus 10,46-52
35Dann, als Jesus18,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in die Nähe von Jericho18,35 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. kam,saß ein Blinder am Straßenrandund bettelte.36Er hörte,wie die Volksmenge an ihm vorbeiging,und fragte:»Was ist denn los?«37Die Leute sagten zu ihm:»Jesus18,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. von Nazaret18,37 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. kommt gerade hier vorbei.«38Da rief er laut:»Jesus18,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , du Sohn18,38 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids18,38 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Hab Erbarmen mit mir!«39Die Leute,die vor Jesus18,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hergingen,fuhren ihn an:»Sei still!«Aber der Blinde schrie noch viel lauter:»Sohn18,39 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids18,39 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Hab Erbarmen mit mir!«40Da blieb Jesus18,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stehenund sagte:»Bringt ihn zu mir!«Als der Blinde bei ihm war,fragte Jesus18,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihn:41»Was willst du?Was soll ich für dich tun?«Der Blinde antwortete:»Herr18,41 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., dass ich sehen kann!«42Und Jesus18,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Du sollst sehen können!Dein Glaube18,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat dich gerettet.«43Sofort konnte er sehen.Er folgte Jesus18,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und rühmte Gott.Auch das ganze Volk,das alles miterlebt hatte,lobte Gott.
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Jesus und Zachäus

191Jesus19,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam nach Jericho19,1 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. und zog durch die Stadt.2Und sieh doch:Dort lebte ein Mann,der Zachäus hieß.Er war der oberste Zolleinnehmer19,2 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und sehr reich.3Er wollte unbedingt sehen,wer dieser Jesus19,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war.Aber er konnte es nicht,denn er war kleinund die Volksmenge versperrte ihm die Sicht.4Deshalb lief er vorausund kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum19,4 Maulbeerfeigenbaum: Ca. 10–15 m hoher Baum mit breiter Krone und dickem, knorrigem Stamm. Der Maulbeerfeigenbaum hat raue, herzförmige Blätter und feigenähnliche Früchte.,um Jesus19,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sehen zu können –denn dort musste er vorbeikommen.5Als Jesus19,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an die Stelle kam,blickte er hochund sagte zu ihm:»Zachäus, steig schnell herab.Ich muss heute in deinem Haus19,5 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. zu Gast sein.«6Der stieg sofort vom Baum herab.Voller Freude nahm er Jesus19,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bei sich auf.

7Als die Leute das sahen,ärgerten sie sichund sagten zueinander:»Er ist bei einem Mann eingekehrt,der voller Schuld19,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist!«8Aber Zachäus stand aufund sagte zum Herrn19,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.:»Herr19,8 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., sieh doch:Die Hälfte von meinem Besitzwerde ich den Armen geben.Und wem ich zu viel abgenommen habe,dem werde ich es vierfach zurückzahlen.«9Da sagte Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Heute ist dieses Haus gerettet worden,denn auch er ist ein Sohn19,9 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Abrahams19,9 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. !10Der Menschensohn19,10 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. ist gekommen,um die Verlorenen zu suchenund zu retten.«

Das Gleichnis vom anvertrauten Geld

Matthäus 25,14-30
11Die Leute hörten,was Jesus19,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu Zachäus sagte.Weil er außerdem schon nahe bei Jerusalem19,11 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. war,meinten sie,das Reich Gottes19,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. werde jetzt gleich anbrechen.Deshalb erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis19,11 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen..12Er sagte:»Ein Mann von adliger Herkunftreiste in ein fernes Land.Er wollte sich dortals Herrscher über sein Land einsetzen lassen19,12 einsetzen lassen: Zur Zeit von Jesus konnte ein König nur dann die Herrschaft in seinem Land antreten, wenn er vom römischen Kaiser dazu ermächtigt wurde.und dann als König zurückkehren.13Vorher rief er zehn seiner Diener19,13 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. und gab jedem Geld19,13 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. im Wert einer Mine19,13 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber..Er sagte zu ihnen:›Macht mit dem Geld19,13 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. Geschäfte,bis ich wiederkomme!‹

14Aber die Einwohner seines Landes hassten ihn.Deshalb schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm herund ließen erklären:›Wir wollen nicht,dass dieser Mann unser König wird!‹15Doch er übernahm die Herrschaft.Dann, als er zurückkehrte,ließ er die Diener19,15 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. rufen,denen er das Geld19,15 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. anvertraut hatte.Er wollte wissen,welchen Gewinn sie damit erzielt hatten.

16Der erste kamund berichtete:›Herr, deine Mine19,16 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. hat zehn weitere Minen19,16 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. eingebracht.‹17Der König sagte:›Gut gemacht!Du bist ein tüchtiger Diener.Du hast dich in einer so unbedeutenden Sacheals zuverlässig erwiesen.Darum übertrage ich dirdie Verantwortung für zehn Städte.‹18Der zweite kamund berichtete:›Herr, deine Mine19,18 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. hat fünf weitere eingebracht.‹19Der König sagte zu ihm:›Ich übertrage dir die Verantwortung für fünf Städte.‹

20Der nächste kam und berichtete:›Herr, sieh doch:Hier hast du deine Mine19,20 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber..Ich habe sie in ein Tuch gewickeltund sicher aufbewahrt.21Ich hatte Angst vor dir,weil du ein strenger Mann bist.Du hebst Geld19,21 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. ab,das du nicht eingezahlt hast.Und du erntest19,21 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,was du nicht gesät19,21 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. hast.‹22Der König sagte zu ihm:›Du hast dir selbst das Urteil gesprochen,du schlechter Diener19,22 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. :Du hast gewusst,dass ich ein strenger Mann bin –dass ich Geld19,22 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. abhebe,das ich nicht eingezahlt habe,und ernte19,22 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,was ich nicht gesät19,22 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. habe.23Warum hast du mein Geld19,23 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.nicht zur Bank gebracht?So hätte ich es bei meiner Rückkehrwenigstens mit Zinsen abheben können.‹

24Dann sagte der König zu denen,die dabeistanden:›Nehmt ihm die Mine19,24 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. wegund gebt sie dem,der die zehn Minen19,24 Mine: Geldeinheit zur Zeit des Neuen Testaments; hoher Betrag – entspricht dem Wert von etwa 600 Gramm Silber. hat!‹25Sie sagten zu ihm:›Herr, er hat doch schon zehn!‹26Der König erwiderte:›Das sage ich euch:Wer etwas hat,dem wird noch viel mehr gegeben.Doch wer nichts hat,dem wird auch das noch weggenommen,was er hat.

27Und nun zu meinen Feinden,die nicht wollten,dass ich ihr König werde:Holt sie herund bringt sie um –hier vor meinen Augen.‹«28Nachdem Jesus19,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das Gleichnis19,28 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. erzählt hatte,zog er weiter,bis nach Jerusalem19,28 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinauf.

Jesus in Jerusalem

19,29–21,38

Jesus kommt nach Jerusalem

19,29-44

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-11; Johannes 12,12-19
29Dann, in der Nähe von Betfage19,29 Betfage: Ortschaft östlich des Ölbergs vor der Stadtmauer von Jerusalem, Nachbarort von Betanien. Der hebräische Name der Ortschaft bedeutet »Haus der unreifen/grünen Feigen«. und Betanien19,29 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. ,kam Jesus19,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu dem Berg, der »Ölberg19,29 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem.« heißt.Von dort schickte er zwei seiner Jünger19,29 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. voraus30und sagte:»Geht in das Dorf,das vor euch liegt.Wenn ihr hineinkommt,findet ihr einen jungen Esel19,30 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. angebunden.Auf ihm ist noch nie ein Mensch geritten.Bindet ihn losund bringt ihn her.31Und wenn euch jemand fragt:›Warum bindet ihr ihn los?‹,dann sagt:›Der Herr19,31 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. braucht ihn!‹«

32Die beiden Jünger19,32 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. , die Jesus19,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. geschickt hatte,gingen in das Dorfund fanden alles genau so,wie Jesus19,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. es ihnen gesagt hatte.33Als sie den Esel19,33 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. losmachten,fragten die Besitzer:»Warum bindet ihr den Esel19,33 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. los?«34Sie antworteten:»Der Herr19,34 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. braucht ihn!«

35Sie brachten den Esel19,35 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. zu Jesus19,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und legten ihre Mäntel19,35 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. auf seinen Rücken.Dann ließen sie Jesus19,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aufsteigen.36Während er weiterzog,breiteten die Jünger19,36 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. ihre Mäntel19,36 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt.als Teppich auf der Straße aus.37So kam Jesus19,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu der Stelle,wo der Weg vom Ölberg19,37 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem. nach Jerusalem19,37 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinabführt.Da brach die ganze Schar der Jüngerinnen und Jünger19,37 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. in lauten Jubel aus.Sie lobten Gott für all die Wunder19,37 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,die sie miterlebt hatten.38Sie riefen:»Stimmt ein in unser Loblied auf den König,der im Namen des Herrn kommt.Friede19,38 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. herrscht im Himmel19,38 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.und Herrlichkeit19,38 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. erfüllt die Himmelshöhe19,38 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.

39Es waren auch einige Pharisäer19,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. unter der Volksmenge.Die riefen ihm zu:»Bring doch deine Jünger19,39 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zur Vernunft!«40Jesus19,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Das sage ich euch:Wenn sie schweigen,dann werden die Steine schreien!«

Jesus weint über Jerusalem

41Als Jesus19,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich der Stadt19,41 Stadt: Gemeint ist Jerusalem. näherteund sie vor sich liegen sah,weinte er über sie:42»Wenn doch auch du heute erkannt hättest,was dir Frieden19,42 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. bringt!Aber jetzt ist es vor deinen Augen verborgen.43Denn es wird eine Zeit über dich hereinbrechen,da werden deine Feindeeinen Wall aus spitzen Pfählen rings um dich errichten.Sie werden dich umzingelnund von allen Seiten einschließen.44Sie werden dich und deine Bewohner restlos vernichten.Keinen Stein werden sie auf dem anderen lassen –weil du den Tag nicht erkannt hast,an dem Gott dir zu Hilfe gekommen19,44 zu Hilfe gekommen: Mit diesem Wort wird auf Lukas 1,78 und Lukas 7,16 angespielt. ist.«

Jesus im Tempel

19,45–21,38

Auseinandersetzungen mit den Gegnern

19,45–21,4

Jesus vertreibt die Händler aus dem Tempel

Matthäus 21,12-17; Markus 11,15-19; Johannes 2,13-17
45In Jerusalem19,45 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ging Jesus19,45 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in den Tempel19,45 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er fing an,die Leute hinauszujagen,die im Tempel19,45 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. etwas verkauften.46Er sagte zu ihnen:»In den Heiligen Schriften19,46 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht19,46 steht: Das Schriftwort, das Jesus hier zitiert, ist aus Jesaja 56,7 und Jeremia 7,11 zusammengesetzt.:›Mein Haus ist ein Ort des Gebets19,46 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.‹«

47Und Jesus19,47 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war jeden Tag im Tempel19,47 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. und lehrte.Aber die führenden Priester19,47 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte., die Schriftgelehrten19,47 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.und auch die Ältesten19,47 Ältester: Bezeichnung für ein Amt, das stets von älteren Männern ausgeübt wurde. des Volkessuchten nach einer Möglichkeit,ihn umzubringen.48Doch sie wussten nicht,wie sie vorgehen sollten –denn das Volk war die ganze Zeit bei ihmund hörte ihm aufmerksam zu.
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Woher hat Jesus seine Vollmacht?

Matthäus 21,23-27; Markus 11,27-33
201Dann, eines Tages,war Jesus20,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder einmal im Tempel20,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er lehrte das Volkund verkündete die Gute Nachricht20,1 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«..Da traten ihm die führenden Priester20,1 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.,die Schriftgelehrten20,1 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und die Ratsältesten20,1 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren. entgegen.2Sie fragten ihn:»Sag uns:Mit welchem Recht trittst du so auf?Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?«3Jesus20,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Ich will euch auch eine Frage stellen.Antwortet mir!4Von wem hatte Johannes20,4 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Auftrag zu taufen?Von Gott oder von Menschen?«

5Da überlegten sie sich:»Wenn wir sagen: ›Von Gott‹,dann wird er fragen:›Warum habt ihr ihm nicht geglaubt?‹6Wenn wir sagen: ›Von Menschen‹,dann wird das Volk uns steinigen20,6 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..Denn alle sind überzeugt,dass Johannes20,6 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ein Prophet20,6 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. war.«7Deshalb antworteten sie Jesus20,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Wir wissen nicht von wem.«8Da sagte Jesus20,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Dann sage ich euch auch nicht,mit welchem Recht ich so auftrete.«

Das Gleichnis von den bösen Weingärtnern

Matthäus 21,33-46; Markus 12,1-12
9Und Jesus20,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann,dem Volk dieses Gleichnis20,9 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. zu erzählen:»Ein Mann legte einen Weinberg20,9 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. an.Dann verpachtete er ihnund ging länger auf Reisen.10Als es an der Zeit war,schickte der Besitzer einen Knecht20,10 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu den Pächtern.Der sollte seinen Anteilvom Ertrag des Weinbergs20,10 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. abholen.Aber die Pächter verprügelten ihnund jagten ihn mit leeren Händen davon.11Noch einmal schickte der Besitzer einen Knecht20,11 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. .Aber auch den verprügelten sieund beschimpften ihn.Dann jagten sie ihn ebenfallsmit leeren Händen davon.12Der Besitzer schickte einen dritten.Den schlugen sie blutigund warfen ihn hinaus.

13Da sagte der Weinbergbesitzer20,13 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. :›Was soll ich jetzt tun?Ich werde meinen Sohn20,13 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. schicken,den ich lieb habe.Vor ihm werden sie wohl Respekt haben!‹14Als die Pächter den Sohn20,14 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. kommen sahen,sagten sie zueinander:›Das ist der Erbe.Wir bringen ihn um!Dann gehört sein Erbe uns.‹15Und sie warfen ihn hinausvor den Weinberg20,15 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. und töteten ihn.

Was wird der Weinbergbesitzer20,15 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. jetztmit ihnen machen?16Er wird selbst kommen,diese Pächter tötenund den Weinberg20,16 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. anderen anvertrauen.«

Als die Leute das hörten,sagten sie:»Das darf nicht passieren!«17Aber Jesus20,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. schaute sie anund sagte:»Was bedeutet denn die Stelle in den Heiligen Schriften20,17 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.: