BasisBibel NT+Ps (BB)
16

Vom Umgang mit Geld

16,1-15

Vom Umgang mit Geld: Das Gleichnis vom schlauen Verwalter

161Dann sagte Jesus16,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Jüngern16,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Ein reicher Mann hatte einen Verwalter.Über den wurde ihm gesagt,dass er sein Vermögen verschwendete.2Deshalb rief der Mann den Verwalter zu sichund sagte zu ihm:›Was muss ich über dich hören?Lege deine Abrechnung vor!Du kannst nicht länger mein Verwalter sein.‹

3Da überlegte der Verwalter:›Was soll ich nur tun?Mein Herr entzieht mir die Verwaltung.Für schwere Arbeit bin ich nicht geeignet.Und ich schäme mich,betteln zu gehen.4Jetzt weiß ich,was ich tun muss!Dann werden mich die Leute in ihre Häuser16,4 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. aufnehmen,wenn ich kein Verwalter mehr bin.‹5Und er rief alle einzeln zu sich,die bei seinem Herrn Schulden hatten.Er fragte den Ersten:›Wie viel schuldest du meinem Herrn?‹6Der antwortete:›Hundert Fässchen16,6 Fässchen: Wörtlich »Bat«. Ein Bat entspricht etwa 39 Liter. Bei 100 Fässchen Öl sind das also ca. 4000 Liter. Olivenöl.‹Da sagte der Verwalter zu ihm:›Hier ist dein Schuldschein.Setz dich schnell hinund schreib fünfzig!‹7Dann fragte er einen anderen:›Und du, wie viel bist du schuldig?‹Er antwortete:›Hundert Sack16,7 Sack: Wörtlich »Kor«. Ein Kor entspricht etwa 250 Kilo Weizen. Bei 100 Sack sind das also 25 Tonnen. Weizen16,7 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut..‹Der Verwalter sagte:›Hier ist dein Schuldschein,schreib achtzig!‹8Und der Herr lobte den betrügerischen Verwalter,weil er so schlau gehandelt16,8 schlau handeln: Das Lob gilt nicht dem Betrug, sondern der Energie und Entschlossenheit des Verwalters: Er ist bereit, alles auf eine Karte zu setzen. So entschlossen sollen sich auch alle, die Jesus nachfolgen, für das Reich Gottes einsetzen. hatte.

Denn die Kinder dieser Weltsind schlauer im Umgang mit ihren Mitmenschenals die Kinder des Lichts16,8 Kinder des Lichts: Gemeint sind die »Jünger Jesu«, die Christen..9Und ich sage euch:Nutzt das Geld16,9 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.,das euch von Gott trennt16,9 das euch von Gott trennt: Wörtlich heißt es in Vers 9: »Nutzt den ungerechten Mammon«. Gemeint ist, dass Geld oft wie ein Gott verehrt wird. Indem man es den Armen und Bedürftigen gibt, entzieht man sich der Macht, die es über Menschen haben kann.,um euch Freunde zu machen!Dann werden sie euch in die ewigen Wohnungen aufnehmen,wenn diese Welt zu Ende geht.«

Vom Umgang mit Geld: Seid zuverlässig!

Matthäus 6,24
10»Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist,ist es auch in den großen.Und wer in den kleinsten Dingen unzuverlässig ist,ist es auch in den großen.11Wenn ihr mit dem Geld16,11 Geld: Wörtlich heißt es in Vers 9: »Nutzt den ungerechten Mammon«. Gemeint ist, dass Geld oft wie ein Gott verehrt wird. Indem man es den Armen und Bedürftigen gibt, entzieht man sich der Macht, die es über Menschen haben kann.,das euch von Gott trennt,nicht zuverlässig umgeht –wer wird euch danndas wirklich Wertvolle anvertrauen?12Und wenn ihr mit dem nicht zuverlässig umgeht,was euch gar nicht gehört –wer wird euch dann schenken,was eigentlich euer Eigentum16,12 euer Eigentum: Gemeint ist das den Christen verheißene Heil. ist?

13Kein Diener16,13 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. kann gleichzeitig zwei Herren dienen!Entweder wird er den einen hassenund den anderen lieben.Oder er wird dem einen treu dienenund den anderen nicht beachten.Ihr könnt nicht gleichzeitig Gottund dem Geld dienen.«

Vom Umgang mit Geld: Der Spott der Pharisäer

14Das alles hörten die Pharisäer16,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Sie waren geldgierigund lachten Jesus16,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aus.15Jesus16,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Vor den Menschen tut ihr so,als ob ihr nach dem Willen Gottes lebt.Aber Gott kennt eure Herzen!Was bei den Menschen Eindruck macht,das verabscheut Gott.«

Das Gesetz des Mose und die neue Zeit

16,16-31

Von der Ehe

Matthäus 11,12-13; Matthäus 5,18.32; Markus 10,11-12
16»Das Gesetz und die Propheten16,16 Gesetz und Propheten: Zur Zeit von Jesus eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift. galten bis zu Johannes16,16 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .Seitdem wird die Gute Nachricht16,16 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«. vom Reich Gottes16,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. verkündet –und alle drängen hinein.17Aber eher werden Himmel16,17 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und Erde vergehen,als dass auch nur ein Satzzeichen16,17 Satzzeichen: Wörtlich »Strichlein«; gemeint ist ein Häkchen oder Zierstrich an einem hebräischen Buchstaben. im Gesetz16,17 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. ungültig wird.

18Jeder, der sich von seiner Frau scheiden lässtund eine andere heiratet,begeht Ehebruch16,18 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten..Auch wer eine geschiedene Frau heiratet,begeht Ehebruch16,18 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.

Die Geschichte vom reichen Mann und dem armen Lazarus

19»Einst lebte ein reicher Mann.Er trug einen Purpurmantel16,19 Purpur: Intensiver roter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten.und Kleider aus feinstem Leinen.Tag für Tag genoss er das Leben in vollen Zügen.20Aber vor dem Tor seines Hauseslag ein armer Mann,der Lazarus hieß.Sein Körper war voller Geschwüre.21Er wollte seinen Hungermit den Resten vom Tisch des Reichen stillen.Aber es kamen nur die Hundeund leckten an seinen Geschwüren.22Dann starb der arme Mann.Die Engel16,22 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. brachten ihn zu Abraham16,22 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. und setzten ihn an dessen Seite16,22 Seite: Der Ehrenplatz beim himmlischen Festmahl. Abraham wurde als Vater der Gläubigen und als Beschützer der Gerechten verehrt. Bei ihm findet Lazarus endlich Trost und Schutz..Auch der Reiche starbund wurde begraben.23Im Totenreich16,23 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. litt er große Qualen.Einmal blickte er aufund sah in weiter Ferne Abraham16,23 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. und Lazarus an seiner Seite16,23 Seite: Der Ehrenplatz beim himmlischen Festmahl. Abraham wurde als Vater der Gläubigen und als Beschützer der Gerechten verehrt. Bei ihm findet Lazarus endlich Trost und Schutz..24Da schrie er:›Vater Abraham16,24 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. , hab Erbarmen mit mir!Bitte schick Lazarus,damit er seine Fingerspitze ins Wasser tauchtund meine Zunge kühlt.Ich leide schrecklich in diesem Feuer!‹25Doch Abraham16,25 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. antwortete:›Kind, erinnere dich:Du hast deinen Anteil an Gutemschon im Leben bekommen –genauso wie Lazarus seinen Anteil an Schlimmem.Dafür findet er jetzt hier Trost,du aber leidest.26Außerdem liegt zwischen uns und euchein tiefer Graben.Selbst wenn jemand wollte,könnte er von hier nicht zu euch hinübergehen,genauso wie keiner von dortzu uns herüberkommen kann.‹27Da sagte der Reiche:›So bitte ich dich, Vater:Schick Lazarus doch wenigstenszu meiner Familie.28Ich habe fünf Brüder.Lazarus soll sie warnen,damit sie nicht auchan diesen Ort der Qualen kommen!‹29Aber Abraham16,29 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. antwortete:›Sie haben doch Mose und die Propheten16,29 Mose und Propheten: Zur Zeit von Jesus eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift.:Auf die sollen sie hören!‹30Der Reiche erwiderte:›Nein, Vater Abraham16,30 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. !Nur wenn einer von den Toten zu ihnen kommt,werden sie ihr Leben ändern.‹31Doch Abraham16,31 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. antwortete ihm:›Wenn sie auf Mose und die Propheten16,31 Mose und Propheten: Zur Zeit von Jesus eine gebräuchliche Bezeichnung für die Heilige Schrift. nicht hören,dann wird es sie auch nicht überzeugen,wenn jemand vom Tod aufersteht.‹«
17

Jesus und seine Jünger IV: Verhaltensregeln für die Jünger

17,1-10

Warnung vor dem Irremachen im Glauben und Regeln für den Streitfall

Matthäus 18,6-7.15.21-22; Markus 9,42
171Jesus sagte zu seinen Jüngern17,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Es ist unvermeidlich:Es müssen Dinge geschehen,die Menschen von mir abbringen.Doch wie schrecklich wird es für den sein,der dazu beiträgt.2Es wäre besser für ihn,wenn man ihn mit einem Mühlstein17,2 Eselsmühlstein: Der Eselsmühlstein ist der obere Mühlstein von größeren Mühlen. um den Halsins Meer wirft –besser,als wenn er einen von diesen kleinen,unbedeutenden Menschen von mir abbringt.3Nehmt euch in Acht!

Wenn dein Bruder17,3 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. – oder deine Schwester17,3 Bruder/Schwester: Wörtlich »Bruder«; das griechische Wort für Bruder bezeichnet sowohl männliche als auch weibliche Mitglieder der christlichen Gemeinde. Unrecht tut,weise ihn zurecht!Wenn er sich dann ändert,vergib ihm!4Vielleicht tut er dir siebenmal am Tag Unrechtund kommt siebenmal zu dirund sagt:›Ich will mich ändern!‹Auch dann sollst du ihm vergeben.«

Aufforderung zum Vertrauen

Matthäus 17,20
5Die Apostel17,5 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. baten Jesus17,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , den Herrn17,5 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.:»Stärke unseren Glauben17,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.6Der Herr17,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. aber sagte:»Wenn euer Glaube17,6 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nur so groß ist wie ein Senfkorn17,6 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet.,könnt ihr diesem Maulbeerbaum17,6 Maulbeerbaum: Stämmiger, knorriger Baum mit starken Wurzeln. Maulbeerbäume sind schwer zu entwurzeln. Sie entwickeln immer wieder neue Stämme und werden sehr alt. befehlen:›Zieh deine Wurzeln aus der Erdeund verpflanze dich ins Meer!‹ –und er wird euch gehorchen.«

Kein Anspruch auf besondere Anerkennung

7»Stellt euch vor:Einer von euch hat einen Knecht17,7 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,der den Acker pflügtoder das Vieh hütet.Der kommt vom Feld zurück.Wer von euch wird zu ihm sagen:›Komm gleich herund leg dich zu Tisch17,7 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. ‹?8Im Gegenteil!Derjenige wird zu ihm sagen:›Mach mir etwas zu essen!Binde dir eine Schürze umund bediene mich,solange ich esse und trinke.Nachher kannst auch du essen und trinken.‹9Bedankt derjenige sich etwa bei seinem Knecht17,9 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,weil er seinen Auftrag erledigt hat?10So soll es auch bei euch sein:Wenn ihr alles getan habt,womit euch Gott beauftragt hat,dann sagt:›Wir sind Knechte, weiter nichts.Wir haben nur unsere Pflicht getan.‹«

Das letzte Stück Weg: Das Ziel der Welt vor Augen

17,11–19,28

Vom kommenden Gericht

17,11-37

Der dankbare Samariter

11Später, immer noch auf der Reise17,11 Reise: Hier beginnt der letzte Abschnitt der Reise von Jesus nach Jerusalem. Zuvor wird in Lukas 9,51 berichtet, wie Jesus zu seiner Reise nach Jerusalem aufbricht, in Lukas 13,22, wie er diese Reise fortsetzt. nach Jerusalem17,11 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,zog Jesus17,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. durch das Grenzgebietvon Samarien17,11 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. und Galiläa17,11 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..12Er kam in ein Dorf.Dort begegneten ihm zehn Männer,die an Aussatz17,12 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. erkrankt waren.Sie blieben in einiger Entfernung stehen13und riefen laut:»Jesus17,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , Meister17,13 Meister: Bei Lukas sprechen die Jünger Jesus als »Meister« an., hab Mitleid mit uns!«14Jesus17,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah sie anund sagte zu ihnen:»Geht und zeigt euch den Priestern17,14 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten.Und dann, als sie noch unterwegs waren,wurden sie geheilt und rein17,14 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen..15Einer von ihnen kehrte wieder zurück,als er merkte,dass er geheilt war.Er lobte Gott mit lauter Stimme,16warf sich vor Jesus17,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu Bodenund dankte ihm.Und das war ein Mann aus Samarien17,16 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.!17Da fragte Jesus17,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihn:»Sind nicht zehn Männer rein17,17 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. geworden?Wo sind denn die anderen neun?18Ist sonst keiner zurückgekommen,um Gottes Herrlichkeit17,18 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. zu loben –nur dieser Fremde hier?«19Und Jesus17,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Steh auf, du kannst gehen!Dein Glaube17,19 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat dich gerettet.«

Wann richtet Gott seine Herrschaft auf?

20Die Pharisäer17,20 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. fragten Jesus:»Wann kommt das Reich Gottes17,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.Jesus17,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Das Reich Gottes17,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. kommt nicht so,dass man es an äußeren Anzeichen erkennen kann.21Man wird auch nicht sagen:›Schau her, hier ist es!‹Oder: ›Dort ist es!‹Denn seht doch:Das Reich Gottes17,21 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. ist schon da –mitten unter euch.«

Wenn der Menschensohn kommt

Matthäus 24,26-27.37-41; Matthäus 10,39; Matthäus 24,28
22Dann sagte Jesus17,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Jüngern17,22 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Es werden besondere Tage kommen:Dann werdet ihr euch danach sehnen,einen einzigen Tagunter der Herrschaft des Menschensohns17,22 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. zu erleben –aber ihr werdet ihn nicht erleben.23Die Leute werden zu euch sagen:›Seht doch, dort!‹,oder: ›Seht doch, hier!‹Dann geht nicht hin,lauft ihnen nicht nach.24Denn wenn der Menschensohn17,24 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. an seinem Tag kommt,wird es sein wie bei einem Blitz:Unübersehbar leuchtet er aufvom einen Ende des Himmels bis zum anderen.25Aber vorher wird er viel leiden müssen.Diese Generation wird ihn als Verbrecher behandeln17,25 als Verbrecher behandeln: Wörtlich heißt es in Vers 25: »Diese Generation wird ihn ablehnen.« Im Griechischen steht hier das gleiche Wort wie in Lukas 9,22 und in Lukas 20,17..

26Und wie es zur Zeit Noahs17,26 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet. war,so wird es auch zur Zeit des Menschensohns17,26 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. sein:27Die Menschen aßen und tranken,sie heirateten und verheirateten ihre Kinder.So lebten sie bis zu dem Tag,als Noah17,27 Noah: Er wurde von Gott wegen seines vorbildlichen Lebens vor dem Untergang in der »Sintflut« gerettet. in die Arche17,27 Arche: Bezeichnung für das kastenartige Schiff, in dem die Familie Noahs und die Tiere vor der Sintflut gerettet wurden. stieg.Dann kam die große Flutund vernichtete alle.

28Es wird auch sein wie zur Zeit Lots17,28 Lot: Neffe von Abraham. Lebte in der Stadt Sodom und wurde bei der Vernichtung der Stadt von Gott gerettet.:Die Menschen aßen und tranken,sie kauften und verkauften,sie bestellten das Landund bauten Häuser17,28 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..29Aber an dem Tag,als Lot17,29 Lot: Neffe von Abraham. Lebte in der Stadt Sodom und wurde bei der Vernichtung der Stadt von Gott gerettet. Sodom17,29 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging. verließ,fielen Feuer und Schwefel vom Himmel17,29 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.und vernichteten alle.30Genauso wird es an dem Tag sein,an dem der Menschensohn17,30 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. erscheint.

31Wer an diesem Tag auf dem Dach17,31 Dach: Dächer bestanden zur Zeit des Neuen Testaments aus mehreren Lagen Reisig und Putz. istund seine Sachen im Haus17,31 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. hat,soll nicht erst hinuntersteigenund sie holen.Genauso gilt:Wer gerade auf dem Feld ist,soll nicht noch zurücklaufen.32Denkt an die Frau von Lot17,32 Lot: Neffe von Abraham. Lebte in der Stadt Sodom und wurde bei der Vernichtung der Stadt von Gott gerettet.!33Wer sein Leben retten will,wird es verlieren.Wer es aber verliert,wird es bewahren.

34Das sage ich euch:In dieser Nacht werden zwei Menschen17,34 zwei Menschen: Lukas denkt an die bescheidenen Wohnverhältnisse, wo mehrere Mitglieder einer Familie dasselbe Bett benutzen.auf einem Bett liegen –den einen wird der Menschensohn17,34 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. zu sich holen,den anderen wird er zurücklassen.35Zwei Frauen werden zusammen Korn mahlen17,35 Kornmahlen, Handmühle: Im Land der Bibel mahlten die Frauen das Korn, indem sie es zwischen zwei Steinen zerrieben.die eine wird er zu sich holen,die andere wird er zurücklassen.«36[…]17,36 […]: Einige spätere Handschriften fügen aus Matthäus 24,40 hinzu: »Zwei Männer werden zusammen auf dem Feld arbeiten – den einen wird er zu sich holen, den anderen zurücklassen.«

37Da fragten die Jünger17,37 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. Jesus17,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Wo wird das sein, Herr17,37 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.Er antwortete17,37 antwortete: Jedes Fragen danach, wo die Endereignisse stattfinden, ist genauso überflüssig wie die Frage nach dem »Wann«. Das Kommen des Endes ist so unübersehbar, wie man das Aas unweigerlich an den darüber kreisenden Geiern erkennt. ihnen:»Wo das Aas liegt,da sammeln sich unübersehbar auch die Geier.«
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Wer in Gottes Welt gelangt

18,1–19,28

Das Gleichnis vom Richter und der Witwe

181Jesus18,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wollte den Jüngern18,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. deutlich machen,dass sie immer beten18,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.und darin nicht nachlassen sollen.Deshalb erzählte er ihnen ein Gleichnis18,1 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:2»In einer Stadt lebte ein Richter.Der hatte keine Achtung vor Gottund nahm auf keinen Menschen Rücksicht.3In der gleichen Stadt wohnte auch eine Witwe18,3 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. .Die kam immer wieder zu ihmund sagte:›Verhilf mir zu meinem Rechtgegenüber meinem Gegner.‹

4Lange Zeit wollte sich der Richter nicht darum kümmern.Doch dann sagte er sich:›Ich habe keine Achtung vor Gottund ich nehme auf keinen Menschen Rücksicht.5Aber diese Witwe18,5 Witwe: Witwen gehören zur Zeit der Bibel zu den Personen, für die das Mose-Gesetz besonderen Schutz forderte. ist mir lästig.Deshalb will ich ihrzu ihrem Recht verhelfen.Sonst verpasst sie mir am Ende nocheinen Schlag ins Gesicht.‹«

6Und der Herr18,6 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. fuhr fort:»Hört genau hin,was der ungerechte Richter hier sagt!7Wird Gott dann nicht umso mehrdenen zu ihrem Recht verhelfen,die er erwählt hat –und die Tag und Nacht zu ihm rufen?Wird er sie etwa lange warten lassen?8Das sage ich euch:Sehr schnell wird er ihnenzu ihrem Recht verhelfen!

Aber wenn der Menschensohn18,8 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt –wird er so einen Glauben18,8 so einen: Gemeint ist: so einen Glauben, wie er in Lukas 18,1 beschrieben wird. auf der Erde finden?«

Das Gleichnis vom Pharisäer und Zolleinnehmer

9Einige der Leute waren davon überzeugt,dass sie selbst nach Gottes Willen18,9 Willen: Wörtlich lautet der Vers 8: »Jesus sagte zu einigen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien und die anderen verachteten, dieses Gleichnis.« lebten.Für die anderen hatten sie nur Verachtung übrig.Ihnen erzählte Jesus18,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. dieses Gleichnis18,9 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:10»Zwei Männer gingen hinauf in den Tempel18,10 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.,um zu beten18,10 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Der eine war ein Pharisäer18,10 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und der andere ein Zolleinnehmer18,10 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. .11Der Pharisäer18,11 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. stellte sich hin18,11 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).und betete18,11 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. leise für sich:›Gott, ich danke dir,dass ich nicht so binwie die anderen Menschen –kein Räuber, Betrüger, Ehebrecher18,11 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten.oder Zolleinnehmer18,11 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. wie dieser hier.12Ich faste18,12 Fasten: Der freiwillige Verzicht auf Essen und Trinken. an zwei Tagen in der Woche18,12 Fastenzeiten: Ursprünglich war das Fasten nicht auf bestimmte Tage festgelegt, sondern ergab sich aus den entsprechenden Anlässe im Leben des Einzelnen oder des Volkes.und gebe sogar den zehnten Teil18,12 zehnter Teil: Der zehnte Teil vom jährlichen Ernteertrag (Korn, Wein, Öl) gehörte Gott und musste an den Tempel abgegeben werden. von allem, was ich kaufe18,12 von allem, was ich kaufe: Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme für den Fall, dass der Verkäufer es unterlässt, den vorgesehenen zehnten Teil an den Tempel abzugeben..‹

13Der Zolleinnehmer18,13 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. aber stand weit abseits.Er traute sich nicht einmal,zum Himmel18,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufzublicken18,13 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..Er schlug sich auf die Brust18,13 sich auf die Brust schlagen: Ausdruck von Trauer und Schmerz, aber auch von Schuldbewusstsein und Reue.und sprach:›Gott, vergib mir!Ich bin ein Mensch,der voller Schuld18,13 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist.‹14Das sage ich euch:Der Zolleinnehmer18,14 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. ging nach Hauseund Gott hatte ihm seine Schuld18,14 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergeben –im Unterschied zu dem Pharisäer18,14 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Denn wer sich selbst groß macht,wird von Gott unbedeutend gemacht.Aber wer sich selbst unbedeutend macht,wird von Gott groß gemacht werden.«

Jesus und die Kinder

Matthäus 19,13-15; Markus 10,13-16
15Einige Leute brachten kleine Kinder zu Jesus18,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Er sollte sie segnen.Als die Jünger18,15 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. das sahen,wiesen sie die Leute schroff zurück.16Doch Jesus18,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. rief die Kinder zu sichund sagte:»Lasst doch die Kinder zu mir kommen,hindert sie nicht daran.Denn für Menschen wie sieist das Reich Gottes18,16 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. da.17Amen18,17 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer sich das Reich Gottes18,17 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. nichtwie ein Kind schenken lässt,wird nie hineinkommen.«

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-22; Markus 10,17-22
18Einer der führenden Männer des jüdischen Rats18,18 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. fragte Jesus18,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Guter Lehrer18,18 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.,was soll ich tun,damit ich das ewige Leben18,18 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. bekomme?«19Jesus18,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Warum nennst du mich gut?Niemand ist gut außer einem: Gott.20Du kennst18,20 kennst: Diese Gebote stammen aus den sog. Zehn Geboten (vgl. 2. Mose/Exodus 20,1-12). Sie regeln das Zusammenleben zwischen den Menschen und beschreiben zugleich, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott bestimmt sein soll. doch die Gebote:›Du sollst die Ehe nicht brechen18,20 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten..Du sollst nicht töten.Du sollst nicht stehlen.Du sollst keine falschen Aussagen machen.Ehre18,20 Eltern ehren: Gemeint ist auch das Sorgen für die Eltern, wenn sie alt geworden sind. deinen Vater und deine Mutter.‹«21Aber der Mann sagte:»Das alles habe ichseit meiner Jugend befolgt.«

22Als Jesus18,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das hörte,sagte er zu ihm:»Eins fehlt dir noch:Verkaufe alles,was du hast,und verteile das Geld an die Armen.So wirst du unverlierbaren Reichtum im Himmel18,22 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. haben.Dann komm und folge18,22 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«23Der Mann wurde sehr traurig,als er das hörte.Denn er war sehr reich.

24Als Jesus18,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Mann so traurig sah,sagte er:»Wie schwer ist es doch für die Menschen,die viel besitzen,in das Reich Gottes18,24 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinzukommen.25Denn es ist leichter,dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht,als dass ein Reicher in das Reich Gottes18,25 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinkommt.«26Da fragten die Leute, die das hörten:»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«27Jesus18,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Was für Menschen unmöglich ist,das ist möglich für Gott.«

Der Lohn für die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,23-30; Markus 10,23-31
28Da sagte Petrus18,28 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. zu Jesus18,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Sieh doch:Wir haben unseren Besitz zurückgelassenund sind dir gefolgt18,28 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.29Jesus18,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete seinen Jüngern18,29 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Amen18,29 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Jeder, der für das Reich Gottes18,29 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.etwas zurückgelassen hat –Haus, Ehefrau, Geschwister, Eltern oder Kinder –,30wird dafür ein Vielfaches neu bekommen –schon jetzt in dieser Zeit –und das ewige Leben18,30 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. dann18,30 dann: Wörtlich heißt es in Vers 30: »und das ewige Leben in der kommenden Zeit«.,wenn Gottes Reich18,30 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. kommt.«

Jesus kündigt zum dritten Mal seinen Tod an

Matthäus 20,17-19; Markus 10,32-34
31Jesus18,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nahm die Zwölf18,31 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. beiseiteund sagte zu ihnen:»Seht doch,wir ziehen jetzt hinauf nach Jerusalem18,31 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Dort wird alles in Erfüllung gehen,was die Propheten18,31 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. über den Menschensohn18,31 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. geschrieben18,31 geschrieben: Jesus bezieht sich an dieser Stelle nicht auf einen konkreten Vers aus den Schriften des Alten Testaments. Seine Worte erinnern jedoch an Jesaja 52,13–53,12 oder auch an Daniel 7,13-14. haben:32Er wird den Heiden18,32 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben. ausgeliefert,die unser Land besetzt haben.Er wird verspottet,misshandeltund angespuckt werden.33Sie werden ihn auspeitschen und töten.Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferstehen18,33 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

34Die Zwölf18,34 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. verstanden kein Wort.Der Sinn dieser Worteblieb ihnen verborgen.Sie begriffen nicht,wovon er sprach.

Jesus heilt einen Blinden

Matthäus 20,29-34; Markus 10,46-52
35Dann, als Jesus18,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in die Nähe von Jericho18,35 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. kam,saß ein Blinder am Straßenrandund bettelte.36Er hörte,wie die Volksmenge an ihm vorbeiging,und fragte:»Was ist denn los?«37Die Leute sagten zu ihm:»Jesus18,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. von Nazaret18,37 Nazaret: Der Ort, in dem Jesus vermutlich aufgewachsen ist. Zu seiner Zeit war Nazaret ein kleines und unbedeutendes Dorf. kommt gerade hier vorbei.«38Da rief er laut:»Jesus18,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , du Sohn18,38 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids18,38 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Hab Erbarmen mit mir!«39Die Leute,die vor Jesus18,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hergingen,fuhren ihn an:»Sei still!«Aber der Blinde schrie noch viel lauter:»Sohn18,39 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. Davids18,39 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. !Hab Erbarmen mit mir!«40Da blieb Jesus18,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stehenund sagte:»Bringt ihn zu mir!«Als der Blinde bei ihm war,fragte Jesus18,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihn:41»Was willst du?Was soll ich für dich tun?«Der Blinde antwortete:»Herr18,41 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., dass ich sehen kann!«42Und Jesus18,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Du sollst sehen können!Dein Glaube18,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. hat dich gerettet.«43Sofort konnte er sehen.Er folgte Jesus18,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und rühmte Gott.Auch das ganze Volk,das alles miterlebt hatte,lobte Gott.
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