BasisBibel NT+Ps (BB)
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Der Ernst der Lage: Die Märtyrer aus Galiläa – das Unglück am Teich Schiloach

131Einige von den Anwesenden ergriffen die Gelegenheitund erzählten Jesus13,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. von Männern aus Galiläa13,1 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.:»Pilatus13,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ließ sie töten13,1 töten: Das Massaker hat sich wahrscheinlich zur Zeit des Passa-Festes in der Tempelanlage ereignet.,als sie im Tempel13,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. opferten13,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt..Ihr Blut13,1 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. vermischte sich mit dem der Opfertiere13,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.2Jesus13,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Meint ihr,diese Männer hatten größere Schuld13,2 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladenals alle anderen in Galiläa13,2 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.?Und das wäre der Grund,warum sie einen so schrecklichen Tod erlitten haben?

3Bestimmt nicht!Das sage ich euch:Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.

4Oder denkt an die achtzehn Menschen,die getötet wurden,als der Turm bei Schiloach13,4 Schiloach: Teichanlage südlich des Jerusalemer Tempels innerhalb der Stadtbefestigung. Offensichtlich war einer der Türme der nahen Stadtmauer eingestürzt. einstürzte.Meint ihr,sie hatten größere Schuld13,4 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladenals alle anderen Einwohner Jerusalems13,4 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ?

5Bestimmt nicht!Das sage ich euch:Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.«

Eine letzte Gnadenfrist

6Dann erzählte Jesus13,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Leuten dieses Gleichnis13,6 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Ein Mann hatte in seinem Weinberg13,6 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. einen Feigenbaum13,6 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. gepflanzt.Er kam und schaute nach,ob Früchte daran waren –aber er fand keine.7Da sagte er zu seinem Weingärtner:Sieh doch:Seit drei Jahren komme ich schonund schaue nach,ob an diesem Feigenbaum13,7 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. Früchte sind –aber ich finde keine.Jetzt hau ihn um!Wozu soll er den Boden noch weiter auslaugen?

8Aber der Weingärtner antwortete ihm:Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen.Ich will die Erde um ihn herum noch einmal umgrabenund düngen.9Vielleicht trägt der Baum im nächsten Jahrdoch noch Früchte.Wenn nicht,lass ihn dann umhauen.«

Jesus heilt eine Frau am Sabbat

10Immer am Sabbat13,10 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. lehrte Jesus in einer der Synagogen13,10 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..11Und sieh doch:Da war eine Frau.Seit achtzehn Jahren wurde sie von einem Geist13,11 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. geplagt,der sie krank machte.Sie war verkrümmtund konnte sich nicht mehr gerade aufrichten.12Als Jesus13,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sie sah,rief er sie zu sich.Er sagte zu ihr:»Frau, du bist von deiner Krankheit befreit!«13Und er legte ihr die Hände auf.Sofort richtete sie sich aufund lobte Gott.

14Aber der Leiter der Synagoge13,14 Synagogenleiter: Er ist für die Ordnung in der Synagoge und den richtigen Ablauf des Gottesdienstes am Sabbat verantwortlich. Der Synagogenleiter ist ehrenamtlich tätig. ärgerte sich darüber,dass Jesus13,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Frau an einem Sabbat13,14 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. geheilt hatte.Deshalb sagte er zu der Volksmenge:»Es gibt sechs Tage,die zum Arbeiten da sind.Also kommt an einem dieser Tage,um euch heilen zu lassen –und nicht am Sabbat13,14 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.15Doch der Herr13,15 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. sagte zu ihm:»Ihr Scheinheiligen!Jeder von euch bindet am Sabbat13,15 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.seinen Ochsen oder Esel13,15 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist. von der Futterkrippe losund führt ihn zur Tränke.16Aber diese Frau hier,die doch eine Tochter Abrahams13,16 Tochter Abrahams: Meint im übertragenen Sinn, dass auch diese Frau zum von Gott erwählten Volk Israel gehört. ist,hielt der Satan13,16 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. gefesselt –sieh doch:achtzehn Jahre lang!Und sie darf am Sabbat13,16 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.nicht von dieser Fessel befreit werden?«

17Als Jesus13,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte,schämten sich alle seine Gegner.Und die ganze Volksmenge freute sichüber die wunderbaren Taten,die Jesus13,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vollbrachte.

Das Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig

Matthäus 13,31-33; Markus 4,30-32
18Dann sagte Jesus13,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Wie ist es mit dem Reich Gottes13,18 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.?Womit soll ich es vergleichen?19Es gleicht einem Senfkorn13,19 Senf: Die Senfpflanze ist im Land der Bibel weit verbreitet.:Ein Mann nahm esund säte es in seinem Garten ein.Es ging auf und wurde zu einem Baum.Und die Vögel bauten ihr Nest in seinen Zweigen.«

20Noch einmal fragte Jesus13,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Womit soll ich das Reich Gottes13,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. vergleichen?21Es gleicht dem Sauerteig13,21 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«.:Eine Frau verarbeitete ihnmit drei Säckchen13,21 Säckchen: Wörtlich »Sata« – Kornmaß, entspricht etwa 13 Liter; drei Säckchen Mehl entsprechen etwa 25 Kilo; das daraus gebackene Brot würde für mehr als 100 Personen reichen. Mehl.Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.«

Weiter auf dem Weg: Über das richtigen Leben

13,22–17,10

Was bald geschehen wird

13,22-35

Die enge Tür – die verschlossene Tür

Matthäus 7,13-14.22-23; Matthäus 8,11-12
22Jesus13,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. setzte seine Reise13,22 Reise: In Lukas 9,51 wird berichtet, dass Jesus sich auf den Weg macht, um nach Jerusalem zu gehen. nach Jerusalem13,22 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. fort.Er zog von Stadt zu Stadtund von Dorf zu Dorfund lehrte die Menschen.

23Einmal fragte ihn jemand:»Herr13,23 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., werden nur wenige gerettet?«Da sagte Jesus13,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Leuten:24»Ihr müsst euch anstrengen,um durch die enge Tür hineinzukommen.Das sage ich euch:Viele werden hineinwollenund es nicht schaffen.

25Wenn der Hausherr aufstehtund die Tür verschließt:Dann werdet ihr draußen stehen,an die Tür klopfenund rufen:›Herr, mach uns auf!‹Aber er wird antworten:›Ich kenne euch nicht;wo seid ihr her?‹26Dann werdet ihr sicher sagen:›Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken!Du hast doch auf den Straßen unserer Stadt gelehrt.‹27Aber der Hausherr wird euch antworten13,27 antworten: Der zweite Satz der Antwort zitiert Psalm 6,9.:›Ich kenne euch nicht;wo seid ihr her?Macht, dass ihr alle fortkommt,ihr Übeltäter!‹28Da draußen gibt es nur Heulen und Zähneklappern!Denn ihr werdet alle im Reich Gottes13,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. sehen:Abraham13,28 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. , Isaak13,28 Isaak: Einziger Sohn von Abraham und Sara. , Jakob13,28 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. und sämtliche Propheten13,28 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Aber ihr selbst werdet ausgeschlossen sein.29Viele werden kommenaus Ost und Westund aus Nord und Süd.Und sie werden zu Tisch liegen13,29 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. im Reich Gottes13,29 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«..30Seht doch:Die jetzt bei den Letzten sind,werden dann die Ersten sein.Und die jetzt bei den Ersten sind,werden dann die Letzten sein.«

Jesus muss bis nach Jerusalem kommen

31Zur selben Zeit kamen einige Pharisäer13,31 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und warnten Jesus13,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Geh wegund zieh fort von hier!Denn Herodes13,31 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. will dich töten lassen.«32Jesus13,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Geht und sagt diesem Fuchs:›Sieh doch:Ich treibe Dämonen13,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ausund heile Kranke –heute und morgen.Und am dritten Tag13,32 dritter Tag: Jesus weist hier auf seinen Tod und seine Auferstehung hin. werde ich am Ziel sein.‹33Doch heute, morgen und übermorgenmuss ich meinen Weg fortsetzen.Denn es ist unmöglich,dass ein Prophet13,33 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. außerhalb von Jerusalem13,33 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ums Leben kommt.«

Jesus klagt über Jerusalem

Matthäus 23,37-39
34»Jerusalem13,34 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. , Jerusalem13,34 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. !Du tötest die Propheten13,34 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.und steinigst13,34 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe. die Boten,die Gott zu dir sendet.Wie oft wollte ich deine Kinder13,34 Kinder: Gemeint sind die Bewohner der Stadt. um mich versammeln,wie eine Henne ihre Kükenunter ihren Flügeln beschützt.Aber ihr habt nicht gewollt.35Seht doch:Gott wird euren Tempel13,35 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. verlassen.

Das sage ich euch:Ihr werdet mich nicht mehr sehen,bis die Zeit kommt und ihr ausruft:›Stimmt ein in unser Loblied auf den,der im Namen des Herrn kommt.‹«
14

Jesus zu Tisch mit Pharisäern

14,1-24

Jesus heilt am Sabbat einen wassersüchtigen Mann

141Einmal, an einem Sabbat14,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.,ging Jesus14,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in das Haus14,1 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. eines der führenden Pharisäer14,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,um das Brot zu essen14,1 Brot essen: »Brot essen« bezeichnet hier das festliche Mahl am Sabbat, zu dem gerne Gäste eingeladen wurden; man hatte Zeit, sich zu unterhalten und es sich gut gehen zu lassen. Die Speisen mussten am Tag vorher zubereitet werden, da am Sabbat nicht gekocht werden durfte. Hauptbestandteil der Mahlzeit waren daher sicher Brot, Oliven und Feigen..Die dort versammelten Pharisäer14,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. beobachteten genau,was er tat.2Und sieh doch:Da war ein Mann in seiner Nähe,der an Wassersucht14,2 Wassersucht: Zu denken ist an auffällige Schwellungen (z. B. des Bauches), die durch die Einlagerung von Wasser entstehen konnten. Nach jüdischem Denken war Wassersucht eine Strafe Gottes für Fehlverhalten. litt.3Jesus14,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wandte sich an die Gesetzeslehrer14,3 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. und Pharisäer14,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und fragte:»Ist es erlaubt,am Sabbat14,3 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. zu heilen, oder nicht?«4Sie aber schwiegen.Da berührte Jesus14,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Kranken,heilte ihnund ließ ihn gehen.5Dann sagte er zu ihnen:»Wenn einem von euch ein Kindin den Brunnen fälltoder nur ein Rind:Wer wird es nicht sofort herausziehen –auch wenn Sabbat14,5 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ist?«6Sie wussten nicht,was sie darauf antworten sollten.

Vorsicht bei den Ehrenplätzen

7Jesus14,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. beobachtete,wie sich die Gäste die Ehrenplätze14,7 Ehrenplatz: Der Platz neben dem Gastgeber. am Tisch aussuchten.Da erzählte er ihnen eine Geschichte als Beispiel:8»Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist,dann legst14,8 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen. du dich bestimmt nicht auf den Ehrenplatz14,8 Ehrenplatz: Der Platz neben dem Gastgeber..Denn es könnte ein Gast eingeladen sein,der vornehmer ist als du.9Dann wird euer Gastgeber kommenund dir sagen:›Mach ihm bitte Platz!‹Und du musst beschämtauf den untersten Platz14,9 unterster Platz: Der Platz, der am weitesten vom Gastgeber entfernt ist. wechseln.10Nein! Wenn du eingeladen bist,dann gehst du doch hinund wählst den untersten Platz14,10 unterster Platz: Der Platz, der am weitesten vom Gastgeber entfernt ist..Dann wird der Gastgeber kommenund zu dir sagen:›Lieber Freund,rücke doch nach oben auf.‹So wirst du vor allen anderen Gästen geehrt.11Denn wer sich selbst groß macht,wird von Gott unbedeutend gemacht.Aber wer sich selbst unbedeutend macht,wird von Gott groß gemacht werden.«

Wen soll man einladen?

12Dann sagte Jesus14,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu dem Gastgeber:»Wenn du zu einem Mittag-14,12 Mittagessen, Abendessen: Im Land der Bibel wurde vor allem nach der Arbeit am Mittag und am Abend gegessen. Das Essen bestand hauptsächlich aus Brot, Fisch und Früchten. oder Abendessen14,12 Mittagessen, Abendessen: Im Land der Bibel wurde vor allem nach der Arbeit am Mittag und am Abend gegessen. Das Essen bestand hauptsächlich aus Brot, Fisch und Früchten. einlädst:Dann lade weder deine Freunde einnoch deine Brüder,auch nicht deine Verwandtenoder reichen Nachbarn.Denn die laden dich wieder ein –und das ist dein ganzer Lohn.13Sondern wenn du zu einem Mahl einlädst,dann lade Arme, Verkrüppelte, Gelähmte und Blinde ein!14Glückselig wirst du sein,denn sie können dir nichts zurückgeben!Und du wirst deinen Lohn bekommen,wenn Gott die Gerechten14,14 gerecht, Gerechtigkeit: Meint ein Leben nach den Vorstellungen Gottes. vom Tod auferweckt.«

Das Gleichnis vom großen Festmahl

Matthäus 22,1-10
15Als einer der Gäste das hörte,sagte er zu Jesus14,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Glückselig ist,wer im Reich Gottes14,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. sein Brot essen14,15 Brot essen: »Brot essen« spielt hier auf die festliche Mahlzeit am Sabbat an. Zu dieser Mahlzeit wurden gerne Gäste eingeladen und man hatte Zeit, sich zu unterhalten und es sich gutgehen zu lassen. wird!«16Jesus14,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Ein Mann veranstaltete ein großes Festessenund lud viele Gäste ein.17Als das Fest beginnen sollte14,17 sagen: Es war in der oberen Gesellschaftsschicht üblich, zweimal einzuladen: zuerst schriftlich und kurz vor dem Fest noch einmal mündlich.,schickte er seinen Diener14,17 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. losund ließ den Gästen sagen:›Kommt, jetzt ist alles bereit!‹

18Aber einer nach dem anderenentschuldigte sich.Der erste sagte zu ihm:›Ich habe einen Acker gekauft.Und jetzt muss ich unbedingt gehenund ihn begutachten.Bitte, entschuldige mich!‹19Ein anderer sagte:›Ich habe fünf Ochsengespanne14,19 Gespann: In biblischer Zeit wurden in der Landwirtschaft Rinder oder Esel als Zugtiere eingesetzt, die man paarweise zusammenspannte. gekauftund bin gerade unterwegs,um sie genauer zu prüfen.Bitte, entschuldige mich!‹20Und wieder ein anderer sagte:›Ich habe gerade erst geheiratetund kann deshalb nicht kommen.‹

21Der Diener14,21 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. kam zurückund berichtete alles seinem Herrn.Da wurde der Hausherr zornigund sagte zu seinem Diener14,21 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. :›Lauf schnell hinausauf die Straßen und Gassen der Stadt.Bring die Armen, Verkrüppelten, Blindenund Gelähmten hierher.‹22Bald darauf meldete der Diener14,22 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. :›Herr, dein Befehl ist ausgeführt –aber es ist immer noch Platz.‹23Und der Herr sagte zu ihm:›Geh hinaus aus der Stadtauf die Landstraßen und an die Zäune14,23 Zäune: Gemeint sind Leute, die außerhalb der Stadt leben oder dort »herumlungern«..Dränge die Leute dort herzukommen,damit mein Haus voll wird!‹24Denn das sage ich euch:Keiner der Gäste,die zuerst eingeladen waren,wird an meinem Festmahl teilnehmen!«

Jesus und seine Jünger III: besondere Anforderungen an die Jünger

14,25-35

Was Jesus von denen verlangt, die ihm folgen wollen

Matthäus 10,37-38
25Viele Leute begleiteten Jesus14,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf seinem Weg.Da drehte er sich umund sagte zu ihnen:26»Wer zu mir kommt,dem muss alles andere unwichtig werden:sein Vater und seine Mutter,ebenso Frau und Kinder,Brüder und Schwestern,ja sogar sein eigenes Leben:Sonst kann er nicht mein Jünger14,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sein.27Wer nicht sein Kreuz14,27 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. trägtund mir auf meinem Weg folgt14,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,kann nicht mein Jünger14,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sein.

28Stellt euch vor,einer von euch will einen Turm14,28 Wachturm: Um Weinberge zu schützen, errichtete man im Weinberg einen Turm, von dem aus man das ganze Gelände überblicken konnte. bauen:Setzt er sich dann nicht als Erstes hin,berechnet die Kostenund prüft:Reicht sein Geld14,28 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.?29Sonst passiert es,dass er das Fundament legt,aber den Bau nicht fertigstellen kann.Und alle, die das sehen,lachen ihn aus30und sagen:›Dieser Mensch wollte einen Turm bauen –aber er konnte ihn nicht fertigstellen.‹

31Oder stellt euch vor:Ein König will gegen einen anderen Königin den Krieg ziehen.Setzt er sich dann nicht als Erstes hinund überlegt:Sind zehntausend Mann stark genug,um gegen einen Feind anzutreten,der mit zwanzigtausend Mann anrückt?32Wenn nicht,dann schickt er besser Unterhändler,solange der Gegner noch weit weg ist.Die sollen Friedensverhandlungen führen.

33So gilt auch:Wer von euch nicht alles aufgibt,was er hat,der kann nicht mein Jünger14,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sein.«

Vom Salz

Matthäus 5,13; Markus 9,50
34»Salz14,34 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. ist etwas Gutes:Aber wenn das Salz14,34 Salz: Salz war im Land der Bibel nicht nur ein Würzmittel für Speisen, sondern diente auch zur Konservierung von Lebensmitteln. nicht mehr salzt,wie kann es wieder salzig werden?35Es ist weder für den Ackernoch für den Misthaufen zu gebrauchen:Man wirft es weg.

Wer Ohren zum Hören hat,soll gut zuhören!«
15

Verloren und wiedergefunden

15,1-32

Das Gleichnis vom verirrten Schaf

Matthäus 18,12-14
151Alle Zolleinnehmer15,1 Zolleinnehmer, Zollstation: Sie erhoben z. B. an Stadttoren im Auftrag der römischen Regierung auf Waren Zölle und wirtschafteten dabei auch in die eigene Tasche. und andere Menschen,die ein Leben voller Schuld15,1 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. führten,kamen zu Jesus15,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,um ihm zuzuhören.2Die Pharisäer15,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. und Schriftgelehrten15,2 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. ärgerten sich darüber.Sie sagten:»Mit solchen Menschen gibt er sich abund isst sogar mit ihnen!«3Da erzählte ihnen Jesus15,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. dieses Gleichnis15,3 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:

4»Stellt euch vor:Einer von euch hat hundert Schafeund verliert eines davon.Wird er dann nicht die neunundneunzig Schafein der Steppe15,4 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. zurücklassenund das verlorene Schaf suchen,bis er es findet?5Und wenn er es gefunden hat,nimmt er es voller Freude auf seine Schultern6und trägt es nach Hause.Er ruft seine Freunde und Nachbarn zusammenund sagt zu ihnen:›Freut euch mit mir!Ich habe das Schaf wiedergefunden,das ich verloren hatte.‹

7Das sage ich euch:Genauso freut sich Gott im Himmel15,7 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.über einen mit Schuld15,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladenen Menschen,der sein Leben ändert.Er freut sich mehr als über neunundneunzig Gerechte15,7 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote halten und seinen Willen erfüllen.,die es nicht nötig haben,ihr Leben zu ändern.«

Das Gleichnis vom verlorenen Geldstück

8»Oder stellt euch vor:Eine Frau besitzt zehn Silbermünzen15,8 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert..Wenn sie eine davon verliert:Wird sie da nicht eine Öllampe15,8 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. anzünden,das Haus15,8 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. fegenund in allen Ecken suchen,bis sie das Geldstück15,8 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. findet?9Und wenn sie es gefunden hat,ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammenund sagt:›Freut euch mit mir!Ich habe die Silbermünze15,9 Silbermünze, Silberstück: Zur Zeit des Neuen Testaments ist eine Silbermünze der übliche Tageslohn eines Lohnarbeiters. wiedergefunden,die ich verloren hatte.‹

10Das sage ich euch:Genauso freuen sich die Engel15,10 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. Gottesüber einen mit Schuld15,10 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladenen Menschen,der sein Leben ändert.«

Der Vater und seine zwei Söhne

11Dann sagte Jesus15,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Ein Mann hatte zwei Söhne.12Der jüngere sagte zum Vater:›Vater, gib mir den Teil der Erbschaft,der mir zusteht.‹Da teilte der Vater seinen Besitz unter den Söhnen auf.13Ein paar Tage spätermachte der jüngere Sohn seinen Anteil zu Geldund wanderte in ein fernes Land aus.Dort verschleuderte er sein ganzes Vermögendurch ein verschwenderisches Leben.14Als er alles ausgegeben hatte,brach in dem Land eine große Hungersnot aus.Auch er begann zu hungern.15Da bat er einen der Bürger des Landes um Hilfe.Der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten15,15 Schweinehüten: Schweine gelten nach dem jüdischen Gesetz als unrein – man durfte sie weder essen noch berühren, deshalb galt diese Arbeit als sehr erniedrigend..16Er wollte seinen Hungermit den Futterschoten15,16 Futterschoten: Gemeint sind die Schoten des Johannisbrotbaums; ein Nahrungsmittel für Tiere und wohl auch für arme Leute. stillen,die die Schweine fraßen.Aber er bekam nichts davon.

17Da ging der Sohn in sichund dachte:›Wie viele Arbeiter hat mein Vaterund sie alle haben reichlich Brot15,17 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel zu essen.Aber ich komme hier vor Hunger um.18Ich will zu meinem Vater gehenund zu ihm sagen:Vater, ich habe Schuld15,18 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf mich geladen –vor Gott und vor dir.19Ich bin es nicht mehr wert,dein Sohn15,19 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. genannt zu werden.Nimm mich als Arbeiter in deinen Dienst.‹20So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater.

Sein Vater sah ihn schon von Weitem kommenund hatte Mitleid mit ihm.Er lief seinem Sohn entgegen,fiel ihm um den Halsund küsste ihn.21Aber sein Sohn sagte zu ihm:›Vater, ich habe Schuld15,21 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf mich geladen –vor Gott und vor dir.Ich bin es nicht mehr wert,dein Sohn15,21 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. genannt zu werden.‹22Doch der Vater befahl seinen Dienern:›Holt schnell das schönste Gewand15,22 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen. aus dem Haus15,22 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.und zieht es ihm an.Steckt ihm einen Ring15,22 Ring: Der Siegelring gibt dem Träger die Vollmacht über die Finanzgeschäfte. Der Vater will seinen Sohn wieder in die Familie aufnehmen. an den Fingerund bringt ihm Sandalen15,22 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen. für die Füße.23Dann holt das gemästete Kalb herund schlachtet es:Wir wollen essen und feiern!24Denn mein Sohn15,24 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. hier war totund ist wieder lebendig.Er war verlorenund ist wiedergefunden.‹Und sie begannen zu feiern.

25Der ältere Sohn war noch auf dem Feld.Als er zurückkamund sich dem Haus15,25 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. näherte,hörte er Musik und Tanz.26Er rief einen der Diener15,26 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu sichund fragte:›Was ist denn da los?‹27Der antwortete ihm:›Dein Bruder ist zurückgekommen!Und dein Vater hat das gemästete Kalb schlachten lassen,weil er ihn gesund wiederhat.‹

28Da wurde der ältere Sohn zornig.Er wollte nicht ins Haus15,28 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. gehen.Doch sein Vater kam zu ihm herausund redete ihm gut zu.29Aber er sagte zu seinem Vater:›Sieh doch:So viele Jahre arbeite ich jetzt schon für dich!Nie war ich dir ungehorsam15,29 ungehorsam: Wörtlich heißt es in Vers 29: »Nie habe ich ein Gebot von dir missachtet.«.Aber mir hast du noch nicht einmaleinen Ziegenbock geschenkt,damit ich mit meinen Freunden feiern konnte.30Aber der da, dein Sohn,hat dein Vermögen mit Huren vergeudet.Jetzt kommt er nach Hause,und du lässt gleich das gemästete Kalb für ihn schlachten.‹31Da sagte der Vater zu ihm:›Mein lieber Junge, du bist immer bei mir.Und alles,was mir gehört,gehört auch dir.32Aber jetzt mussten wir doch feiernund uns freuen:Denn dein Bruder hier war totund ist wieder lebendig.Er war verlorenund ist wiedergefunden.‹«