BasisBibel (BB)
13

Die getöteten Männer aus Galiläa und das Unglück am Teich Schiloach

131Einige von den Anwesenden ergriffen die Gelegenheitund erzählten Jesus13,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … von Männern aus Galiläa13,1 Männer aus Galiläa: Von einem solchen Massaker in Galiläa durch Pilatus wird in keiner anderen Schrift berichtet.:»Pilatus13,1 Pontius Pilatus: Verwaltete 26–36 n. Chr. die römischen Provinzen Judäa und Samaria im Auftrag des Kaisers. Mehr … ließ sie töten,als sie im Tempel13,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … Opfer darbrachten.Ihr Blut vermischte sich mit dem der Opfertiere.«2Jesus sagte zu ihnen: »Meint ihr etwa,diese Männer hatten größere Schuld13,2 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … auf sich geladenals alle anderen in Galiläa?Und das wäre der Grund,warum sie einen so schrecklichen Tod erlitten haben?3Bestimmt nicht!Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.

4Oder denkt an die achtzehn Menschen,die getötet wurden,als der Turm bei Schiloach13,4 Schiloach: Teichanlage südlich des Jerusalemer Tempels innerhalb der Stadtbefestigung. Offenbar war einer der Türme der nahen Stadtmauer eingestürzt. einstürzte.Meint ihr etwa,sie hatten größere Schuld13,4 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … auf sich geladenals alle anderen Einwohner Jerusalems13,4 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr …?5Bestimmt nicht!Das sage ich euch: Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.«

Eine Gnadenfrist für den Feigenbaum

6Dann erzählte Jesus13,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … den Leuten dieses Gleichnis13,6 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …:»Ein Mann hatte in seinem Weinberg13,6 Weinberg: Ein mit einer Mauer umgebener Garten, in dem Wein angebaut wird. In Israel war das ein wertvoller Besitz. Mehr …einen Feigenbaum13,6 Feigenbaum: Obstbaum mit großen Blättern, die in der Mittagshitze reichlich Schatten spenden. Die Früchte gehören im östlichen Mittelmeerraum zu den Grundnahrungsmitteln. gepflanzt.Er kam und schaute nach, ob Früchte daran waren –aber er fand keine.7Da sagte er zu seinem Weingärtner:›Seit drei Jahren komme ich schon und schaue nach,ob an diesem Feigenbaum Früchte sind –aber ich finde keine.Jetzt hau ihn um!Wozu soll er dem Boden noch weiterseine Kraft nehmen?‹8Aber der Weingärtner antwortete:›Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen.Ich will die Erde um ihn herumnoch einmal umgraben und düngen.9Vielleicht trägt der Baum im nächsten Jahrdoch noch Früchte.Wenn nicht, hau ihn dann um.‹«

Jesus heilt eine Frau am Sabbat

10Als Jesus einmal am Sabbat13,10 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr …in einer der Synagogen13,10 Synagoge: Versammlungsstätte einer jüdischen Gemeinde. Mehr … lehrte,11war dort eine Frau.Seit achtzehn Jahren wurde sie von einem Geist13,11 Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. geplagt,der sie krank machte.Sie war verkrümmtund konnte sich nicht mehr gerade aufrichten.12Als Jesus13,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sie sah, rief er sie zu sichund sagte zu ihr:»Frau, du bist von deiner Krankheit befreit!«13Und er legte ihr die Hände auf.Sofort richtete sie sich auf und lobte Gott.

14Aber der Leiter der Synagoge13,14 Synagogenleiter: War für alle Angelegenheiten einer Synagoge, der Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden, zuständig. Mehr … ärgerte sich darüber,dass Jesus13,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … die Frau an einem Sabbat13,14 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … heilte.Deshalb sagte er zu der Volksmenge:»Es gibt sechs Tage, die zum Arbeiten da sind.Also kommt an einem dieser Tage,um euch heilen zu lassen –und nicht am Sabbat!«15Doch der Herr sagte zu ihm:»Ihr Scheinheiligen!Bindet nicht jeder von euch am Sabbatseinen Ochsen oder Esel von der Futterkrippe losund führt ihn zur Tränke?16Aber diese Frau hier,die doch eine Tochter Abrahams13,16 Tochter Abrahams: Ausdruck für die Zugehörigkeit der Frau zum Volk Israel, als dessen Stammvater Abraham gilt. ist,hielt der Satan13,16 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr … gefesselt –volle achtzehn Jahre lang!Und sie darf am Sabbatnicht von dieser Fessel befreit werden?«17Als Jesus das sagte,schämten sich alle seine Gegner.Doch die ganze Volksmenge freute sichüber die wunderbaren Taten, die Jesus vollbrachte.

Das Gleichnis vom Senfkorn und vom Sauerteig

Matthäus 13,31-33; Markus 4,30-32
18Dann sagte Jesus13,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …: »Wie ist es mit dem Reich Gottes13,18 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …?Womit soll ich es vergleichen?19Es gleicht einem Senfkorn13,19 Senfkorn: Ein Senfkorn hat einen Durchmesser von 1–2 mm.:Ein Mann nahm es und säte es in seinem Garten ein.Es ging auf und wurde zu einem Baum.Und die Vögel bauten ihr Nest in seinen Zweigen.«

20Noch einmal fragte Jesus13,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Womit soll ich das Reich Gottes13,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … vergleichen?21Es gleicht einem Sauerteig13,21 Sauerteig: Brotteig, bei dem eine kleine Menge gegorener Teig zum neuen Teig gegeben wird. Dadurch geht der Teig auf und wird locker. Mehr …:Eine Frau mengte ihn unter drei Säckchen13,21 drei Säckchen: Wörtlich »drei Sata«. Ein Saton ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten oder Getreide und fasst etwa 7 l. 7 l Mehl wiegen gut 4 kg. Mehl.Am Ende war der ganze Teig durchsäuert.«

Die enge Tür – die verschlossene Tür

Matthäus 7,13-14; 7,21-24; 8,11-12
22Jesus13,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … setzte seinen Weg13,22 Weg: In Lukas 9,51 wird berichtet, dass Jesus sich auf den Weg macht, um nach Jerusalem zu gehen. nach Jerusalem13,22 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … fort.Er zog von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf.Überall lehrte er die Menschen.23Einmal fragte ihn jemand:»Herr13,23 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr …, werden nur wenige gerettet?«Da sagte Jesus zu den Leuten:24»Ihr müsst euch anstrengen,um durch die enge Tür hineinzukommen.Das sage ich euch:Viele werden hineinwollen, es aber nicht schaffen.

25Wenn der Hausherr13,25 Hausherr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. aufsteht und die Tür verschließt,dann werdet ihr draußen stehen.Dort werdet ihr an die Tür klopfen und rufen:›Herr, mach uns auf!‹Aber er wird euch antworten:›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her?‹26Dann werdet ihr sicher sagen:›Wir haben doch mit dir gegessen und getrunken!Du hast auf den Straßen unserer Stadt gelehrt.‹27Aber der Hausherr wird euch antworten13,27 wird euch antworten: Im Folgenden wird aus Psalm 6,9 zitiert.:›Ich kenne euch nicht. Wo kommt ihr her?Macht, dass ihr alle fortkommt,Ihr alle tut , was gegen Gottes Willen ist!‹28Da draußen gibt es nur Heulen und Zähneklappern!Denn ihr werdet alle im Reich Gottes13,28 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … sehen:Abraham, Isaak, Jakob13,28 Abraham, Isaak, Jakob: Stehen zusammenfassend für die Anfänge Israels, wie sie in 1. Mose/Genesis 12–50 erzählt werden.und sämtliche Propheten13,28 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr ….Aber ihr selbst werdet ausgeschlossen sein.29Viele werden kommenaus Ost und West und aus Nord und Süd.Sie werden im Reich Gottes zu Tisch liegen13,29 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen. Mehr ….30Ihr werdet sehen:Die jetzt bei den Letzten sind,werden dann die Ersten sein.Und die jetzt bei den Ersten sind,werden dann die Letzten sein.«

Jesus muss bis nach Jerusalem kommen

31Zur selben Zeit kamen einige Pharisäer13,31 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …und warnten Jesus13,31 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …: »Geh weg und zieh fort von hier!Denn Herodes13,31 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). Mehr … will dich töten lassen.«32Jesus sagte zu ihnen:»Geht und sagt diesem Fuchs:›Ich treibe Dämonen13,32 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … aus und heile Kranke –heute und morgen.Und am dritten Tag13,32 dritter Tag: Anspielung auf die Auferstehung von Jesus drei Tage nach seinem Tod. werde ich am Ziel sein.‹33Doch heute, morgen und übermorgenmuss ich meinen Weg fortsetzen.Denn es ist unmöglich,dass ein Prophet13,33 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … außerhalb von Jerusalem13,33 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr …ums Leben kommt.«

Jesus klagt über Jerusalem

Matthäus 23,37-39
34»Jerusalem13,34 Jerusalem: Das religiöse und kulturelle Zentrum des Landes steht hier stellvertretend für die religiösen Führer und Leitungsgremien., Jerusalem!Du tötest die Propheten13,34 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …und steinigst13,34 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr … die Boten, die Gott zu dir sendet.Wie oft wollte ich deine Kinder13,34 Kinder: Meint die angesprochenen Bewohner Jerusalems, die stellvertretend für das Volk Israel stehen. um mich versammeln –wie eine Henne ihre Kükenunter ihren Flügeln beschützt.Aber ihr habt nicht gewollt.35Seht euch vor: Euer Tempel13,35 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … wird von Gott verlassen.Das sage ich euch:Ihr werdet mich nicht mehr sehen,bis ihr einst ausruft13,35 bis ihr einst ausruft: Zitat aus Psalm 118,26.:›Gesegnet ist, wer im Namen des Herrn13,35 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … kommt!‹«
14

Jesus lehrt beim Gastmahl eines Pharisäers

Lukas 14,1-24

Jesus heilt am Sabbat einen wassersüchtigen Mann

141Einmal ging Jesus14,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … an einem Sabbat14,1 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr …in das Haus eines der führenden Pharisäer14,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr ….Dort nahm er am Mahl teil.Alle beobachteten ihn genau.2Da war ein Mann in seiner Nähe,der an Wassersucht14,2 Wassersucht: Krankheit, bei der es zur Einlagerung von Flüssigkeit im Körper kommt. litt.3Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer14,3 Gesetzeslehrer: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Lebensvorschriften des Alten Testaments war, vor allem der fünf Bücher Mose. und Pharisäerund fragte: »Ist es erlaubt,am Sabbat zu heilen, oder nicht?«4Sie aber schwiegen.Da berührte Jesus den Kranken,heilte ihn und ließ ihn gehen.5Dann sagte er zu ihnen:»Wenn einem von euch ein Kindin den Brunnen fällt oder nur ein Rind:Wer wird es nicht sofort herausziehen –auch wenn Sabbat ist?«6Sie wussten nicht, was sie darauf antworten sollten.

Den richtigen Platz finden

7Jesus14,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … beobachtete,wie sich die Gäste die Ehrenplätze14,7 Ehrenplatz: Platz in der Nähe des Gastgebers. am Tisch aussuchten.Da erzählte er ihnen ein Gleichnis:8»Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist,such dir nicht den Ehrenplatz aus.Denn es könnte ein Gast eingeladen sein,der vornehmer ist als du.9Sonst wird euer Gastgeber kommen und dir sagen:›Mach ihm bitte Platz!‹Dann musst du beschämtauf den entferntesten Platz wechseln.10Nein! Wenn du eingeladen bist,geh hin und wähle den entferntesten Platz.Dann wird der Gastgeber kommen und zu dir sagen:›Lieber Freund, rück doch näher zu mir.‹So wirst du vor allen anderen Gästen geehrt.11Denn wer sich selbst groß macht,den wird Gott niedrig und klein machen.Aber wer sich selbst niedrig und klein macht,den wird Gott groß machen.«

Die richtigen Gäste einladen

12Dann sagte Jesus14,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu dem Gastgeber:»Wenn du ein Mittag- oder Abendessen gibst,lade keine Leute ein, die wiederum dich einladen –deine Freunde, deine Brüder,deine Verwandten oder reichen Nachbarn.Sonst ist deren Einladung dein ganzer Lohn.13Wenn du zu einem Mahl einlädst,lade vielmehr Arme, Verkrüppelte,Gelähmte und Blinde ein.14Glückselig wirst du sein,denn sie können dir nichts zurückgeben!Du wirst aber deinen Lohn bekommen,wenn Gott die Gerechten14,14 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt. vom Tod auferweckt.«

Das Gleichnis vom großen Festmahl

Matthäus 22,1-10
15Als einer der Gäste das hörte, sagte er zu Jesus14,15 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Glückselig ist,wer im Reich Gottes14,15 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … am Mahl teilnehmen darf!«16Jesus antwortete:»Ein Mann veranstaltete ein großes Festessenund lud viele Gäste ein.17Als das Fest beginnen sollte,schickte er seinen Diener losund ließ den Gästen sagen14,17 ließ den Gästen sagen: Es war in der Antike üblich, zweimal einzuladen: Mit etwas Abstand zum Fest, und kurz vorher noch einmal.:›Kommt, jetzt ist alles bereit!‹18Aber einer nach dem anderen entschuldigte sich.Der erste sagte zu ihm: ›Ich habe einen Acker gekauft.Jetzt muss ich unbedingt gehen und ihn begutachten.Bitte, entschuldige mich!‹19Ein anderer sagte:›Ich habe fünf Ochsengespanne14,19 Ochsengespanne: Ochsen, die paarweise als Zugtiere vor einen Wagen gespannt werden. gekauftund bin gerade unterwegs,um sie genauer zu prüfen.Bitte, entschuldige mich!‹20Und wieder ein anderer sagte:›Ich habe gerade erst geheiratetund kann deshalb nicht kommen.‹

21Der Diener kam zurückund berichtete alles seinem Herrn.Da wurde der Hausherr zornigund sagte zu seinem Diener:›Lauf schnell hinausauf die Straßen und Gassen der Stadt.Bring die Armen, Verkrüppelten, Blindenund Gelähmten hierher.‹22Bald darauf meldete der Diener:›Herr, dein Befehl ist ausgeführt,aber es ist immer noch Platz.‹23Da sagte der Herr zu ihm:›Geh hinaus aus der Stadtauf die Landstraßen und an die Zäune.Dränge die Leute dort herzukommen,damit mein Haus voll wird!‹24Denn das sage ich euch:Keiner der Gäste, die zuerst eingeladen waren,wird an meinem Festessen teilnehmen!«

Jesus lehrt unterwegs

Lukas 14,25–17,10

Was Jesus von denen verlangt, die ihm folgen wollen

Matthäus 10,37-38
25Viele Leute begleiteten Jesus14,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … auf seinem Weg.Da drehte er sich um und sagte zu ihnen:26»Wer zu mir kommt,dem muss alles andere unwichtig werden:sein Vater und seine Mutter, Frau und Kinder,Brüder und Schwestern, ja sogar das eigene Leben:Sonst kann er nicht mein Jünger14,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … sein.27Wer nicht sein Kreuz trägtund mir auf meinem Weg folgt14,27 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr …,kann nicht mein Jünger sein.

28Stellt euch vor:Einer von euch will einen Turm bauen.Setzt er sich dann nicht als Erstes hin,berechnet die Kosten und prüft, ob sein Geld reicht?29Sonst passiert es, dass er das Fundament legt,aber den Bau nicht fertigstellen kann.Alle, die das sehen, lachen ihn aus30und sagen:›Dieser Mensch wollte einen Turm bauen –aber er konnte ihn nicht fertigstellen.‹

31Oder stellt euch vor:Ein König will gegen einen anderen Königin den Krieg ziehen.Setzt er sich dann nicht als Erstes hin und überlegt:Sind zehntausend Mann stark genug,um gegen einen Feind anzutreten,der mit zwanzigtausend Mann anrückt?32Wenn nicht, dann schickt er besser Unterhändler,solange der Gegner noch weit weg ist.Die sollen Friedensverhandlungen führen.33So gilt auch: Wer von euch nicht alles aufgibt, was er hat,der kann nicht mein Jünger14,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … sein.«

Von der Kraft des Salzes

Matthäus 5,13; Markus 9,50
34»Salz14,34 Salz: Wurde zum Haltbarmachen von Lebensmitteln verwendet und war kostbar. ist etwas Gutes:Aber wenn das Salz nicht mehr salzt,wie kann es wieder salzig werden?35Es ist weder für den Ackernoch für den Misthaufen zu gebrauchen.Also wirft man es weg.Wer Ohren zum Hören hat, soll gut zuhören!«
15

Das Gleichnis vom verlorenen Schaf

Matthäus 18,12-14
151Alle Zolleinnehmer15,1 Zolleinnehmer: Beamte, die im Namen des römischen Staats Zoll erhoben. Sie bekamen keinen Lohn vom Staat, sondern lebten von dem Geld, das sie auf die festgesetzten Steuern aufschlugen. Deshalb hatten sie ein schlechtes Ansehen. Mehr … und andere Leute,die als Sünder15,1 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten. galten,kamen zu Jesus15,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …, um ihm zuzuhören.2Die Pharisäer15,2 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … und Schriftgelehrten15,2 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …ärgerten sich darüber.Sie sagten: »Mit solchen Menschen gibt er sich abund isst sogar mit ihnen!«3Da erzählte ihnen Jesus dieses Gleichnis15,3 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr …:4»Was meint ihr: Einer von euch hat hundert Schafeund verliert eines davon.Wird er dann nicht die neunundneunzig Schafein der Wüste zurücklassen?Wird er nicht das verlorene Schaf suchen,bis er es findet?5Wenn er es gefunden hat, freut er sich sehr.Er nimmt es auf seine Schultern6und trägt es nach Hause.Dann ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammenund sagt zu ihnen: ›Freut euch mit mir!Ich habe das Schaf wiedergefunden,das ich verloren hatte.‹7Das sage ich euch:Genauso freut sich Gott im Himmelüber einen Sünder15,7 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten., der sein Leben ändert.Er freut sich mehr als über neunundneunzig Gerechte15,7 Gerechte: Menschen, die Gottes Gebote befolgen, sodass das Leben in Gemeinschaft miteinander gelingt.,die es nicht nötig haben, ihr Leben zu ändern.«

Das Gleichnis vom verlorenen Geldstück

8»Oder wie ist es, wenn eine Frau zehn Silbermünzen15,8 zehn Silbermünzen: Wörtlich »zehn Drachmen«. Eine Drachme ist ein Geldstück aus Silber mit einem Gewicht von etwa 4 g. hatund eine davon verliert?Wird sie da nicht eine Öllampe15,8 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. Mehr … anzünden,das Haus fegen und in allen Ecken suchen –solange, bis sie das Geldstück findet?9Und wenn sie es gefunden hat,ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen zusammenund sagt: ›Freut euch mit mir!Ich habe die Silbermünze wiedergefunden,die ich verloren hatte.‹10Das sage ich euch:Genauso freuen sich die Engel15,10 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … Gottesüber einen Sünder15,10 Sünder: Menschen, die sich von Gott abgewendet haben und seinen Willen missachten., der sein Leben ändert.«

Das Gleichnis vom Vater und seinen beiden Söhnen

11Jesus15,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … erzählte weiter: »Ein Mann hatte zwei Söhne.12Der jüngere sagte zum Vater:›Vater, gib mir meinen Anteil am Erbe!‹Da teilte der Vater seinen Besitz unter den Söhnen auf.13Ein paar Tage spätermachte der jüngere Sohn seinen Anteil zu Geld.Dann zog er in ein fernes Land.Dort führte er ein verschwenderisches Lebenund verschleuderte sein ganzes Vermögen.14Als er alles ausgegeben hatte,brach in dem Land eine große Hungersnot aus.Auch er begann zu hungern.15Da bat er einen der Einwohner des Landes um Hilfe.Der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.16Er wollte seinen Hunger mit dem Schweinefutter15,16 Schweinefutter: Wörtlich »Futterschoten«. Die Schoten des Johannisbrotbaums sind ein Nahrungsmittel für Tiere und für arme Menschen. stillen,das die Schweine fraßen.Aber er bekam nichts davon.17Da ging der Sohn in sich und dachte:›Wie viele Arbeiter hat mein Vater,und sie alle haben mehr als genug Brot.Aber ich komme hier vor Hunger um.18Ich will zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen:Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig15,18 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … geworden.19Ich bin es nicht mehr wert,dein Sohn genannt zu werden.Nimm mich als Arbeiter in deinen Dienst.‹20So machte er sich auf den Weg zu seinem Vater.

Sein Vater sah ihn schon von Weitem kommenund hatte Mitleid mit ihm.Er lief seinem Sohn entgegen,fiel ihm um den Hals und küsste ihn.21Aber sein Sohn sagte zu ihm:›Vater, ich bin vor Gott und vor dir schuldig15,21 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … geworden.Ich bin es nicht mehr wert,dein Sohn genannt zu werden.‹22Doch der Vater befahl seinen Dienern:›Holt schnell das schönste Gewand15,22 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen. aus dem Hausund zieht es ihm an.Steckt ihm einen Ring15,22 Ring: Der Siegelring gibt dem Träger die Vollmacht über die Finanzgeschäfte. Der Vater will seinen Sohn wieder in die Familie aufnehmen. an den Fingerund bringt ihm Sandalen für die Füße.23Dann holt das gemästete Kalb her und schlachtet es:Wir wollen essen und feiern!24Denn mein Sohn hier war tot und ist wieder lebendig.Er war verloren und ist wiedergefunden.‹Und sie begannen zu feiern.

25Der ältere Sohn war noch auf dem Feld.Als er zurückkam und sich dem Haus näherte,hörte er Musik und Tanz.26Er rief einen der Diener zu sich und fragte:›Was ist denn da los?‹27Der antwortete: ›Dein Bruder ist zurückgekommen!Dein Vater hat das gemästete Kalb schlachten lassen,weil er ihn gesund wiederhat.‹28Da wurde der ältere Sohn zornig.Er wollte nicht ins Haus gehen.Doch sein Vater kam zu ihm herausund redete ihm gut zu.29Aber er sagte zu seinem Vater:›So viele Jahre arbeite ich jetzt schon für dich!Nie war ich dir ungehorsam.Aber mir hast du noch nieeinen Ziegenbock geschenkt,damit ich mit meinen Freunden feiern konnte.30Aber der da, dein Sohn,hat dein Vermögen mit Huren vergeudet.Jetzt kommt er nach Hause,und du lässt gleich das gemästete Kalbfür ihn schlachten.‹31Da sagte der Vater zu ihm:›Mein lieber Junge, du bist immer bei mir.Und alles, was mir gehört, gehört dir.32Aber jetzt mussten wir doch feiern und uns freuen:Denn dein Bruder hier war tot und ist wieder lebendig.Er war verloren und ist wiedergefunden.‹«