BasisBibel NT+Ps (BB)
11

Die richtige innere Einstellung

11,1-36

Jesus lehrt die Jünger über das Beten

Matthäus 6,9-13; Matthäus 7,7-11
111Einmal hatte sich Jesus11,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zurückgezogen,um zu beten11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Als er sein Gebet11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. beendet hatte,bat ihn einer seiner Jünger11,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Herr11,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., lehre uns beten11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.so wie auch Johannes11,1 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. seine Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. beten11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. gelehrt hat.«2Da sagte Jesus11,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Wenn ihr betet11,2 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,dann sprecht so11,2 Vaterunser/Unser Vater: Das Gebet, dass Jesus die Menschen gelehrt hat. :Vater, dein Name soll geheiligt werden.Dein Reich soll kommen.3Gib uns das Brot11,3 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das wir brauchen –Tag für Tag.4Und vergib uns unsere Schuld11,4 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.denn auch wir vergeben allen,die uns gegenüber schuldig werden.Und stelle uns nicht auf die Probe.«

5Dann sagte Jesus11,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern11,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Stellt euch vor:Einer von euch hat einen Freund.Mitten in der Nacht geht er zu ihmund sagt:›Mein Freund, leihe mir doch drei Brote11,5 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel !6Ein Freund hat auf seiner Reise bei mir haltgemachtund ich habe nichts im Haus11,6 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,was ich ihm anbieten kann.‹7Aber von drinnen kommt die Antwort:›Lass mich in Ruhe!Die Tür ist schon zugeschlossenund meine Kinder liegen bei mir im Bett.Ich kann jetzt nicht aufstehenund dir etwas geben.‹8Das sage ich euch:Schließlich wird er doch aufstehen und ihm geben,was er braucht –nicht aus Freundschaft,aber wegen seiner Unverschämtheit.

9Deshalb sage ich euch:Bittetund es wird euch gegeben!Suchtund ihr werdet finden!Klopft anund es wird euch aufgemacht!10Denn wer bittet,der bekommt.Und wer sucht,der findet.Und wer anklopft,dem wird aufgemacht.11Gibt es unter euch einen Vater,der seinem Kind eine Schlange11,11 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind. gibt,wenn es um einen Fisch11,11 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. bittet?12Oder einen Skorpion11,12 Skorpion: Spinnentier mit giftigem Stachel, das im Land der Bibel sehr häufig vorkommt.,wenn es um ein Ei bittet?13Ihr Menschen seid böse –trotzdem wisst ihr,was euren Kindern guttut,und gebt es ihnen.Wie viel eher wird der Vater vom Himmel11,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herdenen den Heiligen Geist11,13 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. geben,die ihn darum bitten.«

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-30; Markus 3,22-27
14Jesus11,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. trieb einen Dämon11,14 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. aus,der stumm11,14 stumm: Deshalb war auch der Mann stumm, der von dem Dämon besessen war. war.Dann, als der Dämon11,14 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ihn freigab,konnte der Mann sprechen.Die Volksmenge staunte.15Einige der Leute sagten:»Beelzebul11,15 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. , der höchste der Dämonen11,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ,hilft ihm,andere Dämonen11,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«16Andere wollten ihn auf die Probe stellen.Sie verlangten von ihm ein Zeichen vom Himmel11,16 Zeichen vom Himmel: Durch ein solches Aufsehen erregendes Wunder sollte er beweisen, dass er wirklich von Gott beauftragt war..

17Aber Jesus11,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Jeder Staat geht unter,wenn seine Machthaber im Streit liegen,und ein Haus11,17 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. stürzt11,17 einstürzen: Zu denken ist an Kriegszerstörungen, nicht an langsamen Zerfall. über dem anderen ein11,17 einstürzen: Zu denken ist an Kriegszerstörungen, nicht an langsamen Zerfall..18Wenn nun der Satan11,18 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. mit sich im Streit liegt:Wie soll dann sein Reich bestehen?Ihr behauptet ja,Beelzebul11,18 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. hilft mir,die Dämonen11,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.19Aber wenn Beelzebul11,19 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. mir hilft,die Dämonen11,19 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Wer hilft dann eigentlich euren Anhängern,sie auszutreiben?Deshalb werden eure eigenen Leuteeure Richter sein.20Wenn mir aber der Finger Gottes hilft,Dämonen11,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:dann ist das Reich Gottes11,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. doch schon zu euch gekommen!

21Solange der Starke11,21 Starke: Bild für dem Satan, der den Menschen und die Welt in Besitz genommen hat. gut bewaffnetseinen Palast bewacht,ist sein Besitz in Sicherheit.22Aber sobald ein Stärkerer11,22 Stärkere: Bild für Christus, den göttlichen Befreier. ihn angreift,wird der ihn besiegen.Der Stärkere wird ihm alle Waffen wegnehmen,auf die er sich verlassen hat.Und er wird die Beute verteilen.

23Wer nicht für mich ist,der ist gegen mich.Und wer nicht mit mir sammelt,der treibt auseinander!«

Ausgetriebene Geister können zurückkehren

Matthäus 12,43-45
24»Wenn ein böser Geist11,24 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. einen Menschen verlässt,irrt er in trockenen Steppen umher.Er sucht nach Ruhe –aber er findet sie nicht.Dann sagt er sich:›Ich will in mein altes Haus zurückkehren,aus dem ich ausgezogen bin.‹25Er geht zurück und findet:Alles ist geputzt und aufgeräumt.26Da macht er sich aufund bringt noch weitere Geister11,26 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. mit,sieben, die schlimmer sind als er.Sie ziehen ein und wohnen dort.Am Ende steht es schlimmer um diesen Menschenals am Anfang.«

Wer sich freuen darf …

27Dann, als Jesus11,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte,rief eine Frau aus der Volksmenge ihm zu:»Glückselig ist der Leib,der dich zur Welt gebracht hat.Und glückselig sind die Brüste,die dich gestillt haben!«28Aber Jesus11,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Glückselig sind vielmehr die,die das Wort Gottes hörenund danach leben.«

Die Gegner fordern von Jesus einen Beweis

Matthäus 12,38-42
29Immer mehr Leute strömten bei Jesus11,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zusammen.Da sagte er:»Die Menschen dieser Generation sind böse.Sie verlangen ein Zeichen11,29 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. .Sie werden kein Zeichen11,29 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. bekommenaußer dem Zeichen11,29 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. des Jona11,29 Jona: So wie der Prophet Jona fordert Jesus die Menschen auf, ihr Leben zu ändern. So wie Jona drei Tage im Bauch eines Fisches verbringen musste, wird Jesus drei Tage im Reich des Todes sein (vgl. Matthäus 12,39-41)..30Denn Jona11,30 Jona: So wie der Prophet Jona fordert Jesus die Menschen auf, ihr Leben zu ändern. So wie Jona drei Tage im Bauch eines Fisches verbringen musste, wird Jesus drei Tage im Reich des Todes sein (vgl. Matthäus 12,39-41). wurde für die Leute von Ninivezu einem Zeichen Gottes.Genauso wird auch der Menschensohn11,30 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. für diese Generation zu einem Zeichen Gottes.

31Am Tag des Gerichts11,31 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.wird die Königin von Saba11,31 Königin von Saba: Von ihr wird im Alten Testament berichtet, vgl. 1. Könige 10,1-13. auferstehenzusammen mit den Menschen dieser Generation.Sie wird diese Menschen verurteilen –denn sie kam vom äußersten Ende der Welt herbei,um die weisen Lehren Salomos11,31 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). zu hören.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Salomo11,31 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.).!32Am Tag des Gerichts11,32 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.werden die Menschen von Ninive auferstehenzusammen mit dieser Generation.Sie werden diese Generation verurteilen –denn sie änderten ihr Leben,als sie die Botschaft Jonas hörten.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Jona!«

Vom Licht, das alles hell macht

Matthäus 5,15; Matthäus 6,22-23; Markus 4,21
33»Niemand zündet eine Öllampe11,33 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. an,um sie in einer Ecke zu versteckenoder unter einen Tontopf zu stellen.Im Gegenteil:Man stellt sie auf den Lampenständer,damit alle,die das Haus11,33 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. betreten,das Licht sehen.

34Die Lampe des Körpers ist dein Auge.Wenn dein Auge klar ist,ist dein ganzer Körper hell.Ist es aber trübe,ist auch dein Körper voller Dunkelheit.35Achte deshalb darauf,dass das Licht in dir nicht Dunkelheit ist.

36Wenn nun dein Körperganz voller Lichtund nichts an ihm finster ist:dann wird alles voller Licht sein –als ob eine helle Lampe dich beleuchtet.«

Jesus sagt sechsmal: »Wie schrecklich …«

Matthäus 23,1-36
37Jesus11,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. beendete seine Rede.Da lud ihn ein Pharisäer11,37 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zum Essen ein.Jesus11,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging in sein Haus11,37 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.und legte sich zu Tisch11,37 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen..38Der Pharisäer11,38 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. wunderte sich,als er sah,dass sich Jesus11,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vor dem Essennicht zuerst wusch11,38 waschen: Es war üblich, sich vor dem Essen die Hände und Füße zu waschen. Dabei ging es nicht um Sauberkeit, sondern darum, vor Gott rein zu werden..39Da sagte der Herr11,39 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. zu ihm:»So seid ihr Pharisäer11,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:Becher11,39 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. und Schüsseln11,39 Kupferschüssel: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. haltet ihrsogar von außen sauber11,39 sogar von außen sauber: Damals war es unter den Gesetzeslehrern strittig, ob ein Gefäß, das von innen gereinigt worden war, auch von außen gereinigt werden musste..Aber in euerm Innern seid ihr selbstvoller Gier und Bosheit.40Wie dumm ihr doch seid!Hat Gott nicht beides geschaffen:das Äußere und das Innere?41Aber wenn ihr das,was in den Schüsseln11,41 Kupferschüssel: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. ist,den Armen gebt –seht doch:Dann ist bei euch alles rein11,41 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.!

42Doch wie schrecklich wird es für euch Pharisäer11,42 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sein!Denn ihr gebt Gott sogar den zehnten Teil11,42 zehnter Teil: Der zehnte Teil vom jährlichen Ernteertrag (Korn, Wein, Öl) gehörte Gott und musste an den Tempel abgegeben werden. von Gewürzen wie Minze, Raute11,42 Raute: Aromatisches Staudengewächs, das in den Bergen Palästinas wächst.und jedem anderen Gartengewächs.Gleichzeitig beachtet ihr nicht die Gerechtigkeitund die Liebe zu Gott.Dies solltet ihr aber tun,ohne das andere zu lassen.

43Wie schrecklich wird es für euch Pharisäer11,43 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sein!Denn ihr liebt den Ehrenplatz in den Synagogen11,43 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Und ihr liebt es,auf den Marktplätzen gegrüßt zu werden.44Wie schrecklich für euch!Denn ihr seid wie Gräber11,44 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.,die man nicht mehr erkennt.Die Leute gehen darüber11,44 darübergehen: Wer mit dem Tod in Berührung kommt, wird nach dem jüdischen Gesetz unrein.,ohne es zu merken.«

45Da sagte einer der Gesetzeslehrer11,45 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. zu Jesus:»Lehrer11,45 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.!Mit diesen Worten beleidigst du auch uns.«46Jesus11,46 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Auch für euch Gesetzeslehrer11,46 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. wird es schrecklich sein!Denn ihr legt den Leuten Lasten auf,die sie kaum tragen können.Aber ihr selbst macht keinen Finger krumm,um sie zu tragen.

47Wie schrecklich für euch!Denn ihr errichtet Grabmäler für die Propheten11,47 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,die eure Vorfahren umgebracht haben.48Damit bezeugt ihr öffentlich,dass ihr mit den Taten eurer Vorfahren einverstanden seid.Sie haben die Propheten11,48 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. umgebracht,und ihr baut ihnen Grabmäler.49Deshalb hat die Weisheit11,49 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. Gottes gesagt11,49 gesagt: Jesus zitiert hier ein Wort, das so in keiner der biblischen Schriften überliefert ist.:›Ich schicke Propheten11,49 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Apostel11,49 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. zu ihnen.Einige von ihnen werden sie töten und verfolgen.‹50So wird diese Generation zur Rechenschaft gezogen:für alle Propheten11,50 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,deren Blut vergossen wurdeseit der Erschaffung der Welt.51Angefangen bei Abel bis hin zu Secharja –der wurde im Vorhof des Tempels11,51 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. ermordet11,51 ermordet: Nach 2. Chronik 24,20-22 wurde Secharja umgebracht, weil er im Auftrag Gottes den König und das Volk kritisiert hatte.,zwischen Altar11,51 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. und Tempelhaus.Ja, ich sage euch:Diese Generation wird dafür zur Rechenschaft gezogen!

52Wie schrecklich für euch Gesetzeslehrer11,52 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war.!Ihr habt den Schlüssel weggenommen,der die Tür zur Erkenntnis aufschließt.Ihr seid selbst nicht hineingegangenund habt alle abgehalten,die hineingehen wollten.«

53Jesus11,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verließ das Haus11,53 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. des Pharisäers11,53 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Die Schriftgelehrten11,53 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer11,53 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. gerieten in Wut.Sie bedrängten ihn hartnäckigmit immer neuen Fragen.54Denn sie lauerten darauf,aus seinem Mund etwas zu hören,das sie gegen ihn verwenden konnten.
12

Worauf es ankommt

12,1–13,21

Warnung vor Scheinheiligkeit

Matthäus 10,26-27
121Inzwischen waren Tausende von Menschen zusammengekommen –so viele, dass sie sich gegenseitig auf die Füße traten.Da begann Jesus12,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu sprechen,zuerst nur zu seinen Jüngern12,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Hütet euch vor dem Sauerteig12,1 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«. der Pharisäer12,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,das heißt: vor ihrer Scheinheiligkeit!2Es gibt nichts Verborgenes,was nicht sichtbar wird.Und es gibt nichts Geheimes,was nicht bekannt wird.3Deshalb wird alles,was ihr im Dunkeln sagt,am hellen Tag zu hören sein.Und was ihr euch hinter verschlossenen Türenins Ohr flüstert,wird von den Dächern gerufen.«

Wen man fürchten muss

Matthäus 10,28-33; Matthäus 12,32
4»Das sage ich euch, meine Freunde:Habt keine Angst vor denen,die nur den Körper töten,aber darüber hinauseuch nichts anhaben können.5Ich will euch sagen,vor wem ihr wirklich Angst haben sollt:Habt Angst vor dem,der euch töten kannund dazu die Macht hat,euch in die Hölle12,5 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. zu werfen.Ja, das sage ich euch:Vor dem sollt ihr Angst haben!

6Kann man nicht fünf Spatzen für zwei Kupfermünzen12,6 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. kaufen?Und doch übersieht Gott keinen einzigen von ihnen.7Aber bei euch ist sogar jedes Haar auf dem Kopf gezählt!Habt keine Angst!Ihr seid mehr wertals ein ganzer Schwarm Spatzen.

8Das sage ich euch:Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt,zu dem wird sich auch der Menschensohn12,8 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. bekennenvor den Engeln12,8 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. Gottes.9Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will,den wird auch der Menschensohn12,9 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. nicht kennenvor den Engeln12,9 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. Gottes.

10Wer etwas gegen den Menschensohn12,10 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. sagt,dem kann vergeben werden.Wer aber den Heiligen Geist12,10 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. lästert12,10 lästert: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Heiligen Geistes. Auch wer den Heiligen Geist verachtet, nicht an ihn glaubt oder andere vom Glauben abbringt, lästert den Heiligen Geist und damit Gott.,dem kann nicht vergeben werden.

11Wenn sie euch vor die Gerichte schleppen,die in den Synagogen12,11 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. tagen,vor andere Gerichte12,11 andere Gerichte: Gemeint sind andere Gerichte wie der jüdische Rat in Jerusalem.und vor die Machthaber:Dann macht euch vorher keine Sorgen darüber,wie ihr euch verteidigenoder was ihr sagen sollt.12Denn der Heilige Geist12,12 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. wird euch in dem Augenblick eingeben,was ihr sagen müsst.«

Das Gleichnis vom reichen Grundbesitzer

13Einer aus der Volksmenge sagte zu Jesus12,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Lehrer12,13 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., sag doch12,13 sag doch: Es gehörte zu den Aufgaben eines Rabbi, in kleineren Rechtsfragen Entscheidungen zu treffen. meinem Bruder,dass er das Erbe mit mir teilen soll.«14Aber Jesus12,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Lieber Mann, wer hat mich zum Richter oder Vermittlerin eurem Erbstreit gemacht?«15Dann sagte Jesus12,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu allen:»Gebt acht!Hütet euch vor jeder Art von Habgier.Denn auch wenn jemand im Überfluss lebt:Sein Leben hängt nicht von dem ab,was er besitzt.«

16Dazu erzählte Jesus12,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihnen ein Gleichnis12,16 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Die Felder eines reichen Grundbesitzersbrachten eine besonders gute Ernte12,16 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..17Da überlegte er:›Was soll ich tun?Ich habe nicht genug Platz,um meine Ernte12,17 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. zu lagern.‹18Schließlich sagte er sich:›So will ich es machen:Ich reiße meine Scheunen abund baue größere.Dort werde ich dann das ganze Getreide12,18 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut.und alle meine Vorräte lagern.19Und dann kann ich mir sagen:Nun hast du riesige Vorräte,die für viele Jahre reichen.Gönne dir Ruhe!Iss, trinkund genieße das Leben!‹20Aber Gott sagte zu ihm:›Wie dumm du bist!Noch in dieser Nachtwerde ich dein Leben von dir zurückfordern.Wem gehört dann das,was du angesammelt hast?‹21So geht es dem,der für sich selbst Schätze anhäuft –aber bei Gott nichts besitzt.«

Die vielen unnützen Sorgen und die eine, auf die es ankommt

Matthäus 6,25-34
22Dann sagte Jesus12,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern12,22 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Darum sage ich euch:Macht euch keine Sorgen um euer Leben –was ihr essen sollt.Oder um euren Körper –was ihr anziehen sollt.23Denn das Leben ist mehr als Essen und Trinken.Und der Körper ist mehr als Kleidung12,23 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..24Seht euch die Raben an:Sie säen nicht,sie ernten nicht,sie haben keine Vorratskammer oder Scheune –und Gott ernährt sie doch.Wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel!

25Wer von euch kann dadurch,dass er sich Sorgen macht,sein Leben nur um eine Stunde verlängern?26Wenn ihr nicht einmal so eine Kleinigkeit fertigbringt,warum macht ihr euch Sorgen um all die anderen Dinge?

27Seht euch die Blumen an:Sie wachsen,ohne zu arbeitenund ohne sich Kleider zu machen.Ich sage euch:Nicht einmal Salomo12,27 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). in all seiner Herrlichkeitwar so schön gekleidet wie eine von ihnen.28Gott macht die Wiesenblumen12,28 Wiesenblumen: Was auf den Wiesen wuchs, diente den armen Leuten im Backofen als Brennmaterial. so schön.Und dabei gehen sie an einem Tag aufund werden am nächsten Tag im Backofen verbrannt.Wird er sich dann nicht viel mehr um euch kümmern?Ihr habt zu wenig Vertrauen!

29Macht euch keine Gedanken darüber,was ihr essen und trinken sollt –lasst euch davon nicht beunruhigen.30Um all diese Dingedreht sich das Leben bei den Völkern der Welt12,30 Heiden: In der Bibel die Menschen aus den Völkern, die nicht an den Gott von Israel glauben..Euer Vater weiß doch,was ihr braucht.31Strebt vielmehr nach seinem Reich12,31 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.dann wird Gott euchauch das alles geben.

32Hab keine Angst,du kleine Herde!Denn euer Vater hat beschlossen,euch sein Reich12,32 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. zu schenken.«

Wo man Schätze sammeln soll

Matthäus 6,19-21
33»Verkauft euren Besitzund gebt das Geld den Armen!Legt euch Geldbeutel zu,die keine Löcher bekommen:Sammelt euch einen Schatz im Himmel12,33 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.,der nie vergeht –an den kein Dieb herankommtund den keine Motte zerfrisst.34Denn wo euer Schatz ist,da wird auch euer Herz sein.«

Von den Dienern, die wach bleiben

Matthäus 24,43-51
35»Haltet euch bereit12,35 bereit: Wörtlich lautet der Vers 35: »Legt den Gürtel um eure Hüften und lasst eure Lampen brennen.« So lautet bei wörtlicher Übersetzung auch die Anweisung für die Nacht vor dem Auszug aus Ägypten; vgl. 2. Mose/Exodus 12,11. Gemeint ist: »Seid bereit, jederzeit aufzubrechen.« Zum Gehen wurde das locker herabhängende Obergewand durch einen Gürtel hochgerafft.und sorgt dafür,dass eure Öllampen12,35 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. brennen!36Seid wie Leute,die darauf warten,dass ihr Herr von einem Hochzeitsfest zurückkehrt.Wenn er dann kommtund anklopft,können sie ihm sofort aufmachen.37Glückselig sind die Diener12,37 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,die der Herr wach vorfindet,wenn er nach Hause kommt!Amen12,37 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das ich sage euch:Er wird sich eine Schürze umbindenund sie zu Tisch bitten.Dann wird er hinzutretenund sie bewirten.38Und wenn der Herr erstin der zweiten oder dritten Nachtwache12,38 Nachtwache: Die Zeit der dritten Nachtwache. Nach römischen Brauch wurde die Nacht in vier Nachtwachen aufgeteilt. Die dritte ging von 24 bis 3 Uhr. kommtund seine Diener12,38 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. wach vorfindet,gilt erst recht:Glückselig sind sie!

39Macht euch bewusst:Wenn der Hausherr wüsste,zu welcher Stunde der Dieb kommt –er würde es nicht zulassen,dass in sein Haus eingebrochen wird.40Und auch ihr sollt jederzeit bereit sein.Denn der Menschensohn12,40 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. kommt zu einer Stunde,in der ihr es nicht erwartet.«

Der zuverlässige Diener

Matthäus 24,45-51
41Da fragte Petrus12,41 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Herr, gilt dieses Gleichnis12,41 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. nur für unsoder auch für alle anderen12,41 anderen: Es ist an die zu denken, die später in der Nachfolge der Apostel die Gemeinden leiten.42Der Herr antwortete:»Wer ist denn der zuverlässige und kluge Verwalter?Ihm wird sein Herr den Auftrag geben,die übrigen Diener12,42 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu beaufsichtigenund ihnen zur rechten Zeitdie tägliche Verpflegung auszuteilen.43Glückselig ist er,wenn der Herr bei seiner Rückkehr sieht,dass er seinen Auftrag gewissenhaft erfüllt.44Wirklich, das sage ich euch:Der Herr wird ihm die Verantwortungfür seinen ganzen Besitz übertragen.

45Vielleicht sagt sich aber der Verwalter:›Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!‹Er fängt an,die Diener und Dienerinnen12,45 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. zu schlagen,maßlos zu essen und sich zu betrinken.46Dann kommt sein Herr –an einem Tag,an dem der Verwalter es nicht erwartet,und zu einer Stunde,in der er nicht damit rechnet.Der Herr wird ihn in Stücke hauenund ihn dorthin bringen lassen,wo die Treulosen bestraft werden.

47Der Diener12,47 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,der den Auftrag seines Herrn kannte,sich aber nicht darum gekümmertund ihn nicht entsprechend ausgeführt hat –für den gilt:Er wird hart bestraft werden.48Aber der Diener12,48 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. ,der den Auftrag seines Herrn nicht gekanntund etwas getan hat,das Strafe verdient –für den gilt:Er wird weniger hart bestraft werden.

Wem viel gegeben wurde,von dem wird viel verlangt.Und wem viel anvertraut wurde,von dem wird umso mehr gefordert.«

Kein fauler Friede

Matthäus 10,34-36
49»Ich bin gekommen,um auf der Erde ein Feuer zu entzünden.Und ich wäre froh,es würde schon brennen!50Aber zuvor muss ich mich taufen lassen –mit einer Taufe12,50 Taufe: Hier ein Bild für den Tod, der Jesus bevorsteht.,die mich schwer bedrückt,bis sie vollzogen ist!

51Meint ihr,ich bin gekommen,Frieden12,51 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. auf die Erde zu bringen?Nein! Das sage ich euch:Nicht Frieden12,51 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft., sondern Streit.52Denn so wird es von nun an sein:Wenn fünf Menschen in einer Familie leben,dann werden sich drei gegen zwei stellenund zwei gegen drei.53Alle werden im Streit liegen:der Vater mit dem Sohnund der Sohn mit dem Vater;die Mutter mit der Tochterund die Tochter mit der Mutter;die Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochterund die Schwiegertochter mit der Schwiegermutter.«

Letzte Gelegenheit, sein Leben in Ordnung zu bringen

Matthäus 16,2-3; Matthäus 5,25-26
54Dann sagte Jesus12,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Leuten:»Wenn ihr seht,dass im Westen eine Wolke aufzieht,sagt ihr gleich:›Es gibt Regen.‹Und so kommt es auch.55Und wenn der Südwind bläst,sagt ihr:›Es wird sehr heiß.‹Und so kommt es auch.56Ihr Scheinheiligen!Das Aussehen von Erde und Himmel12,56 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt.könnt ihr beurteilen.Wieso könnt ihr die Ereignisse dieser Zeitnicht genauso gut beurteilen?57Könnt ihr denn nicht von selbst erkennen,was Gott jetzt von euch will?58Wenn einer mit dir vor Gericht zieht,weil du ihm etwas schuldest:Dann gib dir Mühe,dich noch unterwegsmit ihm zu einigen.Sonst schleppt er dich vor den Richter,der übergibt dich dem Gerichtsdiener.Und der Gerichtsdiener wirft dich ins Gefängnis.59Das sage ich dir:Du wirst dort nicht wieder herauskommen,bis du die letzte Kupfermünze12,59 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. zurückbezahlt hast.«
13

Der Ernst der Lage: Die Märtyrer aus Galiläa – das Unglück am Teich Schiloach

131Einige von den Anwesenden ergriffen die Gelegenheitund erzählten Jesus13,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. von Männern aus Galiläa13,1 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.:»Pilatus13,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ließ sie töten13,1 töten: Das Massaker hat sich wahrscheinlich zur Zeit des Passa-Festes in der Tempelanlage ereignet.,als sie im Tempel13,1 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. opferten13,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt..Ihr Blut13,1 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. vermischte sich mit dem der Opfertiere13,1 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch, Geschenke) für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer schafft Gemeinschaft mit Gott. In der Regel wird das Opfer auf einem Altar verbrannt.2Jesus13,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Meint ihr,diese Männer hatten größere Schuld13,2 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladenals alle anderen in Galiläa13,2 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.?Und das wäre der Grund,warum sie einen so schrecklichen Tod erlitten haben?

3Bestimmt nicht!Das sage ich euch:Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.

4Oder denkt an die achtzehn Menschen,die getötet wurden,als der Turm bei Schiloach13,4 Schiloach: Teichanlage südlich des Jerusalemer Tempels innerhalb der Stadtbefestigung. Offensichtlich war einer der Türme der nahen Stadtmauer eingestürzt. einstürzte.Meint ihr,sie hatten größere Schuld13,4 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladenals alle anderen Einwohner Jerusalems13,4 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ?

5Bestimmt nicht!Das sage ich euch:Wenn ihr euer Leben nicht ändert,werdet ihr alle genauso umkommen.«

Eine letzte Gnadenfrist

6Dann erzählte Jesus13,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Leuten dieses Gleichnis13,6 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen.:»Ein Mann hatte in seinem Weinberg13,6 Weinberg: Ein mit einer Mauer aus Feldsteinen umgebener Garten, in dem Wein angebaut wurde. Er galt in Israel als ein wertvoller Besitz. einen Feigenbaum13,6 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. gepflanzt.Er kam und schaute nach,ob Früchte daran waren –aber er fand keine.7Da sagte er zu seinem Weingärtner:Sieh doch:Seit drei Jahren komme ich schonund schaue nach,ob an diesem Feigenbaum13,7 Feigen: Feigen gehörten für die Menschen im Land der Bibel zu den Grundnahrungsmitteln. Früchte sind –aber ich finde keine.Jetzt hau ihn um!Wozu soll er den Boden noch weiter auslaugen?

8Aber der Weingärtner antwortete ihm:Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen.Ich will die Erde um ihn herum noch einmal umgrabenund düngen.9Vielleicht trägt der Baum im nächsten Jahrdoch noch Früchte.Wenn nicht,lass ihn dann umhauen.«

Jesus heilt eine Frau am Sabbat

10Immer am Sabbat13,10 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. lehrte Jesus in einer der Synagogen13,10 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden.