BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus sendet zweiundsiebzig Jünger aus

Matthäus 9,37-38; Matthäus 10,16.5-15
101Danach bestimmte der Herr10,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.weitere10,1 weitere: Im Unterschied zu den zwölf Jüngern in Lukas 9,1. zweiundsiebzig10,1 zweiundsiebzig: Einige alte Handschriften sprechen von »siebzig« Jüngern. von seinen Jüngern10,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. .Er sandte sie vor sich her –jeweils zu zweit –in alle Städte und Ortschaften,in die er selbst gehen wollte.2Er sagte zu ihnen:»Hier ist eine große Ernte10,2 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,aber es gibt nur wenige Erntearbeiter10,2 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..Bittet also den Herrn dieser Ernte10,2 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt.3Macht euch auf!Seht doch:Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.4Nehmt keinen Geldbeutel mit,keine Vorratstascheund keine Sandalen10,4 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen..Und haltet euch nicht damit auf,unterwegs jemand zu grüßen.

5Wenn ihr in ein Haus10,5 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. kommt,dann sagt als Erstes:Friede10,5 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. sei mit diesem Haus10,5 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.!‹6Wenn dort ein Kind des Friedens10,6 Kind des Friedens: Jemand, der bereit ist, sich von Gott den Frieden schenken zu lassen. wohnt,wird der Friede10,6 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft.,den ihr gewünscht habt,bei ihm einkehren;wenn aber nicht,wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben.7Bleibt in diesem Haus10,7 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..Esst und trinkt,was euch angeboten wird.Denn wer arbeitet,hat ein Anrecht auf seinen Lohn.Zieht nicht von Haus10,7 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. zu Haus10,7 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..

8Wenn ihr in eine Stadt kommtund sie euch aufnehmen:Esst, was euch vorgesetzt wird.9Heilt auch die Kranken,die dort leben.Verkündet den Leuten:›Das Reich Gottes10,9 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. wird jetzt für euch sichtbar!‹10Aber wenn ihr in eine Stadt kommtund sie euch nicht aufnehmen:Geht hinaus auf die Straßen der Stadtund ruft:11›Sogar den Staub10,11 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt. aus eurer Stadt,der an unseren Füßen klebt,wischen wir ab10,11 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt.und lassen ihn euch da.Doch das sollt ihr wissen:Das Reich Gottes10,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. wird sichtbar in der Welt!‹12Das sage ich euch:Für die Leute von Sodom10,12 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging.wird es an jenem Tag10,12 Tag: Gemeint ist der Tag des Gerichts, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. erträglicher seinals für diese Stadt.«

Vom kommenden Gericht

Matthäus 11,20-24; Matthäus 10,40
13»Wie schrecklich für dich, Chorazin10,13 Chorazin: Ortschaft in Galiläa oberhalb des Sees Genezaret, etwa 4 km nördlich von Kafarnaum gelegen. !Wie schrecklich für dich, Betsaida10,13 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. !Wären in Tyrus10,13 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon10,13 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. die Wunder10,13 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. passiert,die ich bei euch vollbracht habe:Die Menschen hätten schon längst den Sack10,13 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. angelegtund sich Asche10,13 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. auf den Kopf gestreutund ihr Leben geändert.14Aber wenn das Gericht10,14 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. kommt,wird es für Tyrus10,14 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon10,14 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. erträglicher seinals für euch.

15Und du, Kafarnaum10,15 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte., meinst du,du wirst in den Himmel10,15 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erhoben?In das Totenreich10,15 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. wirst du hinabgestoßen!

16Wer auf euch hört,hört auf mich.Und wer euch ablehnt,lehnt mich ab.Wer aber mich ablehnt,lehnt den ab,der mich gesandt hat.«

Die Rückkehr der zweiundsiebzig Jünger

17Die zweiundsiebzig Jünger10,17 zweiundsiebzig Jünger: Vgl. Lukas 10,1. Einige alte Handschriften sprechen von »siebzig« Jüngern. kehrten zurückund berichteten voller Freude:»Herr, sogar die Dämonen10,17 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. gehorchen uns,wenn wir uns auf deinen Namen berufen.«18Jesus sagte zu ihnen:»Ich sah den Satan10,18 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.wie einen Blitz aus dem Himmel10,18 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinabstürzen.19Seht doch:Ich habe euch die Vollmacht gegeben,auf Schlangen10,19 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind. und Skorpione10,19 Skorpion: Spinnentier mit giftigem Stachel, das im Land der Bibel sehr häufig vorkommt. zu tretenund die ganze Macht des Feindes zu überwinden.Nichts, aber auch gar nichts davonkann euch schaden.20Aber ihr sollt euch nicht darüber freuen,dass euch die Geister gehorchen.Freut euch vielmehr darüber,dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben10,20 aufgeschrieben: Dahinter steht die Vorstellung von einem himmlischen »Buch des Lebens«. Dort sind alle aufgelistet, die zu Gott gehören. sind.«

Jesus und der Vater

Matthäus 11,25-27; Matthäus 13,16-17
21Im selben Augenblick wurde Jesus10,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Heiligen Geist10,21 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfülltund jubelte:»Ich preise dich, Vater,du Herr über den Himmel10,21 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und die Erde!Denn du hast das alles10,21 das alles: Die Bedeutung der Wunder von Jesus, der Inhalt seiner Botschaft.vor den Weisen und Klugen verborgen.Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart.Ja, Vater, so hast du es gewollt!

22Alles hat mir mein Vater übergeben.Niemand weiß, wer der Sohn10,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. ist, nur der Vater.Und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn10,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht.und die Menschen,denen der Sohn10,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. den Vater zeigen will.«

23Dann wandte sich Jesus allein an die Jünger10,23 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. und sagte:»Glückselig sind die Augen,die sehen, was ihr seht.24Das sage ich euch:Viele Propheten10,24 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Könige wollten sehen,was ihr seht –aber sie sahen es nicht.Und sie wollten hören,was ihr hört –aber sie hörten es nicht.«

Die Frage nach dem ewigen Leben

Matthäus 22,34-40; Markus 12,28-31
25Sieh doch:Da kam ein Schriftgelehrter10,25 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.und wollte Jesus10,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf die Probe stellen.Er fragte ihn:»Lehrer10,25 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was soll ich tun,damit ich das ewige Leben10,25 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. bekomme?«26Jesus10,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fragte zurück:»Was steht im Gesetz10,26 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.?Was liest du da?«27Der Schriftgelehrte10,27 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. antwortete10,27 antwortete: In 5. Mose/Deuteronomium 6,1-9 wird das Volk Israel dazu aufgefordert, Gott über alles zu lieben.:»Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen,mit deiner ganzen Seele,mit deiner ganzen Kraftund mit deinem ganzen Willen.Und: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«28Jesus sagte zu ihm:»Du hast richtig geantwortet.Halte dich daranund du wirst leben.«

Das Beispiel des barmherzigen Samariters

29Aber der Schriftgelehrte10,29 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. wollte seine Frage rechtfertigen.Deshalb sagte er zu Jesus10,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Wer ist denn mein Mitmensch?«30Jesus erwiderte:»Ein Mann ging von Jerusalem10,30 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. nach Jericho10,30 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. hinab10,30 hinab: Der Weg von Jerusalem nach Jericho war 27 km lang mit einem Höhenunterschied von fast 1000 m. Er führte durch die Wüste und galt als unsicher, da es dort häufig zu Überfällen kam..Unterwegs wurde er von Räubern überfallen.Die nahmen ihm alles weg,auch seine Kleider,und schlugen ihn zusammen.Dann machten sie sich davonund ließen ihn halb tot liegen.

31Nun kam zufällig ein Priester10,31 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. denselben Weg herab.Er sah den Verwundetenund ging vorbei.32Genauso machte es ein Levit10,32 Leviten: Die Leviten haben bestimmte Aufgaben im Gottesdienst zu erfüllen. Sie gelten ebenso wie die Priester als Nachkommen des Stammvaters Levi.,als er zu der Stelle kam:Er sah den Verwundetenund ging vorbei.

33Aber dann kam ein Reisender aus Samarien10,33 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. dorthin.Als er den Verwundeten sah,hatte er Mitleid mit ihm.34Er ging zu ihm hin,behandelte seine Wunden mit Öl und Wein10,34 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. und verband sie.Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier,brachte ihn in ein Gasthausund pflegte ihn.35Am nächsten Tag holte er zwei Silberstücke hervor,gab sie dem Wirtund sagte:›Pflege den Verwundeten!Wenn es mehr kostet,werde ich es dir geben,wenn ich wiederkomme.‹

36Was meinst du:Wer von den dreien ist dem Mann,der von den Räubern überfallen wurde,als Mitmensch begegnet?«37Der Schriftgelehrte10,37 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. antwortete:»Der Mitleid hatteund sich um ihn gekümmert hat.«Da sagte Jesus10,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Dann geh und mach es ebenso.«

Jesus bei Maria und Marta

38Als Jesus10,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mit seinen Jüngern10,38 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. weiterzog,kam er in ein Dorf.Dort nahm ihn eine Frau als Gast bei sich auf.Ihr Name war Marta.39Sie hatte eine Schwester,die Maria hieß.Die setzte sich zu Füßen10,39 zu Füßen: Das war damals die Position des Schülers bzw. der Schülerin vor dem Lehrer. des Herrn10,39 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. niederund hörte ihm zu.40Aber Marta war ganz davon in Anspruch genommen,sie zu bewirten.Schließlich ging sie zu Jesus10,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und sagte:»Herr10,40 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., macht es dir nichts aus,dass meine Schwester mich alles allein machen lässt?Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!«41Aber der Herr10,41 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. antwortete ihr:»Marta, Marta!Du bist so besorgtund machst dir Gedanken um so vieles.42Aber nur eins ist notwendig:Maria hat das Bessere gewählt,das wird ihr niemand mehr wegnehmen.«
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Die richtige innere Einstellung

11,1-36

Jesus lehrt die Jünger über das Beten

Matthäus 6,9-13; Matthäus 7,7-11
111Einmal hatte sich Jesus11,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zurückgezogen,um zu beten11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Als er sein Gebet11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. beendet hatte,bat ihn einer seiner Jünger11,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Herr11,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., lehre uns beten11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.so wie auch Johannes11,1 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. seine Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. beten11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. gelehrt hat.«2Da sagte Jesus11,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Wenn ihr betet11,2 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,dann sprecht so11,2 Vaterunser/Unser Vater: Das Gebet, dass Jesus die Menschen gelehrt hat. :Vater, dein Name soll geheiligt werden.Dein Reich soll kommen.3Gib uns das Brot11,3 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das wir brauchen –Tag für Tag.4Und vergib uns unsere Schuld11,4 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.denn auch wir vergeben allen,die uns gegenüber schuldig werden.Und stelle uns nicht auf die Probe.«

5Dann sagte Jesus11,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern11,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Stellt euch vor:Einer von euch hat einen Freund.Mitten in der Nacht geht er zu ihmund sagt:›Mein Freund, leihe mir doch drei Brote11,5 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel !6Ein Freund hat auf seiner Reise bei mir haltgemachtund ich habe nichts im Haus11,6 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.,was ich ihm anbieten kann.‹7Aber von drinnen kommt die Antwort:›Lass mich in Ruhe!Die Tür ist schon zugeschlossenund meine Kinder liegen bei mir im Bett.Ich kann jetzt nicht aufstehenund dir etwas geben.‹8Das sage ich euch:Schließlich wird er doch aufstehen und ihm geben,was er braucht –nicht aus Freundschaft,aber wegen seiner Unverschämtheit.

9Deshalb sage ich euch:Bittetund es wird euch gegeben!Suchtund ihr werdet finden!Klopft anund es wird euch aufgemacht!10Denn wer bittet,der bekommt.Und wer sucht,der findet.Und wer anklopft,dem wird aufgemacht.11Gibt es unter euch einen Vater,der seinem Kind eine Schlange11,11 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind. gibt,wenn es um einen Fisch11,11 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel. bittet?12Oder einen Skorpion11,12 Skorpion: Spinnentier mit giftigem Stachel, das im Land der Bibel sehr häufig vorkommt.,wenn es um ein Ei bittet?13Ihr Menschen seid böse –trotzdem wisst ihr,was euren Kindern guttut,und gebt es ihnen.Wie viel eher wird der Vater vom Himmel11,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herdenen den Heiligen Geist11,13 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. geben,die ihn darum bitten.«

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-30; Markus 3,22-27
14Jesus11,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. trieb einen Dämon11,14 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. aus,der stumm11,14 stumm: Deshalb war auch der Mann stumm, der von dem Dämon besessen war. war.Dann, als der Dämon11,14 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ihn freigab,konnte der Mann sprechen.Die Volksmenge staunte.15Einige der Leute sagten:»Beelzebul11,15 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. , der höchste der Dämonen11,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ,hilft ihm,andere Dämonen11,15 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.«16Andere wollten ihn auf die Probe stellen.Sie verlangten von ihm ein Zeichen vom Himmel11,16 Zeichen vom Himmel: Durch ein solches Aufsehen erregendes Wunder sollte er beweisen, dass er wirklich von Gott beauftragt war..

17Aber Jesus11,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste,was sie dachten,und sagte zu ihnen:»Jeder Staat geht unter,wenn seine Machthaber im Streit liegen,und ein Haus11,17 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. stürzt11,17 einstürzen: Zu denken ist an Kriegszerstörungen, nicht an langsamen Zerfall. über dem anderen ein11,17 einstürzen: Zu denken ist an Kriegszerstörungen, nicht an langsamen Zerfall..18Wenn nun der Satan11,18 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. mit sich im Streit liegt:Wie soll dann sein Reich bestehen?Ihr behauptet ja,Beelzebul11,18 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. hilft mir,die Dämonen11,18 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.19Aber wenn Beelzebul11,19 Beelzebul: Im Judentum eine Bezeichnung für den obersten der bösen Geister. mir hilft,die Dämonen11,19 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:Wer hilft dann eigentlich euren Anhängern,sie auszutreiben?Deshalb werden eure eigenen Leuteeure Richter sein.20Wenn mir aber der Finger Gottes hilft,Dämonen11,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben:dann ist das Reich Gottes11,20 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. doch schon zu euch gekommen!

21Solange der Starke11,21 Starke: Bild für dem Satan, der den Menschen und die Welt in Besitz genommen hat. gut bewaffnetseinen Palast bewacht,ist sein Besitz in Sicherheit.22Aber sobald ein Stärkerer11,22 Stärkere: Bild für Christus, den göttlichen Befreier. ihn angreift,wird der ihn besiegen.Der Stärkere wird ihm alle Waffen wegnehmen,auf die er sich verlassen hat.Und er wird die Beute verteilen.

23Wer nicht für mich ist,der ist gegen mich.Und wer nicht mit mir sammelt,der treibt auseinander!«

Ausgetriebene Geister können zurückkehren

Matthäus 12,43-45
24»Wenn ein böser Geist11,24 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. einen Menschen verlässt,irrt er in trockenen Steppen umher.Er sucht nach Ruhe –aber er findet sie nicht.Dann sagt er sich:›Ich will in mein altes Haus zurückkehren,aus dem ich ausgezogen bin.‹25Er geht zurück und findet:Alles ist geputzt und aufgeräumt.26Da macht er sich aufund bringt noch weitere Geister11,26 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. mit,sieben, die schlimmer sind als er.Sie ziehen ein und wohnen dort.Am Ende steht es schlimmer um diesen Menschenals am Anfang.«

Wer sich freuen darf …

27Dann, als Jesus11,27 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte,rief eine Frau aus der Volksmenge ihm zu:»Glückselig ist der Leib,der dich zur Welt gebracht hat.Und glückselig sind die Brüste,die dich gestillt haben!«28Aber Jesus11,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Glückselig sind vielmehr die,die das Wort Gottes hörenund danach leben.«

Die Gegner fordern von Jesus einen Beweis

Matthäus 12,38-42
29Immer mehr Leute strömten bei Jesus11,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zusammen.Da sagte er:»Die Menschen dieser Generation sind böse.Sie verlangen ein Zeichen11,29 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. .Sie werden kein Zeichen11,29 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. bekommenaußer dem Zeichen11,29 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. des Jona11,29 Jona: So wie der Prophet Jona fordert Jesus die Menschen auf, ihr Leben zu ändern. So wie Jona drei Tage im Bauch eines Fisches verbringen musste, wird Jesus drei Tage im Reich des Todes sein (vgl. Matthäus 12,39-41)..30Denn Jona11,30 Jona: So wie der Prophet Jona fordert Jesus die Menschen auf, ihr Leben zu ändern. So wie Jona drei Tage im Bauch eines Fisches verbringen musste, wird Jesus drei Tage im Reich des Todes sein (vgl. Matthäus 12,39-41). wurde für die Leute von Ninivezu einem Zeichen Gottes.Genauso wird auch der Menschensohn11,30 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. für diese Generation zu einem Zeichen Gottes.

31Am Tag des Gerichts11,31 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.wird die Königin von Saba11,31 Königin von Saba: Von ihr wird im Alten Testament berichtet, vgl. 1. Könige 10,1-13. auferstehenzusammen mit den Menschen dieser Generation.Sie wird diese Menschen verurteilen –denn sie kam vom äußersten Ende der Welt herbei,um die weisen Lehren Salomos11,31 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.). zu hören.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Salomo11,31 Salomo: Einer der berühmtesten israelitischen Könige (ca. 972–932 v. Chr.).!32Am Tag des Gerichts11,32 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss.werden die Menschen von Ninive auferstehenzusammen mit dieser Generation.Sie werden diese Generation verurteilen –denn sie änderten ihr Leben,als sie die Botschaft Jonas hörten.Und seht doch:Hier steht ein Größerer als Jona!«

Vom Licht, das alles hell macht

Matthäus 5,15; Matthäus 6,22-23; Markus 4,21
33»Niemand zündet eine Öllampe11,33 Öllampe: Um im Haushalt nach Sonnenuntergang noch ein wenig Licht zu haben, verwendete man kleine Öllämpchen aus Ton. an,um sie in einer Ecke zu versteckenoder unter einen Tontopf zu stellen.Im Gegenteil:Man stellt sie auf den Lampenständer,damit alle,die das Haus11,33 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. betreten,das Licht sehen.

34Die Lampe des Körpers ist dein Auge.Wenn dein Auge klar ist,ist dein ganzer Körper hell.Ist es aber trübe,ist auch dein Körper voller Dunkelheit.35Achte deshalb darauf,dass das Licht in dir nicht Dunkelheit ist.

36Wenn nun dein Körperganz voller Lichtund nichts an ihm finster ist:dann wird alles voller Licht sein –als ob eine helle Lampe dich beleuchtet.«

Jesus sagt sechsmal: »Wie schrecklich …«

Matthäus 23,1-36
37Jesus11,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. beendete seine Rede.Da lud ihn ein Pharisäer11,37 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zum Essen ein.Jesus11,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging in sein Haus11,37 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.und legte sich zu Tisch11,37 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen..38Der Pharisäer11,38 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. wunderte sich,als er sah,dass sich Jesus11,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vor dem Essennicht zuerst wusch11,38 waschen: Es war üblich, sich vor dem Essen die Hände und Füße zu waschen. Dabei ging es nicht um Sauberkeit, sondern darum, vor Gott rein zu werden..39Da sagte der Herr11,39 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. zu ihm:»So seid ihr Pharisäer11,39 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.:Becher11,39 Becher: Zu jedem Haushalt gehörten neben Tellern und Krügen auch Becher, die meist aus Ton gearbeitet waren. und Schüsseln11,39 Kupferschüssel: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. haltet ihrsogar von außen sauber11,39 sogar von außen sauber: Damals war es unter den Gesetzeslehrern strittig, ob ein Gefäß, das von innen gereinigt worden war, auch von außen gereinigt werden musste..Aber in euerm Innern seid ihr selbstvoller Gier und Bosheit.40Wie dumm ihr doch seid!Hat Gott nicht beides geschaffen:das Äußere und das Innere?41Aber wenn ihr das,was in den Schüsseln11,41 Kupferschüssel: Schalen waren im Land der Bibel als Haushaltsgefäße für vielfältige Zwecke im Gebrauch. ist,den Armen gebt –seht doch:Dann ist bei euch alles rein11,41 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen.!

42Doch wie schrecklich wird es für euch Pharisäer11,42 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sein!Denn ihr gebt Gott sogar den zehnten Teil11,42 zehnter Teil: Der zehnte Teil vom jährlichen Ernteertrag (Korn, Wein, Öl) gehörte Gott und musste an den Tempel abgegeben werden. von Gewürzen wie Minze, Raute11,42 Raute: Aromatisches Staudengewächs, das in den Bergen Palästinas wächst.und jedem anderen Gartengewächs.Gleichzeitig beachtet ihr nicht die Gerechtigkeitund die Liebe zu Gott.Dies solltet ihr aber tun,ohne das andere zu lassen.

43Wie schrecklich wird es für euch Pharisäer11,43 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sein!Denn ihr liebt den Ehrenplatz in den Synagogen11,43 Synagoge: Versammlungsstätte jüdischer Gemeinden..Und ihr liebt es,auf den Marktplätzen gegrüßt zu werden.44Wie schrecklich für euch!Denn ihr seid wie Gräber11,44 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.,die man nicht mehr erkennt.Die Leute gehen darüber11,44 darübergehen: Wer mit dem Tod in Berührung kommt, wird nach dem jüdischen Gesetz unrein.,ohne es zu merken.«

45Da sagte einer der Gesetzeslehrer11,45 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. zu Jesus:»Lehrer11,45 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.!Mit diesen Worten beleidigst du auch uns.«46Jesus11,46 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Auch für euch Gesetzeslehrer11,46 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. wird es schrecklich sein!Denn ihr legt den Leuten Lasten auf,die sie kaum tragen können.Aber ihr selbst macht keinen Finger krumm,um sie zu tragen.

47Wie schrecklich für euch!Denn ihr errichtet Grabmäler für die Propheten11,47 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,die eure Vorfahren umgebracht haben.48Damit bezeugt ihr öffentlich,dass ihr mit den Taten eurer Vorfahren einverstanden seid.Sie haben die Propheten11,48 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. umgebracht,und ihr baut ihnen Grabmäler.49Deshalb hat die Weisheit11,49 Weisheit: Die Fähigkeit zu erkennen, wie die Welt und das Leben geordnet sind und wie der Mensch sich am besten in diese Ordnung einfügt. Die Weisheit hat ihren Ursprung bei Gott, der die Welt weise gegründet hat. Gottes gesagt11,49 gesagt: Jesus zitiert hier ein Wort, das so in keiner der biblischen Schriften überliefert ist.:›Ich schicke Propheten11,49 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Apostel11,49 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. zu ihnen.Einige von ihnen werden sie töten und verfolgen.‹50So wird diese Generation zur Rechenschaft gezogen:für alle Propheten11,50 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.,deren Blut vergossen wurdeseit der Erschaffung der Welt.51Angefangen bei Abel bis hin zu Secharja –der wurde im Vorhof des Tempels11,51 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. ermordet11,51 ermordet: Nach 2. Chronik 24,20-22 wurde Secharja umgebracht, weil er im Auftrag Gottes den König und das Volk kritisiert hatte.,zwischen Altar11,51 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, an dem einer Gottheit die für sie bestimmten Gaben übereignet bzw. verbrannt wurden. und Tempelhaus.Ja, ich sage euch:Diese Generation wird dafür zur Rechenschaft gezogen!

52Wie schrecklich für euch Gesetzeslehrer11,52 Gesetzeslehrer: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war.!Ihr habt den Schlüssel weggenommen,der die Tür zur Erkenntnis aufschließt.Ihr seid selbst nicht hineingegangenund habt alle abgehalten,die hineingehen wollten.«

53Jesus11,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verließ das Haus11,53 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. des Pharisäers11,53 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Die Schriftgelehrten11,53 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und Pharisäer11,53 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. gerieten in Wut.Sie bedrängten ihn hartnäckigmit immer neuen Fragen.54Denn sie lauerten darauf,aus seinem Mund etwas zu hören,das sie gegen ihn verwenden konnten.
12

Worauf es ankommt

12,1–13,21

Warnung vor Scheinheiligkeit

Matthäus 10,26-27
121Inzwischen waren Tausende von Menschen zusammengekommen –so viele, dass sie sich gegenseitig auf die Füße traten.Da begann Jesus12,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu sprechen,zuerst nur zu seinen Jüngern12,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Hütet euch vor dem Sauerteig12,1 Sauerteig: Eine kleine Menge gegorener Teig, der beim Brotbacken nötig ist, damit der Teig zu einem großen Laib »aufgeht«. der Pharisäer12,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,das heißt: vor ihrer Scheinheiligkeit!2Es gibt nichts Verborgenes,was nicht sichtbar wird.Und es gibt nichts Geheimes,was nicht bekannt wird.3Deshalb wird alles,was ihr im Dunkeln sagt,am hellen Tag zu hören sein.Und was ihr euch hinter verschlossenen Türenins Ohr flüstert,wird von den Dächern gerufen.«

Wen man fürchten muss

Matthäus 10,28-33; Matthäus 12,32
4»Das sage ich euch, meine Freunde:Habt keine Angst vor denen,die nur den Körper töten,aber darüber hinauseuch nichts anhaben können.5Ich will euch sagen,vor wem ihr wirklich Angst haben sollt:Habt Angst vor dem,der euch töten kannund dazu die Macht hat,euch in die Hölle12,5 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. zu werfen.Ja, das sage ich euch:Vor dem sollt ihr Angst haben!

6Kann man nicht fünf Spatzen für zwei Kupfermünzen12,6 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert. kaufen?Und doch übersieht Gott keinen einzigen von ihnen.7Aber bei euch ist sogar jedes Haar auf dem Kopf gezählt!Habt keine Angst!Ihr seid mehr wertals ein ganzer Schwarm Spatzen.

8Das sage ich euch:Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt,zu dem wird sich auch der Menschensohn12,8 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. bekennenvor den Engeln12,8 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. Gottes.9Wer mich aber vor den Menschen nicht kennen will,den wird auch der Menschensohn12,9 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. nicht kennenvor den Engeln12,9 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. Gottes.

10Wer etwas gegen den Menschensohn12,10 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. sagt,dem kann vergeben werden.Wer aber den Heiligen Geist12,10 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. lästert12,10 lästert: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Heiligen Geistes. Auch wer den Heiligen Geist verachtet, nicht an ihn glaubt oder andere vom Glauben abbringt, lästert den Heiligen Geist und damit Gott.,dem kann nicht vergeben werden.

11Wenn sie euch vor die Gerichte schleppen,die in den Synagogen12,11 Synagogengericht: Ein örtliches Gericht, das in der Synagoge tagte. tagen,vor andere Gerichte12,11 andere Gerichte: Gemeint sind andere Gerichte wie der jüdische Rat in Jerusalem.und vor die Machthaber:Dann macht euch vorher keine Sorgen darüber,wie ihr euch verteidigenoder was ihr sagen sollt.12Denn der Heilige Geist12,12 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. wird euch in dem Augenblick eingeben,was ihr sagen müsst.«

Das Gleichnis vom reichen Grundbesitzer

13Einer aus der Volksmenge sagte zu Jesus12,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. <