BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus und seine Jünger II: Der Auftrag an die Jünger

9,1-50

Jesus sendet seine Jünger aus

Matthäus 10,1.5-15; Markus 6,7-13
91Jesus9,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. rief die Zwölf9,1 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. zusammen.Er gab ihnen Kraft und Vollmacht,alle Dämonen9,1 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreibenund Krankheiten zu heilen.2Und er sandte sie aus,um das Reich Gottes9,2 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. zu verkündenund die Kranken gesund zu machen.

3Er sagte zu ihnen:»Nehmt nichts mit auf den Weg:keinen Wanderstock, keine Vorratstasche,kein Brot9,3 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel , kein Geld9,3 Geld: Zahlungsmittel in Form unterschiedlicher Münzen mit einem jeweils einheitlichen Wert.und auch kein Untergewand9,3 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand..4Wenn ihr in einem Haus9,4 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. aufgenommen werdet,bleibt dortund zieht von dort aus weiter.5Wenn euch die Leute nicht aufnehmen:Verlasst die Stadtund schüttelt den Staub9,5 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt. von euren Füßen.Dadurch sollen die Leute erkennen9,5 erkennen: Wörtlich lautet der Vers 5: »Und alle, die euch nicht aufnehmen: Verlasst die Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen ab, ihnen zum Zeugnis.«,dass ihr Verhalten Folgen haben wird9,5 Folgen haben wird: Gemeint ist: Ihr Verhalten wird Folgen haben, wenn Gott die Welt richtet.

6Da zogen die Jünger9,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. losund wanderten von Dorf zu Dorf.Überall verkündeten sie die Gute Nachricht9,6 Gute Nachricht: Griechisch »euangelion«; häufig mit »Evangelium« wiedergegeben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: »Gute Botschaft«, »Gute Nachricht«.und heilten die Kranken.

Was Herodes über Jesus denkt

Matthäus 14,1-2; Markus 6,14-16
7Herodes9,7 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr., der Landesfürst9,7 Landesfürst/Vierfürst: Einer von vier Herrschern, die sich die Regierung eines Landes teilen., hörte von all diesen Vorgängen.Er war beunruhigt,denn einige sagten über Jesus9,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Er ist Johannes9,7 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,der von den Toten auferstanden ist.«8Andere sagten:»Elija9,8 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr. ist aus dem Himmel zurückgekommen.«Wieder andere behaupteten:»Einer der alten Propheten9,8 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ist auferstanden.«9Aber Herodes9,9 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa in der Zeit von 4 v.–39 n. Chr. sagte:»Ich selber habe Johannes9,9 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. den Kopf abschlagen lassen.Wer ist dann der,über den ich solche Dinge höre?«Deshalb wollte er Jesus9,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kennenlernen.

Jesus macht fünftausend Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Johannes 6,1-13
10Die Apostel9,10 Apostel: Wörtlich »Ausgesandter«. Jemand, der mit einem bestimmten Auftrag zu einem Adressaten geschickt wird. kehrten zu Jesus9,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zurück.Sie berichteten ihm,was sie getan hatten.Dann nahm er sie mit sich.Er brachte sie in die Gegend bei der Stadt Betsaida9,10 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. ,um mit ihnen allein zu sein.

11Als die Leute davon erfuhren,zogen sie ihm nach.Jesus9,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wies sie nicht ab.Er erzählte ihnen vom Reich Gottes9,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.und machte alle gesund,die Heilung brauchten.12Als es Abend wurde,kamen die Zwölf9,12 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. zu Jesus9,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und sagten:»Lass doch die Volksmenge gehen.Dann können die Leute zu den umliegenden Dörfern und Höfen ziehen.Dort finden sie eine Unterkunft und etwas zu essen,denn wir sind hier in einer einsamen Gegend.«

13Jesus9,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen!«Da sagten sie:»Wir haben nicht mehr als fünf Brote9,13 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und zwei Fische9,13 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Oder sollen wir etwa losgehenund für das ganze Volk etwas zu essen kaufen?«14Es waren nämlich ungefähr fünftausend Männer.Da sagte Jesus9,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern9,14 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Sorgt dafür,dass sich die Leute zum Essen niederlassen –in Gruppen zu etwa fünfzig.«15So machten es die Jünger9,15 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. und alle ließen sich nieder.16Dann nahm Jesus9,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die fünf Brote9,16 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und die zwei Fische9,16 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er blickte zum Himmel9,16 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufund sprach das Dankgebet9,16 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. dafür.Dann brach er sie in Stückeund gab sie den Jüngern9,16 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. .Die sollten sie an die Volksmenge austeilen.17Die Leute aßen,und alle wurden satt.Dann wurden die Reste eingesammelt,die sie übrig gelassen hatten –zwölf Körbe voll.

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-23; Markus 8,27-33
18Einmal hatte Jesus9,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich zurückgezogen,um allein zu beten9,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..Nur die Jünger9,18 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. waren bei ihm.Da fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«19Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer9,19 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. ,andere für Elija9,19 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr..Wieder andere meinen,einer der alten Propheten9,19 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. ist auferstanden.«20Da fragte er sie:»Und für wen haltet ihr mich?«Petrus9,20 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete:»Für den Christus9,20 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,den Gott gesandt hat.«21Aber er schärfte ihnen mit aller Strenge ein:»Sagt das niemandem weiter!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,13-23; Markus 8,27-33
22Dann sagte Jesus9,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Der Menschensohn9,22 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten9,22 Ratsälteste, Ratsmitglieder: Mitglieder des jüdischen Rates, die keine Priester oder Theologen waren., führenden Priester9,22 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und Schriftgelehrten9,22 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.werden ihn als Verbrecher behandeln9,22 als Verbrecher behandeln: Wörtlich heißt es in Vers 22: »Die Ratsältesten, führenden Priester und Schriftgelehrten werden ihn als Verbrecher behandeln.« Im Griechischen steht hier das gleiche Wort wie in Lukas 17,25 und Lukas 20,17..Sie werden ihn hinrichten lassen,aber am dritten Tag wird er vom Tod auferweckt9,22 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

Jesus folgen heißt: das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 16,24-28; Markus 8,34–9,1
23Dann sagte Jesus9,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu allen Jüngern9,23 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. :»Wer mit mir kommen will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss jeden Tag sein Kreuz9,23 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. auf sich nehmenund mir auf meinem Weg folgen9,23 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..24Wer sein Leben retten will,wird es verlieren.Wer aber sein Leben verliert,weil er an mich glaubt9,24 Glaubensbekenntnis: Schon zu Lebzeiten von Jesus, aber v. a. in der Zeit nach Ostern gehört zum Glauben auch das »Glaubensbekenntnis«.,der wird es retten.

25Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt,aber sich selbst verliertoder doch schweren Schaden nimmt?26Denn wer sich schämt,anstatt zu mir und meinen Worten zu stehen,muss wissen:Der Menschensohn9,26 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. wird sich auch für ihn schämen,wenn er wiederkommt in seiner Herrlichkeitund in der Herrlichkeit des Vatersund der heiligen Engel9,26 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes..27Das sage ich euchund es ist wahr:Hier stehen einige,die werden nicht sterben,sondern das Reich Gottes9,27 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. erleben.«

Drei Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-9; Markus 9,2-10
28Dann, acht Tage nachdem er das gesagt hatte,nahm Jesus9,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Petrus9,28 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon., Johannes und Jakobus mit sich.Er stieg auf einen Berg,um zu beten9,28 Gebet: Reden des Menschen mit Gott..29Und dann, während er betete9,29 Gebet: Reden des Menschen mit Gott.,sah sein Gesicht auf einmal ganz verändert ausund seine Kleidung wurde strahlend weiß.30Und sieh doch:Zwei Männer redeten mit ihm.Es waren Mose9,30 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. und Elija9,30 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.,31die in Herrlichkeit erschienen.Sie sprachen mit Jesus9,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. über seinen Lebensweg,der sich in Jerusalem9,31 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. vollenden musste.

32Aber Petrus9,32 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und die anderen waren fast eingeschlafen.Trotzdem hielten sie sich wach.So sahen sie Jesus9,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in seiner Herrlichkeitund die zwei Männer,die bei ihm standen.33Dann, als die beiden sich von Jesus9,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. trennen wollten,sagte Petrus9,33 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. zu Jesus9,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Meister9,33 Meister: Bei Lukas sprechen die Jünger Jesus als »Meister« an., es ist gut,dass wir hier bei euch sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich,eins für Mose9,33 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.und eins für Elija9,33 Elija: Prophet aus der Frühzeit des Volkes Israel. Er lebte im 9. Jahrhundert v. Chr.Aber er wusste nicht,was er da sagte.

34Während Petrus9,34 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. noch redete,zog eine Wolke aufund ihr Schatten legte sich über sie.Die Wolke hüllte sie ganz einund sie fürchteten sich.35Eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein Sohn9,35 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,ihn habe ich erwählt.Hört auf ihn!«36Während die Stimme noch erklang,war Jesus9,36 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. plötzlich wieder allein.Die Jünger9,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. behielten das alles für sich.Sie erzählten damals niemand,was sie gesehen hatten.

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-18; Markus 9,14-27
37Danach, am folgenden Tag,stiegen Jesus9,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und die drei Jünger9,37 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. vom Berg herab.Da kam Jesus9,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. eine große Volksmenge entgegen.38Und sieh doch:Ein Mann aus der Volksmenge schrie:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich bitte dich:Schau nach meinem Sohn!Er ist mein einziges Kind.39Sieh doch:Immer wieder packt ihn ein Geist9,39 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ,sodass er plötzlich aufschreit.Der Geist9,39 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. zerrt ihn hin und her,bis er Schaum vor dem Mund hat.Er lässt ihn kaum wieder losund richtet ihn noch zugrunde.40Ich habe deine Jünger9,40 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. gebeten,den Geist9,40 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben –aber sie konnten es nicht.«41Da antwortete Jesus9,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Was seid ihr nur für eine ungläubigeund verdorbene Generation!Wie lange soll ich noch bei euch bleibenund euch ertragen?Bring deinen Sohn her!«

42Als der Junge sich Jesus9,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. näherte,riss der Dämon9,42 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. ihn zu Bodenund zerrte ihn hin und her.Aber Jesus9,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bedrohte den unreinen9,42 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. Geist9,42 böser Geist: Eine dämonische Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. .Er machte den Jungen gesundund gab ihn seinem Vater zurück.43aDa gerieten alle außer sich,so sehr staunten sie über die Macht und Größe Gottes.

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Markus 9,30-32
43bAlle waren tief beeindruckt von dem,was Jesus9,43b Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. tat.Da sagte er zu seinen Jüngern9,43b Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :44»Merkt euch gut,was ich jetzt sage:Der Menschensohn9,44 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. muss ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.«45Aber die Jünger9,45 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. verstanden nicht,was Jesus9,45 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagen wollte.Die Bedeutung war ihnen verhüllt,sie konnten es nicht begreifen.Und sie scheuten sich,ihn danach zu fragen.

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Markus 9,33-37
46Unter den Jüngern9,46 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. kam die Frage auf,wer von ihnen der Wichtigste ist.47Jesus9,47 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste,was in ihnen vorging.Er nahm ein Kind,stellte es neben sich48und sagte zu ihnen:»Wer dieses Kind aufnimmtund sich dabei auf mich beruft,der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf,der mich gesandt hat.Denn wer unter euch allender Kleinste und Unbedeutendste ist,der ist in Wirklichkeit groß.«

Wer nicht gegen euch ist, ist für euch

Markus 9,38-40
49Johannes sagte zu Jesus9,49 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Meister9,49 Meister: Bei Lukas sprechen die Jünger Jesus als »Meister« an., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,49 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«50Aber Jesus9,50 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Hindert ihn nicht daran!Denn wer nicht gegen euch ist,der ist für euch.«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

9,51–19,28

Das erste Stück Weg: Entscheidung für Jesus und für Gott

9,15–13,21

Das Leben in der Nachfolge

9,51–10,42

Jesus macht sich auf den Weg

51Dann war es so weit:Die Tage kamen näher,an denen Jesus9,51 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Welt verlassenund in den Himmel9,51 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufgenommen werden sollte.Da nahm9,51 nahm sein Ziel fest in den Blick: Es geht um das, was Jesus in Jerusalem erwartet: Leiden, Tod und Auferstehung bis hin zur Himmelfahrt. Jesus9,51 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sein Ziel fest in den Blick9,51 nahm sein Ziel fest in den Blick: Es geht um das, was Jesus in Jerusalem erwartet: Leiden, Tod und Auferstehung bis hin zur Himmelfahrt.und machte sich auf den Weg nach Jerusalem9,51 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .

Jesus wird abgewiesen

52Er schickte Boten voraus.Die kamen in ein Dorf in Samarien9,52 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.und wollten dort für ihn eine Unterkunft suchen.53Doch die Dorfbewohner nahmen Jesus9,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht auf,weil Jerusalem9,53 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. das Ziel seiner Reise war.

54Als die Jünger9,54 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. Jakobus und Johannes das erfuhren,fragten sie:»Herr9,54 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du willst,dann sagen wir:›Feuer soll vom Himmel fallenund sie vernichten!‹«55Da drehte er sich zu ihnen umund wies sie streng zurecht.[…]9,55 […]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Er sagte: ›Ihr wisst nicht, was für ein Geist da aus euch spricht. Der Menschensohn ist nicht gekommen, um Menschenleben zu vernichten, sondern um sie zu retten.‹«56Dann zogen sie weiter in ein anderes Dorf.

Sich ganz auf Jesus einlassen

Matthäus 8,19-22
57Unterwegs sagte jemand zu Jesus9,57 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Ich will dir folgen9,57 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,wohin du auch gehst!«58Jesus9,58 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Die Füchse haben ihren Bauund die Vögel haben ihr Nest.Aber der Menschensohn9,58 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. hat keinen Ort,wo er sich ausruhen kann.«

59Einen anderen forderte Jesus9,59 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf:»Folge9,59 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. mir!«Aber der sagte:»Herr, erlaube mir,zuerst noch einmal nach Hause zu gehenund meinen Vater zu begraben9,59 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten.60Aber Jesus9,60 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Überlass es den Toten,ihre Toten zu begraben9,60 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten..Du aber geh losund verkünde das Reich Gottes9,60 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.

61Wieder ein anderer sagte zu Jesus9,61 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Ich will dir folgen9,61 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen., Herr!Doch erlaube mir,zuerst von meiner Familie Abschied zu nehmen.«62Aber Jesus9,62 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Wer die Hand an den Pflug9,62 Pflug: Landwirtschaftliches Gerät zum Lockern des Ackerbodens. legtund dabei zurückschaut:der eignet sich nicht für das Reich Gottes9,62 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«.
10

Jesus sendet zweiundsiebzig Jünger aus

Matthäus 9,37-38; Matthäus 10,16.5-15
101Danach bestimmte der Herr10,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.weitere10,1 weitere: Im Unterschied zu den zwölf Jüngern in Lukas 9,1. zweiundsiebzig10,1 zweiundsiebzig: Einige alte Handschriften sprechen von »siebzig« Jüngern. von seinen Jüngern10,1 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. .Er sandte sie vor sich her –jeweils zu zweit –in alle Städte und Ortschaften,in die er selbst gehen wollte.2Er sagte zu ihnen:»Hier ist eine große Ernte10,2 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,aber es gibt nur wenige Erntearbeiter10,2 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..Bittet also den Herrn dieser Ernte10,2 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt.3Macht euch auf!Seht doch:Ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.4Nehmt keinen Geldbeutel mit,keine Vorratstascheund keine Sandalen10,4 Sandale: Im Altertum lief die einfache Bevölkerung innerhalb des Hauses und in der Ortschaft in der Regel barfuß. Für Reisen und bei der Arbeit auf dem Feld trug man jedoch Sandalen..Und haltet euch nicht damit auf,unterwegs jemand zu grüßen.

5Wenn ihr in ein Haus10,5 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. kommt,dann sagt als Erstes:Friede10,5 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. sei mit diesem Haus10,5 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war.!‹6Wenn dort ein Kind des Friedens10,6 Kind des Friedens: Jemand, der bereit ist, sich von Gott den Frieden schenken zu lassen. wohnt,wird der Friede10,6 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft.,den ihr gewünscht habt,bei ihm einkehren;wenn aber nicht,wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben.7Bleibt in diesem Haus10,7 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..Esst und trinkt,was euch angeboten wird.Denn wer arbeitet,hat ein Anrecht auf seinen Lohn.Zieht nicht von Haus10,7 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. zu Haus10,7 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..

8Wenn ihr in eine Stadt kommtund sie euch aufnehmen:Esst, was euch vorgesetzt wird.9Heilt auch die Kranken,die dort leben.Verkündet den Leuten:›Das Reich Gottes10,9 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. wird jetzt für euch sichtbar!‹10Aber wenn ihr in eine Stadt kommtund sie euch nicht aufnehmen:Geht hinaus auf die Straßen der Stadtund ruft:11›Sogar den Staub10,11 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt. aus eurer Stadt,der an unseren Füßen klebt,wischen wir ab10,11 Staub abschütteln: Eine zeichenhafte Handlung, die den Abbruch der Beziehungen und die Überantwortung an Gottes Gericht zum Ausdruck bringt.und lassen ihn euch da.Doch das sollt ihr wissen:Das Reich Gottes10,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. wird sichtbar in der Welt!‹12Das sage ich euch:Für die Leute von Sodom10,12 Sodom und Gomorra: Die Städte Sodom und Gomorra wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich ganz von Gott abgewandt hatten und alles taten, was gegen Gottes Gebote ging.wird es an jenem Tag10,12 Tag: Gemeint ist der Tag des Gerichts, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. erträglicher seinals für diese Stadt.«

Vom kommenden Gericht

Matthäus 11,20-24; Matthäus 10,40
13»Wie schrecklich für dich, Chorazin10,13 Chorazin: Ortschaft in Galiläa oberhalb des Sees Genezaret, etwa 4 km nördlich von Kafarnaum gelegen. !Wie schrecklich für dich, Betsaida10,13 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. !Wären in Tyrus10,13 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon10,13 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. die Wunder10,13 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. passiert,die ich bei euch vollbracht habe:Die Menschen hätten schon längst den Sack10,13 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. angelegtund sich Asche10,13 Sack und Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen ist u. a. ein Zeichen der Trauer oder tiefen Betroffenheit. auf den Kopf gestreutund ihr Leben geändert.14Aber wenn das Gericht10,14 Gericht: Gemeint ist der Tag, an dem ein Mensch vor Gott treten und sich vor ihm verantworten muss. kommt,wird es für Tyrus10,14 Tyrus: Hauptstadt der Phönizier am Mittelmeer, nördlich von Israel (Libanon). und Sidon10,14 Sidon: Eine alte und bedeutende Hafenstadt in Phönizien. erträglicher seinals für euch.

15Und du, Kafarnaum10,15 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte., meinst du,du wirst in den Himmel10,15 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erhoben?In das Totenreich10,15 Hölle, Totenreich, Unterwelt: In der Antike Reich, in dem die Toten wohnen; auch Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. wirst du hinabgestoßen!

16Wer auf euch hört,hört auf mich.Und wer euch ablehnt,lehnt mich ab.Wer aber mich ablehnt,lehnt den ab,der mich gesandt hat.«

Die Rückkehr der zweiundsiebzig Jünger

17Die zweiundsiebzig Jünger10,17 zweiundsiebzig Jünger: Vgl. Lukas 10,1. Einige alte Handschriften sprechen von »siebzig« Jüngern. kehrten zurückund berichteten voller Freude:»Herr, sogar die Dämonen10,17 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. gehorchen uns,wenn wir uns auf deinen Namen berufen.«18Jesus sagte zu ihnen:»Ich sah den Satan10,18 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.wie einen Blitz aus dem Himmel10,18 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinabstürzen.19Seht doch:Ich habe euch die Vollmacht gegeben,auf Schlangen10,19 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind. und Skorpione10,19 Skorpion: Spinnentier mit giftigem Stachel, das im Land der Bibel sehr häufig vorkommt. zu tretenund die ganze Macht des Feindes zu überwinden.Nichts, aber auch gar nichts davonkann euch schaden.20Aber ihr sollt euch nicht darüber freuen,dass euch die Geister gehorchen.Freut euch vielmehr darüber,dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben10,20 aufgeschrieben: Dahinter steht die Vorstellung von einem himmlischen »Buch des Lebens«. Dort sind alle aufgelistet, die zu Gott gehören. sind.«

Jesus und der Vater

Matthäus 11,25-27; Matthäus 13,16-17
21Im selben Augenblick wurde Jesus10,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Heiligen Geist10,21 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. erfülltund jubelte:»Ich preise dich, Vater,du Herr über den Himmel10,21 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. und die Erde!Denn du hast das alles10,21 das alles: Die Bedeutung der Wunder von Jesus, der Inhalt seiner Botschaft.vor den Weisen und Klugen verborgen.Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart.Ja, Vater, so hast du es gewollt!

22Alles hat mir mein Vater übergeben.Niemand weiß, wer der Sohn10,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. ist, nur der Vater.Und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn10,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht.und die Menschen,denen der Sohn10,22 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. den Vater zeigen will.«

23Dann wandte sich Jesus allein an die Jünger10,23 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. und sagte:»Glückselig sind die Augen,die sehen, was ihr seht.24Das sage ich euch:Viele Propheten10,24 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. und Könige wollten sehen,was ihr seht –aber sie sahen es nicht.Und sie wollten hören,was ihr hört –aber sie hörten es nicht.«

Die Frage nach dem ewigen Leben

Matthäus 22,34-40; Markus 12,28-31
25Sieh doch:Da kam ein Schriftgelehrter10,25 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst.und wollte Jesus10,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. auf die Probe stellen.Er fragte ihn:»Lehrer10,25 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was soll ich tun,damit ich das ewige Leben10,25 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. bekomme?«26Jesus10,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fragte zurück:»Was steht im Gesetz10,26 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.?Was liest du da?«27Der Schriftgelehrte10,27 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. antwortete10,27 antwortete: In 5. Mose/Deuteronomium 6,1-9 wird das Volk Israel dazu aufgefordert, Gott über alles zu lieben.:»Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen,mit deiner ganzen Seele,mit deiner ganzen Kraftund mit deinem ganzen Willen.Und: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«28Jesus sagte zu ihm:»Du hast richtig geantwortet.Halte dich daranund du wirst leben.«

Das Beispiel des barmherzigen Samariters

29Aber der Schriftgelehrte10,29 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. wollte seine Frage rechtfertigen.Deshalb sagte er zu Jesus10,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Wer ist denn mein Mitmensch?«30Jesus erwiderte:»Ein Mann ging von Jerusalem10,30 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. nach Jericho10,30 Jericho: Jericho, auch Palmenstadt genannt, ist eine Oase in der jüdäischen Wüste in der Jordansenke. Sie gilt als die älteste befestigte Stadt der Welt. hinab10,30 hinab: Der Weg von Jerusalem nach Jericho war 27 km lang mit einem Höhenunterschied von fast 1000 m. Er führte durch die Wüste und galt als unsicher, da es dort häufig zu Überfällen kam..Unterwegs wurde er von Räubern überfallen.Die nahmen ihm alles weg,auch seine Kleider,und schlugen ihn zusammen.Dann machten sie sich davonund ließen ihn halb tot liegen.

31Nun kam zufällig ein Priester10,31 Priester: Er hatte den Gottesdienst zu leiten, Opfer darzubringen und den Willen Gottes zu deuten. denselben Weg herab.Er sah den Verwundetenund ging vorbei.32Genauso machte es ein Levit10,32 Leviten: Die Leviten haben bestimmte Aufgaben im Gottesdienst zu erfüllen. Sie gelten ebenso wie die Priester als Nachkommen des Stammvaters Levi.,als er zu der Stelle kam:Er sah den Verwundetenund ging vorbei.

33Aber dann kam ein Reisender aus Samarien10,33 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. dorthin.Als er den Verwundeten sah,hatte er Mitleid mit ihm.34Er ging zu ihm hin,behandelte seine Wunden mit Öl und Wein10,34 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. und verband sie.Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier,brachte ihn in ein Gasthausund pflegte ihn.35Am nächsten Tag holte er zwei Silberstücke hervor,gab sie dem Wirtund sagte:›Pflege den Verwundeten!Wenn es mehr kostet,werde ich es dir geben,wenn ich wiederkomme.‹

36Was meinst du:Wer von den dreien ist dem Mann,der von den Räubern überfallen wurde,als Mitmensch begegnet?«37Der Schriftgelehrte10,37 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. antwortete:»Der Mitleid hatteund sich um ihn gekümmert hat.«Da sagte Jesus10,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Dann geh und mach es ebenso.«

Jesus bei Maria und Marta

38Als Jesus10,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mit seinen Jüngern10,38 Jünger: Bei Lukas weiterer Kreis von Männern und Frauen, die Jesus auf seinem Weg begleiteten und von ihm lernten. weiterzog,kam er in ein Dorf.Dort nahm ihn eine Frau als Gast bei sich auf.Ihr Name war Marta.39Sie hatte eine Schwester,die Maria hieß.Die setzte sich zu Füßen10,39 zu Füßen: Das war damals die Position des Schülers bzw. der Schülerin vor dem Lehrer. des Herrn10,39 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. niederund hörte ihm zu.40Aber Marta war ganz davon in Anspruch genommen,sie zu bewirten.Schließlich ging sie zu Jesus10,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und sagte:»Herr10,40 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., macht es dir nichts aus,dass meine Schwester mich alles allein machen lässt?Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!«41Aber der Herr10,41 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. antwortete ihr:»Marta, Marta!Du bist so besorgtund machst dir Gedanken um so vieles.42Aber nur eins ist notwendig:Maria hat das Bessere gewählt,das wird ihr niemand mehr wegnehmen.«
11

Die richtige innere Einstellung

11,1-36

Jesus lehrt die Jünger über das Beten

Matthäus 6,9-13; Matthäus 7,7-11
111Einmal hatte sich Jesus11,1