BasisBibel (BB)
9

Nachfolge auf dem Weg des Leidens

Lukas 9,1-50

Jesus sendet seine Jünger aus

Matthäus 10,9-15; Markus 6,7-13
91Jesus9,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … rief die Zwölf9,1 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zusammen.Er gab ihnen Kraft und Vollmacht,alle Dämonen9,1 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … auszutreiben und Krankheiten zu heilen.2Er sandte sie aus,um das Reich Gottes9,2 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … zu verkündenund die Kranken gesund zu machen.3Er sagte zu ihnen:»Nehmt nichts mit auf den Weg:keinen Wanderstock, keine Vorratstasche,kein Brot, kein Geld und kein zusätzliches Hemd9,3 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd. Mehr ….4Wenn ihr in einem Haus aufgenommen werdet,bleibt dort und zieht von dort aus weiter.5Wenn euch die Leute nicht aufnehmen: Verlasst die Stadtund schüttelt den Staub9,5 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. Mehr … von euren Füßen.Dadurch sollen die Leute erkennen,dass ihr Verhalten Folgen haben wird.«6Die Jünger9,6 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … zogen los und wanderten von Dorf zu Dorf.Überall verkündeten sie die Gute Nachricht9,6 Gute Nachricht: Wörtliche Übersetzung von »Evangelium«. Steht für Gottes Willen, die Menschen mit sich zu versöhnen und in Gemeinschaft mit sich leben zu lassen. Mehr …und heilten die Kranken.

Was Herodes über Jesus denkt

Matthäus 14,1-2; Markus 6,14-16
7Der Landesfürst Herodes9,7 Herodes Antipas: Sohn von Herodes dem Großen und Herrscher über Galiläa und Peräa (4 v. Chr.–39 n. Chr.). Mehr … hörte von all diesen Vorgängen.Er war beunruhigt, denn einige sagten über Jesus9,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Er ist Johannes9,7 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr …, der von den Toten auferstanden ist.«8Andere sagten: »Elija9,8 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23. ist aus dem Himmel zurückgekommen.«Wieder andere behaupteten:»Einer der alten Propheten9,8 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … ist auferstanden.«9Aber Herodes sagte:»Ich selber habe Johannes den Kopf abschlagen lassen.Wer ist dann der, über den ich solche Dinge höre?«Deshalb wollte er Jesus kennenlernen.

Jesus macht 5000 Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Johannes 6,1-13
10Die Apostel9,10 Apostel: Wörtlich »Ausgesandte«. Menschen, die dazu berufen sind, die Gute Nachricht von Jesus Christus zu verkünden. Im engeren Sinn die zwölf Jünger von Jesus, die ihn während seines Lebens begleiteten. Mehr … kehrten zu Jesus9,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zurück.Sie berichteten ihm, was sie alles getan hatten.Dann nahm er sie mit sich.Er brachte sie in die Gegend bei der Stadt Betsaida9,10 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus.,um mit ihnen allein zu sein.11Als die Leute davon erfuhren, folgten9,11 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … sie ihm.Jesus ließ sie zu sich.Er erzählte ihnen vom Reich Gottes9,11 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …und machte alle gesund, die Heilung brauchten.12Als es Abend wurde, kamen die Zwölf9,12 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren. zu Jesus und sagten:»Schick doch die Leute weg. Dann können siezu den umliegenden Dörfern und Höfen ziehen.Dort finden sie eine Unterkunft und etwas zu essen,denn wir sind hier in einer einsamen Gegend.«13Jesus antwortete:»Gebt doch ihr ihnen etwas zu essen!«Da sagten sie:»Wir haben nicht mehr als fünf Brote9,13 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. Mehr … und zwei Fische9,13 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln. Mehr ….Oder sollen wir etwa losgehenund für das ganze Volk etwas zu essen kaufen?«14Es waren nämlich ungefähr 5000 Männer9,14 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren..Da sagte Jesus zu seinen Jüngern9,14 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …: »Sorgt dafür,dass sich die Leute zum Essen niederlassen –in Gruppen zu etwa fünfzig.«15So machten es die Jünger, und alle ließen sich nieder.

16Dann nahm Jesus die fünf Brote und die zwei Fische.Er blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür.Dann brach er sie in Stücke und gab sie den Jüngern.Die sollten sie an die Volksmenge austeilen.17Die Leute aßen, und alle wurden satt.Dann wurden die Reste eingesammelt,die sie übrig gelassen hatten – zwölf Körbe voll.

Petrus spricht aus, wer Jesus ist

Matthäus 16,13-20; Markus 8,27-30; Johannes 6,67-69
18Einmal hatte Jesus9,18 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sich zurückgezogen,um allein zu beten9,18 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr ….Nur die Jünger9,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … waren bei ihm.Da fragte er sie:»Für wen halten mich eigentlich die Leute?«19Sie antworteten:»Manche halten dich für Johannes den Täufer9,19 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr …,andere für Elija9,19 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23..Wieder andere meinen,dass einer der anderen Propheten9,19 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … von früherauferstanden ist.«20Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?«Petrus9,20 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … antwortete:»Für den Christus9,20 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr …, den Gott gesandt hat.«21Aber Jesus schärfte ihnen mit aller Strenge ein:»Sagt das niemandem weiter!«

Jesus kündigt zum ersten Mal seinen Tod an

Matthäus 16,21-23; Markus 8,31-33
22Dann sagte Jesus9,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Der Menschensohn9,22 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wird viel leiden müssen.Die Ratsältesten9,22 Ratsälteste: Mitglieder des jüdischen Rats, der obersten Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten., die führenden Priester9,22 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …und die Schriftgelehrten9,22 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …werden ihn als Verbrecher behandeln.Sie werden ihn hinrichten lassen.Aber am dritten Tag wird er vom Tod auferweckt9,22 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. werden.«

Das Kreuz auf sich nehmen

Matthäus 16,24-28; Markus 8,34–9,1
23Dann sagte Jesus9,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu allen Jüngern9,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Wer zu mir gehören will,darf nicht an seinem Leben hängen.Er muss jeden Tag sein Kreuz auf sich nehmen9,23 Kreuz auf sich nehmen: Wer sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, muss bereit sein, Schweres auf sich zu nehmen – bis hin zum Verlust des Lebens.und mir auf meinem Weg folgen9,23 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr ….24Wer sein Leben retten will, wird es verlieren.Wer sich aber zu mir bekennt9,24 zu mir bekennt: Jemand spricht öffentlich aus, dass er an Jesus Christus glaubt. So wissen alle, dass diese Person ihr Leben in den Dienst von Christus stellt.und deshalb sein Leben verliert9,24 sein Leben verlieren: Wortspiel mit zwei unterschiedlichen Bedeutungen des Wortes »Leben«. Dem biologischen Leben, das man im Ernstfall aufs Spiel setzt, wenn man sein Leben in den Dienst von Jesus stellt, wird das neue, von Gott geschenkte Leben gegenübergestellt. Es bedeutet, dass man durch den Glauben an Gott bereits in dieser Welt in Gemeinschaft mit ihm lebt., der wird es retten.25Was nützt es einem Menschen,wenn er die ganze Welt gewinnt –sich aber selbst verliertoder schweren Schaden nimmt?26Denn wer sich nicht zu mir und meinen Worten bekennt,muss wissen:Der Menschensohn9,26 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wird sich auch nicht zu ihm bekennen,wenn er wiederkommt –in seiner Herrlichkeitund in der Herrlichkeit des Vatersund der heiligen Engel9,26 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr ….27Das sage ich euch, und es ist wahr:Hier stehen einige, die werden nicht sterben,sondern das Reich Gottes9,27 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … erleben.«

Drei Jünger sehen Jesus in der Herrlichkeit Gottes

Matthäus 17,1-9; Markus 9,2-10
28Etwa acht Tage nachdem Jesus9,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … das gesagt hatte,nahm er Petrus9,28 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr …, Johannes und Jakobus mit sich.Er stieg auf einen Berg, um zu beten9,28 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr ….29Während er betete,sah sein Gesicht auf einmal ganz verändert aus,und seine Kleidung glänzte strahlend weiß.30Da redeten zwei Männer mit ihm.Es waren Mose9,30 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und Elija9,30 Elija: Prophet, der am Ende seines Lebens direkt von Gott in den Himmel geholt wurde. Sein Wiederkommen wird als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes erwartet, vgl. Maleachi 3,23.,31die in Herrlichkeit erschienen.Sie sprachen mit Jesus über den Tod,der ihm nach Gottes Plan in Jerusalem9,31 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … bevorstand.32Aber Petrus und die anderen waren fast eingeschlafen.Trotzdem hielten sie sich wach.So sahen sie Jesus in seiner Herrlichkeitund die zwei Männer, die bei ihm standen.33Als die beiden sich von Jesus trennen wollten,sagte Petrus zu ihm:»Meister9,33 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., es ist gut, dass wir hier sind.Wir wollen drei Zelte aufschlagen:eins für dich, eins für Mose und eins für Elija.«Aber er wusste nicht, was er da sagte.

34Während Petrus9,34 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … noch redete, zog eine Wolke auf,und ihr Schatten legte sich über sie.Die Wolke hüllte sie ganz ein, und sie fürchteten sich.35Eine Stimme erklang aus der Wolke:»Das ist mein Sohn9,35 mein Sohn: Mit diesen Worten wird Jesus bei seiner Taufe von einer Stimme aus dem Himmel angeredet, vgl. Lukas 3,22., ihn habe ich erwählt.Hört auf ihn!«36Während die Stimme noch erklang,war Jesus9,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … plötzlich wieder allein.Die Jünger9,36 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … behielten das alles für sich.Sie erzählten damals niemandem, was sie gesehen hatten.

Jesus heilt ein Kind und fordert zum Vertrauen auf

Matthäus 17,14-18; Markus 9,14-27
37Am folgenden Tagstiegen Jesus9,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … und die drei Jünger9,37 drei Jünger: Lukas 9,28 erzählt, dass Jesus die Jünger Petrus, Johannes und Jakobus mit auf den Berg nimmt. vom Berg herab.Eine große Volksmenge kam Jesus entgegen.38Da schrie ein Mann aus der Volksmenge:»Lehrer9,38 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., ich bitte dich: Schau nach meinem Sohn!Er ist mein einziges Kind.39Immer wieder packt ihn ein böser Geist9,39 böser Geist: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen völlig in Besitz. Mehr …,sodass er plötzlich aufschreit.Der Geist zerrt ihn hin und her,bis er Schaum vor dem Mund hat.Er lässt ihn kaum wieder losund richtet ihn noch zugrunde.40Ich habe deine Jünger gebeten,den Geist auszutreiben, aber sie konnten es nicht.«41Da antwortete Jesus:»Was seid ihr nur für eine ungläubigeund verkehrte Generation!Wie lange soll ich noch bei euch bleibenund euch ertragen?Bring deinen Sohn her!«42Als der Junge sich Jesus näherte,riss der Dämon9,42 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … ihn zu Bodenund zerrte ihn hin und her.Aber Jesus bedrohte den bösen Geist.Er machte den Jungen gesundund gab ihn seinem Vater zurück.43Da gerieten alle außer sich,so sehr staunten sie über die Macht und Größe Gottes.

Jesus kündigt zum zweiten Mal seinen Tod an

Matthäus 17,22-23; Markus 9,30-32
Alle waren tief beeindruckt von dem, was Jesus9,43 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … tat.Da sagte er zu seinen Jüngern9,43 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:44»Merkt euch gut, was ich jetzt sage:Der Menschensohn9,44 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … wird ausgeliefert werdenin die Hände der Menschen.«45Aber die Jünger verstanden nicht,was Jesus sagen wollte.Die Bedeutung war ihnen verhüllt,sodass sie es nicht begreifen konnten.Und sie scheuten sich, ihn danach zu fragen.

Wer ist bei Gott wichtig?

Matthäus 18,1-5; Markus 9,33-37
46Die Jünger9,46 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … stritten darüber,wer von ihnen der Wichtigste war.47Jesus9,47 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … wusste, was in ihnen vorging.Er nahm ein Kind, stellte es neben sich48und sagte zu ihnen: »Wer dieses Kind aufnimmtund sich dabei auf mich beruft, der nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf, der mich gesandt hat.Denn wer unter euch allen der Geringste ist,der ist in Wirklichkeit groß.«

Wer nicht gegen euch ist, ist für euch

Markus 9,38-40
49Johannes sagte zu Jesus9,49 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Meister9,49 Meister: Anrede für Jesus, die nur im Lukasevangelium vorkommt. Sie entspricht der aramäischen Anrede »Rabbi«., wir haben gesehen,wie jemand deinen Namen dazu benutzt hat,Dämonen9,49 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … auszutreiben.Wir wollten ihn davon abhalten,denn er gehört nicht zu uns.«50Aber Jesus antwortete: »Hindert ihn nicht daran!Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.«

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem

Lukas 9,51–19,27

Was es bedeutet, Jesus nachzufolgen

Lukas 9,51–10,24

Jesus wird in einem Dorf in Samarien abgewiesen

51Dann war es so weit: Die Tage kamen näher,an denen Jesus9,51 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … die Welt verlassenund in den Himmel aufgenommen9,51 in den Himmel aufgenommen: Von der Himmelfahrt erzählen Lukas 24,50-53 und Apostelgeschichte 1,4-11. werden sollte.Jesus machte sich fest entschlossenauf den Weg nach Jerusalem9,51 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr ….52Er schickte Boten voraus.Die kamen in ein Dorf der Samariter9,52 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. Mehr …und wollten dort für ihn eine Unterkunft suchen.53Doch die Dorfbewohner nahmen Jesus9,53 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nicht auf,weil Jerusalem9,53 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … sein Ziel war.54Als die Jünger9,54 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … Jakobus und Johannes das erfuhren,sagten sie:»Herr9,54 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr …, wenn du willst, befehlen wir9,54 befehlen wir: Im Folgenden werden Worte aus 2. Könige 1,10 aufgenommen.:›Feuer soll vom Himmel fallen und sie vernichten!‹«55Da drehte er sich zu ihnen umund wies sie streng zurecht.[...]9,55 [...]: Einige spätere Handschriften fügen hinzu: »Er sagte: ›Ihr wisst nicht, was für ein Geist da aus euch spricht. Der Menschensohn ist nicht gekommen, um Menschenleben zu vernichten, sondern um sie zu retten.‹«56Dann zogen sie weiter in ein anderes Dorf.

Sich ganz auf Jesus einlassen

Matthäus 8,19-22
57Unterwegs sagte jemand zu Jesus9,57 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Ich will dir folgen9,57 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr …, wohin du auch gehst!«58Jesus antwortete:»Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihr Nest.Aber der Menschensohn9,58 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … hat keinen Ort,an dem er sich ausruhen kann.«

59Einen anderen forderte Jesus9,59 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … auf: »Folge9,59 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr … mir!«Aber der sagte: »Herr, erlaube mir,zuerst noch einmal nach Hause zu gehenund meinen Vater zu begraben.«60Aber Jesus antwortete:»Überlass es den Toten, ihre Toten zu begraben.Du aber geh los und verkünde das Reich Gottes9,60 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …

61Wieder ein anderer sagte zu Jesus9,61 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Ich will dir folgen9,61 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr …, Herr!Doch erlaube mir,zuerst von meiner Familie Abschied zu nehmen.«62Aber Jesus antwortete:»Wer die Hand an den Pflug9,62 Pflug: Landwirtschaftliches Gerät zum Lockern des Ackerbodens. legt und zurückschaut,der eignet sich nicht für das Reich Gottes9,62 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr …
10

Jesus sendet 72 Jünger aus

Matthäus 10,7-16
101Danach bestimmte der Herr10,1 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr …weitere 7210,1 72: In einigen alten Handschriften findet sich die Zahl 70. von seinen Jüngern10,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr ….Er sandte sie jeweils zu zweit vor sich her.Sie sollten in alle Städte und Orte vorausgehen,in die er selbst gehen wollte.2Er sagte zu ihnen: »Hier ist eine große Ernte10,2 Ernte: Tätigkeit, die in einem bestimmten Zeitraum erledigt werden muss. Im übertragenen Sinn ist die Ernte hier ein Bild für das Gericht Gottes, bei dem Gott als Herrscher über die ganze Welt am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.,aber es gibt nur wenige Erntearbeiter.Bittet also den Herrn dieser Ernte,dass er Arbeiter auf sein Erntefeld schickt.3Macht euch auf den Weg!Denkt daran: Ich sende euch wie Lämmermitten unter die Wölfe.4Nehmt keinen Geldbeutel mit,keine Vorratstasche und keine Sandalen10,4 Sandalen: Wurden in der Antike auf Reisen oder bei der Feldarbeit getragen. Im Alltag ging man oft barfuß..Und haltet euch nicht damit auf,unterwegs jemanden zu grüßen.

5Wenn ihr in ein Haus kommt,dann sagt als Erstes:›Ich wünsche den Bewohnern dieses Hauses Frieden10,5 Frieden: Begrüßung, mit der man sich in einem umfassenden Sinn Frieden, Glück und Wohlergehen wünscht, die aus der Beziehung mit Gott hervorgehen.!‹6Wenn dort ein Kind des Friedens10,6 Kind des Friedens: Jemand, der bereit ist, sich von Gott den Frieden schenken zu lassen. wohnt,wird dieser Frieden bei ihm einkehren.Sonst wird euer Gruß ohne Wirkung bleiben.7Bleibt in diesem Haus.Esst und trinkt, was euch angeboten wird.Denn wer arbeitet,hat ein Anrecht auf seinen Lohn.Zieht nicht von Haus zu Haus.

8Wenn ihr in eine Stadt kommtund die Bewohner euch aufnehmen:Esst, was euch vorgesetzt wird.9Heilt die Kranken, die dort leben.Verkündet den Leuten:›Das Reich Gottes10,9 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … kommt euch jetzt nahe!‹10Aber wenn ihr in eine Stadt kommtund die Bewohner euch nicht aufnehmen:Geht hinaus auf die Straßen der Stadt und ruft:11›Sogar den Staub10,11 Staub abschütteln: Zeichenhafte Handlung, die den Abbruch aller Beziehungen zum Ausdruck bringt. Noch nicht einmal den Staub der anderen will man behalten. Mehr … aus eurer Stadt,der an unseren Füßen klebt, schütteln wir ab.Doch das sollt ihr wissen:Das Reich Gottes kommt jetzt nahe!‹12Das sage ich euch:Für die Leute von Sodom10,12 Sodom, Gomorra: Die Städte wurden vernichtet, weil ihre Bewohner sich von Gott abgewandt hatten; vgl. 1. Mose/Genesis 19. Mehr …wird es am Tag des Gerichts10,12 Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. erträglicher seinals für diese Stadt.«

Das Urteil über die Städte in Galiläa

Matthäus 10,40; 11,20-24
13»Wehe dir, Chorazin10,13 Chorazin: Ortschaft in Galiläa, nördlich des See Gennesaret gelegen.! Wehe dir, Betsaida10,13 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus.!Wären in Tyros und Sidon10,13 Tyros, Sidon: Bedeutende Hafenstädte, im heutigen Libanon gelegen. Zur Zeit von Jesus hatten sie einen großen nicht-jüdischen Bevölkerungsanteil. die Wunder10,13 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … passiert,die ich bei euch vollbracht habe:Die Menschen hätten schon längst den Sack10,13 Sack, Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen sind Zeichen tiefer Betroffenheit und gehören zu den Trauerbräuchen. angelegt.Sie hätten sich hingesetzt,sich Asche10,13 Sack, Asche: Einen Sack anzuziehen und Asche auf den Kopf zu streuen sind Zeichen tiefer Betroffenheit und gehören zu den Trauerbräuchen. auf den Kopf gestreutund ihr Leben geändert.14Aber wenn das Gericht10,14 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … kommt,wird es für Tyros und Sidon erträglicher seinals für euch.15Und du, Kapernaum10,15 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., meinst du,du wirst in den Himmel10,15 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … erhoben?In die Hölle10,15 Hölle: Strafort für die Gottlosen nach dem Endgericht. Mehr … wirst du hinabgestoßen!16Wer auf euch hört, hört auf mich.Und wer euch ablehnt, lehnt mich ab.Aber wer mich ablehnt,lehnt den ab, der mich gesandt hat.«

Die Rückkehr der 72 Jünger

17Die 72 Jünger10,17 72 Jünger: In einigen alten Handschriften findet sich die Zahl 70. kehrten zurückund berichteten voller Freude:»Herr, sogar die Dämonen10,17 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … gehorchen uns,wenn wir uns auf deinen Namen berufen.«18Jesus sagte zu ihnen: »Ich sah den Satan10,18 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr …wie einen Blitz aus dem Himmel10,18 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … hinabstürzen.19Ich habe euch die Vollmacht gegeben,auf Schlangen und Skorpione10,19 Skorpion: Spinnentier mit giftigem Stachel, das im östlichen Mittelmeerraum sehr häufig vorkommt. zu treten.Die ganze Macht des Feindes könnt ihr überwinden!Nichts, aber auch gar nichts davonkann euch etwas anhaben.20Aber ihr sollt euch nicht darüber freuen,dass euch die Geister gehorchen.Freut euch vielmehr darüber,dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben10,20 im Himmel aufgeschrieben: Man stellte sich vor, dass es ähnlich Bürgerlisten auf der Erde im Himmel ein »Buch des Lebens« gibt, in dem die Namen aller stehen, die zu Gott gehören. sind.«

Jesus und der Vater

Matthäus 11,25-27; 13,16-17
21Im selben Augenblick wurde Jesus10,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …vom Heiligen Geist10,21 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … erfüllt und jubelte:»Ich preise dich, Vater10,21 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …,du Herr über den Himmel10,21 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … und die Erde!Denn du hast das alles10,21 das alles: Meint die Bedeutung von Jesus als von Gott gesandter Retter der Welt. Sie kommt in den Wundern zum Ausdruck.vor den Weisen und Klugen verborgen.Aber den einfachen Leuten hast du es offenbart.Ja, Vater, so hast du es gewollt!22Alles hat mir mein Vater übergeben.Niemand weiß, wer der Sohn10,22 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr … ist, nur der Vater.Und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn –und die Menschen,denen der Sohn den Vater zeigen will.«23Dann wandte sich Jesus allein an die Jünger10,23 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …und sagte:»Glückselig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.24Das sage ich euch:Viele Propheten10,24 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … und Könige wollten sehen,was ihr seht – aber sie sahen es nicht.Und sie wollten hören, was ihr hört –aber sie hörten es nicht.«

Jesus als Lehrer

Lukas 10,25–11,54

Die Frage nach dem ewigen Leben

Matthäus 22,34-40; Markus 12,28-31
25Da kam ein Schriftgelehrter10,25 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr …und wollte Jesus10,25 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … auf die Probe stellen.Er fragte ihn: »Lehrer10,25 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., was soll ich tun,damit ich das ewige Leben10,25 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr … bekomme?«26Jesus fragte zurück: »Was steht im Gesetz10,26 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. Mehr …?Was liest du da?«27Der Schriftgelehrte antwortete10,27 antwortete: Das Zitat verbindet 5. Mose/Deuteronomium 6,5 und 3. Mose/Levitikus 19,18.:»Du sollst den Herrn, deinen Gott, liebenmit deinem ganzen Herzen,mit deiner ganzen Seele,mit deiner ganzen Kraftund mit deinem ganzen Denken.«Und: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.«28Jesus sagte zu ihm: »Du hast richtig geantwortet.Halte dich daran und du wirst leben.«

Das Beispiel des barmherzigen Samariters

29Aber der Schriftgelehrte10,29 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … wollte sich verteidigen.Deshalb sagte er zu Jesus10,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …:»Wer ist denn mein Mitmensch?«30Jesus erwiderte:»Ein Mann ging von Jerusalem10,30 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … nach Jericho10,30 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. Mehr ….Unterwegs wurde er von Räubern überfallen.Sie plünderten ihn bis aufs Hemd ausund schlugen ihn zusammen.Dann machten sie sich davonund ließen ihn halb tot liegen.31Nun kam zufällig ein Priester10,31 Priester, Levit: Priester und Leviten gehören zum Personal des Tempels in Jerusalem. Um ihren Dienst ausführen zu können, durften sie sich beispielsweise durch die Berührung mit einem Toten nicht unrein machen. denselben Weg herab.Er sah den Verwundeten und ging vorbei.32Genauso machte es ein Levit10,32 Levit: Priester und Leviten gehören zum Personal des Tempels in Jerusalem. Um ihren Dienst ausführen zu können, durften sie sich beispielsweise durch die Berührung mit einem Toten nicht unrein machen., als er zu der Stelle kam:Er sah den Verwundeten und ging vorbei.33Aber dann kam ein Samariter10,33 Samariter: Aus den Israeliten hervorgegangene Glaubensgruppe, die nur die fünf Bücher Mose als Heilige Schrift anerkannte. Zwischen ihnen und den Juden herrschte Rivalität. Mehr … dorthin,der auf der Reise war.Als er den Verwundeten sah, hatte er Mitleid mit ihm.34Er ging zu ihm hin,behandelte seine Wunden mit Öl und Weinund verband sie.Dann setzte er ihn auf sein eigenes Reittier,brachte ihn in ein Gasthaus und pflegte ihn.35Am nächsten Tag holte er zwei Silberstücke hervor,gab sie dem Wirt und sagte:›Pflege den Verwundeten!Wenn es mehr kostet,werde ich es dir geben, wenn ich wiederkomme.‹

36Was meinst du:Wer von den dreien ist dem Mann,der von den Räubern überfallen wurde,als Mitmensch begegnet?«37Der Schriftgelehrte10,37 Schriftgelehrte: Menschen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung der Heiligen Schrift ist. Mehr … antwortete:»Der Mitleid hatte und sich um ihn gekümmert hat.«Da sagte Jesus10,37 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu ihm:»Dann geh und mach es ebenso.«

Jesus bei Maria und Marta

38Als Jesus10,38 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … mit seinen Jüngern10,38 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … weiterzog,kam er in ein Dorf.Dort nahm ihn eine Frau als Gast bei sich auf.Ihr Name war Marta.39Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß.Die setzte sich zu Füßen10,39 zu Füßen: Damals war es üblich, dass ein Schüler oder Schüler sich auf den Boden vor den Lehrer setzte. des Herrn niederund hörte ihm zu.40Aber Marta war ganz davon in Anspruch genommen,sie zu bewirten.Schließlich stellte sie sich vor Jesus hin und sagte:»Herr10,40 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass man sich in seinen Dienst stellt. Mehr …, macht es dir nichts aus,dass meine Schwester mich alles allein machen lässt?Sag ihr doch, dass sie mir helfen soll!«41Aber der Herr antwortete:»Marta, Marta! Du bist so besorgtund machst dir Gedanken um so vieles.42Aber nur eines ist notwendig:Maria hat das Bessere gewählt,das wird ihr niemand mehr wegnehmen.«
11

Über das Beten (Das Vaterunser)

Matthäus 6,9-13; 7,7-11
111Einmal hatte sich Jesus11,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zurückgezogen, um zu beten.Als er sein Gebet11,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. Mehr … beendet hatte,bat ihn einer seiner Jünger11,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Herr, sag uns, wie wir beten sollen.Auch Johannes11,1 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … hat seine Jünger beten gelehrt.«2Da sagte Jesus zu ihnen:»Wenn ihr betet, dann so11,2 so: Das Vaterunser wird zweimal in der Bibel überliefert. Die Fassung, die sich in Matthäus 6,9-13 findet, wird mit kleineren Ergänzungen heute noch im Gottesdienst gebetet. Das Lukasevangelium bietet eine kürzere Fassung.:

Vater11,2 Vaterunser, Unser Vater: Wichtigstes Gebet im Christentum. Jesus zeigt damit, wie die Menschen beten sollen. Mehr …, dein Name11,2 Name: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart in der Welt. soll geheiligt11,2 geheiligt: Gott wird gebeten, sich der Welt in seiner ganzen Heiligkeit zu offenbaren. Dann wird in der Welt nichts mehr geschehen, was seinem Willen widerspricht. werden.

Dein Reich11,2 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. Bezeichnet den Herrschaftsbereich, in dem sich Gottes Wille durchsetzt. Mehr … soll kommen.

3Gib uns heute unser tägliches Brot11,3 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. Mehr ….

4Und vergib uns unsere Schuld11,4 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr …

denn auch wir vergeben allen,

die an uns schuldig werden.

Stell uns nicht auf die Probe.«

5Dann sagte Jesus11,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu seinen Jüngern11,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Stellt euch vor: Einer von euch hat einen Freund.Mitten in der Nacht geht er zu ihm und sagt:›Mein Freund, leih mir doch drei Brote!6Ein Freund hat auf seiner Reise bei mir haltgemacht.Ich habe nichts im Haus, was ich ihm anbieten kann.‹7Aber von drinnen kommt die Antwort:›Lass mich in Ruhe!Die Tür ist schon zugeschlossen,und meine Kinder liegen bei mir im Bett.Ich kann jetzt nicht aufstehenund dir etwas geben.‹8Das sage ich euch:Schließlich wird er doch aufstehen und ihm geben,was er braucht –wenn schon nicht aus Freundschaft,dann doch wegen seiner Unverschämtheit.

9Ich sage euch:Bittet und es wird euch gegeben!Sucht und ihr werdet finden!Klopft an und es wird euch aufgemacht!10Denn wer bittet, der bekommt.Und wer sucht, der findet.Und wer anklopft, dem wird aufgemacht.11Welcher Vater unter euchgibt seinem Kind eine Schlange,wenn es um einen Fisch bittet?12Oder einen Skorpion11,12 Skorpion: Spinnentier mit giftigem Stachel, das im östlichen Mittelmeerraum sehr häufig vorkommt., wenn es um ein Ei bittet?13Ihr Menschen seid böse.Trotzdem wisst ihr,was euren Kindern guttut,und gebt es ihnen.Wie viel mehr wird der Vater im Himmel11,13 Vater im Himmel: Bezeichnung für Gott.den Heiligen Geist11,13 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr … denen geben, die ihn darum bitten.«

Gefährliche Vorwürfe gegen Jesus

Matthäus 12,22-30; Markus 3,22-27
14Jesus11,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr