BasisBibel (BB)
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Wer von den Opfergaben essen darf

221Der Herr sprach mit Mose22,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und forderte ihn auf,2mit Aaron22,2 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr … und seinen Söhnen zu reden.Er sollte ihnen ausrichten:Geht sorgfältig mit den Opfergaben der Israeliten um,damit mein heiliger Name22,2 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … nicht entehrt wird.Es sind heilige Gaben22,2 heilige Gaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung.,die besonders behandelt werden müssen.Ich bin der Herr.

3Außerdem sollte er ihnen ausrichten:Die folgende Warnung gilt für alle Generationenund für alle eure Nachkommen.Wer als unrein22,3 unrein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die aus unterschiedlichen Gründen nicht dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. gilt,darf sich den heiligen Gaben22,3 heilige Gaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung. nicht nähern.Die Israeliten geben sie dem Herrn,deshalb sind sie heilig.Berührt jemand sie, obwohl er unrein ist,soll er ausgelöscht werden –fort mit ihm, aus meinen Augen!Ich bin der Herr.

4Wer von den Nachkommen Aarons22,4 Nachkommen Aarons: Bezeichnet die Priester in Israel, die sich alle auf ihren Stammvater Aaron zurückführen. Sie dürfen Gott Opfer darbringen und selbst davon essen. unter Aussatz22,4 Aussatz: Bezeichnet verschiedene Arten von Hautkrankheiten. Mehr … leidet,darf nichts von den heiligen Gaben22,4 heilige Gaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung. essen.Er muss damit warten, bis er wieder als rein22,4 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr … gilt.Dieses Verbot gilt auch für die folgenden Personen:wer unter Ausfluss leidet;wer etwas berührt, das durch einen Toten unrein wurde;wer einen Samenerguss hatte;5wer eines der Kleintiere22,5 Kleintiere: Meint Tiere, die sich kriechend fortbewegen oder auf dem Boden leben. Aufgezählt werden sie in 3. Mose/Levitikus 11,29-30. anfasst,die unrein machen können;oder wer einen Menschen anfasst,an dem man sich unrein machen kann22,5 an dem man sich unrein machen kann: Fälle, in denen Menschen als unrein gelten, werden beispielsweise in 3. Mose/Levitikus 15 aufgezählt..6Wer damit in Berührung kommt,gilt bis zum Abend als unrein.So lange darf er von den heiligen Gaben nichts essen.Dafür soll er seinen ganzen Körper in Wasser baden.7Mit Sonnenuntergang gilt er wieder als reinund darf von den heiligen Gaben essen.Denn sie sind sein Lebensunterhalt.8Ein verendetes Tier darf er nicht essen.Es ist egal, ob das Tier einfach gestorben istoder von einem anderen Tier gerissen wurde.Er würde dadurch unrein werden.Ich bin der Herr.9Aaron und seine Söhnesollen meine Anweisungen befolgen.Sonst begehen sie eine Sünde22,9 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr …und belasten sich selbst.Sollte das geschehen, werden sie sterben.Denn sie entehren meinen heiligen Namen22,9 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr ….Ich bin der Herr, der sie heilig macht.

10Keiner außer den Priestern22,10 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr …darf von den heiligen Gaben22,10 heilige Gaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung. essen.Das gilt auch für ihre Lohnarbeiterund alle, die nur vorübergehend bei ihnen wohnen.11Ausgenommen sind die Personen,die ständig bei ihnen leben.Das gilt für Sklaven, die sie gekauft habenoder die bei ihnen im Haus geboren wurden.Die dürfen von den Lebensmitteln essen,die die Priester als Lebensunterhalt bekommen.

12Es kann vorkommen,dass die Tochter eines Priesters22,12 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … einen Mann heiratet,der selbst kein Priester ist.Dann darf sie nichts mehr von den heiligen Gaben22,12 heilige Gaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung. essen.13Das ändert sich jedoch,wenn sie wieder nach Hause zurückkehren muss:Sie ist Witwe geworden oder wurde geschiedenund hat keine Kinder.Deshalb zieht sie wieder in das Haus ihres Vaters.Dann darf sie wieder wie in ihrer Jugend mitessen.Aber sonst darf niemand davon essen.

14Isst jemand aus Versehen von den heiligen Gaben22,14 heilige Gaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung.,soll er sie dem Priester22,14 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … ersetzen.Außerdem soll er noch ein Fünftel zusätzlich geben.15Die Israeliten bringen heilige Gaben22,15 heilige Gaben: Für Gott bestimmte Abgaben. Ein Teil wurde als Opfer dargebracht, ein anderer Teil stand den Priestern für ihren Lebensunterhalt zur Verfügung.,von denen ein Teil den Priestern gehört.Diesen Teil heben die Priester vor dem Herrn hochund müssen danach sorgfältig mit ihm umgehen.16Wenn die Israeliten von diesem Teil essen würden,würden sie sich selbst mit Schuld belasten.Ich bin der Herr, der sie heilig macht.

Anweisungen über die Opfertiere

17Der Herr sprach mit Mose22,17 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr ….Er forderte ihn auf,18mit Aaron22,18 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr …, seinen Söhnen und allen Israeliten zu reden.Er sollte ihnen ausrichten:Das ist die Anweisung für jeden,der freiwillig ein Brandopfer22,18 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen will.Oder er will ein Opfer für den Herrn darbringen,um ein Gelübde22,18 Gelübde: Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden. Mehr … zu erfüllen.Sie gilt für die Israelitenund die Fremden22,18 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr …, die in Israel leben.19Damit der Herr euch und das Opfer annimmt,muss das Opfer ein makelloses männliches Tier sein:ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege.20Alle Tiere, die einen Makel haben,dürft ihr nicht als Opfer darbringen.Denn das würde Gott nicht gefallen,und er würde euch und euer Opfer nicht annehmen.

21Das ist die Anweisung für jeden,der freiwillig ein Schlachtopfer22,21 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … darbringen will.Sie gilt auch, wenn jemand ein Gelübde22,21 Gelübde: Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden. Mehr … erfülltund deshalb für den Herrn ein Opfer darbringt:Dann soll er ein makelloses Tier nehmen,ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege.An dem Tier darf nichts auszusetzen sein.Das wird Gott gefallen.22Es darf nicht blind oder verstümmelt sein,nichts gebrochen habenund nicht an sichtbaren Krankheiten22,22 sichtbare Krankheiten: Der hebräische Text nennt drei äußerliche Krankheitssymptome, die sich kaum ins Deutsche übertragen lassen. leiden.Tiere mit so einem Makeldürft ihr dem Herrn nicht darbringen.Nichts davon darf auf dem Altar22,22 Altar: Eine Art Tisch oder Podest, auf dem einer Gottheit Opfergaben dargebracht wurden. Mehr … verbrannt werden.Es ist keine angemessene Opfergabe für den Herrn.

23Bei der freiwilligen Opfergabedarfst du eine Ausnahme machen:Du kannst ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege nehmen,bei dem ein Bein zu lang ist.Oder du kannst ein Tier nehmen,das einen verstümmelten Schwanz hat.Wenn du aber mit der Gabe ein Gelübde22,23 Gelübde: Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden. Mehr … erfüllen willst,gefallen diese Tiere dem Herrn nicht.24Ein Tier, das an den Hoden verletzt ist,dürft ihr auf keinen Fall als Opfer darbringen.Ihr dürft in eurem Land keine Tiere darbringen,die keinen Nachwuchs bekommen können.25Von einem Ausländersollt ihr solche Tiere auch nicht kaufen,um sie eurem Gott darzubringen.Denn sie wurden verstümmelt,und jetzt ist ein Makel an ihnen.So ein Opfer gefällt Gott nicht,und ihr werdet nicht angenommen.

26Auch die folgende Anweisung bekam Mose22,26 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … vom Herrn:27Ein junges Rind, eine Ziege oder ein Lammsoll als Opfergabe22,27 Opfergabe: Eine Gabe für Gott als Zeichen des Danks oder der Bitte. Das Opfer wird auf dem Altar verbrannt und schafft Gemeinschaft mit Gott. Mehr … für den Herrn verbrannt werden.Wenn das Tier geboren wird,soll es sieben Tage lang bei seiner Mutter bleiben.Ab dem achten Tag eignet es sich als Opfertier.Ab dann gefällt dem Herrn das Opfer22,27 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr …,und er nimmt es an.28Ein Muttertier und ihr Jungtiersollt ihr nicht zusammen am selben Tag schlachten.Das gilt für Rinder, Schafe und Ziegen.

29Das ist die Anweisung,wenn ihr dem Herrn dankenund für ihn ein Schlachtopfer22,29 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … darbringen wollt.Damit es ihm gefällt, sollt ihr es so machen:30Esst das Fleisch unbedingt an dem Tag,an dem das Tier geschlachtet wird.Nichts davon dürft ihr bis zum Morgen übrig lassen.Ich bin der Herr.

Grundsätzliche Ermahnungen

31Befolgt meine Gebote22,31 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … und handelt danach.Ich bin der Herr.32Ihr dürft meinen heiligen Namen22,32 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr … nicht entweihen,damit die Israeliten mich ehren und für heilig halten.Ich bin der Herr, der euch heilig macht.33Ich habe euch aus Ägypten geführt22,33 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.,weil ich euer Gott sein will.Ich bin der Herr.
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Festzeiten, Gotteslästerung und Schuldenerlass

3. Mose/Levitikus 23,1–26,46

Die Einladung zu den Festzeiten

231Der Herr sprach mit Mose23,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … und forderte ihn auf,2mit den Israeliten zu reden und ihnen auszurichten:Ihr sollt zu den Festen des Herrn einladen,indem ihr zu einer heiligen Versammlung aufruft23,2 zu einer heiligen Versammlung aufrufen: Die Berechnung der Fest- und Feiertage gehörte zu den Aufgaben im Heiligtum. Damit alle Israeliten die Feste zur richtigen Zeit feiern konnten, wurde offiziell dazu aufgerufen..

Ruft zuerst zum wöchentlichen Feiertag auf:3Jeder siebte Tag ist ein Sabbat23,3 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr ….Das ist ein Feiertag, an dem ihr nicht arbeiten sollt.Sechs Tage dürft ihr arbeiten.Der siebte Tag aber ist ein Ruhetag zu Ehren des Herrn.Das gilt überall,egal wo ihr wohnt.

4Es gibt auch Feste zu Ehren des Herrn,die jährlich wiederkehren.Ihr sollt an den festgelegten Tagen dazu einladen,zu einer heiligen Versammlung zusammenzukommen.Es folgt eine Beschreibung dieser Feste.

Das Passafest und das Fest der ungesäuerten Brote

5Am 14. Tag des ersten Monats23,5 erster Monat: Meint den Monat Nisan. Er fällt in den März/April unseres Kalenders.ist das Passafest23,5 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … zu Ehren des Herrn.Es beginnt mit der Abenddämmerung.6Am 15. Tag desselben Monatsbeginnt das Fest der ungesäuerten Brote23,6 Fest der ungesäuerten Brote: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12,14-20. In der Eile des Aufbruchs war keine Zeit, Brot aus Sauerteig zu backen. Deshalb wird in dieser Festwoche nur ungesäuertes Brot gegessen. Mehr …zu Ehren des Herrn:An sieben Tagen sollt ihr ungesäuerte Brote essen.7Beruft am ersten Tag des Festeseine heilige Versammlung ein.Ihr dürft dann nicht arbeiten.8Sieben Tage lang sollt ihr Opfergaben darbringenund sie für den Herrn verbrennen.Beendet das Fest am siebten Tagwieder mit einer heiligen Versammlung.Auch dann dürft ihr nicht arbeiten.

Das Fest der ersten Früchte

9Der Herr sprach weiter mit Mose23,9 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr ….Er forderte ihn auf,10mit den Israeliten zu reden und ihnen auszurichten:Bald kommt ihr in das Land, das ich euch geben will23,10 das Land, das ich euch geben will: Meint das Land, das Gott den Israeliten versprochen hat; vgl. beispielsweise 1. Mose/Genesis 13,14-18..Wenn ihr dort seid und die Ernte23,10 Ernte: Die Getreideernte fand in der Antike im östlichen Mittelmeerraum in der Zeit von April bis Juni statt. Mehr … einbringt,sollt ihr das erste geerntete Getreide nicht behalten.Bringt die erste Garbe23,10 Garbe: Bei der Ernte gebündelte und zum Aufstellen zusammengebundene Getreidehalme. eurer Ernte zu einem Priester.11Er soll die Garbe vor dem Herrn hochheben.Das wird dem Herrn gefallen,und er wird euch und eure Opfergabe annehmen.Der Priester soll das an einem Tag nach dem Sabbat23,11 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … tun.

12An diesem Tag sollt ihr noch weitere Opfer darbringen:Zusätzlich zu der Garbe, die hochgehoben wird,sollt ihr ein einjähriges, makelloses Lamm nehmen.Ihr sollt es als Brandopfer23,12 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … für den Herrn darbringen.13Nehmt als Speiseopfer23,13 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … zwei Kilogramm23,13 zwei Kilogramm: Wörtlich »zwei Zehntel«. Meint zwei Zehntel Efa, also etwa 4,4 l Mehl, die etwa 2,4 kg wiegen. feines Mehl,das mit Öl vermischt ist.Es soll für den Herrn verbrannt werden,um ihn gnädig zu stimmen.Dazu kommt ein halber Liter23,13 halber Liter: Wörtlich »ein Viertel Hin«. Ein Hin ist ein Gefäß zum Messen von Flüssigkeiten und fasst etwa 2 l. Wein als Trankopfer23,13 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr ….14Ihr müsst bis zu dem Tag warten,an dem ihr eurem Gott eure Opfergaben darbringt.Erst danach dürft ihr von der neuen Ernte essen.Dann könnt ihr die Körner frisch oder geröstet23,14 geröstete Körner: Reifer Weizen, den man am Feuer röstete, war neben Brot ein beliebtes Nahrungsmittel. essenoder daraus Brot backen.Diese Bestimmung soll für immer gelten,für alle eure Nachkommen, wo auch immer ihr wohnt.

Das Wochenfest

15Den Termin für das Wochenfest23,15 Wochenfest: Erntefest, das jährlich im Frühsommer gefeiert wird, sieben Wochen nach dem Passafest. Mehr … sollt ihr so festlegen:Geht von dem Tag nach dem Sabbat23,15 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … aus,an dem ihr die erste Garbe23,15 Garbe: Bei der Ernte gebündelte und zum Aufstellen zusammengebundene Getreidehalme. dargebracht habt.Zählt dann sieben ganze Wochen,16bis zu dem Tag nach dem siebten Sabbat.Das sind insgesamt fünfzig Tage.Bringt dann für den Herrn wieder ein Opfer dar.Nehmt von der neuen Ernte ein Speiseopfer23,16 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr …:17Aus jeder Ortschaft sollt ihr zwei Brote bringen,um sie vor dem Herrn hochzuheben.Nehmt dafür zwei Kilogramm23,17 zwei Kilogramm: Wörtlich »zwei Zehntel«. Meint zwei Zehntel Efa, also etwa 4,4 l Mehl, die etwa 2,4 kg wiegen. feines Mehlund backt die Brote mit Sauerteig.Das soll die Gabe von den ersten Früchten23,17 erste Früchte: Wie bei der Erstgeburt ist der erste Teil der Ernte für Gott bestimmt. Er wird Gott als Opfer dargebracht. sein,die ihr dem Herrn gebt.

18Zusammen mit den Brotensollt ihr einige Tiere als Brandopfer23,18 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr … darbringen:sieben makellose, einjährige Lämmer,einen Stier und zwei Widder23,18 Widder: Ausgewachsenes männliches Schaf mit gebogenen Hörnern. Mehr ….Sie sollen für den Herrn als Opfer verbrannt werden.Dazu kommen das Speiseopfer23,18 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr … und das Trankopfer23,18 Trankopfer: Ausgießen von Wein, Wasser oder Öl an einem Altar. Mehr ….Das wird den Herrn gnädig stimmen.19Als Sündopfer23,19 Sündopfer: Gott schenkt dem Sünder die Möglichkeit, die Beziehung zu ihm in Ordnung zu bringen. Der Wert des Sündopfers hängt von der Stellung der Person ab. Mehr … sollt ihr einen Ziegenbock darbringenund zwei einjährige Lämmer als Schlachtopfer23,19 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr ….20Ein Priester23,20 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … soll die Gaben vor dem Herrn hochheben.Zusammen mit den Broten von den ersten Früchtensind die Lämmer eine heilige Gabe für den Herrn.Sie gehören den Priestern.21Am selben Tag sollt ihr zu einer Versammlung einladen.Es soll eine heilige Versammlung sein,und ihr dürft nicht arbeiten.Diese Ordnung soll für immer gelten,für alle eure Nachkommen,wo immer ihr auch wohnt.

22Wenn es Zeit zum Ernten ist,sollt ihr für die Armen und Fremden23,22 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … etwas übrig lassen.Lasst stehen, was am Rand des Feldes wächst!Sammelt nicht ein, was von der Ernte am Boden liegt!Ich bin der Herr, euer Gott.

Der Jubeltag zum Beginn des neuen Jahres

23Der Herr sprach weiter mit Mose23,23 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr ….Er forderte ihn auf,24mit den Israeliten zu reden und ihnen auszurichten:Der erste Tag des siebten Monats23,24 siebter Monat: Meint den Monat Tischri. Er fällt in den September/Oktober unseres Jahres.soll für euch ein Ruhetag sein.Blast an diesem Jubeltag23,24 Jubeltag: Der Tag wird heute im jüdischen Kalender als Neujahrsfest gefeiert. zur Erinnerung die Hörner23,24 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr …und ladet zu einer heiligen Versammlung ein.25Ihr dürft nicht arbeitenund sollt für den Herrn Opfergaben verbrennen.

Der große Versöhnungstag

26Weiter sagte der Herr zu Mose23,26 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:27Der zehnte Tag des siebten Monats23,27 siebter Monat: Meint den Monat Tischri. Er fällt in den September/Oktober unseres Jahres.ist der große Versöhnungstag23,27 Versöhnungstag: Fest, das jährlich im Herbst gefeiert wird. Alles, was die Beziehung zu Gott stört, wird an diesem Tag in einem besonderen Gottesdienst beseitigt. So geschieht Versöhnung zwischen Gott und den Menschen. Mehr ….Da sollt ihr eine heilige Versammlung haltenund völligen Verzicht23,27 völliger Verzicht: Es soll nicht nur auf Nahrung verzichtet werden, sondern auch auf alles, was man normalerweise tut. üben.Für den Herrn sollt ihr Opfergaben verbrennen.28An diesem Tag dürft ihr keine Arbeit verrichten.Denn es ist der Versöhnungstag,an dem für euch um Versöhnung gebeten wird.Vor dem Herrn, eurem Gott, bittet man für euch.29Jeder, der an diesem Tag nicht völligen Verzicht übt,soll aus seinem Volk ausgelöscht werden.30Und jede Person, die irgendeine Arbeit tut,werde ich vernichten – fort mit ihr aus ihrem Volk.31Ihr dürft keine Arbeit verrichten.Diese Ordnung soll für immer gelten,für alle eure Nachkommen, wo auch immer ihr wohnt.

32Dieser Tag ist ein ganz besonderer Ruhetag für euch,und ihr sollt Verzicht üben.Der Versöhnungstag beginnt am Abend des neunten Tages23,32 abends am neunten Tag: Wie in der Schöpfungsgeschichte in 1. Mose/Genesis 1,1–2,4 beginnt die Zählung eines Tages mit dem Abend.und dauert bis zum Abend des zehnten Tages.So lange dauert euer besonderer Ruhetag.

Das Laubhüttenfest

33Weiter sprach der Herr mit Mose.Er forderte ihn auf,34mit den Israeliten zu reden und ihnen auszurichten:Am fünfzehnten Tag des siebten Monats23,34 siebter Monat: Meint den Monat Tischri. Er fällt in den September/Oktober unseres Jahres.beginnt das Laubhüttenfest23,34 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. Mehr ….Sieben Tage lang sollt ihr zur Ehre des Herrn feiern.35Am ersten Tag soll es eine heilige Versammlung gebenund ihr sollt nicht arbeiten.36Am siebten Tagsollt ihr für den Herrn Opfergaben verbrennen.Am achten Tag sollt ihr beides tun:Ihr sollt wieder zu einer heiligen Versammlung einladenund für den Herrn Opfergaben verbrennen.Es ist der Tag der Festversammlung.Deshalb sollt ihr keine Arbeit verrichten.

37Das waren die Feste, zu denen ihr einladen solltund die ihr zu Ehren des Herrn feiern sollt.An diesen Tagen sollt ihrzu einer heiligen Versammlung zusammenzukommenund dem Herrn Opfer23,37 Opfer: Darbringen einer Gabe (Tiere, Pflanzen, Weihrauch) für Gott, die Gemeinschaft mit ihm schafft. In der Regel wird das Opfer oder Teile davon auf dem Altar verbrannt. Mehr … darbringen:Brandopfer23,37 Brandopfer: Das geschlachtete Opfertier wird mit Ausnahme der Haut bzw. des Fells vollständig auf dem Brandopferaltar verbrannt. Mehr …, Speiseopfer23,37 Speiseopfer: Besteht aus Getreide, Mehl, ungesäuerten Backwaren und Öl. Ein Teil wird auf dem Altar verbrannt. Mehr …, Schlachtopfer23,37 Schlachtopfer: Fett und Innereien wurden als Dank für Gott verbrannt, während das Fleisch von den Opfernden gegessen wurde. Mehr … und Trankopfer.Zu jedem Fest gehören die entsprechenden Opfer.38Zu diesen Opfern zählt nicht, was ihr sonst schon gebt:die Opfer am Sabbat23,38 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … des Herrn,eure freiwilligen Opfer für den Herrnund die Opfer, um ein Gelübde23,38 Gelübde: Versprechen, das ein Mensch Gott gibt. Es muss in jedem Fall eingelöst werden. Mehr … zu erfüllen.

39Am fünfzehnten Tag des siebten Monats23,39 siebter Monat: Meint den Monat Tischri. Er fällt in den September/Oktober unseres Jahres.sollt ihr das Laubhüttenfest23,39 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. Mehr … des Herrn feiern.Dazu ist zu ergänzen: Wenn ihr die Ernte einbringt,sollt ihr sieben Tage lang feiern.Der erste und der achte Tag sollen dabei Ruhetage sein.40Am ersten Tag sollt ihr euch Laubhütten bauen:Sucht euch besonders schöne, dicht belaubte Bäumeund nehmt deren Früchte und Zweige.Holt Palmzweige und Weidenruten.Sieben Tage lang sollt ihr feiernund euch vor dem Herrn23,40 vor dem HERRN: Diese Formulierung kann allgemein als »zu Ehren des Herrn« verstanden werden oder sich auf den konkreten Gottesdienst im Heiligtum beziehen., eurem Gott, freuen.41Als Fest des Herrnsollt ihr es einmal im Jahr sieben Tage lang feiern.Diese Ordnung soll für immer gelten,für alle eure Nachkommen:Im siebten Monat sollt ihr das Fest feiern.42Sieben Tage lang sollt ihr in den Laubhütten wohnen.Alle Einheimischen in Israel sollen das tun,43damit alle eure Nachkommen erkennen:Damals, als ich euch aus Ägypten geführt23,43 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit. habe,habe ich euch auch in Laubhütten wohnen lassen.Ich bin der Herr, euer Gott.

44Mose23,44 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … teilte den Israeliten mit,wann und wie der Herr die Festzeiten festgelegt23,44 Festzeiten festlegen: Die Berechnung der Fest- und Feiertage gehörte zu den Aufgaben im Heiligtum. Damit alle Israeliten die Feste zur richtigen Zeit feiern konnten, wurde offiziell dazu aufgerufen. hatte.
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Anweisungen für den Leuchter und die Brote im Heiligtum

241Der Herr sagte zu Mose24,1 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr …:2Weise die Israeliten folgendermaßen an:Sie sollen dir für den Leuchter24,2 der Leuchter: Herstellung und Aussehen des siebenarmigen Leuchters werden in 2. Mose/Exodus 25,31-40 beschrieben. im Heiligtumreines, gepresstes Olivenöl bringen.So kann man immer eine brennende Lampe daraufsetzen.3Im Zelt der Begegnung24,3 Zelt der Begegnung: Transportables Zeltheiligtum der Israeliten in der Zeit, als sie durch die Wüste ziehen und bis zum Bau des Tempels in Jerusalem. Mehr … gibt es einen Vorhang24,3 Vorhang: Trennt das Allerheiligste vom Rest des Heiligtums. Nur einmal im Jahr, am großen Versöhnungstag, durfte dieser Raum vom Hohepriester betreten werden..Hinter dem Vorhang steht die Lade mit den Geboten.Im Raum davor soll Aaron24,3 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester. Mehr … die Öllampen24,3 Öllampe: Lampe, in der mit einem Docht Öl verbrannt wurde. Sie war lange Zeit die wichtigste künstliche Lichtquelle. Mehr … aufstellen.Ihr Licht soll ständig vor dem Herrn brennen,vom Abend bis zum Morgen.Diese Ordnung gilt für immer, für alle eure Nachkommen.4Aaron soll die Öllampen auf den Leuchter stellen,der aus reinem Gold gefertigt ist.Dort sollen sie ständig vor dem Herrn stehen.

5Außerdem sollst du feines Mehl nehmenund daraus zwölf besondere Brote backen.Nimm für jedes Brot zwei Kilogramm24,5 zwei Kilogramm: Wörtlich »zwei Zehntel«. Meint zwei Zehntel Efa, also etwa 4,4 l Mehl, die etwa 2,4 kg wiegen. Mehl.6Lege die Brote auf den Tisch24,6 der Tisch: Im Heiligtum stand ein Tisch vor dem Vorhang, der das Allerheiligste abtrennt; vgl. 2. Mose/Exodus 25,23-30. Was auf diesen Tisch gelegt wurde, wurde vor Gottes Angesicht gelegt, daher die Bezeichnung »Tisch für die Schaubrote«. aus reinem Gold,in zwei Stapeln zu jeweils sechs Stück.Dort liegen sie als Schaubrote24,6 Schaubrote: Zwölf Brote, die auf einen Tisch im Heiligtum gelegt wurden. An jedem Sabbat wurden sie durch frische Brote ersetzt. vor dem Herrn.7Oben auf die beiden Stapel mit den Schaubrotensollst du reinen Weihrauch24,7 Weihrauch: Harz des Weihrauchbaums. Es wird beim Räucheropfer in bronzenen Pfannen verbrannt und verbreitet einen wohlriechenden Duft. Mehr … legen.Nimm ihn danach wieder herunterund verbrenne ihn als Opfergabe für den Herrn.Das dient zur Erinnerung daran,dass alles mir gehört.8An jedem Sabbat soll man die Brote erneuern.Sie liegen vor dem Herrn als ständiges Zeichen dafür,dass die Israeliten den ewigen Bund24,8 Bund: 2. Mose/Exodus 19–20 erzählt vom Bund, den Gott mit den Israeliten am Berg Sinai schließt. halten.9Die alten Brote gehören Aaron und seinen Nachkommen24,9 Aaron und seine Nachkommen: Bezeichnet die Priester in Israel, die sich alle auf ihren Stammvater Aaron zurückführen. Sie dürfen Gott Opfer darbringen und selbst davon essen..Sie sollen sie im Heiligtum essen,denn die Brote sind besonders heilig24,9 besonders heilig: Dinge oder Personen, die so heilig sind, dass sie das Heiligtum als den besonderen Bereich Gottes nicht verlassen dürfen..Sie sind eine Opfergabe für den Herrn.Diese Ordnung gilt für immer.

Ein Fall von Gotteslästerung

10Unter den Israeliten lebte ein Mann,der eine Mutter aus Israelund einen Vater aus Ägypten hatte.Einmal kam es im Lager zu einem Streitzwischen diesem Mann und einem Israeliten.11Dabei lästerte er über den Namen Gottes24,11 Name Gottes: Steht für Gott selbst und seine Gegenwart, vor allem im Heiligtum. Mehr …und verfluchte ihn.Da brachte man in zu Mose24,11 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr ….Seine Mutter hieß Schelomit.Sie war eine Tochter des Dibri aus dem Stamm Dan24,11 Dan: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet liegt im Norden des Landes..12Der Mann wurde eingesperrt.Um eine Entscheidung fällen zu können,wartete man auf eine Antwort vom Herrn.

13Da sagte der Herr zu Mose:14Nimm den, der mich verflucht hat,und führe ihn aus dem Lager hinaus.Alle, die den Fluch gehört haben,sollen ihm die Hände auf den Kopf legen24,14 Hände auf den Kopf legen: Vorgang der Übertragung: Die Gotteslästerung, die gehört wurde, wird auf den Mann zurückübertragen. Gleichzeitig wird ihm selbst die Schuld an seinem Tod gegeben..Dann soll die ganze Gemeinde ihn steinigen24,14 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr ….15Du sollst zu den Israeliten sagen:»Wer seinen Gott verflucht, belastet sich mit Schuldund muss die Folgen seiner Sünde24,15 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … tragen.16Und wer den Namen des Herrn lästert,ist des Todes schuldig.Die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.Das gilt für den Fremden24,16 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … wie den Einheimischen:Wer den Namen Gottes lästert, muss sterben!

17Wer einen anderen Menschen ermordet,ist selbst des Todes schuldig.18Wer ein Tier erschlägt, muss es ersetzen.Es gilt der Grundsatz: Leben für Leben.19Wenn jemand einem anderen Schaden zufügt,gilt derselbe Grundsatz:Man soll ihm das antun, was er dem anderen angetan hat:20Bruch für Bruch, Auge für Auge24,20 Auge für Auge: Dieses Prinzip besagt, dass das Ausmaß der Strafe das Vergehen nicht übersteigen darf. Die Strafe muss der Schuld entsprechen., Zahn für Zahn.So wie jemand einen anderen Menschen verletzt hat,so soll er bestraft werden.21Wer ein Tier erschlägt, muss es ersetzen.Wer aber einen Menschen erschlägt, muss sterben.22Bei euch soll für alle dasselbe Recht gelten,für Fremde24,22 Fremder: Person, die nicht zur Gemeinschaft Israels gehört und häufig wirtschaftlich schlechter gestellt war. Fremde sind durch das Gastrecht geschützt. Mehr … wie für Einheimische.Denn ich bin der Herr, euer Gott.«

23Mose24,23 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. Mehr … sagte all das zu den Israeliten.Dann nahmen sie den Mann, der Gott verflucht hatte,und führten ihn aus dem Lager hinaus.Dort steinigten24,23 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr … sie ihn.Die Israeliten handelten so,wie der Herr es Mose geboten hatte.