BasisBibel (BB)
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Die Beschneidung nach der Ankunft in Gilgal

51Alle Könige der Amoriter westlich des Jordanund alle Könige der Kanaaniter5,1 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … an der Meeresküsteerfuhren davon:»Der Herr hat den Jordan5,1 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr … austrocknen lassen,bis die Israeliten hinübergegangen waren.«Als sie das hörten, verloren sie allen Mut.Ihr Widerstand war gebrochen wegen der Israeliten.

2Damals sagte der Herr zu Josua5,2 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …:»Mach dir Messer aus Stein5,2 Messer aus Stein: Die Schneide besteht aus den scharfen Kanten des Splitters eines Feuersteins. Die Nennung des steinzeitlichen Werkzeugs soll das Alter des Brauchs hervorheben.und beschneide damit die Israeliten!Zum zweiten Mal5,2 zum zweiten Mal: 2. Mose/Exodus 4,24-26 erzählt, dass die Frau des Mose ihren Sohn beschnitt. Das steht stellvertretend für die Beschneidung der Israeliten, die aus Ägypten ausgezogen sind. Hier sollen ihre Nachkommen beschnitten werden. soll das geschehen.«3So machte sich Josua steinerne Messer.Er beschnitt damit die Israeliten an dem Hügel,der heute Hügel der Vorhäute heißt.4Und das war der Grund für die Beschneidung5,4 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. Mehr …,die Josua vornahm:Als das Volk aus Ägypten auszog5,4 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.,waren noch alle Männer beschnitten gewesen.Doch diese Männer, also alle Kriegsleute,waren unterwegs in der Wüste gestorben.5Die Kinder aber waren nicht beschnitten,die nach dem Auszug in der Wüste geboren wurden.640 Jahre wanderten die Israeliten durch die Wüste.Dann waren alle Kriegsleute gestorben,die ganze Generation,die aus Ägypten ausgezogen war.Denn sie hatten dem Herrn nicht gehorcht5,6 dem Herrn nicht gehorcht: 4. Mose/Numeri 13–14 erzählt, dass die Israeliten bei der Erkundung des Landes Gott nicht vertrauten..Und so hatte der Herr ihnen geschworen,dass sie das Land nicht sehen werden.Doch was er ihren Vorfahren geschworen5,6 ihren Vorfahren geschworen: 2. Mose/Exodus 3,8 erzählt, dass Gott seinem Volk Land schenken wird. hatte,daran hielt der Herr fest:nämlich dass er uns ein Land geben wird,in dem Milch und Honig fließen5,6 Land, in dem Milch und Honig fließen: Biblische Redewendung für ein fruchtbares Land, das landwirtschaftliche Güter im Überfluss hervorbringt..7Als nun die Söhne an die Stelle der Väter traten,nahm Josua die Beschneidung an ihnen vor.Sie waren ja noch unbeschnitten,weil man sie unterwegs nicht beschnitten hatte.8So wurden alle Männer im Volk beschnitten.Danach blieben sie an Ort und Stelle im Lager,bis sie sich wieder erholt hatten.9Der Herr aber sagte zu Josua:»Heute habe ich die Schmach von euch abgewälzt,die ihr in Ägypten erfahren habt.«Deshalb nannte er den Ort Gilgal5,9 Gilgal: Heiligtum in der Nähe von Jericho. Dort haben die Israeliten nach ihrem Durchzug durch den Jordan zwölf Steine aufgestellt, vgl. Josua 4,19-20.,das bedeutet: Abwälzung.Und so heißt er bis heute.

Das erste Passafest in Kanaan

10Die Israeliten lagerten in Gilgal5,10 Gilgal: Heiligtum in der Nähe von Jericho. Dort haben die Israeliten nach ihrem Durchzug durch den Jordan zwölf Steine aufgestellt, vgl. Josua 4,19-20.und feierten dort das Passafest5,10 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr ….Das war am Abend, am 14. Tag des Monats5,10 Monat: Meint den Monat Nisan. Er fällt in den März/April unseres Kalenders.,im Jordantal in der Nähe von Jericho.11Am Tag nach dem Passafestaßen sie zum ersten Malvon den Erträgen des Landes:ungesäuertes Brot5,11 ungesäuertes Brot: Wird ohne Sauerteig gebacken. Dadurch entfällt die Wartezeit bei der Teigherstellung, sodass sich das Brot schnell herstellen lässt. und geröstetes Korn5,11 geröstetes Korn: Reifer Weizen, den man am Feuer röstete, war neben Brot ein beliebtes Nahrungsmittel..12Genau von diesem Tag an,als sie von den Erträgen des Landes aßen,blieb das Manna5,12 Manna: Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. Mehr … aus.Seitdem bekamen die Israeliten kein Manna mehr.In dem Jahr aßen sie von der Ernte im Land Kanaan5,12 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr ….

Der Heerführer des Herrn erscheint

13Als sich Josua5,13 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr … in der Nähe von Jericho5,13 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. Mehr … aufhielt,schaute er auf und sah plötzlich einen Mann.Der stand ihm gegenüber und hatte sein Schwert gezogen.Josua ging zu ihm hin und fragte ihn:»Freund oder Feind?«14Er antwortete: »Keins von beiden!Ich bin der Heerführer des Herrn5,14 Heerführer des HERRN: Engel, der die himmlischen Heere befehligt. Er wurde bereits in 2. Mose/Exodus 23,20 angekündigt..Und jetzt bin ich gekommen!«Da warf sich Josua mit dem Gesicht auf den Boden,verneigte sich und sprach zu ihm:»Was befiehlt mein Herr seinem Knecht5,14 Knecht: Selbstbezeichnung von Menschen, die ihr Gegenüber damit als ihren Herrn anerkennen.15Der Heerführer des Herrn antwortete Josua:»Zieh deine Schuhe aus!5,15 Zieh deine Schuhe aus!: Mit den gleichen Worten wird Mose am Dornbusch in der Wüste berufen, vgl. 2. Mose/Exodus 3,5. Josua wird so Mose gleichgestellt.Denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig.«Und Josua tat es.
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Die Eroberung von Jericho

Josua 6,1-27

Josua trifft Anordnungen

61Jericho6,1 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. Mehr … hatte seine Tore geschlossen.Und sie blieben fest verschlossen,als die Israeliten heranrückten.Niemand kam mehr heraus oder hinein.2Da sagte der Herr zu Josua6,2 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …:»Schau, ich gebe Jericho in deine Gewalt,mit seinem König und seinen kriegstüchtigen Männern!3Ihr sollt die Stadt umstellen.Lass alle Kriegsleute einmal um die Stadt ziehen.Sechs Tage lang sollst du das tun.4Sieben Priester sollen sieben Widderhörner6,4 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr …,also sieben Posaunen vor der Lade6,4 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … hertragen.Am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen.Die Priester sollen die Widderhörner blasen.5Sobald ihr aber den Schall der Widderhörner hört,soll das Volk in lautes Kriegsgeschrei ausbrechen.Dann fallen die Mauern der Stadt in sich zusammen.Das Kriegsvolk soll sie dann erstürmen,jeder von dort, wo er gerade steht.«

6Josua6,6 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …, der Sohn des Nun, rief die Priester6,6 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … zusammenund sagte zu ihnen:»Nehmt die Bundeslade6,6 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … mit euch!Sieben Priester sollen sieben Widderhörner6,6 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr …,sieben Posaunen vor der Lade des Herrn tragen.«7Dann befahl er dem Volk:»Geht hinüber und umstellt die Stadt!Die bewaffneten Kämpfer gehen vor der Lade des Herrn8Nachdem Josua dem Volk diesen Befehl gegeben hatte,setzten sich die sieben Priester in Bewegung.Sie trugen sieben Widderhörner,sieben Posaunen vor dem Herrn.Sie zogen hinüber und bliesen die Widderhörner.Die Bundeslade des Herrn folgte ihnen nach.9Die bewaffneten Kämpfer gingen vor den Priestern,die in einem fort die Widderhörner bliesen.Das übrige Kriegsvolk zog hinter der Lade her,während die Widderhörner geblasen wurden.10Josua hatte dem Kriegsvolk den Befehl gegeben:»Kein Kriegsgeschrei! Lasst nichts von euch hören!Redet kein einziges Wort!Wenn es aber so weit ist, sage ich zu euch:›Stimmt jetzt das Kriegsgeschrei an!‹Dann sollt ihr in Kriegsgeschrei ausbrechen.«11So ließ er die Lade des Herrn um die Stadt ziehen,einmal im Kreis um sie herum.Dann kehrten alle wieder ins Heerlager zurückund übernachteten dort.12Am nächsten Morgen stand Josua früh auf.Die Priester nahmen die Lade des Herrn.13Sieben Priester trugen sieben Widderhörner,sieben Posaunen vor der Lade des Herrn.Während sie gingen, bliesen sie die Widderhörner.Die bewaffneten Kämpfer gingen vor ihnen.Das übrige Kriegsvolk zog hinter der Lade her,während die Widderhörner geblasen wurden.14Auch am zweiten Tag zogen sie einmal um die Stadt.Dann kehrten sie wieder ins Heerlager zurück.So machten sie es sechs Tage lang.

Die Mauern Jerichos fallen wie durch ein Wunder

15Am siebten Tag war es dann so weit.Als der Morgen dämmerte, standen sie aufund zogen wie zuvor um die Stadt herum,jedoch siebenmal.Nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um die Stadt.16Beim siebten Mal bliesen die Priester6,16 Priester: Bringt Opfer im Heiligtum dar und deutet den Willen Gottes. Mehr … die Widderhörner6,16 Widderhorn: Hebräisch schofar. Ein Musik- und Signalinstrument, das aus dem Horn eines Widders hergestellt wird. Mehr …,und Josua6,16 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr … befahl dem Kriegsvolk:»Beginnt mit dem Kriegsgeschrei!Denn der Herr hat die Stadt in eure Gewalt gegeben.17Ihr sollt die Stadt dem Untergang weihen6,17 dem Untergang weihen: Meint die vollständige Vernichtung von Kriegsbeute und Gefangenen durch Gott oder im Auftrag Gottes. Das Volk hat keinen Anspruch darauf, weil Gott allein den Sieg ermöglicht..Alles, was in ihr ist, soll dem Herrn gehören.Nur die Hure Rahab6,17 Rahab: Prostituierte, die den Israeliten beim Auskundschaften der Stadt Jericho half; vgl. Josua 2. soll am Leben bleiben,sie und alle, die bei ihr im Haus sind.Denn sie hat die Kundschafter versteckt,die wir losgeschickt hatten.18Alles, was dem Untergang geweiht ist,sollt ihr vernichten.Nehmt euch auf keinen Fall etwas davon!Sonst bringt ihr den Untergang auch über Israels Lagerund stürzt es ins Unglück.19Alles Silber und Gold soll man dem Herrn übergeben,auch die Geräte aus Bronze und Eisen.Man soll sie zum Schatz6,19 Schatz: Anspielung auf die Schatzkammer des späteren Tempels in Jerusalem. des Herrn bringen.«20Nun bliesen die Priester die Widderhörner.Als das Volk den Schall der Widderhörner hörte,brach es in ein ohrenbetäubendes Kriegsgeschrei aus.Daraufhin fielen die Mauern der Stadt in sich zusammen.Dann erstürmte das Kriegsvolk die Stadt,jeder von dort, wo er gerade stand.So eroberten sie die Stadt.21Und alles, was sich in der Stadt befand,weihten sie mit dem Schwert dem Untergang:Männer und Frauen, Junge und Alte,Rinder, Schafe und Esel.

Rahab und ihre Familie werden gerettet

22Zu den beiden Männern, die das Land erkundet hatten,sagte Josua:»Geht zu dem Haus der Hure und holt die Frau6,22 die Frau: Meint die Prostituierte Rahab, die den Israeliten beim Auskundschaften der Stadt Jericho half; vgl. Josua 2. herausmit allen, die zu ihrem Haus gehören!Das habt ihr der Frau geschworen.«23Die jungen Männer, die Kundschafter gewesen waren,gingen also zu dem Haus.Sie holten Rahab6,23 Rahab: Prostituierte, die den Israeliten bei der Eroberung Jerichos half; vgl. Josua 2. heraus, ihren Vater, ihre Mutter,ihre Geschwister und alle anderen.Sie brachten die ganze Verwandtschaft an einen Platzaußerhalb des israelitischen Lagers.Dort konnten sie bleiben.24Aber die Stadt selbst brannten sie niedermit allem, was in ihr war.Nur das Silber und Gold,die Geräte aus Bronze und Eisenlegten sie zum Schatz des Herrn.25Josua ließ die Hure Rahab am Lebenmit ihrer Familie und allen anderen.Denn sie hatte die Kundschafter versteckt,die Josua mit dem Auftrag losgeschickt hatte,Jericho auszuspionieren.Und so leben ihre Nachkommen noch heute in Israel.

26Damals ließ Josua6,26 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr … das Volk schwören6,26 schwören: Was das Volk geschworen hat, erfüllt sich in 1. Könige 16,34.:»Verflucht ist der Mann vor dem Herrn,der diese Stadt Jericho6,26 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers. Mehr … wieder aufbauen will.Wenn er die Fundamente legt,soll ihn das seinen ältesten Sohn kosten.Und wenn er die Stadttore einsetzt,soll ihn das seinen jüngsten Sohn kosten.«27Der Herr war mit Josua.Im ganzen Land hörte man von ihm.
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Die Eroberung der Stadt Ai

Josua 7,1–8,35

Israel scheitert beim Angriff auf die Stadt Ai

71Alles war dem Untergang geweiht7,1 dem Untergang weihen: Meint die vollständige Vernichtung von Kriegsbeute und Gefangenen durch Gott oder im Auftrag Gottes. Das Volk hat keinen Anspruch darauf, weil Gott allein den Sieg ermöglicht.,doch die Israeliten vergriffen sich an der Beute:Ein Mann namens Achan nahm sich etwas von dem,was dem Untergang geweiht war.Er war der Sohn von Karmi, dem Sohn von Sabdi,dem Sohn von Serach, aus dem Stamm Juda7,1 Juda: Einer der zwölf Stämme Israels. Sein Siedlungsgebiet lag im judäischen Bergland..Da packte den Herrn der Zorn über die Israeliten.

2Josua7,2 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr … schickte Kundschafter von Jericho nach Ai7,2 Ai: Stadt etwa 13 km nördlich von Jerusalem.,das östlich von Bet-El7,2 Bet-El: Ortschaft 16 km nördlich von Jerusalem. Der Name bedeutet übersetzt »Haus Gottes«. liegt.Er gab ihnen den Auftrag:»Geht und erkundet das Land!«Da machten sich die Männer auf den Wegund erkundeten die Gegend um die Stadt Ai.3Als sie zu Josua zurückkamen,gaben sie den folgenden Lagebericht:»Es muss nicht das ganze Volk ins Feld ziehen.Etwa 2000 oder 3000 Mann dürften ausreichen,um die Stadt Ai zu besiegen.Du musst nicht das ganze Kriegsvolk dorthin schicken.Denn es gibt nur wenige Verteidiger.«4So zogen etwa 3000 Mann aus dem Volk dorthin.Doch sie mussten vor den Männern aus Ai fliehen.5Die Männer aus Ai verfolgten sievom Stadttor bis zu den Steinbrüchenund erschlugen von ihnen 36 Mann.Beim Abstieg wurden diese erschlagen.Da verlor das Volk den Mut,wie Wasser floss er davon.

6Josua7,6 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr … aber zerriss seine Kleider7,6 seine Kleider zerreißen: Ausdruck tiefer Betroffenheit, beispielsweise bei Trauer, Wut oder Verzweiflung..Er warf sich vor der Lade7,6 Lade: Eine an Stangen tragbare Truhe aus Holz mit goldener Deckplatte, die für die Gegenwart Gottes bei seinem Volk steht. 2. Mose/Exodus 25,16 zufolge werden in ihr die Tafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt. Mehr … des Herrn nieder,mit dem Gesicht zur Erde.Dort blieb er bis zum Abend liegen.Auch die Ältesten7,6 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels waren bei ihmund hatten sich Staub auf den Kopf7,6 Staub auf den Kopf: Das Bedecken von Kopf und Körper mit Staub gehört zu den Trauerbräuchen. gestreut.7Josua rief: »Ach Herr, mein Gott!Warum hast du nur dieses Volk über den Jordan7,7 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr … geführt?Wolltest du uns den Amoritern7,7 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich des Jordan lebte, bevor die Israeliten das Land in Besitz nahmen. preisgeben,sodass wir durch sie ums Leben kommen?Ach hätten wir uns doch dazu entschlossen,auf der anderen Seite des Jordan zu bleiben!8Jetzt aber ist Israel vor seinen Feinden geflohen.Was soll ich dazu noch sagen, mein Herr?9Die Kanaaniter7,9 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. Mehr … und alle Bewohner des Landeswerden davon erfahren.Sie werden von allen Seiten über uns herfallenund unseren Namen7,9 Name: Es geht um den Namen »Israel« und damit um das von Gott erwählte Volk. Die Auslöschung des Namens bedeutet seine endgültige Vernichtung. auslöschen auf der Erde.Was soll dann aus deinem großen Namen werden?«

Der Grund für Israels Scheitern

10Daraufhin sagte der Herr zu Josua7,10 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr …:»Steh auf!Warum liegst du mit dem Gesicht zur Erde?11Israel hat eine schwere Sünde7,11 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. Mehr … begangen.Das Volk hat sich nicht an den Bund gehalten,den ich mit ihnen geschlossen habe.Vielmehr haben sie sich etwas von dem genommen,was dem Untergang geweiht7,11 dem Untergang weihen: Meint die vollständige Vernichtung von Kriegsbeute und Gefangenen durch Gott oder im Auftrag Gottes. Das Volk hat keinen Anspruch darauf, weil Gott allein den Sieg ermöglicht. war.Sie haben gestohlen und das Gestohlene versteckt,sie haben es heimlich zu ihren eigenen Sachen gelegt.12Deshalb werden die Israeliten besiegtund können sich nicht gegen ihre Feinde wehren.Sie müssen vor ihren Feinden die Flucht ergreifen.Denn jetzt sind sie selbst dem Untergang geweiht.Ich werde euch nicht mehr zur Seite stehen –es sei denn, dass ihr bei euch alles vernichtet,was dem Untergang geweiht ist.13Steh auf, Josua, und sorge dafür,dass das Volk heilig vor Gott tritt!Sag zu ihnen: Morgen sollt ihr heilig sein!Denn so spricht der Herr7,13 so spricht der HERR: Typische Einleitung eines Gotteswortes, vor allem in prophetischen Büchern., der Gott Israels:Mitten unter euch, ihr Israeliten7,13 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr …, ist etwas,das dem Untergang geweiht ist.Solange ihr es nicht aus eurer Mitte entfernt habt,könnt ihr euch nicht gegen eure Feinde wehren.14Morgen sollt ihr antreten, Stamm für Stamm:Der Stamm, den das Los7,14 Los: Zu denken ist an ein priesterliches Losverfahren, durch das der Kreis um den Schuldigen immer enger gezogen wird. des Herrn trifft,soll antreten mit seinen Großfamilien.Die Großfamilie, die das Los des Herrn trifft,soll antreten mit ihren Familien.Und die Familie, die das Los des Herrn trifft,soll antreten Mann für Mann.15Wer dann übrig bleibt, ist dem Untergang geweiht.Er soll verbrannt werden mit denen, die zu ihm gehören.Denn er hat sich nicht an den Bund des Herrn gehalten.Er hat in Israel etwas Schlimmes getan.«

16Am nächsten Morgen stand Josua7,16 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr … früh aufund ließ Israel7,16 Israel: Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs. Gott hat mit Israel einen Bund geschlossen. Mehr … antreten, Stamm für Stamm.Das Los traf den Stamm Juda.17Dann ließ er die Großfamilien aus Juda antreten.Das Los traf die Großfamilie des Serach.Dann ließ er die Großfamilie des Serach antreten,Mann für Mann.Das Los traf Sabdi.18Dann ließ er dessen Familie antreten,Mann für Mann.Und so fiel das Los auf Achan, den Sohn von Karmi,den Sohn von Sabdi, den Sohn von Serach,aus dem Stamm Juda.19Da sagte Josua zu Achan: »Mein Sohn!Gib dem Herrn, dem Gott Israels, die Ehreund bekenne vor ihm deine Schuld!Sag mir jetzt, was du getan hast,und verheimliche nichts vor mir!«20Achan antwortete Josua: »Es ist wahr!Ich habe mich dem Herrn widersetzt,dem Gott Israels.Das ist es, was ich getan habe:21Ich sah unter den Beutestückeneinen wunderschönen babylonischen Mantel,200 Silbermünzen7,21 200 Silbermünzen: Wörtlich »200 Silber-Schekel«. Ein Silber-Schekel ist eine Münze im Wert von etwa 12 g Silber. und einen Barren Gold7,21 Barren Gold: Sein Gewicht wird mit 50 Schekel angegeben, das ist etwas mehr als ein halbes Kilogramm..Da konnte ich nicht widerstehen und nahm es.Alles ist im Inneren meines Zeltes versteckt,in der Erde vergraben, das Silber ganz unten.«

Achan wird bestraft

22Josua7,22 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. Mehr … schickte Boten, die liefen zu dem Zelt.Und tatsächlich fanden sie alles in seinem Zelt,was vergraben war, das Silber ganz unten.23Da holte man die Dinge aus dem Zeltund brachte sie zu Josua und allen Israeliten.Man breitete sie aus vor dem Herrn.24Josua nahm Achan, den Nachkommen des Serach,dazu das Silber, den Mantel und den Barren Gold.Er nahm seine Söhne und seine Töchter,seine Rinder, Esel, Ziegen und Schafe,auch sein Zelt mit allem, was dazugehört.Dann führte er sie in das Tal Achor7,24 Tal Achor: Ebene in der Nähe der Stadt Jericho..Und alle Israeliten gingen mit.25Josua erklärte feierlich:»Wie du uns ins Unglück gestürzt hast,soll dich heute der Herr ins Unglück stürzen.«Dann steinigten7,25 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr … ihn alle Israeliten.Auch alle seine Angehörigen töteten sie auf diese Weiseund verbrannten seinen Besitz im Feuer.26Dann errichtete man über ihm einen großen Steinhaufen,der heute noch dort zu sehen ist.Der Herr aber ließ ab von seinem glühenden Zorn.In Erinnerung an den Vorfall nannte man den Ort Achortal,das heißt: Tal des Unglücks.