BasisBibel (BB)
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Josuas Abschiedsreden

Josua 23,1–24,33

Die erste Abschiedsrede

231Der Herr23,1 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. hatte an allen Orten dafür gesorgt,dass Israel in Ruhe vor seinen Feinden leben konnte.Danach war eine lange Zeit vergangen.Josua23,1 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. war inzwischen sehr alt geworden.2Da rief Josua ganz Israel zusammen:die Ältesten23,2 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. und führenden Männer des Volkes,seine Richter und Beamten.Er sagte zu ihnen: »Ich bin nun sehr alt geworden.3Und ihr habt mit eigenen Augen gesehen,wie der Herr, euer Gott, alle diese Völker besiegt hat.Denn der Herr, euer Gott, ist es,der für euch kämpft.4Auch das Land der Völker, die noch übrig geblieben sind,habe ich euch als Erbbesitz23,4 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. durch das Los23,4 Los: Unterschiedlich markierte Steinchen, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden, um eine Entscheidung herbeizuführen. zugeteilt –vom Jordan23,4 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. bis zum großen Meer im Westen23,4 großes Meer im Westen: Meint das Mittelmeer..Diese Völker waren unter allen Völkern übrig geblieben,die ich ausgerottet habe.5Doch der Herr, euer Gott,wird sie vor euch vertreiben und aus dem Land jagen.Dann könnt ihr es in Besitz nehmen.So hat es euch der Herr, euer Gott, versprochen23,5 versprochen: Ein solches Versprechen findet sich in 5. Mose/Deuteronomium 6,19..

6Seid nun sehr stark!Beachtet alles und tut alles,was im Gesetzbuch des Mose23,6 Gesetzbuch des Mose: Verweis auf den Willen Gottes, wie er in den Bestimmungen der fünf Bücher Mose aufgeschrieben ist. aufgeschrieben ist.Ihr sollt davon nicht abweichen,weder nach rechts noch nach links.7Mit den Völkern aber, die im Land geblieben sind,dürft ihr euch nicht vermischen.Ihr dürft ihre Götter nicht beim Namen rufenund auch nicht bei ihnen schwören.Dient ihnen nicht und betet sie nicht an!8Vielmehr haltet fest am Herrn, eurem Gott,wie ihr es bis heute getan habt.9Es waren doch große und mächtige Völker,die der Herr aus eurem Land vertrieben hat.Bis heute konnte keines von ihnen euch standhalten.10Ja, ein Einziger von euchkann 1000 Mann in die Flucht schlagen.Denn der Herr, euer Gott, ist es,der für euch kämpft.So hat er es euch versprochen.

11Achtet sehr darauf, den Herrn, euren Gott, zu lieben!Es geht um euer Leben.12Wendet euch auf keinen Fall von ihm ab!Schließt euch nicht den übrigen Völkern an,die noch bei euch im Land wohnen!Verheiratet euch nicht mit diesen Leuten,damit sich eure Völker nicht vermischen!13Denn für diesen Fall wisst ihr ja:Der Herr, euer Gott, wird aufhören,diese Völker aus eurem Land zu vertreiben.Dann werdet ihr ihnen in die Falle gehen,und sie werden euch zum Verhängnis werden.Sie werden die Peitsche auf euren Rücken seinund die Dornen in euren Augen.Am Ende müsst ihr das fruchtbare Land verlassen,das der Herr, euer Gott, euch gegeben hat.

14Seht, ich gehe jetzt den Weg aller Menschenund muss die Welt verlassen.Ihr aber sollt wissen,ja ihr sollt es begreifenmit eurem ganzen Herzen23,14 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. und eurer ganzen Seele23,14 eure ganze Seele: Die Angesprochenen sollen sich mit ihrer ganzen Lebenskraft für Gott einsetzen.:Von den Verheißungen blieb keine einzige unerfüllt,die der Herr, euer Gott, euch gegeben hat.Alles ist eingetroffen.Nichts davon ist unerfüllt geblieben.15So verhält es sich mit allen seinen Verheißungen,die der Herr, euer Gott, euch gegeben hat.Und so verhält es sich auch mit seinen Drohungen.Wenn sie wahr werden, wird er euch vernichten.Er wird euch aus dem fruchtbaren Land werfen,das der Herr, euer Gott, euch gegeben hat.16Darum verlasst nicht den Bund23,16 Bund: Vertrag, mit dem zwei Partner eine gegenseitige Verpflichtung eingehen. Ist Gott einer der Partner, kann er sich auch einseitig zur Treue gegenüber seinem Volk oder einzelnen Menschen verpflichten.,den der Herr, euer Gott, euch geboten hat.Wendet euch nicht anderen Göttern zu,dient ihnen nicht und betet sie nicht an!Sonst wird der Zorn des Herrn23,16 Zorn Gottes: Sein Wille, Gericht zu halten. des Herrn über euch kommen.Dann müsst ihr sehr schnell das gute Land verlassen,das er euch geschenkt hat.«
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Die zweite Abschiedsrede in Sichem

241Josua24,1 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. versammelte alle Stämme Israels in Sichem24,1 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen..Er rief die Ältesten24,1 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. Israels zusammen,seine führenden Männer, Richter und Beamten.Als sie sich vor Gott aufgestellt hatten,2sagte Josua zum ganzen Volk:»So spricht der Herr24,2 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr., der Gott Israels:Früher24,2 früher: Israels Stammvater Abraham und seine Familie stammen aus Mesopotamien. Auf Gottes Befehl hin hat Abraham das Land verlassen, vgl. 1. Mose/Genesis 11,27–12,4. wohnten eure Vorfahren östlich des Eufrat24,2 Eufrat: Neben dem Tigris einer der beiden Hauptflüsse in Assyrien und Babylonien, im heutigen Irak.,nämlich Terach, der Vater des Abraham24,2 Abraham: Stammvater des Volkes Israel, vgl. 1. Mose/Genesis 12–25. und des Nahor.Dort verehrten sie andere Götter.3Da holte ich euren Vater Abraham aus dem Landöstlich des Eufrat.Ich ließ ihn durch das ganze Land Kanaan24,3 Kanaan: Bezeichnung für das Gebiet zwischen Jordantal und Mittelmeer bis zur Stadt Sidon, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde. ziehenund sorgte dafür, dass er viele Nachkommen hatte.Ich schenkte ihm einen Sohn, den Isaak24,3 Isaak: Stammvater des Volkes Israel und einziger Sohn von Abraham und Sara, vgl. 1. Mose/Genesis 21–35..4Und dem Isaak schenkte ich Jakob24,4 Jakob: Sohn von Isaak und Rebekka. Er ist der Vater von zwölf Söhnen, die für die Stämme Israels stehen; vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–50,14. und Esau24,4 Esau: Zwillingsbruder von Jakob und Stammvater der Edomiter, vgl. 1. Mose/Genesis 25,19–36,43..Esau überließ ich das Gebirge Seir24,4 Seir: Gebirgszug südöstlich des Toten Meers und Siedlungsgebiet der Edomiter.,das er in Besitz nehmen sollte.Jakob aber und seine Söhne zogen nach Ägypten24,4 zogen nach Ägypten: Während einer Hungersnot zog Jakob mit seiner Familie nach Ägypten, wo einer seiner Söhne eine führende Rolle am Hof des Pharao innehatte; vgl. 1. Mose/Genesis 46..5Dann sandte ich Mose24,5 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. und Aaron24,5 Aaron: Bruder von Mose und erster Hohepriester Israels. Er gilt in der Bibel als Stammvater der Priester..Ich strafte Ägypten mit Zeichen meiner Macht24,5 Zeichen meiner Macht: Meint die ägyptischen Plagen, durch die Gott den Pharao gezwungen hat, die Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten ziehen zu lassen; vgl. 2. Mose/Exodus 7–11.,die ich mitten im Land getan hatte.Dann führte ich euch heraus.6Ich führte eure Vorfahren aus Ägypten24,6 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.,und ihr kamt bis zum Meer.Doch die Ägypter verfolgten eure Vorfahrenmit Streitwagen und Reitern bis zum Schilfmeer24,6 Schilfmeer: Beim Auszug aus Ägypten rettete Gott sein Volk, indem er es durch das Schilfmeer führte; vgl. 2. Mose/Exodus 13,17–15,21..7Da riefen sie den Herrn um Hilfe.Der ließ eine dunkle Wolke entstehenund schob sie zwischen euch und die Ägypter24,7 zwischen euch und die Ägypter: So konnten die Ägypter ihnen nicht näher kommen, vgl. 2. Mose/Exodus 14,19-20..Dann ließ er das Meer strömen,sodass es die Ägypter bedeckte.Mit eigenen Augen habt ihr gesehen,was ich in Ägypten getan habe.Dann seid ihr lange Zeit in der Wüste24,7 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. geblieben.8Ich brachte euch schließlich in das Land der Amoriter,die östlich des Jordan wohnten.Sie kämpften gegen euch.Doch ich gab sie in eure Gewalt.So konntet ihr das Land erobern und sie vernichten.9Balak24,9 Balak: König von Moab, der Bileam damit beauftragte, das Volk Israel zu verfluchen; vgl. 4. Mose/Numeri 22–24., der Sohn des Zippor, war König der Moabiter24,9 Moabiter: Nachbarvolk Israels im Ostjordanland..Der erhob sich gegen euch und kämpfte gegen Israel.Auch schickte er Boten und ließ Bileam24,9 Bileam: Wurde vom König der Moabiter beauftragt, das Volk Israel zu verfluchen; vgl. 4. Mose/Numeri 22–24. zu sich rufen,den Sohn des Beor.Der sollte euch verfluchen.10Aber ich wollte nicht auf Bileam hören.Vielmehr musste er euch segnen.So rettete ich euch aus seiner Hand.11Dann habt ihr den Jordan überquert und kamt nach Jericho24,11 Jericho: Oasenstadt in der judäischen Wüste nördlich des Toten Meers..Die Herren der Stadt Jericho führten Krieg gegen euch,ebenos die Amoriter24,11 Amoriter: Volksgruppe, die im Gebiet östlich und westlich des Jordan lebte, bevor das Volk Israel das Land in Besitz nahm., Perisiter, Kanaaniter24,11 Kanaaniter: Bewohner des Gebietes zwischen Jordantal und Mittelmeer, bevor es durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde.,Hetiter24,11 Hetiter: Volksgruppe im südlichen Kanaan, bevor das Land durch das Volk Israel in Besitz genommen wurde., Girgaschiter, Hiwiter und Jebusiter24,11 Jebusiter: Bevölkerungsgruppe, die vor den Israeliten in Jerusalem und dem umliegenden Gebiet lebte..Doch ich gab sie in eure Gewalt.12Ich schickte wild gewordene Wespen gegen sie losund vertrieb die beiden Könige der Amoriter24,12 Könige der Amoriter: Die griechische Überlieferung zählt zwölf Könige, die hebräische Fassung zwei..Euer Schwert und euren Bogen brauchte ich nicht dazu.13So gab ich euch ein Land,um das ihr euch nicht bemüht habt.Ich überließ euch Städte,die ihr nicht gebaut habt.Jetzt wohnt ihr in ihren Häusern.Ich überließ euch Weinberge und Olivenbäume,die ihr nicht gepflanzt habt.Jetzt esst ihr von ihren Früchten.

14Wenn ihr auf all das zurückschaut,so begegnet dem Herrn mit Ehrfurcht24,14 Ehrfurcht: Eine Haltung größter Hochachtung gegenüber Gott, die sowohl Bewunderung als auch Erschrecken zum Ausdruck bringt.!Dient ihm aufrichtig und treu!Schafft die Götter24,14 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. ab,die eure Vorfahren verehrt haben –östlich des Eufrat24,14 östlich des Eufrat: Israels Stammvater Abraham und seine Familie stammen aus Mesopotamien, wo verschiedene Gottheiten verehrt wurden. und in Ägypten24,14 in Ägypten: Nachdem Israels Stammvater Jakob mit seiner Familie nach Ägypten gezogen war, blieb sie über einige Generationen dort. In Ägypten wurden verschiedene Gottheiten verehrt.!Dient nur noch dem Herrn!15Oder seid ihr anderer Meinungund wollt dem Herrn nicht dienen?Dann wählt heute, wem ihr dienen wollt:Sollen es die Götter eurer Vorfahren sein,die sie östlich des Eufrat verehrt haben?Oder sollen es die Götter der Amoriter24,15 Götter der Amoriter: Wurden von den Bewohnern des Landes verehrt, die vor den Israeliten in Kanaan lebten. sein,in deren Land ihr jetzt wohnt?Ich aber und meine Familie:Wir wollen dem Herrn dienen!«

Das Volk entscheidet sich

16Da antwortete das Volk:»Auf keinen Fall werden wir den Herrn24,16 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr. verlassen,um anderen Göttern24,16 Götter: Götter, die von anderen Völkern verehrt werden. Israel hat nur einen einzigen Gott. zu dienen.17Denn der Herr allein ist unser Gott!Er hat uns und unsere Vorfahren aus Ägypten geführt24,17 aus Ägypten geführt: 2. Mose/Exodus 1–15 erzählt, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit.aus dem Leben in der Sklaverei.Große Wunder hat er vor unseren Augen getan.Er hat uns auf dem ganzen Weg24,17 auf dem ganzen Weg: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10–21. behütet,den wir gegangen sind.Er hat uns vor allen Völkern beschützt,auf die wir unterwegs gestoßen sind.18Der Herr hat alle Völker vor uns vertrieben,dazu die Amoriter, die hier im Land gewohnt haben.Darum wollen auch wir dem Herrn dienen!Denn er allein ist unser Gott.«19Daraufhin sagte Josua24,19 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. zum Volk:»Glaubt ihr denn, dass ihr das könnt?So einfach ist das nicht, dem Herrn zu dienen.Denn er ist ein heiliger Gott!Er ist ein eifersüchtiger Gott24,19 eifersüchtiger Gott: Gott will nicht, dass sein Volk andere Götter anbetet und sich von ihnen Hilfe erhofft. Er will sein einziger Gott sein.!Eure Fehler und Sünden24,19 Sünden: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. vergibt er euch nicht.20Wenn ihr den Herrn verlasstund fremden Göttern dient,wird er euch das nicht verzeihen.Dann wird er euch Böses tun und euch ein Ende setzen –nach all dem Guten, das er euch getan hat.«21Da sagte das Volk zu Josua:»Nein, wir bleiben dabei:Auch wir wollen dem Herrn dienen.«22Josua antwortete dem Volk:»Dann seid ihr jetzt Zeugen,auch wenn ihr euch selbst anklagen müsstet –Zeugen dafür, dass ihr den Herrn erwählt habtund ihm dienen wollt.«Da bestätigten sie: »Ja, wir sind Zeugen!«23»Dann schafft die Götter ab«, sagte Josua,»die noch immer unter euch sind!Richtet euren Sinn allein auf den Herrn,den Gott Israels!«24Das Volk erklärte sich einverstanden:»Wir wollen dem Herrn, unserem Gott, dienen.Ihm allein wollen wir gehorchen.«

25In einem Vertrag mit dem Volk hielt Josua24,25 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land. fest,dass es sich für den Herrn entschieden hatte.Und er verpflichtete das Volk,das in Sichem24,25 Sichem: Stadt 60 km nördlich von Jerusalem, zwischen den Bergen Garizim und Ebal gelegen. zusammengekommen war,auf Recht und Gesetz.26Josua schrieb alles in das Gesetzbuch Gottes.Dann nahm er einen großen Stein.Den stellte er unter einem Baum auf,der dort beim Heiligtum des Herrn steht.27Josua sagte zum ganzen Volk:»Seht, dieser Stein steht als Zeuge da,der gegen euch aussagen kann.Denn er hat alle Worte gehört,die der Herr mit uns geredet hat.Ja, er steht als Zeuge da und wird gegen euch aussagen,wenn ihr euren Gott vergesst.«28Danach schickte Josua das Volk heim.Jeder kehrte zu seinem Erbbesitz24,28 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott. zurück.

Josuas Tod und Begräbnis

29Einige Zeit später starb Josua24,29 Josua: Nachfolger von Mose. Nach dessen Tod führte er Israel in das verheißene Land.,der Sohn des Nun, der Knecht des Herrn24,29 Knecht, Knecht Gottes: Ehrenvolle Bezeichnung für Menschen, die Gott in seinen Dienst nimmt..Er war 110 Jahre alt geworden.30Man begrub ihn im Gebiet seines Erbbesitzes24,30 Erbbesitz: Der Anteil der Israeliten an dem Land, das Gott ihnen gibt. Sie dürfen das Land für ihren Lebensunterhalt nutzen, der Eigentümer bleibt Gott.,nämlich in Timnat-Serach auf dem Gebirge Efraim24,30 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte.,nördlich vom Berg Gaasch.31Die Israeliten aber dienten dem Herrn24,31 Herr: Hier steht im Hebräischen der Gottesname. Bereits in der Antike war es üblich, den Gottesnamen nicht auszusprechen, sondern ihn beim Lesen durch das hebräische Wort für »Herr« (adonaj) zu ersetzen. In deutschen Bibeln wird das in der Regel durch eine besondere Schreibweise kenntlich gemacht: Herr.,solange Josua lebte.Auch nach seinem Tod blieben sie dabei,solange die Ältesten24,31 Älteste: Bezeichnung für ein leitendes Amt in der Gemeinschaft, das von älteren Männern ausgeübt wurde. lebten.Die waren noch Augenzeugen von allem gewesen,was der Herr für Israel getan hatte.

32Über die Totengebeine des Josef24,32 Josef: Einer der zwölf Söhne Jakobs, der in Ägypten zu einem hohen Beamten des Pharao wurde; vgl. 1. Mose/Genesis 37–50. ist noch zu sagen:Die Israeliten hatten sie aus Ägypten mitgebracht24,32 aus Ägypten mitgebracht: Davon erzählt 2. Mose/Exodus 13,19..Man begrub sie in Sichem auf dem Grundstück24,32 auf dem Grundstück: Der Kauf des Grundstücks wird auch in 1. Mose/Genesis 33,19 erwähnt.,das Hamor, dem Vater des Sichem, gehört hatte.Jakob hatte es damals von den Söhnen Hamors gekauftund dafür 100 Geldstücke24,32 100 Geldstücke: Wörtlich »100 Kesita«. Kesita ist eine Münzeinheit. Aus welchem Metall das Geldstück bestand und welchen Wert es hatte, ist nicht bekannt. bezahlt.So kam das Grundstück zu dem Erbbesitz,den die Nachkommen Josefs erhalten hatten.

33Schließlich starb auch Eleasar24,33 Eleasar: Sohn Aarons und nach ihm Hohepriester in Israel., der Sohn des Aaron.Man begrub ihn in Gibea24,33 Gibea: Ortslage unbekannt, nicht zu verwechseln mit dem Gibea Sauls im Gebiet von Benjamin.,in der Stadt seines Sohnes Pinhas.Die hatte man ihm auf dem Gebirge Efraim24,33 Efraim: Gebirgszug im mittleren Westjordanland. Der Name kommt vom Stamm Efraim, der dort sein Siedlungsgebiet hatte. gegeben.