BasisBibel NT+Ps (BB)
881Jesus8,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aber begab sich zum Ölberg8,1 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..2Früh am Morgen kehrte er zum Tempel8,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. zurück.Das ganze Volk kam zu ihm.Er setzte sich8,2 setzte sich: Wie damals üblich, setzt sich Jesus, um das Volk zu lehren: Der Lehrer sitzt und die Zuhörer versammeln sich im Halbkreis um ihn.und lehrte sie.

3Da führten die Schriftgelehrten8,3 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und die Pharisäer8,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.eine Frau herbei,die beim Ehebruch8,3 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. ertappt worden war.Sie stellten sie in die Mitte4und sagten zu ihm:»Lehrer8,4 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., diese Frau dawurde auf frischer Tat beim Ehebruch8,4 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. ertappt.5Im Gesetz schreibt uns Mose vor,eine solche Frau zu steinigen8,5 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..Was sagst du denn dazu?«

6Mit dieser Frage wollten sie ihm eine Falle stellen,um ihn anklagen zu können.Aber Jesus8,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. beugte sich nur nach vornund schrieb mit dem Finger auf die Erde.7Als sie nicht aufhörten zu fragen,richtete er sich aufund sagte zu ihnen:»Wer von euch ohne Schuld8,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist,soll den ersten Stein auf sie werfen.«8Dann beugte er sich wieder nach vornund schrieb auf die Erde.

9Als sie das hörten,ging einer nach dem anderen fort,die Älteren zuerst.Jesus8,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blieb allein zurück mit der Frau,die immer noch dort stand.10Jesus8,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. richtete sich aufund fragte:»Frau, wo sind sie?Hat dich niemand verurteilt?«11Sie antwortete:»Niemand, Herr.«Da sagte Jesus:»Ich verurteile dich auch nicht.Geh!Aber tue von jetzt an kein Unrecht mehr.«

Immer noch in Jerusalem

8,12–10,21

Jesus ist das Licht der Welt

12Wieder einmal sprach Jesus8,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Leuten.Er sagte:»Ich bin8,12 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Licht dieser Welt8,12 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .Wer mir folgt8,12 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,tappt nicht mehr im Dunkeln.Er wird das Licht8,12 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. des Lebens8,12 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. haben.«

13Da sagten die Pharisäer8,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu ihm:»Du trittst für dich selbst als Zeuge auf.Deine Zeugenaussage ist nicht glaubwürdig.«14Jesus8,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Auch wenn ich mein eigener Zeuge bin,ist meine Zeugenaussage glaubwürdig.Denn ich weiß,woher ich gekommen binund wohin ich gehe.Aber ihr wisst nicht,woher ich kommeund wohin ich gehe.15Ihr verurteilt8,15 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. nach menschlichen Maßstäben.Ich verurteile8,15 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. niemanden.16Wenn ich aber ein Urteil8,16 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. spreche,dann ist mein Urteil8,16 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. gültig.Denn ich bin damit nicht allein.Ich urteile wie der Vater8,16 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mich beauftragt hat.17So steht8,17 steht: Vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,6 und 5. Mose/Deuteronomium 19,15. es auch in eurem Gesetz8,17 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.:›Die übereinstimmende Aussage von zwei Zeugenist gültig.‹18Ja, ich bin mein eigener Zeuge.Und der Vater8,18 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mich beauftragt hat,ist ebenfalls mein Zeuge.«19Da fragten sie ihn:»Wo ist denn dein Vater?«Jesus8,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Ihr kennt weder michnoch meinen Vater8,19 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater..Wenn ihr mich kennen würdet,würdet ihr auch meinen Vater8,19 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. kennen.«

20Diese Worte sprach Jesus8,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in der Nähe des Schatzhauses8,20 Schatzhaus: Halle auf dem Gelände des Tempels in Jerusalem. Dort konnten die Tempelbesucher ihre Gaben abliefern.,als er im Tempel8,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. lehrte.Niemand nahm ihn fest,denn seine Stunde8,20 seine Stunde: Gemeint ist die Stunde des Todes und der Auferstehung von Jesus. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. Diesen Zeitpunkt bestimmt Gott allein. war noch nicht gekommen.

Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen

21Noch einmal sprach Jesus8,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Leuten:»Ich gehe wegund ihr werdet mich vergeblich suchen.Aber ihr werdet in eurem Unglauben8,21 Unglauben: Wörtlich heißt es in Vers 21: »Aber ihr werdet in eurer Schuld sterben.« Die Schuld ist der Unglaube der Leute. sterben.Wohin ich gehe,dorthin könnt ihr nicht kommen.«22Die jüdischen Zuhörer8,22 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. fragten sich:»Will er sich etwa selbst töten,weil er sagt:›Wohin ich gehe,dorthin könnt ihr nicht kommen‹?«23Jesus8,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Ihr seid von hier unten,aber ich komme von dort oben.Ihr seid von dieser Welt8,23 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. ,ich bin nicht von dieser Welt8,23 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .24Ich habe euch ja schon gesagt:Ihr werdet in eurem Unglauben8,24 Unglauben: Wörtlich heißt es in Vers 21: »Aber ihr werdet in eurer Schuld sterben.« Die Schuld ist der Unglaube der Leute. sterben.Wenn ihr nicht glauben wollt,dass ICH es BIN8,24 dass ICH es BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus.,werdet ihr eben in eurem Unglauben8,24 Unglauben: Wörtlich heißt es in Vers 21: »Aber ihr werdet in eurer Schuld sterben.« Die Schuld ist der Unglaube der Leute. sterben.«

25Da fragten sie ihn:»Wer bist du denn?«Jesus8,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Das, was ich euch von Anfang anund auch jetzt sage.26Ich könnte noch viel über euch sagenund euch in vielerlei Hinsicht verurteilen.Aber der, der mich beauftragt hat,ist glaubwürdig8,26 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .Und ich sage dieser Welt8,26 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. nur das weiter,was ich von ihm gehört habe.«

27Sie verstanden aber nicht,dass er zu ihnen vom Vater8,27 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. sprach.28Deshalb sagte Jesus8,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Wenn ihr den Menschensohn8,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. erhöht8,28 erhöht: Jesus spielt auf seine Kreuzigung an: Er wird am Kreuz in die Höhe gehoben. Damit wird er gleichzeitig in seine göttliche Herrlichkeit und Macht eingesetzt.,dann werdet ihr begreifen,dass ICH es BIN8,28 dass ICH es BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus..Ihr werdet auch erkennen,dass ich nichts von mir aus tue.Vielmehr sage ich nur das,was der Vater8,28 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mich gelehrt hat.29Und der, der mich beauftragt hat,steht mir zur Seite.Er lässt mich nicht allein,denn ich tue stets,was ihm gefällt.«30Als Jesus8,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte,kamen viele zum Glauben8,30 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihn.

Frei sein oder abhängig

31Jesus8,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu den Juden8,31 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ,die einst zum Glauben8,31 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihn gekommen waren:»Nur wenn ihr an meinem Wort festhaltet,könnt ihr wirklich meine Jünger8,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sein.32Dann werdet ihr die Wahrheit8,32 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erkennenund die Wahrheit8,32 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. wird euch frei machen.«33Sie entgegneten ihm:»Wir sind Nachkommen Abrahams8,33 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. und waren nie die Diener8,33 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. von irgendeinem Menschen.Wie kannst du da sagen:›Ihr werdet frei sein‹?«34Jesus8,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Amen8,34 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen8,34 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer Schuld8,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich lädt,ist ein Diener8,34 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. der Schuld8,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..35Ein Diener8,35 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. gehört nicht für immer zur Familie.Nur der Sohn8,35 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. gehört für immer dazu.36Wenn also der Sohn8,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. euch frei macht,seid ihr tatsächlich frei.

37Ich weiß,dass ihr Nachkommen Abrahams8,37 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. seid.Trotzdem wollt ihr mich töten,weil mein Wort bei euch keine Aufnahme findet.38Dabei sage ich nur das weiter,was ich beim Vater8,38 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gesehen habe.Aber ihr tut das,was ihr von eurem Vater gehört habt.«39Sie antworteten ihm:»Unser Vater ist Abraham8,39 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. Jesus8,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderte:»Wenn ihr Kinder Abrahams8,39 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. seid,dann handelt auch wie Abraham8,39 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. .40Aber ihr wollt mich töten.Ich habe euch nur die Wahrheit8,40 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. gesagt,die ich von Gott gehört habe.So hat Abraham8,40 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. nicht gehandelt.41Ihr handelt wie euer wirklicher Vater!«

Da sagten sie zu ihm:»Wir sind nicht beim Ehebruch8,41 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. gezeugt.Wir haben nur einen Vater:Gott.«42Jesus8,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn Gott euer Vater wäre,dann würdet ihr mich lieben.Denn bei Gott ist mein Ursprung,und ich komme von ihm!Ich komme ja nicht im eigenen Auftrag,sondern er hat mich geschickt.43Warum versteht ihr denn nicht, was ich sage?Weil ihr mein Wort gar nicht verstehen könnt!44Vom Teufel8,44 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. stammt ihr ab,der ist euer Vater.Und was er begehrt,das tut ihr.Er war von Anfang an ein Mörderund für die Wahrheit8,44 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. hat er keinen Platz.Denn bei ihm gibt es überhaupt keine Wahrheit8,44 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .Wenn er lügt,so entspricht das genau seinem Wesen.Denn er ist ein Lügnerund alle Lüge stammt von ihm.

45Ich aber sage die Wahrheit8,45 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. ,und deshalb glaubt8,45 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr mir nicht.46Wer von euch kann mir nachweisen,dass ich irgendeine Schuld8,46 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf mich geladen habe?Wenn ich doch nur die Wahrheit8,46 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. sage,warum glaubt8,46 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr mir dann nicht?47Nur wer von Gott abstammt,kann auch Gottes Worte hören.Deshalb hört ihr sie nicht,denn ihr stammt nicht von Gott ab.«

Jesus und Abraham

48Die Juden8,48 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. warfen Jesus8,48 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vor:»Sagen wir nicht zu Recht:›Du bist ein Samariter8,48 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.und von einem Dämon8,48 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen‹?«49Jesus8,49 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Ich bin keineswegs von einem Dämon8,49 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.Ich habe Hochachtung vor meinem Vater8,49 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,aber ihr erniedrigt mich.50Mir geht es nicht um meine eigene Herrlichkeit.Dafür sorgt ein anderer,und der ist auch der Richter8,50 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..51Amen8,51 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen8,51 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer sich nach meinem Wort richtet,wird in Ewigkeit nicht sterben.«

52Da sagten die Juden8,52 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. zu ihm:»Jetzt sind wir sicher,dass du vom Dämon8,52 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen bist.Abraham8,52 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ist gestorbenund ebenso die Propheten8,52 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Und du sagst:›Wer an meinem Wort festhält,wird in Ewigkeit nicht sterben‹?53Bist du etwa wichtiger als unser Vater Abraham8,53 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ?Der ist gestorben,und auch die Propheten8,53 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. sind gestorben.Für wen hältst du dich eigentlich?«

54Jesus8,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn ich mir selbst Herrlichkeit verschaffen wollte,dann wäre diese Herrlichkeit nichts wert.Aber es ist der Vater8,54 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mir Herrlichkeit verleiht.Ihr sagt von ihm:›Er ist unser Gott.‹55Aber ihr habt ihn nie kennengelernt.Ich dagegen kenne ihn.Ich wäre ein Lügner wie ihr,wenn ich sagen würde:›Ich kenne ihn nicht.‹Aber ich kenne ihnund richte mich nach seinem Wort.56Euer Vater Abraham8,56 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. hat gejubelt,weil er erleben sollte,dass ich in diese Welt komme8,56 dass ich in diese Welt komme: Wörtlich heißt es in Vers 56: »Euer Vater Abraham hat gejubelt, weil er meinen Tag erleben sollte.« Gemeint ist damit nicht nur der Tag, an dem Jesus in die Welt kommt, sondern die ganze Zeit des Wirkens von Jesus..Er hat es tatsächlich erlebt8,56 Er hat es tatsächlich erlebt: Abraham wurde als Vater der Gläubigen und als Beschützer der Gerechten verehrt. Zu ihm kommen sie nach ihrem Tod und finden Trost und Schutz.und war voller Freude.«

57Da sagten die Juden8,57 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. zu ihm:»Du bist noch keine fünfzig Jahre altund willst Abraham8,57 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. gesehen haben?«58Jesus8,58 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Amen8,58 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen8,58 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:ICH BIN8,58 ICH BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus.schon bevor Abraham da war.«59Da hoben sie Steine auf,um ihn zu steinigen8,59 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..Aber Jesus8,59 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. brachte sich in Sicherheitund verließ den Tempel8,59 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..
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Jesus heilt einen Mann, der blind geboren wurde

91Im Vorbeigehen sah Jesus9,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. einen Mann,der von Geburt an blind war.2Da fragten ihn seine Jünger9,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Rabbi, wer hat Schuld9,2 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladen,sodass er blind geboren wurde –dieser Mann oder seine Eltern?«3Jesus9,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Weder er selbst hat Schuld9,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladennoch seine Eltern.Er ist nur deshalb blind,damit das Handeln Gottesan ihm sichtbar wird.4Wir müssen die Taten vollbringen,mit denen Gott mich beauftragt hat,solange es noch Tag ist.Es kommt eine Nacht,in der niemand mehr etwas tun kann.5Solange ich in dieser Welt9,5 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. bin,bin ich das Licht9,5 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. für diese Welt9,5 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.

6Nachdem er das gesagt hatte,spuckte er auf den Boden.Aus dem Speichel machte er einen Breiund strich ihn dem Blinden auf die Augen.7Dann sagte er ihm:»Geh und wasche dichim Wasserbecken von Schiloach9,7 Schiloach: Endpunkt des unter König Hiskia errichteten Kanals, der unter der Altstadt Jerusalems hindurchführte.(Schiloach heißt übersetzt ›der Abgesandte‹.)Der Mann ging dorthinund wusch sich.Als er zurückkam,konnte er sehen.

8Da sagten seine Nachbarnund die Leute,die ihn vorher als Bettler gekannt hatten:»Ist das nicht der Mann,der immer dasaß und bettelte?«9Einige meinten:»Das ist er!«Andere sagten:»Nein, er sieht ihm nur ähnlich!«Er selbst aber bestätigte:»Ich bin es wirklich!«10Sie sagten zu ihm:»Wieso kannst du auf einmal sehen?«11Er antwortete:»Der Mann, der Jesus9,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. heißt,machte einen Breiund strich ihn mir auf die Augen.Dann sagte er zu mir:›Geh zum Schiloach9,11 Schiloach: Endpunkt des unter König Hiskia errichteten Kanals, der unter der Altstadt Jerusalems hindurchführte.und wasche dich.‹Ich ging dorthin,und als ich mich gewaschen hatte,konnte ich sehen.«12Sie fragten ihn:»Wo ist er jetzt?«Er sagte:»Ich weiß es nicht.«

Die Pharisäer untersuchen die Heilung

13Sie brachten den Mann,der blind gewesen war,zu den Pharisäern9,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..14Es war nämlich Sabbat9,14 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. gewesen,als Jesus9,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Brei gemachtund dem Blinden die Augen geöffnet hatte.15Die Pharisäer9,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. befragten ihn noch einmal,wie er sehend geworden war.Er erzählte ihnen:»Der Mann strich einen Brei auf meine Augenund ich wusch mich.Seitdem kann ich sehen.«16Einige von den Pharisäern9,16 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sagten:»Dieser Mensch kommt nicht von Gott,denn er hält den Sabbat9,16 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. nicht ein.«Andere meinten aber:»Wie kann jemand solche Zeichen9,16 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbringen,wenn er selbst ein schuldbeladener9,16 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Mensch ist?«

So bildeten sich zwei Lager unter ihnen.17Da fragten sie den Blinden nochmals:»Was sagst du über ihn?Schließlich hat er dir die Augen geöffnet!«Er antwortete:»Der Mann ist ein Prophet9,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

Die Pharisäer befragen die Eltern des Geheilten

18Die jüdischen Behörden9,18 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. bezweifelten,dass der Geheilte blind gewesen warund jetzt sehen konnte.Schließlich ließen sie seine Eltern rufen19und befragten sie:»Ist das euer Sohn?Ihr behauptet,dass er von Geburt an blind war.Wieso kann er jetzt sehen?«20Die Eltern antworteten:»Wir wissen,dass er unser Sohn istund blind geboren wurde.21Wir wissen nicht,wieso er jetzt sehen kann.Wir wissen auch nicht,wer ihm die Augen geöffnet hat.Fragt ihn selbst.Er ist alt genug,um für sich selbst zu sprechen.«22Das sagten die Eltern,weil sie Angst vor den jüdischen Behörden9,22 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hatten.Die hatten nämlich schon beschlossen:Aus der jüdischen Gemeinde9,22 jüdischen Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Gemeint ist an dieser Stelle aber nicht das Synagogengebäude, sondern die Versammlung der jüdischen Gemeinde. wird jeder ausgeschlossen,der bekennt,dass Jesus9,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. der Christus9,22 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist.23Deswegen sagten seine Eltern:»Er ist alt genug!Fragt ihn selbst!«

Die Pharisäer befragen den Geheilten ein zweites Mal

24Die Pharisäer9,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. ließen den Mann,der blind gewesen war,nochmals zu sich rufen.Sie forderten ihn auf:»Bei der Herrlichkeit Gottes9,24 Bei der Herrlichkeit Gottes: Wörtlich heißt es in Vers 24: »Gib Gott die Ehre!«sag’ die Wahrheit!9,24 sag’ die Wahrheit!: Wörtlich heißt es in Vers 24: »Gib Gott die Ehre!«Wir wissen,dass dieser da ein schuldbeladener9,24 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Mensch ist!«25Er antwortete:»Ich weiß nicht,ob er ein schuldbeladener9,25 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Mensch ist.Aber ich weiß eins:Ich war blind,und jetzt kann ich sehen.«26Sie fragten ihn weiter:»Was hat er mit dir gemacht?Wie hat er dir die Augen geöffnet?«27Er antwortete ihnen:»Das habe ich euch schon gesagt.Ihr hört wohl nicht zu.Warum wollt ihr es noch einmal hören?Wollt ihr etwa auch Jünger9,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von ihm werden?«28Da beschimpften sie ihn:»Du bist ein Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von ihm!Aber wir sind Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Mose9,28 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament..29Wir wissen,dass Gott selbst mit Mose9,29 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. gesprochen hat.Von dem da wissen wir noch nicht einmal,woher er kommt.«

30Der Mann gab ihnen zur Antwort:»Das ist doch wirklich seltsam:Ihr wisst nicht,woher er kommt.Aber mir hat er die Augen geöffnet!31Wir wissen doch:Gott hört nicht auf schuldbeladene9,31 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Menschen.Gott hört auf die,die ihn ehrenund seinen Willen tun.32Dass jemandem die Augen geöffnet wurden,der von Geburt an blind war –so etwas hat man noch nie gehört,solange die Welt besteht!33Dieser Mann könnte nichts vollbringen,wenn Gott ihn nicht geschickt hätte.«34Sie erwiderten:»Schon bei deiner Geburt warst duganz und gar mit Schuld9,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladen!Und du willst uns belehren?«Und sie warfen ihn aus der jüdischen Gemeinde9,34 jüdischen Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Gemeint ist an dieser Stelle aber nicht das Synagogengebäude, sondern die Versammlung der jüdischen Gemeinde. hinaus.

Das Bekenntnis des Geheilten

35Jesus9,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hörte,dass sie den Mann aus der jüdischen Gemeinde9,35 jüdischen Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Gemeint ist an dieser Stelle aber nicht das Synagogengebäude, sondern die Versammlung der jüdischen Gemeinde. geworfen hatten.Er suchte ihn aufund fragte ihn:»Glaubst9,35 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. du an den Menschensohn9,35 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.36Der Mann erwiderte:»Wer ist es denn, Herr9,36 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.?Ich will gerne an ihn glauben9,36 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.37Jesus9,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Du hast ihn schon gesehen.Es ist der,der mit dir redet.«38Da sagte der Mann:»Ich glaube9,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott., Herr9,38 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.Und er fiel vor ihm auf die Knie9,38 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..

Die Blindheit der Pharisäer

39Jesus sprach:»Ich bin in diese Welt9,39 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gekommen,um Gericht9,39 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. zu halten:Diejenigen, die nicht sehen können,sollen sehen.Und diejenigen, die sehen können,sollen blind werden.«40Das hörten einige von den Pharisäern9,40 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,die damals bei ihm waren.Sie fragten ihn:»Sind wir etwa auch blind?«41Jesus9,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn ihr blind wärt,hättet ihr keine Schuld9,41 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..Aber jetzt behauptet ihr:›Wir sehen!‹Darum bleibt eure Schuld9,41 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. bestehen!«
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Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom Hirten und den Schafen

101»Amen10,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen10,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer nicht durch das Tor in den Schafstall10,1 Schafstall: Ein mit einer Steinmauer eingezäuntes Gelände, das oft mit Dornengestrüpp bedeckt war, um Diebe oder wilde Tiere fernzuhalten. geht,sondern anderswo einsteigt,ist ein Dieb und ein Räuber.2Der Hirt10,2 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. der Schafekommt immer durch das Tor.3Der Wächter10,3 Wächter: In Johannes 10,3 Hirt, der vor einen Schafstall über Nacht Wache hält, um die Tiere vor Übergriffen von Räubern oder wilden Tieren zu schützen. am Tor öffnet ihm,und die Schafe hören seine Stimme.Er ruft die Schafe,die ihm gehören,einzeln beim Namenund führt sie ins Freie.4Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,geht er vor ihnen her.Die Schafe folgen ihm,denn sie kennen seine Stimme.5Aber einem Fremden werden sie nicht folgen,sondern sie werden vor ihm fliehen.Denn sie kennen die Stimme des Fremden nicht.«6Dieses Gleichnis10,6 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. erzählte Jesus10,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Pharisäern10,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Aber sie verstanden nicht,was er ihnen damit sagen wollte.

Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom Tor zu den Schafen

7Jesus10,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann noch einmal:»Amen10,7 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen10,7 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ich bin10,7 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Tor zu den Schafen.8Alle, die vor mir gekommen sind,sind Diebe und Räuber.Aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.

9Ich bin10,9 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Tor.Wer durch mich hineingeht,wird gerettet.Er wird hinein- und hinausgehenund eine gute Weide finden.10Der Dieb kommt nur,um die Schafe zu stehlen.Er schlachtet sieund stürzt sie ins Verderben.Ich bin gekommen,um den Schafen das Leben10,10 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu bringen –das Leben in seiner ganzen Fülle.«

Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom guten Hirten

11»Ich bin10,11 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. der gute Hirt10,11 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott..Der gute Hirt10,11 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. ist bereit,für die Schafe zu sterben.12Anders ist das bei einem,der die Schafe nur für Geld hütet.Er ist kein Hirt10,12 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott.und die Schafe gehören ihm nicht:Wenn er den Wolf kommen sieht,lässt er die Schafe im Stichund läuft weg.Und der Wolf stürzt sich auf die Schafeund jagt die Herde auseinander.13Denn so ein Mensch hütet die Schafe nur für Geldund die Schafe sind ihm gleichgültig.

14Ich bin10,14 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. der gute Hirt10,14 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott..Ich kenne die, die zu mir gehören,und sie kennen mich.15Genauso kennt mich der Vater10,15 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.und ich kenne ihn.Ich bin bereit,für die Schafe zu sterben.

16Ich habe noch andere Schafe,die nicht aus diesem Stall10,16 Schafstall: Ein mit einer Steinmauer eingezäuntes Gelände, das oft mit Dornengestrüpp bedeckt war, um Diebe oder wilde Tiere fernzuhalten. kommen.Auch die muss ich führenund sie werden auf meine Stimme hören.Alle werden in einer Herde vereint seinund einen Hirten10,16 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. haben.

17Deshalb liebt mich der Vater10,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.:Denn ich bin bereit,mein Leben herzugeben,um es wieder neu zu erhalten.18Niemand kann mir das Leben nehmen.Ich gebe es freiwillig her.Es steht in meiner Macht,es herzugeben. –Und genauso steht es in meiner Macht,es wieder neu zu erhalten.Das ist der Auftrag,den ich von meinem Vater10,18 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. bekommen habe.«

Erneute Meinungsverschiedenheiten über Jesus

19Wegen dieser Wortebildeten sich wieder verschiedene Lagerunter den jüdischen Zuhörern10,19 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .20Viele von ihnen meinten:»Er ist von einem Dämon10,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessenund verrückt.Warum hört ihr ihm nur zu?«21Andere erwiderten:»So redet kein Besessener.Ein Dämon10,21 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. kann doch nichteinem Blinden die Augen öffnen!«

Jesus kehrt von Jerusalem zum Jordan zurück

10,22-42

Jesus wird abgelehnt

22Zu der Zeit wurde in Jerusalemdas Tempelweihfest10,22 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. gefeiert.