BasisBibel NT+Ps (BB)
7

Von Jerusalem bis zum Jordan

7,1–10,42

Jesus kommt zum Laubhüttenfest und zum Tempelweihfest nach Jerusalem

7,1-52

Jesus und seine Brüder

71Danach zog Jesus7,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Galiläa7,1 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. umher.Er wollte aber nicht nach Judäa7,1 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. gehen,weil die jüdischen Behörden7,1 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. schon entschlossen waren,ihn zu töten.

2Es war kurz vor dem jüdischen Laubhüttenfest7,2 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. .3Da sagten seine Brüder zu ihm:»Zieh fort von hierund geh nach Judäa7,3 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. !Auch dort sollen deine Jünger7,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. die Taten sehen,die du vollbringst.4Niemand tut etwas im Verborgenen,wenn er zugleich öffentlich bekannt werden möchte.Wenn du schon solche Taten vollbringst,dann zeige dich auch dieser Welt7,4 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. 5Seine Brüder glaubten7,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nämlich nicht an ihn.

6Jesus7,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Meine Zeit7,6 meine Zeit: Gemeint ist die Zeit des Todes und der Auferstehung von Jesus. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. Den Zeitpunkt bestimmt Gott allein. ist noch nicht da.Aber für euch ist jede Zeit die richtige.7Euch kann diese Welt7,7 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gar nicht hassen.Aber mich hasst sie,weil ich als Zeuge gegen sie auftrete.Und ich bezeuge,dass ihr Tun böse ist.8Geht ihr ruhig zum Fest7,8 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. hinauf,ich werde nicht zu diesem Fest7,8 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. gehen!Meine Zeit7,8 meine Zeit: Gemeint ist die Zeit des Todes und der Auferstehung von Jesus. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. Den Zeitpunkt bestimmt Gott allein. ist noch nicht gekommen!«9Das sagte er zu ihnenund blieb in Galiläa7,9 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..

Jesus kommt heimlich nach Jerusalem

10Als seine Brüder zum Fest7,10 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. hinaufgegangen waren,zog auch Jesus7,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hinauf –allerdings nicht öffentlich,sondern heimlich.11Die jüdischen Behörden7,11 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. suchten ihnunter den Festbesuchernund fragten:»Wo ist er?«12Und es gab viel Gerede über ihn unter den Leuten.Die einen meinten:»Er ist ein guter Mensch!«Andere erwiderten:»Nein, im Gegenteil.Er führt das Volk in die Irre!«13Allerdings äußerte sich niemand öffentlich über ihnaus Angst vor den jüdischen Behörden7,13 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .

Jesus lehrt im Tempel

14Das Fest7,14 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. war schon zur Hälfte vorüber.Da ging Jesus7,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in den Tempel7,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. hinaufund lehrte.15Die Juden7,15 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. wunderten sich:»Wieso versteht er die Heiligen Schriften7,15 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. so gut?Er ist doch gar nicht darin ausgebildet!«16Jesus7,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderteund erklärte ihnen:»Das ist nicht meine eigene Lehre.Ich habe sie von dem,der mich beauftragt hat.17Wer bereit ist,Gottes Willen zu tun,wird schnell erkennen,ob meine Lehre von Gott kommt. –Oder ob ich sie mir selbst ausgedacht habe.18Wer aus eigenem Antrieb redet,dem geht es nur um seine eigene Herrlichkeit.Wem es aber um die Herrlichkeit dessen geht,der ihn beauftragt hat,der ist glaubwürdigund durch und durch aufrichtig.

19Hat Mose7,19 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. euch nicht das Gesetz7,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gegeben?Und doch befolgt es niemand von euch!Warum wollt ihr mich eigentlich töten?«20Die Volksmenge antwortete:»Du bist wohl von einem Dämon7,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen!Wer will dich denn töten?«21Jesus7,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Eine einzige Tat7,21 Eine einzige Tat: Es handelt sich um die Heilung des Kranken von Betesda, die in Johannes 5,1-9 erzählt wird. habe ich hier vollbracht,und ihr seid immer noch ganz außer euch.22Deswegen frage ich euch:Mose7,22 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat die Beschneidung7,22 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. angeordnet.Sie stammt allerdings nicht erst von Mose7,22 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.,sondern schon von den Vorfahren.Dementsprechend beschneidet7,22 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. ihr einen Menschenauch am Sabbat7,22 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..23Ein Mensch wird also am Sabbat7,23 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.an einem Teil seines Körpers beschnitten7,23 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. .Das geschieht,um das Gesetz7,23 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. des Mose7,23 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. einzuhalten.Warum seid ihr dann so empört über mich?Ich habe am Sabbat7,23 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. einen Menschenam ganzen Körper gesund gemacht!24Urteilt nicht nach dem bloßen Augenschein,sondern fällt ein gerechtes Urteil!«

Ist Jesus der versprochene Retter?

25Da sagten einige der Leute aus Jerusalem7,25 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. :»Ist das nicht der,den sie töten wollen?26Seht doch:Er redet in aller Öffentlichkeitund niemand widerspricht ihm.Hat der jüdische Rat7,26 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. vielleicht erkannt,dass er der Christus7,26 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist?27Wir wissen doch,woher dieser Mann stammt.Aber wenn der Christus7,27 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. kommt,weiß niemand,woher er stammt!«

28Jesus7,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , der immer noch im Tempel7,28 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. lehrte,rief laut:»Wisst ihr wirklich,wer ich binund woher ich stamme?Ich bin nicht im eigenen Auftrag gekommen.Aber der, der mich beauftragt hat,steht für die Wahrheit7,28 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .Ihr kennt ihn nicht.29Aber ich kenne ihn:denn von ihm stamme ich her.Und er hat mich geschickt.«

30Da wollten sie ihn festnehmen.Aber niemand konnte Hand an ihn legen,denn seine Stunde7,30 seine Stunde: Gemeint ist die Stunde des Todes und der Auferstehung von Jesus. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. Diesen Zeitpunkt bestimmt Gott allein. war noch nicht gekommen.31Viele in der Menge kamen zum Glauben an ihnund sagten:»Wenn der Christus kommt –kann er dann mehr Zeichen7,31 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbringen,als dieser Mensch vollbracht hat?«

Jesus kündigt an, dass er weggeht

32Die Pharisäer7,32 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hörten,dass die Leute so über ihn redeten.Daraufhin schickten die führenden Priester7,32 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und die Pharisäer7,32 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. Gerichtsdiener7,32 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats. zu ihm.Die sollten ihn festnehmen.33Da sagte Jesus7,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.Dann gehe ich weg zu dem,der mich beauftragt hat.34Ihr werdet mich suchen,aber ihr werdet mich nicht finden.Denn wo ich dann bin,dort könnt ihr nicht hinkommen.«

35Die jüdischen Zuhörer7,35 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. fragten sich gegenseitig:»Wohin will der denn gehen,dass wir ihn nicht finden können?Will er vielleicht zu den Juden7,35 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. gehen,die verstreut7,35 Diaspora: Schon vor der Zerstörung Jerusalems durch die Römer lebten viele Juden außerhalb des Landes unter den nichtjüdischen Völkern. Viele dieser Juden sprachen untereinander Griechisch. unter den Griechen7,35 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache. leben?Will er vielleicht sogar die Griechen7,35 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache. lehren?36Was bedeutet dieses Wort,das er gesagt hat7,36 gesagt hat: Die Zuhörer zitieren wörtlich die Rede von Jesus aus Johannes 7,34.:›Ihr werdet mich suchen,aber ihr werdet mich nicht finden.Denn wo ich dann bin,dort könnt ihr nicht hinkommen‹?«

Lebendiges Wasser im Überfluss

37Am letzten Tag,dem Höhepunkt des Festes7,37 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. ,stellte sich Jesus7,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hinund rief mit lauter Stimme:»Wenn jemand Durst hat,soll er zu mir kommenund trinken –38jeder, der an mich glaubt.So sagt7,38 sagt: Im Alten Testament findet man keine Stelle mit diesem Wortlaut. Das Zitat vereinigt wahrscheinlich verschiedene Textstellen, die am Laubhüttenfest gelesen wurden, vor allem Psalm 78,16.20 und Sacharja 14,8. Vgl. auch 4. Mose/Numeri 20,8-11 und Ezechiel 47,1-12. es die Heilige Schrift7,38 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:›Ströme von lebendigem Wasser7,38 lebendiges Wasser: Das griechische Wort bezeichnet Quellwasser im Unterschied zu Wasser aus einer Zisterne. Jesus meint mit »lebendigem Wasser« aber noch mehr: Wasser, das Leben spendet. Nach Johannes 7,39 ist »lebendiges Wasser« ein Bild für den Heiligen Geist.werden aus seinem Inneren7,38 aus seinem Inneren: Jesus bezieht das Schriftwort auf den Messias, den das jüdische Volk erwartete. fließen.‹«39Jesus7,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bezog dies auf den Heiligen Geist7,39 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..Den sollten die erhalten,die zum Glauben7,39 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihn gekommen waren.Denn der Heilige Geist7,39 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. war damalsnoch nicht gekommen,weil Jesus7,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. noch nichtin Gottes Herrlichkeit7,39 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. aufgenommen war.

Meinungsverschiedenheiten über Jesus

40Einige Leute aus der Menge,die dieses Wort gehört hatten,riefen:»Er ist wirklich der erwartete Prophet7,40 erwartete Prophet: Zur Zeit von Jesus erwarteten die Juden, dass Gott am Ende der Zeit einen Propheten wie Mose schickt (vgl. 5. Mose/Deuteronomium 18,15-22). Er sollte die Fremdherrschaft der Römer beenden und mit ihm sollte eine neue Zeit der Freiheit beginnen. Von diesem Prophet ist auch in 1. Makkabäer 4,46 und 1. Makkabäer 14,41 die Rede.41Andere sagten:»Er ist der Christus7,41 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. Wieder andere erwiderten:»Der Christus7,41 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. kommt doch nicht aus Galiläa7,41 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.!42Sagt nicht die Heilige Schrift7,42 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.:Der Christus7,42 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist ein Nachkomme Davids7,42 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. und kommt aus Betlehem7,42 Betlehem: Kleine Ortschaft süd-westlich von Jerusalem. ,dem Dorf, in dem David7,42 David: David war der bedeutendste König in der Geschichte Israels (um 1000 v. Chr.). Er gilt als Dichter zahlreicher Lieder. lebte?«43So bildeten sich wegen ihmunterschiedliche Lager unter den Leuten.44Einige von ihnen wollten ihn festnehmen.Aber niemand konnte Hand an ihn legen.

Die Verantwortlichen glauben nicht an Jesus

45Die Gerichtsdiener kehrten zu den führenden Priestern7,45 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und Pharisäern7,45 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zurück.Die fragten sie:»Warum bringt ihr ihn nicht mit?«46Die Diener antworteten:»Noch nie hat jemand so geredet wie dieser Mensch.«47Die Pharisäer7,47 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. erwiderten:»Habt ihr euch etwa auch irreführen lassen?48Glaubt denn nur ein Mitglied des jüdischen Rats7,48 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. an ihn,oder ein Pharisäer7,48 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.?49Nein, nur diese Leute,die nichts vom Gesetz7,49 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. verstehen –verflucht sind sie!«

50Da sagte Nikodemus, einer von ihnen,der Jesus7,50 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. früher7,50 früher: Die Begegnung von Nikodemus mit Jesus wird in Johannes 3,1-21 berichtet. einmal aufgesucht hatte:51»Seit wann kann man nach unserem Gesetz7,51 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.einen Menschen verurteilen,ohne ihn vorher anzuhören?Erst muss man doch wissen,was er getan hat!«52Sie gaben ihm zur Antwort:»Kommst du nicht auch aus Galiläa7,52 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.?Forsche doch in der Heiligen Schrift7,52 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. nach.Sieh doch ein:Aus Galiläa7,52 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. kommt kein Prophet7,52 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

Ein Einschub: Schuld vergeben

7,53–8,11

Jesus und die Ehebrecherin

53Dann gingen die Ratsmitglieder7,53 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. und die übrigen Leute nach Hause.
881Jesus8,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aber begab sich zum Ölberg8,1 Ölberg: Ein Berg etwa 1 km östlich von Jerusalem..2Früh am Morgen kehrte er zum Tempel8,2 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. zurück.Das ganze Volk kam zu ihm.Er setzte sich8,2 setzte sich: Wie damals üblich, setzt sich Jesus, um das Volk zu lehren: Der Lehrer sitzt und die Zuhörer versammeln sich im Halbkreis um ihn.und lehrte sie.

3Da führten die Schriftgelehrten8,3 Schriftgelehrte: Jüdische Theologen, deren Aufgabe das Studium und die Auslegung des Gesetzes war. Sie nahmen die biblischen Gebote sehr ernst. und die Pharisäer8,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.eine Frau herbei,die beim Ehebruch8,3 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. ertappt worden war.Sie stellten sie in die Mitte4und sagten zu ihm:»Lehrer8,4 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde., diese Frau dawurde auf frischer Tat beim Ehebruch8,4 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. ertappt.5Im Gesetz schreibt uns Mose vor,eine solche Frau zu steinigen8,5 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..Was sagst du denn dazu?«

6Mit dieser Frage wollten sie ihm eine Falle stellen,um ihn anklagen zu können.Aber Jesus8,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. beugte sich nur nach vornund schrieb mit dem Finger auf die Erde.7Als sie nicht aufhörten zu fragen,richtete er sich aufund sagte zu ihnen:»Wer von euch ohne Schuld8,7 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. ist,soll den ersten Stein auf sie werfen.«8Dann beugte er sich wieder nach vornund schrieb auf die Erde.

9Als sie das hörten,ging einer nach dem anderen fort,die Älteren zuerst.Jesus8,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blieb allein zurück mit der Frau,die immer noch dort stand.10Jesus8,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. richtete sich aufund fragte:»Frau, wo sind sie?Hat dich niemand verurteilt?«11Sie antwortete:»Niemand, Herr.«Da sagte Jesus:»Ich verurteile dich auch nicht.Geh!Aber tue von jetzt an kein Unrecht mehr.«

Immer noch in Jerusalem

8,12–10,21

Jesus ist das Licht der Welt

12Wieder einmal sprach Jesus8,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Leuten.Er sagte:»Ich bin8,12 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Licht dieser Welt8,12 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .Wer mir folgt8,12 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen.,tappt nicht mehr im Dunkeln.Er wird das Licht8,12 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. des Lebens8,12 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. haben.«

13Da sagten die Pharisäer8,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. zu ihm:»Du trittst für dich selbst als Zeuge auf.Deine Zeugenaussage ist nicht glaubwürdig.«14Jesus8,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Auch wenn ich mein eigener Zeuge bin,ist meine Zeugenaussage glaubwürdig.Denn ich weiß,woher ich gekommen binund wohin ich gehe.Aber ihr wisst nicht,woher ich kommeund wohin ich gehe.15Ihr verurteilt8,15 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. nach menschlichen Maßstäben.Ich verurteile8,15 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. niemanden.16Wenn ich aber ein Urteil8,16 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. spreche,dann ist mein Urteil8,16 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. gültig.Denn ich bin damit nicht allein.Ich urteile wie der Vater8,16 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mich beauftragt hat.17So steht8,17 steht: Vgl. 5. Mose/Deuteronomium 17,6 und 5. Mose/Deuteronomium 19,15. es auch in eurem Gesetz8,17 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.:›Die übereinstimmende Aussage von zwei Zeugenist gültig.‹18Ja, ich bin mein eigener Zeuge.Und der Vater8,18 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mich beauftragt hat,ist ebenfalls mein Zeuge.«19Da fragten sie ihn:»Wo ist denn dein Vater?«Jesus8,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Ihr kennt weder michnoch meinen Vater8,19 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater..Wenn ihr mich kennen würdet,würdet ihr auch meinen Vater8,19 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. kennen.«

20Diese Worte sprach Jesus8,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in der Nähe des Schatzhauses8,20 Schatzhaus: Halle auf dem Gelände des Tempels in Jerusalem. Dort konnten die Tempelbesucher ihre Gaben abliefern.,als er im Tempel8,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. lehrte.Niemand nahm ihn fest,denn seine Stunde8,20 seine Stunde: Gemeint ist die Stunde des Todes und der Auferstehung von Jesus. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. Diesen Zeitpunkt bestimmt Gott allein. war noch nicht gekommen.

Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen

21Noch einmal sprach Jesus8,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu den Leuten:»Ich gehe wegund ihr werdet mich vergeblich suchen.Aber ihr werdet in eurem Unglauben8,21 Unglauben: Wörtlich heißt es in Vers 21: »Aber ihr werdet in eurer Schuld sterben.« Die Schuld ist der Unglaube der Leute. sterben.Wohin ich gehe,dorthin könnt ihr nicht kommen.«22Die jüdischen Zuhörer8,22 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. fragten sich:»Will er sich etwa selbst töten,weil er sagt:›Wohin ich gehe,dorthin könnt ihr nicht kommen‹?«23Jesus8,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Ihr seid von hier unten,aber ich komme von dort oben.Ihr seid von dieser Welt8,23 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. ,ich bin nicht von dieser Welt8,23 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .24Ich habe euch ja schon gesagt:Ihr werdet in eurem Unglauben8,24 Unglauben: Wörtlich heißt es in Vers 21: »Aber ihr werdet in eurer Schuld sterben.« Die Schuld ist der Unglaube der Leute. sterben.Wenn ihr nicht glauben wollt,dass ICH es BIN8,24 dass ICH es BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus.,werdet ihr eben in eurem Unglauben8,24 Unglauben: Wörtlich heißt es in Vers 21: »Aber ihr werdet in eurer Schuld sterben.« Die Schuld ist der Unglaube der Leute. sterben.«

25Da fragten sie ihn:»Wer bist du denn?«Jesus8,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Das, was ich euch von Anfang anund auch jetzt sage.26Ich könnte noch viel über euch sagenund euch in vielerlei Hinsicht verurteilen.Aber der, der mich beauftragt hat,ist glaubwürdig8,26 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .Und ich sage dieser Welt8,26 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. nur das weiter,was ich von ihm gehört habe.«

27Sie verstanden aber nicht,dass er zu ihnen vom Vater8,27 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. sprach.28Deshalb sagte Jesus8,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Wenn ihr den Menschensohn8,28 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. erhöht8,28 erhöht: Jesus spielt auf seine Kreuzigung an: Er wird am Kreuz in die Höhe gehoben. Damit wird er gleichzeitig in seine göttliche Herrlichkeit und Macht eingesetzt.,dann werdet ihr begreifen,dass ICH es BIN8,28 dass ICH es BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus..Ihr werdet auch erkennen,dass ich nichts von mir aus tue.Vielmehr sage ich nur das,was der Vater8,28 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mich gelehrt hat.29Und der, der mich beauftragt hat,steht mir zur Seite.Er lässt mich nicht allein,denn ich tue stets,was ihm gefällt.«30Als Jesus8,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte,kamen viele zum Glauben8,30 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihn.

Frei sein oder abhängig

31Jesus8,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu den Juden8,31 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ,die einst zum Glauben8,31 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihn gekommen waren:»Nur wenn ihr an meinem Wort festhaltet,könnt ihr wirklich meine Jünger8,31 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sein.32Dann werdet ihr die Wahrheit8,32 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erkennenund die Wahrheit8,32 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. wird euch frei machen.«33Sie entgegneten ihm:»Wir sind Nachkommen Abrahams8,33 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. und waren nie die Diener8,33 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. von irgendeinem Menschen.Wie kannst du da sagen:›Ihr werdet frei sein‹?«34Jesus8,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Amen8,34 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen8,34 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer Schuld8,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich lädt,ist ein Diener8,34 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. der Schuld8,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..35Ein Diener8,35 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. gehört nicht für immer zur Familie.Nur der Sohn8,35 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. gehört für immer dazu.36Wenn also der Sohn8,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. euch frei macht,seid ihr tatsächlich frei.

37Ich weiß,dass ihr Nachkommen Abrahams8,37 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. seid.Trotzdem wollt ihr mich töten,weil mein Wort bei euch keine Aufnahme findet.38Dabei sage ich nur das weiter,was ich beim Vater8,38 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gesehen habe.Aber ihr tut das,was ihr von eurem Vater gehört habt.«39Sie antworteten ihm:»Unser Vater ist Abraham8,39 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. Jesus8,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderte:»Wenn ihr Kinder Abrahams8,39 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. seid,dann handelt auch wie Abraham8,39 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. .40Aber ihr wollt mich töten.Ich habe euch nur die Wahrheit8,40 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. gesagt,die ich von Gott gehört habe.So hat Abraham8,40 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. nicht gehandelt.41Ihr handelt wie euer wirklicher Vater!«

Da sagten sie zu ihm:»Wir sind nicht beim Ehebruch8,41 Ehebruch: Außerehelicher Geschlechtsverkehr von Verheirateten. gezeugt.Wir haben nur einen Vater:Gott.«42Jesus8,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn Gott euer Vater wäre,dann würdet ihr mich lieben.Denn bei Gott ist mein Ursprung,und ich komme von ihm!Ich komme ja nicht im eigenen Auftrag,sondern er hat mich geschickt.43Warum versteht ihr denn nicht, was ich sage?Weil ihr mein Wort gar nicht verstehen könnt!44Vom Teufel8,44 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen. stammt ihr ab,der ist euer Vater.Und was er begehrt,das tut ihr.Er war von Anfang an ein Mörderund für die Wahrheit8,44 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. hat er keinen Platz.Denn bei ihm gibt es überhaupt keine Wahrheit8,44 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .Wenn er lügt,so entspricht das genau seinem Wesen.Denn er ist ein Lügnerund alle Lüge stammt von ihm.

45Ich aber sage die Wahrheit8,45 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. ,und deshalb glaubt8,45 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr mir nicht.46Wer von euch kann mir nachweisen,dass ich irgendeine Schuld8,46 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf mich geladen habe?Wenn ich doch nur die Wahrheit8,46 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. sage,warum glaubt8,46 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr mir dann nicht?47Nur wer von Gott abstammt,kann auch Gottes Worte hören.Deshalb hört ihr sie nicht,denn ihr stammt nicht von Gott ab.«

Jesus und Abraham

48Die Juden8,48 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. warfen Jesus8,48 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vor:»Sagen wir nicht zu Recht:›Du bist ein Samariter8,48 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.und von einem Dämon8,48 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen‹?«49Jesus8,49 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Ich bin keineswegs von einem Dämon8,49 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen.Ich habe Hochachtung vor meinem Vater8,49 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,aber ihr erniedrigt mich.50Mir geht es nicht um meine eigene Herrlichkeit.Dafür sorgt ein anderer,und der ist auch der Richter8,50 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..51Amen8,51 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen8,51 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer sich nach meinem Wort richtet,wird in Ewigkeit nicht sterben.«

52Da sagten die Juden8,52 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. zu ihm:»Jetzt sind wir sicher,dass du vom Dämon8,52 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen bist.Abraham8,52 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ist gestorbenund ebenso die Propheten8,52 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat..Und du sagst:›Wer an meinem Wort festhält,wird in Ewigkeit nicht sterben‹?53Bist du etwa wichtiger als unser Vater Abraham8,53 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. ?Der ist gestorben,und auch die Propheten8,53 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. sind gestorben.Für wen hältst du dich eigentlich?«

54Jesus8,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn ich mir selbst Herrlichkeit verschaffen wollte,dann wäre diese Herrlichkeit nichts wert.Aber es ist der Vater8,54 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mir Herrlichkeit verleiht.Ihr sagt von ihm:›Er ist unser Gott.‹55Aber ihr habt ihn nie kennengelernt.Ich dagegen kenne ihn.Ich wäre ein Lügner wie ihr,wenn ich sagen würde:›Ich kenne ihn nicht.‹Aber ich kenne ihnund richte mich nach seinem Wort.56Euer Vater Abraham8,56 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. hat gejubelt,weil er erleben sollte,dass ich in diese Welt komme8,56 dass ich in diese Welt komme: Wörtlich heißt es in Vers 56: »Euer Vater Abraham hat gejubelt, weil er meinen Tag erleben sollte.« Gemeint ist damit nicht nur der Tag, an dem Jesus in die Welt kommt, sondern die ganze Zeit des Wirkens von Jesus..Er hat es tatsächlich erlebt8,56 Er hat es tatsächlich erlebt: Abraham wurde als Vater der Gläubigen und als Beschützer der Gerechten verehrt. Zu ihm kommen sie nach ihrem Tod und finden Trost und Schutz.und war voller Freude.«

57Da sagten die Juden8,57 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. zu ihm:»Du bist noch keine fünfzig Jahre altund willst Abraham8,57 Abraham: Stammvater des Volkes Israel. Sein Name bedeutet »Vater einer großen Menge«. gesehen haben?«58Jesus