BasisBibel NT+Ps (BB)
6

Jesus am See Gennesaret

6,1-71

Jesus macht mehr als fünftausend Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17
61Bald darauf kam Jesus6,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an das andere Ufer des Sees von Galiläa6,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.,der auch See von Tiberias6,1 Tiberias: Stadt am Südwestufer des Sees Gennesaret. genannt wird.2Eine große Menschenmenge folgte ihm.Denn sie hatten die Zeichen6,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. gesehen,die er an den Kranken vollbrachte.3Jesus6,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stieg auf einen Berg6,3 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. und setzte sich dort hin –zusammen mit seinen Jüngern6,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .4Es war kurz vor dem Passafest6,4 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.,dem großen Fest der Juden6,4 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. .

5Jesus6,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf und sah,dass die große Menschenmenge zu ihm kam.Da sagte er zu Philippus:»Wo können wir Brot6,5 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel kaufen,damit diese Leute zu essen haben?«6Das sagte er aber nur,um Philippus auf die Probe zu stellen.Er selbst wusste längst,was er tun wollte.

7Philippus antwortete ihm:»Nicht einmal Brot6,7 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel für 200 Silberstücke reicht aus,dass jeder auch nur ein kleines Stück bekommt!«8Einer seiner Jünger6,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. Andreas, der Bruder von Simon Petrus6,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.sagte:9»Hier ist ein kleines Kind.Es hat fünf Gerstenbrote6,9 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und zwei Fische6,9 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Aber was ist das schon für so viele Menschen!«10Jesus6,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderte:»Sorgt dafür,dass die Menschen sich niederlassen.«Der Ort war dicht mit Gras bewachsen.Sie ließen sich nieder.Es waren ungefähr 5000 Männer6,10 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren..

11Jesus6,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nahm die Brote6,11 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er sprach das Dankgebet6,11 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. und verteilte sie an die Leute, die dort saßen.Genauso machte er es mit den Fischen6,11 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Alle bekamen, so viel sie wollten.12Als sie satt waren,sagte Jesus6,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern6,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Sammelt die Reste ein,damit nichts verdirbt.«13Das taten sie.Sie füllten zwölf Körbe mit den Stücken,die nach dem Essenvon den fünf Gerstenbroten6,13 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel übrig geblieben waren.14Als die Leute sahen,was für ein Zeichen6,14 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. Jesus6,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. getan hatte,sagten sie:»Er ist wirklich der Prophet6,14 der Prophet: Zur Zeit von Jesus erwarteten die Juden, dass Gott am Ende der Zeit einen Propheten wie Mose schickt (vgl. 5. Mose/Deuteronomium 18,15-22). Er sollte die Fremdherrschaft der Römer beenden und mit ihm sollte eine neue Zeit der Freiheit beginnen. Von diesem Prophet ist auch in 1. Makkabäer 4,46 und 1. Makkabäer 14,41 die Rede.,der in diese Welt6,14 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. kommen soll!«15Jesus6,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. merkte,dass sie ihn in ihre Gewalt bringen wollten.Denn sie wollten ihn zu ihrem König machen.Darum zog er sich wieder auf den Berg6,15 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. zurück –er ganz allein.

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22-33; Markus 6,45-52
16Als es Abend wurde,gingen seine Jünger6,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zum See hinunter.17Sie stiegen in ein Boot6,17 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. und legten ab.Sie wollten auf die andere Seite des Sees6,17 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.nach Kafarnaum6,17 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..Es war schon dunkelund Jesus6,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war noch nicht zu ihnen zurückgekehrt.18Ein starker Wind wehteund wühlte den See6,18 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. auf.

19Sie waren etwa 25 oder 30 Stadien6,19 Stadion: Griechisches Wegmaß, je nach Maßstab zwischen 175 und 200 m. weit gerudert.Plötzlich erblickten sie Jesus6,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Er ging über das Wasserund näherte sich dem Boot6,19 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. .Da gerieten sie in Furcht6,19 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen..20Er sagte:»Ich bin’s!Habt keine Angst!«21Sie wollten ihn an Bord holen.Da war das Boot6,21 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. schon am Ufer –genau dort, wohin sie unterwegs waren.

Die Menschen finden Jesus in Kafarnaum

22Die Volksmenge war auf der gegenüberliegenden Seite des Sees6,22 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. geblieben.Am nächsten Morgen erinnerten sich die Leute,dass dort nur ein einziges Boot6,22 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. gelegen hatte.Sie wussten auch,dass Jesus6,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht zusammen mit seinen Jüngern6,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ins Boot6,22 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. gestiegen warund dass die Jünger6,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. allein abgefahren waren.23Inzwischen kamen von Tiberias6,23 Tiberias: Stadt am Südwestufer des Sees Gennesaret. andere Boote6,23 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. herbei.Sie legten nahe bei der Stelle an,wo der Herr6,23 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. das Dankgebet6,23 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. gesprochenund die Menge das Brot6,23 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel gegessen hatte.24Schließlich merkten die Leute,dass Jesus6,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht mehr da warund seine Jünger6,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. auch nicht.Da stiegen sie in die Boote6,24 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. und fuhren nach Kafarnaum6,24 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte.,um Jesus6,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu suchen.

25Sie fanden ihn tatsächlichauf der anderen Seite des Sees6,25 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.und fragten ihn:»Rabbi6,25 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer., wann bist du hierhergekommen?«

Jesus redet über das Brot des Lebens: Die Nahrung, die nicht verdirbt

26Jesus6,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antworteteund erklärte ihnen:»Amen6,26 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen6,26 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ihr sucht mich nicht,weil ihr die Zeichen6,26 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. verstanden habt,die ich vollbracht habe.Ihr sucht mich nur,weil ihr von den Broten6,26 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel gegessen habtund satt geworden seid.27Müht euch nicht ab für verderbliche Nahrung.Bemüht euch um Nahrung,die bis zum ewigen Leben6,27 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. vorhält.Die wird euch der Menschensohn6,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. geben.Ihn hat Gott, der Vater6,27 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,mit seinem Siegel6,27 Siegel: Stempel zum Eindruck eines Zeichens in weiche Masse, z. B. in ein Stück Siegellack. bestätigt.«

28Daraufhin fragten ihn die Leute:»Was sollen wir tun,damit wir so handeln,wie Gott es erwartet?«29Jesus6,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihnen zur Antwort:»Das erwartet Gott von euch:Glaubt6,29 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an den,den er gesandt hat.«

Jesus redet über das Brot des Lebens: Gott gibt das Brot des Lebens

30Die Leute fragten weiter:»Was ist das denn für ein Zeichen6,30 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,das du vollbringst?Lass es uns sehen,dann glauben6,30 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wir dir!Was wirst du also tun?31Damals in der Wüste6,31 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. haben unsere Vorfahrendas Manna6,31 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessen.In den Heiligen Schriften6,31 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht6,31 steht: Die Leute zitieren aus Psalm 78,24.:›Er gab ihnen Brot vom Himmel6,31 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. zu essen.‹«32Darauf sagte Jesus zu den Leuten:»Amen6,32 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen6,32 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Mose6,32 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat euch kein Brot vom Himmel6,32 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegeben.Sondern mein Vater6,32 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gibt euchdas wahre Brot vom Himmel6,32 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16..33Denn das Brot Gottes ist der,der vom Himmel6,33 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabkommtund dieser Welt6,33 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. das Leben6,33 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. schenkt.«34Sie baten ihn:»Herr, gib uns immer von diesem Brot6,34 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel 35Jesus6,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. entgegnete:»Ich bin6,35 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Brot6,35 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel des Lebens.Wer zu mir kommt,wird nie mehr hungern.Und wer an mich glaubt,wird nie mehr Durst haben.

36Aber ich habe es euch ja schon gesagt6,36 gesagt: Jesus fasst hier den Anfang seiner Rede und den Wortwechsel mit der Volksmenge in Johannes 6,26-31 zusammen.:Obwohl ihr mich6,36 mich: Gemeint ist: »obwohl ihr meine Taten gesehen habt«. gesehen habt,glaubt6,36 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr nicht.37Alle, die mein Vater6,37 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mir anvertraut,werden zu mir kommen.Und ich weise niemanden ab,der zu mir kommt.38Denn dazu bin ich vom Himmel6,38 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen:Nicht, damit ich das tue,was ich selbst will,sondern was der will,der mich beauftragt hat.39Und er will von mir,dass ich keinen von denen verliere,die er mir anvertraut hat.Am letzten Tag6,39 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. werde ich sie alle vom Tod erwecken6,39 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .40Denn das ist der Wille meines Vaters6,40 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.:Alle, die den Sohn6,40 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. sehenund an ihn glauben6,40 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,werden das ewige Leben6,40 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten.Am letzten Tag werde ich sie vom Tod erwecken6,40 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

Jesus redet über das Brot des Lebens: Jesus selbst ist das wahre Brot des Lebens

41Die jüdischen Zuhörer6,41 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. waren empört,dass Jesus6,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gesagt6,41 gesagt: Das Zitat fasst den Wortwechsel in Johannes 6,32-40 zusammen. hatte:»Ich bin6,41 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Brot6,41 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das vom Himmel6,41 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen ist.«42Sie sagten:»Ist das nicht Jesus6,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , der Sohn von Josef?Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter!Wie kann er behaupten:›Ich bin vom Himmel6,42 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen‹?«43Jesus6,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihnen zur Antwort:»Seid nicht empört!44Niemand kann von sich selbst aus zu mir kommen.Mein Vater6,44 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., der mich beauftragt hat,muss ihn zu mir führen.Und am letzten Tag6,44 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. werde ich ihn vom Tod auferwecken6,44 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .45In den Büchern der Propheten6,45 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. steht6,45 steht: Jesus zitiert aus Jesaja 54,13. ja:›Gott selbst hat alle gelehrt.‹Wer den Vater6,45 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. hörtund von ihm lernt,kommt zu mir.46Das bedeutet nicht,dass je ein Mensch den Vater6,46 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gesehen hat.Nur der Eine, der von Gott kommt,der hat den Vater6,46 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gesehen.47Amen6,47 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen6,47 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer glaubt6,47 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,hat das ewige Leben6,47 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..48Ich bin6,48 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Brot des Lebens.49Eure Väter haben in der Wüste6,49 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. das Manna6,49 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessenund sind trotzdem gestorben.50Aber dies ist das Brot6,50 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das vom Himmel6,50 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabkommt.Wer davon isst,wird nicht sterben.51Ich bin6,51 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Lebensbrot,das vom Himmel6,51 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen ist.Wenn jemand von diesem Brot6,51 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel isst,wird er in Ewigkeit leben6,51 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Das Brot6,51 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das ich geben werde,ist mein Leib6,51 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen..Ich gebe ihn hin,damit diese Welt6,51 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. leben kann.«

Jesus redet über das Brot des Lebens: Leib und Blut des Menschensohnes sind das Brot des Lebens

52Das löste unter den Juden6,52 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. eine Auseinandersetzung aus.Sie fragten:»Wie kann dieser Mensch uns dennseinen Leib6,52 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. zu essen geben?«53Jesus6,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Amen6,53 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen6,53 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wenn ihrden Leib6,53 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. des Menschensohnes6,53 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. nicht esstund sein Blut6,53 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. nicht trinkt,habt ihr keinen Anteil am Leben6,53 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..54Wer meinen Leib6,54 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. isstund mein Blut6,54 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. trinkt,erhält das ewige Leben6,54 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Und am letzten Tag6,54 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. werde ich ihn vom Tod erwecken6,54 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .55Denn mein Leib6,55 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. ist die wahre Nahrung.Und mein Blut6,55 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. ist der wahre Trank.56Wer meinen Leib6,56 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. isstund mein Blut6,56 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. trinkt,bleibt mit mir verbunden6,56 bleibt mit mir verbunden: Wörtlich lautet der Vers 56: »Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.«und ich mit ihm6,56 und ich mit ihm: Wörtlich lautet der Vers 56: »Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.«.57Der Vater6,57 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., von dem das Leben kommt,hat mich gesandt.Ich lebe durch den Vater6,57 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater..Genauso werden alle,die mich essen,durch mich leben.58Das ist das Brot6,58 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das vom Himmel6,58 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabkommt!Es ist nicht wie das Brot6,58 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das die Vorfahren gegessen haben.Sie sind trotzdem gestorben.Aber wer dieses Brot6,58 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel isst,wird in Ewigkeit leben.«59Das sagte Jesus6,59 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,als er in Kafarnaum6,59 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte.vor der jüdischen Versammlung6,59 jüdischen Versammlung: Wörtlich »Synagoge«. Gemeint ist an dieser Stelle aber nicht das Synagogengebäude, sondern die Versammlung der jüdischen Gemeinde. lehrte.

Viele Jünger wenden sich von Jesus ab

60Nachdem sie diese Rede gehört hatten,sagten viele Jünger6,60 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Jesus6,60 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Das war eine unerträgliche Rede!Wer kann ihm noch länger zuhören?«61Jesus6,61 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war sich darüber im Klaren,dass seine Jünger6,61 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. empört waren.Er sagte zu ihnen:»Daran nehmt ihr Anstoß?62Werdet ihr das auch noch tun,wenn ihr seht:Der Menschensohn6,62 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. steigt zum Himmel hinauf –dorthin, wo er vorher war?63Der Geist6,63 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. macht lebendig.Der Leib6,63 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. nützt gar nichts.Die Worte,die ich zu euch gesprochen habe,sind Geist6,63 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. und schenken Leben6,63 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..64Aber unter euch gibt es einige,die nicht glauben6,64 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

Jesus6,64 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste nämlich von Anfang an,wer von ihnen nicht glaubte6,64 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.und auch wer ihn verraten würde.65Und er fügte hinzu:»Deshalb habe ich euch gesagt6,65 gesagt: Jesus verweist auf sein eigenes Wort in Johannes 6,44.:›Niemand kann zu mir kommen,wenn es der Vater6,65 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. ihm nicht möglich macht.‹«66Daraufhin wandten sich viele seiner Jünger6,66 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von ihm abund zogen nicht länger mit ihm umher.

Die Zwölf halten an Jesus fest

67Da fragte Jesus6,67 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Zwölf6,67 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. :»Wollt ihr nicht auch weggehen?«68Simon Petrus6,68 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. antwortete ihm:»Herr6,68 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., zu wem sollten wir denn gehen?Du sprichst Worte,die ewiges Leben6,68 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. schenken.69Wir glauben6,69 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. und wissen:Du bist der Heilige6,69 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Gottes!«70Jesus6,70 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderte:»Ich selbst habe euch Zwölf6,70 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. ausgewählt.Trotzdem ist einer von euch ein Teufel6,70 Satan, Teufel: Der Gegenspieler Gottes. Sein Ziel ist das Verderben der Menschen.71Er meinte Judas, den Sohn von Simon Iskariot.Der sollte ihn später ausliefern –einer von den Zwölf6,71 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. .
7

Von Jerusalem bis zum Jordan

7,1–10,42

Jesus kommt zum Laubhüttenfest und zum Tempelweihfest nach Jerusalem

7,1-52

Jesus und seine Brüder

71Danach zog Jesus7,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Galiläa7,1 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. umher.Er wollte aber nicht nach Judäa7,1 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. gehen,weil die jüdischen Behörden7,1 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. schon entschlossen waren,ihn zu töten.

2Es war kurz vor dem jüdischen Laubhüttenfest7,2 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. .3Da sagten seine Brüder zu ihm:»Zieh fort von hierund geh nach Judäa7,3 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. !Auch dort sollen deine Jünger7,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. die Taten sehen,die du vollbringst.4Niemand tut etwas im Verborgenen,wenn er zugleich öffentlich bekannt werden möchte.Wenn du schon solche Taten vollbringst,dann zeige dich auch dieser Welt7,4 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. 5Seine Brüder glaubten7,5 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nämlich nicht an ihn.

6Jesus7,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Meine Zeit7,6 meine Zeit: Gemeint ist die Zeit des Todes und der Auferstehung von Jesus. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. Den Zeitpunkt bestimmt Gott allein. ist noch nicht da.Aber für euch ist jede Zeit die richtige.7Euch kann diese Welt7,7 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gar nicht hassen.Aber mich hasst sie,weil ich als Zeuge gegen sie auftrete.Und ich bezeuge,dass ihr Tun böse ist.8Geht ihr ruhig zum Fest7,8 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. hinauf,ich werde nicht zu diesem Fest7,8 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. gehen!Meine Zeit7,8 meine Zeit: Gemeint ist die Zeit des Todes und der Auferstehung von Jesus. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. Den Zeitpunkt bestimmt Gott allein. ist noch nicht gekommen!«9Das sagte er zu ihnenund blieb in Galiläa7,9 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..

Jesus kommt heimlich nach Jerusalem

10Als seine Brüder zum Fest7,10 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. hinaufgegangen waren,zog auch Jesus7,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hinauf –allerdings nicht öffentlich,sondern heimlich.11Die jüdischen Behörden7,11 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. suchten ihnunter den Festbesuchernund fragten:»Wo ist er?«12Und es gab viel Gerede über ihn unter den Leuten.Die einen meinten:»Er ist ein guter Mensch!«Andere erwiderten:»Nein, im Gegenteil.Er führt das Volk in die Irre!«13Allerdings äußerte sich niemand öffentlich über ihnaus Angst vor den jüdischen Behörden7,13 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .

Jesus lehrt im Tempel

14Das Fest7,14 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. war schon zur Hälfte vorüber.Da ging Jesus7,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in den Tempel7,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. hinaufund lehrte.15Die Juden7,15 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. wunderten sich:»Wieso versteht er die Heiligen Schriften7,15 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. so gut?Er ist doch gar nicht darin ausgebildet!«16Jesus7,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderteund erklärte ihnen:»Das ist nicht meine eigene Lehre.Ich habe sie von dem,der mich beauftragt hat.17Wer bereit ist,Gottes Willen zu tun,wird schnell erkennen,ob meine Lehre von Gott kommt. –Oder ob ich sie mir selbst ausgedacht habe.18Wer aus eigenem Antrieb redet,dem geht es nur um seine eigene Herrlichkeit.Wem es aber um die Herrlichkeit dessen geht,der ihn beauftragt hat,der ist glaubwürdigund durch und durch aufrichtig.

19Hat Mose7,19 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. euch nicht das Gesetz7,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. gegeben?Und doch befolgt es niemand von euch!Warum wollt ihr mich eigentlich töten?«20Die Volksmenge antwortete:»Du bist wohl von einem Dämon7,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessen!Wer will dich denn töten?«21Jesus7,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Eine einzige Tat7,21 Eine einzige Tat: Es handelt sich um die Heilung des Kranken von Betesda, die in Johannes 5,1-9 erzählt wird. habe ich hier vollbracht,und ihr seid immer noch ganz außer euch.22Deswegen frage ich euch:Mose7,22 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat die Beschneidung7,22 Beschneidung: <