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Die Heilung am Teich Betesda und der Konflikt mit den jüdischen Behörden

51Einige Zeit später war wieder ein jüdisches Fest5,1 jüdisches Fest: Vermutlich das Wochenfest, ein Erntefest, das sieben Wochen nach dem Passafest gefeiert wurde.und Jesus5,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zog nach Jerusalem5,1 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes..

2Beim Schaftor in Jerusalem5,2 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.gibt es einen Teich mit fünf Säulenhallen.Auf Hebräisch wird dieser Ort Betesda5,2 Betesda: Wasserbecken und Badeanlage im Nordosten der heutigen Altstadt von Jerusalem. genannt.3In den Hallen lagen viele Kranke, Blinde, Gelähmteund Menschen mit verkrüppelten Gliedern.[...] 4[...]5,4 [...]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Sie warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet. 4 Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel zum Becken herab und brachte das Wasser in Bewegung. Wer dann als Erster in das bewegte Wasser stieg, der wurde gesund – ganz gleich, welche Krankheit er hatte.«5Dort war auch ein Mann, der seit 38 Jahren krank war.6Jesus5,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. sah ihn dort liegen und erkannte,dass er schon lange krank war.Da fragte er ihn: »Willst du gesund werden?«7Der Kranke antwortete:»Herr, ich habe keinen, der mich in den Teich bringt,sobald das Wasser in Bewegung gerät.Wenn ich es aber allein versuche,steigt immer ein anderer vor mir hinein.«8Da sagte Jesus zu ihm:»Steh auf, nimm deine Matte5,8 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. und geh!«9Im selben Augenblick wurde der Mann gesund.Er nahm seine Matte und ging.

Der Tag, an dem dies geschah, war ein Sabbat5,9 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf..10Da sagten die Vertreter der jüdischen Behörden5,10 Vertreter der jüdischen Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.zu dem Geheilten:»Es ist Sabbat! Du darfst deine Matte5,10 Matte: Unterlage zum Schlafen, die aus einem stabilen Geflecht aus Stroh besteht. nicht tragen!«11Er antwortete ihnen:»Der Mann, der mich geheilt hat,der hat zu mir gesagt:›Nimm deine Matte und geh!‹«12Sie fragten ihn: »Wer ist das gewesen?Wer hat zu dir gesagt: ›Nimm deine Matte und geh!‹?«13Der Geheilte wusste es aber nicht.Denn Jesus5,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war in der Menschenmenge verschwunden,die sich dort versammelt hatte.

14Später traf Jesus5,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. den Mann im Tempel5,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und sagte zu ihm:»Du bist gesund geworden!Lade keine Schuld5,14 Schuld: Konkrete Verfehlungen, die von Gott trennen und das Gewissen belasten können. mehr auf dich,damit dir nichts Schlimmeres geschieht.«15Der Mann ging weg und berichtete den jüdischen Behörden5,15 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.:»Es war Jesus, der mich gesund gemacht hat.«16Von da an verfolgten die jüdischen Behörden Jesus,weil er das an einem Sabbat5,16 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. getan hatte.17Aber Jesus sagte zu ihnen:»Mein Vater5,17 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. ist ständig am Werk, und ich bin es auch.«18Daraufhin waren die jüdischen Behördenumso fester entschlossen, Jesus zu töten.Denn er hatte nicht nur den Sabbat missachtet,sondern auch Gott seinen Vater genannt.Damit hatte er sich Gott gleichgestellt.

Jesus hat die Vollmacht vom Vater

19Jesus5,19 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. erwiderte auf die Vorwürfe der jüdischen Behörden5,19 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.:»Amen5,19 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Von sich aus kann der Sohn5,19 der Sohn: Jesus spricht hier von sich selbst. In dem, was er tut, wirkt sein Vater: Gott. nichts tun.Er kann nur das tun, was er den Vater5,19 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. tun sieht.Was der Vater tut, das tut genauso auch der Sohn.20Der Vater liebt den Sohn.Er zeigt ihm alles, was er selbst tut.Und er wird ihm noch größere Taten zeigen –Taten, über die ihr staunen werdet!21Der Vater weckt die Toten auf5,21 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.und schenkt ihnen das wahre Leben5,21 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm..Genauso schenkt auch der Sohn das wahre Lebenden Menschen, denen er es geben will.22Der Vater verurteilt5,22 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. nämlich niemanden.Vielmehr hat er seine ganze richterliche Machtdem Sohn übergeben.23Denn alle sollen den Sohn genauso ehren wie den Vater.Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt auch den Vater nicht,der ihm seinen Auftrag gegeben hat.24Amen5,24 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Wer mein Wort hört und dem glaubt,der mich beauftragt hat, hat das ewige Leben5,24 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..Er kommt nicht vor Gottes Gericht5,24 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht.,sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen5,24 aus dem Tod ins Leben gehen: Im Johannesevangelium ist der Tod nicht nur das Ende des biologischen Lebens, sondern der Verlust der Verbindung zu Gott. Wer ins Leben geht, lebt in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott in seinem Reich..

25Amen5,25 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Die Stunde kommt, ja sie bricht schon an:Da werden die Toten die Stimme des Gottessohnes5,25 Gottessohn: Jesus spricht hier von sich selbst. In dem, was er tut, wirkt sein Vater: Gott. hören.Und diejenigen, die den Ruf hören, werden leben!26Aus sich selbst herausschenkt der Vater5,26 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. das wahre Leben5,26 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm..Genauso hat er es auch dem Sohn gegeben,aus sich selbst heraus das wahre Leben zu schenken.27Er hat ihm auch die Vollmacht gegeben,Gericht5,27 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. zu halten.Denn er ist der Menschensohn5,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde..

28Wundert euch nicht darüber: Es kommt die Stunde,in der alle Toten in ihren Gräbern seine Stimme hören.29Sie werden alle herauskommen.Diejenigen, die Gutes getan haben,werden auferstehen5,29 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes., um das ewige Leben5,29 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. zu empfangen.Diejenigen aber, die Böses getan haben,werden auferstehen, um verurteilt zu werden.30Ich kann nichts von mir aus tun:Ich urteile5,30 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. so, wie ich es vom Vater höre.Und mein Urteil ist gerecht.Denn ich folge nicht meinem eigenen Willen,sondern dem Willen dessen, der mich beauftragt hat.«

Zeugen für Jesus

31»Wenn ich als Zeuge für mich selbst auftreten wollte,wäre meine Aussage nicht glaubwürdig.32Es gibt aber einen anderen,der als Zeuge für mich aussagt.Und ich weiß, dass seine Aussage über mich wahr ist.33Ihr habt bei Johannes5,33 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. nachfragen lassen,und er hat die Wahrheit5,33 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. bezeugt.34Ich brauche aber keinen Menschen als Zeugen.Ich sage das, damit ihr gerettet werdet.35Johannes war wie eine hell leuchtende Lampe.Aber ihr wolltet euch nur ein paar Stunden langan ihrem Licht erfreuen.

36Für mich spricht noch etwas,das bedeutender ist als die Aussage des Johannes5,36 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor.:Es sind die Taten, die mir mein Vater5,36 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. übertragen hat,damit ich sie zu Ende bringe.Diese Taten, die ich vollbringe, sprechen für mich.Sie bestätigen, dass der Vater mich gesandt hat.37Der Vater, der mich beauftragt hat,hat selbst als Zeuge für mich ausgesagt.Doch ihr habt seine Stimme nie gehörtund seine Gestalt niemals gesehen.38Auch sein Wort bleibt nicht bei euch.Denn ihr glaubt dem nicht, den er gesandt hat.

39Ihr erforscht die Heilige Schrift5,39 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden., weil ihr meint,durch sie das ewige Leben5,39 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. zu haben.Tatsächlich ist sie mein Zeuge.40Doch ihr wollt nicht zu mir kommen,um das ewige Leben zu haben.41Ich bin nicht darauf aus,von Menschen geehrt zu werden.42Vielmehr kenne ich euch und weiß,dass ihr keine Liebe zu Gott in euch habt.43Ich bin im Auftrag meines Vaters5,43 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gekommen,und ihr nehmt mich nicht auf.Wenn aber ein anderer in seinem eigenen Auftrag kommt,den werdet ihr aufnehmen.44Wie könnt ihr überhaupt zum Glauben5,44 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. kommen?Es geht euch doch nur darum,dass einer vom anderen geehrt wird!Aber ihr strebt nicht nach der Ehre,die nur der einzige Gott schenkt.

45Ihr braucht nicht zu denken,dass ich euch vor dem Vater5,45 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. anklagen werde.Es ist vielmehr Mose5,45 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote., der euch anklagt –Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.46Denn wenn ihr Mose wirklich glauben würdet,dann würdet ihr auch an mich glauben.Denn von mir hat er geschrieben.47Wenn ihr aber seinen Schriften5,47 seine Schriften: Die fünf Bücher Mose. Der Tradition nach hat Mose am Berg Sinai nicht nur die Zehn Gebote, sondern alle Lebensvorschriften für das Volk Israel erhalten. nicht glaubt,wie wollt ihr dann meinen Worten glauben?«
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Jesus ist das Brot des Lebens

Johannes 6,1-71

Jesus macht mehr als 5000 Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17
61Bald darauf ging Jesus6,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.ans andere Ufer des Sees von Galiläa6,1 Sees von Galiläa: Anderer Name für den See Gennesaret.,der auch See von Tiberias6,1 Tiberias: Stadt am Südwestufer des See Gennesaret. genannt wird.2Eine große Menschenmenge folgte ihm.Denn sie hatten die Zeichen6,2 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. gesehen,die er an den Kranken tat.3Jesus stieg auf einen Bergund setzte sich dort mit seinen Jüngern6,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. nieder.4Es war kurz vor dem Passafest6,4 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13.,dem großen Fest der Juden.5Jesus blickte auf und sah,dass die große Menschenmenge zu ihm kam.Da sagte er zu Philippus:»Wo können wir Brot6,5 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. kaufen,damit diese Leute zu essen haben?«6Das sagte er aber,um Philippus auf die Probe zu stellen.Er selbst wusste längst, was er tun wollte.7Philippus antwortete:»Nicht einmal Brot für 200 Silberstücke6,7 200 Silberstücke: Wörtlich »200 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber. reicht aus,dass jeder auch nur ein kleines Stück bekommt!«8Da sagte einer seiner Jünger –Andreas, der Bruder von Simon Petrus6,8 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus.:9»Hier ist ein kleines Kind.Es hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische6,9 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Aber was ist das schon für so viele Menschen?«10Jesus sagte: »Sorgt dafür, dass die Menschen sich setzen.«Der Ort war dicht mit Gras bewachsen.Dort ließen sie sich nieder,es waren etwa 5000 Männer6,10 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren..

11Jesus6,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nahm die Brote6,11 Brot: In der Antike war Fladenbrot Grundbestandteil der Ernährung. und dankte Gott.Dann verteilte er sie an die Leute, die dort saßen.Genauso machte er es mit den Fischen6,11 Fisch: Gehörte in der Gegend um den See Gennesaret zu den Grundnahrungsmitteln..Alle bekamen, so viel sie wollten.12Als sie satt waren, sagte Jesus zu seinen Jüngern6,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.:»Sammelt die Reste ein, damit nichts verdirbt.«13Das taten sie und füllten zwölf Körbemit den Resten von den fünf Gerstenbroten.So viel war nach dem Essen übrig geblieben.14Als die Leute sahen,was für ein Zeichen6,14 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Jesus getan hatte, sagten sie:»Er ist wirklich der Prophet6,14 der Prophet: Als Zeichen für das beginnende Gericht Gottes wird ein Prophet wie Mose erwartet. Ein solcher Prophet wird in 5. Mose/Deuteronomium 18,15-19 angekündigt.,der in die Welt kommen soll!«15Da merkte Jesus, dass sie bald kommen würden,um ihn mit Gewalt zu ihrem König zu machen.Darum zog er sich wieder auf den Berg zurück –er ganz allein.

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22-33; Markus 6,45-52
16Als es Abend wurde,gingen seine Jünger6,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. zum See hinunter.17Sie stiegen in ein Bootund wollten über den See6,17 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen. nach Kapernaum6,17 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. fahren.Es war schon dunkel,und Jesus6,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. war noch nicht zu ihnen zurückgekehrt.18Ein starker Wind wehte und wühlte den See auf.19Sie hatten schon eine ganze Strecke zurückgelegt,etwa viereinhalb oder fünfeinhalb Kilometer6,19 etwa viereinhalb oder fünfeinhalb Kilometer: Wörtlich »25 oder 30 Stadien«. Ein Stadion ist ein griechisches Längenmaß von etwa 185 m..Plötzlich erblickten sie Jesus.Er ging über das Wasser und näherte sich dem Boot.Da gerieten sie in Furcht.20Er sagte: »Ich bin’s! Fürchtet euch nicht!«21Sie wollten ihn zu sich ins Boot nehmen.Aber das Boot war schon am Ufer,das sie erreichen wollten.

Das Brot des Lebens ist eine Nahrung, die nicht verdirbt

22Die Volksmenge stand nochauf der anderen Seite des Sees6,22 See Gennesaret: See im Norden Israels, zwischen den Golanhöhen und Galiläa gelegen..Am nächsten Morgen erinnerten sich die Leute,dass am Ufer nur ein einziges Boot gelegen hatte.Sie hatten gesehen,dass Jesus6,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nicht zusammen mit seinen Jüngern6,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten.in dieses Boot gestiegen war.Vielmehr waren die Jünger allein abgefahren.23Inzwischen kamen von Tiberias6,23 Tiberias: Stadt am Südwestufer des See Gennesaret. andere Boote herbei.Sie legten nahe bei der Stelle an,wo der Herr6,23 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. Gott gedankt hatte.Dort hatte dann die Menge das Brot gegessen6,23 das Brot gegessen: Johannes 6,1-15 erzählt, dass Jesus an dieser Stelle 5000 Männer mit nur fünf Broten und zwei Fischen satt macht..24Schließlich merkten die Leute,dass Jesus nicht mehr da warund seine Jünger auch nicht.Da stiegen sie in die Booteund fuhren nach Kapernaum6,24 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret., um Jesus zu suchen.

25Sie fanden ihn tatsächlichauf der anderen Seite des Sees und fragten ihn:»Rabbi6,25 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer., wann bist du hierhergekommen?«26Jesus6,26 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete und erklärte ihnen:»Amen6,26 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Ihr sucht mich nicht,weil ihr Zeichen6,26 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. gesehen habt.Ihr sucht mich nur,weil ihr von den Broten gegessen habtund satt geworden seid.27Müht euch nicht ab für verderbliche Nahrung.Bemüht euch um Nahrung,die bis zum ewigen Leben6,27 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. vorhält.Die wird euch der Menschensohn6,27 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. geben.Ihn hat Gott, der Vater6,27 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott.,mit seinem Siegel6,27 Siegel: Persönlicher Stempel, durch den etwas als echt gekennzeichnet wird. Hier Bild dafür, dass Jesus Christus wirklich im Namen Gottes auftritt und handelt. bestätigt.«28Daraufhin fragten ihn die Leute: »Was sollen wir tun,damit wir so handeln, wie Gott es erwartet?«29Jesus gab ihnen zur Antwort:»Das bewirkt und erwartet Gott von euch:Glaubt6,29 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. an den, den er gesandt hat.«

Jesus ist das Brot des Lebens

30Die Leute fragten weiter:»Was ist das denn für ein Zeichen6,30 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt., das du tust?Lass es uns sehen, dann glauben wir dir!Was bewirkst du denn schon?31Damals in der Wüste6,31 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. haben unsere VorfahrenManna6,31 Manna: Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessen.In der Heiligen Schrift steht6,31 in der Heiligen Schrift steht: Zitat aus 2. Mose/Exodus 16,4. es doch:›Er gab ihnen Brot vom Himmel6,31 Brot vom Himmel: Auch »Manna« genannt. Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. zu essen.‹«32Darauf sagte Jesus6,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. zu den Leuten:»Amen6,32 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Mose6,32 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. hat euch kein Brot vom Himmel gegeben.Vielmehr gibt euch mein Vater6,32 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott.das wahre Brot vom Himmel.33Denn dieses Brot Gottes ist der,der vom Himmel herabkommtund dieser Welt das wahre Leben6,33 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm. schenkt.«34Da baten sie ihn:»Herr6,34 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen., gib uns immer von diesem Brot!«35Jesus6,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. entgegnete: »Ich bin6,35 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. das Brot des Lebens.Wer zu mir kommt, wird nicht mehr hungern.Und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

36Aber ich habe es euch ja schon gesagt:Obwohl ihr meine Taten gesehen habt,schenkt ihr mir keinen Glauben.37Alle, die mein Vater6,37 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. mir anvertraut,werden zu mir kommen.Und wer zu mir kommt,den werde ich nicht abweisen.38Denn dazu bin ich vom Himmel6,38 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen:Nicht um zu tun, was ich selbst will,sondern was der will, der mich beauftragt hat.39Und das ist der Wille dessen, der mich beauftragt hat:Ich soll keinen von denen verlieren,die er mir anvertraut hat.Vielmehr soll ich sie alle am letzten Tag6,39 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an.vom Tod erwecken6,39 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..40Denn das ist der Wille meines Vaters:Alle, die den Sohn6,40 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. sehen und an ihn glauben,werden das ewige Leben6,40 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. erhalten.Am letzten Tag werde ich sie vom Tod erwecken.«

Wer vom Brot des Lebens isst, wird nicht sterben

41Die jüdischen Zuhörer6,41 jüdische Zuhörer: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. waren empört,dass Jesus6,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. gesagt hatte:»Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.«42Sie sagten: »Ist das nicht Jesus, der Sohn von Josef?Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter!Wie kann er behaupten:›Ich bin vom Himmel6,42 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen‹?«43Jesus gab ihnen zur Antwort:»Seid nicht so empört!44Niemand kann von sich selbst aus zu mir kommen.Mein Vater6,44 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., der mich beauftragt hat,muss ihn zu mir führen.Und am letzten Tag6,44 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. werde ich ihn vom Tod auferwecken6,44 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..45Bei den Propheten steht6,45 bei den Propheten steht: Das Zitat nimmt Worte aus Jesaja 54,13 auf. ja:›Gott selbst wird sie alle lehren.‹Wer den Vater hört und von ihm lernt,kommt zu mir.46Das bedeutet nicht,dass je ein Mensch den Vater gesehen hat.Nur der Eine, der von Gott kommt,der hat den Vater gesehen.47Amen6,47 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch:Wer glaubt6,47 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt., hat das ewige Leben6,47 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..48Ich bin6,48 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. das Brot des Lebens.49Eure Vorfahren haben in der Wüste6,49 Wüste: Meint die Zeit der Wüstenwanderung, als Israel aus Ägypten geflohen war; vgl. 2. Mose/Exodus 16–19 und 4. Mose/Numeri 10,11–21,35. das Manna6,49 Manna: Nahrung, die direkt vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf dem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessenund sind dann doch gestorben.50Aber dies ist das wahre Brot,das vom Himmel herabkommt.Wer davon isst, wird nicht sterben.51Ich bin das Lebensbrot,das vom Himmel herabgekommen ist.Wenn jemand von diesem Brot isst,wird er das ewige Leben6,51 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. haben.Das Brot, das ich geben werde, ist mein Leib.Ich gebe ihn hin, um dieser Welt das Leben zu schenken.«

Leib und Blut des Menschensohnes sind das Brot des Lebens

52Das löste Streit unter den jüdischen Zuhörern6,52 jüdische Zuhörer: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. aus,und sie fragten: »Wie kann dieser Mensch uns dennseinen Leib zu essen geben?«53Jesus6,53 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete:»Amen6,53 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!«, amen, das sage ich euch6,53 das sage ich euch: Die folgenden Worte spielen auf die Worte an, die beim Abendmahl gesprochen werden. Es erinnert an das Abschiedsmahl, das Jesus mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod am Kreuz feierte; vgl. Lukas 22,14-20.:Wenn ihr den Leib des Menschensohnes6,53 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. nicht esstund sein Blut nicht trinkt,habt ihr das Leben nicht in euch.54Wer meinen Leib isst und mein Blut trinkt,erhält das ewige Leben6,54 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod..Und am letzten Tag6,54 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. werde ich ihn vom Tod erwecken6,54 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes..55Denn mein Leib ist die wahre Nahrung.Und mein Blut ist der wahre Trank.56Wer meinen Leib isst und mein Blut trinkt,bleibt mit mir verbunden und ich mit ihm.57Der Vater6,57 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott., von dem das Leben kommt, hat mich gesandt.Ich lebe durch den Vater.Genauso werden alle, die mich essen, durch mich leben.58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt!Es ist nicht wie das Brot,das unsere Vorfahren gegessen haben.Sie sind gestorben.Aber wer dieses Brot isst, wird in Ewigkeit leben.«59Das sagte Jesus,als er in der Synagoge6,59 Synagoge: Das Wort bezeichnet sowohl das Synagogengebäude als auch die Versammlung der jüdischen Gemeinde. von Kapernaum6,59 Kapernaum: Stadt am Nordufer des See Gennesaret. lehrte.

Viele Jünger wenden sich von Jesus ab

60Nachdem sie diese Rede gehört hatten,sagten viele Jünger6,60 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. von Jesus6,60 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa.:»Das war eine unerträgliche Rede!Wer kann sich so etwas anhören?«61Jesus war sich darüber im Klaren,dass seine Jünger empört waren.Er sagte zu ihnen: »Daran nehmt ihr Anstoß?62Was werdet ihr dann erst tun, wenn ihr seht:Der Menschensohn6,62 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. steigt zum Himmel hinauf –dorthin, wo er vorher war?63Der Geist6,63 Geist Gottes: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. macht lebendig.Der Leib nützt gar nichts.Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe,sind Geist und schenken wahres Leben6,63 wahres Leben: Durch den Glauben an Gott geschenktes Leben in Gemeinschaft mit ihm..64Aber unter euch gibt es einige, die nicht glauben6,64 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt.Jesus wusste nämlich von Anfang an,wer von ihnen nicht glaubte,und auch, wer ihn verraten würde.65Und er fügte hinzu: »Deshalb habe ich euch gesagt:›Niemand kann zu mir kommen,wenn es der Vater6,65 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. ihm nicht möglich macht.‹«66Von da an wandten sich viele seiner Jünger von ihm abund zogen nicht länger mit ihm umher.

Die Zwölf halten an Jesus fest

Matthäus 16,13-17; Markus 8,27-30; Lukas 9,18-21
67Da fragte Jesus6,67 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. die Zwölf6,67 die Zwölf: Meint die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens bei Jesus waren.: »Wollt ihr etwa auch weggehen?«68Simon Petrus6,68 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. antwortete: »Herr6,68 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen.,zu wem sollten wir denn gehen?Du sprichst Worte, die ewiges Leben6,68 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. schenken.69Wir glauben6,69 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. und haben erkannt:Du bist der Heilige Gottes!«70Jesus erwiderte:»Habe ich nicht selbst euch Zwölf ausgewählt?Und doch ist einer von euch ein Teufel6,70 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht.71Er meinte Judas, den Sohn von Simon Iskariot,denn der sollte ihn später ausliefern6,71 später ausliefern: Von der Auslieferung von Jesus an die jüdischen Behörden erzählt Johannes 18,1-14..Er war einer von den Zwölf.
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Der Streit zwischen Jesus und seinen Gegnern

Johannes 7,1–8,11

Jesus reist heimlich zum Laubhüttenfest nach Jerusalem

71Danach zog Jesus7,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in Galiläa7,1 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. umher.Nach Judäa7,1 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. wollte er nämlich nicht gehen,weil die jüdischen Behörden7,1 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.entschlossen waren, ihn zu töten.2Es war kurz vor dem jüdischen Laubhüttenfest7,2 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen..3Da sagten seine Brüder7,3 seine Brüder: Johannes 2,12 erzählt, dass die Mutter und die Brüder von Jesus ihn zusammen mit seinen Jüngern begleiten. zu ihm:»Zieh fort von hier und geh nach Judäa!Auch dort sollen deine Jünger7,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. die Taten sehen,die du vollbringst.4Niemand tut etwas im Verborgenen,wenn er zugleich öffentlich bekannt sein möchte.Wenn du schon solche Taten vollbringst,dann zeige dich auch vor aller Welt!«5Seine Brüder glaubten nämlich nicht an ihn.6Jesus antwortete: »Meine Zeit7,6 meine Zeit: Der Zeitpunkt, an dem deutlich wird, dass Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gesandt ist, um die Menschen zu erlösen. Dies zeigt sich in seinem Tod am Kreuz, in dem Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen ihren Höhepunkt erreicht. ist noch nicht da.Aber für euch ist jede Zeit die richtige.7Euch kann diese Welt7,7 Welt, diese Welt: Die von griechischer Kultur geprägte Umwelt der frühen Gemeinden, die sich nicht an christlichen Maßstäben orientierte. gar nicht hassen.Aber mich hasst sie,weil ich als Zeuge gegen sie auftrete.Und ich bezeuge, dass ihr Tun böse ist.8Geht ihr ruhig zum Fest nach Jerusalem7,8 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.,ich werde nicht zu diesem Fest gehen!Meine Zeit ist noch nicht gekommen!«9Das sagte er und blieb selbst in Galiläa.

10Als seine Brüder zum Fest7,10 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. gegangen waren,zog auch Jesus7,10 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. nach Jerusalem.Er tat das allerdings nicht öffentlich,sondern heimlich.11Die jüdischen Behörden7,11 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. suchten ihnunter den Festbesuchern und fragten: »Wo ist er?«12Es gab viel Gerede über ihn unter den Leuten.Die einen meinten: »Er ist ein guter Mensch!«Andere erwiderten: »Nein, im Gegenteil.Er führt das Volk in die Irre!«13Doch niemand äußerte sich öffentlich über ihnaus Angst vor den jüdischen Behörden.

Jesus lehrt im Tempel

14Das Fest7,14 Laubhüttenfest: Siebentägiges Erntefest im Herbst. Während dieser Zeit leben die Menschen in Hütten aus Laub und Zweigen, die an die Zeit der Wüstenwanderung Israels erinnern sollen. war schon zur Hälfte vorüber.Da ging Jesus7,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. in den Tempel7,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. und lehrte.15Die Juden7,15 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. wunderten sich:»Wieso kennt er die Heilige Schrift7,15 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. so gut?Er ist doch gar nicht darin ausgebildet!«16Jesus erwiderte und erklärte ihnen:»Das ist nicht meine eigene Lehre.Ich habe sie von dem,der mich beauftragt hat.17Wer bereit ist, Gottes Willen zu tun,wird erkennen, woher meine Lehre kommt:ob sie von Gott istoder ob ich aus mir selbst heraus rede.18Wer aus sich selbst heraus redet,dem geht es nur um seine eigene Ehre.Wem es aber um die Ehre dessen geht,der ihn beauftragt hat,der ist glaubwürdig und durch und durch aufrichtig.

19Hat Mose7,19 Mose: Führte Israel im Auftrag Gottes aus Ägypten und erhielt am Berg Sinai die Zehn Gebote. euch nicht das Gesetz7,19 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders die fünf Bücher Mose. gegeben?Und doch befolgt es niemand von euch!Warum also wollt ihr mich töten?«20Die Volksmenge antwortete:»Du bist wohl von einem Dämon7,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. besessen!Wer will dich denn töten?«21Jesus7,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. antwortete ihnen:»Eine einzige Tat7,21 eine einzige Tat: Von der Heilung eines Kranken am Sabbat am Teich von Betesda erzählt Johannes 5,1-9. habe ich am Sabbat vollbracht,und ihr alle staunt immer noch darüber.22Es ist doch so:Mose hat die Beschneidung7,22 Beschneidung: Das Abtrennen der Vorhaut am männlichen Glied ist für Israel Zeichen des Bundes zwischen Gott und seinem Volk. angeordnet.Sie stammt allerdings nicht erst von Mose,sondern schon von seinen Vorfahren7,22 seine Vorfahren: 1. Mose/Genesis 17,9-14 erzählt, dass der Stammvater Abraham die Beschneidung von Gott als Zeichen für den Bund erhält. Sie muss am achten Tag nach der Geburt stattfinden..Dementsprechend beschneidet ihr einen Menschenauch am Sabbat7,22 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf..23Ein Mensch wird also am Sabbatan einem Teil seines Körpers beschnitten.Das geschieht, um das Gesetz des Mose einzuhalten.Warum seid ihr dann so wütend auf mich?Ich habe am Sabbat einen Menschenam ganzen Körper gesund gemacht!24Urteilt nicht nach dem bloßen Augenschein,sondern fällt ein gerechtes Urteil!«

Ist Jesus der versprochene Retter?

25Da sagten einige Leute aus Jerusalem7,25 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes.:»Ist das nicht der, den sie töten wollen?26Er redet hier in aller Öffentlichkeit,und niemand widerspricht ihm.Hat der jüdische Rat7,26 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. vielleicht erkannt,dass er der Christus7,26 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. ist?27Wir wissen doch, woher dieser Mann stammt.Aber wenn der Christus kommt,weiß niemand, woher er stammt!«28Jesus7,28 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa., der immer noch im Tempel7,28 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. lehrte, rief laut:»Ihr kennt mich und wisst, woher ich komme.Aber ich bin nicht im eigenen Auftrag gekommen.Der, der mich beauftragt hat,ist die Wahrheit7,28 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. selbst.Ihr kennt ihn nicht.