BasisBibel NT+Ps (BB)
5

Von Jerusalem bis Kafarnaum

5,1–7,1

Jesus kommt zu einem jüdischen Fest nach Jerusalem

5,1-47

Die Heilung am Teich Betesda

51Bald darauf war wieder ein jüdisches Fest5,1 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. und Jesus5,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging hinauf nach Jerusalem5,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .

2Beim Schaftor in Jerusalem5,2 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gibt es ein Wasserbecken mit fünf Säulenhallen.Auf Hebräisch wird dieser Ort Betesda5,2 Betesda: Wasserbecken und Badeanlage im Nordosten der Altstadt von Jerusalem. genannt.3In den Hallen lagen viele Kranke,Blinde, Gelähmte und Menschen mit verkrüppelten Gliedern.[…]5,3 […]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Sie warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet.«4[…]5,4 […]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel zum Becken herab und brachte das Wasser in Bewegung. Wer dann als Erster in das bewegte Wasser stieg, der wurde gesund – ganz gleich, welche Krankheit er hatte.«5Dort war auch ein Mann,der seit 38 Jahren krank war.6Jesus5,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah ihn daliegenund erkannte,wie lange er schon so lag.Deshalb fragte er ihn:»Willst du gesund werden?«7Der Kranke antwortete ihm:»Herr,ich habe niemanden,der mich ins Becken bringt,wenn das Wasser in Bewegung gerät.Während ich mich noch hinschleppe,ist ein anderer schon hineingestiegen.«8Da sagte Jesus5,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Steh auf,nimm deine Matte5,8 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und geh!«9Sofort wurde der Mann gesund.Er nahm seine Matte5,9 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und ging.

Der Tag, an dem dies geschah,war der Sabbat5,9 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..10Da sagten die Vertreter der jüdischen Behörden5,10 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. zu dem Geheilten:»Es ist Sabbat5,10 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.!Du darfst deine Matte5,10 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte. nicht tragen!«11Er antwortete ihnen:»Der Mann, der mich geheilt hat,der hat zu mir gesagt:›Nimm deine Matte und geh!‹«12Sie fragten ihn:»Wer ist das gewesen?Wer hat dir gesagt:›Nimm sie und geh?‹«13Der Geheilte wusste es aber nicht.Jesus5,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war in der Menschenmenge verschwunden,die sich dort versammelt hatte.

14Später traf Jesus5,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Geheilten im Tempel5,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er sagte zu ihm:»Sieh doch!Du bist gesund geworden!Lade keine Schuld5,14 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. mehr auf dich,damit dir nicht noch etwas Schlimmeres geschieht.«15Der Mann ging wegund teilte den jüdischen Behörden5,15 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. mit:»Es war Jesus5,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,der hat mich gesund gemacht.«16Von da an verfolgten die jüdischen Behörden5,16 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. Jesus5,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,weil er das an einem Sabbat5,16 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. getan hatte.17Aber Jesus5,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Mein Vater5,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. ist ständig am Werk.Und ich bin es auch.«18Daraufhin waren die jüdischen Behörden5,18 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. noch fester entschlossen,Jesus5,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu töten.Denn er hatte nicht nurden Sabbat5,18 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. infrage gestellt.Sondern er hatte auch Gottseinen eigenen Vater genannt.Damit hatte er sich Gott gleich gemacht.

Die Vollmacht des Sohnes

19Jesus5,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderte auf die Vorwürfe der jüdischen Behörden:»Amen5,19 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen5,19 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Von sich aus kann ein Sohn5,19 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. nichts tun.Er kann nur das tun,was er den Vater5,19 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. tun sieht.Was der Vater tut,genau dasselbe tut auch der Sohn5,19 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt..20Der Vater5,20 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. liebt den Sohn5,20 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt..Er zeigt ihm alles,was er selbst tut.Und er wird ihm noch viel größere Taten zeigen,sodass ihr euch wundern werdet!21Der Vater5,21 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. weckt5,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. die Toten auf5,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und schenkt ihnen das Leben.Genauso schenkt auch der Sohn5,21 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. das Leben,wem er will.22Der Vater5,22 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. verurteilt5,22 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. auch niemanden.Vielmehr hat er seine ganze richterliche Macht5,22 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat.dem Sohn5,22 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. übergeben.23Denn alle sollen den Sohn5,23 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. genauso anerkennenwie den Vater5,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater..Wer den Sohn5,23 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. nicht anerkennt,erkennt auch den Vater5,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. nicht an,der ihm seinen Auftrag gegeben hat.

24Amen5,24 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen5,24 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer mein Wort hörtund dem glaubt,der mich beauftragt hat,hat das ewige Leben5,24 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Er kommt nicht mehr vor Gottes Gericht5,24 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..Im Gegenteil:Er ist vom Tod5,24 Tod: Der Tod ist im Johannesevangelium nicht nur das Ende des biologischen Lebens, sondern bedeutet zugleich den endgültigen Verlust der Verbindung zu Gott.ins Leben5,24 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. hinübergewechselt.

25Amen5,25 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen5,25 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Die Stunde kommt,ja sie bricht schon an:Da werden die Totenden Ruf des Gottessohnes5,25 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. hören.Und diejenigen, die ihn hören,werden leben!26Aus sich selbst hat der Vater5,26 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. das Leben.Genauso hat er auch dem Sohn5,26 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. gegeben,aus sich selbst heraus das Leben zu haben.27Er hat ihm auch die Vollmacht gegeben,Gericht5,27 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. zu halten.Denn er ist der Menschensohn5,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck..

28Wundert euch nicht darüber:Es kommt die Stunde,in der alle Toten in ihren Gräbern5,28 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.seinen Ruf hören29und herauskommen werden.Diejenigen, die Gutes getan haben,werden auferstehen5,29 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ,um das Leben zu empfangen.Diejenigen aber, die Böses getan haben,werden auferstehen5,29 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ,um verurteilt zu werden.30Ich kann nichts von mir aus tun:Ich urteile5,30 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. so,wie ich es höre.Und mein Urteil5,30 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. ist gerecht.Denn ich folge nicht meinem eigenen Willen.Sondern ich folge dem Willen dessen,der mich beauftragt hat.«

Zeugen für Jesus

31»Wenn ich als Zeuge für mich selbst auftreten wollte,wäre meine Aussage nicht glaubwürdig.32Es gibt aber einen anderen,der für mich aussagt.Und ich weiß,dass seine Aussage über mich wahr ist.33Ihr habt bei Johannes5,33 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. nachfragen lassen.Seine Aussage entspricht der Wahrheit.34Eigentlich brauche ich keinen Menschen als Zeuge.Ich weise euch aber darauf hin,damit ihr gerettet werdet.35Er war die hell leuchtende Lampe.Aber ihr wolltet euch nur ein paar Stunden langan ihrem Licht erfreuen.

36Für mich spricht noch etwas,das bedeutender ist als die Aussage des Johannes5,36 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. :Es sind die Taten,mit denen der Vater5,36 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mich beauftragt hatund die ich zu Ende führen soll.Genau diese Taten, die ich vollbringe,sprechen für mich.Sie zeigen,dass der Vater5,36 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mich gesandt hat.37So sagt der Vater5,37 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mich beauftragt hat,selbst für mich aus.Doch ihr habt seine Stimme nie gehörtund seine Gestalt niemals gesehen.38Auch sein Wort bleibt nicht bei euch.Denn ihr glaubt dem nicht,den er gesandt hat.

39Ihr erforscht die Heiligen Schriften5,39 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.,weil ihr meint,durch sie das ewige Leben5,39 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu erhalten.Auch die sind meine Zeugen.40Aber ihr wollt euch mir nicht anschließen,um das ewige Leben5,40 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu erhalten.41Ich bin nicht darauf aus,dass Menschen mir Herrlichkeit zugestehen.42Außerdem habe ich euch durchschaut:Ihr habt keine Liebe zu Gott in euch.43Ich bin im Namen5,43 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. meines Vaters5,43 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gekommen,und ihr lehnt mich ab.Wenn aber irgendjemand anderesin seinem eigenen Namen5,43 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. kommt –den nehmt ihr auf.44Wie könnt ihr denn zum Glauben5,44 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen?Es geht euch doch nur darum,dass einer dem anderen Herrlichkeit zugesteht!Aber nach der Herrlichkeit,die der einzige Gott schenkt,strebt ihr nicht.

45Ihr braucht nicht zu denken,dass ich euch vor dem Vater5,45 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. anklagen werde.Es ist vielmehr Mose5,45 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.,der euch anklagt –Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.46Denn wenn ihr Mose5,46 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. wirklich glauben5,46 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. würdet,dann würdet ihr auch mir glauben5,46 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Denn er weist in der Heiligen Schrift5,46 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. auf mich hin.47Wenn ihr schon seinen Schriften5,47 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. nicht glaubt5,47 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wie wollt ihr dann meinen Worten glauben5,47 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
6

Jesus am See Gennesaret

6,1-71

Jesus macht mehr als fünftausend Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17
61Bald darauf kam Jesus6,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an das andere Ufer des Sees von Galiläa6,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.,der auch See von Tiberias6,1 Tiberias: Stadt am Südwestufer des Sees Gennesaret. genannt wird.2Eine große Menschenmenge folgte ihm.Denn sie hatten die Zeichen6,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. gesehen,die er an den Kranken vollbrachte.3Jesus6,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stieg auf einen Berg6,3 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. und setzte sich dort hin –zusammen mit seinen Jüngern6,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .4Es war kurz vor dem Passafest6,4 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.,dem großen Fest der Juden6,4 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. .

5Jesus6,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf und sah,dass die große Menschenmenge zu ihm kam.Da sagte er zu Philippus:»Wo können wir Brot6,5 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel kaufen,damit diese Leute zu essen haben?«6Das sagte er aber nur,um Philippus auf die Probe zu stellen.Er selbst wusste längst,was er tun wollte.

7Philippus antwortete ihm:»Nicht einmal Brot6,7 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel für 200 Silberstücke reicht aus,dass jeder auch nur ein kleines Stück bekommt!«8Einer seiner Jünger6,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. Andreas, der Bruder von Simon Petrus6,8 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.sagte:9»Hier ist ein kleines Kind.Es hat fünf Gerstenbrote6,9 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel und zwei Fische6,9 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Aber was ist das schon für so viele Menschen!«10Jesus6,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderte:»Sorgt dafür,dass die Menschen sich niederlassen.«Der Ort war dicht mit Gras bewachsen.Sie ließen sich nieder.Es waren ungefähr 5000 Männer6,10 Männer: Gezählt wurden offensichtlich nur die Männer. Es ist aber davon auszugehen, dass auch viele Frauen und Kinder anwesend waren..

11Jesus6,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nahm die Brote6,11 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Er sprach das Dankgebet6,11 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. und verteilte sie an die Leute, die dort saßen.Genauso machte er es mit den Fischen6,11 Fische: Fische hatten als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert für die Menschen im Land der Bibel..Alle bekamen, so viel sie wollten.12Als sie satt waren,sagte Jesus6,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seinen Jüngern6,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Sammelt die Reste ein,damit nichts verdirbt.«13Das taten sie.Sie füllten zwölf Körbe mit den Stücken,die nach dem Essenvon den fünf Gerstenbroten6,13 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel übrig geblieben waren.14Als die Leute sahen,was für ein Zeichen6,14 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. Jesus6,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. getan hatte,sagten sie:»Er ist wirklich der Prophet6,14 der Prophet: Zur Zeit von Jesus erwarteten die Juden, dass Gott am Ende der Zeit einen Propheten wie Mose schickt (vgl. 5. Mose/Deuteronomium 18,15-22). Er sollte die Fremdherrschaft der Römer beenden und mit ihm sollte eine neue Zeit der Freiheit beginnen. Von diesem Prophet ist auch in 1. Makkabäer 4,46 und 1. Makkabäer 14,41 die Rede.,der in diese Welt6,14 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. kommen soll!«15Jesus6,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. merkte,dass sie ihn in ihre Gewalt bringen wollten.Denn sie wollten ihn zu ihrem König machen.Darum zog er sich wieder auf den Berg6,15 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. zurück –er ganz allein.

Jesus geht über das Wasser

Matthäus 14,22-33; Markus 6,45-52
16Als es Abend wurde,gingen seine Jünger6,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zum See hinunter.17Sie stiegen in ein Boot6,17 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. und legten ab.Sie wollten auf die andere Seite des Sees6,17 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.nach Kafarnaum6,17 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..Es war schon dunkelund Jesus6,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war noch nicht zu ihnen zurückgekehrt.18Ein starker Wind wehteund wühlte den See6,18 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. auf.

19Sie waren etwa 25 oder 30 Stadien6,19 Stadion: Griechisches Wegmaß, je nach Maßstab zwischen 175 und 200 m. weit gerudert.Plötzlich erblickten sie Jesus6,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Er ging über das Wasserund näherte sich dem Boot6,19 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. .Da gerieten sie in Furcht6,19 Furcht, Ehrfurcht: Das Gefühl des Erschreckens und des Staunens, das die Menschen erfasst, wenn sie Gott unmittelbar begegnen..20Er sagte:»Ich bin’s!Habt keine Angst!«21Sie wollten ihn an Bord holen.Da war das Boot6,21 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. schon am Ufer –genau dort, wohin sie unterwegs waren.

Die Menschen finden Jesus in Kafarnaum

22Die Volksmenge war auf der gegenüberliegenden Seite des Sees6,22 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret. geblieben.Am nächsten Morgen erinnerten sich die Leute,dass dort nur ein einziges Boot6,22 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. gelegen hatte.Sie wussten auch,dass Jesus6,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht zusammen mit seinen Jüngern6,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ins Boot6,22 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. gestiegen warund dass die Jünger6,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. allein abgefahren waren.23Inzwischen kamen von Tiberias6,23 Tiberias: Stadt am Südwestufer des Sees Gennesaret. andere Boote6,23 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. herbei.Sie legten nahe bei der Stelle an,wo der Herr6,23 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. das Dankgebet6,23 Dankgebet: In der jüdischen Familie eröffnet der Hausvater die Mahlzeit mit dem Dank an Gott. gesprochenund die Menge das Brot6,23 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel gegessen hatte.24Schließlich merkten die Leute,dass Jesus6,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nicht mehr da warund seine Jünger6,24 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. auch nicht.Da stiegen sie in die Boote6,24 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. und fuhren nach Kafarnaum6,24 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte.,um Jesus6,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu suchen.

25Sie fanden ihn tatsächlichauf der anderen Seite des Sees6,25 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.und fragten ihn:»Rabbi6,25 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer., wann bist du hierhergekommen?«

Jesus redet über das Brot des Lebens: Die Nahrung, die nicht verdirbt

26Jesus6,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antworteteund erklärte ihnen:»Amen6,26 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen6,26 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ihr sucht mich nicht,weil ihr die Zeichen6,26 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. verstanden habt,die ich vollbracht habe.Ihr sucht mich nur,weil ihr von den Broten6,26 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel gegessen habtund satt geworden seid.27Müht euch nicht ab für verderbliche Nahrung.Bemüht euch um Nahrung,die bis zum ewigen Leben6,27 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. vorhält.Die wird euch der Menschensohn6,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. geben.Ihn hat Gott, der Vater6,27 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,mit seinem Siegel6,27 Siegel: Stempel zum Eindruck eines Zeichens in weiche Masse, z. B. in ein Stück Siegellack. bestätigt.«

28Daraufhin fragten ihn die Leute:»Was sollen wir tun,damit wir so handeln,wie Gott es erwartet?«29Jesus6,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihnen zur Antwort:»Das erwartet Gott von euch:Glaubt6,29 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an den,den er gesandt hat.«

Jesus redet über das Brot des Lebens: Gott gibt das Brot des Lebens

30Die Leute fragten weiter:»Was ist das denn für ein Zeichen6,30 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,das du vollbringst?Lass es uns sehen,dann glauben6,30 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wir dir!Was wirst du also tun?31Damals in der Wüste6,31 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. haben unsere Vorfahrendas Manna6,31 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessen.In den Heiligen Schriften6,31 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht6,31 steht: Die Leute zitieren aus Psalm 78,24.:›Er gab ihnen Brot vom Himmel6,31 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. zu essen.‹«32Darauf sagte Jesus zu den Leuten:»Amen6,32 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen6,32 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Mose6,32 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. hat euch kein Brot vom Himmel6,32 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegeben.Sondern mein Vater6,32 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gibt euchdas wahre Brot vom Himmel6,32 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16..33Denn das Brot Gottes ist der,der vom Himmel6,33 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabkommtund dieser Welt6,33 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. das Leben6,33 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. schenkt.«34Sie baten ihn:»Herr, gib uns immer von diesem Brot6,34 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel 35Jesus6,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. entgegnete:»Ich bin6,35 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Brot6,35 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel des Lebens.Wer zu mir kommt,wird nie mehr hungern.Und wer an mich glaubt,wird nie mehr Durst haben.

36Aber ich habe es euch ja schon gesagt6,36 gesagt: Jesus fasst hier den Anfang seiner Rede und den Wortwechsel mit der Volksmenge in Johannes 6,26-31 zusammen.:Obwohl ihr mich6,36 mich: Gemeint ist: »obwohl ihr meine Taten gesehen habt«. gesehen habt,glaubt6,36 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr nicht.37Alle, die mein Vater6,37 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mir anvertraut,werden zu mir kommen.Und ich weise niemanden ab,der zu mir kommt.38Denn dazu bin ich vom Himmel6,38 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen:Nicht, damit ich das tue,was ich selbst will,sondern was der will,der mich beauftragt hat.39Und er will von mir,dass ich keinen von denen verliere,die er mir anvertraut hat.Am letzten Tag6,39 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. werde ich sie alle vom Tod erwecken6,39 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .40Denn das ist der Wille meines Vaters6,40 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.:Alle, die den Sohn6,40 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. sehenund an ihn glauben6,40 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,werden das ewige Leben6,40 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhalten.Am letzten Tag werde ich sie vom Tod erwecken6,40 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich.

Jesus redet über das Brot des Lebens: Jesus selbst ist das wahre Brot des Lebens

41Die jüdischen Zuhörer6,41 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. waren empört,dass Jesus6,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gesagt6,41 gesagt: Das Zitat fasst den Wortwechsel in Johannes 6,32-40 zusammen. hatte:»Ich bin6,41 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Brot6,41 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das vom Himmel6,41 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen ist.«42Sie sagten:»Ist das nicht Jesus6,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , der Sohn von Josef?Wir kennen doch seinen Vater und seine Mutter!Wie kann er behaupten:›Ich bin vom Himmel6,42 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen‹?«43Jesus6,43 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihnen zur Antwort:»Seid nicht empört!44Niemand kann von sich selbst aus zu mir kommen.Mein Vater6,44 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., der mich beauftragt hat,muss ihn zu mir führen.Und am letzten Tag6,44 letzter Tag, Tag des Gerichts: Der Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und seine Königsherrschaft bricht endgültig an. werde ich ihn vom Tod auferwecken6,44 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. .45In den Büchern der Propheten6,45 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. steht6,45 steht: Jesus zitiert aus Jesaja 54,13. ja:›Gott selbst hat alle gelehrt.‹Wer den Vater6,45 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. hörtund von ihm lernt,kommt zu mir.46Das bedeutet nicht,dass je ein Mensch den Vater6,46 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gesehen hat.Nur der Eine, der von Gott kommt,der hat den Vater6,46 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gesehen.47Amen6,47 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen6,47 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer glaubt6,47 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,hat das ewige Leben6,47 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..48Ich bin6,48 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Brot des Lebens.49Eure Väter haben in der Wüste6,49 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. das Manna6,49 Manna, Brot vom Himmel: Nahrung, die auf wundersame Weise vom Himmel kommt. Mit ihr versorgte Gott die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wüste, vgl. 2. Mose/Exodus 16. gegessenund sind trotzdem gestorben.50Aber dies ist das Brot6,50 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das vom Himmel6,50 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabkommt.Wer davon isst,wird nicht sterben.51Ich bin6,51 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Lebensbrot,das vom Himmel6,51 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen ist.Wenn jemand von diesem Brot6,51 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel isst,wird er in Ewigkeit leben6,51 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Das Brot6,51 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel ,das ich geben werde,ist mein Leib6,51 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen..Ich gebe ihn hin,damit diese Welt6,51 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. leben kann.«

Jesus redet über das Brot des Lebens: Leib und Blut des Menschensohnes sind das Brot des Lebens

52Das löste unter den Juden6,52 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. eine Auseinandersetzung aus.Sie fragten:»Wie kann dieser Mensch uns dennseinen Leib6,52 Leib: Die Grundbedeutung des griechischen Wortes ist »Fleisch«. Es kann aber auch den menschlichen Körper bezeichnen. zu essen geben?«53Jesus6,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Amen6,53