BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus und die Frau aus Samarien

4,1-42

Jesus kommt nach Samarien

41Die Pharisäer4,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hörten,dass Jesus4,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mehr Menschenzu Jüngern4,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. machte und taufte4,1 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Die Taufe durch Jesus steht hier in engem Zusammenhang mit der Taufe durch Johannes und bringt das Wirken der beiden in Beziehung. als Johannes4,1 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .2– Allerdings taufte Jesus nicht selbst,sondern nur seine Jünger. –3Als Jesus4,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das4,3 das: Dass er die Aufmerksamkeit der Pharisäer erregt hatte. Der Satzteil gehört im Griechischen zu Vers 1. erfuhr,verließ er Judäa4,3 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und kehrte wieder nach Galiläa4,3 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. zurück.

Jesus spricht am Jakobsbrunnen mit einer Frau: Das Wasser des Lebens

4Dabei musste er Samarien4,4 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. durchqueren.5Unterwegs kam er nach Sychar4,5 Sychar: Ortschaft in Samarien am Fuße des Berges Garizim.,einem Ort in Samarien4,5 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria..In seiner Nähe liegt das Grundstück,das Jakob4,5 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. einst4,5 einst: In 1. Mose/Genesis 48,22 wird berichtet, dass Jakob seinem Sohn Josef ein Stück Land vererbt. seinem Sohn Josef vererbt hatte.6Dort befand sich der Jakobsbrunnen4,6 Jakobsbrunnen: Brunnen in der Nähe von Sychar, der auf Jakob zurückgeführt wird. .Jesus4,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war müde von dem langen Wegund setzte sich an den Brunnen.Es war um die sechste Stunde4,6 sechste Stunde: 12:00 Uhr..7Da kam eine Samariterin4,7 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.,um Wasser zu schöpfen.Jesus4,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bat sie:»Gib mir etwas zu trinken.«8Seine Jünger4,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren nämlich in den Ort gegangen,um etwas zu essen zu kaufen.9Die Samariterin4,9 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. sagte zu ihm:»Du bist ein Jude4,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. und ich bin eine Samariterin4,9 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria..Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten?«– Denn die Juden4,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. vermeidenjeden Umgang mit Samaritern. –

10Jesus4,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn du wüsstest,was für ein Geschenk Gott den Menschen machtund wer dich hier bittet:›Gib mir etwas zu trinken‹! –Dann würdest du ihn bitten,und er würde dir lebendiges Wasser4,10 lebendiges Wasser: Das griechische Wort bezeichnet Quellwasser im Unterschied zu Wasser aus einer Zisterne. Jesus meint mit »lebendigem Wasser« aber noch mehr: Wasser, das Leben spendet. Nach Johannes 7,39 ist »lebendiges Wasser« ein Bild für den Heiligen Geist. geben!«11Da sagte die Frau zu ihm:»Herr, du hast nicht einmal einen Eimerund der Brunnen ist tief.Woher willst du das Quellwasser nehmen?12Bist du etwa bedeutender als unser Stammvater Jakob4,12 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. ?Er hat uns diesen Brunnen4,12 Jakobsbrunnen: Brunnen in der Nähe von Sychar, der auf Jakob zurückgeführt wird. hinterlassen.Er selbst hat daraus getrunken,ebenso seine Söhne4,12 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. und sein Vieh.«13Darauf antwortete Jesus4,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihr:»Wer von diesem Wasser hier trinkt,bekommt wieder Durst.14Aber wer von dem Wasser trinkt,das ich ihm gebe,wird nie wieder Durst haben.Denn das Wasser,das ich ihm gebe,wird in ihm zu einer Quelle:Ihr Wasser fließt und fließt– bis ins ewige Leben4,14 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.15Da bat ihn die Frau:»Herr, gib mir dieses Wasser.Dann habe ich nie mehr Durstund muss nicht mehr herkommen,um Wasser zu schöpfen.«

16Jesus4,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Geh,ruf deinen Mannund bring ihn her!«17Da antwortete ihm die Frau:»Ich habe keinen Mann.«Jesus4,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Es stimmt, wenn du sagst:›Ich habe keinen Mann.‹18Fünfmal warst du schon verheiratet,und der, mit dem du jetzt zusammen bist,ist nicht dein Mann.Da hast du die Wahrheit gesagt.«

19Da sagte die Frau:»Herr4,19 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., ich sehe:Du bist ein Prophet4,19 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!20Unsere Vorfahren haben Gottauf dem Berg4,20 Garizim: Berg in Samarien, südwestlich von Sychar. Das wichtigste Heiligtum der Samariter. dort verehrt4,20 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..Aber ihr4,20 ihr: Die Juden im Unterschied zu den Samaritern. behauptet,dass sich in Jerusalem4,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. der richtige Ort4,20 richtiger Ort: Gemeint ist der Zion, der Berg, auf dem in Jerusalem der Tempel steht. befindet,um Gott zu verehren4,20 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).21Da sagte Jesus4,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Glaub mir, Frau:Es kommt die Stunde,in der ihr den Vater4,21 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.weder auf diesem Bergnoch in Jerusalem4,21 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. verehren werdet.22Ihr Samariter4,22 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. betet Gott an4,22 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).und kennt ihn nicht.Wir beten Gott an4,22 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).und kennen ihn.Denn die Rettung für alle Menschenkommt aus dem jüdischen4,22 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Volk.23Aber es kommt die Stunde,ja, sie ist schon da!Dann werden die Menschen,die Gott wirklich verehren,den Vater4,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. anbeten4,23 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..Dabei werden sie vom Heiligen Geist4,23 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und von Gottes Wahrheit4,23 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erfüllt sein.Denn der Vater4,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. sucht Menschen,die ihn so anbeten4,23 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..24Gott selbst ist Geist.Und wer ihn anbetet4,24 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).,muss dazu vom Geist4,24 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und von der Wahrheit4,24 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erfüllt sein.«

25Da sagte die Frau zu ihm:»Ich weiß,dass der Messias4,25 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. kommt.Man nennt ihn auch Christus4,25 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Wenn der kommt,wird er uns über all dasAuskunft geben.«26Jesus4,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Ich bin es.Ich, der mit dir spricht.«

Jesus spricht zu den Jüngern: Wovon Jesus lebt

27In diesem Augenblick kamen seine Jünger4,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zurück.Sie wunderten sich,dass er mit einer Frau4,27 Frau: Für einen jüdischen Mann, besonders einen Rabbi, war es nicht üblich, sich mit einer Frau zu unterhalten. redete.Aber keiner fragte ihn:»Was willst du von ihr?«,oder:»Worüber redest du mit ihr?«28Die Frau ließ ihren Wasserkrug4,28 Wasserkrug: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. stehenund lief in den Ort.Sie sagte zu den Leuten:29»Kommt und schaut euch das an!Da ist ein Mensch,der hat mir alles gesagt,was ich getan habe.Ist er vielleicht der Christus4,29 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. 30Da liefen die Leute aus dem Ort zu Jesus4,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hin.

31Inzwischen drängten ihn die Jünger:»Rabbi4,31 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer., iss etwas!«32Aber Jesus4,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Ich lebe von einer Nahrung,die ihr nicht kennt.«33Da fragten die Jünger4,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. einander:»Hat jemand ihm zu essen gebracht?«34Jesus4,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Gott hat mich gesandt.Ich erfülle seinen Willenund vollende sein Werk.Das ist meine Nahrung.35Sagt ihr nicht auch:›In vier Monaten ist Erntezeit4,35 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.‹?Seht doch,ich sage euch:Macht die Augen aufund schaut euch die Felder an.Sie sind schon reif für die Ernte4,35 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..36Wer die Ernte4,36 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. einbringt,erhält seinen Lohn:Er sammelt die Frucht für das ewige Leben4,36 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Derjenige, der sät4,36 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen.,und derjenige, der erntet4,36 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,sollen sich miteinander freuen.37In diesem Fall trifft das Sprichwort zu:›Einer sät4,37 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. und ein anderer erntet4,37 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..‹38Denn ich habe euch ausgesandt,um dort zu ernten4,38 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,wo ihr nicht gearbeitet habt.Andere haben sich abgemühtund ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit.«

Viele Samariter kommen zum Glauben an Jesus

39Viele Samariter4,39 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. aus dem Ortkamen zum Glauben an Jesus4,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,weil die Frau bezeugt hatte:»Er hat mir alles gesagt,was ich getan habe.«40Als nun die Samariter4,40 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. zu Jesus4,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kamen,baten sie ihn:»Bleibe bei uns!«So blieb er zwei Tage dort.41Da kamen noch viel mehrzum Glauben4,41 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesuswegen seiner Worte.42Sie sagten zu der Frau:»Wir glauben4,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nicht wegen deiner Erzählung,sondern weil wir ihn selbst gehört haben.Jetzt wissen wir:Er ist wirklich der Retter dieser Welt4,42 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.

Jesus kommt zum zweiten Mal nach Kana

4,43-54

Jesus geht nach Galiläa

43Nach den zwei Tagenbrach Jesus von Sychar4,43 Sychar: Ortschaft in Samarien am Fuße des Berges Garizim. nach Galiläa4,43 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. auf.44Er selbst hatte erklärt:»Kein Prophet4,44 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gilt etwas in seiner Heimat.«45Als er nun nach Galiläa4,45 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. kam,nahmen ihn die Galiläer4,45 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. freundlich auf.Sie hatten alles miterlebt,was er während des Festes4,45 während des Festes: Gemeint ist das Passafest, von dem in Johannes 2,13–3,21 berichtet wird. in Jerusalem4,45 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. getan hatte.Denn sie waren auch beim Fest4,45 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. gewesen.

Jesus heilt den Sohn eines königlichen Beamten

46Jesus kam auch wieder nach Kana4,46 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa, ca. 8 km von Nazaret entfernt. in Galiläa4,46 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Dort hatte er Wasser zu Wein4,46 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. gemacht4,46 gemacht: Vgl. Johannes 2,1-12..

Da gab es einen königlichen Beamten4,46 königlicher Beamte: Wörtlich »einer, der zum König gehört«. Das kann ein Mann der königlichen Familie, jemand aus der königlichen Verwaltung oder ein Soldat in königlichem Dienst sein.,dessen Sohn lag schwer krank in Kafarnaum4,46 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..47Der Beamte erfuhr,dass Jesus4,47 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aus Judäa4,47 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. nach Galiläa4,47 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. gekommen war.Da ging er zu ihmund bat ihn:»Komm nach Kafarnaum herunter4,47 herunter: Kana liegt im Bergland von Galiläa, Kafarnaum dagegen am See Gennesaret. Von Kana muss man also nach Kafarnaum hinuntergehen.und mache meinen Sohn gesund.Er liegt im Sterben.«48Jesus4,48 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Wenn ihr nicht Zeichen4,48 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und Wunder seht,glaubt4,48 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr nicht.«49Der königliche Beamte4,49 königlicher Beamte: Wörtlich »einer, der zum König gehört«. Das kann ein Mann der königlichen Familie, jemand aus der königlichen Verwaltung oder ein Soldat in königlichem Dienst sein. erwiderte:»Herr4,49 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.,bitte geh hin,bevor mein Kind stirbt.«50Jesus4,50 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Geh ruhig heim!Dein Sohn lebt!«

Der Mann glaubte dem Wort,das Jesus4,50 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihm gesagt hatte,und ging nach Hause.51Unterwegs kamen ihm schonseine Diener4,51 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. entgegen.Sie riefen:»Dein Kind lebt!«52Der Mann erkundigte sich,seit wann es dem Jungen besser ging.Sie berichteten ihm:»Gestern um die siebte Stunde4,52 siebte Stunde: 13:00 Uhr.hat das Fieber aufgehört.«53Da erkannte der Vater:Das war genau zu der Stunde,in der Jesus4,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm gesagt hatte:›Dein Sohn lebt!‹Er kam zum Glauben4,53 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.und mit ihm alle,die in seinem Haus4,53 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. lebten.

54Das war bereits das zweite Zeichen4,54 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,das Jesus4,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vollbrachte.Es geschah,als er von Judäa4,54 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. nach Galiläa4,54 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. zurückkam.
5

Von Jerusalem bis Kafarnaum

5,1–7,1

Jesus kommt zu einem jüdischen Fest nach Jerusalem

5,1-47

Die Heilung am Teich Betesda

51Bald darauf war wieder ein jüdisches Fest5,1 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. und Jesus5,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging hinauf nach Jerusalem5,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .

2Beim Schaftor in Jerusalem5,2 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gibt es ein Wasserbecken mit fünf Säulenhallen.Auf Hebräisch wird dieser Ort Betesda5,2 Betesda: Wasserbecken und Badeanlage im Nordosten der Altstadt von Jerusalem. genannt.3In den Hallen lagen viele Kranke,Blinde, Gelähmte und Menschen mit verkrüppelten Gliedern.[…]5,3 […]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Sie warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet.«4[…]5,4 […]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel zum Becken herab und brachte das Wasser in Bewegung. Wer dann als Erster in das bewegte Wasser stieg, der wurde gesund – ganz gleich, welche Krankheit er hatte.«5Dort war auch ein Mann,der seit 38 Jahren krank war.6Jesus5,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah ihn daliegenund erkannte,wie lange er schon so lag.Deshalb fragte er ihn:»Willst du gesund werden?«7Der Kranke antwortete ihm:»Herr,ich habe niemanden,der mich ins Becken bringt,wenn das Wasser in Bewegung gerät.Während ich mich noch hinschleppe,ist ein anderer schon hineingestiegen.«8Da sagte Jesus5,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Steh auf,nimm deine Matte5,8 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und geh!«9Sofort wurde der Mann gesund.Er nahm seine Matte5,9 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte.und ging.

Der Tag, an dem dies geschah,war der Sabbat5,9 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..10Da sagten die Vertreter der jüdischen Behörden5,10 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. zu dem Geheilten:»Es ist Sabbat5,10 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.!Du darfst deine Matte5,10 Matte: Zur Zeit von Jesus schliefen die meisten Menschen lediglich auf einer geflochtenen Strohmatte. nicht tragen!«11Er antwortete ihnen:»Der Mann, der mich geheilt hat,der hat zu mir gesagt:›Nimm deine Matte und geh!‹«12Sie fragten ihn:»Wer ist das gewesen?Wer hat dir gesagt:›Nimm sie und geh?‹«13Der Geheilte wusste es aber nicht.Jesus5,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war in der Menschenmenge verschwunden,die sich dort versammelt hatte.

14Später traf Jesus5,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Geheilten im Tempel5,14 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes..Er sagte zu ihm:»Sieh doch!Du bist gesund geworden!Lade keine Schuld5,14 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. mehr auf dich,damit dir nicht noch etwas Schlimmeres geschieht.«15Der Mann ging wegund teilte den jüdischen Behörden5,15 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. mit:»Es war Jesus5,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,der hat mich gesund gemacht.«16Von da an verfolgten die jüdischen Behörden5,16 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. Jesus5,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,weil er das an einem Sabbat5,16 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. getan hatte.17Aber Jesus5,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Mein Vater5,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. ist ständig am Werk.Und ich bin es auch.«18Daraufhin waren die jüdischen Behörden5,18 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. noch fester entschlossen,Jesus5,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu töten.Denn er hatte nicht nurden Sabbat5,18 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. infrage gestellt.Sondern er hatte auch Gottseinen eigenen Vater genannt.Damit hatte er sich Gott gleich gemacht.

Die Vollmacht des Sohnes

19Jesus5,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erwiderte auf die Vorwürfe der jüdischen Behörden:»Amen5,19 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen5,19 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Von sich aus kann ein Sohn5,19 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. nichts tun.Er kann nur das tun,was er den Vater5,19 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. tun sieht.Was der Vater tut,genau dasselbe tut auch der Sohn5,19 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt..20Der Vater5,20 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. liebt den Sohn5,20 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt..Er zeigt ihm alles,was er selbst tut.Und er wird ihm noch viel größere Taten zeigen,sodass ihr euch wundern werdet!21Der Vater5,21 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. weckt5,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. die Toten auf5,21 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und schenkt ihnen das Leben.Genauso schenkt auch der Sohn5,21 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. das Leben,wem er will.22Der Vater5,22 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. verurteilt5,22 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. auch niemanden.Vielmehr hat er seine ganze richterliche Macht5,22 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat.dem Sohn5,22 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. übergeben.23Denn alle sollen den Sohn5,23 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. genauso anerkennenwie den Vater5,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater..Wer den Sohn5,23 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. nicht anerkennt,erkennt auch den Vater5,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. nicht an,der ihm seinen Auftrag gegeben hat.

24Amen5,24 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen5,24 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer mein Wort hörtund dem glaubt,der mich beauftragt hat,hat das ewige Leben5,24 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Er kommt nicht mehr vor Gottes Gericht5,24 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..Im Gegenteil:Er ist vom Tod5,24 Tod: Der Tod ist im Johannesevangelium nicht nur das Ende des biologischen Lebens, sondern bedeutet zugleich den endgültigen Verlust der Verbindung zu Gott.ins Leben5,24 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. hinübergewechselt.

25Amen5,25 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen5,25 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Die Stunde kommt,ja sie bricht schon an:Da werden die Totenden Ruf des Gottessohnes5,25 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. hören.Und diejenigen, die ihn hören,werden leben!26Aus sich selbst hat der Vater5,26 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. das Leben.Genauso hat er auch dem Sohn5,26 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. gegeben,aus sich selbst heraus das Leben zu haben.27Er hat ihm auch die Vollmacht gegeben,Gericht5,27 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. zu halten.Denn er ist der Menschensohn5,27 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck..

28Wundert euch nicht darüber:Es kommt die Stunde,in der alle Toten in ihren Gräbern5,28 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.seinen Ruf hören29und herauskommen werden.Diejenigen, die Gutes getan haben,werden auferstehen5,29 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ,um das Leben zu empfangen.Diejenigen aber, die Böses getan haben,werden auferstehen5,29 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. ,um verurteilt zu werden.30Ich kann nichts von mir aus tun:Ich urteile5,30 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. so,wie ich es höre.Und mein Urteil5,30 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. ist gerecht.Denn ich folge nicht meinem eigenen Willen.Sondern ich folge dem Willen dessen,der mich beauftragt hat.«

Zeugen für Jesus

31»Wenn ich als Zeuge für mich selbst auftreten wollte,wäre meine Aussage nicht glaubwürdig.32Es gibt aber einen anderen,der für mich aussagt.Und ich weiß,dass seine Aussage über mich wahr ist.33Ihr habt bei Johannes5,33 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. nachfragen lassen.Seine Aussage entspricht der Wahrheit.34Eigentlich brauche ich keinen Menschen als Zeuge.Ich weise euch aber darauf hin,damit ihr gerettet werdet.35Er war die hell leuchtende Lampe.Aber ihr wolltet euch nur ein paar Stunden langan ihrem Licht erfreuen.

36Für mich spricht noch etwas,das bedeutender ist als die Aussage des Johannes5,36 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. :Es sind die Taten,mit denen der Vater5,36 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mich beauftragt hatund die ich zu Ende führen soll.Genau diese Taten, die ich vollbringe,sprechen für mich.Sie zeigen,dass der Vater5,36 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. mich gesandt hat.37So sagt der Vater5,37 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,der mich beauftragt hat,selbst für mich aus.Doch ihr habt seine Stimme nie gehörtund seine Gestalt niemals gesehen.38Auch sein Wort bleibt nicht bei euch.Denn ihr glaubt dem nicht,den er gesandt hat.

39Ihr erforscht die Heiligen Schriften5,39 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind.,weil ihr meint,durch sie das ewige Leben5,39 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu erhalten.Auch die sind meine Zeugen.40Aber ihr wollt euch mir nicht anschließen,um das ewige Leben5,40 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu erhalten.41Ich bin nicht darauf aus,dass Menschen mir Herrlichkeit zugestehen.42Außerdem habe ich euch durchschaut:Ihr habt keine Liebe zu Gott in euch.43Ich bin im Namen5,43 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. meines Vaters5,43 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gekommen,und ihr lehnt mich ab.Wenn aber irgendjemand anderesin seinem eigenen Namen5,43 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. kommt –den nehmt ihr auf.44Wie könnt ihr denn zum Glauben5,44 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen?Es geht euch doch nur darum,dass einer dem anderen Herrlichkeit zugesteht!Aber nach der Herrlichkeit,die der einzige Gott schenkt,strebt ihr nicht.

45Ihr braucht nicht zu denken,dass ich euch vor dem Vater5,45 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. anklagen werde.Es ist vielmehr Mose5,45 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.,der euch anklagt –Mose, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt.46Denn wenn ihr Mose5,46 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. wirklich glauben5,46 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. würdet,dann würdet ihr auch mir glauben5,46 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Denn er weist in der Heiligen Schrift5,46 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. auf mich hin.47Wenn ihr schon seinen Schriften5,47 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. nicht glaubt5,47 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wie wollt ihr dann meinen Worten glauben5,47 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.
6

Jesus am See Gennesaret

6,1-71

Jesus macht mehr als fünftausend Menschen satt

Matthäus 14,13-21; Markus 6,30-44; Lukas 9,10-17
61Bald darauf kam Jesus6,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an das andere Ufer des Sees von Galiläa6,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret.,der auch See von Tiberias6,1 Tiberias: Stadt am Südwestufer des Sees Gennesaret. genannt wird.2Eine große Menschenmenge folgte ihm.Denn sie hatten die Zeichen6,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. gesehen,die er an den Kranken vollbrachte.3Jesus6,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. stieg auf einen Berg6,3 Berg: Berge gelten als Orte, wo die Menschen Gott besonders nahe sind und Gott zu ihnen spricht. und setzte sich dort hin –zusammen mit seinen Jüngern6,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .4Es war kurz vor dem Passafest6,4 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.,dem großen Fest der Juden6,4 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. .

5Jesus6,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte auf und sah,dass die große Menschenmenge zu ihm kam.Da sagte er zu Philippus:»Wo können wir Brot6,5 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel kaufen,damit diese Leute zu essen haben?«6Das sagte er aber nur,um Philippus auf die Probe zu stellen.Er selbst wusste längst,was er tun wollte.

7Philippus antwortete ihm:»Nicht einmal Brot6,7 Brot: Brot war nicht nur Grundnahrungsmittel, sondern auch ein Grundbestandteil jeder Mahlzeit im Land der Bibel für 200 Silberstücke reicht aus,dass jeder auch nur ein kleines Stück bekommt!«8Einer seiner Jünger