BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus redet mit Nikodemus: Neu geboren werden

31Unter den Pharisäern3,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. gab es einen,der Nikodemus hieß.Er war einer der führenden Männer des jüdischen Volkes3,1 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .2Eines Nachts ging er zu Jesus3,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und sagte zu ihm:»Rabbi3,2 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer., wir wissen:Du bist ein Lehrer3,2 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.,den Gott uns geschickt hat.Denn keiner kann Zeichen3,2 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. tun,wie du sie vollbringst,wenn Gott nicht mit ihm ist.«

3Jesus3,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Amen3,3 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen3,3 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich dir:Nur wenn jemand von oben her3,3 von oben her neu geboren: Der Satz ist im Griechischen bewusst mehrdeutig. Er bedeutet sowohl »von oben«, also von Gott her, als auch »von neuem«.neu geboren3,3 von oben her neu geboren: Der Satz ist im Griechischen bewusst mehrdeutig. Er bedeutet sowohl »von oben«, also von Gott her, als auch »von neuem«. wird,kann er das Reich Gottes3,3 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. sehen.«4Darauf sagte Nikodemus zu ihm:»Wie kann denn ein Mensch geboren3,4 ein zweites Mal geboren werden: Nikodemus hat Jesus missverstanden. Der Satz in Vers 3 ist im Griechischen bewusst mehrdeutig. Er bedeutet sowohl »von oben«, also von Gott her, als auch »von Neuem«. Nikodemus hat jedoch nur gehört: »Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird«. werden,der schon alt ist?Man kann doch nicht in den Mutterleib zurückkehrenund ein zweites Mal geboren werden!«5Jesus3,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Amen3,5 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen3,5 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich dir:Nur wenn jemandaus Wasser und Geist3,5 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. geboren3,5 geboren: Das griechische Wort für »geboren« ist bewusst mehrdeutig. Es bedeutet auch »zeugen«, »erzeugen« und »hervorbringen«. Jesus meint: »Wenn jemand nicht von Gott herkommt« wird,kann er in das Reich Gottes3,5 Reich Gottes: Wörtlich »Königsherrschaft Gottes«. hineinkommen.6Was von Menschen3,6 Fleisch: Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes. geboren wird,ist ein Menschenkind3,6 Fleisch: Wörtlich »Fleisch«. Gemeint ist der ganze Mensch mit Leib und Seele. Das Fleisch gehört zur Erde, im Gegensatz dazu gehört der Geist zum Bereich Gottes..Was vom Geist3,6 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. geboren wird,ist ein Kind des Geistes3,6 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt..7Wundere dich also nicht,dass ich dir gesagt3,7 gesagt: Jesus verweist hier auf sein Wort in Johannes 3,3. habe:›Ihr müsst von oben herneu geboren werden.‹8Auch beim Wind3,8 Wind: Das griechische Wort bezeichnet sowohl den Wind als auch den Geist Gottes. ist es so:Er weht, wo er will.Du hörst sein Rauschen.Aber du weißt nicht,woher er kommtund wohin er geht.Genauso ist es mit jedem,der vom Geist3,8 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt. geboren wird.«

9Nikodemus fragte Jesus3,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nochmals:»Wie ist das möglich?«10Jesus3,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Du bist Lehrer3,10 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. Israels3,10 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk. und verstehst das nicht?11Amen3,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , amen3,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. , das sage ich dir:Das, was wir wissen,davon reden wir.Und das,was wir gesehen haben,das bezeugen wir.Aber das, was wir bezeugen,nehmt ihr nicht an.12Ihr glaubt mir schon nicht,wenn ich zu euch von irdischen Dingen spreche.Wie wollt ihr mir dann glauben,wenn ich zu euch von himmlischen3,12 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Dingen rede?«

Jesus redet mit Nikodemus: Ohne Glauben an Jesus gibt es kein Leben

13»Nur einer ist in den Himmel3,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. hinaufgestiegen.Es ist der,der auch vom Himmel3,13 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. herabgekommen ist:der Menschensohn3,13 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck..14Es ist wie bei3,14 wie bei: Vgl. die Geschichte 4. Mose/Numeri 21,4-9, v. a. 4. Mose/Numeri 21,9. Mose3,14 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament.,der in der Wüste3,14 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. den Pfahl mit der Schlange3,14 Schlange: Schlangen kommen im Land der Bibel sehr häufig vor, da das Klima und der Boden für sie besonders geeignet sind. aufgerichtet hat.So muss auch der Menschensohn3,14 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. erhöht3,14 erhöht: Jesus spielt auf seine Kreuzigung an: Er wird am Kreuz in die Höhe gehoben. Damit wird er gleichzeitig in seine göttliche Herrlichkeit und Macht eingesetzt. werden,15damit jeder, der glaubt3,15 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,durch ihn das ewige Leben3,15 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhält.

16Denn so sehr hat Gott diese Welt3,16 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. geliebt:Er hat seinen einzigen Sohn3,16 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. hergegeben,damit keiner verloren geht,der an ihn glaubt3,16 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Sondern damit er das ewige Leben3,16 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. erhält.17Gott hat den Sohn3,17 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. nicht in diese Welt3,17 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gesandt,damit er sie verurteilt3,17 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..Vielmehr soll er diese Welt3,17 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. retten.18Wer an ihn glaubt3,18 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird nicht verurteilt3,18 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..Wer aber nicht glaubt3,18 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,ist schon verurteilt3,18 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat..Denn er hat nicht an den göttlichen Auftrag3,18 an den göttlichen Auftrag: Wörtlich heißt es in Vers 18: »Denn er hat nicht an den Namen von Gottes einzigem Sohn geglaubt.«von Gottes einzigem Sohn3,18 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. geglaubt3,18 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..

19So geschieht die Verurteilung:Das Licht3,19 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. ist in diese Welt3,19 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gekommen.Aber die Menschen liebten die Dunkelheitmehr als das Licht3,19 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten..Denn ihr ganzes Tun war böse.20Jeder, der Schlechtes tut,hasst das Licht3,20 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten..Er tritt nicht ins Licht3,20 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten.,damit seine Taten nicht herauskommen.21Aber wer das Richtige tut,tritt ins Licht3,21 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten..Seine Taten sollen bekannt werden,denn sie sind mit Gottes Hilfe3,21 mit Gottes Hilfe: Wörtlich heißt es in Vers 21: »So werden seine Taten bekannt, denn sie sind in Gott getan.« vollbracht worden.«

Jesus und Johannes der Täufer

3,22-36

Die Menschen streiten, welche Taufe wirksamer ist

22Bald darauf gingen Jesus3,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und seine Jünger3,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. in das judäische3,22 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. Land.Er blieb mit ihnen dortund taufte3,22 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Die Taufe durch Jesus steht hier in engem Zusammenhang mit der Taufe durch Johannes und bringt das Wirken der beiden in Beziehung..

23Auch Johannes3,23 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. taufte3,23 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. in Änon3,23 Änon: Ort in der Nähe des Jordans, wo Johannes der Täufer taufte. in der Nähe von Salim,denn dort gab es zahlreiche Quellen.Die Leute kamen und ließen sich taufen3,23 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben..24Johannes3,24 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. war nämlich noch nichtins Gefängnis geworfen worden.

25Da gerieten die Jünger3,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. des Johannes3,25 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. mit einem Juden3,25 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. in Streit,welche Taufe wirksamer ist3,25 welche Taufe wirksamer ist: Wörtlich lautet der Vers 25: »Da gerieten die Jünger des Johannes mit einem Juden in Streit über die Reinigung.«.26Sie gingen zu Johannes3,26 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. und fragten ihn:»Rabbi3,26 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer.,da war doch einer bei dirauf der anderen Seite des Jordans3,26 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. .Du selbst hast seine Bedeutung bezeugt.Sieh doch!Der tauft jetzt auch,und alle gehen zu ihm hin!«27Johannes3,27 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. antwortete:»Kein Mensch kann sich irgendetwas nehmen,wenn er es nicht vom Himmel3,27 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. erhalten hat.28Ihr selbst könnt bestätigen,dass ich gesagt3,28 gesagt: Johannes der Täufer verweist auf seine Aussage in Johannes 1,20. habe:›Ich bin nicht der Christus3,28 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .‹Sondern ich habe gesagt3,28 gesagt: Das Zitat ist eine Zusammenfassung des Gesprächs von Johannes dem Täufer mit der jüdischen Gesandtschaft in Johannes 1,21-27.:›Ich bin vor ihm her gesandt.‹29Nur wer die Braut heiratet, ist der Bräutigam.Der Freund des Bräutigams3,29 Freund des Bräutigams: Brautführer, der gewöhnlich mit dem Bräutigam befreundet war. ist Zeuge.Er hört den Bräutigam vor Freude jubelnund freut sich mit.Genau solche Freude erfüllt mich jetzt.30Seine Bedeutung wird zunehmen,aber meine wird abnehmen.«

Johannes spricht über Jesus: Gottes Sohn bringt das Leben

31»Wer von oben kommt,steht über allen.Wer dagegen von der Erde stammt,gehört zur Erdeund spricht aus irdischer Sicht.Er, der vom Himmel3,31 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. kommt,steht über allen.32Was er dort gesehen und gehört hat,dafür tritt er hier als Zeuge auf.Aber niemand glaubt seiner Zeugenaussage.33Wer auf das hört,was er bezeugt,bestätigt damit:Was Gott sagt3,33 Was Gott sagt: Wörtlich lautet der Vers 33: »Wer auf das hört, was er bezeugt, bestätigt damit: Gott ist wahr«.,das ist wahr3,33 das ist wahr: Wörtlich lautet der Vers 33: »Wer auf das hört, was er bezeugt, bestätigt damit: Gott ist wahr«..34Der, den Gott gesandt hat,der spricht die Worte Gottes.Denn Gott gibt ihm den Geist3,34 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.in seiner ganzen Fülle.35Der Vater3,35 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. liebt den Sohn3,35 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.und hat ihm alles anvertraut3,35 anvertraut: Wörtlich lautet der Vers 35: »Der Vater liebt seinen Sohn und hat ihm alles in seine Hand gegeben.«.36Wer an den Sohn3,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. glaubt3,36 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,erhält das ewige Leben3,36 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Wer sich aber vom Sohn3,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. abwendet,wird das Leben3,36 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. nicht sehen.Dem Zorn Gottes entgeht er nicht.«
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Jesus und die Frau aus Samarien

4,1-42

Jesus kommt nach Samarien

41Die Pharisäer4,1 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. hörten,dass Jesus4,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. mehr Menschenzu Jüngern4,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. machte und taufte4,1 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Die Taufe durch Jesus steht hier in engem Zusammenhang mit der Taufe durch Johannes und bringt das Wirken der beiden in Beziehung. als Johannes4,1 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. .2– Allerdings taufte Jesus nicht selbst,sondern nur seine Jünger. –3Als Jesus4,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das4,3 das: Dass er die Aufmerksamkeit der Pharisäer erregt hatte. Der Satzteil gehört im Griechischen zu Vers 1. erfuhr,verließ er Judäa4,3 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. und kehrte wieder nach Galiläa4,3 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. zurück.

Jesus spricht am Jakobsbrunnen mit einer Frau: Das Wasser des Lebens

4Dabei musste er Samarien4,4 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. durchqueren.5Unterwegs kam er nach Sychar4,5 Sychar: Ortschaft in Samarien am Fuße des Berges Garizim.,einem Ort in Samarien4,5 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria..In seiner Nähe liegt das Grundstück,das Jakob4,5 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. einst4,5 einst: In 1. Mose/Genesis 48,22 wird berichtet, dass Jakob seinem Sohn Josef ein Stück Land vererbt. seinem Sohn Josef vererbt hatte.6Dort befand sich der Jakobsbrunnen4,6 Jakobsbrunnen: Brunnen in der Nähe von Sychar, der auf Jakob zurückgeführt wird. .Jesus4,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war müde von dem langen Wegund setzte sich an den Brunnen.Es war um die sechste Stunde4,6 sechste Stunde: 12:00 Uhr..7Da kam eine Samariterin4,7 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria.,um Wasser zu schöpfen.Jesus4,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. bat sie:»Gib mir etwas zu trinken.«8Seine Jünger4,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren nämlich in den Ort gegangen,um etwas zu essen zu kaufen.9Die Samariterin4,9 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. sagte zu ihm:»Du bist ein Jude4,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. und ich bin eine Samariterin4,9 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria..Wie kannst du mich um etwas zu trinken bitten?«– Denn die Juden4,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. vermeidenjeden Umgang mit Samaritern. –

10Jesus4,10 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn du wüsstest,was für ein Geschenk Gott den Menschen machtund wer dich hier bittet:›Gib mir etwas zu trinken‹! –Dann würdest du ihn bitten,und er würde dir lebendiges Wasser4,10 lebendiges Wasser: Das griechische Wort bezeichnet Quellwasser im Unterschied zu Wasser aus einer Zisterne. Jesus meint mit »lebendigem Wasser« aber noch mehr: Wasser, das Leben spendet. Nach Johannes 7,39 ist »lebendiges Wasser« ein Bild für den Heiligen Geist. geben!«11Da sagte die Frau zu ihm:»Herr, du hast nicht einmal einen Eimerund der Brunnen ist tief.Woher willst du das Quellwasser nehmen?12Bist du etwa bedeutender als unser Stammvater Jakob4,12 Jakob: Bezeichnung für Israel und Name des Vaters der zwölf Stämme. ?Er hat uns diesen Brunnen4,12 Jakobsbrunnen: Brunnen in der Nähe von Sychar, der auf Jakob zurückgeführt wird. hinterlassen.Er selbst hat daraus getrunken,ebenso seine Söhne4,12 Sohn: Der Begriff bezeichnet sowohl das leibliche Kind als auch jemand, der einem Menschen in besonderer Weise nahe steht. und sein Vieh.«13Darauf antwortete Jesus4,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihr:»Wer von diesem Wasser hier trinkt,bekommt wieder Durst.14Aber wer von dem Wasser trinkt,das ich ihm gebe,wird nie wieder Durst haben.Denn das Wasser,das ich ihm gebe,wird in ihm zu einer Quelle:Ihr Wasser fließt und fließt– bis ins ewige Leben4,14 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.15Da bat ihn die Frau:»Herr, gib mir dieses Wasser.Dann habe ich nie mehr Durstund muss nicht mehr herkommen,um Wasser zu schöpfen.«

16Jesus4,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Geh,ruf deinen Mannund bring ihn her!«17Da antwortete ihm die Frau:»Ich habe keinen Mann.«Jesus4,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Es stimmt, wenn du sagst:›Ich habe keinen Mann.‹18Fünfmal warst du schon verheiratet,und der, mit dem du jetzt zusammen bist,ist nicht dein Mann.Da hast du die Wahrheit gesagt.«

19Da sagte die Frau:»Herr4,19 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., ich sehe:Du bist ein Prophet4,19 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.!20Unsere Vorfahren haben Gottauf dem Berg4,20 Garizim: Berg in Samarien, südwestlich von Sychar. Das wichtigste Heiligtum der Samariter. dort verehrt4,20 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..Aber ihr4,20 ihr: Die Juden im Unterschied zu den Samaritern. behauptet,dass sich in Jerusalem4,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. der richtige Ort4,20 richtiger Ort: Gemeint ist der Zion, der Berg, auf dem in Jerusalem der Tempel steht. befindet,um Gott zu verehren4,20 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).21Da sagte Jesus4,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Glaub mir, Frau:Es kommt die Stunde,in der ihr den Vater4,21 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.weder auf diesem Bergnoch in Jerusalem4,21 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. verehren werdet.22Ihr Samariter4,22 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. betet Gott an4,22 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).und kennt ihn nicht.Wir beten Gott an4,22 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).und kennen ihn.Denn die Rettung für alle Menschenkommt aus dem jüdischen4,22 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Volk.23Aber es kommt die Stunde,ja, sie ist schon da!Dann werden die Menschen,die Gott wirklich verehren,den Vater4,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. anbeten4,23 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..Dabei werden sie vom Heiligen Geist4,23 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und von Gottes Wahrheit4,23 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erfüllt sein.Denn der Vater4,23 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. sucht Menschen,die ihn so anbeten4,23 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..24Gott selbst ist Geist.Und wer ihn anbetet4,24 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen).,muss dazu vom Geist4,24 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.und von der Wahrheit4,24 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. erfüllt sein.«

25Da sagte die Frau zu ihm:»Ich weiß,dass der Messias4,25 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. kommt.Man nennt ihn auch Christus4,25 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. .Wenn der kommt,wird er uns über all dasAuskunft geben.«26Jesus4,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Ich bin es.Ich, der mit dir spricht.«

Jesus spricht zu den Jüngern: Wovon Jesus lebt

27In diesem Augenblick kamen seine Jünger4,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zurück.Sie wunderten sich,dass er mit einer Frau4,27 Frau: Für einen jüdischen Mann, besonders einen Rabbi, war es nicht üblich, sich mit einer Frau zu unterhalten. redete.Aber keiner fragte ihn:»Was willst du von ihr?«,oder:»Worüber redest du mit ihr?«28Die Frau ließ ihren Wasserkrug4,28 Wasserkrug: Flüssigkeiten wie Öl, Wein oder Wasser wurde meist in großen Tonkrügen aufbewahrt und dann je nach Bedarf in kleinere Krüge oder Flaschen abgefüllt. stehenund lief in den Ort.Sie sagte zu den Leuten:29»Kommt und schaut euch das an!Da ist ein Mensch,der hat mir alles gesagt,was ich getan habe.Ist er vielleicht der Christus4,29 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. 30Da liefen die Leute aus dem Ort zu Jesus4,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hin.

31Inzwischen drängten ihn die Jünger:»Rabbi4,31 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer., iss etwas!«32Aber Jesus4,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Ich lebe von einer Nahrung,die ihr nicht kennt.«33Da fragten die Jünger4,33 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. einander:»Hat jemand ihm zu essen gebracht?«34Jesus4,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihnen:»Gott hat mich gesandt.Ich erfülle seinen Willenund vollende sein Werk.Das ist meine Nahrung.35Sagt ihr nicht auch:›In vier Monaten ist Erntezeit4,35 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.‹?Seht doch,ich sage euch:Macht die Augen aufund schaut euch die Felder an.Sie sind schon reif für die Ernte4,35 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..36Wer die Ernte4,36 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet. einbringt,erhält seinen Lohn:Er sammelt die Frucht für das ewige Leben4,36 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Derjenige, der sät4,36 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen.,und derjenige, der erntet4,36 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,sollen sich miteinander freuen.37In diesem Fall trifft das Sprichwort zu:›Einer sät4,37 Säen: Im Unterschied zu heute wurde im Altertum zuerst gesät und dann der Boden umgebrochen. und ein anderer erntet4,37 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet..‹38Denn ich habe euch ausgesandt,um dort zu ernten4,38 Ernte: Die Getreideernte fand im Land der Bibel in der Zeit von April bis Juni statt. In den Monaten August und September wurden die Früchte wie Feigen, Trauben und Granatäpfel und im Oktober schließlich die Oliven geerntet.,wo ihr nicht gearbeitet habt.Andere haben sich abgemühtund ihr erntet die Frucht ihrer Arbeit.«

Viele Samariter kommen zum Glauben an Jesus

39Viele Samariter4,39 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. aus dem Ortkamen zum Glauben an Jesus4,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,weil die Frau bezeugt hatte:»Er hat mir alles gesagt,was ich getan habe.«40Als nun die Samariter4,40 Samarien, Samariter: Die Bewohner der Provinz Samaria. zu Jesus4,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kamen,baten sie ihn:»Bleibe bei uns!«So blieb er zwei Tage dort.41Da kamen noch viel mehrzum Glauben4,41 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesuswegen seiner Worte.42Sie sagten zu der Frau:»Wir glauben4,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. nicht wegen deiner Erzählung,sondern weil wir ihn selbst gehört haben.Jetzt wissen wir:Er ist wirklich der Retter dieser Welt4,42 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.

Jesus kommt zum zweiten Mal nach Kana

4,43-54

Jesus geht nach Galiläa

43Nach den zwei Tagenbrach Jesus von Sychar4,43 Sychar: Ortschaft in Samarien am Fuße des Berges Garizim. nach Galiläa4,43 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. auf.44Er selbst hatte erklärt:»Kein Prophet4,44 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. gilt etwas in seiner Heimat.«45Als er nun nach Galiläa4,45 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. kam,nahmen ihn die Galiläer4,45 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. freundlich auf.Sie hatten alles miterlebt,was er während des Festes4,45 während des Festes: Gemeint ist das Passafest, von dem in Johannes 2,13–3,21 berichtet wird. in Jerusalem4,45 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. getan hatte.Denn sie waren auch beim Fest4,45 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. gewesen.

Jesus heilt den Sohn eines königlichen Beamten

46Jesus kam auch wieder nach Kana4,46 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa, ca. 8 km von Nazaret entfernt. in Galiläa4,46 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene..Dort hatte er Wasser zu Wein4,46 Wein: Wein gehörte im Land der Bibel zu den alltäglichen Nahrungsmitteln. Zugleich symbolisiert er Lebensfreude und Wohlstand. gemacht4,46 gemacht: Vgl. Johannes 2,1-12..

Da gab es einen königlichen Beamten4,46 königlicher Beamte: Wörtlich »einer, der zum König gehört«. Das kann ein Mann der königlichen Familie, jemand aus der königlichen Verwaltung oder ein Soldat in königlichem Dienst sein.,dessen Sohn lag schwer krank in Kafarnaum4,46 Kafarnaum: Stadt am Nordufer des Sees Gennesaret und Ort, an dem Jesus vermutlich wohnte..47Der Beamte erfuhr,dass Jesus4,47 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. aus Judäa4,47 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. nach Galiläa4,47 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. gekommen war.Da ging er zu ihmund bat ihn:»Komm nach Kafarnaum herunter4,47 herunter: Kana liegt im Bergland von Galiläa, Kafarnaum dagegen am See Gennesaret. Von Kana muss man also nach Kafarnaum hinuntergehen.und mache meinen Sohn gesund.Er liegt im Sterben.«48Jesus4,48 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Wenn ihr nicht Zeichen4,48 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. und Wunder seht,glaubt4,48 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ihr nicht.«49Der königliche Beamte4,49 königlicher Beamte: Wörtlich »einer, der zum König gehört«. Das kann ein Mann der königlichen Familie, jemand aus der königlichen Verwaltung oder ein Soldat in königlichem Dienst sein. erwiderte:»Herr4,49 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.,bitte geh hin,bevor mein Kind stirbt.«50Jesus4,50 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihm:»Geh ruhig heim!Dein Sohn lebt!«

Der Mann glaubte dem Wort,das Jesus4,50 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ihm gesagt hatte,und ging nach Hause.51Unterwegs kamen ihm schonseine Diener4,51 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. entgegen.Sie riefen:»Dein Kind lebt!«52Der Mann erkundigte sich,seit wann es dem Jungen besser ging.Sie berichteten ihm:»Gestern um die siebte Stunde4,52 siebte Stunde: 13:00 Uhr.hat das Fieber aufgehört.«53Da erkannte der Vater:Das war genau zu der Stunde,in der Jesus4,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm gesagt hatte:›Dein Sohn lebt!‹Er kam zum Glauben4,53 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.und mit ihm alle,die in seinem Haus4,53 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. lebten.

54Das war bereits das zweite Zeichen4,54 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. ,das Jesus4,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vollbrachte.Es geschah,als er von Judäa4,54 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. nach Galiläa4,54 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. zurückkam.
5

Von Jerusalem bis Kafarnaum

5,1–7,1

Jesus kommt zu einem jüdischen Fest nach Jerusalem

5,1-47

Die Heilung am Teich Betesda

51Bald darauf war wieder ein jüdisches Fest5,1 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. und Jesus5,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging hinauf nach Jerusalem5,1 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .

2Beim Schaftor in Jerusalem5,2 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gibt es ein Wasserbecken mit fünf Säulenhallen.Auf Hebräisch wird dieser Ort Betesda5,2 Betesda: Wasserbecken und Badeanlage im Nordosten der Altstadt von Jerusalem. genannt.3In den Hallen lagen viele Kranke,Blinde, Gelähmte und Menschen mit verkrüppelten Gliedern.[…]5,3 […]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Sie warteten darauf, dass das Wasser in Bewegung geriet.«4[…]5,4 […]: Viele spätere Handschriften fügen hinzu: »Denn von Zeit zu Zeit stieg ein Engel zum Becken herab und brachte das Wasser in Bewegung. Wer dann als Erster in das bewegte Wasser stieg, der wurde gesund – ganz gleich, welche Krankheit er hatte.«5Dort war auch ein Mann,der seit 38 Jahren krank war.6Jesus5,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah ihn daliegenund erkannte,wie lange er schon so lag.Deshalb fragte er ihn:»Willst du gesund werden?«7Der Kranke antwortete ihm:»Herr,ich habe niemanden,der mich ins Becken bringt,wenn das Wasser in Bewegung gerät.Während ich mich noch hinschleppe,ist ein anderer schon hineingestiegen.«8Da sagte Jesus5,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua.