BasisBibel NT+Ps (BB)
19191Daraufhin ließ Pilatus19,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. Jesus19,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. abführenund auspeitschen.2Die Soldaten flochten eine Krone aus Dornenzweigen19,2 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. und setzten sie ihm auf den Kopf.Sie hängten ihm einen purpurfarbenen19,2 Purpur: Intensiver roter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Mantel19,2 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. um.3Dann stellten sie sich vor ihn hinund riefen:»Hoch lebe der König der Juden19,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Dabei schlugen sie ihm ins Gesicht.

4Pilatus19,4 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ging noch einmal zu den Leuten hinausund erklärte ihnen:»Seht doch!Ich lasse ihnzu euch herausbringen.Ihr sollt wissen,dass ich keinen Grund finde,um ihn zu verurteilen!«5Jesus19,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam heraus.Er trug die Krone aus Dornenzweigen19,5 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. und den purpurfarbenen19,5 Purpur: Intensiver roter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Mantel19,5 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Pilatus19,5 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu den Leuten:»Seht doch!Da ist der Mensch!«

6Als die führenden Priester19,6 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und die Gerichtsdiener19,6 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats. Jesus19,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sahen,schrien sie:»Kreuzigen19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.! Kreuzigen19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.Pilatus19,6 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erwiderte:»Nehmt ihr ihn dochund kreuzigt19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. ihn.Ich halte ihn für unschuldig.«7Die Vertreter der jüdischen Behörde19,7 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hielten ihm entgegen:»Wir haben ein Gesetz19,7 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.,und nach diesem Gesetz19,7 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. muss er sterben.Denn er hat behauptet,er ist der Sohn Gottes19,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

8Als Pilatus19,8 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. das hörte,wurde es ihm erst recht unheimlich.9Er ging wieder in das Prätorium19,9 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente. hineinund fragte Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Woher kommst du?«Aber Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihm keine Antwort mehr.10Pilatus19,10 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu ihm:»Weigerst du dich,mit mir zu reden?Weißt du nicht,dass es in meiner Macht steht,dich freizulassen?Ich habe aber auch die Macht,dich kreuzigen19,10 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. zu lassen!«11Jesus19,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Du hättest keine Macht über mich,wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.Deshalb hat der die größere Schuld19,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.,der mich dir ausgeliefert hat.«

12Daraufhin versuchte Pilatus19,12 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. noch einmal,Jesus19,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. freizulassen.Aber die Wortführer der Juden19,12 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. schrien:»Wenn du ihn freilässt,bist du kein Freund des Kaisers.Wer sich selbst als König ausgibt,stellt sich gegen den Kaiser!«13Als Pilatus19,13 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. das hörte,ließ er Jesus19,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder hinausführen.Er setzte sich auf den Richterstuhl.Der stand auf dem Platz,der »Steinpflaster19,13 Gabbata, Lithostrotos: Gepflasterter Hof des Palastes des römischen Bevollmächtigten. Dort hielt Pilatus Gericht.« genannt wird.Auf Hebräisch heißt der Platz Gabbata19,13 Gabbata, Lithostrotos: Gepflasterter Hof des Palastes des römischen Bevollmächtigten. Dort hielt Pilatus Gericht..14Es war der Tag vor dem Passafest19,14 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.,etwa um die sechste Stunde19,14 sechste Stunde: 12:00 Uhr..Pilatus19,14 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu den Juden19,14 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. :»Seht doch!Da ist euer König!«15Doch sie schrien:»Weg mit ihm!Weg mit ihm!Lass ihn kreuzigen19,15 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.Pilatus sagte zu ihnen:»Soll ich euren König wirklich kreuzigen lassen?«Die führenden Priester19,15 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. antworteten:»Wir haben keinen anderen König als den Kaiser!«16aDa lieferte Pilatus19,16a Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ihnen Jesus19,16a Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ausund befahl,Jesus19,16a Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu kreuzigen19,16a Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..

Jesus stirbt am Kreuz

19,16b-30

Jesus wird gekreuzigt

Matthäus 27,32-44; Markus 15,21-32; Lukas 23,26-43
16bJesus19,16b Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wurde abgeführt.17Er trug sein Kreuz19,17 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. selbst aus der Stadt19,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinauszu dem sogenannten Schädelplatz.Auf Hebräisch heißt der Ort Golgota19,17 Golgota: Hebräisch für »Schädel«. Bezeichnet eine Anhöhe bei der Stadt Jerusalem, deren Form möglicherweise an einen Schädel erinnerte..18Dort wurde Jesus19,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekreuzigt19,18 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.und mit ihm noch zwei andere –auf jeder Seite einer.Jesus19,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hing in der Mitte.19Pilatus19,19 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ließ ein Schild am Kreuz19,19 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. anbringen.Darauf stand:»Jesus19,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. der Nazoräer19,19 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus),der König der Juden19,19 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. 20Viele Juden19,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. lasen das Schild.Denn der Ort, wo Jesus19,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekreuzigt wurde,lag nahe bei der Stadt19,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Die Aufschrift war in hebräischer,lateinischer und griechischer Sprache abgefasst.21Die führenden Priester19,21 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. des jüdischen Volkes19,21 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. beschwerten sich bei Pilatus19,21 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr.:»Schreibe nicht:›Der König der Juden19,21 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ‹,sondern:›Dieser Mann hat behauptet:Ich bin der König der Juden19,21 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. .‹«22Pilatus19,22 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erwiderte:»Was ich geschrieben habe,das habe ich geschrieben.«

23Nachdem die Soldaten Jesus19,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ans Kreuz19,23 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. genagelt hatten,teilten sie seine Kleider19,23 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. unter sich auf.Sie waren zu viertund jeder erhielt einen Teil.Dazu kam noch das Untergewand19,23 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand..Das war in einem Stück gewebtund hatte keine Naht.24Die Soldaten sagten zueinander:»Das zerschneiden wir nicht!Wir lassen das Los19,24 Los: Unterschiedlich markierte Steinchen, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden. Der Gewinner bekommt den Mantel. entscheiden,wem es gehören soll.«So ging in Erfüllung,was in der Heiligen Schrift19,24 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht19,24 steht: An dieser Stelle wird aus Psalm 22,19 zitiert.:»Sie verteilen meine Kleider19,24 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. unter sichund werfen das Los19,24 Los: Unterschiedlich markierte Steinchen, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden. Der Gewinner bekommt den Mantel. über mein Gewand19,24 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen.Genau das taten die Soldaten.

25Nahe bei dem Kreuz19,25 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.,an dem Jesus19,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hing,standen seine Mutter und ihre Schwester.Außerdem waren Maria, die Frau von Klopas,und Maria aus Magdala19,25 Magdala: Ort am Westufer des Sees Gennesaret. dabei.26Jesus19,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah seine Mutter dort stehen.Neben ihr stand der Jünger19,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,den er besonders liebte.Da sagte Jesus19,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seiner Mutter:»Frau, sieh doch!Er ist jetzt dein Sohn.«27Dann sagte er zu dem Jünger19,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Sieh doch!Sie ist jetzt deine Mutter.«Von dieser Stunde annahm der Jünger19,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sie bei sich auf.

Jesus stirbt

Matthäus 27,45-56; Markus 15,33-41; Lukas 23,44-49
28Nachdem das geschehen war,wusste Jesus19,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,dass jetzt alles vollendet war.Damit in Erfüllung ging,was in der Heiligen Schrift19,28 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. stand19,28 stand: Jesus zitiert aus Psalm 22,16.,sagte er:»Ich bin durstig!«29In der Nähe stand ein Gefäß voll Essig19,29 Essig: Meint in der Bibel nicht ein Würzmittel, sondern einen billigen, sauren Wein..Die Soldaten tauchten einen Schwamm hinein.Dann steckten sie ihn auf einen Ysopstängel19,29 Ysop: Name, der in der Bibel für verschiedene Pflanzen gebraucht wird. und hielten ihn Jesus19,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an den Mund.30Nachdem Jesus19,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. etwas von dem Essig19,30 Essig: Meint in der Bibel nicht ein Würzmittel, sondern einen billigen, sauren Wein. genommen hatte,sagte er:»Jetzt ist alles vollendet.«Er ließ den Kopf sinkenund starb19,30 starb: Wörtlich heißt es in Vers 30: »Er ließ den Kopf sinken und übergab seinen Geist.«.

Jesus wird begraben

19,31-42

Ein Soldat sticht Jesus in die Seite

31Es war ja der Tag vor dem Sabbat19,31 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..Die jüdischen Behörden19,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. wollten nicht,dass die Gekreuzigten den Sabbat19,31 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. überam Kreuz19,31 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. hängen blieben.Außerdem war dieser Sabbat19,31 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ein hoher Festtag19,31 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. .Deshalb baten sie Pilatus19,31 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr.,den Hingerichteten die Beine brechen19,31 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. zu lassen.Dann sollten die Toten weggebracht werden.32Die Soldaten gingen hin.Sie brachen19,32 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. zuerst die Beine19,32 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. der beiden Männer,die zusammen mit Jesus19,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekreuzigt worden waren.33Als sie zu Jesus19,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kamen,merkten sie,dass er schon tot war.Darum brachen19,33 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. sie seine Beine19,33 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. nicht.34Aber einer der Soldatenstach ihm mit der Lanze19,34 Lanze: Stich- und Wurfwaffe eines römischen Soldaten. in die Seite.Da flossen Blut19,34 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. und Wasser heraus.35Derjenige, der das gesehen hat,hat es bezeugt.Seine Zeugenaussage ist wahr19,35 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .Er weiß,dass er die Wahrheit19,35 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. sagt.Dadurch könnt auch ihr zum Glauben19,35 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen.36Das alles ist geschehen,damit die Heilige Schrift19,36 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. in Erfüllung geht.Dort19,36 Dort: Vgl. Psalm 34,20-21 und 2. Mose/Exodus 12,46. heißt es:»Sie werden ihm keinen Knochen brechen!«37Und an einer anderen Stelle steht19,37 steht: Vgl. Sacharja 12,10.:»Sie werden auf den schauen,den sie durchbohrt haben.«

Jesus wird ins Grab gelegt

Matthäus 26,57-61; Markus 15,42-47; Lukas 23,50-56
38Danach ging Josef aus Arimathäa19,38 Arimathäa: Stadt im Hügelland von Judäa. zu Pilatus.Er bat ihn,den toten Jesus19,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Kreuz19,38 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. abnehmen zu dürfen.Josef war ein Jünger19,38 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Jesus19,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,aber nur heimlich,weil er Angst vor den jüdischen Behörden19,38 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hatte.Pilatus19,38 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erlaubte es ihm.Josef ging zur Hinrichtungsstätteund nahm den Toten vom Kreuz ab.39Auch Nikodemus kam dazuund brachte eine Mischung aus Myrrhe19,39 Myrrhe: Duftendes Harz eines immergrünen Baums. und Aloe19,39 Aloe: Wohlriechendes Öl, das aus dem Adlerholzbaum gewonnen wird. mit,ungefähr 100 Pfund19,39 Pfund: Wörtlich »Litra«. Eine Litra entspricht etwa 327 Gramm Öl. 100 Pfund sind also 32,7 Kilo Öl..Nikodemus hatte Jesus19,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. früher einmal19,39 früher einmal: Die Begegnung von Nikodemus mit Jesus steht in Johannes 3,1-21. bei Nacht aufgesucht.40Die beiden Männer nahmen den Leichnam von Jesus19,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Zusammen mit den wohlriechenden Salbenwickelten sie ihn in Leinenbinden ein.So war es bei jüdischen19,40 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Begräbnissen19,40 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten. üblich.41Dort, wo Jesus19,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekreuzigt19,41 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. worden war,befand sich ein Garten.In dem Garten gab es eine neue Grabkammer19,41 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.,in der noch niemand gelegen hatte.42In diese Grabkammer19,42 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. legten sie Jesus19,42 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Es war ja der Tag vor dem jüdischen Fest19,42 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. ,und das Grab lag in der Nähe.
20

Die Ostergeschichten

20,1-29

Das leere Grab

20,1-18

Maria aus Magdala, Petrus und ein Jünger am leeren Grab

Matthäus 28,1-8; Markus 16,1-8; Lukas 24,1-12
201Am ersten Wochentag20,1 erster Wochentag: Nach unserer heutigen Zählung ist das der Sonntag. nach dem Sabbat20,1 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet.ging Maria aus Magdala20,1 Magdala: Ort am Westufer des Sees Gennesaret. zum Grab20,1 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..Es war früh am Morgen und noch dunkel.Da sah sie,dass der Stein vor der Grabkammer20,1 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.entfernt worden war.2Sie rannte zu Simon Petrus20,2 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.und zu dem anderen Jünger20,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,den Jesus20,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. besonders liebte.Denen berichtete sie:»Sie haben den Herrn20,2 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. aus dem Grab20,2 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. fortgebracht.Und wir wissen nicht,wo sie ihn hingelegt haben.«

3Sofort machten sich Petrus20,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und der andere Jünger20,3 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. auf den Weg zum Grab20,3 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..4Die beiden rannten zusammen los,aber der andere Jünger20,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. überholte Petrus20,4 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.und war als Erster dort.5Er beugte sich vorund sah die Leinenbinden daliegen.Aber er betrat die Grabkammer20,5 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. nicht.6Als Simon Petrus20,6 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. nachkam,ging er gleich in die Grabkammer20,6 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. hinein.Er sah die Leinenbinden daliegen7und auch das Tuch,mit dem das Gesicht von Jesus20,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verhüllt gewesen war.Das lag aber nicht bei den Binden.Es war zusammengerolltund lag an einem anderen Platz.8Nun ging auch der andere Jünger20,8 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hinein,der zuerst am Grab20,8 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. angekommen war.Er sah allesund kam zum Glauben20,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..9Sie hatten ja die Heilige Schrift20,9 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. noch nicht verstanden,nach der Jesus20,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Tod auferstehen20,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. musste.10Dann kehrten die Jünger20,10 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. wieder nach Hause zurück.

Jesus zeigt sich Maria aus Magdala

Matthäus 28,9-10; Markus 16,9-11
11Maria blieb draußen vor dem Grab20,11 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. stehenund weinte.Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vorund schaute in die Grabkammer20,11 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. hinein.12Da sah sie zwei Engel20,12 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes..Sie trugen leuchtend weiße Gewänderund saßen dort,wo der Leichnam von Jesus20,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gelegen hatte.Einer saß am Kopfende,der andere am Fußende.13Die Engel20,13 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. fragten Maria:»Frau, warum weinst du?«Maria antwortete:»Sie haben meinen Herrn20,13 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. fortgebracht.Und ich weiß nicht,wo sie ihn hingelegt haben!«

14Nach diesen Worten drehte sie sich umund sah Jesus20,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. dastehen.Sie wusste aber nicht,dass es Jesus20,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war.15Jesus20,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fragte sie:»Frau, warum weinst du?Wen suchst du?«Maria dachte:Er ist der Gärtner.Darum sagte sie zu ihm:»Herr,wenn du ihn fortgeschafft hast,dann sage mir,wo du ihn hingelegt hast.Ich will ihn zurückholen!«16Jesus20,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Maria!«Sie wandte sich ihm zuund sagte auf Hebräisch zu ihm:»Rabbuni20,16 Rabbuni: Eine Steigerung der einfachen Anrede »Rabbi« (Lehrer).(Das heißt: »Lehrer20,16 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde.!«)17Jesus20,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Halte mich nicht fest!Ich bin noch nicht zum Vater20,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. hinaufgestiegen.Aber geh zu meinen Brüdern20,17 Brüder: Gemeint sind die Jünger von Jesus.und richte ihnen von mir aus:›Ich gehe hinaufzu meinem Vater20,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. und eurem Vater20,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,zu meinem Gott und eurem Gott.‹«

18Maria aus Magdala20,18 Magdala: Ort am Westufer des Sees Gennesaret. ging zu den Jüngern20,18 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .Sie verkündete ihnen:»Ich habe den Herrn20,18 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. gesehen!«Und sie erzählte,was er zu ihr gesagt hatte.

Jesus zeigt sich seinen Jüngern

20,19-29

Jesus zeigt sich den Jüngern

Markus 16,14-18; Lukas 24,36-49
19Es war schon spätabendsan diesem ersten Wochentag20,19 erster Wochentag: Nach unserer heutigen Zählung ist das der Sonntag. nach dem Sabbat20,19 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..Die Jünger20,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren beieinanderund hatten die Türen fest verschlossen.Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden20,19 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .Da kam Jesus20,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen.Er trat in ihre Mitteund sagte:»Friede20,19 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. sei mit euch!«20Nach diesen Wortenzeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.Die Jünger20,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren voll Freude,weil sie den Herrn20,20 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. sahen.21Jesus20,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte noch einmal:»Friede20,21 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. sei mit euch!Wie mich der Vater20,21 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gesandt hat,so beauftrage ich jetzt euch!«22Dann hauchte er sie anund sagte:»Empfangt den Heiligen Geist20,22 Geist Gottes, Heiliger Geist: Durch ihn wirkt Gott in dieser Welt.!23Wem ihr seine Schuld20,23 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. vergebt,dem ist sie wirklich vergeben.Wem ihr sie aber nicht vergebt,dem ist sie nicht vergeben.«

Jesus zeigt sich den Jüngern und Thomas

24Thomas, der auch Didymus20,24 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,gehörte zum Kreis der Zwölf20,24 Zwölf: Gemeint sind die zwölf Jünger, die während der Zeit seines Wirkens immer bei Jesus waren. .Er war jedoch nicht dabei gewesen,als Jesus20,24 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekommen war.25Die anderen Jünger20,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. berichteten ihm:»Wir haben den Herrn20,25 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. gesehen!«Er erwiderte:»Erst will ich selbst die Löcher von den Nägelnan seinen Händen sehen.Mit meinem Finger will ich sie fühlen.Und ich will meine Handin die Wunde an seiner Seite legen.Sonst glaube20,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ich nicht!«

26Acht Tage später waren die Jünger20,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. wieder beieinander.Diesmal war Thomas mit dabei.Wieder waren die Türen verschlossen.Da kam Jesus20,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. noch einmal zu ihnen.Er trat in ihre Mitteund sagte:»Friede20,26 Friede: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft. sei mit euch!«27Dann sagte er zu Thomas:»Nimm deinen Fingerund untersuche meine Hände.Strecke deine Hand ausund lege sie in die Wunde an meiner Seite.Du sollst nicht länger ungläubig sein,sondern zum Glauben20,27 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen!«28Thomas antwortete ihm:»Mein Herr20,28 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet. und mein Gott!«29Da sagte Jesus20,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihm:»Du glaubst20,29 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,weil du mich gesehen hast.Glückselig sind die,die mich nicht sehenund trotzdem glauben20,29 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.

Nachwort

20,30–21,25

Der Zweck dieses Buches

30Jesus20,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hat noch viele andere Zeichen20,30 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbracht,die seine Jünger20,30 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. miterlebt haben.Sie sind nicht in diesem Buch20,30 in diesem Buch: Gemeint ist dieses Buch der Bibel, die Gute Nachricht nach Johannes. aufgeschrieben.31Was aber in diesem Buch20,31 in diesem Buch: Gemeint ist dieses Buch der Bibel, die Gute Nachricht nach Johannes. steht,wurde aufgeschrieben,damit ihr festbleibt in dem Glauben20,31 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.:Jesus20,31 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ist der Christus20,31 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. , der Sohn Gottes!Wenn ihr das glaubt20,31 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,habt ihr durch ihn20,31 durch ihn: Wörtlich heißt es in Vers 31: »Wenn ihr das glaubt, habt ihr in seinem Namen das Leben«. das Leben20,31 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.!
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Petrus und der Lieblingsjünger

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Jesus zeigt sich sieben Jüngern am See von Tiberias

Lukas 5,1-11
211Später zeigte sich Jesus21,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. seinen Jüngern21,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. noch einmal am See von Tiberias21,1 Gennesaret, See: Die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten v. a. über das Wirken von Jesus in der Gegend um den See Gennesaret..Das geschah so:2Simon Petrus21,2 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.,Thomas, der Didymus21,2 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,Natanael aus Kana21,2 Kana: Stadt im Bergland von Galiläa, ca. 8 km von Nazaret entfernt. in Galiläa21,2 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene.,die Söhne des Zebedäussowie zwei weitere Jünger21,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. waren dort am See beieinander.3Simon Petrus21,3 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. sagte zu den anderen:»Ich gehe fischen!«Sie antworteten ihm:»Wir kommen mit.«Sie gingen zum Seeund stiegen ins Boot21,3 Boot: Auf dem See Gennesaret dienten kleine Segelboote zum Fischen und zur Überfahrt über den See. .Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.

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