BasisBibel NT+Ps (BB)
18

Die Passionsgeschichte

18,1–19,42

In der Nacht: Verhaftung und erstes Verhör

18,1-27

Jesus wird verhaftet und zu Hannas geführt

Matthäus 26,47-58; Markus 14,43-50; Markus 14,53-54; Lukas 22,47-54
181Nachdem Jesus18,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sein Gebet18,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. beendet hatte,brach er mit seinen Jüngern18,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. auf.Sie überquerten den Kidronbach.Auf der anderen Seite war ein Garten,in den Jesus18,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und seine Jünger18,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hineingingen.2Diesen Ort kannte auch Judas,der Jesus18,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den jüdischen18,2 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Behörden ausliefern wollte.Denn Jesus18,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war dortoft mit seinen Jüngern18,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gewesen.3Daher kam Judas dorthin.Er wurde begleitetvon einer Truppe römischer18,3 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Soldatensowie einigen Gerichtsdienern18,3 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats..Diese waren von den führenden Priestern18,3 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und den Pharisäern18,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. mitgeschickt worden.Die Männer waren bewaffnetund trugen Laternen und Fackeln18,3 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte..

4Jesus18,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste genau,was ihm bevorstand.Er ging den Männern entgegenund fragte sie:»Wen sucht ihr?«5Sie antworteten ihm:»Jesus18,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Nazoräer18,5 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus)Jesus18,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»ICH BIN18,5 ICH BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus. es!«Auch Judas,der ihn den Behörden ausliefern wollte,stand dabei.6Als Jesus18,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»ICH BIN18,6 ICH BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus. es«,wichen sie zurückund fielen zu Boden.

7Da fragte er sie nochmals:»Wen sucht ihr?«Und sie sagten wieder:»Jesus18,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Nazoräer18,7 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus)8Jesus18,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erklärte:»Ich habe euch gesagt,dass ICH18,8 ICH: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus. es BIN18,8 BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus..Wenn ihr also mich sucht,dann lasst diese hier gehen.«9Damit ging das Wort in Erfüllung,das Jesus18,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vorher gesagt hatte18,9 vorher gesagt hatte: Vgl. Johannes 17,12.:»Ich habe keinen von denen verloren,die du18,9 du: Gemeint ist Gott. mir anvertraut hast.«

10Simon Petrus18,10 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. hatte ein Schwert18,10 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. dabei.Er zog es,schwang es gegen den Bevollmächtigtendes Obersten Priesters18,10 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und schlug ihm das rechte Ohr ab.Der Bevollmächtigte hieß Malchus.11Da sagte Jesus18,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu Petrus18,11 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Stecke das Schwert18,11 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. wieder weg!Soll ich etwa den Becher18,11 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht. nicht austrinken,den mir mein Vater18,11 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gegeben hat?«

12Die römischen18,12 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Soldaten mit ihrem Anführerund die Gerichtsdiener18,12 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats.,die von den jüdischen Behörden18,12 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. kamen,nahmen Jesus18,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fest.Sie fesselten ihn13und führten ihn zuerst zu Hannas.Hannas war der Schwiegervater von Kajaphas,der in dem Jahr der Oberste Priester18,13 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war.14Kajaphas war es gewesen,der damals18,14 damals: In Johannes 11,45-54 wird erzählt, dass der jüdische Rat beschließt, Jesus umzubringen. Das hier zitierte Wort von Kajaphas steht in Johannes 11,50. den jüdischen Behörden18,14 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. den Rat gegeben hatte:»Es ist besser,wenn ein Mann für das Volk stirbt.«

Petrus verleugnet Jesus

Matthäus 26,69-70; Markus 14,66-68; Lukas 22,55-57
15Simon Petrus18,15 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und ein anderer Jünger18,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. folgten Jesus18,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Dieser Jünger18,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. war ein Bekannter des Obersten Priesters18,15 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf..Deshalb konnte er mit Jesus18,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in den Palast des Obersten Priesters18,15 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. hineingehen.16Petrus18,16 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. dagegen blieb draußen vor dem Tor stehen.Der andere Jünger18,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,der Bekannte des Obersten Priesters18,16 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.,kam wieder heraus.Er sprach mit der Pförtnerin18,16 Wächter: In Johannes 10,3 Hirt, der vor einen Schafstall über Nacht Wache hält, um die Tiere vor Übergriffen von Räubern oder wilden Tieren zu schützen. und nahm Petrus18,16 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. mit hinein.17Die Pförtnerin fragte Petrus18,17 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Bist du nicht auch einer von den Jüngern18,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. dieses Mannes?«Er erwiderte:»Nein, das bin ich nicht!«18Es war kalt.Deshalb hatten die Diener des Obersten Priesters18,18 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und die Gerichtsdiener18,18 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats. ein Holzkohlenfeuer angezündet.Sie standen um das Feuer herumund wärmten sich.Petrus18,18 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. stellte sich zu ihnenund wärmte sich ebenfalls.

Jesus wird von Hannas verhört

19Der Oberste Priester18,19 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. fragte Jesus18,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach seinen Jüngern18,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. und nach seiner Lehre.20Jesus18,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Ich habe stets öffentlich und vor aller Welt18,20 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gesprochen.Ich habe immer vor der jüdischen Versammlung18,20 jüdischen Versammlung: Wörtlich »Synagoge«. Im Johannesevangelium ist damit nicht das Versammlungsgebäude gemeint, sondern die Versammlung oder die Gemeinde selbst.oder im Tempel18,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. gelehrt,wo alle Juden18,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. zusammenkommen.Niemals habe ich etwas im Geheimen gesagt.21Warum fragst du mich?Frag doch die Leute,die mir zugehört haben.Sieh doch!Die Leute wissen genau,was ich gesagt habe!«22Als Jesus18,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte,schlug ihm einer der Gerichtsdiener18,22 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats.,die dabei waren,ins Gesicht.Er fuhr ihn an:»Wie kannst du dem Obersten Priester18,22 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.so antworten?«23Jesus18,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. entgegnete ihm:»Wenn ich etwas Unrechtes gesagt habe,dann weise mir nach,dass es Unrecht ist.Wenn ich aber im Recht bin,warum schlägst du mich?«24Daraufhin schickte Hannas ihnin Fesseln zum Obersten Priester18,24 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Kajaphas.

Petrus verleugnet Jesus noch einmal

Matthäus 26,71-75; Markus 14,69-72; Lukas 22,58-62
25Simon Petrus18,25 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. stand immer nochbei den Dienern18,25 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. des Obersten Priesters18,25 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und wärmte sich am Feuer.Da fragten sie ihn:»Bist du nicht auch einer von seinen Jüngern18,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. Er stritt es abund sagte:»Nein, das bin ich nicht!«26Einer von ihnen war mit dem Mann verwandt,dem Petrus18,26 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. das Ohr abgeschlagen hatte.Der sagte:»Ich habe dich doch im Garten bei ihm gesehen!«27Wieder stritt Petrus18,27 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. es ab.Im selben Augenblick krähte ein Hahn.

Am Tag: Jesus vor Pilatus

18,28–19,16a

Jesus wird von Pilatus verhört

Matthäus 27,1-2.11-14; Markus 15,1-5; Lukas 23,1-5
28Vom Palast des Kajaphasbrachte man Jesus18,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zum Palast des Gouverneurs,dem sogenannten Prätorium18,28 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente..Es war früh am Morgen.Die Leute gingen nicht ins Prätorium18,28 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente. hinein,um nicht gegen die Reinheitsvorschriften18,28 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. zu verstoßen.Sie wollten ja bald darauf am Passamahl18,28 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. teilnehmen.29Deshalb kam Pilatus18,29 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. zu ihnen herausund fragte:»Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Mann?«30Sie antworteten:»Wenn er kein Verbrecher wäre,hätten wir ihn nicht zu dir gebracht!«31Pilatus18,31 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. entgegnete ihnen:»Nehmt ihr ihn dochund verurteilt ihn nach eurem eigenen Gesetz18,31 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.Da sagten die Vertreter der jüdischen Behörden18,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. :»Wir dürfen aber niemanden hinrichten!«32So ging das Wort in Erfüllung,mit dem Jesus18,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vorausgesagt18,32 vorausgesagt: Jesus sagt in Johannes 3,14 voraus, auf welche Weise er sterben wird. hatte,welchen Tod18,32 welchen Tod: Den Tod durch Kreuzigung, eine grausame Hinrichtungsart, die von den Römern vollstreckt wurde. er sterben musste.

33Pilatus18,33 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ging wieder in das Prätorium18,33 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente. hinein.Er ließ Jesus18,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. rufenund fragte ihn:»Bist du der König der Juden18,33 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. 34Jesus18,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Fragst du das von dir ausoder haben andere dir dasüber mich gesagt?«35Pilatus18,35 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erwiderte:»Bin ich etwa ein Jude18,35 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ?Dein eigenes Volkund die führenden Priester18,35 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.haben dich zu mir gebracht.Was hast du getan?«

36Jesus18,36 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Mein Königreich liegt nicht in dieser Welt18,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .Wenn mein Königreich in dieser Welt18,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. liegen würde,hätten meine Leute für mich gekämpft.Dann wäre ich jetzt nichtin den Händen der jüdischen Behörden18,36 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .Nein, mein Königreich liegt nicht in dieser Welt18,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. 37Pilatus18,37 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. fragte weiter:»Also bist du doch ein König?«Jesus18,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Du sagst es:Ich bin ein König!Das ist der Grund,warum ich geboren wurdeund in diese Welt18,37 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gekommen bin:Ich soll als Zeuge für die Wahrheit18,37 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. eintreten.Jeder, der selbst von der Wahrheit18,37 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. ergriffen ist,hört auf das,was ich sage.«38aDa fragte Pilatus18,38a Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ihn:»Wahrheit18,38a wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. was ist das?«

Das Todesurteil

Matthäus 27,15-31; Markus 15,6-20; Lukas 23,13-25
38bNach diesen Worten ging Pilatus18,38b Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. wiederzu den Vertretern der jüdischen Behörde18,38b Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hinaus.Er sagte:»Ich halte ihn für unschuldig.39Es ist aber üblich,dass ich euch zum Passafest18,39 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.einen Gefangenen freigebe.Wollt ihr,dass ich euch den König der Juden18,39 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. freilasse?«40Da schrien sie:»Nein, nicht den,sondern Barabbas!«Barabbas war ein Verbrecher.
19191Daraufhin ließ Pilatus19,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. Jesus19,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. abführenund auspeitschen.2Die Soldaten flochten eine Krone aus Dornenzweigen19,2 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. und setzten sie ihm auf den Kopf.Sie hängten ihm einen purpurfarbenen19,2 Purpur: Intensiver roter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Mantel19,2 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. um.3Dann stellten sie sich vor ihn hinund riefen:»Hoch lebe der König der Juden19,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Dabei schlugen sie ihm ins Gesicht.

4Pilatus19,4 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ging noch einmal zu den Leuten hinausund erklärte ihnen:»Seht doch!Ich lasse ihnzu euch herausbringen.Ihr sollt wissen,dass ich keinen Grund finde,um ihn zu verurteilen!«5Jesus19,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam heraus.Er trug die Krone aus Dornenzweigen19,5 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. und den purpurfarbenen19,5 Purpur: Intensiver roter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Mantel19,5 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Pilatus19,5 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu den Leuten:»Seht doch!Da ist der Mensch!«

6Als die führenden Priester19,6 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und die Gerichtsdiener19,6 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats. Jesus19,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sahen,schrien sie:»Kreuzigen19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.! Kreuzigen19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.Pilatus19,6 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erwiderte:»Nehmt ihr ihn dochund kreuzigt19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. ihn.Ich halte ihn für unschuldig.«7Die Vertreter der jüdischen Behörde19,7 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hielten ihm entgegen:»Wir haben ein Gesetz19,7 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.,und nach diesem Gesetz19,7 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. muss er sterben.Denn er hat behauptet,er ist der Sohn Gottes19,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

8Als Pilatus19,8 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. das hörte,wurde es ihm erst recht unheimlich.9Er ging wieder in das Prätorium19,9 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente. hineinund fragte Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Woher kommst du?«Aber Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihm keine Antwort mehr.10Pilatus19,10 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu ihm:»Weigerst du dich,mit mir zu reden?Weißt du nicht,dass es in meiner Macht steht,dich freizulassen?Ich habe aber auch die Macht,dich kreuzigen19,10 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. zu lassen!«11Jesus19,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Du hättest keine Macht über mich,wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.Deshalb hat der die größere Schuld19,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.,der mich dir ausgeliefert hat.«

12Daraufhin versuchte Pilatus19,12 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. noch einmal,Jesus19,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. freizulassen.Aber die Wortführer der Juden19,12 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. schrien:»Wenn du ihn freilässt,bist du kein Freund des Kaisers.Wer sich selbst als König ausgibt,stellt sich gegen den Kaiser!«13Als Pilatus19,13 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. das hörte,ließ er Jesus19,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder hinausführen.Er setzte sich auf den Richterstuhl.Der stand auf dem Platz,der »Steinpflaster19,13 Gabbata, Lithostrotos: Gepflasterter Hof des Palastes des römischen Bevollmächtigten. Dort hielt Pilatus Gericht.« genannt wird.Auf Hebräisch heißt der Platz Gabbata19,13 Gabbata, Lithostrotos: Gepflasterter Hof des Palastes des römischen Bevollmächtigten. Dort hielt Pilatus Gericht..14Es war der Tag vor dem Passafest19,14 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.,etwa um die sechste Stunde19,14 sechste Stunde: 12:00 Uhr..Pilatus19,14 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu den Juden19,14 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. :»Seht doch!Da ist euer König!«15Doch sie schrien:»Weg mit ihm!Weg mit ihm!Lass ihn kreuzigen19,15 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.Pilatus sagte zu ihnen:»Soll ich euren König wirklich kreuzigen lassen?«Die führenden Priester19,15 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. antworteten:»Wir haben keinen anderen König als den Kaiser!«16aDa lieferte Pilatus19,16a Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ihnen Jesus19,16a Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ausund befahl,Jesus19,16a Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu kreuzigen19,16a Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde..

Jesus stirbt am Kreuz

19,16b-30

Jesus wird gekreuzigt

Matthäus 27,32-44; Markus 15,21-32; Lukas 23,26-43
16bJesus19,16b Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wurde abgeführt.17Er trug sein Kreuz19,17 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. selbst aus der Stadt19,17 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinauszu dem sogenannten Schädelplatz.Auf Hebräisch heißt der Ort Golgota19,17 Golgota: Hebräisch für »Schädel«. Bezeichnet eine Anhöhe bei der Stadt Jerusalem, deren Form möglicherweise an einen Schädel erinnerte..18Dort wurde Jesus19,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekreuzigt19,18 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.und mit ihm noch zwei andere –auf jeder Seite einer.Jesus19,18 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hing in der Mitte.19Pilatus19,19 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ließ ein Schild am Kreuz19,19 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. anbringen.Darauf stand:»Jesus19,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. der Nazoräer19,19 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus),der König der Juden19,19 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. 20Viele Juden19,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. lasen das Schild.Denn der Ort, wo Jesus19,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekreuzigt wurde,lag nahe bei der Stadt19,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .Die Aufschrift war in hebräischer,lateinischer und griechischer Sprache abgefasst.21Die führenden Priester19,21 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. des jüdischen Volkes19,21 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. beschwerten sich bei Pilatus19,21 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr.:»Schreibe nicht:›Der König der Juden19,21 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ‹,sondern:›Dieser Mann hat behauptet:Ich bin der König der Juden19,21 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. .‹«22Pilatus19,22 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erwiderte:»Was ich geschrieben habe,das habe ich geschrieben.«

23Nachdem die Soldaten Jesus19,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ans Kreuz19,23 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. genagelt hatten,teilten sie seine Kleider19,23 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. unter sich auf.Sie waren zu viertund jeder erhielt einen Teil.Dazu kam noch das Untergewand19,23 Hemd, Untergewand: Kurz- oder langärmeliges Hemdkleid, das unter dem Mantel getragen wurde. Wohlhabendere Menschen trugen oft ein zweites Hemd als Untergewand..Das war in einem Stück gewebtund hatte keine Naht.24Die Soldaten sagten zueinander:»Das zerschneiden wir nicht!Wir lassen das Los19,24 Los: Unterschiedlich markierte Steinchen, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden. Der Gewinner bekommt den Mantel. entscheiden,wem es gehören soll.«So ging in Erfüllung,was in der Heiligen Schrift19,24 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht19,24 steht: An dieser Stelle wird aus Psalm 22,19 zitiert.:»Sie verteilen meine Kleider19,24 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. unter sichund werfen das Los19,24 Los: Unterschiedlich markierte Steinchen, die in einem Behälter geschüttelt und auf den Boden geworfen wurden. Der Gewinner bekommt den Mantel. über mein Gewand19,24 Gewand: Prächtiges, verziertes, langärmeliges Obergewand, das vor allem wohlhabende Leute anstelle des einfachen Hemdes trugen.Genau das taten die Soldaten.

25Nahe bei dem Kreuz19,25 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.,an dem Jesus19,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hing,standen seine Mutter und ihre Schwester.Außerdem waren Maria, die Frau von Klopas,und Maria aus Magdala19,25 Magdala: Ort am Westufer des Sees Gennesaret. dabei.26Jesus19,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah seine Mutter dort stehen.Neben ihr stand der Jünger19,26 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,den er besonders liebte.Da sagte Jesus19,26 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu seiner Mutter:»Frau, sieh doch!Er ist jetzt dein Sohn.«27Dann sagte er zu dem Jünger19,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Sieh doch!Sie ist jetzt deine Mutter.«Von dieser Stunde annahm der Jünger19,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. sie bei sich auf.

Jesus stirbt

Matthäus 27,45-56; Markus 15,33-41; Lukas 23,44-49
28Nachdem das geschehen war,wusste Jesus19,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ,dass jetzt alles vollendet war.Damit in Erfüllung ging,was in der Heiligen Schrift19,28 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. stand19,28 stand: Jesus zitiert aus Psalm 22,16.,sagte er:»Ich bin durstig!«29In der Nähe stand ein Gefäß voll Essig19,29 Essig: Meint in der Bibel nicht ein Würzmittel, sondern einen billigen, sauren Wein..Die Soldaten tauchten einen Schwamm hinein.Dann steckten sie ihn auf einen Ysopstängel19,29 Ysop: Name, der in der Bibel für verschiedene Pflanzen gebraucht wird. und hielten ihn Jesus19,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. an den Mund.30Nachdem Jesus19,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. etwas von dem Essig19,30 Essig: Meint in der Bibel nicht ein Würzmittel, sondern einen billigen, sauren Wein. genommen hatte,sagte er:»Jetzt ist alles vollendet.«Er ließ den Kopf sinkenund starb19,30 starb: Wörtlich heißt es in Vers 30: »Er ließ den Kopf sinken und übergab seinen Geist.«.

Jesus wird begraben

19,31-42

Ein Soldat sticht Jesus in die Seite

31Es war ja der Tag vor dem Sabbat19,31 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet..Die jüdischen Behörden19,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. wollten nicht,dass die Gekreuzigten den Sabbat19,31 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. überam Kreuz19,31 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. hängen blieben.Außerdem war dieser Sabbat19,31 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. ein hoher Festtag19,31 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. .Deshalb baten sie Pilatus19,31 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr.,den Hingerichteten die Beine brechen19,31 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. zu lassen.Dann sollten die Toten weggebracht werden.32Die Soldaten gingen hin.Sie brachen19,32 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. zuerst die Beine19,32 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. der beiden Männer,die zusammen mit Jesus19,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gekreuzigt worden waren.33Als sie zu Jesus19,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kamen,merkten sie,dass er schon tot war.Darum brachen19,33 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. sie seine Beine19,33 Beine brechen: Den Gekreuzigten wurden die Unterschenkel zertrümmert, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. nicht.34Aber einer der Soldatenstach ihm mit der Lanze19,34 Lanze: Stich- und Wurfwaffe eines römischen Soldaten. in die Seite.Da flossen Blut19,34 Blut: Im Blut ist nach biblischer Auffassung das Leben enthalten. Alles Blut gehört in besonderer Weise Gott, weil er allein Leben schaffen kann. und Wasser heraus.35Derjenige, der das gesehen hat,hat es bezeugt.Seine Zeugenaussage ist wahr19,35 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .