BasisBibel NT+Ps (BB)
17

Das große Gebet

17,1-26

Jesus betet für sich selbst

171Jesus17,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. beendete seine Rede.Danach blickte er zum Himmel17,1 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. aufund sagte:»Vater17,1 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., die Stunde17,1 Stunde: Gemeint ist die Stunde des Todes und der Auferstehung von Jesus, die unmittelbar bevorsteht. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. ist jetzt da!Setze deinen Sohn17,1 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. in seine Herrlichkeit17,1 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. ein.Dann kann der Sohn17,1 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. deine Herrlichkeit17,1 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. sichtbar machen.2Du hast ihm ja Vollmacht über alle Menschen gegeben.Allen, die du ihm anvertraut hast,soll er das ewige Leben17,2 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. schenken.3Darin besteht das ewige Leben17,3 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.:Zu erkennen, wer du bist –der einzig wahre17,3 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. Gott –und dass17,3 dass: Das Vorwort Johannes 1,1-18 erklärt schon, dass Jesus der Christus ist: Er ist das göttliche Wort, das in diese Welt gekommen ist, von ihr aber nicht erkannt wurde (vgl. Johannes 1,10). Jesus17,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. der Christus17,3 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist17,3 ist: Das Vorwort Johannes 1,1-18 erklärt schon, dass Jesus der Christus ist: Er ist das göttliche Wort, das in diese Welt gekommen ist, von ihr aber nicht erkannt wurde (vgl. Johannes 1,10).,den du gesandt hast.

4Ich habe auf der Erdedeine Herrlichkeit17,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. sichtbar gemacht.Denn ich habe die Aufgabe erfüllt,die du mir gegeben hast.5Vater17,5 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,setze mich jetzt wiederin die Herrlichkeit17,5 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. ein,die in deiner Gegenwart herrscht.Ich war ja schon in dieser Herrlichkeit17,5 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor.,als ich bei dir war,bevor diese Welt17,5 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. geschaffen wurde.

6Ich habe dich17,6 dich: Wörtlich heißt es in Vers 6: »Ich habe deinen Namen den Menschen bekannt gemacht, die du mir aus dieser Welt anvertraut hast.« den Menschen bekannt gemacht,die du mir aus dieser Welt17,6 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. anvertraut hast.Sie gehörten dir,und du hast sie mir anvertraut.Sie haben dein Wort17,6 Wort: Gemeint ist das Wort, durch das Gott die Welt erschaffen hat. Der griechische Begriff für Wort ist im Unterschied zum Deutschen nicht sächlich, sondern männlich: der Logos. Damit ist die Vorstellung von einer Person verbunden, die schon vor aller Schöpfung bei Gott ist. In Jesus ist dieses Wort als Mensch zur Welt gekommen. aufgenommen.7Jetzt wissen sie:Alles, was du mir aufgetragen hast,kommt wirklich von dir.8Denn ich habe ihnen die Worte weitergegeben,die du mir aufgetragen hast.Sie haben sie angenommen.Und sie haben erkannt,dass ich wirklich von dir herkomme.Sie sind zum Glauben17,8 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. gekommen,dass du mich gesandt hast.«

Jesus betet für seine Jünger

9»Ich bete17,9 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. für sie.Ich bete17,9 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. nicht für diese Welt17,9 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. ,sondern nur für die,die du mir anvertraut hast.Denn sie gehören dir.10Alles, was mir gehört,gehört auch dir,und was dir gehört,gehört auch mir.Durch sie17,10 sie: Gemeint sind die Menschen, die Jesus anvertraut sind. lasse ich meine Herrlichkeit17,10 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. sichtbar werden.

11Ich bleibe nicht länger in dieser Welt17,11 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .Ich komme zu dir.Aber sie bleiben in dieser Welt17,11 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .

Heiliger17,11 heilig: Heilig ist in der Bibel alles, was zu Gott gehört und mit ihm in Verbindung steht. Vater,beschütze du sie nun selbst.Beschütze sie durch die Macht deines Namens17,11 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.,die du mir anvertraut hast.Sie sollen zusammengehören –so wie wir untrennbar eins sind.12Solange ich bei ihnen war,habe ich sie beschützt –eben durch die Macht deines Namens17,12 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst.,die du mir anvertraut hast.So habe ich sie gut behütet.Keiner von ihnen ist verloren gegangenaußer dem,der verloren gehen musste.Denn damit ging in Erfüllung,was die Heilige Schrift17,12 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. vorausgesagt17,12 vorausgesagt: Jesus zitiert hier nicht einen bestimmten Bibelvers, sondern meint die Heilige Schrift als Ganzes. Er verweist zugleich auf seine eigenen Worte, vgl. Johannes 6,39 und Johannes 13,18. hatte.

13Jetzt komme ich zu dir.Ich sage das alles,solange ich noch in dieser Welt17,13 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. bin.Ich sage es,damit meine Freude sie17,13 sie: Gemeint sind die Menschen, die Jesus anvertraut sind. anstecktund ganz und gar erfüllt.14Ich habe ihnen dein Wort weitergegeben,und jetzt werden sie von dieser Welt17,14 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gehasst.Denn sie gehören nicht zu dieser Welt17,14 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. ,so wie auch ich nicht zu ihr gehöre.

15Ich bitte dich nicht,sie aus dieser Welt17,15 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. wegzunehmen.Aber ich bitte dich,sie vor dem Bösen zu beschützen.16Sie gehören nicht zu dieser Welt17,16 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. ,so wie auch ich nicht zu ihr gehöre.17Verwandle sie17,17 Verwandle sie: Wörtlich heißt es in Vers 17: »Heilige sie in der Wahrheit.« durch die Wahrheit17,17 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. in Menschen17,17 in Menschen: Wörtlich heißt es in Vers 17: »Heilige sie in der Wahrheit.«,die zu dir gehören17,17 die zu dir gehören: Wörtlich heißt es in Vers 17: »Heilige sie in der Wahrheit.«.Dein Wort ist die Wahrheit17,17 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. .18So wie du mich in diese Welt17,18 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gesandt hast,genau so habe ich sie in diese Welt17,18 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gesandt.19Ich gehöre zu dir17,19 Ich gehöre zu dir: Wörtlich lautet der Vers 19: »Für sie heilige ich mich, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt werden.«.Daher können auch sie durch die Wahrheit17,19 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. in Menschen verwandelt werden,die zu dir gehören17,19 die zu dir gehören: Wörtlich lautet der Vers 19: »Für sie heilige ich mich, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt werden.«

Jesus betet für alle, die zum Glauben an ihn kommen werden

20»Ich bete17,20 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. nicht nur für die Jünger17,20 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,die hier anwesend sind.Ich bete17,20 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. auch für alle,die durch ihr Wort zum Glauben17,20 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an mich kommen.21Der Glaube17,21 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. soll sie zusammenhalten –so wie du, Vater17,21 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,in mir gegenwärtig bist,und ich in dir.Der Glaube17,21 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. fügt sie zusammen.Dann kann diese Welt17,21 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. zum Glauben17,21 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen,dass du mich gesandt hast.

22Ich habe ihnen die Herrlichkeit17,22 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. verliehen,die du mir geschenkt hast.Die Herrlichkeit17,22 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. soll sie zusammenhalten,so wie auch wir untrennbar eins sind.23Ich bin in ihnen gegenwärtigund du in mir.Sie sollen untrennbar zusammengehören.Daran soll diese Welt17,23 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. erkennen:Du hast mich gesandt,und du liebst sie,so wie du mich liebst.

24Vater17,24 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., du hast sie mir anvertraut.Ich will,dass sie mit mir dort sein können,wo ich dann bin.Sie sollen mich in meiner Herrlichkeit17,24 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. sehen,die du mir geschenkt hast.Denn du hast mich schon geliebt,bevor diese Welt17,24 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. geschaffen wurde.25Gerechter Vater17,25 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,diese Welt17,25 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. hat dich nicht erkannt.Aber ich kenne dich,und diese haben erkannt,dass du mich gesandt hast.26Ich habe dich17,26 dich: Wörtlich heißt es in Vers 26: »Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde es weiter tun.« ihnen verkündetund werde es weiter tun.Die Liebe, die du mir geschenkt hast,soll auch sie erfüllen.So werde ich in ihnen gegenwärtig sein.«
18

Die Passionsgeschichte

18,1–19,42

In der Nacht: Verhaftung und erstes Verhör

18,1-27

Jesus wird verhaftet und zu Hannas geführt

Matthäus 26,47-58; Markus 14,43-50; Markus 14,53-54; Lukas 22,47-54
181Nachdem Jesus18,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sein Gebet18,1 Gebet: Reden des Menschen mit Gott. beendet hatte,brach er mit seinen Jüngern18,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. auf.Sie überquerten den Kidronbach.Auf der anderen Seite war ein Garten,in den Jesus18,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und seine Jünger18,1 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. hineingingen.2Diesen Ort kannte auch Judas,der Jesus18,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den jüdischen18,2 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Behörden ausliefern wollte.Denn Jesus18,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war dortoft mit seinen Jüngern18,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gewesen.3Daher kam Judas dorthin.Er wurde begleitetvon einer Truppe römischer18,3 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Soldatensowie einigen Gerichtsdienern18,3 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats..Diese waren von den führenden Priestern18,3 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und den Pharisäern18,3 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. mitgeschickt worden.Die Männer waren bewaffnetund trugen Laternen und Fackeln18,3 Fackel: Eine Stange mit einem Gefäß, in dem ein in Öl getränkter Lappen brannte..

4Jesus18,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste genau,was ihm bevorstand.Er ging den Männern entgegenund fragte sie:»Wen sucht ihr?«5Sie antworteten ihm:»Jesus18,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Nazoräer18,5 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus)Jesus18,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»ICH BIN18,5 ICH BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus. es!«Auch Judas,der ihn den Behörden ausliefern wollte,stand dabei.6Als Jesus18,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»ICH BIN18,6 ICH BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus. es«,wichen sie zurückund fielen zu Boden.

7Da fragte er sie nochmals:»Wen sucht ihr?«Und sie sagten wieder:»Jesus18,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Nazoräer18,7 Nazoräer: Beschreibung der Herkunft von Jesus aus Nazaret; vielleicht auch eine alte Bezeichnung für Jesus als Messias (Christus)8Jesus18,8 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erklärte:»Ich habe euch gesagt,dass ICH18,8 ICH: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus. es BIN18,8 BIN: Jesus verwendet hier die Worte, mit denen im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich dem Volk Israel als Retter und Herr der Welt zu erkennen gibt. Vgl. z. B. 2. Mose/Exodus 3,14; Jesaja 41,4 und Jesaja 43,10. Vgl. auch die Ich-bin-Worte von Jesus..Wenn ihr also mich sucht,dann lasst diese hier gehen.«9Damit ging das Wort in Erfüllung,das Jesus18,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vorher gesagt hatte18,9 vorher gesagt hatte: Vgl. Johannes 17,12.:»Ich habe keinen von denen verloren,die du18,9 du: Gemeint ist Gott. mir anvertraut hast.«

10Simon Petrus18,10 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. hatte ein Schwert18,10 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. dabei.Er zog es,schwang es gegen den Bevollmächtigtendes Obersten Priesters18,10 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und schlug ihm das rechte Ohr ab.Der Bevollmächtigte hieß Malchus.11Da sagte Jesus18,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu Petrus18,11 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Stecke das Schwert18,11 Schwert: Unter einem Schwert hat man sich in biblischer Zeit einen zweischneidigen Kurzdolch vorzustellen. wieder weg!Soll ich etwa den Becher18,11 Becher: Der Becher steht für das Leiden, das Jesus bevorsteht. nicht austrinken,den mir mein Vater18,11 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gegeben hat?«

12Die römischen18,12 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. Soldaten mit ihrem Anführerund die Gerichtsdiener18,12 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats.,die von den jüdischen Behörden18,12 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. kamen,nahmen Jesus18,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fest.Sie fesselten ihn13und führten ihn zuerst zu Hannas.Hannas war der Schwiegervater von Kajaphas,der in dem Jahr der Oberste Priester18,13 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war.14Kajaphas war es gewesen,der damals18,14 damals: In Johannes 11,45-54 wird erzählt, dass der jüdische Rat beschließt, Jesus umzubringen. Das hier zitierte Wort von Kajaphas steht in Johannes 11,50. den jüdischen Behörden18,14 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. den Rat gegeben hatte:»Es ist besser,wenn ein Mann für das Volk stirbt.«

Petrus verleugnet Jesus

Matthäus 26,69-70; Markus 14,66-68; Lukas 22,55-57
15Simon Petrus18,15 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. und ein anderer Jünger18,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. folgten Jesus18,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Dieser Jünger18,15 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. war ein Bekannter des Obersten Priesters18,15 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf..Deshalb konnte er mit Jesus18,15 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in den Palast des Obersten Priesters18,15 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. hineingehen.16Petrus18,16 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. dagegen blieb draußen vor dem Tor stehen.Der andere Jünger18,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. ,der Bekannte des Obersten Priesters18,16 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.,kam wieder heraus.Er sprach mit der Pförtnerin18,16 Wächter: In Johannes 10,3 Hirt, der vor einen Schafstall über Nacht Wache hält, um die Tiere vor Übergriffen von Räubern oder wilden Tieren zu schützen. und nahm Petrus18,16 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. mit hinein.17Die Pförtnerin fragte Petrus18,17 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon.:»Bist du nicht auch einer von den Jüngern18,17 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. dieses Mannes?«Er erwiderte:»Nein, das bin ich nicht!«18Es war kalt.Deshalb hatten die Diener des Obersten Priesters18,18 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und die Gerichtsdiener18,18 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats. ein Holzkohlenfeuer angezündet.Sie standen um das Feuer herumund wärmten sich.Petrus18,18 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. stellte sich zu ihnenund wärmte sich ebenfalls.

Jesus wird von Hannas verhört

19Der Oberste Priester18,19 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. fragte Jesus18,19 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach seinen Jüngern18,19 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. und nach seiner Lehre.20Jesus18,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Ich habe stets öffentlich und vor aller Welt18,20 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gesprochen.Ich habe immer vor der jüdischen Versammlung18,20 jüdischen Versammlung: Wörtlich »Synagoge«. Im Johannesevangelium ist damit nicht das Versammlungsgebäude gemeint, sondern die Versammlung oder die Gemeinde selbst.oder im Tempel18,20 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. gelehrt,wo alle Juden18,20 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. zusammenkommen.Niemals habe ich etwas im Geheimen gesagt.21Warum fragst du mich?Frag doch die Leute,die mir zugehört haben.Sieh doch!Die Leute wissen genau,was ich gesagt habe!«22Als Jesus18,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das sagte,schlug ihm einer der Gerichtsdiener18,22 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats.,die dabei waren,ins Gesicht.Er fuhr ihn an:»Wie kannst du dem Obersten Priester18,22 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.so antworten?«23Jesus18,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. entgegnete ihm:»Wenn ich etwas Unrechtes gesagt habe,dann weise mir nach,dass es Unrecht ist.Wenn ich aber im Recht bin,warum schlägst du mich?«24Daraufhin schickte Hannas ihnin Fesseln zum Obersten Priester18,24 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Kajaphas.

Petrus verleugnet Jesus noch einmal

Matthäus 26,71-75; Markus 14,69-72; Lukas 22,58-62
25Simon Petrus18,25 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. stand immer nochbei den Dienern18,25 Dienerin, Diener: Das griechische Wort für »Diener« bezeichnet Männer und Frauen, die für einen Herrn arbeiteten und in dessen Haus lebten. des Obersten Priesters18,25 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf.und wärmte sich am Feuer.Da fragten sie ihn:»Bist du nicht auch einer von seinen Jüngern18,25 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. Er stritt es abund sagte:»Nein, das bin ich nicht!«26Einer von ihnen war mit dem Mann verwandt,dem Petrus18,26 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. das Ohr abgeschlagen hatte.Der sagte:»Ich habe dich doch im Garten bei ihm gesehen!«27Wieder stritt Petrus18,27 Petrus: »Petrus« ist die griechische Übersetzung des aramäischen Namens »Kephas«. Beides bedeutet »Fels«. Es ist der Beiname des Apostels Simon. es ab.Im selben Augenblick krähte ein Hahn.

Am Tag: Jesus vor Pilatus

18,28–19,16a

Jesus wird von Pilatus verhört

Matthäus 27,1-2.11-14; Markus 15,1-5; Lukas 23,1-5
28Vom Palast des Kajaphasbrachte man Jesus18,28 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zum Palast des Gouverneurs,dem sogenannten Prätorium18,28 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente..Es war früh am Morgen.Die Leute gingen nicht ins Prätorium18,28 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente. hinein,um nicht gegen die Reinheitsvorschriften18,28 rein, unrein: Bei den Juden ist Reinheit die Voraussetzung, dass Gegenstände oder Menschen in Gottes Nähe kommen dürfen. zu verstoßen.Sie wollten ja bald darauf am Passamahl18,28 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. teilnehmen.29Deshalb kam Pilatus18,29 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. zu ihnen herausund fragte:»Welche Anklage erhebt ihr gegen diesen Mann?«30Sie antworteten:»Wenn er kein Verbrecher wäre,hätten wir ihn nicht zu dir gebracht!«31Pilatus18,31 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. entgegnete ihnen:»Nehmt ihr ihn dochund verurteilt ihn nach eurem eigenen Gesetz18,31 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.Da sagten die Vertreter der jüdischen Behörden18,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. :»Wir dürfen aber niemanden hinrichten!«32So ging das Wort in Erfüllung,mit dem Jesus18,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vorausgesagt18,32 vorausgesagt: Jesus sagt in Johannes 3,14 voraus, auf welche Weise er sterben wird. hatte,welchen Tod18,32 welchen Tod: Den Tod durch Kreuzigung, eine grausame Hinrichtungsart, die von den Römern vollstreckt wurde. er sterben musste.

33Pilatus18,33 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ging wieder in das Prätorium18,33 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente. hinein.Er ließ Jesus18,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. rufenund fragte ihn:»Bist du der König der Juden18,33 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. 34Jesus18,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Fragst du das von dir ausoder haben andere dir dasüber mich gesagt?«35Pilatus18,35 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erwiderte:»Bin ich etwa ein Jude18,35 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. ?Dein eigenes Volkund die führenden Priester18,35 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.haben dich zu mir gebracht.Was hast du getan?«

36Jesus18,36 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Mein Königreich liegt nicht in dieser Welt18,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. .Wenn mein Königreich in dieser Welt18,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. liegen würde,hätten meine Leute für mich gekämpft.Dann wäre ich jetzt nichtin den Händen der jüdischen Behörden18,36 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .Nein, mein Königreich liegt nicht in dieser Welt18,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. 37Pilatus18,37 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. fragte weiter:»Also bist du doch ein König?«Jesus18,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Du sagst es:Ich bin ein König!Das ist der Grund,warum ich geboren wurdeund in diese Welt18,37 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gekommen bin:Ich soll als Zeuge für die Wahrheit18,37 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. eintreten.Jeder, der selbst von der Wahrheit18,37 wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. ergriffen ist,hört auf das,was ich sage.«38aDa fragte Pilatus18,38a Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ihn:»Wahrheit18,38a wahr, Wahrheit: »Wahr« ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Jesus ist der Zeuge für diese Wahrheit. Mehr noch: weil er von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. was ist das?«

Das Todesurteil

Matthäus 27,15-31; Markus 15,6-20; Lukas 23,13-25
38bNach diesen Worten ging Pilatus18,38b Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. wiederzu den Vertretern der jüdischen Behörde18,38b Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hinaus.Er sagte:»Ich halte ihn für unschuldig.39Es ist aber üblich,dass ich euch zum Passafest18,39 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.einen Gefangenen freigebe.Wollt ihr,dass ich euch den König der Juden18,39 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. freilasse?«40Da schrien sie:»Nein, nicht den,sondern Barabbas!«Barabbas war ein Verbrecher.
19191Daraufhin ließ Pilatus19,1 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. Jesus19,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. abführenund auspeitschen.2Die Soldaten flochten eine Krone aus Dornenzweigen19,2 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. und setzten sie ihm auf den Kopf.Sie hängten ihm einen purpurfarbenen19,2 Purpur: Intensiver roter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Mantel19,2 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. um.3Dann stellten sie sich vor ihn hinund riefen:»Hoch lebe der König der Juden19,3 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Dabei schlugen sie ihm ins Gesicht.

4Pilatus19,4 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. ging noch einmal zu den Leuten hinausund erklärte ihnen:»Seht doch!Ich lasse ihnzu euch herausbringen.Ihr sollt wissen,dass ich keinen Grund finde,um ihn zu verurteilen!«5Jesus19,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam heraus.Er trug die Krone aus Dornenzweigen19,5 Dornenzweige: Ein dorniger Busch, der in Israel und dem Nachbarland Syrien weit verbreitet ist. Seinen Namen »Christusdorn« bekam er, weil aus seinen Zweigen vermutlich die Dornenkrone geflochten wurde, die man Jesus vor seiner Hinrichtung aufsetzte. und den purpurfarbenen19,5 Purpur: Intensiver roter Farbstoff, mit dem in der Antike Stoffe und Wolle gefärbt wurden. Purpur ist sehr kostbar und war hauptsächlich den Reichen und Mächtigen vorbehalten. Mantel19,5 Mantel, Kleidung: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt..Pilatus19,5 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu den Leuten:»Seht doch!Da ist der Mensch!«

6Als die führenden Priester19,6 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.und die Gerichtsdiener19,6 Gerichtsdiener: Bewaffnete Untergebene des jüdischen Rats. Jesus19,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sahen,schrien sie:»Kreuzigen19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.! Kreuzigen19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde.Pilatus19,6 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. erwiderte:»Nehmt ihr ihn dochund kreuzigt19,6 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. ihn.Ich halte ihn für unschuldig.«7Die Vertreter der jüdischen Behörde19,7 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hielten ihm entgegen:»Wir haben ein Gesetz19,7 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.,und nach diesem Gesetz19,7 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. muss er sterben.Denn er hat behauptet,er ist der Sohn Gottes19,7 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.

8Als Pilatus19,8 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. das hörte,wurde es ihm erst recht unheimlich.9Er ging wieder in das Prätorium19,9 Prätorium: Das Prätorium war ein Palast im Zentrum von Jerusalem, der dem leitenden römischen Regierungsbeamten als Amtssitz diente. hineinund fragte Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Woher kommst du?«Aber Jesus19,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. gab ihm keine Antwort mehr.10Pilatus19,10 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. sagte zu ihm:»Weigerst du dich,mit mir zu reden?Weißt du nicht,dass es in meiner Macht steht,dich freizulassen?Ich habe aber auch die Macht,dich kreuzigen19,10 Kreuz, Kreuzigung: Grausame Hinrichtungsart, die von den Römern an Sklaven, Räubern und Aufrührern vollstreckt wurde. zu lassen!«11Jesus19,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihm:»Du hättest keine Macht über mich,wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre.Deshalb hat der die größere Schuld19,11 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet.,der mich dir ausgeliefert hat.«

12Daraufhin versuchte Pilatus19,12 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. noch einmal,Jesus19,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. freizulassen.Aber die Wortführer der Juden19,12 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. schrien:»Wenn du ihn freilässt,bist du kein Freund des Kaisers.Wer sich selbst als König ausgibt,stellt sich gegen den Kaiser!«13Als Pilatus19,13 Pontius Pilatus: Leitender römischer Bevollmächtigter in Judäa 26–36 n. Chr. das hörte,ließ er Jesus19,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder hinausführen.Er setzte sich auf den Richterstuhl.Der stand auf dem Platz,der »Steinpflaster