BasisBibel (BB)
12

Jesus in Betanien und Jerusalem

Johannes 12,1-50

Eine Frau salbt Jesus für sein Begräbnis

Matthäus 26,6-13; Markus 14,3-9
121Sechs Tage vor dem Passafest12,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr …kam Jesus12,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … wieder nach Betanien12,1 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. .Dort wohnte Lazarus,den er von den Toten auferweckt12,1 von den Toten auferweckt: Von der Auferweckung des Lazarus erzählt Johannes 11,1-44. hatte.2Zusammen mit seinen Schwestern veranstaltete erein Festmahl für Jesus.Marta bewirtete die Gäste.Lazarus lag mit Jesus und den anderen zu Tisch12,2 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen. Mehr ….3Da nahm Maria eine Flasche12,3 Flasche: Wörtlich »eine Litra«. Eine Litra ist eine römische Maßeinheit und entspricht etwa 327 g Öl. Salböl.Es war reines, kostbares Nardenöl12,3 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaja wächst..Damit salbte12,3 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen. Mehr … sie Jesus die Füße.Dann trocknete sie seine Füße mit ihren Haaren ab.Das ganze Haus wurde vom Duft des Salböls erfüllt.

4Da sagte einer von den Jüngern12,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …, Judas Iskariot,der Jesus12,4 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … später verriet:5»Warum hat man dieses Salbölnicht für 300 Silberstücke12,5 300 Silberstücke: Wörtlich »300 Denare«. Ein Denar ist eine Silbermünze mit einem Gewicht von etwa 4 g Silber. verkauftund das Geld den Armen gegeben?«6Das sagte er aber nicht etwa,weil es ihm um die Armen ging.Vielmehr war er ein Dieb.Er verwaltete die gemeinsame Kasseund schaffte Geld daraus beiseite.7Doch Jesus erwiderte: »Lass sie!Sie hat es aufbewahrt, um mich damit schon heutefür mein Begräbnis zu salben12,7 für mein Begräbnis zu salben: Das Einreiben eines Toten mit bestimmten Ölen gehörte zu den Bräuchen bei der Vorbereitung einer Bestattung..8Arme wird es immer bei euch geben.Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch.«

Lazarus soll getötet werden

9Nun erfuhren viele Juden12,9 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. Mehr …, dass Jesus12,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … in Betanien12,9 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. war.Sie kamen nicht nur wegen Jesus.Sie wollten auch Lazarus sehen,den Jesus von den Toten auferweckt12,9 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. hatte.10Da beschlossen die führenden Priester12,10 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr …,auch Lazarus zu töten.11Denn seinetwegen gingen viele Juden dorthinund kamen zum Glauben an Jesus.

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-11; Lukas 19,28-40
12Am nächsten Tag hörte die große Menge,die sich zum Fest12,12 Fest: Gemeint ist das Passafest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. in der Stadt aufhielt:Jesus12,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ist auf dem Weg nach Jerusalem12,12 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr ….13Da nahmen sie Palmzweige12,13 Palmzweige: Könige und Feldherren wurden beim Einzug in eine Stadt mit Palmzweigen und Jubel begrüßt. und liefen ihm entgegen.Sie riefen12,13 sie riefen: Der Ruf, mit dem die Volksmenge Jesus begrüßt, nimmt Worte aus Psalm 118,25-26 auf.: »Hosianna12,13 Hosianna: Gebetsruf, wörtlich »Hilf doch!« oder »Rette doch!«. Mehr …!Gesegnet sei, wer im Namen des Herrn kommt!Er ist der König Israels12,13 König Israels: Nachdem das Königreich Israel untergegangen war, hoffte man auf einen Nachkommen Davids als Retter und Erlöser Israels.14Jesus fand einen jungen Eselund setzte sich darauf.So steht es auch in der Heiligen Schrift12,14 so steht es in der Heiligen Schrift: In Sacharja 9,9 reitet der Retter der Welt, den Gott schickt, auf einem jungen Esel in Jerusalem ein.:15»Fürchte dich nicht, Tochter Zion12,15 Tochter Zion: Poetische Bezeichnung für die Stadt Jerusalem.!Dein König kommt!Er sitzt auf dem Jungen einer Eselin.«16Die Jünger12,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … von Jesus12,16 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … verstanden das zunächst nicht.Aber als Jesus in seiner Herrlichkeit12,16 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … sichtbar war,erinnerten sie sich daran.Da wurde ihnen bewusst, dass sich diese Stellein der Heiligen Schrift auf ihn bezog.Denn genau so hatten ihn die Leute empfangen.

17Die vielen Leute, die dabei gewesen waren, bezeugten:»Er hat den Lazarus aus dem Grab gerufenund ihn von den Toten auferweckt12,17 Auferweckung: Meint die Auferstehung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes.18Deshalb kam ihm ja auch die Volksmenge entgegen.Sie alle hatten gehört,dass er dieses Zeichen12,18 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … getan hatte.19Aber die Pharisäer12,19 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … sagten zueinander:»Da merkt ihr, dass ihr nichts machen könnt.Alle Welt läuft ihm nach!«

Griechische Besucher des Passafests suchen Jesus

Matthäus 10,39; Markus 8,35; Lukas 17,33
20Es befanden sich auch einige Griechen12,20 Griechen: Menschen aus den Ländern im Mittelmeerraum, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des Römischen Reichs die gemeinsame Sprache. Mehr … unter denen,die zum Fest12,20 Fest: Gemeint ist das Passafest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. nach Jerusalem12,20 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr … gekommen waren,um Gott anzubeten.21Die gingen zu Philippus12,21 Philippus, Andreas: Die beiden Männer gehören zu den ersten Jüngern, die sich Jesus angeschlossen haben; vgl. Johannes 1,40-46.,der aus Betsaida12,21 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. in Galiläa12,21 Galiläa: Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der nördlichen Küstenebene. Mehr … stammte,und baten ihn:»Herr, wir wollen Jesus12,21 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … sehen!«22Philippus ging zu Andreas12,22 Andreas: Einer der ersten Männer, die sich Jesus als Jünger angeschlossen haben; vgl. Johannes 1,40-42. und sagte es ihm.Dann gingen die beiden zu Jesusund berichteten es ihm.23Da sagte Jesus zu ihnen: »Die Stunde12,23 die Stunde: Der Zeitpunkt, an dem deutlich wird, dass Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gesandt ist, um die Menschen zu erlösen. Dies zeigt sich in seinem Tod am Kreuz, in dem Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen ihren Höhepunkt erreicht. ist gekommen!Jetzt wird der Menschensohn12,23 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …in seiner Herrlichkeit12,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … sichtbar.24Amen12,24 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich euch:Das Weizenkorn muss in die Erde fallen und sterben,sonst bleibt es allein.Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.25Wem sein Leben über alles geht, der verliert es.Aber wer sein Leben in dieser Welt gering achtet,wird es bewahren bis ins ewige Leben12,25 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr ….26Wer mir dient, muss mir auf meinem Weg folgen12,26 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen. Mehr ….Denn wo ich bin, wird auch mein Diener sein.Wer mir dient, wird beim Vater12,26 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … Anerkennung finden.«

Jesus spricht von seinem Tod

27»Meine Seele ist voller Angst.12,27 Meine Seele ist voller Angst.: Zitat aus Psalm 6,4.Soll ich da sagen:Vater12,27 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …, rette mich aus dieser Stunde12,27 diese Stunde: Der Zeitpunkt, an dem deutlich wird, dass Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gesandt ist, um die Menschen zu erlösen. Dies zeigt sich in seinem Tod am Kreuz, in dem Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen ihren Höhepunkt erreicht.‹?Nein, denn jetzt ist die Stunde da –jetzt geschieht, wofür ich gekommen bin!28Ich sage vielmehr:›Vater, offenbare jetzt die Herrlichkeit12,28 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr …,für die dein Name steht!‹«Da ertönte vom Himmel12,28 Himmel: Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. Mehr … her eine Stimme:»Ich habe sie schon offenbartund werde sie wieder offenbaren!«

29Die Volksmenge, die dabeistand, hörte die Stimme.Da sagten einige: »Es hat gedonnert.«Andere meinten: »Ein Engel12,29 Engel: Boten Gottes, die in seinem Auftrag unterwegs sind und seine Botschaft überbringen. Mehr … hat mit ihm gesprochen!«30Jesus12,30 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … entgegnete:»Diese Stimme hat nicht meinetwegen gesprochen,sondern euretwegen.31Jetzt wird Gericht12,31 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … gehalten über diese Welt!Jetzt wird der Herrscher dieser Welt12,31 Herrscher dieser Welt: Bezeichnung für den Teufel, den Gegenspieler Gottes, der versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. gestürzt!32Aber ich werde über die Erde erhöht12,32 erhöhen: Anspielung auf die Kreuzigung. Jesus wird am Kreuz in die Höhe gehoben. Durch seinen Tod am Kreuz wird gleichzeitig seine Herrlichkeit und Zugehörigkeit zu Gott für alle sichtbar. werden,und dann führe ich alle zu mir.«33Damit deutete er an,auf welche Weise er sterben sollte.

34Die Leute erwiderten:»Aus dem Gesetz haben wir erfahren12,34 aus dem Gesetz haben wir erfahren: Im Alten Testament findet sich die Vorstellung, dass die Herrschaft des von Gott angekündigten Retters der Welt für immer andauern wird; vgl. Jesaja 9,6.:Der Christus12,34 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr … bleibt für immer bei uns.Wie kannst du dann sagen:›Der Menschensohn12,34 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr … muss erhöht12,34 erhöhen: Anspielung auf die Kreuzigung. Jesus wird am Kreuz in die Höhe gehoben. Durch seinen Tod am Kreuz wird gleichzeitig seine Herrlichkeit und Zugehörigkeit zu Gott für alle sichtbar. werden‹?Wer ist überhaupt dieser Menschensohn?«35Darauf sagte Jesus12,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu ihnen:»Das Licht12,35 Licht: Bild für das Leben, das Jesus Christus als Licht der Welt schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das ewige Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. Mehr … ist nur noch für kurze Zeit bei euch.Geht euren Weg, solange ihr das Licht habt.Sonst überwältigt euch die Finsternis!Wer in der Finsternis umhergeht,weiß nicht, wohin sein Weg führt.36Glaubt an das Licht12,36 Licht: Johannes 1,9 spricht von Jesus als dem Wort und wahren Licht, das schon vor der Schöpfung bei Gott war und für die Menschen in die Welt gekommen ist., solange ihr es habt.Dann werdet ihr selbst zu Kindern des Lichts.«Nachdem Jesus das gesagt hatte,ging er weg und verbarg sich vor der Menge.

Die Menge glaubt nicht an Jesus

37Obwohl Jesus so große Zeichen12,37 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr …vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an ihn.38So ging in Erfüllung,was der Prophet Jesaja vorausgesagt hatte12,38 was Jesaja vorausgesagt hatte (Vers 38): Zitat aus der griechischen Übersetzung von Jesaja 53,1.:»Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?Und wem hat sich die Macht des Herrn12,38 Herr: Bezeichnung für Gott. Das griechische Alte Testament verwendet das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Mehr … gezeigt?«39Jesaja hatte auch vorausgesagt12,39 Jesaja hatte auch vorausgesagt (Vers 39): Das folgende Zitat nimmt Worte aus Jesaja 6,10 auf.,warum sie nicht zum Glauben kommen konnten:40»Gott hat ihre Augen blind gemachtund ihr Herz12,40 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. verhärtet.Ihre Augen sollen nichts sehenund ihr Herz soll nichts verstehen –damit sie nicht umkehren und ich, ihr Gott, sie heile.«41Das hatte Jesaja gesagt, weil er schon damalsdie Herrlichkeit12,41 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … von Jesus gesehen hat.Und von ihm hatte Jesaja gesprochen.

42Dennoch waren auch viele Mitglieder des jüdischen Rats12,42 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. Mehr …zum Glauben an Jesus gekommen.Aber wegen der Pharisäer12,42 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …bekannten sie sich nicht öffentlich dazu.Denn sie wollten nicht aus der jüdischen Gemeinde12,42 jüdische Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Wie der Begriff »Kirche« bezeichnet der Begriff nicht nur das Gebäude, sondern auch die Versammlung.ausgeschlossen werden.43Von den Menschen geehrt zu werden,war ihnen wichtiger als die Ehre12,43 Ehre, ehren: Einen Menschen oder Gott ehren heißt, ihn so zu behandeln, wie es seiner Stellung entspricht. Mehr … Gottes.

Jesus ruft zur Entscheidung auf

44Jesus12,44 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … rief laut:»Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich,sondern an den, der mich beauftragt hat.45Und wer mich sieht,sieht den, der mich beauftragt hat!46Ich bin als Licht12,46 Licht: Bild für das Leben, das Jesus Christus als Licht der Welt schenkt. Durch ihn erhalten die Menschen das ewige Leben in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott. Mehr … in die Welt gekommen,damit jeder, der an mich glaubt,nicht in der Finsternis bleibt.

47Wer hört, was ich sage, und sich nicht danach richtet,den verurteile ich nicht.Denn ich bin nicht gekommen,um über diese Welt Gericht12,47 Gericht, verurteilen: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott der Richter, der am Ende der Zeit ein Urteil über sie spricht. Mehr … zu halten,sondern um sie zu retten.48Wer mich ablehnt und meine Worte nicht annimmt,hat seinen Richter schon gefunden:Das Wort, das ich gesprochen habe,wird ihn am letzten Tag12,48 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. Mehr … verurteilen.49Denn was ich gesagt habe,stammt nicht von mir selbst.Der Vater12,49 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …, der mich beauftragt hat,hat mir befohlen, was ich sagen und reden soll.50Und ich weiß: Das, was er mir aufgetragen hat,schenkt euch das ewige Leben12,50 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr ….Darum gilt: Was ich euch sage,sage ich genau so weiter,wie es der Vater mir gesagt hat.«
13

Jesus kündigt seinen Abschied an

Johannes 13,1–17,26

Jesus isst ein letztes Mal mit seinen Jüngern und wäscht ihnen die Füße

131Das Passafest13,1 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … stand unmittelbar bevor.Jesus13,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … wusste, dass seine Stunde13,1 seine Stunde: Der Zeitpunkt, an dem deutlich wird, dass Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gesandt ist, um die Menschen zu erlösen. Dies zeigt sich in seinem Tod am Kreuz, in dem Gottes liebevolle Zuwendung zu den Menschen ihren Höhepunkt erreicht. gekommen war.Jetzt sollte er die Welt verlassenund zum Vater13,1 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … gehen.Er hatte die Menschen immer geliebt,die in der Welt zu ihm gehörten.Und so liebte er sie bis zuletzt.

2Jesus13,2 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … aß an diesem Abend mit seinen Jüngern.Der Teufel hatte Judas, dem Sohn von Simon Iskariot,schon den Gedanken eingegeben, Jesus zu verraten.3Jesus wusste,dass der Vater13,3 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … alles in seine Hand gelegt hatte.Er wusste, dass er von Gott gekommen warund wieder zu Gott zurückkehren sollte.4Er stand vom Tisch auf,legte den Mantel13,4 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Mehr … ab und band sich ein Tuch um.5Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann,den Jüngern13,5 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … die Füße zu waschen13,5 die Füße waschen: Indem Jesus die Aufgabe eines Dieners übernimmt, bringt er die Liebe Gottes zu den Menschen zum Ausdruck. Sie zeigt sich später in Tod und Auferstehung von Jesus, die allen Menschen die Möglichkeit eröffnen, in Gemeinschaft mit Gott im Reich Gottes zu leben..Danach trocknete er sie mit dem Tuch ab,das er umgebunden hatte.

6Als er zu Simon Petrus13,6 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … kam, sagte der zu ihm:»Herr, du willst mir die Füße waschen13,6 die Füße waschen: Indem Jesus die Aufgabe eines Dieners übernimmt, bringt er die Liebe Gottes zu den Menschen zum Ausdruck. Sie zeigt sich später in Tod und Auferstehung von Jesus, die allen Menschen die Möglichkeit eröffnen, in Gemeinschaft mit Gott im Reich Gottes zu leben.7Jesus13,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … antwortete:»Was ich tue, das verstehst du jetzt noch nicht.Du wirst es aber später verstehen.«8Petrus erwiderte:»Nie und nimmer sollst du mir die Füße waschen!«Jesus antwortete: »Wenn ich dich nicht wasche,gibt es für dich keine Gemeinschaft mit mir.«9Da sagte Simon Petrus:»Herr, dann wasche mir nicht nur die Füße,sondern auch die Hände und den Kopf!«10Jesus antwortete: »Wer gebadet hat, ist ganz rein13,10 rein: Bezeichnet Menschen, Tiere und Dinge, die dafür vorbereitet sind, in der Nähe Gottes zu sein. In der Bibel sind dabei bestimmte religiöse Vorschriften zu beachten. Mehr ….Er braucht sich späternur noch die Füße waschen zu lassen.Und ihr seid rein – aber nicht alle!«11Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde.Deshalb sagte er: »Ihr seid nicht alle rein.«

12Nachdem Jesus13,12 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … seinen Jüngern13,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … die Füße gewaschen13,12 die Füße waschen: Das Gehen in Sandalen auf heißen, staubigen Straßen machte das Waschen der Füße beim Betreten eines Hauses nötig. Der Gastgeber ließ dies in der Regel durch einen Diener erledigen. hatte,zog er seinen Mantel13,12 Mantel: Ein großes, fast quadratisches Tuch aus Wolle. Es wurde über die Schultern gehängt und um den Oberkörper gewickelt. Mehr … an und nahm wieder Platz.Dann sagte er zu ihnen:»Versteht ihr, was ich für euch getan habe?13Ihr nennt mich Lehrer13,13 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. und Herr.Und ihr habt recht, denn das bin ich.14Ich habe euch die Füße gewaschen –ich, der Herr und Lehrer.Also sollt auch ihr einander die Füße waschen.15Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben.Ihr sollt das tun, was ich für euch getan habe.16Amen13,16 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich euch:Kein Diener ist bedeutender als sein Herr.Und kein Abgesandter ist bedeutender als der,der ihn beauftragt hat.17Ihr wisst, was ich für euch getan habe.Glückselig seid ihr, wenn ihr auch so handelt.

18Ich rede nicht von euch allen.Ich weiß genau, wen ich ausgewählt habe.Aber das Wort aus der Heiligen Schrift13,18 das Wort aus der Heiligen Schrift: Zitat aus Psalm 41,10.muss in Erfüllung gehen:›Einer, der mein Brot isst, tritt mich mit Füßen.‹19Ich sage euch das schon jetzt, bevor es geschieht.Wenn es dann geschieht,werdet ihr glauben, dass ich es bin13,19 dass ich es bin: In dieser Formulierung klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt..20Amen13,20 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich euch:Wer einen Menschen aufnimmt, den ich beauftragt habe,nimmt mich auf.Und wer mich aufnimmt,nimmt den auf, der mich beauftragt hat.«

Jesus kündigt an, dass ihn Judas verraten wird

Matthäus 26,20-25; Markus 14,17-21; Lukas 22,21-23
21Als Jesus das gesagt hatte,war er im Innersten tief erschüttert.Er erklärte ihnen: »Amen13,21 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich euch:Einer von euch wird mich verraten.«22Da sahen sich die Jünger13,22 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … ratlos anund fragten sich: »Von wem spricht er?«23Einer von seinen Jüngern, den Jesus13,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … besonders liebte,lag bei Tisch13,23 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen war es in der griechisch-römischen Welt üblich, beim Essen zu liegen. Mehr … an der Seite von Jesus.24Ihm gab Simon Petrus13,24 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … ein Zeichen.Er sollte Jesus fragen, von wem er gesprochen hatte.25Der Jünger lehnte sich zurück zu Jesusund fragte ihn: »Herr, wer ist es?«26Jesus antwortete:»Es ist der, für den ich ein Stück Brotin die Schüssel tauche und dem ich es gebe.«Er nahm ein Stück Brot, tauchte es einund gab es Judas, dem Sohn von Simon Iskariot.

27Sobald Judas das Brot genommen hatte,ergriff der Satan13,27 Satan, Teufel: Gegenspieler Gottes. Er versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. Mehr … Besitz von ihm.Da sagte Jesus13,27 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … zu ihm:»Was du tun willst, das tue bald!«28Von den anderen am Tisch verstand keiner,warum Jesus das zu Judas sagte.29Weil Judas die Kasse verwaltete, dachten einige,dass Jesus zu ihm gesagt hatte:»Kauf ein, was wir für das Fest13,29 Fest: Gemeint ist das Passafest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. brauchen.«Oder sie dachten:Jesus hat ihm aufgetragen, den Armen etwas zu geben.30Als Judas das Stück Brot gegessen hatte,ging er sofort hinaus.Es war aber Nacht.

Das neue Gebot: Liebt einander!

31Nachdem Judas hinausgegangen war, sagte Jesus:»Jetzt ist der Menschensohn13,31 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …in seiner Herrlichkeit13,31 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … offenbart worden.Und durch ihn ist auchdie Herrlichkeit Gottes offenbart worden.32Wenn der Menschensohndie Herrlichkeit Gottes offenbart hat,dann wird auch Gottdie Herrlichkeit des Menschensohnes offenbaren.Und das wird bald geschehen.33Meine Kinder13,33 meine Kinder: Damals übliche Anrede eines Lehrers für seine Schüler., ich bin nur noch für kurze Zeit bei euch.Ihr werdet mich suchen.Aber was ich schon den führenden Männerndes jüdischen Volks13,33 jüdisches Volk: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. gesagt habe13,33 gesagt habe: Ähnliche Worte finden sich in Johannes 7,32-34.,das sage ich jetzt euch:Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht kommen.

34Ich gebe euch ein neues Gebot13,34 neues Gebot: Im Alten Testament findet sich das Gebot der Nächstenliebe in 3. Mose/Levitikus 19,18. Neu ist hier die Begründung: Die Liebe von Jesus ist nicht nur Vorbild für die Liebe der Jünger zueinander, sondern macht auch sie zu dieser Liebe fähig.: Liebt einander!Genauso wie ich euch geliebt habe,sollt ihr einander lieb haben.35Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger13,35 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … seid:wenn ihr einander liebt.«

Jesus sagt das Versagen von Petrus voraus

Matthäus 26,31-35; Markus 14,27-31; Lukas 22,31-34
36Simon Petrus13,36 Petrus: Beiname eines Jüngers von Jesus, der übersetzt »Fels« bedeutet. Der volle Name lautet Simon Petrus. Mehr … fragte Jesus13,36 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr …: »Herr, wohin gehst du?«Jesus antwortete: »Wohin ich gehe,dorthin kannst du jetzt nicht mitkommen.Du wirst mir aber später folgen.«37Da sagte Petrus:»Herr, warum kann ich jetzt nicht mitkommen?Ich bin bereit, mein Leben für dich einzusetzen!«38Jesus erwiderte:»Du bist bereit, dein Leben für mich einzusetzen?Amen13,38 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich dir:Bevor der Hahn kräht, wirst du dreimal abstreiten,dass du mich kennst.«
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Jesus ist der Weg zum Vater

141»Lasst euch im Herzen14,1 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. keine Angst machen.Glaubt14,1 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … an Gott und glaubt an mich.2Im Haus meines Vaters14,2 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gibt es viele Wohnungen.Wenn es nicht so wäre,hätte ich dann zu euch gesagt14,2 zu euch gesagt: Ähnliche Worte finden sich in Johannes 12,26.:›Ich gehe dorthin,um für euch einen Platz vorzubereiten‹?3Und wenn ich dorthin gegangen binund für euch einen Platz vorbereitet habe,werde ich wiederkommen.Dann werde ich euch zu mir holen,damit auch ihr dort seid, wo ich bin.4Ihr kennt ja den Weg zu dem Ort, wo ich hingehe.«

5Thomas sagte zu ihm:»Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst.Wie können wir dann den Weg dorthin kennen?«6Jesus14,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … antwortete:»Ich bin14,6 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. Mehr … der Weg, die Wahrheit14,6 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. Mehr … und das Leben.Es gibt keinen anderen Weg zum Vater14,6 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … als mich.7Wenn ihr mich erkannt habt,dann werdet ihr auch meinen Vater erkennen.Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.«

8Philippus14,8 Philippus: Einer der ersten Männer, die sich Jesus als Jünger angeschlossen haben; vgl. Johannes 1,43-46. sagte zu ihm:»Herr, zeig uns den Vater. Das genügt uns.«9Jesus14,9 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … antwortete ihm:»Jetzt bin ich schon so lange bei euch,und du kennst mich immer noch nicht, Philippus?Wer mich gesehen hat, hat den Vater14,9 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … gesehen!Wie kannst du da verlangen:›Zeig uns den Vater‹?10Glaubst du nicht,dass ich mit dem Vater verbunden binund der Vater mit mir?Die Worte, die ich euch gesagt habe,stammen nicht von mir selbst.Der Vater, der immer mit mir verbunden ist,vollbringt seine Taten14,10 seine Taten: Gottes rettendes Handeln für die Welt zeigt sich in dem, was Jesus tut. durch mich.11Glaubt mir, dass ich mit dem Vater verbunden binund der Vater mit mir.Wenn ihr das nicht glauben könnt,dann glaubt es wenigstens wegen der Taten.

12Amen14,12 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich euch: Wer an mich glaubt,wird genau solche Taten vollbringen,wie ich sie vollbringe.Ja, er wird noch größere Taten vollbringen.Denn ich gehe zum Vater14,12 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr ….13Wenn ihr dann in meinem Namen14,13 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. Mehr … um etwas bittet,werde ich eure Bitte erfüllen.So wird die Herrlichkeit14,13 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … des Vatersdurch den Sohn14,13 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr … sichtbar gemacht.14Wenn ihr mich also in meinem Namen um etwas bittet,werde ich es tun.«

Jesus verspricht den Heiligen Geist

15»Wenn ihr mich liebt,werdet ihr meine Gebote14,15 Gebote: Bestimmungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Sie ordnen das Leben so, wie es nach Gottes Willen sein soll. Mehr … befolgen.16Und ich werde den Vater14,16 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … um etwas bitten:Er wird euch an meiner Stelleeinen anderen Beistand14,16 Beistand: Ursprünglich der Anwalt vor Gericht. Bei Johannes der Heilige Geist, der an die Stelle von Jesus tritt, bei den Jüngern bleibt und ihnen hilft. Mehr … geben,einen, der für immer bei euch bleibt.17Das ist der Geist der Wahrheit14,17 Wahrheit: Wahr ist etwas, wenn es hält, was es verspricht. In diesem Sinne ist »wahr«, was von Gott kommt. Als Mensch ist Jesus Zeuge für diese Wahrheit, als Sohn Gottes, der von Gott kommt, ist er die Wahrheit selbst. Mehr ….Diese Welt kann ihn nicht empfangen,denn sie sieht ihn nicht und erkennt ihn nicht.Aber ihr kennt ihn, denn er ist mit euch verbundenund wird immer mit euch verbunden bleiben.

18Ich lasse euch nicht wie Waisenkinder allein.Ich komme wieder zu euch.19Es dauert nur noch kurze Zeit,dann wird diese Welt mich nicht mehr sehen.Aber ihr werdet mich sehen,weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet.20An dem Tag werdet ihr erkennen:Ich bin mit dem Vater14,20 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … verbunden,ihr seid es mit mir, und ich bin es mit euch.21Wer meine Gebote hält und sie befolgt,der liebt mich wirklich.Wer mich liebt, wird von meinem Vater geliebt.Und auch ich liebe ihn und werde mich ihm zeigen.«

22Judas – nicht Judas Iskariot14,22 Judas Iskariot: Jünger, der Jesus verrät, sodass er verurteilt und gekreuzigt wird; vgl. Johannes 18,1-14. – sagte zu ihm:»Herr, warum willst du dich nur uns zeigenund nicht der Welt?«23Jesus14,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … antwortete ihm:»Wer mich liebt, wird sich nach meinem Wort richten.Mein Vater14,23 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … wird ihn lieben,und wir werden zu ihm kommenund für immer bei ihm bleiben.24Wer mich nicht liebt,wird sich nicht nach meinem Wort richten.Dabei kommt das Wort, das ihr hört, nicht von mir.Es kommt vom Vater, der mich beauftragt hat.25Ich habe euch das gesagt,während ich noch bei euch bin.26Der Vater wird euch in meinem Namen14,26 Name: Der Name steht für die Person, die den Namen trägt. Wer im Namen eines anderen oder im Namen Gottes handelt, handelt stellvertretend für ihn. Mehr …den Beistand14,26 Beistand: Ursprünglich der Anwalt vor Gericht. Bei Johannes der Heilige Geist, der an die Stelle von Jesus tritt, bei den Jüngern bleibt und ihnen hilft. Mehr … senden: den Heiligen Geist14,26 Heiliger Geist: Kraft, durch die Gott in der Welt wirkt. Mehr ….Der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern,was ich selbst euch gesagt habe.

27Zum Abschied schenke ich euch Frieden14,27 Frieden: Umfassender Zustand von Glück und Wohlergehen des Einzelnen und der Gemeinschaft, der aus der Beziehung mit Gott hervorgeht. Mehr …:Ich gebe euch meinen Frieden.Ich gebe euch nicht den Frieden,wie ihn diese Welt gibt.Lasst euch im Herzen14,27 Herz: Sitz des Verstandes und des Willens. keine Angst machenund lasst euch nicht entmutigen.28Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe:›Ich gehe fort, aber ich komme zu euch zurück.‹Wenn ihr mich wirklich liebt,dann müsst ihr euch doch darüber freuen,dass ich zum Vater14,28 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … gehe:Der Vater ist größer als ich.29Ich habe euch das schon jetzt gesagt,bevor es geschieht.Denn so werdet ihr zum Glauben14,29 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … kommen,wenn es dann geschieht.

30Ich werde nicht mehr viel mit euch reden.Denn der Herrscher dieser Welt14,30 Herrscher dieser Welt: Bezeichnung für den Teufel, den Gegenspieler Gottes, der versucht, die Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das Gottes Willen widerspricht. ist schon unterwegs.Er hat keine Macht über mich.31Aber dies geschieht, damit diese Welt erkennt,dass ich den Vater14,31 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr … liebe.Darum handle ich so,wie es mir mein Vater aufgetragen hat.Steht auf!Wir wollen von hier weggehen!«