BasisBibel NT+Ps (BB)
11

Zweiter Teil: Die Herrlichkeit von Jesus wird sichtbar

11,1–20,29

Jesus geht zum letzten Mal zum Passafest nach Jerusalem

11,1–12,50

Lazarus stirbt

111Ein Mann war schwer krank,Lazarus aus Betanien11,1 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. .Das ist das Dorf,in dem Maria und ihre Schwester Marta lebten.2– Maria war es übrigens,die Jesus später11,2 später: Vgl. Johannes 12,1-8. die Füße mit Öl11,2 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. gesalbt11,2 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen.und mit ihren Haaren abgetrocknet hat.Der kranke Lazarus war ihr Bruder. –

3Die Schwestern ließen Jesus11,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Nachricht zukommen:»Herr11,3 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., sieh doch!Dein Freund ist schwer krank!«4Als Jesus11,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das hörte,sagte er:»Diese Krankheit führt nicht zum Tod.Sie soll vielmehr die Herrlichkeit11,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes zeigen.Denn durch sie soll der Sohn Gottes11,4 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.zu seiner Herrlichkeit11,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. kommen.«

5Jesus11,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. liebte Marta und ihre Schwesterund ebenso auch Lazarus.6Jesus11,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste also,dass Lazarus schwer krank war.Trotzdem blieb er noch zwei Tage an dem Ort,wo er gerade war.7Dann sagte er zu den Jüngern11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Lasst uns wieder nach Judäa11,7 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. gehen.«8Die Jünger erwiderten:»Rabbi11,8 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer.,vor Kurzem wollten die Leute in Judäa11,8 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. dich steinigen!Und du willst wieder dorthin gehen?«9Jesus11,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Hat der Tag nicht zwölf Stunden?Wer tagsüber umhergeht,stolpert nicht,denn er sieht das Licht11,9 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten., das diese Welt11,9 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. erhellt.10Wer aber bei Nacht umhergeht,stolpert,denn er hat kein Licht11,10 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. bei sich.«

11Nachdem er dies zu den Jüngern11,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gesagt hatte,fuhr er fort:»Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen.Aber ich gehe hin,um ihn aufzuwecken.«12Da sagten die Jünger11,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihm:»Herr11,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn er schläft,wird er sich erholen.«13Jesus11,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hatte aber über den Tod des Lazarus gesprochen.Die Jünger11,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. dagegen meinten,es geht um den gewöhnlichen Schlaf.14Da sagte Jesus11,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ganz offen zu ihnen:»Lazarus ist gestorben.15Und ich freue mich für euch,dass ich nicht bei ihm war.Denn dadurch werdet ihr zum Glauben11,15 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen.Also lasst uns jetzt zu ihm gehen.«16Thomas, der auch Didymus11,16 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,sagte zu den anderen Jüngern11,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Kommt, wir gehen mit –und sterben mit ihm!«

Jesus und Marta: Jesus ist das Leben

17Als Jesus11,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach Betanien11,17 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. kam,lag Lazarus schon vier Tage im Grab11,17 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..18Betanien11,18 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. war nahe bei Jerusalem11,18 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,nur ungefähr fünfzehn Stadien11,18 Stadion: Griechisches Wegmaß, je nach Maßstab zwischen 175 und 200 m. entfernt.19Viele Leute aus der Umgebung11,19 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. waren zu Marta und Maria gekommen.Sie wollten ihnen in ihrer Trauerüber den Tod ihres Bruders beistehen.

20Als Marta hörte,dass Jesus11,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam,ging sie ihm entgegen.Aber Maria blieb im Haus11,20 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..21Marta sagte zu Jesus11,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Herr11,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du hier gewesen wärst,hätte mein Bruder nicht sterben müssen.22Aber auch jetzt weiß ich:Alles, worum du Gott bittest,das wird er dir geben.«23Jesus11,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihr:»Dein Bruder wird vom Tod auferstehen11,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 24Marta erwiderte:»Ich weiß, dass er auferstehen11,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. wird –bei der Auferstehung11,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten am letzten Tag.«25Da sagte Jesus11,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihr:»Ich bin11,25 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. die Auferstehung11,25 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und das Leben11,25 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.!Wer an mich glaubt11,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird leben,auch wenn er stirbt.26Und wer lebtund an mich glaubt11,26 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird niemals sterben –in Ewigkeit nicht.Glaubst du das?«27Sie antwortete:»Ja, Herr11,27 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., ich glaube fest:Du bist der Christus11,27 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,der Sohn Gottes11,27 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,der in diese Welt11,27 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. kommen soll!«

Jesus und Maria: Jesus weint

28Nachdem Marta das gesagt hatte,kehrte sie zurückund rief ihre Schwester Maria.Leise sagte sie zu ihr:»Der Lehrer11,28 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. ist da.Er lässt dich rufen.«29Als Maria das hörte,stand sie schnell aufund ging zu Jesus11,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .30Jesus11,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war noch nicht ins Dorf hineingegangen.Er hielt sich immer noch dort auf,wo Marta ihn getroffen hatte.31Im Haus11,31 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. waren immer noch die Leute11,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. ,die Maria beistehen wollten.Als sie sahen,dass Maria aufstandund schnell hinausging,folgten sie ihr.Sie dachten:»Sie will zum Grab11,31 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. gehen,um dort zu weinen.«

32Maria kam dorthin,wo Jesus11,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war.Als sie ihn sah,fiel sie vor ihm auf die Knieund sagte:»Herr11,32 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du hier gewesen wärst,hätte mein Bruder nicht sterben müssen.«33Jesus11,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah,wie sie weinteund wie auch die Leute11,33 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. weinten,die sie begleiteten.Da wurde er im Innersten von Zorn ergriffen11,33 von Zorn ergriffen: Jesus ist zornig über die Macht des Todes..34Er fragte:»Wo ist sein Grab11,34 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.Sie antworteten:»Herr11,34 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., komm und sieh selbst!«35Da brach Jesus11,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Tränen aus.36Die Leute11,36 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. sagten:»Seht doch,wie sehr er ihn geliebt hat!«37Aber einige von ihnen bemerkten:»Dem Blinden hat er die Augen geöffnet.Konnte er nicht verhindern,dass Lazarus stirbt?«

Lazarus wird vom Tod auferweckt

38Jetzt wurde Jesus11,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erst recht zornig.Er ging zum Grab11,38 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..Es bestand aus einer Höhle,vor deren Eingang ein Stein gerollt war.39Jesus11,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Wälzt den Stein weg!«Marta, die Schwester des Verstorbenen, erwiderte:»Herr, er stinkt11,39 stinkt: Die Verwesung hat bereits eingesetzt. schon.Es ist doch schon der vierte Tag11,39 der vierte Tag: Seit dem Tod des Lazarus.40Jesus11,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Habe ich nicht zu dir gesagt:Wenn du glaubst11,40 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wirst du die Herrlichkeit11,40 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes sehen?«41Da wälzten sie endlich den Stein weg.

Jesus11,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte zum Himmel emporund sprach:»Vater11,41 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,ich danke dir,dass du mich erhört hast.42Ich wusste ja,dass du mich immer erhörst.Aber ich sage es wegen der Leute,die hier stehen.Sie sollen glauben11,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,dass du mich gesandt hast.«43Nachdem er das gesagt hatte,schrie er mit lauter Stimme:»Lazarus, komm heraus!«44Da kam der Tote heraus.Seine Füße und seine Händewaren mit Binden11,44 Binden: Zur Zeit von Jesus war es üblich, die Toten vor der Bestattung in Leinentücher einzuwickeln. umwickeltund sein Gesicht war mit einem Tuch11,44 Tuch: Ein vielseitig verwendbares Stück Stoff, ähnlich einem großen Taschentuch oder Handtuch. verhüllt.Jesus11,44 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu den Leuten:»Befreit ihn davonund lasst ihn nach Hause gehen.«

Einer soll für das Volk sterben

45Die Leute11,45 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. , die bei Maria waren,hatten miterlebt, was Jesus getan hatte.Daraufhin kamen viele zum Glauben11,45 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesus11,45 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .46Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern11,46 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und erzählten ihnen,was er getan hatte.

47Da beriefen die führenden Priester11,47 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Pharisäer11,47 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.den jüdischen Rat11,47 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. ein.Sie sagten:»Was sollen wir tun?Dieser Mensch vollbringt viele Zeichen11,47 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. !48Wenn wir ihn so weitermachen lassen,werden alle an ihn glauben11,48 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Dann werden die Römer11,48 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. kommen,unseren Tempel11,48 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. zerstörenund unser ganzes Volk vernichten.«49Zum jüdischen Rat11,49 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. gehörte auch Kajaphas,der in dem Jahr der Oberste Priester11,49 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war.Er sagte:»Ihr versteht gar nichts!50Bedenkt doch:Es ist besser für euch,dass ein Mann für das Volk stirbt –besser, als dass das ganze Volk vernichtet wird.«51Das sagte er aber nicht von sich aus,sondern weil er in dem Jahr Oberster Priester11,51 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war.Dadurch konnte er wie ein Prophet11,51 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. voraussagen,dass Jesus11,51 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. für das Volk sterben wird.52– Und nicht nur für das Volk,sondern auch,um die Kinder Gottes in der ganzen Weltzusammenzuführen.

53Von dem Tag an war der jüdische Rat11,53 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. fest entschlossen,Jesus11,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. umzubringen.54Danach zeigte11,54 zeigte: Wörtlich heißt es in Vers 54: »Jesus zog also nicht mehr öffentlich unter den Juden umher.« Jesus11,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich11,54 sich: Wörtlich heißt es in Vers 54: »Jesus zog also nicht mehr öffentlich unter den Juden umher.« nicht mehr in der Öffentlichkeit.Er zog von Judäa11,54 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. wegzu einem Ort namens Efraimam Rande der Wüste11,54 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. .Dort blieb er mit seinen Jüngern11,54 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .

Jesus kommt wieder nach Betanien

11,55–12,11

Die Menschen suchen Jesus

55Das jüdische11,55 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Passafest11,55 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. stand kurz bevor.Viele Menschen zogen schon vor dem Passafest11,55 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.nach Jerusalem11,55 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinauf.Sie kamen aus dem ganzen Land,um sich auf das Fest vorzubereiten11,55 sich vorbereiten: Wer z. B. durch die Berührung eines Toten unrein geworden war, musste bestimmte Handlungen vornehmen und Opfer darbringen. Dann war er wieder rein und konnte das Passafest feiern..56Die Leute hielten auch nach Jesus11,56 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Ausschau.Während sie im Tempel11,56 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. beisammenstanden,sagten sie zueinander:»Was meint ihr?Er wird ja wohl kaum zum Fest11,56 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. kommen!«57Die führenden Priester11,57 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Pharisäer11,57 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.hatten angeordnet:»Wer weiß,wo er sich aufhält,soll Anzeige erstatten!«Denn sie wollten ihn festnehmen.
12

Eine Frau ehrt Jesus vor seinem Sterben

Matthäus 26,6-13; Markus 14,3-9
121Sechs Tage vor dem Passafest12,1 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.kam Jesus12,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder nach Betanien12,1 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. .Dort wohnte Lazarus,den er vom Tod auferweckt12,1 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. hatte12,1 hatte: Die Auferweckung des Lazarus wird in Johannes 11,1-44 berichtet..2Die Geschwister veranstalteten ein Festmahl für Jesus12,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Marta bewirtete die Gäste.Lazarus lag mit Jesus12,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und den anderen zu Tisch12,2 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen..3Da nahm Maria eine Flasche12,3 Flasche: Wörtlich: »Litra«. Eine Litra entspricht etwa 327 Gramm Öl. Salböl12,3 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..Es war reines, kostbares Nardenöl12,3 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst..Damit salbte12,3 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. sie Jesus12,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Füße.Dann trocknete sie ihm die Füße mit ihren Haaren ab.Das ganze Haus12,3 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. wurde vom Duft des Salböls12,3 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. erfüllt.

4Einer von den Jüngern12,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. war Judas Iskariot,der Jesus12,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. später den jüdischen12,4 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Behörden auslieferte.Er sagte:5»Warum hat man dieses Salböl12,5 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen.nicht für 300 Silberstücke verkauftund das Geld an die Armen verteilt?«6Das sagte er aber nicht etwa,weil es ihm um die Armen ging.Sondern er war ein Dieb.Er verwaltete die gemeinsame Kasseund schaffte Geld darausfür sich selbst beiseite.7Doch Jesus erwiderte:»Lass sie!Nach Gottes Wille hat sie mich schon heute12,7 Nach Gottes Wille hat sie mich schon heute: Wörtlich lautet der Vers 7: »Lass sie! Sie sollte es für den Tag meines Begräbnisses aufheben.«für mein Begräbnis12,7 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten. gesalbt12,7 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..8Arme wird es immer bei euch geben.Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch.«

Lazarus ist in Gefahr

9Viele Juden12,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. , die in der Stadt waren, erfuhren,dass Jesus12,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Betanien12,9 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. war.Sie kamen herbei,aber nicht nur wegen Jesus12,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Sie wollten auch Lazarus sehen,den Jesus12,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Tod auferweckt12,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. hatte.10Da beschlossen die führenden Priester12,10 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.,auch Lazarus zu töten.11Denn seinetwegen gingen viele Juden12,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. dorthinund kamen zum Glauben12,11 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesus12,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .

Jesus kommt nach Jerusalem

12,12-50

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-11; Lukas 19,28-40
12Am nächsten Tag hörte die große Menge,die sich zum Fest12,12 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. in der Stadt aufhielt:Jesus12,12 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ist auf dem Weg nach Jerusalem12,12 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. .13Da nahmen sie Palmenzweige12,13 Palme, Dattelpalme: Wenn in der Bibel von Palmen die Rede ist, sind meist Dattelpalmen gemeint.und liefen ihm entgegen.Sie riefen:»Hosanna12,13 Hosanna: Gebetsruf; wörtlich »Hilf doch!« oder »Gib Heil!«.!Stimmt ein in unser Loblied auf den,der im Namen12,13 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. des Herrn kommt!Er ist der König Israels12,13 Israel: Beiname des israelitischen Stammvaters Jakob. Als Volksname bezeichnet er das gesamte Zwölf-Stämme-Volk.

14Jesus12,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. fand einen jungen Esel12,14 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist.und setzte sich darauf –genau so,wie es in der Heiligen Schrift12,14 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. steht12,14 steht: Vgl. Sacharja 9,9.:15»Fürchte dich nicht, du Tochter Zion12,15 Tochter Zion: Ein dichterisches Bild für die Stadt Jerusalem, das im Alten Testament die liebevolle Beziehung Gottes zu Jerusalem zum Ausdruck bringt (Jesaja 12,6).!Sieh doch:Dein König kommt!Er sitzt auf dem Jungen einer Eselin12,15 Esel: Der Esel ist in der Bibel das Last-, Zug- und Reittier schlechthin, da er selbst in schwierigem Gelände einsetzbar ist.16Die Jünger12,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Jesus12,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. verstanden das zunächst nicht.Aber als Jesus12,16 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Gottes Herrlichkeit12,16 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. aufgenommen war,erinnerten sie sich daran.Da wurde ihnen bewusst,dass dieses Schriftwort sich auf ihn bezog.Denn genau so hatten ihn die Leute empfangen.

17Die vielen Leute,die dabei gewesen waren,bezeugten12,17 bezeugen: Gemeint ist: eine polizeiliche Aussage machen, vor Gericht aussagen.:»Er hat den Lazarus aus dem Grab12,17 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. gerufenund ihn vom Tod auferweckt12,17 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 18Deshalb kam ihm ja auch die Volksmenge entgegen.Sie alle hatten gehört,dass er dieses Zeichen12,18 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbracht hatte.19Aber die Pharisäer12,19 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sagten zueinander:»Da merkt ihr,dass ihr nichts machen könnt.Seht doch!Alle Welt12,19 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. läuft ihm nach!«

Auch griechische Festteilnehmer suchen Jesus

20Es befanden sich auch einige Griechen12,20 Grieche: Gemeint sind Menschen aus den Ländern rings um Israel, die keine Juden waren und Griechisch sprachen. Griechisch war im gesamten Osten des römischen Reichs gemeinsame Sprache. unter denen,die zum Fest12,20 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. nach Jerusalem12,20 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. gekommen waren,um Gott anzubeten12,20 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..21Die gingen zu Philippus,der aus Betsaida12,21 Betsaida: Stadt nordöstlich des See Gennesaret und Heimatstadt der Jünger Petrus, Andreas und Philippus. in Galiläa12,21 Galiläa: Region im Norden Israels, das Gebiet zwischen dem See Gennesaret und der Küstenebene. stammte,und baten ihn:»Herr,wir wollen Jesus12,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sehen!«22Philippus ging zu Andreasund erzählte ihm von ihrem Anliegen.Dann gingen die beiden zu Jesus12,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und berichteten es ihm.23Jesus12,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Die Stunde12,23 Stunde: Gemeint ist die Stunde des Todes und der Auferstehung von Jesus, die unmittelbar bevorsteht. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. ist gekommen!Jetzt wird der Menschensohn12,23 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.in Gottes Herrlichkeit12,23 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. aufgenommen!

24Amen12,24 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen12,24 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wenn das Weizenkorn12,24 Getreide: Getreide (vor allem Weizen) diente als Grundnahrungsmittel zum Backen von Brot und wurde überall in den fruchtbaren Regionen vom Land der Bibel angebaut. nicht in die Erde fälltund stirbt,bleibt es ein einzelnes Korn.Aber wenn es stirbt,bringt es viel Frucht.25Wem sein Leben über alles geht,der verliert es.Aber wer sein Leben in dieser Welt12,25 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. nicht für das Wichtigste hält,wird es bewahren bis ins ewige Leben12,25 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..26Wer mir dient,muss mir auf meinem Weg folgen12,26 folgen: Jesus zu folgen bedeutet, das Leben ganz in seinen Dienst zu stellen..Denn wo ich bin,wird auch mein Diener sein.Wer mir dient,der wird beim Vater12,26 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. Anerkennung finden.«

Jesus spricht von seinem Tod

27»Meine Seele ist voller Angst.12,27 Meine Seele ist voller Angst: Jesus zitiert aus Psalm 42,7. Vgl. auch Psalm 6,4.Soll ich da sagen:Vater12,27 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., rette mich12,27 rette mich: Jesus zitiert möglicherweise aus Psalm 6,5. aus dieser Stunde12,27 Stunde: Gemeint ist die Stunde des Todes und der Auferstehung von Jesus, die unmittelbar bevorsteht. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist.‹?Nein, gerade dazu12,27 dazu: Um sein Leben hinzugeben und wie ein Weizenkorn zu sterben. Denn nur so kann er auferstehen und in Gottes Herrlichkeit aufgenommen werden. bin ich ja in diese Stunde12,27 Stunde: Gemeint ist die Stunde des Todes und der Auferstehung von Jesus, die unmittelbar bevorsteht. Dann sieht die ganze Welt, wer Jesus in Wahrheit ist. gekommen!28Ich sage vielmehr:Vater12,28 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater., mache jetzt die Herrlichkeit12,28 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. sichtbar,für die dein Name12,28 Name: Der Name steht in biblischer Zeit für den Träger des Namens selbst. Wer im Namen von jemandem handelt, handelt nicht nur in seinem Auftrag oder mit seiner Vollmacht. Durch ihn handelt vielmehr der Auftraggeber selbst. steht!‹«

Da ertönte vom Himmel12,28 Himmel: Meint den gesamten Luftraum. Im übertragenen Sinn beschreibt »Himmel« den Bereich, in dem Gott wohnt. her eine Stimme:»Ich habe sie schon sichtbar gemachtund werde sie wieder zeigen!«

29Die Volksmenge, die dabeistand,hörte die Stimme.Da sagten einige:»Es hat gedonnert.«Andere meinten:»Ein Engel12,29 Engel: Das Wort »Engel« kommt vom griechischen »angelos« und bedeutet »Bote/Gesandter« Gottes. hat mit ihm gesprochen!«30Jesus12,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. entgegnete ihnen:»Diese Stimme hat nicht wegen mir gesprochen,sondern wegen euch.31Jetzt wird Gericht12,31 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. gehalten über diese Welt12,31 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. !Jetzt wird der Herrscher dieser Welt12,31 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gestürzt!32Aber ich werde von der Erde erhöht12,32 erhöht: Jesus spielt auf seine Kreuzigung an: Er wird am Kreuz in die Höhe gehoben. Damit wird er gleichzeitig in seine göttliche Herrlichkeit und Macht eingesetzt.,und dann führe ich alle zu mir.«33Damit deutete er an,auf welche Weise er sterben sollte.

34Die Leute erwiderten:»Aus dem Gesetz haben wir erfahren:Der Christus12,34 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bleibt für immer bei uns.Wie kannst du dann sagen:›Der Menschensohn12,34 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck. muss erhöht werden‹?Wer ist überhaupt dieser Menschensohn12,34 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.35Darauf sagte Jesus12,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihnen:»Das Licht12,35 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. ist nur noch für kurze Zeit bei euch.Geht euren Weg,solange ihr das Licht12,35 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. habt.Sonst überwältigt euch die Dunkelheit!Wer seinen Weg im Dunkeln geht,weiß nicht,wohin er führt.36aGlaubt12,36a Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an das Licht12,36a Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten.,solange ihr es bei euch habt,Dann werdet ihr selbst zu Kindern des Lichts12,36a Kinder des Lichts: Menschen, die zu Jesus, dem Licht der Welt, gehören. Vgl. Johannes 1,12: Alle, die das Licht der Welt aufnehmen, haben das Recht, Kinder Gottes zu werden.

Die Menge lehnt Jesus ab

36bNachdem Jesus12,36b Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das gesagt hatte,ging er wegund verbarg sich vor der Menge.37Obwohl Jesus12,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. so große Zeichen12,37 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vor ihnen vollbracht hatte,glaubten