BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom Hirten und den Schafen

101»Amen10,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen10,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer nicht durch das Tor in den Schafstall10,1 Schafstall: Ein mit einer Steinmauer eingezäuntes Gelände, das oft mit Dornengestrüpp bedeckt war, um Diebe oder wilde Tiere fernzuhalten. geht,sondern anderswo einsteigt,ist ein Dieb und ein Räuber.2Der Hirt10,2 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. der Schafekommt immer durch das Tor.3Der Wächter10,3 Wächter: In Johannes 10,3 Hirt, der vor einen Schafstall über Nacht Wache hält, um die Tiere vor Übergriffen von Räubern oder wilden Tieren zu schützen. am Tor öffnet ihm,und die Schafe hören seine Stimme.Er ruft die Schafe,die ihm gehören,einzeln beim Namenund führt sie ins Freie.4Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,geht er vor ihnen her.Die Schafe folgen ihm,denn sie kennen seine Stimme.5Aber einem Fremden werden sie nicht folgen,sondern sie werden vor ihm fliehen.Denn sie kennen die Stimme des Fremden nicht.«6Dieses Gleichnis10,6 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. erzählte Jesus10,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Pharisäern10,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Aber sie verstanden nicht,was er ihnen damit sagen wollte.

Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom Tor zu den Schafen

7Jesus10,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann noch einmal:»Amen10,7 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen10,7 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ich bin10,7 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Tor zu den Schafen.8Alle, die vor mir gekommen sind,sind Diebe und Räuber.Aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.

9Ich bin10,9 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Tor.Wer durch mich hineingeht,wird gerettet.Er wird hinein- und hinausgehenund eine gute Weide finden.10Der Dieb kommt nur,um die Schafe zu stehlen.Er schlachtet sieund stürzt sie ins Verderben.Ich bin gekommen,um den Schafen das Leben10,10 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu bringen –das Leben in seiner ganzen Fülle.«

Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom guten Hirten

11»Ich bin10,11 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. der gute Hirt10,11 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott..Der gute Hirt10,11 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. ist bereit,für die Schafe zu sterben.12Anders ist das bei einem,der die Schafe nur für Geld hütet.Er ist kein Hirt10,12 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott.und die Schafe gehören ihm nicht:Wenn er den Wolf kommen sieht,lässt er die Schafe im Stichund läuft weg.Und der Wolf stürzt sich auf die Schafeund jagt die Herde auseinander.13Denn so ein Mensch hütet die Schafe nur für Geldund die Schafe sind ihm gleichgültig.

14Ich bin10,14 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. der gute Hirt10,14 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott..Ich kenne die, die zu mir gehören,und sie kennen mich.15Genauso kennt mich der Vater10,15 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.und ich kenne ihn.Ich bin bereit,für die Schafe zu sterben.

16Ich habe noch andere Schafe,die nicht aus diesem Stall10,16 Schafstall: Ein mit einer Steinmauer eingezäuntes Gelände, das oft mit Dornengestrüpp bedeckt war, um Diebe oder wilde Tiere fernzuhalten. kommen.Auch die muss ich führenund sie werden auf meine Stimme hören.Alle werden in einer Herde vereint seinund einen Hirten10,16 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. haben.

17Deshalb liebt mich der Vater10,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.:Denn ich bin bereit,mein Leben herzugeben,um es wieder neu zu erhalten.18Niemand kann mir das Leben nehmen.Ich gebe es freiwillig her.Es steht in meiner Macht,es herzugeben. –Und genauso steht es in meiner Macht,es wieder neu zu erhalten.Das ist der Auftrag,den ich von meinem Vater10,18 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. bekommen habe.«

Erneute Meinungsverschiedenheiten über Jesus

19Wegen dieser Wortebildeten sich wieder verschiedene Lagerunter den jüdischen Zuhörern10,19 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .20Viele von ihnen meinten:»Er ist von einem Dämon10,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessenund verrückt.Warum hört ihr ihm nur zu?«21Andere erwiderten:»So redet kein Besessener.Ein Dämon10,21 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. kann doch nichteinem Blinden die Augen öffnen!«

Jesus kehrt von Jerusalem zum Jordan zurück

10,22-42

Jesus wird abgelehnt

22Zu der Zeit wurde in Jerusalemdas Tempelweihfest10,22 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. gefeiert.Es war Winter.23Jesus10,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging im Tempel10,23 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.in der Salomohalle10,23 Salomohalle: Säulenhalle auf dem Tempelplatz. auf und ab.24Da umringten ihn die dort anwesenden Juden10,24 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. und fragten:»Wie lange willst du uns noch hinhalten?Wenn du der Christus10,24 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bist,dann sag es uns frei heraus!«25Jesus antwortete ihnen:»Ich habe es euch gesagt,aber ihr glaubt10,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ja nicht.Die Taten,die ich im Auftrag10,25 Auftrag: Wörtlich heißt es in Vers 25: »Die Taten, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, sind meine Zeugen!« meines Vaters10,25 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. vollbringe,sind meine Zeugen!26Aber ihr glaubt nicht,weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.

27Meine Schafe hören auf meine Stimme.Ich kenne sieund sie folgen mir.28Ich gebe ihnen das ewige Leben10,28 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehenund niemand kann sie mir aus den Händen reißen.29Mein Vater,der sie mir anvertraut hat,ist mächtiger als alle.Niemand kann etwas aus seinen Händen reißen.30Ich und der Vater10,30 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. sind untrennbar eins.«

31Da hoben die Anwesenden10,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. wieder10,31 wieder: Schon früher, in Johannes 8,59, hatten die Zuhörer versucht, Jesus zu steinigen. Steine auf,um ihn zu steinigen10,31 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..32Jesus hielt ihnen entgegen:»Ich habe im Auftrag des Vaters10,32 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.vor euren Augen viele gute Taten vollbracht.Für welche dieser Tatenwollt ihr mich steinigen10,32 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe.33Die Juden10,33 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. antworteten ihm:»Wir steinigen10,33 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe. dich nicht wegen einer guten Tat,sondern wegen Gotteslästerung10,33 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.:Du bist ein Menschund gibst dich selbst als Gott aus.«34Jesus10,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Steht10,34 Steht: Jesus zitiert hier Psalm 82,6. nicht sogar in eurem Gesetz10,34 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.:Ich10,34 Ich: Der Sprecher dieser Worte ist Gott. habe gesagt:Ihr seid Götter‹?35Das Gesetz10,35 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nennt also diejenigen Götter,an die Gott sein Wort richtete.Und die Heilige Schrift10,35 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. darf man ja nicht aufheben!36Der Vater hat mich zu seinem Vertreter10,36 zu seinem Vertreter: Wörtlich heißt es in Vers 36: »Der Vater hat mich heilig gemacht«. gemachtund in diese Welt10,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. geschickt.Wie könnt ihr mir Gotteslästerung10,36 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens. vorwerfen,wenn ich sage:›Ich bin der Sohn Gottes10,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.‹?

37Wenn das, was ich tue,nicht das Werk meines Vaters10,37 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. ist,dann braucht ihr mir nicht zu glauben10,37 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..38Wenn ich aber solche Taten vollbringe,dann glaubt10,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wenigstens ihnen,wenn ihr mir schon nicht glauben10,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wollt.An diesen Taten sollt ihr erkennenund immer sicherer werden:Der Vater10,38 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. ist in mir gegenwärtigund ich bin im Vater10,38 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gegenwärtig.«

39Da versuchten die Anwesenden10,39 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. erneut,ihn festzunehmen.Aber er konnte ihnen entkommen.

Jesus kehrt zum Jordan zurück

40Jesus überquerte wieder den Jordan10,40 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. und ging an den Ort,wo Johannes10,40 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. früher getauft10,40 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. hatte.Dort blieb er.41Viele Menschen kamen zu ihmund sagten:»Johannes hat zwar keine Zeichen10,41 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbracht.Aber alles,was er über diesen Menschen gesagt hat,hat sich als wahr erwiesen.«42Und viele kamen dort zum Glauben10,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihn.
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Zweiter Teil: Die Herrlichkeit von Jesus wird sichtbar

11,1–20,29

Jesus geht zum letzten Mal zum Passafest nach Jerusalem

11,1–12,50

Lazarus stirbt

111Ein Mann war schwer krank,Lazarus aus Betanien11,1 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. .Das ist das Dorf,in dem Maria und ihre Schwester Marta lebten.2– Maria war es übrigens,die Jesus später11,2 später: Vgl. Johannes 12,1-8. die Füße mit Öl11,2 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. gesalbt11,2 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen.und mit ihren Haaren abgetrocknet hat.Der kranke Lazarus war ihr Bruder. –

3Die Schwestern ließen Jesus11,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Nachricht zukommen:»Herr11,3 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., sieh doch!Dein Freund ist schwer krank!«4Als Jesus11,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das hörte,sagte er:»Diese Krankheit führt nicht zum Tod.Sie soll vielmehr die Herrlichkeit11,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes zeigen.Denn durch sie soll der Sohn Gottes11,4 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.zu seiner Herrlichkeit11,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. kommen.«

5Jesus11,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. liebte Marta und ihre Schwesterund ebenso auch Lazarus.6Jesus11,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste also,dass Lazarus schwer krank war.Trotzdem blieb er noch zwei Tage an dem Ort,wo er gerade war.7Dann sagte er zu den Jüngern11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Lasst uns wieder nach Judäa11,7 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. gehen.«8Die Jünger erwiderten:»Rabbi11,8 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer.,vor Kurzem wollten die Leute in Judäa11,8 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. dich steinigen!Und du willst wieder dorthin gehen?«9Jesus11,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Hat der Tag nicht zwölf Stunden?Wer tagsüber umhergeht,stolpert nicht,denn er sieht das Licht11,9 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten., das diese Welt11,9 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. erhellt.10Wer aber bei Nacht umhergeht,stolpert,denn er hat kein Licht11,10 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. bei sich.«

11Nachdem er dies zu den Jüngern11,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gesagt hatte,fuhr er fort:»Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen.Aber ich gehe hin,um ihn aufzuwecken.«12Da sagten die Jünger11,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihm:»Herr11,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn er schläft,wird er sich erholen.«13Jesus11,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hatte aber über den Tod des Lazarus gesprochen.Die Jünger11,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. dagegen meinten,es geht um den gewöhnlichen Schlaf.14Da sagte Jesus11,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ganz offen zu ihnen:»Lazarus ist gestorben.15Und ich freue mich für euch,dass ich nicht bei ihm war.Denn dadurch werdet ihr zum Glauben11,15 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen.Also lasst uns jetzt zu ihm gehen.«16Thomas, der auch Didymus11,16 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,sagte zu den anderen Jüngern11,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Kommt, wir gehen mit –und sterben mit ihm!«

Jesus und Marta: Jesus ist das Leben

17Als Jesus11,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach Betanien11,17 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. kam,lag Lazarus schon vier Tage im Grab11,17 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..18Betanien11,18 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. war nahe bei Jerusalem11,18 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,nur ungefähr fünfzehn Stadien11,18 Stadion: Griechisches Wegmaß, je nach Maßstab zwischen 175 und 200 m. entfernt.19Viele Leute aus der Umgebung11,19 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. waren zu Marta und Maria gekommen.Sie wollten ihnen in ihrer Trauerüber den Tod ihres Bruders beistehen.

20Als Marta hörte,dass Jesus11,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam,ging sie ihm entgegen.Aber Maria blieb im Haus11,20 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..21Marta sagte zu Jesus11,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Herr11,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du hier gewesen wärst,hätte mein Bruder nicht sterben müssen.22Aber auch jetzt weiß ich:Alles, worum du Gott bittest,das wird er dir geben.«23Jesus11,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihr:»Dein Bruder wird vom Tod auferstehen11,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 24Marta erwiderte:»Ich weiß, dass er auferstehen11,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. wird –bei der Auferstehung11,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten am letzten Tag.«25Da sagte Jesus11,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihr:»Ich bin11,25 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. die Auferstehung11,25 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und das Leben11,25 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.!Wer an mich glaubt11,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird leben,auch wenn er stirbt.26Und wer lebtund an mich glaubt11,26 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird niemals sterben –in Ewigkeit nicht.Glaubst du das?«27Sie antwortete:»Ja, Herr11,27 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., ich glaube fest:Du bist der Christus11,27 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,der Sohn Gottes11,27 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,der in diese Welt11,27 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. kommen soll!«

Jesus und Maria: Jesus weint

28Nachdem Marta das gesagt hatte,kehrte sie zurückund rief ihre Schwester Maria.Leise sagte sie zu ihr:»Der Lehrer11,28 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. ist da.Er lässt dich rufen.«29Als Maria das hörte,stand sie schnell aufund ging zu Jesus11,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .30Jesus11,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war noch nicht ins Dorf hineingegangen.Er hielt sich immer noch dort auf,wo Marta ihn getroffen hatte.31Im Haus11,31 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. waren immer noch die Leute11,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. ,die Maria beistehen wollten.Als sie sahen,dass Maria aufstandund schnell hinausging,folgten sie ihr.Sie dachten:»Sie will zum Grab11,31 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. gehen,um dort zu weinen.«

32Maria kam dorthin,wo Jesus11,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war.Als sie ihn sah,fiel sie vor ihm auf die Knieund sagte:»Herr11,32 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du hier gewesen wärst,hätte mein Bruder nicht sterben müssen.«33Jesus11,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah,wie sie weinteund wie auch die Leute11,33 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. weinten,die sie begleiteten.Da wurde er im Innersten von Zorn ergriffen11,33 von Zorn ergriffen: Jesus ist zornig über die Macht des Todes..34Er fragte:»Wo ist sein Grab11,34 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.Sie antworteten:»Herr11,34 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., komm und sieh selbst!«35Da brach Jesus11,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Tränen aus.36Die Leute11,36 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. sagten:»Seht doch,wie sehr er ihn geliebt hat!«37Aber einige von ihnen bemerkten:»Dem Blinden hat er die Augen geöffnet.Konnte er nicht verhindern,dass Lazarus stirbt?«

Lazarus wird vom Tod auferweckt

38Jetzt wurde Jesus11,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erst recht zornig.Er ging zum Grab11,38 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..Es bestand aus einer Höhle,vor deren Eingang ein Stein gerollt war.39Jesus11,39 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte:»Wälzt den Stein weg!«Marta, die Schwester des Verstorbenen, erwiderte:»Herr, er stinkt11,39 stinkt: Die Verwesung hat bereits eingesetzt. schon.Es ist doch schon der vierte Tag11,39 der vierte Tag: Seit dem Tod des Lazarus.40Jesus11,40 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu ihr:»Habe ich nicht zu dir gesagt:Wenn du glaubst11,40 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wirst du die Herrlichkeit11,40 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes sehen?«41Da wälzten sie endlich den Stein weg.

Jesus11,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. blickte zum Himmel emporund sprach:»Vater11,41 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.,ich danke dir,dass du mich erhört hast.42Ich wusste ja,dass du mich immer erhörst.Aber ich sage es wegen der Leute,die hier stehen.Sie sollen glauben11,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,dass du mich gesandt hast.«43Nachdem er das gesagt hatte,schrie er mit lauter Stimme:»Lazarus, komm heraus!«44Da kam der Tote heraus.Seine Füße und seine Händewaren mit Binden11,44 Binden: Zur Zeit von Jesus war es üblich, die Toten vor der Bestattung in Leinentücher einzuwickeln. umwickeltund sein Gesicht war mit einem Tuch11,44 Tuch: Ein vielseitig verwendbares Stück Stoff, ähnlich einem großen Taschentuch oder Handtuch. verhüllt.Jesus11,44 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sagte zu den Leuten:»Befreit ihn davonund lasst ihn nach Hause gehen.«

Einer soll für das Volk sterben

45Die Leute11,45 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. , die bei Maria waren,hatten miterlebt, was Jesus getan hatte.Daraufhin kamen viele zum Glauben11,45 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesus11,45 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .46Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern11,46 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.und erzählten ihnen,was er getan hatte.

47Da beriefen die führenden Priester11,47 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Pharisäer11,47 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.den jüdischen Rat11,47 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. ein.Sie sagten:»Was sollen wir tun?Dieser Mensch vollbringt viele Zeichen11,47 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. !48Wenn wir ihn so weitermachen lassen,werden alle an ihn glauben11,48 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..Dann werden die Römer11,48 Rom, Römer: Zur Zeit von Jesus stand der gesamte Mittelmeerraum und somit auch das Land der Bibel unter römischer Vorherrschaft. kommen,unseren Tempel11,48 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. zerstörenund unser ganzes Volk vernichten.«49Zum jüdischen Rat11,49 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. gehörte auch Kajaphas,der in dem Jahr der Oberste Priester11,49 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war.Er sagte:»Ihr versteht gar nichts!50Bedenkt doch:Es ist besser für euch,dass ein Mann für das Volk stirbt –besser, als dass das ganze Volk vernichtet wird.«51Das sagte er aber nicht von sich aus,sondern weil er in dem Jahr Oberster Priester11,51 Oberster Priester: Er hatte die Aufsicht über alles, was den Tempel, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. war.Dadurch konnte er wie ein Prophet11,51 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. voraussagen,dass Jesus11,51 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. für das Volk sterben wird.52– Und nicht nur für das Volk,sondern auch,um die Kinder Gottes in der ganzen Weltzusammenzuführen.

53Von dem Tag an war der jüdische Rat11,53 jüdischer Rat: Zur Zeit von Jesus die oberste Behörde des Judentums. fest entschlossen,Jesus11,53 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. umzubringen.54Danach zeigte11,54 zeigte: Wörtlich heißt es in Vers 54: »Jesus zog also nicht mehr öffentlich unter den Juden umher.« Jesus11,54 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sich11,54 sich: Wörtlich heißt es in Vers 54: »Jesus zog also nicht mehr öffentlich unter den Juden umher.« nicht mehr in der Öffentlichkeit.Er zog von Judäa11,54 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. wegzu einem Ort namens Efraimam Rande der Wüste11,54 Wüste: Im Land der Bibel gibt es mehrere Wüsten- oder Steppengebiete, z. B. die Wüste Juda, die sich östlich und südöstlich von Jerusalem erstreckt. .Dort blieb er mit seinen Jüngern11,54 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. .

Jesus kommt wieder nach Betanien

11,55–12,11

Die Menschen suchen Jesus

55Das jüdische11,55 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Passafest11,55 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. stand kurz bevor.Viele Menschen zogen schon vor dem Passafest11,55 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.nach Jerusalem11,55 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. hinauf.Sie kamen aus dem ganzen Land,um sich auf das Fest vorzubereiten11,55 sich vorbereiten: Wer z. B. durch die Berührung eines Toten unrein geworden war, musste bestimmte Handlungen vornehmen und Opfer darbringen. Dann war er wieder rein und konnte das Passafest feiern..56Die Leute hielten auch nach Jesus11,56 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. Ausschau.Während sie im Tempel11,56 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes. beisammenstanden,sagten sie zueinander:»Was meint ihr?Er wird ja wohl kaum zum Fest11,56 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. kommen!«57Die führenden Priester11,57 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte. und die Pharisäer11,57 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.hatten angeordnet:»Wer weiß,wo er sich aufhält,soll Anzeige erstatten!«Denn sie wollten ihn festnehmen.
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Eine Frau ehrt Jesus vor seinem Sterben

Matthäus 26,6-13; Markus 14,3-9
121Sechs Tage vor dem Passafest12,1 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert.kam Jesus12,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wieder nach Betanien12,1 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. .Dort wohnte Lazarus,den er vom Tod auferweckt12,1 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. hatte12,1 hatte: Die Auferweckung des Lazarus wird in Johannes 11,1-44 berichtet..2Die Geschwister veranstalteten ein Festmahl für Jesus12,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Marta bewirtete die Gäste.Lazarus lag mit Jesus12,2 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. und den anderen zu Tisch12,2 zu Tisch liegen: Bei festlichen Anlässen folgten die Juden zur Zeit von Jesus der griechisch-römischen Sitte und aßen im Liegen..3Da nahm Maria eine Flasche12,3 Flasche: Wörtlich: »Litra«. Eine Litra entspricht etwa 327 Gramm Öl. Salböl12,3 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..Es war reines, kostbares Nardenöl12,3 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst..Damit salbte12,3 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. sie Jesus12,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Füße.Dann trocknete sie ihm die Füße mit ihren Haaren ab.Das ganze Haus12,3 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. wurde vom Duft des Salböls12,3 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen. erfüllt.

4Einer von den Jüngern12,4 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. war Judas Iskariot,der Jesus12,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. später den jüdischen12,4 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. Behörden auslieferte.Er sagte:5»Warum hat man dieses Salböl12,5 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen.nicht für 300 Silberstücke verkauftund das Geld an die Armen verteilt?«6Das sagte er aber nicht etwa,weil es ihm um die Armen ging.Sondern er war ein Dieb.Er verwaltete die gemeinsame Kasseund schaffte Geld darausfür sich selbst beiseite.7Doch Jesus erwiderte:»Lass sie!Nach Gottes Wille hat sie mich schon heute12,7 Nach Gottes Wille hat sie mich schon heute: Wörtlich lautet der Vers 7: »Lass sie! Sie sollte es für den Tag meines Begräbnisses aufheben.«für mein Begräbnis12,7 Tod, Bestattung: Im Land der Bibel wurden die Toten außerhalb der Ortschaften begraben, da die Grabstätten als unrein galten. gesalbt12,7 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen..8Arme wird es immer bei euch geben.Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch.«

Lazarus ist in Gefahr

9Viele Juden12,9 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. , die in der Stadt waren, erfuhren,dass Jesus12,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Betanien12,9 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. war.Sie kamen herbei,aber nicht nur wegen Jesus12,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .Sie wollten auch Lazarus sehen,den Jesus12,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. vom Tod auferweckt12,9 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. hatte.10Da beschlossen die führenden Priester12,10 führende Priester: Ein Gremium, das sich aus dem amtierenden Obersten Priester, seinem Vorgänger und weiteren Priestern zusammensetzte.,auch Lazarus zu töten.11Denn seinetwegen gingen viele Juden12,11 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. dorthinund kamen zum Glauben12,11 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an Jesus12,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .

Jesus kommt nach Jerusalem

12,12-50

Jesus zieht in Jerusalem ein

Matthäus 21,1-11; Markus 11,1-11; Lukas 19,28-40
12Am nächsten Tag hörte die große Menge,die sich zum Fest12,12 Passafest, Passamahl: Jüdisches Frühjahrsfest, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert. in der Stadt aufhielt:Jesus