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Jesus heilt einen Mann, der blind geboren wurde

Markus 8,22-26
91Jesus9,1 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ging an einem Mann vorbei und sah,dass der von Geburt an blind war.2Da fragten ihn seine Jünger9,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Rabbi9,2 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer. Mehr …, wer war ein Sünder9,2 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet.,sodass er blind geboren wurde –dieser Mann oder seine Eltern?«3Jesus antwortete:»Weder war er selbst ein Sünder,noch waren es seine Eltern.Vielmehr sollen die Taten Gottesan ihm sichtbar werden.4Wir müssen die Taten vollbringen,mit denen Gott mich beauftragt hat,solange es noch Tag ist.Es kommt eine Nacht,in der niemand mehr etwas tun kann.5Solange ich in der Welt bin,bin ich das Licht der Welt9,5 Licht der Welt: Auch in Johannes 8,12 spricht Jesus von sich selbst als dem Licht der Welt.

6Nachdem er das gesagt hatte,spuckte er auf den Boden.Aus der Erde und dem Speichel9,6 Speichel: Dem Speichel wurde eine heilende Wirkung zugeschrieben. machte er eine Pasteund strich sie dem Blinden auf die Augen.7Dann sagte er ihm:»Geh und wasch dich im Teich von Schiloach9,7 Schiloach: Künstlich angelegtes Wasserbecken. König Hiskija wollte damit die Wasserversorgung Jerusalems sicher stellen. Mehr …– Schiloach heißt übersetzt »der Gesandte«. –Der Mann ging dorthin und wusch sich.Als er zurückkam, konnte er sehen.

8Da sagten seine Nachbarn und die Leute,die ihn vorher als Bettler gekannt hatten:»Ist das nicht der Mann,der immer dasaß und bettelte?«9Die einen sagten: »Das ist er!«Die anderen sagten:»Nein, er sieht ihm nur ähnlich!«Er selbst aber sagte: »Ich bin es wirklich!«10Da fragten sie ihn:»Wieso kannst du auf einmal sehen?«11Er antwortete: »Der Mann, der Jesus9,11 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … heißt,machte eine Paste und strich sie mir auf die Augen.Dann sagte er zu mir:›Geh zum Teich von Schiloach9,11 Schiloach: Künstlich angelegtes Wasserbecken. König Hiskija wollte damit die Wasserversorgung Jerusalems sicher stellen. Mehr … und wasch dich.‹Ich ging dorthin,wusch mich und konnte sehen.«12Sie fragten ihn: »Wo ist er jetzt?«Er antwortete: »Ich weiß es nicht.«

Die Pharisäer untersuchen die Heilung

13Sie brachten den Mann, der blind gewesen war,zu den Pharisäern9,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr ….14Der Tag, an dem Jesus9,14 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … die Paste gemachtund dem Blinden die Augen geöffnet hatte,war ein Sabbat.15Nun fragten ihn auch die Pharisäer,wie er sehend geworden war.Da erzählte er es noch einmal:»Der Mann strich eine Paste auf meine Augen.Dann wusch ich mich und konnte sehen.«16Einige von den Pharisäern sagten:»Dieser Mensch kommt nicht von Gott,denn er hält den Sabbat9,16 Sabbat: In der Bibel der siebte Tag der Woche, heute unser Samstag. Er gilt im Judentum als Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf. Mehr … nicht ein.«Andere meinten aber:»Wie kann jemand solche Zeichen9,16 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … tun,wenn er selbst ein Sünder9,16 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. ist?«So kam es zu Meinungsverschiedenheiten unter ihnen.17Da fragten sie den Blinden noch einmal:»Und du, was sagst du über ihn?Schließlich hat er dir die Augen geöffnet!«Er antwortete: »Der Mann ist ein Prophet9,17 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr …

18Nun glaubten die jüdischen Behörden9,18 jüdische Behörden: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. nicht,dass er blind gewesen war und jetzt sehen konnte.Deshalb ließen sie die Eltern des Geheilten rufen19und fragten sie: »Ist das euer Sohn?Ihr sagt, dass er von Geburt an blind war.Wieso kann er jetzt sehen?«20Die Eltern antworteten: »Wir wissen,dass er unser Sohn ist und blind geboren wurde.21Wir wissen nicht, wieso er jetzt sehen kann.Wir wissen auch nicht, wer ihm die Augen geöffnet hat.Fragt ihn selbst.Er ist alt genug, um für sich selbst zu sprechen.«22Das sagten seine Eltern,weil sie sich vor den jüdischen Behörden fürchteten.Die hatten nämlich schon beschlossen:Wer bekennt, dass Jesus9,22 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … der Christus9,22 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr … ist,wird aus der jüdischen Gemeinde9,22 jüdische Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Wie der Begriff »Kirche« bezeichnet der Begriff nicht nur das Gebäude, sondern auch die Versammlung. ausgeschlossen.23Deswegen sagten seine Eltern:»Er ist alt genug! Fragt ihn selbst!«

Das Bekenntnis des Geheilten

24Die Pharisäer9,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr … ließen den Mann,der blind gewesen war, noch einmal zu sich rufen.Sie forderten ihn auf:»Bei der Ehre Gottes: Sag die Wahrheit!Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder9,24 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet. ist!«25Der Mann antwortete: »Ich weiß nicht,ob er ein Sünder ist.Aber ich weiß eins:Ich war blind, und jetzt kann ich sehen.«26Sie fragten ihn weiter: »Was hat er mit dir gemacht?Wie hat er dir die Augen geöffnet?«27Er antwortete ihnen:»Das habe ich euch schon gesagt,und ihr habt es nicht gehört.Warum wollt ihr es noch einmal hören?Wollt ihr etwa auch Jünger9,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … von ihm werden?«28Da beschimpften sie ihn und sagten:»Du bist ein Jünger von ihm!Aber wir sind Jünger von Mose9,28 Mose: Steht hier für das »Gesetz des Mose«, eine Bezeichnung für die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose..29Wir wissen, dass Gott mit Mose gesprochen hat.Aber von dem da wissen wir nicht, woher er kommt.«

30Der Mann gab ihnen zur Antwort:»Das ist doch erstaunlich:Ihr wisst nicht, woher er kommt.Aber mir hat er die Augen geöffnet!31Wir wissen doch: Gott erhört nicht die Sünder9,31 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet..Gott hört auf die, die ihn ehren und seinen Willen tun.32Seit die Welt besteht, hat man das noch nie gehört:Jemand hat einem Menschen die Augen geöffnet,der von Geburt an blind war.33Dieser Mann könnte nichts vollbringen,wenn er nicht von Gott käme.«34Sie gaben ihm zur Antwort:»Von Geburt an bist du ganz und gar ein Sünder!Ausgerechnet du willst uns belehren?«Und sie warfen ihn hinaus aus der jüdischen Gemeinde.

35Jesus9,35 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … hörte,dass sie den Mann hinausgeworfen hatten.Als er ihn dann fand, fragte er ihn:»Glaubst du an den Menschensohn9,35 Menschensohn: Bezeichnung, die zum Ausdruck bringt, dass Menschen Geschöpfe Gottes sind. Im Neuen Testament ein Titel für Jesus, der von Gott zum Herrscher und Retter der Welt bestimmt wurde. Mehr …36Der Mann antwortete:»Herr, sag mir, wer ist es,damit ich an ihn glauben kann.«37Jesus sagte: »Du hast ihn gesehen.Es ist der, der mit dir redet.«38Da sagte der Mann: »Ich glaube, Herr9,38 Herr: Titel für Jesus Christus. Im griechischen Alten Testament steht das Wort »Herr« an den Stellen, an denen im hebräischen Text der Gottesname steht. Wenn Jesus Christus so genannt wird, kommt darin zum Ausdruck: In ihm begegnet Gott selbst den Menschen. Mehr …Und er fiel vor ihm auf die Knie.

Die Blindheit der Pharisäer

39Jesus sprach:»Ich bin in diese Welt gekommen, um Gericht zu halten9,39 Gericht halten: Am Ende der Zeit wird Jesus Christus im Namen Gottes als Richter ein Urteil über die Welt fällen.:Die nicht sehen können, sollen sehend werden.Und die sehen können, sollen blind werden.«40Das hörten einige von den Pharisäern9,40 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …,die bei ihm waren.Sie fragten ihn: »Sind wir etwa auch blind?«41Jesus9,41 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … antwortete:»Wenn ihr blind wärt, wäret ihr keine Sünder9,41 Sünder: Mensch, der sich von Gott abgewendet hat und seinen Willen missachtet..Aber jetzt behauptet ihr: ›Wir sehen!‹Darum bleibt eure Sünde9,41 Sünde: Die Trennung des Menschen von Gott, seinem Schöpfer. Sie führt dazu, dass der Mensch sein Leben nicht nach Gottes Willen ausrichten kann. Mehr … bestehen!«
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Jesus ist der gute Hirte

Johannes 10,1-42

Das Gleichnis vom Hirten und den Schafen

101»Amen10,1 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich euch:Wer nicht durch die Tür in den Schafstall hineingeht,sondern anderswo einsteigt,ist ein Dieb und ein Räuber.2Wer aber durch die Tür hineingeht,ist der Hirte10,2 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr … der Schafe.3Der Türhüter10,3 Türhüter: Ein anderer Hirte, der Nachtwache hält, um die Schafe vor Räubern und wilden Tieren zu schützen. öffnet ihm,und die Schafe hören auf seine Stimme.Er ruft die Schafe, die ihm gehören,einzeln beim Namen und führt sie ins Freie.4Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,geht er vor ihnen her.Die Schafe folgen ihm, denn sie kennen seine Stimme.5Aber einem Fremden werden sie nicht folgen,sondern sie werden vor ihm fliehen.Denn die Stimme von Fremden kennen sie nicht.«6Dieses Gleichnis10,6 Gleichnis: Erzählung, die ihre Botschaft in Bildern und Vergleichen vermittelt. Mehr … erzählte ihnen Jesus10,6 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….Aber sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte.

Das Gleichnis vom Tor zu den Schafen

7Da begann Jesus10,7 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … noch einmal:»Amen10,7 Amen: Das hebräische Wort bedeutet »So ist es! / So soll es sein!« Mehr …, amen, das sage ich euch:Ich bin10,7 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. Mehr … die Tür zu den Schafen.8Alle, die vor mir gekommen sind,sind Diebe und Räuber.Aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.9Ich bin die Tür.Wer durch mich hineingeht, wird gerettet.Er wird hinein- und hinausgehenund eine gute Weide finden.10Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen.Er schlachtet sie und stürzt sie ins Verderben.Ich bin gekommen, um ihnen das wahre Leben zu bringen –das Leben in seiner ganzen Fülle.«

Das Gleichnis vom guten Hirten

11»Ich bin10,11 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. Mehr … der gute Hirte10,11 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr ….Der gute Hirte setzt sein Leben ein für die Schafe.12Anders ist das bei einem,der die Schafe nur für Geld hütet.Er ist kein Hirte, und sie gehören ihm nicht:Wenn er den Wolf kommen sieht,lässt er sie im Stich und läuft weg.Und der Wolf reißt die Schafeund jagt die Herde auseinander.13Denn so ein Mensch hütet die Schafe nur für Geld,und ihm liegt nichts an den Schafen.

14Ich bin10,14 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. Mehr … der gute Hirte10,14 Hirte: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. In der Antike steht das Hirtenbild oft für den König oder für Gott. Mehr ….Ich kenne die, die zu mir gehören,und die zu mir gehören, kennen mich.15Genauso kennt mich der Vater10,15 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …,und ich kenne ihn.Ich bin bereit, mein Leben für die Schafe einzusetzen.16Ich habe noch andere Schafe10,16 andere Schafe: Bild dafür, dass Jesus sich mit seiner Botschaft nicht nur an das Volk Israel wendet, sondern an alle Menschen.,die nicht aus diesem Stall kommen.Auch die muss ich führen,und sie werden auf meine Stimme hören.Alle werden in einer Herde vereint seinund einen Hirten haben.

17Deshalb liebt mich der Vater10,17 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …:Denn ich bin bereit, mein Leben herzugeben,um es wieder neu zu bekommen.18Niemand nimmt mir das Leben,sondern ich gebe es freiwillig her.Es steht in meiner Macht, es herzugeben. –Und genauso steht es in meiner Macht,es wieder neu zu bekommen.Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater erhalten.«

Erneute Meinungsverschiedenheiten über Jesus

19Wegen dieser Worte kam es zu Meinungsverschiedenheitenunter den jüdischen Zuhörern10,19 jüdische Zuhörer: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten..20Viele von ihnen meinten:»Er ist von einem Dämon10,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich in der Antike als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt einen Menschen ganz in Besitz. Mehr … besessen und verrückt.Warum hört ihr ihm zu?«21Andere erwiderten: »So redet kein Besessener.Kann ein Dämon etwa Blinden die Augen öffnen?«

Jesus wird vorgeworfen, Gott zu lästern

22Es war im Winter,als in Jerusalem das Tempelweihfest10,22 Tempelweihfest: Achttägiges Lichterfest, das an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem 164 v. Chr. erinnert. Mehr … gefeiert wurde.23Jesus10,23 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … ging im Tempel10,23 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … in der Salomohalle10,23 Salomohalle: Säulenhalle auf dem Tempelplatz, die nach dem Erbauer des ersten Tempels, König Salomo benannt ist. auf und ab.24Da umringten ihn die Juden10,24 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. Mehr … und fragten:»Wie lange willst du uns noch hinhalten?Wenn du der Christus10,24 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr … bist,dann sag es uns frei heraus!«25Jesus antwortete:»Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht.Die Taten, die ich im Auftrag meines Vaters10,25 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. vollbringe,sind meine Zeugen!26Aber ihr glaubt nicht,weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.27Meine Schafe hören auf meine Stimme.Ich kenne sie, und sie folgen mir.28Ich gebe ihnen das ewige Leben10,28 ewiges Leben: Leben im Reich Gottes und in unmittelbarer Gemeinschaft mit Gott nach der Auferstehung vom Tod. Mehr ….Sie werden in Ewigkeit nicht ins Verderben stürzen,und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.29Mein Vater, der sie mir anvertraut hat,ist mächtiger als alle.Niemand kann sie aus seiner Hand reißen.30Ich und der Vater sind eins.«

31Da hoben die Juden10,31 Juden: Im Johannesevangelium sind damit unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. Mehr … wieder Steine auf,um ihn zu steinigen10,31 Steinigung, steinigen: Hinrichtungsart, bei der ein Verurteilter öffentlich mit Steinen beworfen wird. Mehr ….32Jesus10,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … hielt ihnen entgegen:»Ich habe im Auftrag des Vaters10,32 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.vor euren Augen viele gute Taten vollbracht.Für welche dieser Taten wollt ihr mich steinigen?«33Die Juden antworteten ihm:»Wir steinigen dich nicht wegen einer guten Tat,sondern wegen Gotteslästerung10,33 Gotteslästerung: Verächtliches Verhöhnen oder Verfluchen von Gott. Mehr …:Denn du bist ein Menschund machst dich selbst zu Gott.«34Jesus antwortete:»Steht nicht sogar in eurem Gesetz10,34 steht nicht in eurem Gesetz: Als Gesetz werden im Neuen Testament die Lebensvorschriften des Alten Testaments bezeichnet, besonders die fünf Bücher Mose. Die folgenden Worte stehen in Psalm 82,6.:Ich10,34 ich: Der Sprecher ist Gott. habe gesagt: Götter seid ihr doch!‹?35Gott selbst nennt also diejenigen Götter,an die er seine Worte richtet.Und die Heilige Schrift10,35 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die sich im Alten Testament finden. Mehr … kann nicht aufgehoben werden!36Der Vater hat mich selbst erwähltund in die Welt gesandt.Wie könnt ihr mir Gotteslästerung vorwerfen,wenn ich sage: ›Ich bin der Sohn Gottes‹?37Wenn das, was ich tue,nicht die Taten meines Vaters sind,braucht ihr mir nicht zu glauben.38Wenn sie es aber sind,dann glaubt wenigstens diesen Taten –wenn ihr schon mir nicht glauben wollt.Dann werdet ihr erkennen und verstehen:Der Vater ist in mir gegenwärtig,und ich bin im Vater gegenwärtig.«39Da versuchten sie erneut, ihn festzunehmen.Aber er konnte ihnen entkommen.

40Jesus10,40 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … überquerte erneut den Jordan10,40 Jordan: Wichtigster Fluss in der Region, der vom Hermongebirge durch den See Gennesaret ins Tote Meer fließt. Mehr …und ging an den Ort, wo Johannes10,40 Johannes der Täufer: Bereitet die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. Mehr … früher getauft10,40 taufen: Wörtlich »(in Wasser) eintauchen«. Religiöse Handlung, die den Willen zum Ausdruck bringt, sein Leben ganz auf Gott auszurichten. hatte.Dort blieb er.41Viele Menschen kamen zu ihm und sagten:»Johannes hat zwar keine Zeichen10,41 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr … getan.Aber alles, was er über diesen Menschen gesagt hat,hat sich als wahr erwiesen.«42Und viele kamen dort zum Glauben an Jesus.
11

Jesus auf dem Weg zum Kreuz

Johannes 11,1–17,26

Die Auferweckung des Lazarus

Johannes 11,1-57

Lazarus ist gestorben

111Ein Mann war schwer krank, Lazarus aus Betanien11,1 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft..Das ist das Dorf,in dem Maria und ihre Schwester Marta lebten.2– Maria war es , die Jesus später11,2 später: Von der Salbung in Betanien erzählt Johannes 12,1-8. mit Öl gesalbt11,2 Salbung, salben: Handlung, die eine besondere Wertschätzung zum Ausdruck bringt. Ein wohlriechendes Öl wird dabei über bestimmte Körperteile ausgegossen. Mehr …und mit ihren Haaren seine Füße abgetrocknet hat. –Der kranke Lazarus war ihr Bruder.3Die Schwestern ließen Jesus11,3 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … die Nachricht zukommen:»Herr, sieh doch! Der, den du lieb hast, ist krank.«4Als Jesus das hörte, sagte er:»Diese Krankheit führt nicht zum Tod.Sie soll vielmehr die Herrlichkeit11,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … Gottes zeigen.Denn durch sie soll die Herrlichkeitvon Gottes Sohn11,4 Gottes Sohn: Jesus spricht hier von sich selbst. In dem, was er tut, wirkt sein Vater, Gott, selbst. sichtbar werden.«

5Jesus11,5 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … liebte Marta und ihre Schwester und auch Lazarus.6Nun wusste Jesus, dass Lazarus krank war.Er blieb noch zwei Tage an dem Ort, wo er war.7Dann sagte er zu den Jüngern11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr …:»Lasst uns wieder nach Judäa11,7 Judäa: Römische Provinz mit Jerusalem als religiösem und kulturellem Zentrum. gehen.«8Die Jünger erwiderten: »Rabbi11,8 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr / mein Meister«. Zur Zeit von Jesus Ehrentitel für angesehene Lehrer. Mehr …,vor Kurzem wollten die Leute in Judäa dich steinigen!Und du willst wieder dorthin gehen?«9Jesus antwortete: »Hat der Tag nicht zwölf Stunden?Wer bei Tag umhergeht, stolpert nicht,denn er sieht das Licht der Welt11,9 Licht der Welt: In Johannes 8,12 spricht Jesus von sich selbst als dem Licht der Welt..10Wer aber bei Nacht umhergeht, stolpert,denn er hat kein Licht bei sich.«

11Nachdem er dies zu den Jüngern11,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr … gesagt hatte,fuhr er fort: »Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen.Aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken.«12Da sagten die Jünger zu ihm:»Herr, wenn er schläft, wird er wieder gesund werden.«13Jesus11,13 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … hatte aber über den Tod des Lazarus gesprochen.Die Jünger dagegen meinten,es gehe um den gewöhnlichen Schlaf.14Da sagte Jesus ganz offen zu ihnen:»Lazarus ist gestorben.15Und ich freue mich für euch, dass ich nicht bei ihm war.Denn dadurch werdet ihr zum Glauben11,15 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr … kommen.Also lasst uns jetzt zu ihm gehen.«16Thomas, der auch Didymus11,16 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,sagte zu den anderen Jüngern:»Lasst uns mit Jesus gehen, um mit ihm zu sterben.«

Jesus ist die Auferstehung und das Leben

17Als Jesus11,17 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … nach Betanien11,17 Betanien: 3 km südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs gelegene Ortschaft. kam,lag Lazarus schon vier Tage im Grab.18Betanien war nahe bei Jerusalem11,18 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr …,knapp drei Kilometer11,18 knapp drei Kilometer: Wörtlich »15 Stadien«. Ein Stadion ist ein griechisches Längenmaß von etwa 185 m. entfernt.19Viele Juden waren von dort zu Marta und Maria gekommen.Sie wollten sie in ihrer Trauer um den Bruder trösten.

20Als Marta hörte, dass Jesus11,20 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … kam, ging sie ihm entgegen.Maria aber blieb zu Hause.21Marta sagte zu Jesus:»Herr, wenn du hier gewesen wärst,dann wäre mein Bruder nicht gestorben.22Aber auch jetzt weiß ich:Alles, worum du Gott bittest, das wird er dir geben.«23Jesus antwortete: »Dein Bruder wird auferstehen11,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben im Reich Gottes. Mehr …24Marta erwiderte: »Ich weiß, dass er auferstehen wird –bei der Auferstehung der Toten am letzten Tag11,24 letzter Tag: Der Tag, an dem Christus wiederkommt. Dann hält Gott Gericht und sein Reich bricht endgültig an. Mehr …25Da sagte Jesus zu ihr:»Ich bin11,25 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. In ihnen klingt der Name an, mit dem Gott sich Mose in 2. Mose/Exodus 3,14 vorstellt. Mehr … die Auferstehung und das Leben!Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.26Und wer lebt und an mich glaubt,wird in Ewigkeit nicht von Gott getrennt11,26 von Gott getrennt: Wörtlich »sterben«. Der Tod steht hier nicht nur für das Ende des biologischen Lebens, sondern für ein Leben ohne Gott..Glaubst du das?«27Sie antwortete: »Ja, Herr, ich glaube fest:Du bist der Christus11,27 Christus: Bedeutet übersetzt »der Gesalbte«. Im Alten Testament werden Könige, aber auch Propheten und Priester bei Amtsantritt gesalbt. Später wird der von Gott zum Herrscher der Welt bestimmte Retter so genannt. Im Neuen Testament ist das Jesus. Mehr …, der Sohn Gottes11,27 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt. Im Neuen Testament wird der Titel ausschließlich für Jesus verwendet. Mehr …,der in die Welt kommen soll!«

Jesus kommt zum Grab des Lazarus und weint

28Nachdem Marta das gesagt hatte,ging sie weg und rief ihre Schwester Maria.Leise sagte sie zu ihr:»Der Lehrer11,28 Lehrer: Ehrenvolle Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. ist da und lässt dich rufen.«29Als Maria das hörte,stand sie schnell auf und ging zu Jesus11,29 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….30Jesus war noch nicht ins Dorf hineingegangen.Er hielt sich dort auf, wo Marta ihn getroffen hatte.31Im Haus waren immer noch die Leute11,31 Leute: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten.,die Maria trösten wollten.Als sie sahen, dass Maria aufstandund schnell hinausging, folgten sie ihr.Sie dachten: »Sie will zum Grab11,31 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. Mehr … gehen,um dort zu weinen.«

32Maria kam dorthin, wo Jesus11,32 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … war.Als sie ihn sah,fiel sie vor ihm auf die Knie und sagte:»Herr, wenn du hier gewesen wärst,dann wäre mein Bruder nicht gestorben.«33Jesus sah, wie sie weinteund wie auch die Leute11,33 Leute: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten. weinten, die sie begleiteten.Da war er im Innersten zornig und tief erschüttert.34Er fragte: »Wo ist sein Grab?«Sie antworteten: »Herr, komm und sieh selbst!«35Da brach Jesus in Tränen aus.36Die Leute sagten:»Seht doch, wie sehr er ihn geliebt hat!«37Aber einige von ihnen meinten:»Dem Blinden hat er die Augen geöffnet.Konnte er nicht verhindern, dass Lazarus stirbt?«

Jesus weckt Lazarus vom Tod auf

38Da wurde Jesus11,38 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … erst recht zornig und ging zum Grab11,38 Grabkammer: Ein in den Felsen geschlagener Raum mit mehreren Nischen zur Ablage von Toten, dessen Eingang nach der Bestattung verschlossen wurde. Mehr ….Es bestand aus einer Höhle,die mit einem großen Stein verschlossen war.39Jesus sagte: »Wälzt den Stein weg!«Marta, die Schwester des Verstorbenen, erwiderte:»Herr, er stinkt schon, denn er ist vier Tage tot.«40Jesus entgegnete ihr: »Habe ich nicht zu dir gesagt:Wenn du glaubst11,40 Glaube, glauben: Meint das tiefe Vertrauen auf Gott, das zu einem Leben nach seinem Willen führt. Mehr …,wirst du die Herrlichkeit11,40 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Gottes Herrlichkeit stellt man sich auch als strahlenden Lichtglanz vor. Mehr … Gottes sehen«?41Da wälzten sie den Stein weg.Jesus blickte zum Himmel empor und sprach:»Vater11,41 Vater: Vertrauensvolle Anrede oder Bezeichnung für Gott. Mehr …, ich danke dir, dass du mich erhört hast.42Ich selbst weiß ja, dass du mich immer erhörst.Aber ich sage es wegen der Leute, die hier stehen.Sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.«43Nachdem er das gesagt hatte,rief er mit lauter Stimme:»Lazarus, komm heraus!«44Da kam der Tote heraus.Seine Füße und seine Händewaren mit Leinentüchern11,44 Leinentuch: Tote wurden vor der Bestattung in Leichentücher eingewickelt. umwickeltund sein Gesicht war mit einem Tuch verhüllt.Jesus sagte zu den Leuten:»Befreit ihn davon und lasst ihn nach Hause gehen.«

Einer soll für das Volk sterben

Matthäus 26,1-5; Markus 14,1-2; Lukas 22,1-2
45Die Leute11,45 Leute: Wörtlich »die Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus als Gegner gegenübertreten., die bei Maria waren,hatten miterlebt, was Jesus getan hatte.Viele kamen zum Glauben an Jesus11,45 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr ….46Aber einige von ihnen gingen zu den Pharisäern11,46 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …und erzählten ihnen, was er getan hatte.47Da beriefen die führenden Priester11,47 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr … und die Pharisäerden jüdischen Rat11,47 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. Mehr … ein.Sie sagten: »Was sollen wir machen?Dieser Mensch tut viele Zeichen11,47 Zeichen, Wunder: Ausweis der göttlichen Vollmacht, mit der eine Person handelt. Mehr …!48Wenn wir ihn so weitermachen lassen,werden alle an ihn glauben.Dann werden die Römer kommenund uns den Tempel11,48 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … und das Volk nehmen.«49Zum jüdischen Rat gehörte auch Kaiphas,der in dem Jahr der Hohepriester11,49 Hohepriester: Hatte die Aufsicht über alles, was das Heiligtum, den Gottesdienst und den Dienst der Priester betraf. Mehr … war.Er sagte: »Ihr versteht gar nichts!50Ihr bedenkt auch nicht, dass es besser für euch ist,wenn ein Mann für das Volk stirbt –besser, als wenn das ganze Volk vernichtet wird.«51Das sagte er aber nicht von sich aus,sondern weil er in dem Jahr Hohepriester war.Dadurch konnte er wie ein Prophet11,51 Prophet: Verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat. Mehr … ankündigen,dass Jesus für das Volk sterben wird.52Das sollte nicht nur für das Volk geschehen.Auch die in aller Welt verstreuten Kinder Gottessollten zu einer Gemeinschaft zusammengeführt werden.

53Von dem Tag an war der jüdische Rat11,53 jüdischer Rat: Oberste Behörde zur Regelung religiöser Angelegenheiten. Mehr … fest entschlossen,Jesus11,53 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … umzubringen.54Danach zeigte sich Jesusnicht mehr in der Öffentlichkeit.Er zog sich in die Gegend am Rand der Wüste zurück,in einen Ort namens Efraim.Dort blieb er mit seinen Jüngern11,54 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernten. Mehr ….

55Das jüdische Passafest11,55 Passafest: Fest, das jährlich im Frühjahr gefeiert wird und an die Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten erinnert; vgl. 2. Mose/Exodus 12–13. Mehr … stand kurz bevor.Viele Menschen zogen schon vor dem Festnach Jerusalem11,55 Jerusalem: Mit dem Tempel religiöses und kulturelles Zentrum des Landes. Mehr ….Sie kamen aus dem ganzen Land,um sich für das Fest zu reinigen11,55 Reinigung, sich reinigen: Religiöse Handlung, mit der Menschen und Dinge dafür vorbereitet werden, in der Nähe Gottes zu sein..56Die Leute hielten auch nach Jesus11,56 Jesus: Der Name bedeutet so viel wie »der Herr rettet«. Christen glauben an ihn als Sohn Gottes, in dem sich die Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Um 30 n. Chr. wirkte Jesus in der Art eines jüdischen Lehrers in Galiläa und Judäa. Mehr … Ausschau.Während sie im Tempel11,56 Tempel: Das zentrale Heiligtum in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes und war Zufluchtsort für Verfolgte. Mehr … beisammenstanden,sagten sie zueinander:»Was meint ihr?Wird er zum Fest kommen?«57Die führenden Priester11,57 führende Priester: Der amtierende Hohepriester, seine Vorgänger und weitere Priester aus der Führungsschicht. Mehr … und die Pharisäer11,57 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Vorschriften und Gesetze sehr streng auslegte. Mehr …hatten angeordnet:»Wer weiß, wo er sich aufhält, soll es melden!«Denn sie wollten ihn festnehmen.