BasisBibel NT+Ps (BB)
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Jesus heilt einen Mann, der blind geboren wurde

91Im Vorbeigehen sah Jesus9,1 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. einen Mann,der von Geburt an blind war.2Da fragten ihn seine Jünger9,2 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Rabbi, wer hat Schuld9,2 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladen,sodass er blind geboren wurde –dieser Mann oder seine Eltern?«3Jesus9,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Weder er selbst hat Schuld9,3 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. auf sich geladennoch seine Eltern.Er ist nur deshalb blind,damit das Handeln Gottesan ihm sichtbar wird.4Wir müssen die Taten vollbringen,mit denen Gott mich beauftragt hat,solange es noch Tag ist.Es kommt eine Nacht,in der niemand mehr etwas tun kann.5Solange ich in dieser Welt9,5 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. bin,bin ich das Licht9,5 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. für diese Welt9,5 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab.

6Nachdem er das gesagt hatte,spuckte er auf den Boden.Aus dem Speichel machte er einen Breiund strich ihn dem Blinden auf die Augen.7Dann sagte er ihm:»Geh und wasche dichim Wasserbecken von Schiloach9,7 Schiloach: Endpunkt des unter König Hiskia errichteten Kanals, der unter der Altstadt Jerusalems hindurchführte.(Schiloach heißt übersetzt ›der Abgesandte‹.)Der Mann ging dorthinund wusch sich.Als er zurückkam,konnte er sehen.

8Da sagten seine Nachbarnund die Leute,die ihn vorher als Bettler gekannt hatten:»Ist das nicht der Mann,der immer dasaß und bettelte?«9Einige meinten:»Das ist er!«Andere sagten:»Nein, er sieht ihm nur ähnlich!«Er selbst aber bestätigte:»Ich bin es wirklich!«10Sie sagten zu ihm:»Wieso kannst du auf einmal sehen?«11Er antwortete:»Der Mann, der Jesus9,11 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. heißt,machte einen Breiund strich ihn mir auf die Augen.Dann sagte er zu mir:›Geh zum Schiloach9,11 Schiloach: Endpunkt des unter König Hiskia errichteten Kanals, der unter der Altstadt Jerusalems hindurchführte.und wasche dich.‹Ich ging dorthin,und als ich mich gewaschen hatte,konnte ich sehen.«12Sie fragten ihn:»Wo ist er jetzt?«Er sagte:»Ich weiß es nicht.«

Die Pharisäer untersuchen die Heilung

13Sie brachten den Mann,der blind gewesen war,zu den Pharisäern9,13 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..14Es war nämlich Sabbat9,14 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. gewesen,als Jesus9,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Brei gemachtund dem Blinden die Augen geöffnet hatte.15Die Pharisäer9,15 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. befragten ihn noch einmal,wie er sehend geworden war.Er erzählte ihnen:»Der Mann strich einen Brei auf meine Augenund ich wusch mich.Seitdem kann ich sehen.«16Einige von den Pharisäern9,16 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. sagten:»Dieser Mensch kommt nicht von Gott,denn er hält den Sabbat9,16 Sabbat: Der letzte Tag der jüdischen Woche. An diesem Tag wird Gottesdienst gefeiert und keine Arbeit verrichtet. nicht ein.«Andere meinten aber:»Wie kann jemand solche Zeichen9,16 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbringen,wenn er selbst ein schuldbeladener9,16 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Mensch ist?«

So bildeten sich zwei Lager unter ihnen.17Da fragten sie den Blinden nochmals:»Was sagst du über ihn?Schließlich hat er dir die Augen geöffnet!«Er antwortete:»Der Mann ist ein Prophet9,17 Prophet: Mensch, der verkündet, was Gott in einer bestimmten Situation zu sagen hat.

Die Pharisäer befragen die Eltern des Geheilten

18Die jüdischen Behörden9,18 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. bezweifelten,dass der Geheilte blind gewesen warund jetzt sehen konnte.Schließlich ließen sie seine Eltern rufen19und befragten sie:»Ist das euer Sohn?Ihr behauptet,dass er von Geburt an blind war.Wieso kann er jetzt sehen?«20Die Eltern antworteten:»Wir wissen,dass er unser Sohn istund blind geboren wurde.21Wir wissen nicht,wieso er jetzt sehen kann.Wir wissen auch nicht,wer ihm die Augen geöffnet hat.Fragt ihn selbst.Er ist alt genug,um für sich selbst zu sprechen.«22Das sagten die Eltern,weil sie Angst vor den jüdischen Behörden9,22 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. hatten.Die hatten nämlich schon beschlossen:Aus der jüdischen Gemeinde9,22 jüdischen Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Gemeint ist an dieser Stelle aber nicht das Synagogengebäude, sondern die Versammlung der jüdischen Gemeinde. wird jeder ausgeschlossen,der bekennt,dass Jesus9,22 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. der Christus9,22 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ist.23Deswegen sagten seine Eltern:»Er ist alt genug!Fragt ihn selbst!«

Die Pharisäer befragen den Geheilten ein zweites Mal

24Die Pharisäer9,24 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm. ließen den Mann,der blind gewesen war,nochmals zu sich rufen.Sie forderten ihn auf:»Bei der Herrlichkeit Gottes9,24 Bei der Herrlichkeit Gottes: Wörtlich heißt es in Vers 24: »Gib Gott die Ehre!«sag’ die Wahrheit!9,24 sag’ die Wahrheit!: Wörtlich heißt es in Vers 24: »Gib Gott die Ehre!«Wir wissen,dass dieser da ein schuldbeladener9,24 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Mensch ist!«25Er antwortete:»Ich weiß nicht,ob er ein schuldbeladener9,25 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Mensch ist.Aber ich weiß eins:Ich war blind,und jetzt kann ich sehen.«26Sie fragten ihn weiter:»Was hat er mit dir gemacht?Wie hat er dir die Augen geöffnet?«27Er antwortete ihnen:»Das habe ich euch schon gesagt.Ihr hört wohl nicht zu.Warum wollt ihr es noch einmal hören?Wollt ihr etwa auch Jünger9,27 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von ihm werden?«28Da beschimpften sie ihn:»Du bist ein Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von ihm!Aber wir sind Jünger9,28 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. von Mose9,28 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament..29Wir wissen,dass Gott selbst mit Mose9,29 Mose: Herausragender Führer des Volkes Israel im Alten Testament. gesprochen hat.Von dem da wissen wir noch nicht einmal,woher er kommt.«

30Der Mann gab ihnen zur Antwort:»Das ist doch wirklich seltsam:Ihr wisst nicht,woher er kommt.Aber mir hat er die Augen geöffnet!31Wir wissen doch:Gott hört nicht auf schuldbeladene9,31 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. Menschen.Gott hört auf die,die ihn ehrenund seinen Willen tun.32Dass jemandem die Augen geöffnet wurden,der von Geburt an blind war –so etwas hat man noch nie gehört,solange die Welt besteht!33Dieser Mann könnte nichts vollbringen,wenn Gott ihn nicht geschickt hätte.«34Sie erwiderten:»Schon bei deiner Geburt warst duganz und gar mit Schuld9,34 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. beladen!Und du willst uns belehren?«Und sie warfen ihn aus der jüdischen Gemeinde9,34 jüdischen Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Gemeint ist an dieser Stelle aber nicht das Synagogengebäude, sondern die Versammlung der jüdischen Gemeinde. hinaus.

Das Bekenntnis des Geheilten

35Jesus9,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hörte,dass sie den Mann aus der jüdischen Gemeinde9,35 jüdischen Gemeinde: Wörtlich »Synagoge«. Gemeint ist an dieser Stelle aber nicht das Synagogengebäude, sondern die Versammlung der jüdischen Gemeinde. geworfen hatten.Er suchte ihn aufund fragte ihn:»Glaubst9,35 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. du an den Menschensohn9,35 Menschensohn: Eine himmlische Gestalt. Der Begriff bringt die besondere Bedeutung von Jesus zum Ausdruck.36Der Mann erwiderte:»Wer ist es denn, Herr9,36 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.?Ich will gerne an ihn glauben9,36 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.37Jesus9,37 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Du hast ihn schon gesehen.Es ist der,der mit dir redet.«38Da sagte der Mann:»Ich glaube9,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott., Herr9,38 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet.Und er fiel vor ihm auf die Knie9,38 Gebetshaltung: In biblischer Zeit gibt es verschiedene Haltungen, die Menschen beim Beten einnehmen (z. B. Liegen, Knien, Stehen)..

Die Blindheit der Pharisäer

39Jesus sprach:»Ich bin in diese Welt9,39 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. gekommen,um Gericht9,39 Gericht, verurteilen: Gemeint ist das Gericht Gottes: Als Herrscher über die ganze Welt ist Gott auch der Richter, der am Ende der Zeit das Urteil über sie zu sprechen hat. zu halten:Diejenigen, die nicht sehen können,sollen sehen.Und diejenigen, die sehen können,sollen blind werden.«40Das hörten einige von den Pharisäern9,40 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm.,die damals bei ihm waren.Sie fragten ihn:»Sind wir etwa auch blind?«41Jesus9,41 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Wenn ihr blind wärt,hättet ihr keine Schuld9,41 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet..Aber jetzt behauptet ihr:›Wir sehen!‹Darum bleibt eure Schuld9,41 Schuld: Schuld ist die durch fehlerhaftes Verhalten bewirkte Trennung von Gott, die das Gewissen belastet. bestehen!«
10

Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom Hirten und den Schafen

101»Amen10,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen10,1 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Wer nicht durch das Tor in den Schafstall10,1 Schafstall: Ein mit einer Steinmauer eingezäuntes Gelände, das oft mit Dornengestrüpp bedeckt war, um Diebe oder wilde Tiere fernzuhalten. geht,sondern anderswo einsteigt,ist ein Dieb und ein Räuber.2Der Hirt10,2 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. der Schafekommt immer durch das Tor.3Der Wächter10,3 Wächter: In Johannes 10,3 Hirt, der vor einen Schafstall über Nacht Wache hält, um die Tiere vor Übergriffen von Räubern oder wilden Tieren zu schützen. am Tor öffnet ihm,und die Schafe hören seine Stimme.Er ruft die Schafe,die ihm gehören,einzeln beim Namenund führt sie ins Freie.4Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,geht er vor ihnen her.Die Schafe folgen ihm,denn sie kennen seine Stimme.5Aber einem Fremden werden sie nicht folgen,sondern sie werden vor ihm fliehen.Denn sie kennen die Stimme des Fremden nicht.«6Dieses Gleichnis10,6 Gleichnis: Das Wort bezeichnet eine Rede in Bildern und Vergleichen. erzählte Jesus10,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. den Pharisäern10,6 Pharisäer: Angehöriger einer jüdischen Glaubensgruppe, die die biblischen Gesetze sehr ernst nahm..Aber sie verstanden nicht,was er ihnen damit sagen wollte.

Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom Tor zu den Schafen

7Jesus10,7 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. begann noch einmal:»Amen10,7 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , amen10,7 Amen: Das hebräische Wort hat den Sinn von »So ist es/So sei es!« , das sage ich euch:Ich bin10,7 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Tor zu den Schafen.8Alle, die vor mir gekommen sind,sind Diebe und Räuber.Aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.

9Ich bin10,9 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. das Tor.Wer durch mich hineingeht,wird gerettet.Er wird hinein- und hinausgehenund eine gute Weide finden.10Der Dieb kommt nur,um die Schafe zu stehlen.Er schlachtet sieund stürzt sie ins Verderben.Ich bin gekommen,um den Schafen das Leben10,10 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm. zu bringen –das Leben in seiner ganzen Fülle.«

Jesus redet über sich selbst: Das Gleichnis vom guten Hirten

11»Ich bin10,11 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. der gute Hirt10,11 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott..Der gute Hirt10,11 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. ist bereit,für die Schafe zu sterben.12Anders ist das bei einem,der die Schafe nur für Geld hütet.Er ist kein Hirt10,12 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott.und die Schafe gehören ihm nicht:Wenn er den Wolf kommen sieht,lässt er die Schafe im Stichund läuft weg.Und der Wolf stürzt sich auf die Schafeund jagt die Herde auseinander.13Denn so ein Mensch hütet die Schafe nur für Geldund die Schafe sind ihm gleichgültig.

14Ich bin10,14 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. der gute Hirt10,14 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott..Ich kenne die, die zu mir gehören,und sie kennen mich.15Genauso kennt mich der Vater10,15 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.und ich kenne ihn.Ich bin bereit,für die Schafe zu sterben.

16Ich habe noch andere Schafe,die nicht aus diesem Stall10,16 Schafstall: Ein mit einer Steinmauer eingezäuntes Gelände, das oft mit Dornengestrüpp bedeckt war, um Diebe oder wilde Tiere fernzuhalten. kommen.Auch die muss ich führenund sie werden auf meine Stimme hören.Alle werden in einer Herde vereint seinund einen Hirten10,16 Hirt: Verantwortlich für den Schutz und Bestand der Herde. Im alten Orient steht das Hirtenbild für den König oder für Gott. haben.

17Deshalb liebt mich der Vater10,17 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.:Denn ich bin bereit,mein Leben herzugeben,um es wieder neu zu erhalten.18Niemand kann mir das Leben nehmen.Ich gebe es freiwillig her.Es steht in meiner Macht,es herzugeben. –Und genauso steht es in meiner Macht,es wieder neu zu erhalten.Das ist der Auftrag,den ich von meinem Vater10,18 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. bekommen habe.«

Erneute Meinungsverschiedenheiten über Jesus

19Wegen dieser Wortebildeten sich wieder verschiedene Lagerunter den jüdischen Zuhörern10,19 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. .20Viele von ihnen meinten:»Er ist von einem Dämon10,20 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. besessenund verrückt.Warum hört ihr ihm nur zu?«21Andere erwiderten:»So redet kein Besessener.Ein Dämon10,21 Dämon: Eine böse Macht, die man sich als Person vorstellte. Sie kämpft gegen Gott und nimmt dabei einen Menschen völlig in Besitz. kann doch nichteinem Blinden die Augen öffnen!«

Jesus kehrt von Jerusalem zum Jordan zurück

10,22-42

Jesus wird abgelehnt

22Zu der Zeit wurde in Jerusalemdas Tempelweihfest10,22 jüdische Feste: Das Judentum ist eine Religion mit einer ausgeprägten Festkultur. gefeiert.Es war Winter.23Jesus10,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ging im Tempel10,23 Tempel: Das zentrale Heiligtum der Juden in Jerusalem. Der Tempel galt als Wohnung Gottes.in der Salomohalle10,23 Salomohalle: Säulenhalle auf dem Tempelplatz. auf und ab.24Da umringten ihn die dort anwesenden Juden10,24 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. und fragten:»Wie lange willst du uns noch hinhalten?Wenn du der Christus10,24 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. bist,dann sag es uns frei heraus!«25Jesus antwortete ihnen:»Ich habe es euch gesagt,aber ihr glaubt10,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. ja nicht.Die Taten,die ich im Auftrag10,25 Auftrag: Wörtlich heißt es in Vers 25: »Die Taten, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, sind meine Zeugen!« meines Vaters10,25 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. vollbringe,sind meine Zeugen!26Aber ihr glaubt nicht,weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.

27Meine Schafe hören auf meine Stimme.Ich kenne sieund sie folgen mir.28Ich gebe ihnen das ewige Leben10,28 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm..Sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehenund niemand kann sie mir aus den Händen reißen.29Mein Vater,der sie mir anvertraut hat,ist mächtiger als alle.Niemand kann etwas aus seinen Händen reißen.30Ich und der Vater10,30 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. sind untrennbar eins.«

31Da hoben die Anwesenden10,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. wieder10,31 wieder: Schon früher, in Johannes 8,59, hatten die Zuhörer versucht, Jesus zu steinigen. Steine auf,um ihn zu steinigen10,31 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe..32Jesus hielt ihnen entgegen:»Ich habe im Auftrag des Vaters10,32 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater.vor euren Augen viele gute Taten vollbracht.Für welche dieser Tatenwollt ihr mich steinigen10,32 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe.33Die Juden10,33 Juden: Mitglieder der Glaubensgemeinschaft, in der sich das biblische Volk Israel fortsetzt. antworteten ihm:»Wir steinigen10,33 steinigen, Steinigung: Die Steinigung war eine Form der Todesstrafe. dich nicht wegen einer guten Tat,sondern wegen Gotteslästerung10,33 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens.:Du bist ein Menschund gibst dich selbst als Gott aus.«34Jesus10,34 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihnen:»Steht10,34 Steht: Jesus zitiert hier Psalm 82,6. nicht sogar in eurem Gesetz10,34 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose.:Ich10,34 Ich: Der Sprecher dieser Worte ist Gott. habe gesagt:Ihr seid Götter‹?35Das Gesetz10,35 Gesetz: Die Lebensvorschriften des Alten Testaments, besonders der fünf Bücher Mose. nennt also diejenigen Götter,an die Gott sein Wort richtete.Und die Heilige Schrift10,35 Heilige Schrift: Für das Judentum und für das frühe Christentum die Bücher, die in unserem Alten Testament zusammengefasst sind. darf man ja nicht aufheben!36Der Vater hat mich zu seinem Vertreter10,36 zu seinem Vertreter: Wörtlich heißt es in Vers 36: »Der Vater hat mich heilig gemacht«. gemachtund in diese Welt10,36 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. geschickt.Wie könnt ihr mir Gotteslästerung10,36 Gotteslästerung: Meint das verächtliche Verhöhnen oder sogar Verfluchen des Gottesnamens. vorwerfen,wenn ich sage:›Ich bin der Sohn Gottes10,36 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.‹?

37Wenn das, was ich tue,nicht das Werk meines Vaters10,37 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. ist,dann braucht ihr mir nicht zu glauben10,37 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott..38Wenn ich aber solche Taten vollbringe,dann glaubt10,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wenigstens ihnen,wenn ihr mir schon nicht glauben10,38 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. wollt.An diesen Taten sollt ihr erkennenund immer sicherer werden:Der Vater10,38 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. ist in mir gegenwärtigund ich bin im Vater10,38 Vater: Jesus spricht von Gott als seinem Vater. gegenwärtig.«

39Da versuchten die Anwesenden10,39 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. erneut,ihn festzunehmen.Aber er konnte ihnen entkommen.

Jesus kehrt zum Jordan zurück

40Jesus überquerte wieder den Jordan10,40 Jordan: Der Jordan ist der wichtigste Fluss im Land der Bibel. und ging an den Ort,wo Johannes10,40 Johannes der Täufer: Er bereitete durch sein Wirken die Menschen auf das Kommen von Jesus vor. früher getauft10,40 taufen: Untertauchen im Wasser als Zeichen für das Abwaschen von Schuld. Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte: Ich will von meinem falschen Weg umkehren und nach Gottes Geboten leben. hatte.Dort blieb er.41Viele Menschen kamen zu ihmund sagten:»Johannes hat zwar keine Zeichen10,41 Wunder, Zeichen: Wunder sind Ereignisse, in denen Menschen unmittelbar Gott am Werk sehen. vollbracht.Aber alles,was er über diesen Menschen gesagt hat,hat sich als wahr erwiesen.«42Und viele kamen dort zum Glauben10,42 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. an ihn.
11

Zweiter Teil: Die Herrlichkeit von Jesus wird sichtbar

11,1–20,29

Jesus geht zum letzten Mal zum Passafest nach Jerusalem

11,1–12,50

Lazarus stirbt

111Ein Mann war schwer krank,Lazarus aus Betanien11,1 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. .Das ist das Dorf,in dem Maria und ihre Schwester Marta lebten.2– Maria war es übrigens,die Jesus später11,2 später: Vgl. Johannes 12,1-8. die Füße mit Öl11,2 Nardenöl: Kostbares Öl, das aus den getrockneten Wurzeln und Stängeln der Narde gewonnen wird, einer Pflanze, die nur im Himalaya wächst. gesalbt11,2 salben, Salbung: Eine Salbung wurde durch Einreiben oder Begießen des Kopfes und Leibes mit Öl (Olivenöl) vorgenommen.und mit ihren Haaren abgetrocknet hat.Der kranke Lazarus war ihr Bruder. –

3Die Schwestern ließen Jesus11,3 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. die Nachricht zukommen:»Herr11,3 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., sieh doch!Dein Freund ist schwer krank!«4Als Jesus11,4 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. das hörte,sagte er:»Diese Krankheit führt nicht zum Tod.Sie soll vielmehr die Herrlichkeit11,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. Gottes zeigen.Denn durch sie soll der Sohn Gottes11,4 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.zu seiner Herrlichkeit11,4 Herrlichkeit: Bezeichnet das, was einer Person Ansehen und Macht verleiht. Die Bibel stellt sich Gottes Herrlichkeit auch als strahlenden Lichtglanz vor. kommen.«

5Jesus11,5 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. liebte Marta und ihre Schwesterund ebenso auch Lazarus.6Jesus11,6 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. wusste also,dass Lazarus schwer krank war.Trotzdem blieb er noch zwei Tage an dem Ort,wo er gerade war.7Dann sagte er zu den Jüngern11,7 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Lasst uns wieder nach Judäa11,7 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. gehen.«8Die Jünger erwiderten:»Rabbi11,8 Rabbi: Aramäisch für »mein Herr/mein Meister«; zur Zeit von Jesus ein Titel für angesehene Lehrer.,vor Kurzem wollten die Leute in Judäa11,8 Juda/Judäa: Der südliche Teil des Landes, in dem das Volk Israel lebte. dich steinigen!Und du willst wieder dorthin gehen?«9Jesus11,9 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete:»Hat der Tag nicht zwölf Stunden?Wer tagsüber umhergeht,stolpert nicht,denn er sieht das Licht11,9 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten., das diese Welt11,9 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. erhellt.10Wer aber bei Nacht umhergeht,stolpert,denn er hat kein Licht11,10 Licht: Das Licht ist das erste Werk in Gottes Schöpfung. Im übertragenen Sinn bedeutet das Licht Leben, während Dunkelheit für den Tod steht. Im Neuen Testament wird Jesus als Licht der Welt bezeichnet, weil die Menschen durch ihn das ewige Leben erhalten. bei sich.«

11Nachdem er dies zu den Jüngern11,11 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. gesagt hatte,fuhr er fort:»Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen.Aber ich gehe hin,um ihn aufzuwecken.«12Da sagten die Jünger11,12 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. zu ihm:»Herr11,12 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn er schläft,wird er sich erholen.«13Jesus11,13 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. hatte aber über den Tod des Lazarus gesprochen.Die Jünger11,13 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. dagegen meinten,es geht um den gewöhnlichen Schlaf.14Da sagte Jesus11,14 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. ganz offen zu ihnen:»Lazarus ist gestorben.15Und ich freue mich für euch,dass ich nicht bei ihm war.Denn dadurch werdet ihr zum Glauben11,15 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott. kommen.Also lasst uns jetzt zu ihm gehen.«16Thomas, der auch Didymus11,16 Didymus: Der griechische Name bedeutet übersetzt »Zwilling«. genannt wird,sagte zu den anderen Jüngern11,16 Jünger: Wörtlich »Schüler«. Frauen und Männer, die ihrem Lehrer folgten und von ihm lernen wollten. :»Kommt, wir gehen mit –und sterben mit ihm!«

Jesus und Marta: Jesus ist das Leben

17Als Jesus11,17 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. nach Betanien11,17 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. kam,lag Lazarus schon vier Tage im Grab11,17 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren..18Betanien11,18 Betanien: Betanien liegt drei Kilometer südöstlich von Jerusalem auf der Ostseite des Ölbergs. war nahe bei Jerusalem11,18 Jerusalem: Hauptstadt des Königreichs Juda und Regierungssitz der Könige aus dem Haus David. ,nur ungefähr fünfzehn Stadien11,18 Stadion: Griechisches Wegmaß, je nach Maßstab zwischen 175 und 200 m. entfernt.19Viele Leute aus der Umgebung11,19 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. waren zu Marta und Maria gekommen.Sie wollten ihnen in ihrer Trauerüber den Tod ihres Bruders beistehen.

20Als Marta hörte,dass Jesus11,20 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. kam,ging sie ihm entgegen.Aber Maria blieb im Haus11,20 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war..21Marta sagte zu Jesus11,21 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. :»Herr11,21 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du hier gewesen wärst,hätte mein Bruder nicht sterben müssen.22Aber auch jetzt weiß ich:Alles, worum du Gott bittest,das wird er dir geben.«23Jesus11,23 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. antwortete ihr:»Dein Bruder wird vom Tod auferstehen11,23 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. 24Marta erwiderte:»Ich weiß, dass er auferstehen11,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. wird –bei der Auferstehung11,24 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. der Toten am letzten Tag.«25Da sagte Jesus11,25 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. zu ihr:»Ich bin11,25 Ich-bin-Worte: Worte, mit denen Jesus von sich selbst und seinem Auftrag spricht. Sie entsprechen dem Namen, mit dem im Alten Testament Gott selbst sich Mose und dem Volk Israel vorstellt. die Auferstehung11,25 Auferstehung: Meint die Auferweckung vom Tod und das ewige Leben bei Gott in seinem Reich. und das Leben11,25 ewiges Leben: Leben in Gottes Reich und in unmittelbarer Gemeinschaft mit ihm.!Wer an mich glaubt11,25 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird leben,auch wenn er stirbt.26Und wer lebtund an mich glaubt11,26 Glaube: »Glaube(n)« meint das tiefe Vertrauen auf Gott.,wird niemals sterben –in Ewigkeit nicht.Glaubst du das?«27Sie antwortete:»Ja, Herr11,27 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., ich glaube fest:Du bist der Christus11,27 Christus/Messias: Bezeichnet ursprünglich den durch Salbung im Auftrag Gottes eingesetzten König Israels, dann den von Gott versprochenen Retter für die Menschen. ,der Sohn Gottes11,27 Sohn Gottes: Titel, der das besondere Vertrauensverhältnis eines Menschen zu Gott zum Ausdruck bringt.,der in diese Welt11,27 Welt, diese Welt: Die Menschenwelt im Gegensatz zur Welt Gottes. Sie hat sich von Gott abgewandt und lehnt Jesus, den Sohn Gottes, ab. kommen soll!«

Jesus und Maria: Jesus weint

28Nachdem Marta das gesagt hatte,kehrte sie zurückund rief ihre Schwester Maria.Leise sagte sie zu ihr:»Der Lehrer11,28 Lehrer: Ehrende Anrede für die Schriftgelehrten, die auch Jesus gegenüber gebraucht wurde. ist da.Er lässt dich rufen.«29Als Maria das hörte,stand sie schnell aufund ging zu Jesus11,29 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. .30Jesus11,30 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war noch nicht ins Dorf hineingegangen.Er hielt sich immer noch dort auf,wo Marta ihn getroffen hatte.31Im Haus11,31 Haus: Häuser waren zur Zeit des Neuen Testaments meist einstöckig. Sie hatten ein flaches Dach, das über eine Außentreppe zugänglich war. waren immer noch die Leute11,31 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. ,die Maria beistehen wollten.Als sie sahen,dass Maria aufstandund schnell hinausging,folgten sie ihr.Sie dachten:»Sie will zum Grab11,31 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren. gehen,um dort zu weinen.«

32Maria kam dorthin,wo Jesus11,32 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. war.Als sie ihn sah,fiel sie vor ihm auf die Knieund sagte:»Herr11,32 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., wenn du hier gewesen wärst,hätte mein Bruder nicht sterben müssen.«33Jesus11,33 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. sah,wie sie weinteund wie auch die Leute11,33 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. weinten,die sie begleiteten.Da wurde er im Innersten von Zorn ergriffen11,33 von Zorn ergriffen: Jesus ist zornig über die Macht des Todes..34Er fragte:»Wo ist sein Grab11,34 Grabkammer: Tote wurden in Israel zur Zeit des Alten und Neuen Testaments meist in Grabkammern bestattet, die in den Felsen hineingehauen waren.Sie antworteten:»Herr11,34 Herr: Anrede und Bezeichnung für Jesus. Sie bringt zum Ausdruck, dass in Jesus Gott selbst den Menschen begegnet., komm und sieh selbst!«35Da brach Jesus11,35 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. in Tränen aus.36Die Leute11,36 Juden: Wörtlich »Juden«. Im Johannesevangelium sind damit je nach Zusammenhang unterschiedliche Personen oder Gruppen gemeint, die Jesus gegenübertreten. sagten:»Seht doch,wie sehr er ihn geliebt hat!«37Aber einige von ihnen bemerkten:»Dem Blinden hat er die Augen geöffnet.Konnte er nicht verhindern,dass Lazarus stirbt?«

Lazarus wird vom Tod auferweckt

38Jetzt wurde Jesus11,38 Jesus: Griechische Namensform des hebräischen Namens Jeschua. erst recht zornig.Er ging zum Grab